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Morning Stock News

Niemand sonst glaubt an den Dollar?

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Gold   1806,24
(-0,15%)

EURUSD   1,1395
( -0,05%)

DJIA  26775
(+1,08%)

OIL.WTI  40,44
(+0,07%)

DAX   12772,75
(+0,01%)

Der Dienstag war der interessanteste Tag auf dem Forex-Markt. Alle in Europa veröffentlichten Daten fielen schlechter aus als vorhergesagt. Und in den USA fielen die Verbraucherpreisdaten höher aus als die Prognosen der Experten. Theoretisch hätte der Dollar stärker werden müssen. Stattdessen ist er stark gefallen.

EUR/USD

EURUSD

Der Rückgang erfolgte auch in Bezug auf alle Risikoanlagen und Warentermingeschäfte. Wenn man die obige Grafik aufmerksam verfolgt, kann man sehen, dass sich das Paar EUR/USD wieder einmal einer starken Widerstandszone nähert. In den letzten 2 Jahren hat auf diesen Ebenen mehrmals ein starker Umschwung stattgefunden. Außerdem fiel der Preis um mehrere Punkte auf einmal. Aber je weiter dasselbe Szenario wiederholt wird, desto stärker kann der Ausstieg aus diesem Szenario sein.


Pfund Sterling

In England werden im zweiten Monat in Folge sehr schlechte BIP-Zahlen veröffentlicht. Unsere Frühjahrsprognosen werden voll und ganz bestätigt. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Insel keinen Schutz gegen COVID-19 bot, war das nächste Problem sehr akut. Der gleiche Standort auf der Insel hat zu einer noch größeren Produktions- und Logistikkrise geführt als in der EU. Alle Verbindungen waren unterbrochen. Die meisten Briten bedauerten die im Referendum getroffene Wahl zutiefst.


Öl

Trotz der Nachrichten aus Süd- und Nordamerika, wo die Coronavirus-Situation ein katastrophales Szenario annimmt, weigert sich das Öl zu sinken. Es ist bereits klar, dass die begonnene Tourismussaison in Gefahr ist. Die meisten Touristen werden ihr Land nicht verlassen. Und die Wiederaufnahme einer großen Zahl von Linienflügen ist ein Wunschtraum.
Nichtsdestotrotz befindet sich das Öl auf dem gleichen Stand wie vor 40 Tagen, als es so aussah, als habe sich das Coronavirus mit dem Eintreffen der Hitze zurückgezogen. Warum geschieht dies? Es kann nur eine Antwort geben. Die Produktion des schwarzen Goldes ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen. Das gilt für das OPEC+-Abkommen. Sowie Länder wie die USA, deren Ölgesellschaften ihre Produktion aufgrund eines starken Nachfragerückgangs reduziert haben.
Vielleicht ist es der Ölindustrie gelungen, ein neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu finden. In diesem Fall wartet den ganzen Sommer über eine lange Flöte auf uns. Und dann werden alle erst sehen, ob die zweite Welle des Coronavirus in die Länder Asiens und Europas kommen wird. Und wenn dies der Fall ist, können wir den größten Rückgang des Öls auf 20-25 Dollar pro Barrel erwarten.


Was erwartet uns heute?

05:00 Entscheidung der Bank von Japan zum Zinssatz
08:00 Britischer Verbraucherpreisindex Juni
15:15 U.S.-Industrieproduktion für Juni
16:00 Entscheidung der Bank of Canada zum Zinssatz


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trade

Die Bären lauern

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14.07.2020 –Special Report. Gerade hat der S&P500 den kurz Sprung ins Jahresplus geschafft. War da was? Corona vielleicht? Genau – eine zweite Welle droht. Und die Unternehmenszahlen zum zweiten Quartal könnten grausig ausfallen. Zudem könnte die Federal Reserve die Stütze des Marktes einstellen. Gerade haben sich deswegen einige Pessimisten zu Wort gemeldet. Wir analysieren ihre Aussagen.

Die Fed warnt

Einer der am meisten zitierten Faktoren im Finanzmarkt ist aktuell die Tatsache, dass die Federal Reserve einfach mal kurz aus der Stütze des Marktes aussteigen könnten. Tatsächlich hat das US-Budgetdefizit inzwischen mit 3 Billionen Dollar den Wert von 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht – damit steht die Staatsverschuldung so hoch wie nie seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Frage ist, ob und wie die Fed weiter die Wirtschaft stützen kann und will.
Tatsächlich hat sich ein wichtiger Funktionär gerade in dieser Richtung geäußert. Robert S. Kaplan, der Präsident der Dallas Fed, warnte, die Notkredite “won’t be left in place indefinitely”. Weiter betonte er, “he is a believer that we will need to get back to more unaided market function without as much intervention from the Fed. We’re just not at that point yet.” Irgendwann also könnte das billige Geld der Notenbank versiegen.

Der Schwarze Schwan fliegt ein

Und auch der legendäre Nassim Taleb sorgte für einen bearishen Unterton. Der Schöpfer des Schwarzen Schwan sagte auf CNBC, er erwarte keine V-förmige Erholung, an welche die meisten Investoren glauben. Wir meinen: Die Charts sagen etwas Anderes. Wie auch immer: Laut Taleb erscheint ihm der Anstieg des Marktes seltsam, da die Infektionen mit Covid-19 und auch die Todesfälle anstiegen. Obwohl die Herren des Geldes dieses druckten, als gäbe es kein Morgen, würde dies nichts nutzen.
Taleb erwartet, dass die Angst vor Corona die Wirtschaft und die Märkte noch für einige Weile plagen würden. Sein Fazit: Investoren sollten nicht im Markt agieren, ohne einen „tail risk hedge“. Wir übersetzen: Eine Absicherung für ein völlig unerwartetes und scheinbar unmögliches Ereignis am langen, niedrigen Ende der Wahrscheinlichkeitskurve. Nassim Taleb wörtlich: „If you don’t have a tail hedge, I suggest not being in the market [as] we’re facing a huge amount of uncertainty…“.

