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Crisis trading

Bear Market

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Crisis trading

 

23.05.2022 – Jetzt ist es offiziell: Die Börse ist in den Bärenmarkt eingebogen. Die breite Wall Street hat seit dem Allzeithoch im Januar um 20 Prozent korrigiert. Daran ändert auch die späte Erholung vom Freitag wenig. Doch die Nacht ist am Dunkelsten kurz vor dem Sonnenaufgang. Schon haben sich erste Experten mit Hoffnungssignalen für alle Bullen zu Wort gemeldet.

Das waren harte Tage für alle long-investierten Trader und Investoren: Der Dow Jones hat laut dem Finanzblog ZeroHedge satte acht Verlustwochen hintereinander vorgelegt – die längste Negativserie seit 1923! Im SPX wird die Sache auf kurze Sicht noch drastischer: Am 01. April stand der S&P 500 bei 4.546, am Freitag ging es runter bis auf 3.901 – ein hübscher Verlust von 14,2 Prozent in nur eineinhalb Monaten. Zudem habe der Index zwischenzeitlich die „Maginot-Linie“ bei 3.855 durchbrochen und sich auf dem Niveau von März 2021 bewegt. Der SPX habe sich damit beim Russell 2000 eingereiht und bei der Nasdaq (beide knapp minus 30 Prozent). Nur der Energiesektor stemmte sich mit rund 5 Prozent gegen den Trend. Bei Super-Techs wie AAPL, AMZN, GOOG, NFLX, und TSLA gab es die größten Verluste.

Apple als Trendbarometer

Interessant ist, wie stringent Apple sich zuletzt bewegt hat. Zunächst ging es nach der Verdauung des Ukraine-Schocks konsequent nach oben – lauter weiße Kerzen im Tageschart ab der ersten März-Woche. Und in der Korrektur seit Ende März dann ziemlich verlässlich die Baisse.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

JPMorgan sieht Rebalancing

Und damit lassen wir die Bullen zu Wort kommen. Eine Aussage aus der Investmentbank JP Morgan ließ uns gerade aufhorchen. Zum einen hielt Analyst Nick Panigirtzoglou mindestens einen Short-Term-Bounce für möglich. Der Grund: Bis Ende Mai sieht JPM Aktienkäufe in Höhe von 34 bis 56 Milliarden Dollar am Horizont. Der Grund sei das Rebalancing bei großen Investmentfonds. Soll heißen: Kundengelder müssen angelegt werden, mit den gesunkenen Kursen bei Aktien steht denen zu viel Cash gegenüber.

Und auch die Norges Bank stieß ins gleiche Horn: Demnach dürften bis zum Quartalsende in den USA von Investmentfonds rund 40 zusätzliche Milliarden Dollar in Aktien fließen – und noch weitere 136 Milliarden Dollar aus Pensionsfonds. Anlagestau also, der aufgelöst werden muss.

US-Wirtschaft nicht ganz so schwach

Neben den Quants gab auch Trader Andrew Tyler, ebenfalls von JPMorgan, eine bullishe Meinung zu Protokoll. Demnach gehe es der US-Wirtschaft besser, als viele glaubten – es gebe eine Divergenz zwischen der Ökonomie und den Finanzmärkten. Es werde eine Weile dauern, bis beides in Einklang sei. Weiterer Abwärtsdruck sei zu erwarten, doch Aktien und Commodity-nahe Assets seien die besten Anlagen für jeden Zeithorizont. Zudem werde Tech den Markt nach unten oder nach oben bewegen, diese Titel seien eine Herausforderung, böten aber Handelschancen für kurzfristig orientierte Trader.

Übersetzung: Inzwischen ist die Stimmung schlechter als die Lage, womit der Abwärtstrend überzogen ist. Was sich irgendwann in den Unternehmensgewinnen zeigen dürfte. Wir sind gespannt – die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Trade Up

Die Weizen-Krise

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Trade Up

 

20.05.2022 – Der Krieg in der Ukraine hat wie vorhergesagt zu einer Preisexplosion geführt. Doch es gibt noch andere Faktoren hinter der Verteuerung. Wir beleuchten die Faktenlage.

Der Weizenpreis hat gerade ein Allzeithoch erreicht – 442 Euro je Tonne in Europa. In den USA fiel der Anstieg wegen der hohen Eigenproduktion geringer aus – im Tageschart sehen Sie den Preis in Dollar, wobei wir Sie bitten, die jeder Logik spottende, altertümliche Einheit Bushel selbst zu recherchieren. Wie auch immer: Der jüngste kleine Rücksetzer dürfte keine wirkliche Trendwende gewesen sein.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Damit zu den Gründen für die Preisentwicklung. Langfristig vor allem die globale Überbevölkerung, die hierzulande in den Wahrheitsmedien selten bis nie thematisiert wird – politisch korrektes Tabu und so – schuld sind ja immer wir. Doch wenn in einigen sogenannten Kulturen Frauen keine Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung haben, dann sind eben sechs, acht oder zehn Kinder die Regel. Mit den üblichen Folgen: Waldrodung, Überfischung, Überweidung, Absenkung des Grundwasserspiegels, Versalzung von Ackerland, Hunger, Flucht ins goldene Europa. Wo eine gewisse deutsche Innenministerin, die mitunter für DKP-Blättchen schreibt und sich mit Antifas fotografieren lässt, schon darauf wartet, sie alle, alle in Empfang zu nehmen.

