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Der neue amerikanische Traum

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21.10.2021 –Special Report. Der König ist zurück auf seinem Thron: Bitcon hat gerade wieder ein neues Allzeithoch markiert. Welch ein Comeback nach dem heftigen Absturz. Der Hauptgrund dafür ist die Vermögenssicherung. Falls die Cyber-Devisen nicht verboten werden, bieten sie besten Schutz gegen die Inflation. Und von der werden wir noch mehr sehen – denn die Politik liebt steigende Preise.

Neuer ETF ist gestartet

Auf einmal waren es wieder 66.000 Dollar. Die Gründe für die Rückkehr der Cyber-Devise auf den Kursgipfel: Zum einen ist gerade an der Wall Street der erste an die Digitalwährung gekoppelte börsengehandelte Indexfonds an den Start gegangen. Der Exchange Traded Fund des Anbieters ProShares namens BITO hat damit eine wichtige Rolle als Eisbrecher eingenommen. Denn er erreichte als erster ETF überhaupt in nur zwei Tagen ein Handelsvolumen von 1 Milliarde Dollar.
Interessant ist auch der versteckte Subtext dieser Nachricht: Obwohl sich die US-Börsenaufsicht und auch die US-Finanzministerin Janet Yellen immer wieder negativ über Cryptos geäußert haben, wurde der Fonds zugelassen. Zusammen mit den Versicherungen aus der Federal Reserve, BTC und co. würden nicht verboten, genügte das den Bullen. Jetzt wird BTC massenkompatibel für Kleinsparer, die jeden Monat ein wenig Geld zurücklegen können.

Freiheit und Wohlstand

Damit mausert sich BTC zum neuen American Dream. Denn er bietet Freiheit und Wohlstand aus eigener Kraft – Schutz vor Enteignung und der tobenden Inflation. Zudem leicht eintauschbar, überall verfügbar, schwer vom Fiskus kontrollierbar.

Machen Sie sich keine Illusionen darüber: Wir werden noch viel mehr Inflation erleben. Die Politik wird Sie erst vor steigenden Preisen schützen, wenn Funktionäre Angst davor haben müssen, vom tobenden Volk an den Straßenlaternen aufgehängt zu werden. Denn steigende Preise bedeuten höhere Steuereinnahmen über Mehrwert-, Umsatz- und Einkommenssteuer – der Traum aller Apparatschiks. Anders ausgedrückt: Steigende Preise mästen den Kontrollstaat. Sagt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa und Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth.

Sie wollen es so

Der Investmentberater Daniel Lacalle bringt es so auf den Punkt: „Because governments are the biggest beneficiaries of inflation. They collect more receipts from indirect taxes and their soaring debt is slowly eroded by inflation.“ Und weiter: „Prices soar because money supply rises massively above real output and real money demand.“ Im vorigen Jahr mussten wir genau dies erleben: Eine massive Ausweitung der Geldmenge im Zuge der Corona-Maßnahmen traf auf nicht einfach zu replizierende Güter. Ergo steigen die Preise. In Amerika sind wir schon bei 5 Prozent Inflation. Vielleicht sehen wir bald wieder rund 20 Prozent wie in den USA Ende der 70er Jahre oder fast 25 Prozent wie in England im gleichen Zeitraum.
Die Folgen in der Realwelt sind bitter für alle, die ihre Einkommen nicht an die Teuerung anpassen können; und für alle Menschen, die keine Sachwerte besitzen, deren Preise mit der Erosion der Kaufkraft Schritt halten. Womit wir wieder bei Bitcoin angelangt wären. Wenn genug Sparer ihr Vermögen von Dollar oder Euro in eine harte Währung umtauschen wollen, deren Menge nicht von einer Notenbank ausgeweitet wird, dann zieht der Preis eben an. Sofern die Cryptos nicht verboten werden, sind sie gefragt. Und das gilt vor allem für Bitcoin, deren Menge limitiert ist. Die Sache bleibt also spannend – die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Die pan-europäische Lira

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21.10.2021 –Special Report. Welch ein interessanter Tag für Anleger: In Deutschland haben die Koalitionsverhandlungen für die Ampel begonnen. Und die Türkei hat einmal mehr mit einer überraschenden Zinssenkung die Lira auf ein neues Allzeittief versenkt. Beide Ereignisse sind stärker miteinander verwandt, als uns lieb sein kann. Denn letztlich könnte die Lira das Vorbild für den Euro werden – dieser könnte zum Mega-Short der kommenden Jahre mutieren.

