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Boerse Nachrichten Frankfurt

Gespannte Ruhe in Frankfurt

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16.07.2019 – Daily Report. Kommt der DAX jetzt endlich einmal voran? Das hängt am Dienstag vor allem von neuen US-Konjunkturdaten ab. Und auf die Zahlen von US-Großbanken in der Bilanzsaison. Zuletzt jedenfalls brachten nicht einmal die neuen Wall-Street-Rekorde die deutschen Aktien nach oben.

Der DAX zögert

Der Montag hatte den deutschen Anlegern endlich wieder einen Gewinntag für den DAX gebracht. Doch am Dienstag hinkte die Frankfurter Börse abermals richtungslos umher. Der Leitindex notierte am Dienstagvormittag fast unverändert knapp unter der Marke von 12.400 Punkten. Die Anleger analysierten zunächst den ZEW-Konjunkturindex, die genauen Zahlen finden Sie wie immer hier: Market Mover
Doch angesichts der am Nachmittag eintreffenden Quartalszahlen großer US-Banken trauten sich nur wenige Broker aus der Deckung. Die Daten von JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo zum zweiten Quartal geben auch darüber Auskunft, wie sich der laufende Handelsstreit zwischen China und den USA in der Geschäftsentwicklung der Unternehmen auswirkt. In die gleiche Richtung dürfte ein Strauß von amerikanischen Konjunkturdaten zeigen. Johnson & Johnson könnte zudem Impulse für Beiersdorf und Henkel liefern.

Asien im Rückwärtsgang

Die Aktionäre in Asien hatten sich am Dienstag zurückhaltend gezeigt. Der Nikkei ist nach der feiertagsbedingten Pause zu Wochenbeginn um 0,7 Prozent auf 21.535 Punkte abgerutscht. Der chinesische CSI-300 gab um 0,5 Prozent auf 3.807 Zähler nach. Eine differenzierte Lesart zu den gestrigen China-Daten lieferte übrigens US-Präsident Donald Trump. Er twitterte, das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal von 6,2 Prozent sei das schwächste in mehr als 27 Jahren gewesen. Die Zölle der USA zeigten Wirkung – tausende Firmen verließen China. Und deshalb wolle China einen Deal im Zollstreit. Warten wir es ab.

Knappe Rekorde in New York

Schon am Abend zuvor war an der Wall Street die Zurückhaltung angesichts der Bilanzsaison zu spüren gewesen. Immerhin konnten die Leitindizes erneut knapp Rekordhochs markieren. Der lethargische Dow Jones Industrial beispielsweise erreichte mit 27.365 Zählern einen neuen Verlaufsrekord. Der Dow schloss schließlich mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 27.359 Zählern. Der S&P 500 ging kaum messbar um 0,02 Prozent fester bei 3014 Zählern aus dem Tag. Und der Nasdaq stieg um 0,3 Prozent auf 7.967 Zähler.

Die Citigroup machte den Auftakt für die Berichtssaison. Im zweiten Quartal hat die Bank deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum, Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie übertrafen die Analystenschätzungen. Allerdings waren die Einnahmen in der Handelssparte erneut kräftig gesunken und auch das klassische Investmentbanking hatte geschwächelt.

Verbranntes Bargeld im Ölmarkt

Bleibt noch ein für den Energiemarkt wichtiger Seitenaspekt der Berichtssaison. Die Frage ist, ob die Investoren nicht langsam die Geduld mit den kleinen amerikanischen Ölförderern verlieren. Laut Oilprice.com haben die Shale-Drillers im Öl- und Gas-Sektor seit 2012 rund 187 Milliarden Dollar an Cash verbrannt. Die Produktion hob demnach zwar ab, Gewinne waren aber weitgehend Fehlanzeige. Goldman Sachs habe nach Meetings mit Investoren angemerkt, dass sich die Portfolio Manager derzeit eher vor der Branche versteckten. Konkret bedeute dies, dass Investoren sich auf Midstream und integrierte Unternehmen konzentrierten – also die Majors – außerdem auf saubere Energie. Service-Firmen auf den Ölfeldern seien aktuell ganz besonders unbeliebt.

Das bringt der Tag

CFD-Trader bei Aktien, Anleihen und Devisen sowie der gesamte weltweite Handel haben heute Nachmittag diverse wichtige US-Konjunkturdaten vor sich.

Für Trader im britischen Pfund wird es zunächst um 14.00 Uhr spannend, wenn Mark Joseph Carney, Gouverneur der Bank of England, vor die Mikrofone tritt.

Um 14.30 Uhr deutscher Zeit melden die Nachrichtenagenturen den US-Einzelhandelsumsatz im Juni.

Um 15.15 Uhr folgt die Industrieproduktion im Juni.

Und um 16.00 Uhr steht der NAHB-Index für Juli an, die Zahlen des Hausbauer-Verbandes „National Association of Home Builders“ geben Aufschluss über den Bausektor.

Dito werden um 16.00 Uhr die amerikanischen Lagerbestände im Mai gemeldet.
Um 19.00 Uhr schließlich meldet sich Fed-Chef Jerome Powell zu Wort. Er spricht bei einem Dinner der Bank of France.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Aktuell Boerse Nachrichten

Höhenangst im DAX

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15.07.2019 – Daily Report. Am Anfang legte auch der DAX zu: Nach dem Gipfelsturm an der Wall Street vom Freitag zogen die deutschen Aktien am Montagmorgen zunächst nach. Doch selbst starke Daten aus China verhalfen dem deutschen Leitindex am Montag nicht zu anhaltender Stärke.

Frankfurt zieht nur kurz nach

Wie sich die Bilder gleichen: Vorige Woche hatte der deutsche Aktienmarkt wegen einer Serie von Gewinnwarnungen den USA hinterher gehinkt. Am Montagmorgen kletterte der Leitindex in Frankfurt zunächst bis auf 12.400 Zähler. Nur um dann die Gewinne wieder abzugeben. Die Konjunkturskepsis will eben einfach nicht weichen. Echte News aus Deutschland waren in der Ferienzeit zuletzt Mangelware. Bleibt eine skurrile Meldung von der Münchener Börse: Ab heute können Fußballfans die Aktien des Fußballvereins Unterhaching für 8,10 Euro zeichnen. Merke: Das Runde muss ins Eckige und die Zeichnungsfrist endet – vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung – am 26.07.2019 um 12:00 Uhr.

