15.02.2024 – Manche Knaller brauchen eben länger: Der Bitcoin-Kurs hat nach der Zulassung von spotbasierten Indexfonds endlich krachend gezündet. Wir erläutern, warum die Lunte so lange glimmen musste.

Die Bullen jubilieren: Gerade hat der gesamte Market Cap von Bitcoin wieder die Marke von 1 Billion Dollar überschritten – das erste Mal seit dem November 2021, wie das Finanzblog „ZeroHedge“ konstatierte. Und zum ersten Mal seit Ende 2021 kletterte BTCUSD über die 52.000 Dollar. Im Bild der Tageschart.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Damit habe Bitcoin die Marktkapitalisierung von Tesla, Taiwan Semiconductor, Eli Lilly und auch von Berkshire Hathaway eingeholt und sich in die Liste der zehn wertvollsten Assets auf der Welt geschoben, erläuterte „ZeroHedge“ weiter. Doch warum das alles erst jetzt? Immerhin hatte die US-Börsenaufsicht schon am 11. Januar den Startschuss für die Zulassung von spotbasierten Indexfonds abgefeuert. Konkret hob die United States Securities and Exchange Commission (SEC) den Daumen für elf ETFs.

Sektorrotation

Die Antwort auf das Rätsel liefert der „CoinTelegraph“. Demnach lief eine gigantische Rotation innerhalb des Finanzsektors. Alles in allem registrierten vor allem BlackRock und Fidelity massive Zuflüsse – beide hätten jetzt mehr als 1 Milliarde Dollar an Assets in der Verwaltung. Allerdings flossen demnach eine Menge Gelder aus dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) ab – in wenigen Tagen sollen es laut „CoinTelegraph“ mehr als 1 Milliarde Dollar gewesen sein. Einen Grund für dieses Misstrauen nannte die Website nicht.

Inzwischen nutze die Industrie die E-Devisen verstärkt zur Portfolio-Diversifizierung, um Risiken zu senken und Renditen im Kampf gegen die Inflation zu erhöhen. Alles in allem hätten die ETFs – ex Grayscale – mehr als 11 Milliarden Dollar an Assets eingesammelt.

Raus aus Gold

Und es gibt offenbar eine weitere interessante Entwicklung für die BTC-Bullen. Laut „ZeroHedge“ mussten Gold-ETFs alleine in der vorigen Woche einen Abfluss in Höhe von 858 Millionen Dollar verkraften. In diesem Jahr belaufe sich das Minus schon auf 3,2 Milliarden Dollar. Die Zuflüsse in die BTC-Fonds seien also teils mit dem Abschied vom Edelmetall zu erklären.

Hoffen auf das Halving

Nun blicken die Haussiers auf das bevorstehende Halving. Der „CoinTelegraph“ meldet unter Berufung auf eine Grayscale-Analyse, dass die aktuelle Mining-Rate bei 6,25 Bitcoin pro Block liege, was pro Jahr einen Wert von 14 Milliarden Dollar ausmache. Dies reiche, um den zur Analyse gültigen Preis von 43.000 Dollar zu halten. Anders ausgedrückt: Nach dem Halving würden nur noch 3,125 Bitcoin geschürft – und damit müssten es nur noch 7 Milliarden Dollar an Käufen pro Jahr sein, um den Preis zu stützen. Wir sind gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt – und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!

____________________________________________________________________________________________________________________________

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.