Ankara versenkt erneut die Lira

Die türkische Zentralbank hat gerade den Markt mit einer Senkung des Leitzinses um satte 200 Basispunkte überrascht. Dies war doppelt so hoch, wie die meisten Analysten erwartet hatten. Der Leitzins rutschte von 18 Prozent auf 16 Prozent. Die Notenbank argumentiert, dass die Inflation von 19,58 Prozent nur ein temporäres Phänomen sei. Hm… Letztlich geht es sowieso nur darum, was der Herrscher Recep Erdogan will. Und der glaubt als einziger Mensch auf der Welt, dass ein niedriger Zins eine Währung stabilisiert.
Das Ergebnis der neuerlichen Pirouette in Sachen Erdoganomics: Die türkische Lira rutschte fast bis auf 9,50 zum Dollar ab. Wir hatten an dieser Stelle schon mehrfach prognostiziert, dass es so kommen wird. Selten war ein Short-Trade so verlässlich wie dieser.

Das sinkende Schiff

Womit wir beim Euro wären: Die Europäische Zentralbank wird die Gemeinschaftswährung in eine pan-europäische türkische Lira verwandeln. Dies mit Hilfe der deutschen Ampelkoalition, die Kredite ohne Ende vergeben wird. Robert Habeck, der als Philosoph natürlich bestens für den Job des Finanzministers geeignet wäre, spricht schon davon, dass die „Klimawende“ am Geld nicht scheitern werde.
Da zudem mit Jens Weidmann als Bundesbankpräsident der letzte klar Denkende unter all den Wahnsinnigen zurücktritt, ist der Euro ein klarer Short-Kandidat. Die Europäische Zentralbank hält die Inflation für beherrschbar. Sie setzt ihre Geldpolitik fort, um Frankreich und Italien die Aufnahme neuer Staatsschulden zu ermöglichen und durch Nullzinsen die bestehenden zu finanzieren. Was natürlich die neuen Schuldenmacher in Berlin ebenfalls freut.

Klimaschutz über alles

Wenn die Bundesrepublik als Wirtschaftsmotor der EU gegen die Wand fährt – abgesegnet von einem irrlichternden Bundesverfassungsgericht, das den Klimaschutz zum heiligsten aller Ziele erklärt hat – dann ist die Stabilität der Einheitswährung dahin. Und dann sehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit Entwicklungen wie die der türkischen Lira zum Dollar – die Lira stand noch 2008 bei 1,14 zum Greenback. Die in ganz Europa steigenden Sprit- und Lebensmittelpreise und die Blase im Immobilienmarkt sind erste Vorboten der kommenden Teuerung.

Nichts wie raus aus dem Euro

Natürlich gibt es Faktoren, welche die Geldpolitik der Türkei von der in der Eurozone unterscheiden. So glaubt hierzulande niemand, dass ein Niedrigzins die Währung stärkt. Doch es gibt durchaus Parallelen. Die Türkei ruiniert die heimische Währung durch teure Kriege in Syrien, durch die Kraftmeierei im Mittelmeer und durch korrupte Oligarchen, die das Land aussaugen und Kapital ins Ausland transferieren. Zudem schneidet Corona die Türkei vom touristischen Devisen-Strom ab.
In Europa ruinieren sich die einstmals solventen Nationalstaaten durch teure Kreditprogramme für ineffiziente Solar- und Windenergie, exorbitante Sozialprogramme im Zug der offenen Grenzen und den Wegzug von Leistungsträgern aus einem Land, in dem die Innere Sicherheit gefährdet ist und der Wohlstand durch steigende Steuern und Sozialaufgaben auf der Kippe steht. Hyper-Moralismus und Größenwahn, fehlende Kenntnisse der Ökonomie hier wie dort.

Schutz der Kaufkraft

Ergo werden sich die Anleger Alternativen suchen. Die USA als großer Gegenspieler und auch Großbritannien diskutieren eine Anhebung der Zinsen, um Geld aus dem System zu saugen. Da in Amerika zudem bei den Midterms die linken Democrats den Kongress verlieren könnten und danach ein Impeachment des senilen Joe Biden wahrscheinlich wird, könnte dort schnell ein Run auf den Dollar einsetzen. Die Schweiz wirtschaftet weiter vernünftig als Fels in der Brandung und setzt auf eine harte Währung.
Also: Dollar, Pfund und Schweizer Franken sind Optionen für alle, die ihr Geld vor der Vernichtung schützen wollen. Wir vermuten, gegen diese Währungen wird der Euro den Weg einschlagen, den einst die italienische Lira und jetzt die türkische Lira genommen hat: Eine inflationsgeschüttelte Weichwährung in einem krisengeplagten Kontinent der tobenden Stagflation. Weitere Optionen für Anleger: Schulden machen, Cyber-Devisen (sofern sie nicht verboten werden), Edelmetalle, Rohstoffe. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


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Was wird mit dem Pfund passieren?