Ernte weltweit gefährdet

Dazu gesellen sich einige mittelfristig wirkende Wetterphänomene. Vor rund einer Woche veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium einen Bericht mit dem Titel „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (WASDE). Der Ausstoß falle in Australien, Marokko, Argentinien, China und der Europäischen Union (trockener Frühsommer) geringer aus. Bloomberg ergänzte, in den USA sei die Ernte wegen Trockenheit extrem schlecht, in Kanada hätten auch Kälte und Nässe die Aussaat verzögert. Indien leide unter einer Hitzewelle – übrigens ist das Land der zweitgrößte Exporteur. Der Subkontinent hat inzwischen einen Ausfuhrstopp verhängt. Nummer eins ist China; doch hier vernichteten Überflutungen große Teile der Ernte. Exporteur Nummer Drei ist Russland. Aber Moskau verweigert Ausfuhren in einige Länder, weil es in Teilen der Wirtschaft mit Sanktionen belegt ist.

Blockade der Ukraine

Aber der aktuelle Grund für die Teuerung ist die Blockade ukrainischer Schwarzmeer-Häfen durch die russische Marine. Laut WASDE wird die Ernte in der Ukraine in diesem Jahr um rund ein Drittel einbrechen. Zudem lagern laut einer Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums derzeit 25 Millionen Tonnen in der Ukraine – sie können aber kriegsbedingt nicht abtransportiert werden. Die kurzfristige Lage könnte sich ändern, falls die USA, wie angekündigt, moderne Anti-Schiffs-Raketen liefern. Davon ist auszugehen, denn die Amerikaner handeln entschlossen – während Deutschlands Kanzler von einer „Zeitenwende“ schwadroniert und hintenrum offenbar die Lieferung von Marder- und Gepard-Panzern hintertreibt. Wie Reuters unter Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus und dem Kongress berichtet, stehen Harpoon-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern sowie die Naval Strike Missile (NSM) mit 250 Kilometern zur Debatte.

Annexion und Atomschlag

Womit wir in diesem kranken Krieg noch eine besonders bedrohliche potenzielle Entwicklung melden müssen. Das stets gut informierte Institute for the Study of War (www.understandingwar.org) warnte  jüngst, der Krieg biege jetzt in seine entscheidende Phase ein. Noch versuche der Kreml, möglichst viel ukrainisches Territorium für eine Annexion zu besetzen. Falls das Regime aber realisiere, dass es angesichts des erbitterten Widerstandes der Ukrainer nicht recht vorangehe, könnten sich die Russen eingraben. Und dann eben diejenigen Gebiete annektieren, die sie schon besetzen, um später nochmal anzugreifen. Das wären dann russische Gebiete – und Moskau würde jede Kampfhandlung als Angriff auf Russland werten. Was wohl den Einsatz von Atomwaffen zur Folge hätte. Wollen wir hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Die Bernstein Bank behält die Lage für Sie im Blick!

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Inflationscrash

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19.05.2022 – So sieht es also aus, wenn die Teuerung die Börse erreicht: Die Einzelhändler Walmart und Target haben ihre Prognosen gekappt. Was einen Verkaufsrausch auslöste. Und wenn noch Jerome Powell mit einer extrem hawkishen Äußerung dazu kommt, dann haben wir den Salat.

Welch ein Fest für die Bären: minus 5 Prozent für den Nasdaq 100. Minus 3,6 Prozent für den Dow Jones, ein Verlust von 4 Prozent für den S&P 500. Beide Indizes verbuchten den schlimmsten prozentualen Tagesverlust seit dem 11. Juni 2020. Ist es jetzt Zeit für eine Gegenbewegung? Noch sieht es nicht danach aus, wie der Blick auf den Stundenchart des SPX 500 belegt.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Erst Walmart, dann Target – zwei Giganten aus dem US-Einzelhandel hatten die Kurslawine losgetreten, auch andere Händler gerieten unter Druck. Die Supermärkte spüren den deutlichen Kostenanstieg im ersten Quartal – höhere Preise für Benzin, steigende Preise für die Produkte, anziehende Löhne, Kaufzurückhaltung bei den Kunden, wenn alles zu teuer wird. Target verloren zwischenzeitlich satte 25 Prozent – heftig, heftig. Der größte Tagesverlust seit 1987.

Aggressive Fed

Und dann war da noch Jerome Powell. Schon etwas verwunderlich, dass die Börse eine Weile brauchte, um sein klares Statement zu verarbeiten: Schon am Dienstag sagte der Fed-Chef, die US-Notenbank werde die geldpolitischen Zügel solange anziehen, bis die Inflation unter Kontrolle sei. Erst müsse es klare und überzeugende Anzeichen dafür geben, dass der Preisauftrieb nachlasse, betonte er auf einer Veranstaltung des „Wall Street Journal“. Ein aggressiveres Vorgehen sei durchaus möglich.