Crash-Warnung voraus

Und auch das lesenswerte Blog „Motley Fool“ erinnerte Investoren daran, dass nun eine gute Zeit sei, das Portfolio umzugestalten. Denn es gebe eine Abkoppelung zwischen der Performance des Marktes und der Realwirtschaft. Obwohl Millionen von Amerikanern von der Arbeitslosenstütze lebten, sei der Markt in eine Rallye eingebogen. Wörtlich hieß es: „It’s evident at this point that another crash will happen; the only question is when. Here’s why investors should be bracing for a possible crash as early as this month.“ Ende Juli droht also der Crash – wir sind gespannt.

Nur wenige Aktien tragen die Rally

Damit lassen wir zu guter Letzt einen weiteren Bären zu Wort kommen. Die Bank of America Merrill Lynch warnte vor einem Über-Investment am Finanzmarkt – der Wert habe inzwischen das 5,6fache des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes erreicht. Noch nie sei der Markt aber so zerbrochen gewesen, urteilte die BofA weiter. Wenn der S&P 500 nur aus „tech, health care, Amazon, Google“ bestehen würde, läge die Notierung bei 4173. Und wenn der S&P „everything else“ enthalten würde, wäre der Kurs bei 2924.

spx

Wir meinen: In der Tat eine gigantische Fehlallokation von Kapital, die sich auf wenige Big-Tech-Aktien konzentriert. Und somit steigt die Gefahr einer Korrektur – wenn mit einer der wenigen Gewinner etwas nicht stimmt – Bilanzbetrug, Einbruch von Umsätzen, politische Querelen – leidet der ganze Markt.

Das Goldene Kreuz

Bleibt wie immer der Blick auf die Gegenmeinung: Die Bullen haben gerade Unterstützung aus der Chartanalyse erhalten. Das „Goldene Kreuz“ hat sich gezeigt – das ist das Kreuzen der 50-Tage-Linie von unten über die 200-Tage-Linie. Historisch gesehen ist dies bullish für Aktien, wie Lance Roberts von RealInvestmentAdvice.com urteilte. Bloomberg feierte das Event so: “The S&P 500 is sending a technical signal that has marked the end of every bear market in modern history.” Das Ereignis ist 25mal in den vergangenen 50 Jahren eingetreten. Allerdings war es in einigen Jahren auch ein Fehlsignal.

Alles hängt an Corona

Unser Fazit aus alledem: Vieles, wenn nicht alles hängt vom Corona-Verlauf ab. Sollte eine zweite Welle im Sand verlaufen, hat der Aktienmarkt weiter Luft nach oben. Wir raten Investoren, nicht auf die gemeldeten Fälle zu blicken – die unterliegen dem Fleiß oder der politischen Verweigerung bei den Tests. Soll heißen: Ein Land wie die USA, das enorm viele Test durchführt, wird hier an der Spitze liegen; China dagegen, das keine glaubwürdigen Daten veröffentlicht, liegt weit zurück. Die einzig zwei bekannten Faktoren sind die Todesfälle im Vergleich zur Einwohnerzahl. Wenn diese korrekt gemeldet werden, sind sie der richtige Indikator. Bleibt die Frage nach der Zuspitzung des Konflikts zwischen Amerika und China. Die Bernstein-Bank behält die Sache für Sie im Auge!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Wird der Aktienmarkt weiter wachsen?

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Gold   1797,485
(-0,27%)

EURUSD   1,1344
( +0%)

DJIA  26001
(+0,05%)

OIL.WTI  39,27
(-0,73%)

DAX   12561
(+0,01%)

Wie wir bereits gestern feststellten, eröffnete der S&P 500-Index mit einer Lücke nach oben – bei 3198,00. Die US-Notenbank pumpt den Aktienmarkt weiterhin mit neuem Geld an. Anleger sind sich des aktuellen Zustands der meisten amerikanischen Unternehmen wohl bewusst – die Weltwirtschaft stagniert nach der Quarantäne.

S&P500

S&P500


Indizes

Der US-Aktienmarkt zeigte während des Handels am Montag ein leichtes Wachstum. Und die Nasdaq aktualisierte ihr Allzeithoch. Optimismus für Anleger kommt durch die Anträge für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 hinzu. Gute Unternehmensberichte zeigen, dass die Situation der Arbeitslosigkeit die Verbrauchernachfrage nicht so stark reduziert hat wie erwartet.
Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Woche den Berichten der großen Wall Street-Investmentbanken gelten. Das Hauptrisiko sind die massiven Zahlungsrückstände bei Krediten, die sich negativ auf die Bankbilanzen auswirken.


Gold

Am Montag befand sich Gold weiterhin in einem Aufwärtstrend. Es sieht so aus, als wolle es das lokale Hoch von $ 1829,80 pro Feinunze testen, das am 08. Juli erreicht wurde.
Das Wachstum des gelben Metalls ist gerechtfertigt. Die Lage um das Coronavirus verbessert sich kaum, und der US-Dollar schwächt sich gegenüber anderen Währungen ab.


Bitcoin

Trotz des Wachstums von Gold, der Börse und Öl befinden sich Bitcoins noch immer in einem engen Korridor. Heute erreichte die erste Krypto-Währung ein Preishoch von 9343 Dollar. Je länger der schmale Korridor komprimiert wird, desto stärker tritt er in der einen oder anderen Richtung aus. Das letzte Mal, dass eine so geringe Volatilität beobachtet wurde, war Anfang März 2020, als der stärkste Rückgang auf das Niveau von 3500 $ folgte.


