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Gewinn Boerse

Immer schön vorsichtig

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02.09.2019 – Daily Report. Keine Impulse an der deutschen Börse. Kein Wunder: Die Wall Street bleibt am Montag wegen des Labor Day geschlossen. Außerdem sind neue Strafzölle der USA und von China in Kraft getreten. Auf der Konjunkturseite stehen keine besonders wichtigen Termine an. Der Wochenauftakt fällt somit mau und richtungslos aus.

Minimaler Gewinn in Frankfurt

An der deutschen Börse waren Aktien zum Wochenbeginn wenig gefragt. Viele Börsianer lehnten sich zurück, prüften ihre Realtimekurse nur selten und behielten ansonsten die regelmäßigen Marktupdates auf der Handelsplattform im Blick. So trippelte der DAX im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 11.948 Zähler. Und die Landtagswahlen im Osten? Kein Thema. Außer der Tatsache natürlich, dass nun grünlinke Zwergparteien an die Regierung kommen, obwohl die Wähler einem rechtskonservativ-bürgerlichen Block eine klare Mehrheit für die Macht erteilt haben. Wenn Politiker nicht auf ihre Wähler hören, die einen stärkeren wirtschaftspolitischen Fokus mit der Förderung heimischer Industrien fordern, nicht aber ökologische Weltrettungsexperimente, dann kann sich das auch an der Börse übel rächen.

Neue Strafzölle

Das Hauptthema blieb natürlich einmal mehr der amerikanisch-chinesische Zollstreit. Zum Wochenende sind auf beiden Seiten neue Strafzölle in Kraft getreten. Einerseits erhob die Trump-Administration neue Zölle auf chinesische Waren im Wert von 112 Milliarden Dollar. China seinerseits konterte, wenn auch nur mit kleinerem Kaliber – US-Güter im Wert von 75 Milliarden Dollar werden nun mit Sonderzöllen belegt. Peking pickte sich dabei Branchen aus dem republikanischen Kernland im Mittleren Westen und im Süden heraus. US-Präsident Donald Trump forderte amerikanische Firmen erneut auf, sich Zulieferer außerhalb Chinas zu suchen. Da es allerdings offenbar weiterhin Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten gibt, waren die Anleger zuletzt relativ entspannt.

Asien-Börsen im Plus

Unterdessen sorgten Konjunkturdaten aus China für Kauflaune. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg im August überraschend auf 50,4 Punkte; damit deutet sich eine Expansion an. Der Index erfasst vor allem die Stimmung in kleineren und mittleren Firmen. Anders allerdings sieht es bei den großen und staatlichen Industriebetrieben aus. Dieser Index ging im August weiter auf 49,5 Zähler zurück, wie die chinesische Statistikbehörde am Wochenende mitgeteilt hatte. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Ansonsten belasteten die Demonstrationen in Hongkong weiter die Gemüter. In der Volksrepublik zog der CSI-300 dennoch um 1,3 Prozent an auf 3.848 Stellen. Die Broker freuten sich über die Ankündigung neuer Konjunkturhilfen durch die Regierung. Geplant sind unter anderem Infrastrukturprojekte und die Öffnung des Finanzmarktes. Der Nikkei 225 schloss mit einem moderaten Minus von 0,4 Prozent bei 20.620 Punkten.

Vorsicht in New York

Die Anleger in den USA hatten den Freitag ebenfalls vorsichtig angegangen. Der Dow Jones rettete ein Plus von 0,2 Prozent auf 26.403 in das Wochenende. Im August verbuchte der Index ein Minus von 1,7 Prozent. Der S&P 500 stieg am Freitag um minimale 0,1 Prozent auf 2.926 Zähler. Der Nasdaq 100 gab 0,2 Prozent nach auf 7.691 Zähler.

Ölmarkt unter Druck

Bei Erdöl gibt es derweil interessante News. Laut Reuters stieg die OPEC-Produktion im August an – dies, weil – wie so oft – keine Disziplin im Kartell herrscht. Vor allem Irak und Nigeria pumpten mehr Öl. So lag die Förderung bei 29,6 Millionen Barrel pro Tag und damit 80.000 Fass über dem Level aus dem Juli. Eine erstaunliche Entwicklung, wo doch das Angebot aus Iran und Venezuela geschrumpft ist. Kein Wunder, dass der Ölpreis zuletzt unter Druck geraten ist.

Das bringt der Tag

Im Terminkalender herrscht gähnende Leere, was an den Börsen für Zurückhaltung sorgen dürfte. Für Investoren, die online Aktien handeln, also eher ein verlorener Tag. Nicht aber für alle, die CFD handeln – sie können ja auch mit kleinsten Einsätzen dank des Hebels eine satte Rendite einfahren.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

China

DAX steigt dank China

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30.08.2019 – Daily Report. Jetzt geht es den Bullen wieder gut: Die jüngsten versöhnlichen Signale aus Peking lassen die Kurse im weltweiten Handel steigen. Die harten Bandagen von Donald Trump zeigen offenbar Wirkung. Doch sicher ist im drohenden Handelskrieg nur eins: Die Volatilität ist am Anschlag.

Grüne Kurse in Frankfurt

Nach dem satten Plus vom Donnerstag greifen die Anleger auch am Freitag noch einmal verhalten zu. Der deutsche Leitindex hat zum Mittag rund ein Prozent zugelegt und notierte zuletzt an der Marke von 12.000 Zählern. Der DAX sitzt nun anscheinend wieder stabil auf der 200-Tage-Linie. Was war passiert? Ganz einfach: Die Chinesen wollen offenbar eine Eskalation im Zollstreit vermeiden.