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Gold 1773,45
(+0,26%)

EURUSD 1,1649
(+0,16%)

DJIA 35330
(-0,03%)

OIL.WTI 82,03
(-0,51%)

DAX 15490
(+0,01%)

Die Bank of England macht sich ernsthaft Gedanken über eine Anhebung der Zinssätze. Am Sonntag betonte ihr Vorsitzender Andrew Bailey, nicht zum ersten Mal, dass die Zentralbank „handeln muss“, wenn die steigende Inflation zum Problem wird. Was bedeutet das für das Pfund und die Händler, die mit ihm handeln?


GBPUSD

GBPUSD

Seit letzter Woche signalisiert die Bank of England dem Markt aktiv, dass es an der Zeit ist, die Zinsen anzuheben. Obwohl alle von einer steigenden Inflation ausgehen, hat es selbst die Fed nicht eilig, die Zinsen zu erhöhen (sondern bereitet sich darauf vor, die Anleihekäufe zurückzufahren).
Und während die Fed und die EZB argumentieren, dass der Preisanstieg nur vorübergehend sein wird, sagt Andrew Bailey, dass eine Inflation von mehr als 2,0 % besorgniserregend ist und daher bekämpft werden muss, um zu verhindern, dass ein solches Niveau chronisch wird.
Der Zinssatz der Bank of England liegt derzeit auf einem Rekordtief von 0,10 %. Aber die Märkte schätzen bereits eine 90%ige Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf der November-Sitzung. Bis Februar könnte der Satz um 50 Basispunkte steigen.
Und wie reagiert das Pfund auf diese Entwicklung? Man sollte meinen, dass das Pfund Sterling angesichts derartig falscher Erklärungen steigen sollte. Und das tut es auch. Aber irgendwie ist er träge und geht hauptsächlich auf Kosten eines fallenden Dollar-Index.
Worum geht es also? Nach den Äußerungen der anderen Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses zu urteilen, unterstützen nicht alle einen solch radikalen Bailey-Plan. Das bedeutet, dass der Gouverneur der Bank of England hart arbeiten muss, um seine Kollegen davon zu überzeugen, für eine Zinserhöhung zu stimmen.
Und selbst wenn dies geschieht, wird es wahrscheinlich nicht einstimmig sein. Doch bisher ziehen es die Marktteilnehmer, der Reaktion des Pfunds nach zu urteilen, vor, vorsichtig vorzugehen.
Was sollten Händler jetzt tun? Auf der Grundlage des technischen Bildes hat GBPUSD noch Spielraum bis in den Bereich von 1,4000, wenn es gelingt, den aktuellen Widerstand bei 1,3800 zu überwinden.
Oberhalb der Marke von 1,4000 hat sich das Paar seit Mitte Juni nicht mehr bewegt, und wenn es gelingt, sich oberhalb dieses Niveaus zu konsolidieren, wird das nächste Ziel für eine Stärkung in der Nähe der Höchststände von Februar und Mai (~1,4200) liegen.
Und wenn die Bank of England den Zinssatz bei der nächsten Sitzung tatsächlich anhebt, könnte das Pfund Sterling ernsthaft steigen. Aber wir wollen nichts überstürzen, bis zum 4. November bleibt nicht mehr viel Zeit.

08.00 UK Verbraucherpreisindex für September
11.00 September Verbraucherpreisindex für die Eurozone
14.00 Kanadischer Verbraucherpreisindex für September


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2 Ursachen, warum Gold nicht steigt

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Gold  1770,99
(+0,16%)

EURUSD   1,1591
(-0,10%)

DJIA  35191
(+0,06%)

OIL.WTI  82,805
(+1,39%)

DAX  15579,50
(+0,01%)

Da die Inflation den höchsten Stand seit den 1980er Jahren erreicht hat, dient das Goldmetall als letzte Bastion gegen das Wachstum. In der Tat werden Öl, Metalle, Holz und Lebensmittel immer teurer. Alles. Außer dem Vermögen, das, wie uns in den Büchern gelehrt wird, zuerst wachsen muss. Und das nicht nur wegen der Inflation, sondern wegen der riesigen Papiergeldemission. Warum ist das so?