Was erwartet uns heute?

08:00 Harmonisierter Verbraucherpreisindex in Deutschland für Juni
08:00 UK BIP für Mai
11:00 Geschäftsklimaindex des ZEW-Instituts in Deutschland für Juli
14.30 US-Verbraucherpreisindex Juni
15.30 Ansprache des Gouverneurs der Schweizerischen Nationalbank Jordan River


Wichtige Hinweise:

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Trading news

Neue Sorgen für die Öl-Bullen

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13.07.2020 –Special Report. Gerade hatten sich die Long-Investoren vom historischen Absturz im April erholt. Seitdem hat sich der Ölpreis im Spotmarkt wieder von fast Null auf rund 40 Dollar nach oben gearbeitet. Doch der Rebound steht möglicherweise bald vor größeren Problemen. Wir beleuchten die Hintergründe.

Erholung von rund minus 37 Dollar

Die Geschichte am Ölmarkt könnte sich wiederholen: Im ersten Quartal hatten Trader lange den Förderquoten-Streit zwischen Saudi-Arabien und Russland sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie ignoriert und auf das Beste gehofft. Als am 6. März schließlich die Lage eskalierte und danach Riadh die Pumpen aufdrehte, implodierten die Ölkontrakte bis zum 20. April sogar in negatives Terrain – WTI wurde an diesem Tag mit minus 37,63 Dollar gehandelt. Erst als sich die OPEC+ endlich auf massive Kürzungen einigte, ging es wieder nach oben. Bis jetzt – nun drohen wieder Turbulenzen durch die Fördermenge.

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Bald dürfte mehr Öl gepumpt werden

Denn eine Gruppe von Ölexporteuren rund um Saudi-Arabien innerhalb der R-OPEC+ — das ist Russland, die OPEC und einige nicht-OPEC-Exporteure – will die Pumpen wieder hochfahren. Dies berichteten gestern die Nachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“. Ab August soll demnach der Ausstoß wahrscheinlich wieder um rund zwei Millionen Barrel hochgefahren werden. Der Hintergrund ist die Hoffnung, dass die Nachfrage nach dem globalen Corona-Lockdown wieder anziehe.
Am Mittwoch wolle das erweiterte Kartell dazu eine Videokonferenz abhalten. Insgesamt könnte es darauf hinauslaufen, dass die im April beschlossene drastische Förderkürzung von 9,6 Millionen Fass auf 7,7 Millionen Fass gelockert wird. Nicht nur wir vermuten, dass dies zu einem altbekannten Übel im Kartell führen wird: Betrug. Sprich, einige Länder werden sich nicht an die Quoten halten, da die Staatskasse leer ist.

IEA sieht das Tal durchschritten

Vor allem, da am Freitag die International Energy Agency Optimismus verbreitet hatte: Die schlimmsten Corona-Effekte seien vorbei. Im jüngsten Oil Market Report hieß es, in den vergangenen Wochen habe sich der Ölpreis bemerkenswert stabil gezeigt. Dabei sei im zweiten Quartal der globale Verbrauch um 10,75 Millionen Fass pro Tag eingebrochen – diese Menge sollte sich im zweiten Halbjahr auf nur noch minus 5,1 Millionen Barrel pro Tag erholen.
Und genau damit sind wir bei der möglichen Fehleinschätzung angelangt. Zum einen ist eine zweite, globale Corona-Welle weiter eine reale Gefahr für die Nachfrage nach Benzin oder Kerosin. Wann der Flugverkehr und der Tourismus wieder ihr altes Level erreichen, steht in den Sternen.

Ölflut in China

Zum anderen gibt es eine weitere schlechte Nachricht für die Bullen: Dem weltweit größten Ölimporteur laufen die Lager voll – China hatte den Absturz im Ölpreis genutzt und sich in großem Stil mit Crude eingedeckt. Vorige Woche berichtete das chinesische Wirtschaftsmedium „Caixin“ laut „Oilprice.com“, die Onshore-Tanks seien kurz vor der maximalen Kapazität angelangt. Unter Berufung auf die Zahlen Informationsdienstleisters Oilchem China hieß es, die Tanklevel für Rohöl seien auf 69 Prozent geklettert. Was sich anhört, als gebe es noch Luft nach oben, stößt offensichtlich bald an bauliche Grenzen: „Caixin“ zufolge sehen Experten das absolute Maximum bei 70 Prozent.

Millionen Barrel warten auf Öltankern

Insgesamt bunkere das Reich der Mitte 33,4 Millionen Tonnen Öl, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach massiven Zukäufen im Mai könne sich die Lage noch verschärfen, zumal in der traditionell starken Raffinerie-Industrie in der Provinz Shangdong im Osten der Absatz nur schleppend laufe.
Damit staut sich die Ölflut bis auf das Meer zurück. Insgesamt schwimmen derzeit laut Clipper Data rund 70 Millionen Barrel vor der chinesischen Küste umher. Den Analysten zufolge hat sich damit die Menge an Öl auf der sogenannten „floating storage“ seit Ende Mai vervierfacht. Das sei so viel wie seit Anfang 2015 nicht mehr und das Siebenfache des monatlichen Durchschnitts im ersten Quartal 2020. So müssten Öltanker inzwischen 15 bis 20 Tage warten, bevor sie ihre Ladung löschen könnten.

