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Die Uhr tickt für Twitter

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07.06.2022 – Jetzt wird es eng für Twitter: Der Social-Media-Konzern ist ins Visier eines US-Staatsanwaltes geraten. Innerhalb von drei Wochen muss Twitter belastbare Daten zu Fake-Accounts und Bots liefern. Das sieht doch sehr nach Do or Die aus für die Aktie.

Das Theater rund um Twitter hat beim Aktienkurs seine Spuren hinterlassen. In der Hoffnung auf eine Übernahmeschlacht stieg der Kurs erst. Im Zuge des Tauziehens um möglicherweise gefälschte User-Zahlen ging es bergab. Jetzt lauert der Kurs im Tageschart unter der 50-Tage-Linie.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Nun geht es für Twitter ans Eingemachte: General-Staatsanwalt Ken Paxton aus Texas teilte gestern mit, er habe eine Untersuchung gegen den Konzern eingeleitet. Dabei gehe es um eine mögliche Lüge über die Zahl der Fake-Bot-Accounts auf den Social-Media-Seiten. Laut der Pressemitteilung von Paxton verzerren Bots oder Spam-Accounts die wahren User-Zahlen. Wörtlich: „they inflate followers and reach, and often push deceptive and annoying activity.“

5 Prozent oder 20 Prozent Fakes?

Paxton zweifelt an der Aussage von Twitter, dass es nur weniger als 5 Prozent an Spam-Accounts gebe und sieht potenziell einen Anteil von 20 Prozent. Das stellt natürlich das Vermarktungspotenzial über Werbung in Frage. Daher der jetzige Civil Investigative Demand (CID). Twitter muss jetzt innerhalb von drei Wochen belastbare Zahlen liefern.

Wegen der jüngsten Querelen könnte die geplante Übernahme von Twitter platzen: Tesla-Milliardär Elon Musk beklagt seit Wochen mutmaßlich falsche Schätzungen von Twitter zur Zahl der Spam- und Fake-Accounts. Twitter weigere sich, ihm belastbare Daten für seine eigenen Recherchen zur Menge von Spam- und Fake-Accounts zu liefern. Dies sei ein Verstoß gegen die Übernahme-Vereinbarung. Genau deswegen behalte sich Musk vor, aus dem Deal auszusteigen. Daher erklärte Musk auch den Deal für ausgesetzt – er hatte den Twitter-Aktionären 54,20 Dollar pro Aktie geboten.

Twitter muss liefern

In den kommenden drei Wochen entscheidet sich, ob die Übernahme klappt – wenn auch vielleicht zu einem niedrigeren Preis. Oder Twitter legt belastbare Zahlen vor, dass alles korrekt abläuft und dass die Fake-Zahlen tatsächlich niedrig sind – dann dürfte es mit der Aktie nach oben gehen. Wobei sich für uns die Frage stellt, warum es nicht 0 Prozent Fake-User bei Twitter gibt – wer twittert erwartet schließlich, dass er mit realen Menschen kommuniziert. Oder es kommt heraus, dass Twitter bei den Zahlen der echten Accounts gelogen hat. Was auch die US-Börsenaufsicht auf den Plan rufen dürfte. Und mit ziemlicher Sicherheit eine Klageflut nach sich ziehen würde plus massenweise Sell-Empfehlungen der Analysten.

Gut möglich also, dass sich Musk von dem Deal zurückzieht und Twitter komplett zerstört zurücklässt. Eine ausgebombte Twitter-Aktie wird dann wieder interessant für die Bullen werden, wenn das Management ausgetauscht ist und die internen Fake-Accounts eliminiert wurden. Und wenn vielleicht irgendwann auch Meinungsfreiheit für Konservative herrscht. Unser Fazit: Die aktuelle Entwicklung spricht zunächst für eine Seitwärtsbewegung, bis die Angelegenheit geklärt ist. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick!

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

DAX news

Sturmwarnung

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DAX news

 

02.06.2022 – Das ist wahre Macht: Ein einziger Manager versenkt den Markt. Doch reicht die Warnung von Jamie Dimon, Chef von JPMorgan, um die jüngste Erholung nachhaltig zu stoppen? Nur dann, wenn er recht hat. Der Investmentbanker sieht das Tightening der Federal Reserve und den Ukraine-Krieg als Gefährdungen für den Markt. Dazu gesellten sich zwei weitere einflussreiche Mahner.

So schnell kann es gehen: Die Wall Street hat ihre jüngste Gegenbewegung unterbrochen und erst einmal zurückgesetzt. Der Dow Jones stoppte genau unter der 50-Tage-Linie, darüber lockt weiter der 200er-Durchschnitt. Bislang ist das nur ein kleiner Rücksetzer im Tageschart. Doch vielleicht ist das ein Vorbote für mehr.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Warnung vor dem Hurrikan

Darum ging es: Dimon mahnte, dass sich in der Wirtschaft ein Hurrikan zusammenbraue. Wörtlich äußerte er gestern auf einer von AllianceBernstein gesponserten Finanzkonferenz in New York City:  “I said there were storm clouds, big storm clouds. It’s a hurricane. (…) Right now it’s kind of sunny, things are doing fine, everyone thinks the Fed can handle it. That hurricane is right out there down the road coming our way. We don’t know if it’s a minor one or Superstorm Sandy. You better brace yourself.”