50er-Schritte voraus

Und weiter: Falls nötig, werde die Fed auch ohne Zögern über das neutrale Niveau hinausgehen. Dieses neutrale Niveau sind 25 Basispunkte – dann bekräftigte der Fed-Chef, dass weitere 50er-Schritte wahrscheinlich seien, so lange die Lage der Wirtschaft sich nicht grundlegend verändere. Wörtlich hieß es: “If that involves moving past broadly understood levels of neutral we won’t hesitate to do that.” Jedenfalls müsse die Inflation viel näher an das Ziel von 2 Prozent gesenkt werden. Da ist einiges zu tun: Derzeit liegt die Teuerung mit 8,3 Prozent auf dem höchsten Stand seit vier Jahrzehnten.

JPMorgan kommentierte: Don’t fight the Fed – sie wolle ein schwächeres Wachstum. Ein starker Dollar, niedrigere Börsenkurse, höhere Hypotheken-Zinsen dürften die Nachfrage abschwächen. Allmählich werde dies zu einer sinkenden Nachfrage nach Arbeitskräften führen. Dem ist nichts hinzuzufügen – die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 


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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Terra zieht Bitcoin in den Abgrund

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12.05.2022 – Jetzt wird es brenzlig für Bitcoin: Die größte Crypto-Währung hat  die wichtige Marke von 30.000 Dollar durchbrochen. Vieles an dieser bearishen Lage ist die Schuld der buckligen Verwandtschaft: Der Übeltäter ist der Stablecoin Terra. Wir erläutern die Hintergründe.

Das sieht nicht gut aus für die Bullen. Die langfristige, seit Januar 2021 aufgebaute Unterstützung bei rund 30.000 Dollar ist gerissen, wie Sie im Tageschart anhand der oberen roten Linie erkennen. Zwar wäre in dieser überverkauften Lage mal eine Gegenbewegung angesagt. Zumal der jüngste Abwärtstrend gleich zwei Kurslücken gerissen hat, die wieder geschlossen werden wollen – siehe Gap 2 und Gap 3. Doch das kann eine halbe Ewigkeit dauern, wie Sie an Gap 1 erkennen.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Die Faktoren dafür hatten wir an dieser Stelle jüngst erläutert. Vor allem die generelle Risikoscheu, die von der Wall Street herüberschwappt sorgt für Verkäufe. Zudem fiel die Inflation zwar etwas schwächer aus, aber höher als befürchtet. Im April kletterten die Verbraucherpreise um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März hatte die Inflationsrate bei 8,5 Prozent gelegen. Somit hat sich die Teuerung in den USA erstmals seit August 2021 abgeschwächt. Eigentlich sollte solch eine hohe Inflation die Anleger in Assets treiben, die nicht durch die Notenbank über eine Erhöhung der Geldmenge ausgehöhlt werden können.

Reserven werden aufgelöst

Andererseits ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Wirtschaft leidet und viele Leute in der Arbeitslosigkeit landen – und von den Reserven leben müssen. Nach Daten des digitalen Vermögensverwalters Coinshares haben Anleger seit Mitte März rund 300 Millionen Dollar aus Cryptos abgezogen, davon alleine 250 Millionen Dollar aus Bitcoin. Zudem zieht die Fed die Zinsschraube an, andere Assets wie Staatsanleihen sind dann attraktiver, denn die Kupons werfen Zinsen ab.

Terra stürzt ab

Doch es gibt noch einen anderen Grund für das Bitcoin-Debakel: Gerade geriet der drittgrößte Stablecoin TerraUSD in heftige Turbulenzen. Solche Stablecoins sollen eigentlich eng um den Gegenwert des Dollar schwanken. Dieser Peg nutzte jedoch nichts – am Dienstag tauchte Terra ab bis auf 60 Cents. Die Geschwister-Währung Luna, die frei flottiert, meldete innerhalb einer Woche einen Verlust von über 90 Prozent.

Das  Deckungskonsortium Luna Foundation in Singapur hatte zunächst versucht, frisches Geld einzutreiben. Terra-Schöpfer Do Kwon wollte laut CNBC mehr als 1 Milliarde frische Dollar einsammeln. Ferner versuchte er, mit dem Verkauf seiner Bitcoin-Token-Reserve im Wert von etwa 2 Milliarden Dollar den Kurs von Terra zu stützen. Doch gestern brach Terra bis auf weniger als 30 Cents ein. Inzwischen hat sich die Lage hier etwas beruhigt, während Sie diese Zeilen lesen, kann sich alles auch schon wieder gedreht haben. Das Ganze könnte auch eine konzertierte Short-Attacke auf Terra und damit BTC gewesen sein: Laut dem Finanzblog „ZeroHedge“ dementierten aber die Großinvestoren BlackRock und Citadel jeden Angriff auf den Dollar-Peg von Terra.