XAUUSD

XAUUSD

Unseres Erachtens gibt es dafür zwei Hauptgründe.
1. Wie wird der Goldpreis gebildet? Er basiert auf Terminkontrakten. Und auch auf Papiergold, in Form von ETFs, die an Börsen gehandelt werden.
Was ist an dieser Preisgestaltung falsch? Der Punkt ist, dass man physisches Gold nicht an der Börse kaufen kann. Man kann nur Quittungen kaufen. Und das Volumen der gehandelten Quittungen ist hundertmal höher als das Volumen des physischen Goldes, das in einem Jahr produziert wird. Das ist natürlich völlig absurd. Würden die Käufer verlangen, die gegebene Menge an Papiergold gegen das physische Metall einzutauschen, würde der Preis für letzteres um das Zehnfache steigen.
Die Inhaber von börsengehandelten Fonds können dieses Metall jedoch nicht nachfragen. Staaten und Zentralbanken tun ihr Bestes, um den Preis für Papiergold nicht steigen zu lassen. Das ist im Übrigen ganz einfach. Sie können eine unbegrenzte Anzahl von Terminkontrakten darauf verkaufen. Es ist nur eine Quittung, kein echter Vermögenswert.
Warum brauchen die Regierungen der wichtigsten Länder der Welt und die Zentralbanken dies? Wenn man Gold frei schweben lässt und aufhört, seinen Preis zu manipulieren, wird Folgendes passieren. Der Goldpreis wird nicht nur um ein Vielfaches steigen. Nicht nur das, sondern die Käufer werden das physische Metall wollen. Und dann wird sich schnell herausstellen, dass es (selbst bei den höheren Preisen) viel weniger davon gibt, als für die Lieferung benötigt wird.
Aber das Wichtigste wird (für die Regierungen) etwas anderes sein. Die Anleger werden erkennen, wie sehr das Papiergeld real an Wert verloren hat. Und sie werden beginnen, Staatsanleihen zu verkaufen und in steigendes Gold zu investieren. Dadurch drohen enorme Probleme bei der Bedienung der Staatsschulden zu entstehen.
2. Natürlich ist auch der Bitcoin daran schuld! In der Tat tauschen die Anleger altes Gold gegen neues digitales Gold. Und mit der Einführung von Bitcoin-ETFs droht sich dieser Prozess nur noch zu beschleunigen. Höchstwahrscheinlich wird dies nicht zu einem Rückgang des Preises für das gelbe Metall führen. Aber es wird es leichter machen, den Preis zu manipulieren.

04.00 China Einzelhandelsumsatz für September
04.00 Chinas BIP für September
15.15 US-Industrieproduktion für September


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Warum steigt der Bitcoin? Teil 2

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Gold  1790,74
(-0,10%)

EURUSD   1,1589
(-0,08%)

DJIA  34366,50
(+0,34%)

OIL.WTI  80,415
(-0,20%)

DAX  15261
(+0,02%)

Die erste Kryptowährung ist im letzten Monat um 30 % gestiegen und hat sich der Marke von 59.000 $ pro BTC genähert. Es gibt 2 Gründe, die zu dieser Entwicklung beitragen. Vorgestern haben wir über einen von ihnen berichtet. Heute steht der zweite auf dem Plan.