Fed und Ukraine-Krieg

Soll heißen: Möglicherweise erleben wir gerade die Ruhe vor dem Sturm. Viel Sonne, schönes Wetter – und bald kracht es. Der Chef von JPMorgan machte vor allem zwei Ereignisse für die mögliche kommende Katastrophe verantwortlich: Zum einen der Plan der Federal Reserve, ihre Bilanz zu schrumpfen – das Quantitative Tightening werde Folgen für den Finanzmarkt haben. “We’ve never had QT like this, so you’re looking at something you could be writing history books on for 50 years”, meldete CNBC. Der Hintergrund: Die Fed wird in diesem Monat Bonds im Wert von 47,5 Milliarden Dollar auslaufen lassen. Diese Monatsrate wird sich auf 95 Milliarden Dollar im September verdoppeln.

Der zweite Sturmfaktor sei der Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf die Commodity-Preise, vor allem Öl und Benzin. Der Preis für ein Fass Erdöl könne 150 oder 175 Dollar je Barrel erreichen.

Wells Fargo und Atlanta Fed

Dazu gesellten sich zwei weitere bearishe Wortmeldungen. Charlie Scharf, Konzernchef der Großbank Wells Fargo, bekräftigte seine Vermutung, wonach höhere Zinsen die Konjunktur ausbremsen dürften – und dass ein Soft Landing schwer zu erreichen sei. Ergo: drohende Rezession.

Weiter fing Raphael Bostic, Leiter der Atlanta Fed, seine jüngste Aussage wieder ein, wonach die US-Notenbank im September eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen könne. In einem Interview mit „Marketwatch“ betonte er, sein Statement könne nicht als Ankündigung gedeutet werden, wonach die Fed den Markt retten werde. Sie sehen also, dass Sie die Realtime News ständig im Auge behalten müssen. Die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Blut für Öl

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31.05.2022 – Der Ölmarkt reagiert auf die halbherzigen Sanktionen der Europäischen Union. Die hat sich gerade zu einem „Öl-Embargo light“ durchgerungen. Der Kreml freut sich weiter über Geld aus dem Westen. Derweil bluten die ukrainischen Truppen im Donbas aus. Vor allem Deutschland lässt die Ukraine militärisch am langen Arm verhungern.

Bewegung am Ölmarkt: Die Preise haben gerade deutlich zugelegt, sie sind auf den höchsten Stand seit gut zwei Monaten gestiegen. Im Vier-Stunden-Chart von Brent erkennen wir im MACD unten (12,26,9), dass wir uns kurzfristig überkauftem Terrain nähern.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Was uns  zur Vorsicht mahnt: Die jüngste Bewegung basiert zunächst nur auf Erwartungen über eine kommende Verknappung. Das alles könnte ganz schnell in sich zusammenfallen, sobald das Embargo doch nicht richtig und umgehend greift. Gut möglich ist auch, dass die jetzt geplante Drosselung verzögert oder gar wieder abgeblasen wird.

Schlupflöcher im Embargo

Das ist geschehen: Die EU-Staaten haben sich beim Öl-Embargo gegen Russland auf einen Kompromiss verständigt. Vorerst sollen aber nur russische Öl-Lieferungen über den Seeweg unterbunden werden. Über die Pipeline namens „Druschba“ (Freundschaft) fließt weiter Öl. Neben Ungarn sollen auch Tschechien und die Slowakei Rohöl bekommen. Deutschland und Polen haben klargemacht, sie wollten an dieser Ausnahme nicht teilnehmen – auch sie hängen an der „Druschba“. Einige Medien berichten aber, dass Polen und Deutschland noch bis zum Jahresende weiter Öl aus der Pipeline beziehen. Insgesamt kommt bislang ein Drittel der russischen Ölimporte über die „Druschba“, zwei Drittel werden über den Seeweg transportiert. Nach dem, was wir gelesen haben, sollen die See-Importe sofort eingestellt werden. Wir sind hier skeptisch.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen frohlockte: Mit dem Kompromiss würden bis zum Jahresende „effektiv (…) 90 Prozent“ der russischen Importe reduziert. Das bedeutet im Umkehrschluss: De facto erhält Russland noch gut ein halbes Jahr massig Petro-Milliarden von uns für seinen Krieg. Aktuell überweist Europa rund 450 Millionen Euro täglich nach Russland. Außerdem ist Erdgas von Sanktionen ausgenommen.

Hohle Worte

Wie bei den Waffen zeigt sich: Die glitschige Politiker-Kaste redet viel und handelt wenig. U.S. Präsident Joe Biden stellte am Montag klar, dass er der Ukraine keine Raketen mit hoher Reichweite liefern werde. Womit Russland weiter munter die Nachschubwege bombardiert und die Ukraine kann nicht antworten. Kein Wunder, dass Wladimir Putin mit seinem Angriff gewartet hat, bis Donald Trump weg war. Besonders verlogen handelt Deutschland: Berlin hat bislang keine Leopard geliefert, keine Marder, keine Haubitzen, keine Gepard-Panzer. Das wird wahrscheinlich auch nie geschehen. Denn eine Staatssekretärin behauptete, dass es eine „informelle Absprache“ in der NATO gebe, kein schweres Gerät zu liefern. Wovon die anderen Länder nichts wissen.