China überzeugt

Für CFD-Trader rollte der Ball am Montag in Asien. Denn während der japanische Markt wegen eines Feiertages geschlossen blieb, legte China zu. Der CSI-300 stieg um 0,4 Prozent auf 3.824 Zähler. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft ging zwar im zweiten Quartal zurück, es erfüllte aber die Erwartungen von Experten. So legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas binnen Jahresfrist um 6,2 Prozent zu, im ersten Quartal hatte es noch plus 6,4 Prozent betragen. Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze legten im Juni stark um 6,3 und 9,8 Prozent zu. Offenbar wirken also die von Peking aufgelegten Konjunkturprogramme. Alle wichtigen Daten finden Sie hier: Market Mover

Dreifach-Rekord an der Wall Street

In New York konnten bullish orientierte Anleger am Freitag die Korken knallen lassen. Denn die Aussicht auf sinkende Zinsen bei einer gleichzeitig soliden Konjunktur sorgte für Rekorde bei Dow Jones Industrial, S&P 500 und Nasdaq 100. Der Dow kletterte um 0,9 Prozent auf 27.332 Zähler. Auf Wochensicht belief sich das Plus auf 1,5 Prozent, seit dem 01. Januar sind es schon gut 17 Prozent. Der S&P 500 kletterte am Freitag um 0,5 Prozent auf 3.014 Zähler – damit schloss der Sammelindex erstmals über der 3000er Marke. Der Nasdaq 100 stieg um 0,6 Prozent auf 7.943 Stellen.

Ölschwemme voraus

Bleibt eine interessante Wortmeldung am Ölmarkt. Die Statistiker der International Energy Agency warnten gerade verklausuliert vor einer Ölschwemme. Demnach verbuchte der Markt im ersten Halbjahr ein Überangebot, was die in Paris ansässige IEA so nicht erwartet hatte. So habe das globale Überangebot in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 0,9 Millionen Barrel pro Tag gelegen, wie Oilprice.com die IEA zitiert. Im zweiten Quartal habe das Plus noch immer bei 0,5 Millionen Fass täglich gelegen, die IEA habe ein Defizit von 0,5 Millionen Barrel erwartet. Damit füllten sich die in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgebauten Lager noch mehr. Angesichts der robusten Ölschiefer-Förderung in den USA könnte die Welle 2020 auf den Markt schwappen. CFD-Trader sollten die Entwicklung also im Auge behalten.

Das bringt der Tag

Der Kalender ist am Montag eher dünn gefüllt. Der wichtigste Termin des Tages ist der für 14.30 Uhr terminierte Empire State Index. Das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York gibt Aufschluss über Details einer möglichen Zinssenkung der Federal Reserve. Wichtig werden dabei die Aussagen des New Yorker Fed-Chefs John Carroll Williams.

Zudem beginnt die US-Berichtssaison zum zweiten Quartal. Den Anfang macht die Citigroup.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading Analyse

Sand im Getriebe

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12.07.2019 – Daily Report. Es knirscht heftig im DAX. Während die Wall Street im Zuge der neuerlich angeheizten Zinsfantasie auf Rekordjagd geht, kommen die deutschen Aktien nicht voran. Das liegt an diversen Gewinnwarnungen der vergangenen Tage. Am Freitag sorgte nun Daimler für schlechte Laune.

Jetzt kriselt selbst Daimler

Der DAX ist am Freitagvormittag seitwärts gelaufen, er pendelte rund 0,1 Prozent im Minus. Alles in allem kein wahrer Spaß für Anleger im Online-Aktienhandel. In diesem zähen Markt kann es durchaus Sinn machen kurzfristig auf CFDs zu setzen. Jedenfalls, sofern sie auf Deutschlands beste CFD Broker mit Bafin-Lizenz setzen. Kein Wunder, dieser Stillstand an der Börse. Die jüngsten News sehen doch sehr nach einem Abgesang der heimischen Wirtschaft aus. Die Deutsche Bank baut eine Bad Bank auf und entlässt massenhaft Angestellte; die Bilder erinnerten an den Exit der Mitarbeiter von Lehman Brothers. Dann BASF, Krones oder Aumann. Die deutschen Energiekonzerne wurden sowieso schon durch die Energiewende fast vernichtet.

Grün wirkt

Und nun Daimler. Am Freitagmorgen meldete der Autokonzern einen schwachen Ausblick für das Gesamtjahr. Allein für das Thema Diesel – vor der Vergrünung der Republik war dies überhaupt kein Thema – wurden die Rückstellungen um 1,6 Milliarden Euro erhöht. Und das Ebit soll nun „deutlich unter Vorjahr“ liegen, nachdem bisher noch ein Ergebnis auf Vorjahresniveau angepeilt worden war. Öko wirkt!

Dabei haben gerade Forscher der finnischen Universität Turku fast zeitgleich mit Wissenschaftlern der Universität Kobe belegt, dass es quasi keinen menschlichen Einfluss auf einen etwaigen Klimawandel gibt. Dass sich das Klima sowieso immer wandelt, erkennen Sie schon daran, dass das eisige Grönland einst Grünland war – und deswegen von den Wikingern besiedelt werden konnte.

Asien ist guter Dinge

Und was macht der Handelsstreit zwischen China und den USA? Agonie. So beklagte sich Trump gestern via Twitter darüber, dass China nicht in großem Umfang Produkte bei den US-Farmern einkaufe. Dies hatte Peking nach dem jüngsten Waffenstillstand zum G-20-Gipfel eigentlich versprochen. Trotzdem zog der CSI-300 um 0,6 Prozent an auf 3.809 Stellen. In Japan legte der Nikkei um 0,2 Prozent zu auf 21.686 Zähler.

27.000

Dennoch herrschte gestern Kauflaune in den USA. Der Dow Jones Industrial hatte am Donnerstag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 27.000 Zählern genommen. Auch der Hightech-Index Nasdaq 100 erreichte erneut einen Höchststand, der Index steht nun kurz vor der 8.000. Der Grund: Fed-Chef Jerome Powell bestätigte nun im Senat die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Vor dem Bankenausschuss sagte er, eine „etwas mehr konjunkturfördernde Geldpolitik“ sei wohl „angebracht“. Zuvor hatte schon die gesunkene Inflationsrate in den USA die Wall Street erfreut.

Allerdings steckten viele Anleger erst einmal Gewinne ein, zumal die erwähnte Trump-Meldung im Zollstreit für einen kleinen Stopper sorgte. Der Dow notierte am Handelsende immerhin noch mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 27.088 Zählern. Der Nasdaq 100 musste sogar ein Minus von 0,1 Prozent hinnehmen und schloss bei 7.897 Stellen. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Gewinn von 0,2 Prozent bei 2.999,91 Stellen aus dem Tag.

Krypto nicht gut

Ansonsten bremste Trump auf Twitter die Euphorie in Sachen Krypto-Währung. Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Konzession und müssten sich der gleichen Regulierung wie jede andere nationale oder internationale Bank unterwerfen. Und: „Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen.“ Denn es handele sich dabei nicht um Geld; unregulierte Krypto-Anlagen könnten illegale Machenschaften wie Drogenhandel fördern. Die einzig wahre US-Währung sei der Dollar.

Nun ja, wenn die Notenbanken den inneren Wert des Geldes durch niedrige Zinsen senken, dann suchen die Menschen eben nach nicht manipulierbaren Alternativen. Etwa Gold, Silber, Land, Immobilien oder eben Krypto. Wir sind gespannt, ob die diversen Anbieter bald rechtlich gestoppt werden, was den Handel austrocknen und Freude auf der Short-Seite bringen könnte.