BTC

BTC

Viele von uns haben wahrscheinlich gehört, dass der BTC im Wert steigt, da die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) den ersten Kryptowährungsfonds genehmigt hat. Letztere hat sich drei Jahre lang geweigert, mindestens einem Dutzend verschiedener Unternehmen die Auflage von ETFs zu gestatten.
Offensichtlich hat sich die Situation nun geändert. Dies wird durch 2 Faktoren belegt. Erstens kündigte der SEC-Vorsitzende Gary Gensler an, dass die Auflegung eines börsengehandelten Fonds auf der Grundlage von Bitcoin-Futures, die bereits an der Chicagoer Börse in den USA gehandelt werden, möglich ist.
Der zweite Faktor ist das schnelle Wachstum von BTC. Offenbar kaufen Insider die erste Kryptowährung in riesigen Mengen, da sie von der baldigen Genehmigung der Einführung eines Bitcoin-ETFs wissen.
Warum ist dies so wichtig für den Markt? Tatsache ist, dass eine große Anzahl potenzieller Investoren in die erste Kryptowährung immer noch an der Seitenlinie steht. Sie sind einfach nicht bereit, Geld in Kryptowährungsbörsen zu investieren. Oder Kryptowährungs-Geldbörsen zu eröffnen. Das sind große Risiken. Eine Börse kann von Hackern geknackt werden. Und die Kryptowährungs-Geldbörse könnte durch Phishing vernichtet werden oder ihr Passwort könnte verloren gehen.
Die Einführung von ETFs beseitigt diese Risiken. Anleger können „Papier-Bitcoin“ genauso kaufen wie „Papier-Gold“ oder ETFs auf Aktien. Und das sind Hunderte von Millionen von Anlegern auf der ganzen Welt.

Und das ist noch nicht alles! Für viele bietet sich die folgende Strategie an. Dabei wird einmal im Monat von jedem Gehaltsscheck ein Teil des Geldes in einen bestimmten ETF, wie z. B. SPY, gesteckt. Diese Strategie ist äußerst beliebt. Sie steht an erster Stelle, wenn es um Einfachheit und den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit geht.
Stellen wir uns nun vor, was passieren würde, wenn 10 Millionen Anleger einmal im Monat ETFs im Wert von 100 oder 1000 Dollar kaufen würden. Das sind 1 Milliarde Dollar oder 10 Milliarden Dollar. Und so weiter jeden Monat, Jahr für Jahr. Die Zahlen sind einfach astronomisch. In einem solchen Szenario erscheint ein Preis von 1 Million Dollar für 1 BTC in 20 Jahren nicht mehr allzu hoch.

14.30 US-Einzelhandelsumsätze für September
16.00 US Universität von Michigan Verbrauchervertrauen Index


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Wird Öl 100 Dollar pro Barrel erreichen?

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Gold  1790,74
(-0,10%)

EURUSD   1,1589
(-0,08%)

DJIA  34366,50
(+0,34%)

OIL.WTI  80,415
(-0,20%)

DAX  15261
(+0,02%)

Dies ist eine Frage, die trendfolgende Händler zunehmend interessiert. Und sie ist zunehmend beängstigend für Bären, die Short-Positionen mit Schultern halten. Es scheint so! Vor etwas mehr als einem Jahr sahen wir das schwarze Gold bei minus $37 pro Barrel. Und Analysten warnten, dass wir vielleicht nie wieder einen Preis von 50 $ sehen würden.


OIL.WTI

OIL.WTI

Das schwarze Gold ist immer für eine Überraschung gut. Und es interessiert sich am wenigsten für die Meinungen der Analysten. Rohöl der Sorte WTI befindet sich in der Nähe der Höchststände aus dem Jahr 2014. Was können wir als nächstes erwarten?
Vor einem Jahr war die Antwort bekannt. Bei jedem Preisanstieg des schwarzen Goldes gab es einen Anstieg der Ölproduktion der Schieferölproduzenten. Das Schöne an der Schieferölförderung ist, dass es möglich ist, in Betrieb befindliche Bohrungen sowohl einzufrieren als auch schnell genug wieder zu öffnen.
Heute ist die Situation anders. Wenn man sich die Zahl der offenen Bohrinseln ansieht, stellt man fest, dass es nur noch halb so viele sind wie vor drei Jahren. Damals lag der Ölpreis etwa auf demselben Niveau.
Höchstwahrscheinlich haben die Schieferölproduzenten erkannt, dass es zu einem Einbruch auf 30-40 Dollar pro Barrel kommt, sobald sie ihre Ölproduktion stark erhöhen. Das will natürlich niemand. Der Preiskampf kann nicht mehr lange weitergehen. Nun ja, oder doch, aber es gibt weniger Überlebende (ich meine vor allem die amerikanischen und kanadischen Schieferunternehmen, die bei ihnen verschuldet sind). Aus diesem Grund wollen die Schieferproduzenten den weiteren Anstieg der Ölpreise im Moment nicht verhindern.
Es gibt noch einen zweiten wichtigen Punkt. Die 80 Dollar pro Barrel WTI-Öl von heute sind keineswegs die 80 Dollar, die die Unternehmen vor drei Jahren bekamen. Die Inflation in den Bereichen Logistik, Industrieausrüstung und Löhne ist viel höher als die Verbraucherinflation von 5 % in den USA. Das bedeutet, dass ein Teil des Preisanstiegs allein auf diesen Faktor zurückzuführen ist.
Im ersten Quartal 2022, insbesondere im Falle eines kalten Winters in der westlichen Hemisphäre, könnten die Bullen versuchen, die Preise auf 100 $/Barrel zu drücken, um eine große Menge an Stopps zu entfernen. Das wird wahrscheinlich die Grenze dieser Ölrallye sein.