Analyst sieht BTC bei 17.000

Unser Fazit: Die Gemengelage ist unübersichtlich, was hinter den Kulissen passiert, ist schwer zu erfassen. Fakt ist nur, dass Bitcoin in eine prekäre Chartregion abgetaucht ist. Der Analyst Jeffrey Halley vom Forex-Broker Oanda rechnet auf technischer Basis mit einem Abrutschen des Bitcoin-Kurses bis auf 17.000 Dollar. Wir sind gespannt, wie es weitergeht und halten Sie auf dem Laufenden!

 

 


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Bitcoin

Gegenbewegung bei BTC

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Bitcoin

 

10.05.2022 – Ausverkauf an der Börse, Schlachtfest bei Bitcoin. Und nicht nur hier – im gesamten Crypto-Markt wurden in den vergangenen Tagen Assets liquidiert. Doch jetzt läuft die Gegenbewegung – eine äußerst wichtige Chartmarke ist erst einmal verteidigt worden. Wir beleuchten die Hintergründe.

Ein Fest für Trader: In den vergangenen Tagen ging es bei Bitcoin und co. kräftig zur Sache. Gerade ist BTC auf das Jahrestief abgetaucht. Zuletzt hatten die Bullen aber wieder das Heft in der Hand. Wichtig war und ist die Unterstützung bei rund 30.000 Dollar – hier liegt das Tief aus dem Juli 2021. Zudem werden solche großen runden Marken sowieso immer gerne als entscheidende Wegmarken betrachtet. Im Vier-Stunden-Chart erkennen Sie zudem eine Kurslücke – die wird wohl irgendwann geschlossen werden.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Doch blicken wir auf die Hintergründe, um zu ergründen, wie es weitergehen könnte. Ein Faktor für die jüngste Baisse war natürlich die Talfahrt der Wall Street. Zuletzt hieß es Risk Off – jeder versilberte, was ging.

Alles muss raus

Der Ausverkauf erstreckte sich auf sämtliche Cyber-Currencies, wie „CoinMarketCap“ berichtete – selbst bei den exotischen Orchideen wie Solana, Terra Luna, Cardano, Shiba Inu wurde der Garten kräftig gelichtet mit Verlusten von bis zu einem Fünftel. Nach Angaben von „CoinGlass“ wurden in den 24 Stunden zum gestrigen 09. Mai rund 725 Millionen Dollar an Assets über den gesamten Crypto-Markt liquidiert.

Retail verkauft

Philip Gradwell, Chef-Ökonom bei „Chainalysis“ verwies auf einen interessanten Fakt im BTC-Markt: Demnach flossen große Mengen an Assets von Retail-Anlegern in die Crypto-Exchanges: ‘’Private wallets are now 40% of exchange bitcoin inflows rather than the typical 10%, which means there is a lot of extra sell pressure – and it is a similar story for ETH…’’.

Großer Käufer muss wohl liquidieren

Das „BitcoinMagazine“ entdeckte einen weiteren Baisse-Faktor: Wegen der jüngsten Verkaufswelle werde einer der größten BTC-Käufer jetzt vielleicht zum Verkäufer. Die Nonprofit-Organisation Luna Foundation Guard (LFG) in Singapur habe 42.530 Bitcoin zum Preis von 30.000 Dollar angehäuft und müsse diese wohl liquidieren. Die Reserven sollen demnach eingesetzt werden, um den Preis von Terra Stablecoin (UST) zu stützen.

Flucht aus Russland

Unser Fazit: All die genannten Argumente der Experten erscheinen uns valide. Dazu kommt aber ein Sonderfaktor, der nur schwer mit Zahlen zu untermauern ist und länger anhalten könnte. Wir vermuten, dass viele Russen aktuell das Land verlassen und sich im Westen eine neue Zukunft aufbauen. Wir hören von tausenden IT-Fachkräften und gut ausgebildeten Jungmanagern, die es satt haben in einem neo-stalinistischen Regime zu leben, das seine Jugend in einem sinnlosen Bruderkrieg verheizt, das Sanktionen des Westens auf sich zieht und damit die Mittelschicht gefährdet. Daher werden Ersparnisse versilbert, die bei Web-affinen Anlegern eben in Cryptos lagern. Kurz: Die Besten gehen. So war das schon unter den Zaren, den Kommunisten und auch jetzt wieder.

Wichtige US-Daten

Kurzfristig bleibt für die Bullen die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Gegenbewegung. So könnten die Inflationsdaten aus den USA für April zumindest zeitweise ein “turning point” für Bitcoin werden, urteilte Yuya Hasegawa, Crypto-Market-Analyst beim japanischen Broker Bitbank. Die Volaitlität wird seiner Meinung nach anhalten – Hasegawa erwartet in dieser Woche eine Trading-Range zwischen 30.000 und 38.000 Dollar. Die Bernstein-Bank behält die Lage für Sie im Blick!