Das bringt der Tag

Zum Wochenende dürfte die Luft im weltweiten Handel erst einmal raus sein. Denn außer den US-Erzeugerpreisen, die um 14.30 Uhr gemeldet werden, steht kein wirklich wichtiger Termin auf dem Programm.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Wochenende!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Chart geht hoch

Gedämpfte Zinsfantasie

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11.07.2019 – Daily Report. Sie ist wieder da: Die Hoffnung auf billigeres Geld. Neu angefacht wurde sie durch Fed-Chef Jerome Powell. Doch heute spricht er noch einmal vor dem Senat in Washington. Ergo warten die Börsianer erst einmal ab. Zumal auch anstehende US-Konjunkturdaten am Nachmittag die Erwartungen erst einmal bestätigen müssen.

Frankfurt wartet weiter ab

Die Skepsis will nicht so recht weichen. Der DAX pendelte bis zum Donnerstagmittag 0,2 Prozent im Plus bei 12.397 Zählern.

Zwar ließ Powell in seinem Statement am Mittwoch vor dem Repräsentantenhaus die Tür für eine Zinssenkung offen. Der Herr des Geldes sagte, „die Unsicherheit um Handelskonflikte und Sorgen um die Weltwirtschaft lasteten zuletzt auf dem Ausblick für die US-Wirtschaft.“ Er ergänzte aber auch: „Der Inflationsdruck bleibt verhalten.“ Womit es wohl nur eine moderate Zinssenkung werden dürfte. Doch immerhin: Gerade erst hatte ein starker Arbeitsmarktbericht die Luft aus der Zinsfantasie gelassen. Nun hängt es wohl von den am Nachmittag terminierten US-Inflationsdaten ab, ob ein Zinsschritt um einen Viertel oder einen halben Prozentpunkt notwendig wird. Heute spricht Powell zudem vor dem Bankenausschuss des Senats.

Billiges Geld auch in China?

Die verstärkte Hoffnung auf eine baldige US-Zinssenkung hat auch die asiatischen Börsen teilweise beflügelt. Der japanische Nikkei-Index ging in einem Schlingerkurs 0,5 Prozent fester aus dem Handel bei 21.634 Punkten. Angesichts der Entwicklung in den USA hofften Börsianer auch in China auf eine Lockerung der Geldpolitik und auf staatliche Konjunkturprogramme. Der CSI 300 mit den 300 größten börsennotierten Unternehmen des chinesischen Festlandes schloss dennoch nahezu unverändert bei 3.785 Punkten.

Neue Rekorde in New York

Die Aussicht auf billiges Geld hatte am Vorabend die Indizes in New York angeschoben. In der Folge der Powell-Rede erreichten Dow Jones Industrial, S&P 500 und auch Nasdaq 100 vorübergehend neue Bestmarken. Die Gewinne schmolzen aber wieder dahin. Der Dow verbuchte zur Schlussglocke noch ein Plus von 0,3 Prozent auf 26.860 Punkte. Der S&P 500 stieg um 0,5 Prozent auf 2.993 Zähler, zwischenzeitlich hatte er es sogar über die 3000er Marke geschafft. Der Nasdaq 100 legte zum Schluss um ein Prozent zu auf 7.903 Stellen.

Pulverfass Persien

Einen kleinen Stresstest mussten gerade CFD-Trader im Ölmarkt absolvieren. Offenbar hat die iranische Marine versucht, einen britischen Tanker zu kapern. Dies berichteten die US-Fernsehsender CNN und Fox News am Vorabend übereinstimmend unter Berufung auf Quellen aus der US-Regierung. Demnach hätten sich fünf bewaffnete Boote der iranischen Revolutionsgarden einem britischen Tanker nahe der Straße von Hormuz genähert. London bestätigte den Vorfall am Donnerstagmorgen: Drei iranische Marineboote haben demnach versucht, den britischen Öltanker „British Heritage“ zu stoppen. Demnach hat das britische Kriegsschiff „HMS Montrose“ die iranischen Boote abgedrängt. Schüsse fielen nicht. Iran dementierte den Vorfall. Die Aktion unterstreicht, wie schnell die Lage im Persischen Golf eskalieren kann.

Das bringt der Tag

CFD-Trader sollten heute ununterbrochen ihre Handelsplattform im Auge behalten und die regelmäßigen Marktupdates scannen. Denn zum einen kann ab 16.00 Uhr Fed-Chef Powell vor dem Senat mit jedem Halbsatz Wall Street, DAX, Dollar und Treasuries herum wirbeln. Doch Volatilität ist ja gut für schnelle Deals.

Zunächst stehen um 14.30 Uhr die US-Verbraucherpreise für Juni an.

Zeitgleich laufen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Realeinkommen im Juni über die Bildschirme.

Ferner soll heute auch der Monatsbericht der OPEC veröffentlicht werden.

Als Zugabe hält um 19.30 Uhr Fed-Vizechef Randal Quarles – er ist stimmberechtigt im FOMC – eine Rede vor dem Bipartisan Policy Center in Washington D.C.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Forex Trading

Ein Sturm zieht auf

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11.07.2019 – Special Report. Ein Tornado braut sich über der Wall Street zusammen: Die Verhaftung des zwielichtigen Milliardärs Jeffrey Epstein wegen Missbrauchs und Prostitution von Minderjährigen könnte den Watergate-Skandal wie ein laues Lüftchen aussehen lassen. Und halb Washington wegfegen. Kann Epstein US-Präsident Donald Trump stürzen? Oder wird die Affäre die Demokraten zerstören? Wir betrachten etwaige Folgen für die Börse.

Orgien mit blutjungen Mädchen

Epstein war am Samstag festgenommen worden. Zuvor hatten Ermittler sein Anwesen in Manhattan gefilzt und Nacktfotos beschlagnahmt. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft dem auf Milliardäre spezialisierten Finanzberater den Handel sexueller Tätigkeiten und die Verschwörung zu diesem Handel vor. Die Rede ist von Orgien mit Dutzenden blutjungen Mädchen in Villen in New York, Florida, auf der karibischen Privatinsel Little St. James und an Bord seines Privatjets; Spitzname: „Lolita Express“. Der ex-Bear-Stearns-Banker wies alle Anschuldigungen zurück. Vielleicht wird er auspacken, um sich einen Deal zu sichern. Was wohl einige Größen der High Society vernichten wird. Zum einstigen Zirkel von Epstein gehörten Bill Clinton und Donald Trump.