Regionale Konflikte bedrohen die Ölförderung

Bleibt anzumerken, dass es durchaus bullishe geopolitische Faktoren für den Ölpreis gibt. Nach wie vor schwelt beispielsweise der Syrien-Konflikt, der mit einem Eingreifen des Iran oder von Israel das Potenzial zum regionalen Flächenbrand mit sich bringt. Weiter könnte die Lage in Libyen eskalieren und dort die Ölförderung versiegen lassen.
Und auch noch näher vor unserer Haustür ist die Kriegsgefahr gestiegen: Sollte die Türkei vor der griechischen Küste nach Öl und Gas bohren, ist die Frage, ob sich Athen das bieten lässt. Weiter könnte Ankara einen Krieg provozieren, wenn es den einseitig als sein Hoheitsgebiet erklärten maritimen Riegel zwischen der Türkei und Libyen verteidigen wird. Dann steht ein Konflikt mit Griechenland, der Republik Zypern und Israel an – die drei Länder wollen eine Gas-Pipeline nach Italien bauen, die südlich von Kreta genau durch die von der Türkei beanspruchte Zone im Mittelmeer läuft.

Versiegelte Ölquellen

Und auch aus anderen Gründen gibt es Argumente für einen bullishen Ölmarkt – doch die sind eher mittelfristig. So sieht der Hedge Fonds Northern Trace Capital bis 2025 einen Preis von 150 Dollar je Barrel. Im Gespräch mit dem „Wall Street Journal“ begründete er dies mit der durch Corona ausgelösten Drosselung von Investitionen in die Ölfelder. Ähnlich äußerte sich JPMorgan – die Bank sieht 100 Dollar je Fass. Soll heißen: Viele Ölfirmen sind pleite gegangen, einige mussten die Ölquellen einmotten. Doch viele Förderer haben kein Geld, um diesen Schritt rückgängig zu machen – und die Banken sind knausrig mit Krediten.
Wir werden sehen, welche Faktoren sich durchsetzen – die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Aktienmarkt erklimmt neue Höchststände

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Gold   1805,10
(+0,41%)

EURUSD   1,1328
( +0,25%)

DJIA  26157,50
(+0,78%)

OIL.WTI  40,20
(-0,67%)

DAX   12711
(+0,01%)

Der amerikanische Aktienmarkt beendete den Handel am Freitag mit Wachstum. Er wurde durch höhere Öl- und Erdgaspreise gestärkt. Dazu trugen auch die veröffentlichten Daten über das Wachstum der Konsumgüterumsätze bei.


S&P 500

S&P 500


Indizes

Kurz vor der Schließung der New Yorker Börse erreichte der S&P 500-Index 3,179 und stieg damit um mehr als 1%. Wenn man sich die obige Grafik anschaut, sieht man, dass die neuen Höchststände sehr nahe beieinander liegen. Es ist wahrscheinlich, dass der S&P 500-Index am Montagmorgen eine Lücke nach oben aufweisen wird.
Trotzdem sind die Anleger immer noch sehr vorsichtig. Es besteht die Befürchtung, dass die Aktienmärkte wieder zu fallen beginnen könnten. Die Fed gewährt amerikanischen Unternehmen selektiv monetäre Unterstützung. Es ist daher nicht klar, welcher der Sektoren ein neuer Auslöser für einen Rückgang werden könnte.


Gold

In dieser Ungewissheit steigen die Preise für Gold und andere Edelmetalle weiterhin stetig an. Die August-Kontrakte für das gelbe Metall beendeten den Handel am Freitag jedoch mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Schlussstand vom Donnerstag. Anleger hatten es eilig, den Gewinn noch vor dem Wochenende zu sichern.


Bitcoin

Laut den Forschungen der Analytiker von Binance Exchange, stieg die Rate von Bitcoin für die letzten drei Monate um 42%. Und dies trotz der Tatsache, dass das Handelsvolumen im 2. Quartal höher war als im ersten.
Bitcoin ist immer noch in der Nähe des Niveaus von $ 9.200. Seit nunmehr 1,5 Monaten findet eine Konsolidierung statt. Es bestehen alle Chancen für einen leichten Rückgang auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.


Was erwartet uns heute?

17.30 Uhr Rede von FOMC-Mitglied Williams
17.30 Uhr Rede von E. Bailey, Leiter der Bank of England
20.00 Uhr Monatlicher Bericht über den US-Haushalt für Juni.


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Morning Stock News

Was sollte der Markt ohne Zentralbankgeld tun?

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Gold   1799,68
(-0,19%)

EURUSD   1,1272
( -0,10%)

DJIA  25408,50
(-0,62%)

OIL.WTI  39,02
(-1,32%)

DAX   12568,50
(+0,01%)

Am Donnerstag nahm die Risikobereitschaft aufgrund der wachsenden Zahl von Coronavirus-Fällen in der Welt und insbesondere in den Vereinigten Staaten deutlich ab. Selbst gute wöchentliche Daten über die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe halfen nicht weiter.


S&P500

S&P500


Indizes

Weder in den USA noch in Europa planen die Regierungen nächste Woche, Unternehmen finanziell zu unterstützen. Bis zum 20. Juli ist der US-Senat im Urlaub, und in Europa findet das nächste EU-Treffen vom 17. bis 18. Juli in Brüssel statt. Daher wird die Weltwirtschaft nächste Woche das Kapital nutzen, über das sie im Moment verfügt. Werden die Unternehmen in der Lage sein, durchzuhalten? Wahrscheinlich wird sich der Mangel an Anreizen negativ auf die getroffenen Entscheidungen auswirken, und die Anleger werden aus den Risikoanlagen in den Dollar oder in Edelmetalle abwandern.
Am Donnerstag schloss der DAX bei 12489 und verlor 0,04%. Der amerikanische Markt hatte mehr Angst. Der S&P500-Index fiel um 0,88% auf 3140.