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Warum steigt der Bitcoin?

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Gold  1761,335
(+0,10%)

EURUSD   1,1551
(+0,18%)

DJIA  34260,50
(+0,16%)

OIL.WTI  80,535
(+0,02%)

DAX  15136
(+0,01%)

Die erste Kryptowährung ist im letzten Monat um 30 % gestiegen und hat sich der Marke von 58.000 $ pro BTC genähert. Es gibt zwei Gründe, die zu dieser Entwicklung beitragen. Sie sind entscheidend, um zu verstehen, was in den kommenden Jahren passieren wird. Lassen Sie uns also heute auf einen der beiden Gründe näher eingehen. Und in den kommenden Artikeln auf den anderen.


BTCUSD

BTCUSD

El Salvador hat Bitcoin offiziell als Zahlungsmittel anerkannt. Jeder hat davon gehört. Aber nur wenige haben die Dynamik analysiert. Und die ist für die Gegner der ersten Kryptowährung katastrophal.
Der kleine Staat in Südamerika ist von Land umgeben. Die Bevölkerung ist arm, selbst im Vergleich zu Brasilien und Argentinien auf demselben Kontinent. Und fast 50 % der Familien erhalten Geldüberweisungen von wohlhabenderen Verwandten, die in den USA arbeiten.
Mit diesen Überweisungen hat wahrscheinlich alles angefangen. Internationale Zahlungssysteme wie Western Union erheben eine Gebühr von 5 % bis 10 % für die geringen Überweisungsbeträge, die salvadorianische Bürger erhalten. Das sind jedoch Hunderte von Millionen Dollar pro Jahr, die in einem ohnehin schon armen Land einfach vergeudet werden.Nun sind all diese Provisionen faktisch hinfällig. Und das ganze Geld bleibt bei den Einwohnern, die die Überweisungen erhalten. Ja, das ist noch nicht genug. Die Anerkennung von Kryptowährungen bedeutet, dass man damit auch Waren und Dienstleistungen des täglichen Lebens bezahlen kann. Dies wurde von der Regierung mit Hilfe einer mobilen App möglich gemacht. Die meisten Bürger des Landes haben sie installiert.
Dies ist der schlimmste Albtraum für den IWF und die Zentralbanken, die leeres Geld drucken. Es hat sich herausgestellt, dass viermal mehr BTC in die Geldbörsen der Salvadorianer fließen, als abgehen. Das ist sehr, sehr wichtig. Das heißt, ungebildete Bürger, von denen die meisten nicht einmal ein Bankkonto haben, haben die Wahrheit erkannt. Bitcoin ist in ihrem Fall nicht nur eine Form, um Überweisungen aus dem Ausland von Verwandten zu erhalten. Er ist auch ein Ersatz für Banken und ein Mittel zum Investieren, das ihnen ihr Leben lang vorenthalten wurde.
Wir haben schon viele Meinungen darüber gehört, ob Bitcoin von den einfachen Menschen auf der Erde gebraucht wird oder nicht. In El Salvador wurde ein Echtzeit-Experiment gestartet, um zu zeigen, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Bitcoin wird in vielen Ländern der Welt anerkannt werden. Und die Bevölkerung wird anfangen, ihn als Mittel zum Sparen zu nutzen. Und je mehr gespart wird, desto schneller wird der Preis der ersten Kryptowährung steigen.

08.00 Deutscher Verbraucherpreisindex für September
14.30 US-Verbraucherpreisindex für September
20.00 US Federal Open Market Committee Sitzungsprotokoll


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Feuer und Eis

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11.10.2021 –Special Report. Mit dem erwarteten Tapering der Federal Reserve melden sich verstärkt die Bären zurück. Denn wenn die Geldflut der Fed – und früher oder später auch der anderen Notenbanken – gedrosselt wird, fehlt den Börsen der Treibstoff. Womit wir bei der nächsten drohenden Belastung wären: En Rückgang der Unternehmensgewinne. Morgan Stanley warnt vor einer scharfen Korrektur: Feuer und Eis.