Drei mögliche Börsen-Szenarien

Wenn die Ermittlungen ergeben, dass 1) Trump zu dem Pädophilen-Ring gehörte oder davon wusste, dann ist er Geschichte. Impeachement – also Amtsenthebung – nicht ausgeschlossen. Dann dürften Dow Jones, S&P 500 und co. heftig abtauchen. Denn Trump ist als Republikaner traditionell wirtschaftsfreundlich, er steht für niedrige Steuern. Nicht umsonst hat die Wall Street gerade neue Rekorde erklommen. Zudem werden im Fall des Falles die Chinesen den aktuellen Zollstreit aussitzen und auf einen neuen Präsidenten warten.

Wenn dagegen 2) die Demokraten rund um Bill Clinton tief im Sex-Sumpf verstrickt waren, dann kann Trump die Wiederwahl feiern und auch den Kongress erobern. In diesem Fall dürfte die Wall Street jubeln. Ein Mittelweg ist auch möglich: 3) Alle werden beschädigt, aber die Angelegenheit wird leise geregelt. Etwa weil Epstein im Gegenzug für eine lasche Strafe schweigt oder vielleicht plötzlich und unerwartet ums Leben kommt. So makaber das ist: Das wäre für die Börse neutral.

Der alte Fall wird wieder geöffnet

Die aktuelle Verhaftung rollt einen Fall aus dem Jahr 2008 wieder auf. Der damalige Staatsanwalt in Florida und heutige Arbeitsminister Alexander Acosta handelte einst einen dubiosen Deal aus. Aufgrund der bislang versiegelten außergerichtlichen Einigung erhielt Epstein eine 18-monatige Haftstrafe wegen des Erkaufens von Prostitution und kam nach 13 Monaten frei. Ein Verfahren vor einem Bundesgericht blieb ihm erspart. Dazu kam täglicher Freigang, wie Recherchen des „Miami Herald“ ergaben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft fühlt sich aber an den Deal von 2008 nicht gebunden, da es den damaligen Opfern ermöglicht werden müsse, Epstein zur Rechenschaft zu ziehen.

Trump im Fokus

Umgehend rückte ein Zitat von Trump im „New York Magazine“ von 2002 in den Medien-Fokus: „Ich kenne Jeff seit 15 Jahren. Ein fantastischer Kerl. Man kann viel Spaß mit ihm haben. Es wird sogar von ihm gesagt, dass er schöne Frauen genauso gerne mag wie ich, und viele davon sind jüngeren Alters. Keine Frage – Jeffrey genießt sein Gesellschaftsleben.“ Natürlich zog „Spiegel Online“ auch eine andere Geschichte wieder hervor: „2016 wurde Trump von einer Frau verklagt, sie als 13-Jährige in Epsteins New Yorker Villa vergewaltigt zu haben. Trump bestritt die Vorwürfe, die Frau zog sie später zurück, weil sie nach Angaben ihrer Anwältin Morddrohungen bekommen habe.“

Was seltener erwähnt wird, ist die Tatsache dass Trump einst Epstein aus seinem Golfclub Mar-e-Lago warf, weil der sich an ein minderjähriges Mädchen heran schmiss. Das belegen die Polizeiakten in Palm Beach. Zudem brach Trump offenbar den Kontakt ab, als nach 2008 die unappetitlichen Details über Epstein hochkochten. Weiter konnte selbst die Trump-kritische Website Vice.com keine enge Verbindung zwischen beiden herstellen, wie sie auf Nachbohren der „Washington Times“ einräumen musste. Vice.com hatte im Januar 2016 von sozialen Kontakten Trumps berichtet, darunter Dinner Parties und zwei Flügen. Laut der Publikation „Radar“ war Trump einer von Dutzenden aus der New Yorker High Society, die Kontakt zu Epstein unterhielten. Auch war Trump der Einzige, der den Anwalt Bradley Edwards in Florida nach dessen eigener Aussage 2018 bei der Aufarbeitung der Anklage einer jungen Frau unterstützte.

Little Black Book

Inzwischen werden auch Meldungen über das Adressbuch von Epstein wieder zirkuliert; ein früherer Angestellter namens Alfredo Rodriguez hatte das „Little Black Book“ gestohlen und 2009 versucht, es für 50.000 Dollar zu verkaufen. Was ihm eine Verurteilung wegen Behinderung der Justiz einbrachte. Wie das Leben so spielt, starb Rodriguez nach 18 Monaten hinter Gittern. In dem Buch, das dem „Gawker“ zugespielt wurde, befanden sich laut einem Artikel von 2015 hunderte Namen mit bekannten Persönlichkeiten und mutmaßlichen Opfern. Und rund 50 Namen waren demnach von Rodriguez eingekreist worden. Neben Ehud Barak und Tony Blair auch Donald Trump und Bill Clinton.

Demokraten im Sex-Sumpf

Die „New York Post“ schrieb 2016, Epstein habe laut den Logbüchern seines Orgien-Fliegers Bill Clinton alleine zwischen 2001 und 2003 genau 26mal an Bord gehabt. Auch soll er Gast auf der privaten Sex-Insel von Epstein gewesen sein. Im Jahr 2006 soll Epstein zudem 25.000 Dollar an die Clinton Foundation gespendet haben. Clinton hatte jüngst beteuert, er sei nur viermal mit Epstein geflogen zudem in Security-Begleitung, mit Epstein habe er über zehn Jahre nicht gesprochen.

Die Recherche-Arbeit der republikanischen Publizistin Anne Coulter lässt auch andere Demokraten und die Medien schlecht aussehen. Demnach war es vor allem der auf dem Ticket der Demokraten agierende Staatsanwalt Barry Krischer, der nach den seit 2005 laufenden Ermittlungen den Fall abwürgte. Was zu einem wütenden offenen Brief des damaligen Polizeichefs von Palm Beach, Michael Reiter, führte – der sich auch direkt an die Administration von George W. Bush wandte. Die erst aktivierte Acosta im Rahmen einer föderalen Untersuchung – und Acosta habe endlich eine Verfolgung, wenn auch nur den faulen Deal erreicht, wie Coulter urteilt. Zudem habe das demokratische Palm Beach County Epstein zum offenen Arrest verholfen.

All dies meldeten laut Coulter zwar Fox News und die „Washington Times“ – nicht aber MSNBC oder CNN. Kein Wunder, Epstein war offenbar vor allem ein Unterstützer der Demokraten. Laut Coulter soll Epstein insgesamt 145.000 Dollar an Bill Clinton, John Kerry, Hillary Clinton, und Chuck Schumer, heute Fraktionsführer der Demokraten im US-Senat, überwiesen haben. An Bord des „Lolita Express“ soll laut Coulter zudem der milliardenschwere Investor Ron Burkle geflogen sein, er ist ein Finanzier der Demokratischen Partei.

Weiter sollen sich im bereits erwähnten Adressbuch auch die Namen von Würdenträgern und Unterstützern der Demokraten befinden. Beispielsweise der frühere Gouverneur von New Mexico, Bruce King. Dito der ebenfalls einstige Gouverneur von New Mexico und frühere demokratische Präsidentschaftskandidat Bill Richardson. Und auch Peter Soros, der Neffe des Milliardärs George Soros. Ferner allerdings auch Milliardär Leslie Wexner, enger Geschäftspartner von Epstein, sowie Unterstützer der Republikaner Mitt Romney und Jeb Bush.