Peking signalisiert ein Einlenken

Das chinesische Handelsministerium hatte am Donnerstag ein klein wenig die weiße Flagge gehisst. China werde nicht sofort auf die neuen Zollerhöhungen der Trump-Administration reagieren, die am 1. September in Kraft treten sollen, erklärte Ministeriumssprecher Gao Feng. Eine Eskalation im Handelsstreit nutze weder China noch den USA nutze. Und weiter teilte er mit: Beide Seiten seien gerade dabei, die Details neuer Handelsgespräche im September auszuarbeiten.

Zudem sagte US-Präsident Donald Trump ohne Details, am heutigen Tag stünden für die USA und China Gespräche zum Thema Handel auf der Agenda. Am 1. September treten neue US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar in Kraft.

Wer spürt den Schmerz?

Rücken wir also einer Einigung näher? Vielleicht. Der Zollstreit belastet offenbar ganz gehörig die chinesische Mittelschicht. Der Beleg für diese These ist eine skurrile Fußnote: Mehrere Lobster-Fischer im US-Bundesstaat Maine berichteten von einem Einbruch der Hummer-Exporte nach China – mitunter ging die US-Ausfuhr ins Reich der Mitte um bis zu 80 Prozent zurück. Allerdings sprangen die Kanadier in die Lücke, wenn sie diese auch nicht komplett füllten. Und wichtiger: Das Pentagon wird in Australien neue Angebotsquellen für seltene Erden erschließen. Damit schlagen die USA der Volksrepublik ein Druckmittel aus der Hand.

Vorfreude in Übersee

Werden wir also in Kürze eine Einigung sehen? Warten wir es ab. Die Hoffnung auf ein Ende des Konflikts schob die Kurse in Übersee an. Der CSI-300 legte zwar nur ein Plus von 0,3 Prozent auf rund 3.800 Zähler vor. Der Nikkei beendete den Handel am Freitag jedoch mit einem Gewinn von 1,2 Prozent bei 20.704 Punkten. Im August büßte der Leitindex in Japan 3,8 Prozent ein.
In den USA zog der Leitindex Dow Jones am Vorabend um 1,3 Prozent auf 26.362 Punkte an. Der breit gefasste S&P 500 kletterte ebenfalls um 1,3 Prozent auf 2.925 Stellen. Der Nasdaq 100 rückte sogar um 1,5 Prozent auf 7.702 Zähler vor.
Aber Vorsicht: Dow, S&P 500 und auch Nasdaq Composite sowie Nasdaq 100 haben nun Kurslücken gerissen, die geschlossen werden wollen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover
Um 14.30 Uhr laufen zunächst die Daten zu persönlichen Einkommen und Konsum im Juli über die Ticker.
Etwas später wird um 15.45 Uhr der Einkaufsmanagerindex Chicago für August gemeldet.
Kurz darauf läuft um 16.00 Uhr das Verbrauchervertrauen für August von der Uni Michigan über die Ticker.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein sonniges Weekend!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Dax News

Rezessionsängste rauben den Börsen die Kraft

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28.08.2019 – Daily Report. Die aktuelle weltweite Nachrichtenlage ist weiterhin angespannt. Nachdem der DAX am gestrigen Handelstag zarte Signale einer Entspannung sendete und mit einem Plus von rund 0,6 Prozent bei 11.730 Punkten aus dem Handel ging, startet der heutige Handelstag schwach. Zur Stunde notiert das deutsche Börsenbarometer mit 11.670 Punkten 0,5 Prozent im Minus.

Beunruhigung in New York

Der andauernde Handelskonflikt zwischen den beiden Supermächten USA und China ist das belastende Dauerthema, nicht nur für die US-Börsen. Die zuletzt widersprüchlichen Aussagen von US- Regierungsmitgliedern zum aktuellen Stand der Gemengelage scheint Anleger doch nachhaltig in Besorgnis zu versetzen. Die US-Börsen jedenfalls schlossen ihren gestrigen Handel alle hinter roten Vorzeichen. Der Dow Jones büßte 0,5 Prozent ein was einem Schlusskurs von 25.777 Punkten entsprach. Der breiter gefasste S&P500 gab 0,3 Prozent auf 2869 Punkte ab.

Getrübte Stimmung in Asien

Die Vorgaben der US-Märkte wurden im asiatischen Handel nahtlos aufgegriffen. Zwar konnte der japanische Nikkei Index 0,2 Prozent zulegen auf einen Wert von 20.487 Punkten, sein chinesisches Pendant, der CSI300 musste im Handelsverlauf 0,6 Prozent abgeben.

Wenig Bewegung im Euro

Die stärkeren Kursverluste der europäischen Gemeinschaftswährung zum Wochenbeginn scheinen vorerst gestoppt zu sein. Nichts desto trotz notiert der Euro weiterhin unterhalb der Marke von 1,11 US-Dollar mit 1,1089 USD nahezu unverändert zum Vortag.

Das bringt der Tag

Der Wirtschaftskalender ist am heutigen Tag eher spärlich gefüllt.
Nennenswerte Events sind lediglich die Veröffentlichung der US- Rohöllagerbestände um 16:30 Uhr. CFD-Trader, die Positionen im Öl haben sollten sich diesen Termin genauer ansehen. Analysten erwarten einen Rückgang der Bestände um 2,112 Millionen. Steigende Lagerbestände könnten ein Zeichen für eine schwächere Ölnachfrage und damit eine schwächelnde Konjunktur sein.

Die Bernstein Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades.

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Kein Entkommen im Zollstreit

Kein Entkommen im Zollstreit

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27.08.2019 – Daily Report. Es ist wie in einem Alptraum: Neuer Tag, dasselbe Thema. Der Dauerstreit zwischen China und den USA hält die Börsen weiter fest im Griff. Mal rauf, mal runter. Dazu gesellen sich Rezessionsängste. Und schon stellen die Broker die Arbeit weitgehend ein.