Geldpolitik und Konsumschock

Analyst Mike Wilson sah bisher zwei Möglichkeiten: Entweder FEUER – eine scharfe, schnelle Korrektur des Marktes durch einen externen Schock. Diese Position hatte er den Sommer über vertreten. Und der kleine Selloff im Zug von Evergrande gab ihm teils recht. Außerdem warnte er auch vor mehr EIS: Ein Einfrieren der Verbraucherausgaben, ein kompletter Stillstand im Konsum.
Die Kälte hält er für gefährlicher: „the ice scenario would be worse for markets and we are leaning in that direction given the fall in consumer confidence and reset lower in PMIs we expect.“ Sie könnte zu einem Abrutschen der Kurse um 20 Prozent und mehr führen. Die Feuer-Variante dürfte ein Minus von 10 Prozent bringen.

Jetzt droht beides

Und gerade legte der Experte von Morgan Stanley nach. Er erwartet jetzt nicht mehr Feuer ODER Eis. Sondern Feuer UND Eis. Feuer trete ein, da sich die Lage am Finanzmarkt im Zuge des Tapering verschlechtere. Eis bekommen die Anleger durch Gewinnwarnungen. Er hält es nun für immer wahrscheinlicher, dass wir in eine Korrektur von mehr als 10 Prozent hineinlaufen. Nach dem nächsten Treffen der Fed werde sich die Enttäuschung in den Markt vorarbeiten.

Drohende Gewinnwarnungen

Konzentrieren wir uns aber auf die Unternehmensgewinne. Wilson titelt hier „Earnings Trouble Ahead.“ Er verwies darauf, dass eine steigende Zahl von Firmen über Störungen in der Angebotskette berichtet hat: „both forward earnings estimates and price de-rated after many of these reports.“ Das sei bei den Q3-Zahlen zu erwarten: „trigger downside in earnings revisions at the index level – a headwind for price.“ Danach gehe es weiter – die Firmen seien erstens nicht in der Lage, die höheren Einkaufspreise weiter zu geben. Zweitens gerieten die Margen wegen höherer Löhne unter Druck. Und drittens sinke der Verbrauch.
Unser Fazit: Seit geraumer Zeit melden sich die Mahner und Warner zu Wort. Die Argumente sind valide. Bislang hat der Crash auf sich warten lassen. Doch irgendwann dürfte es soweit sein. Trader und Investoren sollten sich bereithalten – die Bernstein-Bank wünscht viel Erfolg!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

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Der Crypto-Zar

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12.10.2021 –Special Report. US-Präsident Joe Biden hat sich angeblich contra Cryptos positioniert. Er favorisiert offenbar eine stärkere Regulierung. Und er weil einen Chef-Aufseher einsetzen – eine Crypto-Zar. Allerdings könnte die Sache auch nur politisches Schaulaufen sein und in einem offiziellen Gütesiegel für die E-Devisen enden. Obwohl die Nachrichtenlage noch recht halbgar ist, sollten Trader wachsam bleiben.

Exekutiv-Order für Cryptos steht an

Gerade hatte Jerome Powell, Chef der Federal Reserve, für einige Entspannung bei den Cyber Currencies gesorgt. Denn er schloss ein Verbot der E-Devisen wie in China aus. Jetzt meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg, im Weißen Haus werde eine Direktive für die Regulierung digitaler Token vorbereitet. Diskutiert werde eine Exekutiv-Order, hieß es unter Berufung auf Insider. Demnach beleuchtet derzeit die Administration die diversen Aspekte für Finanzmarkt, ökonomische Innovation und nationale Sicherheit genauer. Weiter werde die Installation eines „Crypto Czar“ im Weißen Haus diskutiert.

Tauziehen der Lobbyisten

Unsere Einschätzung dieser noch unklaren Newslage: Ein hartes Verbot der E-Devisen wird es wohl in den USA nicht geben – sonst hätten wir nicht die Prüfung hinter den Kulissen. Doch wer weiß, was am Ende rauskommt. Der Markt könnte durchaus an die Leine gelegt werden. US-Präsident Joe Biden hatte sich im Zuge mehrerer Hacker-Attacken verstärkt aggressiv gegenüber den Cryptos geäußert.
Vermutlich ist die aktuelle Initiative ein Tauziehen diverser Lobby-Gruppen – auf der einen Seite die Finanzindustrie, auf der anderen die NSA und das FBI. Derzeit wird die amerikanische Crypto-Politik vom National Economic Council und dem National Security Council gesteuert, wobei die US-Börsenaufsicht SEC und die Commodity and Futures Trading Comission auch ein Wörtchen mitreden. Ein ziemliches Durcheinander im Zuständigkeitsdickicht also, das offenbar durch die neue Position in einer Hand gebündelt werden soll.