Deep State am Werk?

Der Fall hat möglicherweise eine unerhörte politische Komponente. Das Blog „Daily Beast“ berichtete gerade, Acosta sei bei seinen Untersuchungen vor 2008 zurückgepfiffen worden: Epstein bewege sich außerhalb seiner Gehaltsklasse und gehöre dem Geheimdienst („belonged to intelligence“), habe Acosta bei den Interviews zur Einstellung als Arbeitsminister im Weißen Haus zugegeben. Auch Anne Coulter denkt in diese Richtung. Dem Radiosender 790 KABC sagte sie, Epstein sei nur der Frontmann eines mächtigen Netzwerkes. Epstein habe gewollt, dass ihm die Mädchen über die Vorlieben seiner Gäste berichten. Im Raum steht also Erpressung. Das jüngste Gerücht: Niemand an der Wall Street wisse wirklich, wie Epstein reich geworden sei. Übrigens berichtete der britische „Mirror“ schon im Januar 2015, dass Prince Andrew heimlich in einem Epstein-Anwesen beim Sex mit einer Minderjährigen gefilmt worden sein soll.

Trotz der möglichen Existenz von belastendem Material wurde Epstein nun also offenbar fallengelassen. Oder die Staatsanwaltschaft des Southern District of New York tritt gerade wissentlich äußerst mächtigen Leuten auf die Füße. Überwacht wird der Fall auch laut „Daily Mail“ von der Public Corruption Unit. Was bedeuten könnte, dass im Sweetheart-Deal 2008 oder in der Zeit dazwischen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Machen Sie sich also selbst ein Bild, was sich hier abspielt und welches Börsen-Szenario das wahrscheinlichste sein wird – und halten Sie sich bereit. Die Bernstein-Bank wünscht trotz dieser unappetitlichen Angelegenheit erfolgreiche Investments!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock Market Kurs

Die Anleger warten auf Powell

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10.07.2019 – Daily Report. Kein Vorankommen am Frankfurter Aktienmarkt. Die Börse erwartet gespannt den Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell im US-Repräsentantenhaus. Lässt er die Luft aus den aufgeblähten Zinshoffnungen? Wohl und Wehe von Wall Street und weltweitem Handel hängen aktuell an diesem Auftritt.

Mühsames Geschäft in Frankfurt

Alles so mühsam auf dem Parkett. Der DAX ist am Mittwochmittag um 0,3 Prozent abgebröckelt. Der deutsche Leitindex hatte übrigens am Vortag ein Gap im Kurschart geschlossen, auf diese Möglichkeit hatten wir schon vor Tagen hingewiesen.

Kein Wunder, dass es zuletzt nicht voran ging: Um 16 Uhr deutscher Zeit steht der wichtigste Termin der Woche an. US-Notenbankchef Jerome Powell liefert in Washington seinen Halbjahresbericht zur Wirtschaftslage beim US-Kongress ab. Zuletzt hatte ein starker Arbeitsmarktbericht die Hoffnungen auf eine Zinssenkung gedämpft. Sollte nun Powell die Hoffnung der Wall Street auf frisches, billiges Geld enttäuschen, dann dürfen Sie sich – je nach Wortwahl Powells – auf einen kräftigen Kursrutsch einstellen. Doch als CFD-Trader können Sie ja auch bei fallenden Kursen gutes Geld verdienen, anders als Investoren im Online-Aktienhandel.

Stillstand in Asien

Angesichts der erhofften News von der Fed rückte ein Factlet im Handelsstreit zwischen China und den USA in den Hintergrund. Denn das chinesische Handelsministerium bestätigte laut CNBC, dass es am Dienstag ein Telefonat zwischen dem chinesischen Vizepremier Liu He und Handelsminister Zhong Shan einerseits sowie dem US-Beauftragten Robert Lighthizer und Handelsminister Steven Mnuchin andererseits gegeben hatte. Immerhin – sie reden wieder miteinander.

Dass die Chinesen einen Deal gut gebrauchen können, belegen die Erzeugerpreise in China. Sie stagnierten im Juni überraschend. Die Entwicklung schürte Sorgen vor einer Abschwächung der Produktion.

Entsprechend schloss der chinesische CSI-300 um 0,2 Prozent schwächer bei 3.786 Punkten. Auch der Nikkei 225 rutschte um 0,2 Prozent auf 21.533 Zähler.

Ein wenig Mut in New York

Etwas beherzter hatten sich am Vorabend die Anleger in New York gezeigt. Zwar gab der US-Leitindex Dow Jones am Dienstag um 0,1 Prozent nach auf 26.783 Punkte. Doch der S&P 500 schloss 0,1 Prozent höher bei rund 2.980 Zählern. Der Nasdaq 100 rückte sogar um 0,5 Prozent auf 7.827 Zähler vor.

Ein Sturm zieht auf

Bleibt der Blick auf die Verhaftung des pädophilen Milliardärs Jeffrey Epstein – sie könnte als Super-Tornado die Börse durcheinander wirbeln und halb Washington hinweg fegen. Allerdings wohl nicht US-Präsident Donald Trump – wenn auch die links orientierten deutschen und amerikanischen Medien aktuell versuchen, Trump als „Freund“ von Epstein hinzustellen. Trump hatte zwar 2002 Epstein als Kumpel gelobt und ihn immer wieder bei diversen Partys der Schickeria getroffen. Doch Trump schmiss Epstein aus seinem Golfclub in Mar-e-Lago, als dieser sich an ein junges Mädchen heran schmiss. Auch war Trump der Einzige, der nach Aussage des Anwalts Bradley Edwards aus Florida 2018 das Wiederaufrollen von dutzenden Vergewaltigungsfällen unterstützte.

Nein, es waren offenbar die Demokraten, die nach allem, was durch kleine Blogs außerhalb des Mainstreams an die Oberfläche befördert wird, die schützende Hand über Epstein hielten. Und zwar nicht nur Bill Clinton, der 26mal mit Epsteins Orgien-Jet geflogen sein soll. Wenn sich diese Punkte bewahrheiten sollten, dann würden die Demokraten in der nächsten Präsidentschaftswahl wohl vernichtet werden.

Das bringt der Tag

Bleibt zu guter Letzt der Blick auf den gut gefüllten Terminkalender.

Um 16.00 Uhr werden die Lagerbestände im US-Großhandel gemeldet.

Danach folgt um 16.30 Uhr der wöchentliche Ölbericht. Am Vorabend hatte schon der Interessenverband American Petroleum Institute (API) für die vergangene Woche einen Rückgang der Ölreserven um 8,13 Millionen Barrel gemeldet.