Frankfurt unentschlossen

Keine Impulse an der deutschen Börse: Der DAX hangelte sich zuletzt in einer Berg- und Talfahrt um 0,2 Prozent nach oben auf 11.680 Zähler. Kein Wunder, denn das Dauerthema Zollstreit bremst. Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Biarritz Optimismus verbreitet: „Ich glaube, wir werden einen Deal mit China machen“. Doch er werde einem Handelsabkommen mit dem Reich der Mitte nur zustimmen, wenn es sich um eine faire Vereinbarung handele, die gut für die Vereinigten Staaten sei. Er glaube aber, dass dies zu erreichen sei. Und Chinas Vizepräsident und Chef-Unterhändler Liu He tönte: China sei dazu bereit, den Streit ruhig durch Verhandlungen zu lösen. Die Sache bleibt also spannend, die Hoffnungen wurden so oft enttäuscht.

Dazu gesellen sich aber die ungelösten Fragen Brexit und Regierungskrise in Italien. Beides mit Auswirkungen auf den Devisen- und Anleihenmarkt. Weiter meldete die Bundesrepublik eine eher schwächliche Konjunktur: Im zweiten Quartal ist das Brutto-Inlandsprodukt um 0,1 Prozent gesunken.

Asien optimistisch

Die Anleger in Asien hatten sich angesichts des Zollstreits mutiger gezeigt. Der chinesische CSI-300 zog um 1,4 Prozent an auf 3.817 Zähler. Und in Tokio gewann der Nikkei rund 1 Prozent auf 20.456 Zähler. Damit nahmen die Aktionäre in Fernost den Schwung von der Wall Street mit.

New York voller Hoffnung

Die amerikanische Börse interpretierte die Aussagen von Trump im positiven Sinne. Der Dow Jones Industrial rückte um 1,1 Prozent auf 25.899 Punkte vor. Auch der marktbreite S&P 500 kletterte um 1,1 Prozent auf 2.878 Stellen und der Hightech-Index Nasdaq 100 zog um 1,5 Prozent an auf 7.575 Zähler.

Anrufe oder nicht?

Eine bizarre Fußnote im Zollstreit wurde übrigens an der Börse weitgehend als unwichtig ignoriert. Sie sollten sie trotzdem im Hinterkopf behalten, weil sie signalisiert, dass Hoffnungen möglicherweise auf Sand gebaut sind. So sagte Trump am Rande des Gipfels im Gespräch mit Reportern, Washington habe am Sonntag gleich zwei sehr produktive Anrufe aus China erhalten, in denen um die Wiederaufnahme der Gespräche gebeten wurde. „Sie verstehen, wie das Leben läuft“, urteilte Trump. Dabei sagte der Präsident nicht, ob er direkt mit Chinas Staatschef Xi Jinping gesprochen habe.

Aber Geng Shuang, ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, kommentierte, er wisse nichts von Anrufen nach Washington. Ins gleiche Horn stieß Hu Xijin, der Chefredakteur der „Global Times“, die als Sprachrohr der kommunistischen Partei gilt. Also: Entweder Trump log, um die Börse nach oben zu hieven. Oder die beiden genannten Offiziellen wussten schlicht nichts von den Telefonaten, die tatsächlich stattgefunden haben. Was darauf schließen ließe, dass die Realisten in Peking rund um das Verhandlungsteam und den Staatschef die Hardliner umgangen haben.

Das bringt der Tag

Hatten wir schon erwähnt, dass der Zollstreit weiter den weltweiten Handel umher wirbeln kann? Etwa 1.000 mal. Behalten Sie also bitte stets Ihre Handelsplattform im Blick!
Ansonsten lohnt an einem Tag mit nur wenigen wichtigen angekündigten News der Blick auf das US-Verbrauchervertrauen für August, es soll um 16.00 Uhr eintreffen.
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Leichte Hoffnung nach dem Blutbad

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26.08.2019 – Daily Report. Welch ein Bloody Friday – immerhin laufen zum Wochenbeginn wieder positive News für die Bullen ein. Nach der wechselseitigen Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA tauchte der weltweite Handel ab. Doch US-Präsident Donald Trump hievte den DAX wieder nach oben. Selbst der schlechte Ifo-Indexes stoppte die Kauflaune kaum.

Auf und ab in Frankfurt

Grüne Kurse in Frankfurt. Der DAX notierte zum Wochenstart mit 0,3 Prozent im Plus bei 11.648 Punkten. Der deutsche Leitindex erholte sich von seinen heftigen frühen Verlusten, nachdem Trump für neue Hoffnung im Handelsstreit mit China gesorgt hatte. Er schickte auch die US-Futures nach oben, als er am Montagmorgen auf dem G7-Treffen im französischen Biarritz überraschend mitteilte, Chinas Staatschef Xi Jinping wolle zurück an den Verhandlungstisch. „Wir werden noch eine weitere Erklärung zu China abgeben“. Und weiter: „Wir hatten zwei Telefonate mit China; sie wollen ein Handelsabkommen.“ Die Unterredungen sollen in Kürze beginnen. „Ich denke, wir werden einen Deal machen.“

Die Börsianer fassten verhalten Mut und schüttelten auch negative Daten aus der deutschen Konjunktur ab. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts rutschte im August den fünften Monat in Folge ab und erreichte 94,3 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Doch damit werden ja Konjunkturhilfen und niedrigere Zinsen wahrscheinlicher. Unsere Konjunkturkalender finden Sie wie immer hier: Market Mover

Peking ist angezählt

Wird aus dem Zollstreit nun ein offener Handelskrieg? Vermutlich nicht, denn Amerika hat China mit seiner harten Reaktion auf die Bretter geschickt. Am Freitag hatte Peking zunächst neue Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar angekündigt. Doch die USA schossen mit größerem Kaliber zurück: Trump gab bekannt, dass es zusätzliche Abgaben auf chinesische Güter im Volumen von rund 550 Milliarden Dollar geben soll. Außerdem rief der US-Präsident die heimischen Konzerne dazu auf, China zu verlassen. Die Volksrepublik hat inzwischen Demutsgesten ausgesandt. Vizepremier Liu He sagte der staatsnahen „Chongqing Morning Post”, sein Land sei willens den Konflikt in besonnenen Verhandlungen zu lösen. Er wandte sich gegen eine weitere Eskalation. Liu ist Chinas Chef-Unterhändler im Zollstreit.