 

 


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Gold Stock Graph

Ausbluten und Aufbäumen

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Gold Stock Graph

 

09.05.2022 – Keine guten Nachrichten für die Bullen: Der Aktienmarkt wird nach Meinung von Goldman Sachs in der nahen Zukunft regelrecht ausbluten. Allerdings wird sich die Börse demnach immer wieder mit heftigen, kurzen Rallyes und Short Squeezes gegen den Niedergang stemmen. Das zumindest sagt ein Experte, der zuletzt schon zweimal richtig lag.

Tony Pasquariello, Leiter der Abteilung Hedge Fonds Sales bei Goldman Sachs, kommentierte, zwischenzeitlich sei das negative Momentum wegen der jüngsten, nicht wirklich furchteinflößenden Sitzung der Federal Reserve zwar erst einmal gebremst worden. Dennoch sei der S&P zurückgekehrt zum Ende der Trading-Range, die schon die vergangenen drei Monate definiert habe. Und wir ergänzen: Im Vier-Stunden-Chart des S&P 500 ist klar der Abwärtstrend des SPX zu erkennen – in dem es immer wieder Gegenbewegungen nach oben gab. Zuletzt war das zur jüngsten Fed-Sitzung der Fall. Womit wir bei der These von Pasquariello gelandet wären.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Einmal mehr schickte der Goldmann eine Warnung für die Bullen in die Finanzwelt. Gestern schrieb er: „the more time we spend near the lower goal post, the more I question whether the state of the market is a genuine range trade … or a steady bleed to lower lows that’s interrupted, on occasion, by vicious short squeezes.“ Der Experte nannte kein klares Zeitfenster, doch in früheren Wortmeldungen sprach er von mehreren bearishen Wochen. Wie so oft kommt es auf die Konjunkturlage an.

Buy the dips – sell the rips

Die Bullen warnte Pasquariello jetzt, dass die Fed wegen der Inflation ein aggressives Tightening durchziehen müsse, das die Wirtschaft abbremsen werde. Den Bären gab er zugleich mit auf den Weg, dass die Kraft des Arbeitsmarktes stark genug sei, um eine Rezession zu verhindern. Und hier fürs Erste die konkrete Handlungsempfehlung für alle Trader: „buy dips below 4200, sell rips over 4500 (and, if I’m going to be wrong, it’s more likely to the downside than to the upside).“ Wir übersetzen: Diese genannte Untergrenze dürfte leichter durchbrochen werden als die Obergrenze. Und somit scheint es mehr Chancen auf der Short-Seite zu geben.

Er hatte Recht

Pasquariello hatte schon Ende März richtig gelegen. Gegen den herrschenden Trend hatte er vorausgesagt, dass die Party ein Ende haben werde. Und er warnte dennoch vor einer Bear Market Squeeze. Einige Tage später schrieb er von Rezessionssignalen, die vor aller Augen öffentlich zu sehen seien. Und Mitte April konstatierte Pasquariello, die besten Tage lägen hinter uns. Wieder hatte er Recht. Und diesmal?

Unser Fazit: Tatsächlich hat diese Einschätzung einiges für sich. Die Inflation tobt, die Notenbanken müssen dem Markt Kapital entziehen. Doch sie müssen vorsichtig sein, dass nicht auf einmal eine deflationäre Rezession entfesselt wird. Und gegen Preiserhöhungen in der Angebotskette, die von Covid oder dem Ukraine-Krieg ausgelöst wurden, ist auch die Finanzpolitik machtlos. In diesem Widerstreit aus Hoffen und Bangen wird die Börse volatil bleiben. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 


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Daily trading chart

Zahmer als befürchtet

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Daily trading chart

 

05.05.2022 – Sie hat es also getan: Die Federal Reserve hat erstmals seit dem Jahr 2000 die Zinsen um 50 Basispunkte angehoben. Und die Börsen feiern – scheinbar ist das paradox. Das passt aber sehr wohl zusammen, weil viele Anleger noch drastischere Schritte befürchtet hatten. Die Frage ist, ob damit die Zinsangst endgültig beseitigt ist.

Der Markt dürfte noch eine Weile über die neue Lage grübeln. Zwar reagierten die Indizes gestern mit einem großen Plus. Am heutigen Donnerstag jedoch tendierten die US-Futures erstmal schwächer. Immerhin: Gestern markierte der im S&5 500 laut „ZeroHedge“ den größten Tagesgewinn an einem Zinserhöhungstermin seit dem November 1978. Die Reaktion sehen Sie hier sehr schön im Stundenchart des SPX.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Die Gründe für die positive Entwicklung: Fed-Chef Jerome Powell erteilte für die nahe Zukunft Spekulationen über eine Erhöhung der Zinsen um 75 Basispunkte in einem Schritt eine Absage. Er sagte: „A 75 basis point increases is not something the committee is actively considering“ und ergänzte, „next couple of meetings“, würden 50-Punkt-Anhebungen bringen.