Geschenk der Appeaser

Denn Tschechien und Polen haben alte Sowjet-Panzer an die Front geschickt, die USA und Frankreich Haubitzen, die Briten offenbar Schützenpanzer. Aber keine Flugzeuge für den Bodenkampf, keine Jets, keine modernen Panzer, keine Mittelstrecken-Raketen, keine Luftabwehr, keine Laser-gesteuerte Artillerie. Das ganze sieht nach einem schmutzigen Deal aus: Russland wird mit dem Minimum an Waffen geschwächt, soll aber ruhig die überwiegend russischsprachigen „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk erobern, den Kernstaat Ukraine ansonsten in Ruhe lassen. Das alles erinnert doch schwer an das Münchner Abkommen 1938, nicht wahr?

Die Folgen für Öl und Aktien

Wie auch immer: Falls das Öl-Embargo mittelfristig greift, dürfte Russland die finanziellen Folgen spüren und der Ölpreis weiter steigen. Wahrscheinlicher ist aber, dass auch nach dem Jahreswechsel weiter Öl nach Europa importiert wird, Russland sich inzwischen den Donbas einverleibt und dass die Ukraine dies mangels schwerer Waffen akzeptieren muss. Damit könnten die Appeaser im Westen dem Kreml einen kleinen Sieg vor die Füße legen und alles zum Urzustand zurückdrehen. Schließlich will ja niemand einen Atomkrieg provozieren und wir alle wollen doch günstige Energie… Dumm für die Ukraine, die zehntausende Menschen verloren hat. Für Trader und Investoren würde diese vom Westen gesteuerte ukrainische Niederlage bedeuten, dass mittelfristig der Ölpreis sinkt und die Aktienkurse steigen. Die Bernstein-Bank hält Sie auf dem Laufenden!

 

 


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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Peak Inflation

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30.05.2022 – Hat die Inflation ihren Gipfel erreicht oder nicht? Und wie wird die Federal Reserve darauf reagieren? Vor allem diese zwei Fragen sind wichtig für die Börse. Zwei Investmentbanken haben den Blick in die Glaskugel gewagt.

Entspannung für die Bullen: Die Wall Street hat zuletzt erheblich an Boden gutgemacht. Für die Citibank liegt das vor allem am Zufluss von aufgestautem Kapital vor dem Monatsende – das Institut registrierte in den vergangenen Tagen das höchste Kauflevel seit März 2020. Auch die jüngsten Protokolle aus der Federal Reserve fielen weniger hawkish aus als erwartet – und so verzog sich die Zinsangst erstmal. Bear Market Rallye oder Trendwende? Jedenfalls versucht der Dow Jones im Tageschart erst einmal aus der überverkauften Lage die Rückkehr zum 50-Tage-Durchschnitt. Der nächste Halt wäre dann die 200er-Linie darüber.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Allerdings gibt es möglicherweise noch andere Faktoren hinter der Erholung. In einer umständlichen Analyse verwies beispielsweise Goldman Sachs gerade auf die Bedeutung der Peak Inflation. Der Gipfel der Teuerung könnte eine Erholung für Aktien einläuten. Die Bank blickte zurück bis 1950 und entdeckte zwölf Gipfel mit Inflationsraten über 3 Prozent. Normalerweise laufe der Markt nach einem solchen Peak nach oben. Wir meinen: Die Kunst ist somit, das Hoch in der Preissteigerung zu erkennen.

Peak Inflation

Allerdings bräuchten die Investoren noch andere Unterstützung auf dem Weg nach oben, fuhr Goldman Sachs fort. Etwa eine starke Wirtschaft: Interessanterweise folge auf den Gipfel manchmal  eine Schwächephase der Konjunktur, so geschehen in den 50ern, 60ern und 80ern. Eine Ausnahme sei 1974 gewesen. Wichtig sei auch die Marktbewertung. So sei die Börse im Jahr 2001 nach dem Hoch bei der Inflation weiter gefallen, weil die Kurse überbewertet gewesen seien. Nach dem September 2011 sei es wieder nach oben gegangen – weil der S&P 500 nur mit dem Elffachen bewertet gewesen sei. Ebenfalls wichtig sind laut Goldman fallende Zinsen.

Starke Konjunktur – fallende Zinsen – niedrige Bewertung

Der Oktober 1990 sei ein gutes Beispiel für das Eintreffen all dieser Faktoren: Der Markt stieg laut den Goldmännern in den zwölf Monaten nach der Peak Inflation um 30 Prozent. Und dann noch eine Warnung: Falls die Inflation klebrig hoch bleibe – wir ergänzen: falls es also eher ein Plateau als einen echten Gipfel gibt – werde es schwierig für die Börse. Die Moral aus der Geschichte: Die Bullen brauchen niedrige Bewertungen (am besten also zuvor einen echten Ausverkauf), eine starke Konjunktur, ein signifikantes Abtauchen der Teuerung und das Ende des Zinserhöhungszyklus.