Pfund Sterling

Das britische Pfund ist die ganze Woche über gewachsen. Aber es gibt einige beunruhigende Nachrichten auf dem Markt. Boris Johnson sagte, dass Großbritannien nicht über ein Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union verhandeln werde. Letztendlich könnten die Verhandlungen abgebrochen werden, wenn Frankreich und Deutschland keine Zugeständnisse machen. Wegen des Konflikts wird sich das Pfund verlangsamen. Am Donnerstag näherte sich das Paar GBP/USD der Tageszeitung SMA200 bei 1,12680 und begann, sich bis auf die Zone 1,26 zu korrigieren. Weitere Bewegungen werden vollständig vom Fortschritt der Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union abhängen.


Öl

Auf dem Ölmarkt herrscht nach wie vor Ungewissheit. Es ist immer noch nicht klar, wann sich die Nachfrage erholen wird. Die Wirtschaft scheint sich zu erholen, aber Probleme mit steigenden COVID-19-Infektionsraten können sehr schnell zu Anpassungen dieser Pläne führen. Am Donnerstag fiel der Ölpreis für WTI-Öl unter 40 Dollar pro Barrel, nachdem ein deutlicher Anstieg der Reserven an schwarzem Gold in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde. Ein weiterer Anstieg ist ungewiss.


Was erwartet uns heute?

8.45 Uhr Industrieproduktion in Frankreich im Mai
14.30 Uhr Erzeugerpreisindex in den USA seit Anfang des Jahres
19.00 Uhr Zahl der aktiven Bohranlagen in den USA


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World trading

Immer wieder lockt die China-Blase

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09.07.2020 –Special Report. Die Geschichte wiederholt sich: Die Regierung in China begeht offenbar den gleichen Fehler wie im Jahr 2015. Vor fünf Jahren hatte das Regime ziemlich am Top und kurz vor dem Platzen der Blase seine Bürger aufgefordert, in Aktien zu investieren. Nun hören wir die gleichen Töne – und die China-Aktien haussieren. Tatsächlich steckt Peking wegen des Yuan in einem Dilemma. Wir beleuchten die Hintergründe.

Alles schon mal dagewesen

Im Jahr 2015 hatten die staatlichen Medien die hohen Aktienkurse gelobt – sie seien eine „Reform-Dividende“, welche in Folge der neuen Wirtschaftspolitik von Präsidend Xi Jinping ausgezahlt werde. Und Premier Li Keqiang ermutigte Unternehmen, verstärkt Kredite aufzunehmen, die mit Aktien als Sicherheiten unterlegt sind, erinnert sich „The National Review“.

Staatspresse befeuert die Hausse

Diesmal lobte das staatliche „China Securities Journal“ den Bullenmarkt, wie das Finanzblog „ZeroHedge“ bemerkte. In einem Kommentar auf der Titelseite den hieß es, die Hausse nach der Pandemie sei wichtiger für die Wirtschaft denn je. Und die „Shanghai Securities News“ posteten laut „National Review“ auf WeChat eine dümmliche Schlagzeile: “Hahahahaha! The signs of a bull market are becoming more and more obvious.” Tatsächlich hat der Shanghai Composite am Montag mit plus 6 Prozent den stärksten Tagesgewinn seit 2015 vorgelegt.

CHART CSI 300
Und auch der CSI-300 zeigt gerade einen beeindruckenden Lauf. Der Index hat alleine in diesem Monat schon rund 15 Prozent zugelegt und damit die seit März laufende Erholungsrally verlängert. Zwar ist es nichts Ungewöhnliches, dass sich die Kurse in China extrem volatil verhalten. Doch sollten die Anleger sich das Beispiel 2015 vor Augen halten, als sich in wenigen Tagen rund 1,3 Billionen Euro in Luft auflösten.

Run auf China-Aktien

So warnte die „National Review“, dass die Handelsvolumina an der Börse auf das höchste Level seit 2015 geklettert seien – und vor allem Retail-Investoren seien eingestiegen. Dies reflektiere auch die limitierten Möglichkeiten für chinesische Sparer. So sei einer der Gründe für den aktuellen Bull-Run eine neue Guideline der China Banking and Insurance Regulatory Commission aus dem Januar gewesen – sie forderte eine Umleitung der Ersparnisse in langfristige Fonds und den Kapitalmarkt. Entsprechend dürften viele Geschäftsbanken die Haushalte mit dem Abflauen der Corona-Krise beraten haben.

Spread zu Hongkong

Weiter habe sich der Spread zwischen den im Mainland gelisteten A-shares und den in Hongkong notierten H-Aktien – die sogenannte A/H-Prämie— im vergangenen Monat um satte 30 Prozent erhöht. Die Tatsache, dass die Chinesen in der Volksrepublik bereit seien, mehr Geld für die gleiche Aktie auszugeben als ihre Trader-Kollegen in der ehemaligen britischen Kronkolonie, sei ein Warnsignal – nicht die ökonomischen Fundamentaldaten, sondern die lockere Geldpolitik und die optimistische Stimmung verführten zum Kauf.

Aktienkauf auf Margin boomt

Doch aktuell übertreiben es die Chinesen offenbar – sie gehen voll ins Risiko: Laut Bloomberg haben die bei Brokern aufgenommenen Margin-Kredite inzwischen 1,16 Billionen Yuan oder 164 Milliarden Dollar erreicht – das höchste Niveau seit 2015. Übrigens wurde der Crash vor fünf Jahren auch von einer verschärften Regulierung in Sachen Verschuldung zum Aktienkauf ausgelöst. Achten Sie also in den News auf Anzeichen für Restriktionen in der Margin-Leihe von Brokern – das könnte auch heute wieder die Blase platzen lassen.
Zudem warnte Analyst Masanari Takada von der japanischen Bank Nomura, dass zwar die Masse möglicherweise richtig liege mit der Annahme, dass sich die Fundamentaldaten erholen – so zogen die Unternehmensgewinne im Mai um 6 Prozent an. Allerdings könne schon ein kleiner Bruch des Trends die Leverage umkehren und einen Abverkauf auslösen.