Tightening wie erwartet

Zudem fällt das Tightening in etwa so aus, wie erwartet. Ihre Bilanz, die im Zuge der Corona-Stütze fast 9 Billionen Dollar angewachsen ist, will die Fed nun rasch schrumpfen. Ab Juni sollen monatlich auslaufende Anleihen im Wert von insgesamt 47,5 Milliarden US-Dollar nicht erneuert werden, wie die Zentralbank ankündigte. Bis September soll die monatliche Summe auf 95 Milliarden Dollar anziehen. Auf dem Parkett waren Gerüchte über tiefere und schnellere Einschnitte kursiert. Weiter hat Powell klargemacht, dass er durchaus das Risiko einer Rezession sieht – womit hoffentlich die Gefahr einer Überreaktion gebannt ist.

Überzogener Pessimismus

Steve Englander von Standard Chartered kommentierte die Lage so: Viele Investoren hätten ein Umschalten auf 75 Punkte befürchtet und ein Tightening weit über neutral. „So it is fair to say that positioning and excess pessimism reflect a big part of the market reaction. (…) we also saw a few tentative indications that the Fed sees a little more risk of a slowdown (or at least a moderation in activity), and that it did not want to endorse the most hawkish views under discussion at this point. (…) Overall, the tone was much more balanced than at the January and March FOMC meetings.“

Zu viel Optimismus?

Allerdings ist damit für die Bullen noch keinesfalls Entwarnung angesagt. Im Mai 2000 beim letzten 50-Punkte-Schritt war der Zinssatz auf 6,5 Prozent gestiegen – kurz vor dem Platzen der Dot-Com-Blase. Jetzt aber liegen wir mit dem US-Leitzins nur bei 0,75 bis 1,00 Prozent. Doch die Inflationsrate in den USA hat im März mit 8,5 Prozent den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht. Gut möglich, dass die Teuerung wegen des Ukraine-Kriegs und neuer Corona-Probleme für die Lieferkette noch weiter nach oben springt. Gleichzeitig wird das Tightening der Fed den Märkten erstmal kräftig Liquidität entziehen.

Das Fazit aus alledem: Die Fed hat erst einmal die Nerven beruhigt. Ob das so bleibt, wird sich zeigen. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 


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Dax analyse

Game Changer

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Dax analyse

 

29.04.2022 – Es ist soweit: Für Russland hat der Anfang vom Ende des Ukraine-Krieges begonnen. Denn genau wie im Zweiten Weltkrieg haben die USA jetzt das Lend-Lease-Gesetz verabschiedet. Erst zum zweiten Mal in seiner Geschichte. Damit ist der Sieg der Ukraine nur eine Frage der Zeit. Und alle Börsianer müssen sich fragen, ob das zu einem Freudenfest führen wird. Oder aber zu einer Eskalation durch Russland und zu einem Crash.

Purer Zufall oder die erste Schreckreaktion? Russland hat in der Nacht seine Attacken im Osten der Ukraine gestoppt. In den Tagen zuvor hatten sich die Drohungen Moskaus vor einem Atomkrieg gehäuft. Wie auch immer: Das US-Repräsentantenhaus hat nach dem Senat den Ukraine Democracy Lend-Lease Act of 2022 verabschiedet. Ein wahrer Game Changer, auch für die Börse. Hopp oder topp? Klar ist nur, dass sich die Nervosität halten wird. Sie erkennen beispielsweise im Tageschart des Dow Jones, dass die Anleger seit Wochen eine klare Richtung suchen.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Da die hiesigen Qualitätsmedien das politische Ereignis bislang kaum registriert haben, hier ein kurzer historischer Hintergrund, den Investoren und Trader kennen müssen. Großbritannien hatte im Zweiten Weltkrieg lange alleine mit den Sowjets auf dem europäischen Kontinent Krieg führen müssen. Die Devisenreserven waren aufgebraucht, das Königreich hatte Waffen nach dem Prinzip Cash and Carry einkaufen müssen. Genau wie überall in der Wirtschaft also: Geld auf den Tisch legen, Panzer mitnehmen.

Die Wende im Zweiten Weltkrieg

Am 18. Februar 1941 aber verabschiedete der US-Kongress den Lend Lease Act, offizieller Name: An Act to Promote the Defense of the United States. Damit konnten die Briten – und auch die Sowjets – Waffen auf Pump mitnehmen. Jetzt kämpfen, später begleichen. Moskau beispielsweise bezahlte nach dem Sieg mit Rohstoffen. Seit dem Februar 1941 jedenfalls schwoll der Strom der US-Waffen für die Anti-Hitler-Koalition unaufhörlich an.

Krieg auf Pump

So könnte es wieder sein. Denn der jetzt vom House verabschiedete Ukraine Democracy Lend-Lease Act of 2022 (S. 3522) befreit das Weiße Haus von einigen bürokratischen und finanzierungstechnischen Fesseln beim Waffenexport. Nun muss nicht mehr ewig über Budgets sowie Sinn und Zweck von Waffen diskutiert werden. Je nach der Lage an der Front kann geliefert werden. Ob und wie Kiew Unmengen an Material bezahlt, wird irgendwann später geklärt. Dabei könnte es sich auch um die kostenlose Überlassung von Stützpunkten für die Amerikaner in der Ukraine handeln, wer weiß.