Um 20.00 Uhr schließlich wird das Sitzungsprotokoll der Fed veröffentlicht.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Wall Street

Die Herren des Geldes stoppen den Markt

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09.07.2019 – Daily Report. So schnell dreht sich der Wind an der Börse. In der vorigen Woche hatte der DAX noch ein Jahreshoch markiert. Und nun bröckelt der Leitindex kräftig. Denn zum einen drückt die Gewinnwarnung der BASF auf die Stimmung. Zum anderen lähmt vor allem die Federal Reserve die Börse – ab heute steht ein Reigen wichtiger Termine an. Wird die Fed trotz der starken US-Jobdaten vom Freitag die Zinsen senken oder nicht?

Die Fed spricht – der Markt stoppt

Die Handbremse im weltweiten Handel bleibt voraussichtlich bis Donnerstag angezogen. Denn bis dahin lauschen die Börsianer den Geldpolitikern. Zunächst richten sich heute um 14.45 Uhr alle Broker-Augen auf Fed-Chef Jerome Powell. Der wird um 14.45 Uhr deutscher Zeit in Boston eine Rede halten zum Thema „Stress Testing: A Discussion and Review“. Vielleicht wird er in der Eröffnungsrede des Fed-Symposiums die eine oder andere Andeutung zum Thema Zinssenkung fallen lassen.

Um 16.00 Uhr schließlich spricht der im Federal Open Market Committee stimmberechtigte Chef der St. Louis-Fed, James Bullard, bei der OMFIF Foundation in St. Louis (Official Monetary and Financial Institutions Forum). Er hatte sich vor gut zwei Wochen für einen „insurance rate cut“ als Sicherheit gegen eine sinkende Inflation ausgesprochen.

Am morgigen Mittwoch schließlich stellt sich der Fed-Vorsitzende Powell in Washington dem Bankenausschuss des Senats. Er wird noch bis Donnerstag im Rahmen der traditionellen halbjährlichen Anhörung die Fragen der Abgeordneten zur Geldpolitik beantworten.

Der DAX taucht ab

Vor diesem Hintergrund waren am Dienstag zunächst keine großen Aktien-Engagements zu erwarten. Der DAX rutschte bis zum Mittag um rund 1,3 Prozent ab.

In der Vorwoche hatte der Leitindex mit 12.656 Punkten noch den höchsten Stand seit August vergangenen Jahres markiert. Gedrückt wurde der DAX auch von der negativen Vorgabe aus New York sowie von einer Gewinnwarnung der BASF. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen soll demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau rutschen. Bislang hatte der Konzern einen Anstieg zwischen einem und zehn Prozent erwartet.

Minus in Asien

Der Asia Dow schloss 0,4 Prozent schwächer bei rund 3.300 Punkten. Die Börsen in Asien wurden vom Konflikt zwischen Japan und Südkorea überschattet. Tokio hat im Streit um Entschädigungszahlungen für südkoreanische Zwangsarbeiter Exportkontrollen für Materialien eingeführt, die von den koreanischen Chip-Herstellern benötigt werden. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss dennoch mit einem moderaten Plus von 0,1 Prozent auf 21.565 Zähler.

China kauft Gold

Bleibt eine interessante Fußnote aus Peking: Die chinesische Zentralbank hat den siebten Monat in Folge ihre Bestände an Gold erhöht. Wie im Finanzblog „ZeroHedge“ unter Berufung auf die Website der People’s Bank of China zu lesen ist, erhöhte sie ihre Reserven um 10,3 Tonnen. In den sechs Monaten bis Mai hatte China demnach schon fast 74 Tonnen dazu gekauft. Offensichtlich ein weiterer Schritt der Chinesen weg vom Dollar und von US-Treasuries.

Verluste in New York

Die sinkende Hoffnung auf eine Zinssenkung hatte am Vorabend die Wall Street belastet. Der Dow Jones Industrial gab am Vorabend 0,4 Prozent auf 26.806 Punkte nach. Für den S&P 500 ging es um 0,5 Prozent auf 2.976 Punkte nach unten. Der Nasdaq 100 rutschte 0,7 Prozent auf 7.786 Punkte. Alle drei Indizes hatten am vergangenen Mittwoch neue Rekorde erzielt.

Das bringt der Tag

Außer den anfangs genannten Wortmeldungen der Fed drängen sich am Dienstag nur wenige Termine auf.

So stehen um 22.30 Uhr deutscher Zeit die wöchentlichen Bestandsdaten an Rohöl an, die vom privaten American Petroleum Institute gemeldet werden.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Deutsche Aktien setzen zurück

Zins-Dämpfer für die Börse

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08.07.2019 – Daily Report. Gut ist schlecht an der Wall Street – und damit auch in Frankfurt. Der amerikanische Arbeitsmarkt zeigt sich derzeit zu robust. Damit sinken die Hoffnungen auf eine Zinssenkung durch die Federal Reserve. Und somit kommt auch der DAX nicht richtig voran.

Skepsis in Frankfurt

Den Käufern fehlten zuletzt die Argumente für den Aktienkauf. So lief der DAX bis zum Mittag seitwärts. Den meisten Gesprächsstoff abgesehen von der Fed lieferte die Deutsche Bank. Das Geldhaus will einen Radikalumbau vornehmen und bis 2022 weltweit 18.000 Jobs streichen, das wäre jede fünfte Stelle. Zudem wird sich die Bank komplett aus dem Aktienhandel zurückziehen und Einschnitte im Anleihehandel vornehmen.

Unterstützung für den DAX gab es aus der deutschen Konjunktur: Die deutschen Exporte im Mai sind im Monatsvergleich um 1,1 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im April waren die deutschen Ausfuhren noch um 3,4 Prozent gesunken. Doch halt – eine zu starke deutsche Konjunktur dürfte ja auch die Europäische Zentralbank bei weiteren Zinssenkungen bremsen. Gut ist also wieder schlecht.

Asien taucht ab

Schon die Börsianer in Asien hatten sich angesichts der schwindenden US-Zinshoffnung zurückgehalten. Der japanische Nikkei verbuchte zum Handelsschluss am Montag ein Minus von 1 Prozent auf 21.534 Punkten. Die chinesischen Aktien rutschten zudem wegen der Funkstille in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China ab. Der CSI-300 schloss mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 3.803 Punkten.

Dämpfer in New York

Natürlich kühlte der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag auch die Zins-Euphorie an der Wall Street ab. Wie aus dem Juni-Bericht hervorgeht, hat die amerikanische Wirtschaft im Juni 224.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Der Dow Jones Industrial rutschte nach den News zeitweise um bis zu ein Prozent. Zu Handelsschluss lag das Minus aber nur noch bei 0,2 Prozent auf 26.992 Punkte. Der S&P 500 gab ebenfalls 0,2 Prozent nach auf 2.990 Zähler. Der Nasdaq 100 verlor gleichfalls 0,2 Prozent auf 7.841 Stellen. Alle drei Indizes hatten am Mittwoch noch Rekordhochs erklommen.