Passend dazu versuchte JPMorgan eine Prognose: Indirekt sagte die Bank drei weitere Zinserhöhungen um 50 Basispunkte voraus und dann eine Pause ab September. Wir ergänzen: Wenn sich dann eine Rezession abzeichnet, sind Zinssenkungen wieder in der Diskussion. Wir hoffen, dass Ihnen die Analysen bei Trades und Investments helfen – und wünschen viel Erfolg!

 

 


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JPMorgan versus EZB

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27.05.2022 – Gerade hat sich JPMorgan als bullisher Bitcoin-Investor zu Wort gemeldet. Wir sind gespannt, ob das reicht, um die kaum kaschierten Warnungen aus der Europäischen Zentralbank vor einem Crypto-Verbot zu kontern.

Die Charttechnik von Bitcoin ist aus Sicht der Bullen nach wie vor brenzlig. BTC notiert im Wochenchart weiter unter dem 50er-Durchschnitt. Die 30.000 als psychologisch wichtige Marke sollten jetzt besser schnell zurückerobert werden. Zudem erkennen Sie, dass genau jetzt die Tiefs aus dem Winter 2020 und dem Frühjahr 2021 getestet werden. Darunter lauert der Abgrund.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Nikolaos Panigirtzoglou von JPMorgan urteilte, die meisten Metriken bezüglich Umsatz und Positionierung hätten sich bei den Cryptos zuletzt sehr negativ entwickelt. So seien bei Indexfonds, die in BTC investieren in den vergangenen vier Wochen erhebliche Abflüsse zu verzeichnen – das größte Minus seit Mai 2021. Derzeit sei die Lage überverkauft. Die jüngste Korrektur bei Bitcoin und anderen Cryptos sehe de facto aus wie eine Kapitulation – und das biete Aufwärtspotenzial.

Vier Argumente für Cryptos

JPMorgan listete vier Faktoren auf, die für Cryptos als eine alternative institutionelle Assetklasse sprechen. Erstens die Geldpolitik im Zuge der Corona-Pandemie: Sie habe zusätzliches Geld in den Markt gepumpt und die Nachfrage nach einer alternativen Währung angeheizt. Nach dem Lehman-Crash habe Gold diese Rolle gespielt. Jetzt sei BTC mit dazu gekommen.

Zweitens die Tatsache, dass die Cryptos den langen Winter 2018/2019 überstanden und dass damals der Marktwert entgegen vieler Erwartungen nicht auf Null abrutschte. Dies habe das Vertrauen bei institutionellen Investoren gestärkt. Drittens der Zuspruch von Konzernen im Sommer 2020. Die Zuwendung durch Microstrategy, Square, PayPal und Tesla habe Investoren Vertrauen gegeben. Viertens der Schub zu mehr „Digitization“ bei den Cryptos und die Hinwendung zur Distributed Ledger Technology in den Netzwerken. DLT ist eine Technik, die für die Dokumentation bestimmter Transaktionen benutzt wird.

Vertrauen bei Investoren

Alles in allem habe sich das Venture Capital (VC) selbst nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems nicht zurückgezogen. Wir hatten an dieser Stelle über den Ausverkauf von BTC zur Stütze von Terra berichtet. Von den bislang 25 Milliarden Dollar, die in diesem Jahr aus dem VC in die Cryptos geflossen sind, kämen fast 4 Milliarden aus der Zeit nach dem Terra-Kollaps. Alles in allem sei BTC aktuell rund ein Viertel unterbewertet. So weit JPMorgan. Bleiben zwei ergänzende Meldungen: Die Fondsgesellschaft Andreessen Horowitz gab gerade die Schließung ihres vierten Crypto-Fonds mit Assets von 4,5 Milliarden Dollar bekannt. Dagegen legte NGC Ventures seinen dritten Blockchain-Fonds mit rund 100 Millionen Dollar auf.

Betreutes Denken in Europa

Doch erneut müssen wir Sie auf die Gefahr hinweisen, dass die (Geld-)Politik den Cryptos den Garaus macht. Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, hat sich gerade für eine Regulierung von Kryptowährungen ausgesprochen. Im niederländischen Fernsehen sagte die, sie mache sich Sorgen um Menschen, „die die Risiken nicht verstehen, die alles verlieren und schrecklich enttäuscht sein werden, weshalb ich glaube, dass dies reguliert werden sollte“. Und weiter: Die Aufsichtsbehörden nehmen demnach den Sektor verstärkt in den Blick angesichts der Sorge, dass sich Gefahren für das Finanzsystem insgesamt ergeben könnten.