Verluste überall

Die Anleger in Mainland China waren vor der jüngsten Kehrtwende in Deckung gegangen: Der CSI-300 verlor am Montag 1,4 Prozent auf 3.766 Zähler. In Hongkong rutschte der Hang Seng um 1,9 Prozent ab auf 25.681 Zähler, in Tokio gab der Nikkei 225 um 2,2 Prozent nach auf 20.261 Stellen. Natürlich hatten auch die Aktionäre in New York die Sell-Taste gedrückt. Der Dow Jones rutschte am Freitag um 2,4 Prozent auf 25.629 Punkte, der S&P 500 brach um 2,6 Prozent ein auf 2.847 Stellen. Der Nasdaq 100 verlor 3,2 Prozent auf 7.465 Zähler.

Renminbi im Visier der Amerikaner

Behalten Sie also Ihre Handelsplattform, regelmäßige Markt-Updates und die kostenlosen Realtimekurse im Blick und den direkten Marktzugang offen – im Nachrichtenmarkt können jederzeit News im Zollstreit einschlagen und die Volatilität kräftig nach oben treiben. Vor allem, da Amerika ein schweres Geschütz noch gar nicht abgefeuert hat: Die Stärkung der chinesischen Währung gegen den Dollar durch den massiven Aufkauf von Offshore-Renminbi. Wie jüngst in unserem Special Report erläutert, hat Peking offenbar gezielt den Yuan nach unten manipuliert, um seine Exporte attraktiver zu machen und damit die US-Strafzölle zu unterlaufen. Nun ist die chinesische Währung weiter abgerutscht – bis auf 7,15 gegen den Dollar; die 7 gilt allerdings als Rote Linie für die USA.

Flash Crash bei der Lira

Wo wir gerade so nett über staatliche Eingriffe plaudern: Bei der türkischen Lira hat sich gerade ein Flash Crash von rund 15 Prozent abgespielt, bevor eine unsichtbare Hand – die türkische Notenbank? – die Lira wieder nach oben hievte. Auslöser in den News gab es nicht. Außer den Spekulationen, dass China als Unterstützer für die Lira ausfällt. Zuvor soll Peking die türkische Währung mit Swaps in Höhe von 1 Milliarde Dollar gestützt haben.

Das bringt der Tag

Abgesehen vom Gipfel in Biarritz und möglichen neuen Nachrichten im Zollstreit stehen nur wenige Termine auf der Agenda.
In den USA läuft um 14.30 Uhr der Chicago Fed National Activity Index für den Juli über die Ticker.
Zeitgleich schlägt der Auftragseingang langlebiger Güter im Juli ein.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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China vs USA

Feuer frei im Währungskrieg

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23.08.2019 – Special Report. Die wichtigsten Notenbanker der Welt tagen in Jackson Hole. Doch während sich die Welt auf klare Aussagen der US-Notenbank in Sachen Rezession fokussiert, könnte ein ganz anderes Thema wirklich wichtig werden. China hat offenbar gezielt den Yuan gegenüber dem Dollar auf ein Elfjahrestief abgewertet. Damit werden chinesische Exporte billiger. Die USA könnten im Währungskrieg zurückschießen und dabei auch die Fed einspannen.

Yuan auf Elfjahrestief

Kein gutes Vorzeichen für die laufenden Verhandlungen im Zollstreit zwischen China und den USA: Der chinesische Yuan ist gerade auf ein frisches Elfjahres-Tief zum Dollar gerutscht. Wieder hat der Yuan die Rote Linie von 7 zum Dollar überschritten. Am gestrigen Donnerstag sank die chinesische Währung auf 7,09 zum Greenback. Wobei das Fixing des inländischen Yuan durch die chinesische Zentralbank als auch der internationale Counterpart pari liefen. Peking wertet offenbar die heimische Währung gezielt ab, um die negativen Effekte aus den US-Zöllen zu unterlaufen. Ein schwacher Yuan verbilligt die chinesischen Exporte in die USA. Wir hatten eine solche Entwicklung übrigens an dieser Stelle schon vorausgesehen.

Peking manipuliert den Yuan nach unten

Peking hat also zum einen die Druckerpresse angeworfen; zum anderen pumpt das Reich der Mitte über billige Kredite und Stimuli viele Devisen in die heimische Wirtschaft. Dass dahinter ein gewünschter politischer Schritt steckt, zeigt die Tatsache, dass die chinesische Devise stärker gegenüber dem Greenback fällt, als gegenüber anderen wichtigen Währungen, wie das Finanzblog „ZeroHedge“ urteilte. Offenbar kaufen also große chinesische Adressen gezielt Dollar und verkaufen dagegen Yuan.