Erdogan schießt die Lira ab

Ein schönes Beispiel, dafür, wie Politiker ihre eigene Währung versenken, lieferte gerade die Türkei. Autokrat Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag den Chef der Notenbank gefeuert – wegen zu hoher Zinsen. Murat Cetinkaya war seit April 2016 Chef der Notenbank und hat in dieser Zeit die Zinsen um insgesamt 6,25 Prozentpunkte auf 24 Prozent erhöht, um die abstürzende türkische Lira zu stützen. Für Erdogan dagegen waren hohe Leitzinsen „Mutter allen Übels“. Das Ergebnis: Die Lira ist nach der News in den Sinkflug übergegangen. Dabei hatte sie sich gerade so hübsch erholt.

Das bringt der Tag

Der Tisch für CFD-Trader ist heute nicht wirklich reich gedeckt.
Allenfalls der Beschäftigungstrendindex des Conference Board könnte die Wall Street um 16.00 Uhr etwas bewegen.
Und um 21.00 Uhr stehen die Verbraucherkredite in den USA an. Das war’s.

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Finger am Abzug im Persischen Golf

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08.07.2019 – Special Report. Kaufen, wenn die Kanonen donnern – so lautet ein alter Leitspruch an der Börse. Tatsächlich könnte es bald wieder so weit sein. Denn der Iran prescht beim Thema atomare Aufrüstung voran. Ob die USA, Israel und Großbritannien dem Treiben tatenlos zusehen, bleibt abzuwarten. Bei einer Intervention steht die Welt vor einem Ölschock mit explodierenden Preisen und einem Einbruch der Börse.

Auf dem Weg zur Mullah- Bombe

Am gestrigen Sonntag schlug eine beunruhigende Nachricht auf dem Markt ein: Der Iran will die Urananreicherung über das erlaubte Maß hinaus hochfahren. Das Atomabkommen aus dem Jahr 2015 sieht eine Höchstgrenze von 3,67 Prozent vor. Irans Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor angekündigt, wieder „unbegrenzt“ Uran anzureichern. In einer früheren Erklärung hieß es, Teheran werde auf 20 Prozent anreichern. Zuvor hatte das Land schon die Menge von 300 Kilogramm an niedrig angereichertem Uran überschritten, die das Land laut Atomabkommen behalten darf.
Wenn Uran zu 20 Prozent angereichert ist, dann ist der Weg zur A-Bombe relativ einfach. Der für nukleare Bomben benötigte Anreicherungsgrad liegt zwar bei etwa 90 Prozent. Doch die meisten Probleme gibt es bei den niedrigen Prozentgraden, danach geht die Sache recht flott. Dokumente, die der Atomenergiebehörde IAEA vorliegen und auch von den Israelis beschaffte Unterlagen belegen, dass Teheran an Kernwaffen gearbeitet hat und dabei relativ weit fortgeschritten war.

Sanktionen gegen den Iran

Teheran signalisierte inzwischen, gerne wieder den Vertrag zu erfüllen. Doch vorher müssten die USA die Sanktionen fallen lassen. Was unwahrscheinlich ist. Die Sanktionen reduzierten Teherans Ölexporte zuletzt von täglich 2,5 Millionen auf etwa 300.000 Barrel. Allerdings blüht der Schmuggel. Und den haben die Briten gerade teilweise unterbunden.
Britische Royal Marines hatten am Donnerstag den iranischen Supertanker „Grace 1“ wegen Verletzung der Sanktionen vor Gibraltar aufgebracht, er war auf dem Weg nach Syrien. Teheran kündigte an, als Vergelung ein britisches Schiff an die Kette zu legen. Am Freitag drohte der Geistliche Ajatollah Ali Mowahdei Kermani den USA außerdem damit, dass Iran den Persischen Golf bei einem etwaigen Angriff in ein „rotes Meer“ verwandeln werde. Zudem avisierte er einen Raketenangriff auf den israelischen Atomreaktor Dimona an.
Kermani reagierte damit auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump vor Journalisten in Washington: „Wir werden sehen, was mit dem Iran passiert. Der Iran muss sehr, sehr vorsichtig sein.“ An diesem Mittwoch soll auf Antrag der USA der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu einer Sondersitzung einberufen werden.

Israel im Visier

Damit ist auch der Frontverlauf recht klar gezeichnet. Der Iran wird versuchen, Israel in den Krieg mit hinein zu ziehen, um das meist israelfeindliche Europa und Arabien auf seine Seite zu ziehen. Tel Aviv hat schon mehrfach gewarnt, es werde eine atomare Bewaffnung des Iran nicht akzeptieren und notfalls alleine handeln, wie der israelische Außenminister Israel Katz jüngst dem Isreal Army Radio sagte. Auf dem Sicherheitsforum Herzliya Conference betonte er vor einigen Tagen, der Iran verlasse die „graue Zone“ und bewege sich in die „rote Zone“ – was Krieg bedeutet.
Übrigens attackiert Israel seit Monaten in Zusammenarbeit mit Ägypten Netzwerke des IS und Konvois des Iran auf dem Sinai. Die Ägypter haben Dutzende von Tunneln in den Gaza-Streifen hinein mit Abwasser oder Meerwasser geflutet, die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der „Jerusalem Post“ mehrere mit Raketen beladene Lkw-Kolonnen im Sinai vernichtet.
Klar ist: Der Iran rüstet sowohl die Hamas als auch die Hisbollah seit Jahren mit Kurz- und Mittelstrecken-Waffen aus – zehntausende sollen es inzwischen sein. Sollte diese Raketen in großem Stil den israelischen Abfangschirm Iron Dome durchbrechen und sogar Giftgas eingesetzt werden, dürften die Israelis im Worst Case mit einem Atomschlag auf den Gaza-Streifen und den Südlibanon antworten. Vermutlich werden auch Hisbollah-Ziele in Syrien angegriffen, wobei sich aber wohl die Russen in den Weg stellen werden.

Enthauptungsschlag gegen Teheran

Was wird sonst wohl geschehen? Europa wird voraussichtlich wieder in die alten Appeasement-Reflexe verfallen und bis auf die Briten passiv bleiben. Vermutlich werden Moskau, Ankara und Peking gegen einen Angriff protestieren, aber wohl nicht zugunsten des Iran eingreifen. Die Angelsachsen werden wahrscheinlich ein großes Feuerwerk am Persischen Golf zünden. Bodentruppen will niemand – so bleibt ein massiver, kurz angelegter Luftschlag mit Bombern und Marschflugkörpern gegen nukleare Forschungsreinrichtungen, iranische Marine-Stützpunkte und Kasernen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate könnten sich an einem Angriff beteiligen. Israel dürfte sich derweil Hamas und Hisbollah vornehmen.