Lagarde sagte weiter: „Meine sehr nüchterne Einschätzung ist, dass Kryptowährungen nichts wert sind, dass sie auf nichts basieren, dass es keinen zugrunde liegenden Vermögenswert gibt, der als Sicherheitsanker fungiert.“ Und schon präsentierte sie die Rettung für all die armen Schäfchen, die nicht in der Lage sind, selbst zu urteilen: „An dem Tag, an dem wir die digitale Währung der Zentralbank herausbringen, einen digitalen Euro, werde ich garantieren, dass die Zentralbank dahinter steht, und ich denke, dass sie sich stark von vielen dieser Dinge unterscheidet.“

Wir hoffen, dass Sie in dieser Gemengelage den richtigen Riecher haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Trades und Investments!

 

 


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Beijing-Peking

Immer wieder China

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Beijing-Peking

 

26.05.2022 – Wie sich die Bilder gleichen: Das Regime in Peking zieht eine rigorose Null-Covid-Politik durch. Inklusive Lockdowns, Staus vor den Häfen und Unterbrechung der Lieferketten. Jetzt genau wie zu Beginn der Pandemie. Mit heftigen Folgen für Wirtschaft und Börse. Wir erläutern, was das für Trader und Investoren bedeutet.

China-Aktien hatten den Bullen zuletzt keine Freude gemacht. Seit Jahresanfang ist Chinas Festlandindex CSI 300 um rund ein Fünftel abgerutscht. Seit Monaten hat die chinesische Führung den heimischen Oligarchen eine Lektion erteilt und ihnen immer neue Steine in den Weg gelegt. Und dann auch noch Corona. Pars pro Toto zeigt die Aktie der Handelsplattform Alibaba den Niedergang all derjenigen Aktien, die vor allem auf den heimischen Markt angewiesen sind. Der famose bearishe Trend im Wochenchart spricht für sich.

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Die neuesten Hiobsbotschaften aus dem Reich der Mitte: Die Zahl der Erkrankungen in Peking ist gestiegen und die nahegelegene Hafenstadt Tianjin riegelte einen Stadtteil im Zentrum ab. In den vergangenen Tagen und Wochen waren einige schlechte Wirtschaftsdaten aus China eingetroffen: Die Corona-Variante Omikron macht der chinesischen Wirtschaft zu schaffen.

Daten des Grauens

Die Industrieproduktion sank im April um 2,9 Prozent verglichen zum Vorjahr, wie das Statistikamt in Peking meldete. Die Einzelhandelsumsätze brachen um sagenhafte 11,1 Prozent ein – das lag über den Prognosen der meisten Analysten. Ein besonderes Problem für die kommunistische Partei: Die Arbeitslosigkeit in China zieht kräftig an – die Arbeitslosenquote lag im April bei 6,1 Prozent. Diese Zahl liegt nur noch knapp unter dem historischen Rekordwert von 6,2 Prozent aus dem Februar 2020 vom Anfang der Corona-Pandemie. Ein besonderes Problem: Die Jugendarbeitslosigkeit ist derzeit sogar höher als damals. Die KP lebt in ständiger Angst vor einem Umsturz.

Zudem droht ein Gesichtsverlust: Die chinesische Führung hatte für dieses Jahr ein Wachstumsziel von 5,5 Prozent gesetzt. Der Internationale Währungsfonds rechnet nur mit 4,4 Prozent. Im April waren die Immobilienverkäufe so mau wie seit 16 Jahren nicht mehr – die Immobilienkrise weitet sich aus. Peking hat daher für Erstkäufer die Zinsen für Hypothekendarlehen gesenkt.

Hoffen auf die Trendwende

Die Hoffnung des Finanzmarktes liegt jetzt bei einer Öffnung des Hafens von Shanghai. Die Millionenmetropole soll nach Angaben der Regierung schrittweise bis zum 1. Juni wieder zur Normalität zurückkehren. In Peking bleibt in einigen Bezirken der Lockdown aber bestehen. Um die Ausbreitung einzudämmen, hatte die Regierung in Shanghai und anderen großen Städten seit Ende März einen äußerst restriktiven Lockdown verhängt. Millionen Menschen in Changchun oder der Provinz Jilin dürfen ihre Wohnungen seit Wochen nicht verlassen. In der Hauptstadt Peking selbst sind viele Nachbarschaften abgeriegelt. Die meisten Geschäfte und viele Firmen sind geschlossen. Millionen arbeiten im Homeoffice.

Warten auf die Zinssenkung

Und bei all diesem Elend hoffen long-orientierte Anleger jetzt auf eine Trendwende. Vermutlich wird die chinesische Zentralbank die Leitzinsen im Lauf des Jahres senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Anders als im Westen gibt es dafür fundamental gesehen auch gute Gründe, denn die Inflation liegt nur bei 2,1 Prozent. Wir vermuten, dass die Börse irgendwann wieder an die chinesische Zukunft glauben wird – und dann werden wohl die jetzt gebeutelten Titel besonders stark aufholen. Die Bernstein Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick – wir wünschen erfolgreiche Trades und Investments!

 

 


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Crisis trading

Bear Market

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Crisis trading

 

23.05.2022 – Jetzt ist es offiziell: Die Börse ist in den Bärenmarkt eingebogen. Die breite Wall Street hat seit dem Allzeithoch im Januar um 20 Prozent korrigiert. Daran ändert auch die späte Erholung vom Freitag wenig. Doch die Nacht ist am Dunkelsten kurz vor dem Sonnenaufgang. Schon haben sich erste Experten mit Hoffnungssignalen für alle Bullen zu Wort gemeldet.