Der Dollar ist überbewertet

Große Investmentbanken halten übrigens den Dollar generell für überbewertet. In einem Exkurs, der sehr schön die Möglichkeiten der USA gegen China aufzeigte, stützte die Bank of America (BoA) im Juni die wiederholten Klagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Dollar zu stark sei. Laut der BoA ist der Dollar verglichen mit dem Korb anderer wichtiger Währungen um 13 Prozent zu fest, wenn der langfristige Durchschnitt der Real Effective Exchange Rate (REER) herangezogen werde. Der Grund: Die US-Wirtschaft wachse schneller als die der meisten Handelspartner. Demnach bleiben drei Möglichkeiten, den Dollar zu schwächen: 1) verbale Intervention, 2) Zinssenkung, 3) direkte Intervention. 1) und 2) sind gelaufen. Bleibt 3). Dafür könne die US Treasury die New Yorker Fed anweisen, direkt einzugreifen. Was die NY Fed seit 1996 übrigens nur dreimal getan hat: 1998 kaufte sie Yen, im September 2000 kaufte sie Euro und im März 2011 erwarb sie erneut Yen.

Kommt jetzt die Intervention?

Mitte der 80er hatte übrigens der „Plaza Accord“ – so genannt nach dem Plaza Hotel in New York – mehrfach eingegriffen und den Dollar abgewertet. Mitglieder des Clubs waren die G5: USA, Deutschland, Japan, Großbritannien und Frankreich. Ist es nun wieder soweit? Standard Chartered sinnierte im Juli, die USA könnten bei einer Intervention Devisenreserven in Höhe von rund 127 Milliarden Dollar einsetzen, der Exchange Stabilization Fund (ESF) verfüge über weitere 95 Milliarden. Eine US-Intervention werde aber eine Reaktion anderer Notenbanken nach sich ziehen und den Effekt aufweichen. Zumal sich die G20-Staaten auf einen Verzicht von Abwertungen geeinigt hatten; allerdings seien Ausnahmen erlaubt.
Wir meinen: Die USA werden versuchen, die anderen Länder zum Stillhalten zu bewegen, um den Chinesen eine Lektion zu erteilen. Wofür Jackson Hole genau das richtige Ambiente bieten dürfte. Die Historie des „Plaza Accord“ deutet darauf hin, dass Amerika nicht alleine vorgehen will.

Möglicher Gegenschlag bei Renminbi

Und was, falls doch? Morgan Stanley urteilte diese Woche, der Markt unterschätze die Leichtigkeit, mit der die USA einseitig intervenieren könne. Alleine die US-Regierung habe rund 68 Milliarden US-Dollar zur freien Verfügung; um darüber hinaus Ressourcen zu aktivieren müssten der Kongress oder ausländische Partner eingeschaltet werden. Ein Eingriff wäre wohl gar nicht so schwer, die Fed könne einfach den gesamten, relativ illiquiden internationalen Renminbi-Markt aufkaufen, sinnierte der auf Devisen spezialisierte Trader R5FX. Und er erwartet für diesen Fall eine heftige Reaktion von Peking. China müsste wohl seine Dollar-Reserven angreifen und wahrscheinlich US-Treasuries verkaufen, um die heimische Währung wieder zu schwächen.

Washington ist gereizt

Egal ob uni- oder multilateral und gleich in welcher Höhe: Dass die Amerikaner den Chinesen nicht ewig tatenlos zusehen, deuten unter anderem Tumps Twitter-Tiraden an, der China (aber auch Europa) schon mehrfach vorwarf, „Währungsspielchen“ zu spielen. Vorigen Monat teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin mit, es gebe „aktuell“ keinen Wechsel in der amerikanischen Währungspolitik; das könne sich in Zukunft aber ändern. Anfang dieses Monats schließlich brandmarkte sein Ministerium, die US Treasury, die Volksrepublik offiziell als Währungsmanipulator, nachdem die chinesische Zentralbank den Renminbi erstmals seit 2008 unter die Marke von 7 gegen den Dollar rutschen ließ. Und nun also der wiederholte Affront – das kann kein gutes Ende nehmen…

Peking wird nervös

Auch die Chinesen ahnen offenbar, was kommt. Die „Financial Times“ berichtete gerade, ein leitender Angestellter einer chinesischen Bank in London sehe die Möglichkeit einer Intervention im Offshore-Renminbi-Markt. Und der Manager, der anonym bleiben wollte, warnte demnach vor ernsten Konsequenzen. China werde eine Währungsintervention als feindlichen politischen Akt werden, dies werde die Märkte umher wirbeln. Der Fallout werde bislang ungeahnte Folgen haben.
Unser Fazit: Im Devisen- und Anleihemarkt könnte es in Zukunft richtig spannend werden. China hat den Währungskrieg eröffnet, die USA dürften reagieren. Und ein offener Währungskrieg hätte natürlich auch Auswirkungen auf die Wall Street, weil ein Abkommen im Zollstreit in weite Ferne rückt. Short oder long – wenn Sie CFD handeln, sollten Sie Ihre regelmäßigen Marktupdates in der Angelegenheit im Blick behalten.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

new york stock exchange

Hoffnung auf Billiggeld

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23.08.2019 – Daily Report. Verhaltene Käufe am Frankfurter Aktienmarkt: Die Anleger warten auf neue Signale für die geldpolitische Flutung in den USA. Obwohl die Federal Reserve mit ihren unklaren Äußerungen in dem am Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokoll für Verwirrung gesorgt hatte, setzen nun wieder viele Broker auf das Treffen in Jackson Hole. Wenn da mal nicht einige enttäuscht werden…

Leichte Gewinne in Frankfurt

Vielleicht wird es ja doch etwas mit der neuen Flut an billigen Dollars. Nach dieser Devise jedenfalls positionierten sich einige Marktakteure und griffen bei den deutschen Blue Chips wieder zu. Der DAX zog bis zum Mittag um 0,5 Prozent an auf rund 11.800 Zähler.