Möglicher Zinsdämpfer

Ein weiteres Problem für die Börse könnte der zuletzt starke Yuan werden, der zuletzt bei 6,98 zum Greenback notierte und natürlich auch eine Folge der Hausse ist. Doch leider drosselt er die chinesischen Exporte. Daher muss die PBOC wohl früher oder später den Yuan abwerten oder die Zinsen erhöhen – was einen Dämpfer für den Aktienmarkt nach sich ziehen würde. 2015 hatte die Zentralbank übrigens einen solchen Ausverkauf ausgelöst, als das Yuan-Fixing zum Dollar um 1,8 Prozent gesenkt wurde.
Somit sollten Sie auch die Geldpolitik im Auge behalten: Denn die jüngste Anhebung der kurzfristigen Zinsen deutet darauf hin, dass die People’s Bank of China (PBOC) nicht für immer und ewig den Bullenmarkt unterstützen wird. So kletterte der dreimonatige Shibor im Juni auf 2,13 Prozent nach 1,45 Prozent im Mai.

Peking will sich vom Dollar abkoppeln

Womit wir beim Yuan wären – und damit dem wohl eigentlichen Grund für die Börsen-Hausse. Jüngst hat die staatliche „South China Morning Post“ einen Artikel veröffentlicht, der einen interessanten Zusammenhang zwischen der Währung und der China-Börse ins Spiel bringt. Unter dem Titel “Time for China to decouple the yuan from US Dollar, former diplomat urges”, erhielt Zhou Li das Wort, ein früherer stellvertretender Direktor in der Kommunistischen Partei. Seine Warnung: Der Dollar sei eine Waffe am Hals von China. Das Land müsse sich entkoppeln und den Yuan internationalisieren. Die Volksrepublik müsse die Illusion der Freundschaft aufgeben und sich auf einen offenen Konflikt mit den USA einstellen. Dazu sollten internationale Zahlungen in Yuan möglich sein, und der Renminbi verstärkt in der industriellen Lieferkette eingesetzt werden.

Abflüsse aus China-Fonds

Wir meinen: Natürlich würde ein vom Dollar abgekoppelter Yuan kollabieren, wenn Geld aus dem Land fließt. Und genau hier liegt die Crux: Wie Goldman Sachs jüngst berichtete, gab es elf Wochen hintereinander Netto-Abflüsse aus chinesischen Aktienfonds in den Rest der Welt. Vor diesem Hintergrund MUSS Peking für steigende Kurse sorgen. Broker weltweit sollen Dollar in Yuan tauschen und China-Aktien kaufen.
Unser Fazit aus dieser Gemengelage: Das Regime will offenbar eine Hausse, um den Yuan zu stärken. Doch gleichzeitig schwächt dies den Außenhandel. Wortmeldungen aus der der Politik sollten Anleger hellhörig werden lassen. Zwar lösen sie häufig eine Stampede aus und die Kurse rauschen weiter nach oben. Doch das dicke Ende könnte noch kommen, weil die Profis den Amateuren ihre teuren Aktien verkaufen. Und weil die Politik auf einmal ihre Meinung ändert, etwa weil die Prioritäten wechseln oder neue Leute im inneren Zirkel der Macht das Sagen haben. Kurz: Politische Börsen haben kurze Beine. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Warum kaufen Investoren Bitcoin hoch?

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Gold   1812,315
(+0,20%)

EURUSD   1,1339
( +0,07%)

DJIA  25953,50
(-0,06%)

OIL.WTI  40,715
(-0,35%)

DAX   12668,50
(+0,59%)

Die Situation auf dem Kryptomarkt ähnelt einem frühen Tauwetter, wenn alle aufwachen und handeln. Wird der Kryptomarkt seine Position stärken können oder ist das nur eine Illusion?

Gold

GBPUSD

Am Mittwoch erreichte Gold erneut Mehrjahreshöchststände von bis zu $1817. Jetzt werden die Bullen sehr hart daran arbeiten müssen, das historische Hoch von 1921 Dollar pro Unze für 2011 zu erreichen.
Was können Sie über den aktuellen Goldmarkt sagen. Das Edelmetall erhielt sehr gute Unterstützung durch niedrige Zinssätze sowie umfangreiche Zuführungen frischer Liquidität durch die großen Zentralbanken.
In der aktuellen Situation ist das Gold bereit, sich weiter in die erste Kaufspanne von 1820 $ – 1825 $ zu bewegen, aber es ist wahrscheinlich, dass dies mit einigen Rückzügen nach unten geschehen wird.

Bitcoin

Obwohl Bitcoin nicht sehr volatil ist, können Sie sehen, wie die gesamte Blockchain-Industrie und das mit ihr verbundene Ökosystem lebendig werden. Dies gibt Anlass zu der Annahme, dass in naher Zukunft die Nachfrage nach der ersten Kryptowährung steigen und der Preis auf bis zu 10.000 $ pro 1BTC steigen wird.
Der starke Preisanstieg erklärt, dass große Investoren mit beeindruckenden Geldbeträgen auf den Markt kommen. Der Optimismus über das Wachstum der Weltwirtschaft verstärkt auch den Wunsch, eine der risikoreichsten Anlagen zu kaufen – Bitcoin. Am Mittwoch schaffte Bitcoin einen Durchbruch und stieg im Preis um fast 2% auf 9480 $.