Das waren harte Tage für alle long-investierten Trader und Investoren: Der Dow Jones hat laut dem Finanzblog ZeroHedge satte acht Verlustwochen hintereinander vorgelegt – die längste Negativserie seit 1923! Im SPX wird die Sache auf kurze Sicht noch drastischer: Am 01. April stand der S&P 500 bei 4.546, am Freitag ging es runter bis auf 3.901 – ein hübscher Verlust von 14,2 Prozent in nur eineinhalb Monaten. Zudem habe der Index zwischenzeitlich die „Maginot-Linie“ bei 3.855 durchbrochen und sich auf dem Niveau von März 2021 bewegt. Der SPX habe sich damit beim Russell 2000 eingereiht und bei der Nasdaq (beide knapp minus 30 Prozent). Nur der Energiesektor stemmte sich mit rund 5 Prozent gegen den Trend. Bei Super-Techs wie AAPL, AMZN, GOOG, NFLX, und TSLA gab es die größten Verluste.

Apple als Trendbarometer

Interessant ist, wie stringent Apple sich zuletzt bewegt hat. Zunächst ging es nach der Verdauung des Ukraine-Schocks konsequent nach oben – lauter weiße Kerzen im Tageschart ab der ersten März-Woche. Und in der Korrektur seit Ende März dann ziemlich verlässlich die Baisse.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

JPMorgan sieht Rebalancing

Und damit lassen wir die Bullen zu Wort kommen. Eine Aussage aus der Investmentbank JP Morgan ließ uns gerade aufhorchen. Zum einen hielt Analyst Nick Panigirtzoglou mindestens einen Short-Term-Bounce für möglich. Der Grund: Bis Ende Mai sieht JPM Aktienkäufe in Höhe von 34 bis 56 Milliarden Dollar am Horizont. Der Grund sei das Rebalancing bei großen Investmentfonds. Soll heißen: Kundengelder müssen angelegt werden, mit den gesunkenen Kursen bei Aktien steht denen zu viel Cash gegenüber.

Und auch die Norges Bank stieß ins gleiche Horn: Demnach dürften bis zum Quartalsende in den USA von Investmentfonds rund 40 zusätzliche Milliarden Dollar in Aktien fließen – und noch weitere 136 Milliarden Dollar aus Pensionsfonds. Anlagestau also, der aufgelöst werden muss.

US-Wirtschaft nicht ganz so schwach

Neben den Quants gab auch Trader Andrew Tyler, ebenfalls von JPMorgan, eine bullishe Meinung zu Protokoll. Demnach gehe es der US-Wirtschaft besser, als viele glaubten – es gebe eine Divergenz zwischen der Ökonomie und den Finanzmärkten. Es werde eine Weile dauern, bis beides in Einklang sei. Weiterer Abwärtsdruck sei zu erwarten, doch Aktien und Commodity-nahe Assets seien die besten Anlagen für jeden Zeithorizont. Zudem werde Tech den Markt nach unten oder nach oben bewegen, diese Titel seien eine Herausforderung, böten aber Handelschancen für kurzfristig orientierte Trader.

Übersetzung: Inzwischen ist die Stimmung schlechter als die Lage, womit der Abwärtstrend überzogen ist. Was sich irgendwann in den Unternehmensgewinnen zeigen dürfte. Wir sind gespannt – die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Die Weizen-Krise

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20.05.2022 – Der Krieg in der Ukraine hat wie vorhergesagt zu einer Preisexplosion geführt. Doch es gibt noch andere Faktoren hinter der Verteuerung. Wir beleuchten die Faktenlage.

Der Weizenpreis hat gerade ein Allzeithoch erreicht – 442 Euro je Tonne in Europa. In den USA fiel der Anstieg wegen der hohen Eigenproduktion geringer aus – im Tageschart sehen Sie den Preis in Dollar, wobei wir Sie bitten, die jeder Logik spottende, altertümliche Einheit Bushel selbst zu recherchieren. Wie auch immer: Der jüngste kleine Rücksetzer dürfte keine wirkliche Trendwende gewesen sein.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Damit zu den Gründen für die Preisentwicklung. Langfristig vor allem die globale Überbevölkerung, die hierzulande in den Wahrheitsmedien selten bis nie thematisiert wird – politisch korrektes Tabu und so – schuld sind ja immer wir. Doch wenn in einigen sogenannten Kulturen Frauen keine Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung haben, dann sind eben sechs, acht oder zehn Kinder die Regel. Mit den üblichen Folgen: Waldrodung, Überfischung, Überweidung, Absenkung des Grundwasserspiegels, Versalzung von Ackerland, Hunger, Flucht ins goldene Europa. Wo eine gewisse deutsche Innenministerin, die mitunter für DKP-Blättchen schreibt und sich mit Antifas fotografieren lässt, schon darauf wartet, sie alle, alle in Empfang zu nehmen.