Dabei hat die Bundesbank gerade vorgemacht, wie leicht ein Testballon platzt: Laut Bloomberg sieht ein ungenannter Insider aktuell keinen Grund für einen fiskalischen Stimulus, obwohl die Wirtschaft auch in diesem Quartal leicht sinken dürfte. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte genau diese Hoffnungen geweckt und der „Spiegel“ hatte den Ballon hochgepustet. Warten wir es ab.

Egal, ob Sie online im Aktienhandel aktiv sind oder CFD handeln: Seien Sie auf der Hut, falls die Fed die Märkte enttäuscht, dann geht es ab. Gut, dass Sie mit CFD auch auf der Short-Seite Geld verdienen können.

Warten auf Jackson Hole

Um 16.00 Uhr deutscher Zeit jedenfalls wissen wir mehr. Dann soll US-Notenbankchef Jerome Powell in Wyoming ans Mikrofon treten und das internationale Treffen der Notenbanker eröffnen. Mit dem jüngst aufgetretenen Rezessionssignal der inversen Zinskurve erhoffen sich viele Anleger offizielle Aussagen darüber, wie und ob die Fed den Abschwung kontern will. Wenn US-Bonds mit kürzeren Laufzeiten höher rentieren als Treasuries mit längeren Laufzeiten, dann war dies in der Vergangenheit meist ein verlässliches Zeichen für eine Rezession. Ergo haben viele Broker schon ein, zwei weitere Zinssenkungen in den USA eingepreist. Sie können sich vorstellen, was passiert, wenn Powell diese Hoffnungen enttäuscht.

Asien will die Zoll-Einigung

Damit schwenken wir auf das andere bestimmende Thema dieser Tage ein. In Japan und China stiegen die Kurse, nachdem es ein moderat positives Signal im Zollstreit zwischen China und den USA gab. Der chinesische CSI-300 kletterte um 0,7 Prozent auf 3.821 Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,4 Prozent bei 20.711 Punkten. Und das ist die News dahinter: Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, plant weiter direkte Gespräche mit China. Na immerhin, sie reden noch.

Abwarten auch in New York

Die Wall Street hatte sich am Vorabend im Vorfeld von Jackson Hole zurückhaltend gezeigt. Der Dow Jones Industrial kletterte um moderate 0,2 Prozent auf 26.252 Punkte. Immerhin glich er sein zwischenzeitliches Minus wieder aus. Der S&P 500 bröckelte um 0,1 Prozent auf 2.923 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 7.707 Stellen bergab.

Das bringt der Tag

Bleibt der Blick auf den Terminkalender. Abgesehen von Jackson Hole gibt es nur wenige marktbewegende Events.

Um 16.00 Uhr laufen die Zahlen zu den Verkäufen neuer Häuser in den USA im Juli über die Ticker.

Für Trader im Energiemarkt wird es um 19.00 Uhr interessant, wenn die Zählung der Ölplattformen von Baker Hughes veröffentlicht wird.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Aktienmarkt

Fed-Orakel verwirrt die Aktionäre

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22.08.2019 – Daily Report. Jetzt haben sie es schon wieder getan: Die Währungshüter der Federal Reserve haben mit ihrem zweideutigen Einerseits-Andererseits die Kauflust am Aktienmarkt gebremst. Will die Fed nun eine geldpolitische Lockerung oder nicht – und wenn ja, wann und wie stark? Die Fed-Protokolle gaben keine Antwort auf diese Fragen. Vielleicht kommt in Kürze Klarheit aus Jackson Hole. Oder zuvor Klartext von der Europäischen Zentralbank.

Währungshüter bremsen Frankfurt aus

Einmal mehr zögerten die deutschen Anleger. Der DAX gab am Donnerstagmittag 0,2 Prozent nach auf 11.778 Zähler. Kein Wunder, denn am Vorabend hatten die Fed-Protokolle keine Klarheit in Sachen US-Geldpolitik geschaffen. Demnach halten sich die Währungshüter bei ihrer Zinspolitik alle Optionen offen. Besonders lähmend: Die Fed ist sich nicht einig darüber, wie stark und wie schnell die US-Konjunktur Zinssenkungen benötigt. Einerseits waren „ein paar“ Mitglieder des über die Zinssenkung entscheidenden Offenmarktausschusses für eine stärkere Zinssitzung von einem halben Prozentpunkt oder gar mehr. Dagegen sprachen sich „mehrere“ dafür aus, den Leitzins überhaupt nicht zu ändern.
Hoffentlich konkrete Hinweise über den weiteren Kurs könnte an diesem Freitag Fed-Chef Jerome Powell in seiner Rede auf der Notenbanktagung in Jackson Hole geben. Powell wird die Eröffnungsrede des jährlichen geldpolitischen Treffens im US-Bundesstaat Wyoming halten. Falls bis dahin die Kurse weiter seitwärts trippeln, dürfen Sie sich freuen, wenn Sie CFD handeln – dank des Hebels können Sie auch in Phasen der Unentschlossenheit Möglichkeiten am Markt nutzen. Vielleicht kommt ja Schwung in den Markt mit dem Protokoll der EZB am Nachmittag.

Erneute inverse Zinskurve

In den regelmäßige Markt-Updates der Börsianer waren weitere, wirklich bewegende News ansonsten Mangelware. Ergo bewegten sich auf der Handelsplattform die Kurse kaum. Für hochgezogene Augenbrauen sorgte dagegen einmal mehr das Rezessionssignal der inversen Zinskurve – ausgelöst am Vorabend durch das Orakel der Federal Reserve. Wie CNBC erkannte, zog die Rendite der zweijährigen US-Bonds kurz über die Kurve der zehnjährigen an. Anleger parkten also verstärkt langfristig Geld, was dafür spricht, dass sie kurzfristig nicht investieren wollen, weil die Aussichten zu unsicher sind.