Wall Street runter – Rüstung rauf

Bleiben die Szenarien für den Finanzmarkt: Wahrscheinlich werden die Wall Street, DAX und co. umgehend nach einem Angriff in die Knie gehen. Denn am Anfang wird unklar sein, ob es sich um einen limitierten Schlag oder eine groß angelegte Invasion handelt. In erstem Fall dürften sich die Kurse erholen. Im zweiten Fall dürfte die Börse weiter abrutschen. Denn wenn die Amerikaner wider Erwarten ihre Soldaten in einen Bodenkrieg schicken, dann wird es wohl über längere Zeit übel, auch am Aktienmarkt. Ach ja: Rüstungsaktien wären natürlich die Ausnahme – ein Konflikt dürfte hier die Kurse nach oben schicken, je länger desto stärker.

250 Dollar je Barrel?

Womit wir bei Erdöl wären. Unnötig zu erwähnen, dass der Ölpreis im Fall eines Krieges nach oben zischen würde. Wie hoch? Das kommt darauf an. Der Iran könnte mit Minen oder Schnellbooten die Ölroute durch die Straße von Hormuz schließen. Zudem könnten die Iraner Öl-Anlagen und Häfen der Saudis und Emiratis zerstören.
Die auf Energie spezialisierte Unternehmensberatung Geopolitics Central taxierte im Mai in einem Gastbeitrag für Oilprice.com den Ölpreis auf 250 Dollar je Barrel, falls der Export von 18 Millionen Fass pro Tag durch den Persischen Golf ausfalle – immerhin ein Fünftel des Weltmarktes. Merke: In einem solchen Fall hilft keine Chartanalyse, da der Worst Case noch nie eingetreten ist. Somit gilt für den Ölpreis: The sky is the limit.
Vermutlich wird Washington die Strategic Petroleum Reserve öffnen, um den Ölschock zu mindern. In der SPR lagern in gigantischen Salzdomen an der Küste von Texas und Louisiana rund 727 Millionen Fass Rohöl, was den gesamten US-Verbrauch für etwa einen Monat decken würde. Zudem würden die US-Produzenten verstärkt Öl pumpen fördern. Eine Gegenbewegung bei WTI auf der Short-Seite wäre also wahrscheinlich. Da heftige Volatilität garantiert ist, sollten Sie sich bei Deutschlands besten CFD-Brokern mit Bafin-Lizenz und leistungsstarken Servern auf etwaige Trades zu Zeiten des möglichen neuen Golfkrieges vorbereiten.

Flucht in Gold, Yen und Treasuries

Ansonsten dürften die Anleger in die üblichen sicheren Häfen flüchten: Gold, japanischer Yen und amerikanische Staatsanleihen. CFD-Trader sollten diese Assets im Speziellen und die Krise im Generellen also immer im Auge behalten – und regelmäßige Markt-Updates auf Ihrer Handelsplattform besonders aufmerksam beobachten.

Die Bernstein Bank wünscht uns allen einen friedlichen Ausgang der Angelegenheit und trotz allem erfolgreiche Investments!

Wichtige Hinweise:

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stock exchande

Keine Impulse für den DAX

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05.07.2019 – Daily Report. Die Börse wartet auf die aktuellen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Und auf die Rückkehr der Wall Street – der amerikanische Handel war wegen des „Independence Day“ tags zuvor geschlossen geblieben. Zudem enttäuschen Daten aus der deutschen Industrie. So tritt der DAX am Freitagmittag auf der Stelle.

Frankfurt läuft seitwärts

Kein Vorankommen am deutschen Aktienmarkt. Der DAX hat sich zuletzt mit minus 0,2 Prozent bei 12.610 Zählern gehalten. Am Donnerstag hatte der Leitindex bei 12.659 Punkten eine neue Jahresbestmarke aufgestellt und zugleich den höchsten Stand seit August 2018 erzielt. Kleiner Blick in die Chartanalyse: Der DAX sollte besser nicht unter der Marke von 12.519 Punkten schließen. Denn hier öffnet sich ein Gap – und Kurslücken werden normalerweise geschlossen.

Deutsche Industrie läuft nicht rund

Zuletzt noch ein Dämpfer für die Anleger: Die deutsche Industrie hat im Mai einen Auftragseinbruch hinnehmen müssen. Insgesamt seien 2,2 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat eingegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ökonomen hatten wesentlich weniger erwartet. Somit ist klar: Die deutsche Industrie steckt in der Rezession. Was einige Broker flugs als Argument für eine anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank umdeuteten.

Bond-Renditen tauchen ab

Damit bestätigte sich die Skepsis vieler Investoren. Entsprechend floss eine Menge Kapital auf der Suche nach einem sicheren Hafen in den Markt für europäische Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag am Freitag mit minus 0,403 Prozent erneut unterhalb des aktuellen EZB-Einlagesatzes und nur knapp über ihrem Rekordtief vom Donnerstag. Der französische 10-Jahres-Bond hatte gerade die Rendite-Marke von minus 0,12 Prozent erreicht, belgische Zehnjährige notierten jüngst erstmals überhaupt im Negativzins und die italienische zehnjährige Staatsanleihe rutschte auf ein 14-Monats-Tief von 1,67 Prozent. Die vergleichsweise hohe Rendite der Italo-Bonds ist übrigens der Grund dafür, warum sich gerade kriselnde Geschäftsbanken noch immer mit solchen riskanteren Papieren eindecken.

Asien hält sich zurück

Angesichts der fehlenden Impulse von der Wall Street hatten sich auch die Anleger in Asien zurückgehalten, die Umsätze waren recht dünn. In Tokio kletterte der Nikkei 225 um moderate 0,2 Prozent auf 21.746,38 Punkte. Der Hang Seng verlor 0,1 Prozent auf 28.775 Stellen.

Neue Rekorde in New York

Am Mittwoch hatten die US-Indizes von Zinsfantasien beflügelt neue Rekorde markiert. Gleich drei der wichtigsten Indikatoren stürmten auf den Kursgipfel: Sowohl der Dow Jones Industrial als auch der S&P 500 und der Nasdaq 100. Der Dow schloss im verkürzten Handel vor dem Unabhängigkeitstag um 0,7 Prozent höher auf dem Schlussrekord von 26.966 Punkten. Für den S&P 500 ging es um 0,8 Prozent nach oben auf 2.996 Zähler. Der Nasdaq 100 gewann 0,7 Prozent auf 7.858 Punkte.

Das bringt der Tag

Heute Nachmittag steht der konjunkturelle Höhepunkt der Börsenwoche an: Gemeldet wird um 14.30 Uhr der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni. Sollte der Bericht allzu positiv ausfallen, dürfte dies die Luft aus den Zinshoffnungen der Anleger herauslassen. Sollten umgekehrt die Zahlen zu Beschäftigung und Löhnen aber moderat enttäuschen, könnte das die Erwartung sinkender Leitzinsen in den USA anfeuern und die Aktienkurse weiter nach oben treiben.

Ansonsten ist der Kalender nur spärlich gefüllt. Die Bernstein-Bank wünscht allen CFD-Tradern und Anlegern im Online-Aktienhandel erfolgreiche Investments!

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.