Indizes

Man hatte den Eindruck, dass die meisten Anleger an den Aktienmärkten einen Tag lang zu leben begannen, von Nachricht zu Nachricht. Wie lange kann der Markt in diesem Zustand durchhalten? Es ist schwierig, diese Frage zu beantworten. Am Mittwoch sagte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, dass die Regierung keine Pläne habe, Unternehmen wieder zu schließen, um das Coronavirus zu bekämpfen. Ermutigte Investoren reagierten schnell auf diese Ankündigung mit einem Anstieg der wichtigsten Indizes. Der endlose Anstieg des Goldpreises gibt jedoch Anlass, über den tatsächlichen Zustand der Weltwirtschaft nachzudenken. Am Mittwoch wurde der S&P 500-Index auf dem Eröffnungsstand von 3150 gehandelt.
Der DAX-Index fiel am Mittwoch um 0,97%, hauptsächlich aufgrund von Verlusten in der Bau- und Nahrungsmittelindustrie. Wichtige makroökonomische Statistiken wurden während der Handelssitzung nicht veröffentlicht, so dass sich die Anleger auf Nachrichten und Statistiken zur COVID-19-Infektion verließen.

Euro

Das Währungspaar EUR/USD versucht aus der engen Handelsspanne herauszukommen und nähert sich mit jedem Handelstag dem Wert von 1,1350. Aufgrund der Schwäche des US-Dollars ist das nächste wahrscheinliche Ziel der Bereich 1,1420.


Was erwartet uns heute?

03.30 Verbraucherpreisindex in China seit Anfang des Jahres
08.00 Handelsbilanz in Deutschland für Mai
14.30 Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Wird Öl auf 50 Dollar pro Barrel steigen?

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Gold   1693,50
(-5,66%)

EURUSD   1,0799
( -4,21%)

DJIA  24115
(-6,41%)

OIL.WTI  25,095
(-37,98%)

DAX   10609
(-15,36%)

Die weltweiten Aktienmärkte zeigen am Dienstag eine gemischte Dynamik. Das Coronavirus ist nicht auf dem Rückzug und es gibt immer mehr Befürchtungen über die zweite Welle der Epidemie. Werden die Märkte darauf reagieren?


GBP/USD

GBPUSD

Der Schwerpunkt liegt auf einem weiteren Konjunkturpaket der US-Regierung. Es wird erwartet, dass es Geld an diejenigen verteilen wird, die derzeit ein geringes Einkommen haben. Das technische Bild des S&P500 bleibt positiv. Der Index liegt über der 200-Tagelinie, der bei 3017 liegt, aber am Dienstag wird er um 0,6% unter dem Eröffnungskurs gehandelt.
Der DAX-Index zeigte am Dienstag eine negative Dynamik und schloss 0,9% unter dem Eröffnungskurs. Die Daten zum Wachstum der Industrieproduktion in Deutschland fielen schwächer aus als erwartet. Andererseits zeigen die Daten, dass die europäische Industrie erfolgreich mit der Eindämmung nach der Coronavirus-Pandemie kämpft und die Schäden fast überwunden hat.


Pfund Sterling

Am Dienstag erreicht das Pfund einen weiteren Höchststand in den letzten Wochen und bewegt sich stetig auf 1,26 zu. Ein Durchbrechen dieses Niveaus wird den Bären fast keine Chance lassen, in den Markt einzutreten.


Gold

Und schließlich ein Angriff auf den Goldpreis bei $1800 pro Unze. Wie wir erwartet hatten, stürmte der Preis mit einem kräftigen Impuls in buchstäblich 2 Stunden davon. Für die Käufer von Gold ist es jetzt sehr wichtig, sich über dem Niveau von 1800 $ zu konsolidieren, aber es könnte eine leichte Korrektur von diesem Niveau nach unten geben.


Öl

WTI-Öl wächst am Dienstag nach Informationen des US-Energieministeriums über den Rückgang der amerikanischen Ölproduktion um 600.000 Barrel pro Tag. Nach solchen Äußerungen überschritt der Preis für WTI die Marke von 40 $/bbl und stieg weiter an.
Von nun an wartet das Öl auf die Widerstandsmarke von 41,50 Dollar. Der Schwerpunkt wird auf den heutigen Daten zu den US-Rohölreserven liegen, die zuletzt einen deutlichen Rückgang verzeichneten.
Die weltweite Produktion steigt, was den Bedarf an der wichtigsten Energiequelle mit sich bringt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die derzeitige Dynamik unterbrochen wird und sich das Öl auf das Niveau von 50 Dollar pro Barrel zu bewegen beginnt, wo es Ende Februar lag.


Was erwartet uns heute?

01.50 Uhr Zahlungsbilanz ohne saisonale Schwankungen in Japan für Mai
11.00 Uhr Veröffentlichung der EU-Wirtschaftswachstumsprognose
16.30 Uhr US-Rohölreserven


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Technology trading

Ein Kaufrausch wie unter Drogen

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07.07.2020 –Special Report. Überschwang an der Wall Street: Die US-Hightech-Börse hat neue Rekorde erzielt. Der Nasdaq Composite zog an auf 10.433 Zähler und der Nasdaq 100 kletterte auf 10.606 Stellen. Und einige Big-Tech-Aktien haben zu einem unglaublichen Höhenflug angesetzt. Dabei droht in den USA eine zweite Corona-Welle und die Wirtschaft liegt am Boden. Aber egal: Die staatliche Stütze und die Fed halten die Kurse oben. Bei erfahrenen Tradern dürften die Alarmsirenen schrillen: Das sieht doch sehr nach einer künstlichen Liquiditätsblase aus. Oder steckt doch eine fundamentale Erholung dahinter?

Krisengewinner Big Tech

Das sind doch sehr interessante Zahlen, die uns aktuell von der Hightech-Börse erreichen: Amazon hat erstmals überhaupt die Marke von 3.000 Dollar geknackt. Alphabet ist wieder zurück auf einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar. Bei beiden Firmen haben wir es mit Krisengewinnern aus der Corona-Pandemie zu tun, da aktuell viel über das Internet gekauft und gesucht wird.