Ernte weltweit gefährdet

Dazu gesellen sich einige mittelfristig wirkende Wetterphänomene. Vor rund einer Woche veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium einen Bericht mit dem Titel „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (WASDE). Der Ausstoß falle in Australien, Marokko, Argentinien, China und der Europäischen Union (trockener Frühsommer) geringer aus. Bloomberg ergänzte, in den USA sei die Ernte wegen Trockenheit extrem schlecht, in Kanada hätten auch Kälte und Nässe die Aussaat verzögert. Indien leide unter einer Hitzewelle – übrigens ist das Land der zweitgrößte Exporteur. Der Subkontinent hat inzwischen einen Ausfuhrstopp verhängt. Nummer eins ist China; doch hier vernichteten Überflutungen große Teile der Ernte. Exporteur Nummer Drei ist Russland. Aber Moskau verweigert Ausfuhren in einige Länder, weil es in Teilen der Wirtschaft mit Sanktionen belegt ist.

Blockade der Ukraine

Aber der aktuelle Grund für die Teuerung ist die Blockade ukrainischer Schwarzmeer-Häfen durch die russische Marine. Laut WASDE wird die Ernte in der Ukraine in diesem Jahr um rund ein Drittel einbrechen. Zudem lagern laut einer Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums derzeit 25 Millionen Tonnen in der Ukraine – sie können aber kriegsbedingt nicht abtransportiert werden. Die kurzfristige Lage könnte sich ändern, falls die USA, wie angekündigt, moderne Anti-Schiffs-Raketen liefern. Davon ist auszugehen, denn die Amerikaner handeln entschlossen – während Deutschlands Kanzler von einer „Zeitenwende“ schwadroniert und hintenrum offenbar die Lieferung von Marder- und Gepard-Panzern hintertreibt. Wie Reuters unter Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus und dem Kongress berichtet, stehen Harpoon-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern sowie die Naval Strike Missile (NSM) mit 250 Kilometern zur Debatte.

Annexion und Atomschlag

Womit wir in diesem kranken Krieg noch eine besonders bedrohliche potenzielle Entwicklung melden müssen. Das stets gut informierte Institute for the Study of War (www.understandingwar.org) warnte  jüngst, der Krieg biege jetzt in seine entscheidende Phase ein. Noch versuche der Kreml, möglichst viel ukrainisches Territorium für eine Annexion zu besetzen. Falls das Regime aber realisiere, dass es angesichts des erbitterten Widerstandes der Ukrainer nicht recht vorangehe, könnten sich die Russen eingraben. Und dann eben diejenigen Gebiete annektieren, die sie schon besetzen, um später nochmal anzugreifen. Das wären dann russische Gebiete – und Moskau würde jede Kampfhandlung als Angriff auf Russland werten. Was wohl den Einsatz von Atomwaffen zur Folge hätte. Wollen wir hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Die Bernstein Bank behält die Lage für Sie im Blick!

 


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Inflationscrash

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19.05.2022 – So sieht es also aus, wenn die Teuerung die Börse erreicht: Die Einzelhändler Walmart und Target haben ihre Prognosen gekappt. Was einen Verkaufsrausch auslöste. Und wenn noch Jerome Powell mit einer extrem hawkishen Äußerung dazu kommt, dann haben wir den Salat.

Welch ein Fest für die Bären: minus 5 Prozent für den Nasdaq 100. Minus 3,6 Prozent für den Dow Jones, ein Verlust von 4 Prozent für den S&P 500. Beide Indizes verbuchten den schlimmsten prozentualen Tagesverlust seit dem 11. Juni 2020. Ist es jetzt Zeit für eine Gegenbewegung? Noch sieht es nicht danach aus, wie der Blick auf den Stundenchart des SPX 500 belegt.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Erst Walmart, dann Target – zwei Giganten aus dem US-Einzelhandel hatten die Kurslawine losgetreten, auch andere Händler gerieten unter Druck. Die Supermärkte spüren den deutlichen Kostenanstieg im ersten Quartal – höhere Preise für Benzin, steigende Preise für die Produkte, anziehende Löhne, Kaufzurückhaltung bei den Kunden, wenn alles zu teuer wird. Target verloren zwischenzeitlich satte 25 Prozent – heftig, heftig. Der größte Tagesverlust seit 1987.

Aggressive Fed

Und dann war da noch Jerome Powell. Schon etwas verwunderlich, dass die Börse eine Weile brauchte, um sein klares Statement zu verarbeiten: Schon am Dienstag sagte der Fed-Chef, die US-Notenbank werde die geldpolitischen Zügel solange anziehen, bis die Inflation unter Kontrolle sei. Erst müsse es klare und überzeugende Anzeichen dafür geben, dass der Preisauftrieb nachlasse, betonte er auf einer Veranstaltung des „Wall Street Journal“. Ein aggressiveres Vorgehen sei durchaus möglich.