Die Warzenschweine lauern

Jedenfalls wird es jetzt heikel für den Kreml. Denn die USA haben einige Waffen in petto, die die russische Armee in Kürze in Stücke schießen können. Beispielsweise das für den Bodenkampf konzipierte Flugzeug Fairchild Republic A-10 Thunderbolt II. Besser bekannt als „Wart Hog“. Die „National Review“ wies daraufhin, dass die US Air Force über 350 Warzenschweine in ihrem Bestand hat, die sie wegen Überalterung, schwierig zu beschaffender Ersatzteile und der vermeintlich modernen Luftabwehr von China und Russland sowieso loswerden will.

Brrrrrrrt

Der Jet ist eine wahre Höllenmaschine, die extra für die Bekämpfung der sowjetischen Panzermassen gebaut worden war. Die wichtigste Waffe des Hog ist die Maschinenkanone vom Typ  GAU-8/A Avenger 30×173 mm. Das typische Brrrrrrrt-Surren hat schon überall auf der Welt GI’s in brenzligen Situationen zum Jubeln gebracht. Der Jet war wegen des Ende des Kalten Krieges und der Umrüstung vieler Armeen auf Hubschrauber schon länger als obsolet gesehen worden. Jetzt aber könnte er gegen die mitunter hübsch aufgereihten russischen Panzer-Kolonnen aber ein Comeback erleben.

Kreml unter Druck

Womit wir wieder bei der Börse sind. Für die Silowiki – also die Vertreter eines mächtigen Staates – rund um Wladimir Putin ist das Ukraine-Gesetz der Anfang vom Ende der Invasion. Die Frage ist, ob sich Russland nun zurückzieht. Oder ob Moskau eskaliert. Der Kreml hat bestimmt erkannt, dass das Land vom Westen nun auf einer Stufe mit Nazi-Deutschland gesehen wird – Verhandlungen sinnlos. Russland hat sich stets die Option vorbehalten, Atomwaffen nicht nur bei einem Angriff gegen das eigene Land einzusetzen. Sondern auch dann, wenn eigene militärische Ziele nicht erreicht werden. Also: Behalten Sie gerade jetzt die Realtime-News im Auge. Wir sind an einer strategischen Weggabelung angelangt, die auch den Finanzmarkt betrifft. Die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Trading Background

Schmutzig am Abgrund

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Trading Background

 

27.04.2022 – Nun passen die Kurse wieder zur Lage: Die Börsen haben heftig korrigiert. Und damit die aktuellen Belastungsfaktoren wieder eingepreist. Der S&P 500 steht nun gleich an drei interessanten technischen Wegmarken. Laut einem Investmenthaus gibt es vor allem ein Chartsignal, nach dem der SPX zuvor stets um rund 20 Prozent korrigiert hat.

An der Nasdaq ging es gerade so richtig zur Sache: Der Absturz von Tesla zog den Index in seinem schlimmsten Tag seit September 2020 nach unten. Tatsächlich sind die Hightech-Kurse an den Zwischentiefs der Ukraine-Invasion angelangt. Damit hatten all die Bären Recht, die von einer zwischenzeitlichen, fundamental nicht gerechtfertigten Bear-Market-Rally sprachen. Der Greenback hat dagegen – angefeuert von der Zinserhöhungsrhetorik der Federal Reserve – gemessen am Dollar-Index den höchsten Stand seit Mai 2020 erreicht.

Schulter-Kopf-Schulter?

Richtig interessant ist die Sache aber im S&P 500. Wir sehen, dass der Index im Wochenchart nun tatsächlich eine etwas gedellte Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet hat. Vielleicht erkennen Sie diese auch – wobei das natürlich immer Interpretationssache ist. Jedenfalls droht ein Absturz unter die Nackenlinie, die aktuell genau bei rund 4.200 Zählern erreicht ist.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Damit nicht genug. Graham Summers, Analyst von Phoenix Capital Research schlug jüngst Alarm: „The technical damage of the last few weeks has been severe. As I write this, the S&P 500 is hovering around its 50-week/ 10 month moving average. If it breaks lower here… it’s going to at least 4,200 if not 3,600.“ Der monatliche MACD habe zudem ein Sell-Signal ausgesendet, das schon in der Vergangenheit fatal gewesen sei: „This has preceded declines of 20+% every time it registered in the last four years. Put simply, another bloodbath is coming… and smart investors are already taking steps to profit from it.“

Die Welt ist wieder im Lot

Damit ist die Börse quasi wieder in den Normalzustand gerutscht – und sie steht also an einer wichtigen Weggabelung. Die Hausse seit Mitte März war auch erstaunlich angesichts der Corona-Schäden für die Konjunktur, der Ukraine-Krise, den Unterbrechungen in der Lieferkette, der anziehenden Inflation und einer hawkishen Fed. Warum aber waren die Kurse überhaupt gestiegen?