Spiel auf Zeit

Nun stellt sich die Frage, ob ein Crypto-Zar nicht einfach nur ein Frühstücksdirektor ist. Reist viel herum, äußerst einige Bedenken, hat aber de facto nichts zu melden. So wie der mit Unfähigkeit geschlagene John Kerry – der Ex-Außenminister ist derzeit der Zar für die Umwelt. Was macht er so? Das weiß man nicht genau, er gibt jedenfalls viele Interviews.
Vielleicht ist der geplante Crypto-Aufseher also nur ein Entgegenkommen für die Hasser der digitalen Devisen. US-Finanzministerin Janet Yellen beispielsweise. Möglicherweise tut Sleepy Joe nur so, als ob er die E-Devisen an die Leine legen will und spielt auf Zeit. Die Finanzindustrie ist jedenfalls verhalten positiv gestimmt. Der Hedge-Fonds-Betreiber Citadel teilte mit, das Unternehmen werde im Fall einer Regulierung sogar in das Market-Making für Cryptos und Bitcoin einsteigen. Wie auch immer: Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick.


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Der Aktienmarkt beginnt sich zu erholen

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Die erste Handelswoche im Oktober neigt sich dem Ende zu, und sie endet recht positiv. In den USA gibt es viele gute Nachrichten zur Wirtschaft, die den Optimismus an den Märkten wiederherstellen und wieder zum Kauf anregen.


S&P500

S&P500

Die erste positive Nachricht ist die Bereinigung der Krise um die US-Staatsschuldenobergrenze. Es gab einen Vorschlag, die Schuldenobergrenze bis Anfang Dezember auszusetzen, und der Mehrheitsführer im Senat hat bestätigt, dass ein solcher Vorschlag wahrscheinlich angenommen werden wird. Natürlich hätte niemand gedacht, dass die Regierung einen Zahlungsausfall zulassen würde. Schließlich hat man das schon so oft gemacht. Es wäre besser, die Obergrenze ganz abzuschaffen, um die Anleger nicht vorübergehend zu verwirren. In absehbarer Zeit wird es ohnehin unmöglich sein, das Schuldenwachstum zu stoppen.
Die zweite Nachricht ist, dass die Energieressourcen billiger werden. Wladimir Putins gut getimte Rede über die Bereitschaft Russlands, die Gaslieferungen nach Europa zu erhöhen, hat die Euphorie auf dem Markt gedämpft und dazu geführt, dass die Spotgaspreise im Vereinigten Königreich um fast 50 % und die Futures-Preise für nächsten Monat um 7 % gefallen sind. Der Optimismus kehrt zurück. Nach dem Gas begann auch das Öl zu fallen. Ein Rekordanstieg der US-Lagerbestände sowie Erklärungen der USA, dass sie möglicherweise Öl aus ihren strategischen Reserven verkaufen würden, setzten den Markt unter Druck. Infolgedessen fiel der Ölpreis auf die Marke von 76 $. Die Nachfrage nach Öl ist nach wie vor stark, so dass eine Korrektur wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird.
Und die dritte Neuigkeit ist das virtuelle Treffen zwischen Biden und Xi Jinping noch vor Jahresende. Ein gutes Zeichen für eine Erwärmung der Beziehungen zwischen den USA und China. Vielleicht werden die beiden Politiker über die von Trump verhängten Sanktionen gegen chinesische Unternehmen sprechen. Bislang hat Biden noch keine aufgehoben.
Insgesamt können wir sagen, dass der Fon positiv ist und die Korrektur wahrscheinlich vorüber ist. Obwohl viele dachten, dass steigende Anleiherenditen den Aktienmarkt aufhalten würden, reicht der aktuelle Prozentsatz dafür noch nicht aus. Damit die großen Akteure in Anleihen umsteigen, müssen die Renditen mindestens 2 % betragen.

08.00 Deutsche Handelsbilanz für August
14.10 Ansprache von EZB-Chefin C. Lagarde
14.30 US-Arbeitsmarktdaten für September


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