50er-Schritte voraus

Und weiter: Falls nötig, werde die Fed auch ohne Zögern über das neutrale Niveau hinausgehen. Dieses neutrale Niveau sind 25 Basispunkte – dann bekräftigte der Fed-Chef, dass weitere 50er-Schritte wahrscheinlich seien, so lange die Lage der Wirtschaft sich nicht grundlegend verändere. Wörtlich hieß es: “If that involves moving past broadly understood levels of neutral we won’t hesitate to do that.” Jedenfalls müsse die Inflation viel näher an das Ziel von 2 Prozent gesenkt werden. Da ist einiges zu tun: Derzeit liegt die Teuerung mit 8,3 Prozent auf dem höchsten Stand seit vier Jahrzehnten.

JPMorgan kommentierte: Don’t fight the Fed – sie wolle ein schwächeres Wachstum. Ein starker Dollar, niedrigere Börsenkurse, höhere Hypotheken-Zinsen dürften die Nachfrage abschwächen. Allmählich werde dies zu einer sinkenden Nachfrage nach Arbeitskräften führen. Dem ist nichts hinzuzufügen – die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

 


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Terra zieht Bitcoin in den Abgrund

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12.05.2022 – Jetzt wird es brenzlig für Bitcoin: Die größte Crypto-Währung hat  die wichtige Marke von 30.000 Dollar durchbrochen. Vieles an dieser bearishen Lage ist die Schuld der buckligen Verwandtschaft: Der Übeltäter ist der Stablecoin Terra. Wir erläutern die Hintergründe.

Das sieht nicht gut aus für die Bullen. Die langfristige, seit Januar 2021 aufgebaute Unterstützung bei rund 30.000 Dollar ist gerissen, wie Sie im Tageschart anhand der oberen roten Linie erkennen. Zwar wäre in dieser überverkauften Lage mal eine Gegenbewegung angesagt. Zumal der jüngste Abwärtstrend gleich zwei Kurslücken gerissen hat, die wieder geschlossen werden wollen – siehe Gap 2 und Gap 3. Doch das kann eine halbe Ewigkeit dauern, wie Sie an Gap 1 erkennen.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Die Faktoren dafür hatten wir an dieser Stelle jüngst erläutert. Vor allem die generelle Risikoscheu, die von der Wall Street herüberschwappt sorgt für Verkäufe. Zudem fiel die Inflation zwar etwas schwächer aus, aber höher als befürchtet. Im April kletterten die Verbraucherpreise um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März hatte die Inflationsrate bei 8,5 Prozent gelegen. Somit hat sich die Teuerung in den USA erstmals seit August 2021 abgeschwächt. Eigentlich sollte solch eine hohe Inflation die Anleger in Assets treiben, die nicht durch die Notenbank über eine Erhöhung der Geldmenge ausgehöhlt werden können.

Reserven werden aufgelöst

Andererseits ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Wirtschaft leidet und viele Leute in der Arbeitslosigkeit landen – und von den Reserven leben müssen. Nach Daten des digitalen Vermögensverwalters Coinshares haben Anleger seit Mitte März rund 300 Millionen Dollar aus Cryptos abgezogen, davon alleine 250 Millionen Dollar aus Bitcoin. Zudem zieht die Fed die Zinsschraube an, andere Assets wie Staatsanleihen sind dann attraktiver, denn die Kupons werfen Zinsen ab.

Terra stürzt ab

Doch es gibt noch einen anderen Grund für das Bitcoin-Debakel: Gerade geriet der drittgrößte Stablecoin TerraUSD in heftige Turbulenzen. Solche Stablecoins sollen eigentlich eng um den Gegenwert des Dollar schwanken. Dieser Peg nutzte jedoch nichts – am Dienstag tauchte Terra ab bis auf 60 Cents. Die Geschwister-Währung Luna, die frei flottiert, meldete innerhalb einer Woche einen Verlust von über 90 Prozent.

Das  Deckungskonsortium Luna Foundation in Singapur hatte zunächst versucht, frisches Geld einzutreiben. Terra-Schöpfer Do Kwon wollte laut CNBC mehr als 1 Milliarde frische Dollar einsammeln. Ferner versuchte er, mit dem Verkauf seiner Bitcoin-Token-Reserve im Wert von etwa 2 Milliarden Dollar den Kurs von Terra zu stützen. Doch gestern brach Terra bis auf weniger als 30 Cents ein. Inzwischen hat sich die Lage hier etwas beruhigt, während Sie diese Zeilen lesen, kann sich alles auch schon wieder gedreht haben. Das Ganze könnte auch eine konzertierte Short-Attacke auf Terra und damit BTC gewesen sein: Laut dem Finanzblog „ZeroHedge“ dementierten aber die Großinvestoren BlackRock und Citadel jeden Angriff auf den Dollar-Peg von Terra.

Analyst sieht BTC bei 17.000

Unser Fazit: Die Gemengelage ist unübersichtlich, was hinter den Kulissen passiert, ist schwer zu erfassen. Fakt ist nur, dass Bitcoin in eine prekäre Chartregion abgetaucht ist. Der Analyst Jeffrey Halley vom Forex-Broker Oanda rechnet auf technischer Basis mit einem Abrutschen des Bitcoin-Kurses bis auf 17.000 Dollar. Wir sind gespannt, wie es weitergeht und halten Sie auf dem Laufenden!

 

 


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