Mehr Mut in Übersee

Die Anleger in Asien hatten sich am Morgen eher bedeckt gehalten. Der chinesische CSI-300 legte 0,3 Prozent zu auf 3.794 Zähler. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 20.628 Punkten.
In New York waren die Anleger mutiger gewesen. Der Dow Jones stieg um 0,9 Prozent auf 26.203 Punkte, der S&P 500 gewann 0,8 Prozent auf 2.924 Zähler und der Nasdaq 100 legte um 0,9 Prozent auf 7.733 Stellen zu. Am Vortag hatte sich US-Präsident Donald Trump im üblichen vollmundigen New-York-Style vor Journalisten als auserwählt („chosen“) in Sachen Zollstreit mit China bezeichnet. Er habe den Handelskonflikt mit China anzetteln müssen. Trump fügte hinzu, die Vereinigten Staaten würden wohl ein Handelsabkommen mit der Volksrepublik abschließen.

Krise in Italien hält an

Derweil wartet Europa auf den Ausgang des Machtkampfes in Italien. Wie es zuletzt aussah, werden die machiavellistischen Akteure in Rom eine Neuwahl verhindern, um der Lega einen Triumph zu verwehren. Was für weniger Spannungen mit der EU-Kommission und zunächst für eine Beruhigung bei italienischen Staatsanleihen sorgen dürfte. Allerdings auch für eine verstärkte Aufnahme von illegalen Einwanderern, die an der italienischen Küste ankommen. Und somit für einen verspäteten Triumph der Lega bei den nächsten Wahlen. Das waren zuletzt die drei Optionen für Italien: Eine mögliche Koalition der Fünf-Sterne und der sozialdemokratischen PD. Eine technokratische Übergangsregierung. Oder eben Neuwahlen. Nicht nur Anleihetrader und Investoren im Euro sollten die Angelegenheit im Blick behalten.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Um 13.30 Uhr wird zunächst die EZB ihr Protokoll der geldpolitischen Sitzung vom 25. Juli veröffentlichen, was Aktien, Anleihen und Euro bewegen könnte.

Danach folgen um 14.30 Uhr die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Schließlich werden um 15.45 die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe in den USA gemeldet.

Um 16.00 Uhr folgen die amerikanischen Frühindikatoren für Juli.

Zeitleich läuft das Verbrauchervertrauen der Eurozone für August über die Ticker.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Financial Trade Chart

Börse fiebert Fed-Protokoll entgegen

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21.08.2019 – Daily Report. Die Anleger greifen wieder zu. Erstaunlich, denn die US-Notenbank könnte den Markt durcheinander wirbeln. Am Abend wird es mit dem Fed-Protokoll spannend. Die Lektüre wird diesmal besonders interessant, da bei der Juli-Sitzung die Zinssenkung nicht einstimmig beschlossen wurde.

Der DAX zieht an

Relativ deutlich ist der deutsche Leitindex nach oben geklettert. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit 1,2 Prozent im Plus bei 11.791 Zählern. Ob dieser Trend anhält? Um 20.00 Uhr werden die Fed-Protokolle der Sitzung vom 31. Juli veröffentlicht, dem Termin als die Fed die Zinsen senkte. Am Finanzmarkt werden die Broker dann gespannt auf ihre regelmäßigen Markt-Updates blicken. Denn sie hoffen auf neue Hinweise zum Ausmaß der möglichen kommenden währungspolitischen Schritte. Am Freitag könnte zudem eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim Treffen in Jackson Hole neue Impulse bringen. Für Zurückhaltung sorgte auch die Regierungskrise in Italien.

Novum im Bondmarkt

Unterdessen wollte der deutsche Staat weiter von der Risikoscheu der Anleger profitieren. Am Vormittag hat der Bund erstmals eine 30jährige Anleihe mit einem Nullzins angeboten. Die Bundesrepublik zahlt also keine Zinsen bis August 2050, der Bondhalter erhält bei einer Zero-Kupon-Anleihe nur das eingezahlte Geld nominal zurück. Der Staat wollte mit dem Verkauf der Staatsanleihe 2 Milliarden Euro einsammeln. Wenn Sie diese Zeilen lesen, wissen Sie schon mehr.

Vorsicht in Asien

Auch an den asiatischen Börsen war am Morgen Zurückhaltung angesagt. Der Nikkei schloss in Tokio mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 20.619 Punkten. Der chinesische CSI-300 verlor 0,2 Prozent auf 3.782 Stellen. Der Smartphone-Hersteller Huawei bestätigte, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner harten Linie im Zollstreit die Chinesen hart getroffen hat. Laut CNBC erklärte Gründer und Konzernchef Ren Zhengfei vor Mitarbeitern, Huawei stehe vor einer Krise, die Leben oder Tod bedeutet. Washington hat Huawei gerade eine Frist von 90 Tagen für die Weiterführung der Geschäfte in den USA eingeräumt. Ob danach die Blacklist droht, bleibt abzuwarten.

Rücksetzer in New York

Angesichts der erwarteten Wortmeldungen von der Fed und vor dem Hintergrund des schwelenden Zollstreits mit China hatten auch die Börsianer in New York am Vorabend Vorsicht walten lassen. Der Dow Jones Industrial verlor am Dienstag 0,7 Prozent auf 25.962 Zähler. Der S&P 500 rutschte um 0,8 Prozent auf 2.901 Punkte ab. Und der Nasdaq 100 sank um 0,7 Prozent auf 7.664 Zähler.