Kursrakete Tesla

Und noch eine Aktie fällt ins Auge: Tesla ist auf die Marke von 1.400 Dollar gerauscht. Der E-Autobauer hat nun eine Marktkapitalisierung von 254 Milliarden Dollar erreicht. Das lassen wir uns mal auf der Zunge zergehen: Das ist ein Unternehmen, das nicht in den S&P 500 aufgenommen wird, da es nicht die Forderung der Börse nach einem positiven Netto-Einkommen erfüllt. Aktuell wäre Tesla die 15. größte Aktie im Sammelindex. Und der Konzern ist wertvoller als die Bank of America (202 Milliarden Dollar), Walt Disney (203), PayPal (208), Netflix (210), AT&T (214), Verizon (226) oder Intel (250). Bei Tesla trägt zum einen die Hoffnung auf die Durchsetzung des E-Autos. Doch da ist vor allem die Federal Reserve, die mit ihren Billionen den Markt stützt.

„Breaking Bad“ an der Wall Street

Die Hightech-Börse gleicht nach Meinung eines Brokers aktuell einem „Liquidity Meth Lab“. Investor Sven Henrich von NorthmanTrader warnte, zurzeit seien die Märkte nichts anderes als ein künstlicher Gigant, erschaffen durch die Geldspritzen der Federal Reserve. Wir ergänzen: Wenn wir bei der Labor-Analogie bleiben, dann haben wir es wie in der Kultserie „Breaking Bad“ also mit einem Methamphetamin-Labor zu tun, das Unmengen an Geld erwirtschaftet. Aber außer Drogen kein wirklich wichtiges Konsumgut produziert.

Trader warnt vor der Blase

Die Tech-Aktien sähen zunehmend gefährlich aus, das alles sei eine Blase, warnte Henrich auf CNBC. So sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Apple innerhalb eines Jahres von 16 auf über 24 gestiegen. Die PEG-Ration von Amazon (Price Earnings Growth) habe von 1,32 auf über 3,0 zugelegt. Zugleich sei der Bankenindex in diesem Jahr schon um rund ein Drittel gesunken, erläuterte der Investor.
Doch die Analyse sei an der Wall Street obsolet geworden, fundamentale Zahlen irrelevant. Die Lage der Dinge sei die: Arbeitslose und Arme seien abhängig von der staatlichen Stütze, die Mittelschicht müsse in ständiger Angst vor dem Jobverlust leben und nur die Top 1 Prozent der Milliardäre, die in Aktien stecken, würden von der Fed gesponsert. Und dies alles vor dem Hintergrund des schlimmsten wirtschaftlichen Absturzes in Dekaden.

Geld vom Staat

Tatsächlich haben mehr als 661.000 Firmen Geld aus dem Paycheck Protection Program (PPP) erhalten, wie die gerade veröffentlichten Zahlen belegen, darunter vor allem Restaurants. Diese Kredite müssen nicht an die Small Business Administration zurückgezahlt werden, wenn sie für Gehälter und Miete eingesetzt werden. Die wirtschaftliche Lage ist also in der Tat desaströs. Viel Geld floss übrigens direkt an die Wall Street. So erhielten laut dem famosen Blog „ZeroHedge“ insgesamt 1.436 Investment Advisors Gelder aus dem Paycheck Protection Program. Auch mit dieser Stütze lässt sich trefflich spekulieren und die Blase aufpumpen.

„Rocket Ship“ Economy

Wie auch immer: Es gibt auch Stimmen, die fundamental bester Dinge sind. Beispielsweise Jeff Saut, Chief Investment Officer von Capital Wealth Planning. Der ist übrigens auch ein regelmäßiger Gast beim Fernsehsender CNBC und hob gerade sein Jahresendziel für den S&P 500 um lockere 400 Zähler auf 4.000 Punkte an. Und dies, selbst falls die Fed ihre Stütze aufgeben sollte.

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Saut glaubt an den Kaufrausch der Konsumenten in der Realwelt. So dürften die Zahlen für das zweite und dritte Quartal positiv überraschen. Als Beispiel nannte er ausgerechnet die gebeutelte Gastronomie: So seien die Restaurants in New York City oder in St. Petersburg in Florida wieder voll. „The economy is doing a lot better than most of the economists think,“ Saut said. Und dann verwies der Investment Veteran auf 5 Billionen Dollar, die in Geldmarktfonds parkten. „We may stall here for a while…but I think you’re gonna get a rocket ship coming in the fall this year,“ urteilte Saut.

Blase oder Boten des Aufschwungs

Unser Fazit fällt gemischt aus: Einerseits dürften erfahrene Trader und Investoren aktuell ein Dejà Vu durchlaufen – angesichts der stellaren Bewertungen einiger Tech-Aktien sieht alles doch sehr nach der Dotcom-Blase aus den 2000ern aus. Dann könnte die Börse analog zur Entwicklung in „Breaking Bad“ auf ein böses Ende zulaufen – so starb der biedere Chemielehrer Walter White, der nach seiner Krebsdiagnose zum eiskalten Drogenproduzenten mutierte, in einem Blutbad.
Andererseits könnten die Stütze der Fed und die staatlichen Hilfsprogramme tatsächlich das Schlimmste abgewendet haben. Und dass die Leute keine Lust mehr haben auf die Quarantäne, erleben wir auch hierzulande. Vielleicht steht der große Kaufrausch erst noch bevor und die Menschen holen das verpasste Leben nach. Vor allem, falls wirksame Medikamente das Ende der Rezession einläuten. In diesem Falle wären die Tech-Aktien die frühen Vorboten des kommenden breiten Aufschwungs. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick – und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.