Das sauberste unter den schmutzigen Hemden

Phoenix Capital Research, gab hierfür die Antwort: Demnach hatten Investoren in großem Stil Geld aus US-Bonds abgezogen und in Aktien gesteckt. Der Grund dafür sei die Tatsache, dass Anleihekurse in der Inflation stets fallen und die Renditen steigen. Im März hätten Investoren demnach 40 Milliarden Dollar aus Bonds geholt und 45 Milliarden Dollar in Aktien gepumpt. Davon seien 41 Milliarden Dollar allein in amerikanische Aktienfonds geflossen. Denn die USA seien noch das sauberste unter allen schmutzigen Hemden: „Because the U.S. is the “cleanest dirty shirt”. (…) It’s not that stocks are a great investment at current prices… it’s that bonds are so much worse.“

Akute Crash-Gefahr

Unser Fazit: Der SPX ist laut diesem Bild quasi wie ein erschöpfter Wanderer, der im schmutzigen T-Shirt am Abgrund steht. Ein kleiner Schubser und er stürzt in den Canyon. Die Gründe, die sich für den Kollaps aufdrängen, wären das Wiederaufflammen der Corona-Krise in China oder eine Eskalation im Ukraine-Krieg. Auch wenn die oben genannten Chartsignale eher für langfristig orientierte Investoren interessant sind, sollten sich Trader die Sache ebenfalls zu Herzen nehmen. Denn wenn die Warnungen stimmen, werden wir schon in Kürze heftige Kursbewegungen erleben. Meist nach unten, mit Gegenreaktionen nach oben. Eine echte Vola-Party eben. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Daily trading news

Das Yen-Omen

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Daily trading news

 

25.04.2022 – Heftiges Knirschen am japanischen Finanzmarkt: Der Yen präsentiert sich zum Dollar so schwach wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das ist die Folge der unterschiedlichen Geldpolitik: Während die USA die Zinsen anziehen, will Tokio über den Export weiter die von Covid gebeutelte Konjunktur ankurbeln – und braucht dafür eine billige Währung. Die Entwicklung hat auch für andere Assets Folgen.

Der Absturz des Yen ist in der Tat beeindruckend. Das Finanzblog „ZeroHedge“ kommentierte, die Bank of Japan sitze in der Falle. Sie halte die Rendite für die zehnjährigen Staatsanleihen bei 0,25 Prozent, damit müsse sie aber weiter Billionen von Yen in den Markt pumpen und so die Währung schwächen. Dagegen hat die US-Notenbank schon die Zinswende eingeleitet. Ergo: Dollar stark, Yen schwach. Und das verstärkt, seit sich die hawkishen Wortmeldungen aus der Federal Reserve häufen. Der steile Trend im Tageschart bedeutet, dass Anleger immer mehr Yen in die Hand nehmen müssen, um einen Dollar zu kaufen.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Für das „Wall Street Journal“ hat die Entwicklung Signalwirkung – dies könne auf breitere „market trouble“ hindeuten. Denn die schwächere japanische Währung erhöhe die Hedging-Kosten für Investoren im Nippon, die US-Assets halten. Damit erleben wir wohl einen Spillover vom Devisenmarkt an die Wall Street, falls sich große japanische Investoren von US-Aktien trennen. Vermutlich war der Ausverkauf vom Freitag ein Vorgeschmack auf diese Entwicklung.

Tokio will intervenieren

Am Freitag jedenfalls berichtete der japanische Fernsehsender TBS, Japan und die USA hätten eine koordinierte Intervention diskutiert, um einen weiteren Yen-Absturz zu verhindern. Allerdings würde das den Dollar schwächen und die US-Inflation weiter anheizen. Reuters berichtete unter Berufung auf eine Quelle in der japanischen Regierung, der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki habe den Absturz des Yen als „scharf“ bezeichnet. Vor Reportern in Washington D.C. sagte der Politiker, er habe mit der amerikanischen Amtskollegin Janet Yellen eine enge Kommunikation vereinbart.

Washington sträubt sich

Offensichtlich konnte der Japaner die US-Finanzministerin aber nicht für eine Intervention gewinnen, kommentierte Daisaku Ueno, Chief Foreign Exchange Strategist bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Konkret: „That’s why Suzuki had little to say about what Yellen told him. Given the U.S. battles with rapid inflation through monetary tightening, it’s unthinkable Washington will agree to Japan’s call for intervention.“ Eine Intervention sei durchaus problematisch, kommentierte auch Masahiro Ichikawa, Chief Market Strategist bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management.

Das Fazit: Entweder die japanische Notenbank gibt  ihre 0,25-Prozent-Barriere für japanische Anleihen auf. Womit Japan genau wie Europa und die USA die Zinsen erhöhen müsste. Oder wir sehen doch eine Intervention und erleben eine Short-Squeeze. Oder aber der Yen fällt ins Bodenlose. Wir behalten die Sache für Sie im Auge – und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!

 

 

 


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