Das bringt der Tag

Neben den Fed-Protokollen um 20.00 Uhr stehen zwei besonders interessante Termine auf dem Kalender, alle Daten finden Sie hier: Market Mover
Zunächst werden um 16.00 Uhr die Wiederverkäufe von US-Häusern im Juli gemeldet.
Um 16.30 Uhr folgt der wöchentliche Ölbericht.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Der DAX läuft seitwärts

Der DAX läuft seitwärts

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20.08.2019 – Daily Report. Zögern und Zaudern ist das Gebot der Stunde. Nach dem hübschen Gewinn vom Montag notiert der DAX am Dienstagvormittag erst einmal unverändert. Die Anleger halten sich bedeckt und wollen sich nicht auf der falschen Seite positionieren. Denn bald übernehmen die Notenbanken das Zepter.

Frankfurt wartet ab

Weitgehend impulslos hat sich der deutsche Leitindex am Dienstag voran geschleppt. Schnell gab der DAX seine moderaten frühen Gewinne auf, zuletzt notierte er 0,1 Prozent schwächer bei 11.705 Zählern. Wenn Sie CFD handeln, dann könnten Sie selbst bei den aktuell kleinen Trippelschritten an der Frankfurter Börse hier und da Chancen im Markt entdecken. Noch ein kurzer Schlenker in die Chartanalyse: Der DAX ist mit dem gestrigen Gewinn wieder über die 200-Tage-Linie gehüpft und hat dabei eine Kurslücke gerissen, die normalerweise geschlossen werden könnte.

Notenbanken geben den Takt vor

Das Zögern am Aktienmarkt hat durchaus einen Hintergrund. Am morgigen Mittwoch werden die Fed-Protokolle veröffentlicht, die Europäische Zentralbank (EZB) folgt einen Tag später. Die Investoren erhoffen sich von den Protokollen Rückschlüsse auf die geplanten Konjunkturhilfen der Zentralbanken. Zudem laufen ab Donnerstag ab 13.30 Uhr News zur geldpolitischen Sitzung der EZB über die Ticker. Ebenfalls am Donnerstag startet das jährliche Treffen internationaler Notenbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming.

Trump attackiert die Fed

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump seine eigene Notenbank erneut heftig angegriffen. Die Federal Reserve solle rasch die Leitzinsen um „mindestens 1,00 Prozentpunkte“ senken, twitterte Trump. Vielleicht sollte auch eine quantitative Lockerung hinzukommen, also beispielsweise erneute Käufe von Staatsanleihen. Sobald dies geschehe, würde die US-Wirtschaft „noch besser“ laufen, auch die Weltwirtschaft würde stärker und schneller wachsen – was laut Trump „gut für alle“ wäre. Und weiter: Notenbankchef Jerome Powell habe einen „schrecklichen Mangel an Visionen“.

Zuckerbrot und Peitsche

Die chinesische Notenbank verpasste dem Markt derweil einen eigenen kleinen Stimulus. Sie kündigte eine Reform bei der Berechnung des Referenz-Kreditzinses an. Broker gingen umgehend davon aus, dass der Satz künftig niedriger liegen wird als derzeit. Niedrigzinsen verbessern die Aussichten für die chinesische Wirtschaft. Die Börse des Handelspartners Japan legte um 0,6 Prozent zu auf 20.677 Punkte, auch weil der Yen wieder etwas schwächelte, was den Export-Aktien half. In China dagegen schloss der CSI-300 mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 3.788 Stellen. Für Skepsis sorgte die jüngste Entwicklung im Zollstreit. Zwar erteilte Washington dem chinesischen Smartphone-Produzenten Huawei eine neue Lizenz über 90 Tage. Allerdings setzte die US-Regierung neue 46 Geschäftspartner von Huawei auf die schwarze Liste.

Kotau vor China

Tja, die Chinesen haben eben mit den Amerikanern einen echten Gegner. Im Raumschiff Berlin dagegen hat gerade eine nicht ganz unwichtige deutsche Publikation Peking gelobt. Lesen Sie selbst: „Die Volksrepublik hat sich als erfolgreichster Einparteienstaat der Geschichte erwiesen. Über das Geheimnis des ersten sozialistischen Systems, das funktioniert.“ Und weiter: „Es ist den chinesischen Kommunisten gelungen, die Elemente des ursprünglichen Maoismus in eine einzigartige Ordnung umzuformen. Die Volksrepublik China ist im Ergebnis das erfolgreichste Einparteiensystem seit der Entwicklung moderner Staatsformen.“ Wer hat’s geschrieben: „taz“? „Neues Deutschland“? Nein: „Das Parlament“, die Zeitung des Bundestages. Herausgeber: Der Präsident des Bundestages, Wolfgang Schäuble (CDU). Ja – CDU. Soll das nun heißen, dass China ein Vorbild für Deutschland ist? Wenn die Politik dieses Ziel verfolgt, hätte das Folgen für die Börse – weil wir uns auf einen härteren staatlichen Eingriff in die Wirtschaft bis hin zu Verstaatlichungen einrichten müssten.

New York zieht an

Im Hort der Marktwirtschaft waren am Montag China und die Hoffnung auf eine Beilegung des Zollstreits ebenfalls das bestimmende Thema. Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Gewinn von rund 1 Prozent bei 26.136 Punkten. Der S&P 500 legte 1,2 Prozent zu auf 2.924 Stellen. Und der Nasdaq Composite stieg 1,4 Prozent auf 8.003 Punkte. Dow, Nasdaq Composite, Nasdaq 100 und S&P 500 haben nun auf dem Weg nach oben kleinere Lücken im Chart gerissen.

Das bringt der Tag

Am Dienstag herrscht gähnende Leere im Konjunkturkalender. Somit sollten Sie weiter die Politik im Auge behalten, sie wird den Takt an der Wall Street und im weltweiten Handel vorgeben. Für Trader im Energiemarkt könnten allenfalls die US-Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten American Petroleum Institute (API) um 22.30 Uhr interessant werden.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.