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Viele Fragezeichen bei Phase 1

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16.12.2019 – Special Report. Hurra – der offene Handelskrieg ist abgewendet. Washington und Peking haben am Freitag mitgeteilt, dass es einen Deal zu Phase I gibt. Die Verkündung beruhigte die Börse erst einmal. Doch einmal mehr bleiben wichtige Details im Unklaren. Was das Rückschlagspotenzial erhöht.

Das bringt Phase I

Besonders wichtig für China: Die USA hätten sich verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen, sagte Chinas Vize-Handelsminister Wang Shouwen. Auf die meisten Produkte, die bisher mit einem Satz von 15 Prozent belegt waren, will Washington in Zukunft nur noch 7,5 Prozent erheben. Chinas Präsident Xi Jinping hatte Presseberichten zufolge einen solchen Schritt von Trump verlangt, um sein Gesicht zu wahren.
Aber: Schon seit längerem gelten Strafzölle von 25 Prozent für Importe aus China im Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar. Dabei bleibt es.
Die wichtigste Tatsache ist die, dass die USA die eigentlich seit gestern vorgesehenen neuen Strafzölle auf Güter im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar abgesagt haben. Von den neuen amerikanischen Strafzöllen wären erstmals fast alle Verbrauchsgüter betroffen gewesen – etwa Computer, Videospielkonsolen und iPhones, die in China gefertigt werden. Der Wähler hätte bei den Weihnachtseinkäufen bestimmt gemurrt. Damit wären auch auf fast alle Importe aus China im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr, zusätzliche Zölle erhoben worden.

China will US-Agrargüter kaufen

Die Volksrepublik hatte ihrerseits damit gedroht, zusätzliche Abgaben auf Weizen-, Mais-, Flugzeug- und andere Importe aus den USA einzuführen. Das ist jetzt passé. Im Gegenzug erklärte sich das Reich der Mitte außerdem bereit, in großem Stil landwirtschaftliche Erzeugnisse, Industrieprodukte und Energieträger in den Vereinigten Staaten einzukaufen. Doch welche und in welcher Höhe?
Das Teil-Abkommen beinhaltet laut Vize-Handelsminister Wang zudem Kapitel über geistiges Eigentum, Technologietransfer, landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Wechselkurse. Will China etwa aufhören mit der Versenkung des Yuan?

Das sind die Mängel an Phase I

Goldman Sachs maulte, zwar zeigten die Signale mit der Senkung der Tariffs in die richtige Richtung; doch sei die jetzt vereinbarte Verringerung der Strafzölle nur die Hälfte dessen, was die Investmentbank erwartet hatte. Zudem dränge sich einmal mehr der Eindruck auf, dass technische und juristische Details noch immer nicht gefixt seien.

Tatsächlich wurde ein Text zu Phase 1 nicht veröffentlicht – es gibt ihn noch gar nicht. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte Journalisten in Washington, der Deal werde Anfang Januar auf ministerieller Ebene unterzeichnet. Zudem ist nicht bekannt, ob und wie Strafmechanismen greifen sollten, falls China wieder einmal trickst.

Weiter stellt sich die Frage, in welcher Höhe China Agro-Produkte einkaufen kann und wird. Trump erwartet, dass China 2020 Güter im Wert von 50 Milliarden Dollar importiert. Lighthizer sagte weiter, China habe versprochen, im ersten Jahr Güter im Wert von 40 Milliarden Dollar einzukaufen, und strenge sich an, dass es im Jahr darauf 50 Milliarden werden. Das wäre locker einer Vervier- respektive Verfünffachung. Doch der stellvertretende chinesische Wirtschaftsminister Wang Shouwen nannte keine konkrete Zahl. Deshalb bezweifelten schon die Analysten von Nomura das Erreichen der von den Amerikanern erwarteten Größenordnung. Tatsächlich bezifferten sich die chinesischen Einkäufe bei amerikanischen Farmern selbst im Hoch nur auf 25 Milliarden Dollar, wie das Schaubild des International Food Policy Research Institute (IFPRI) eindrucksvoll belegt.

USAgriculture

Das sind die Chancen

Das führt uns zu den kurz- und mittelfristigen Handelsszenarien für Trader und Investoren. Wenn wir alle anderen Faktoren außen vorlassen – etwa eine Kernschmelze im US-Repomarkt, ein Crash von Schuldenstaaten in der Eurozone oder eine globale Rezession, plus die Zinspolitik der Federal Reserve – dann wird der Handelsstreit wohl auf einen recht klaren Kurs einbiegen.
Alles in allem sieht das nach einem mageren Deal aus. Aber immerhin ist es einer, was die Bullen an der Börse erfreut. Somit bleibt uns die Hausse an der Wall Street wohl noch eine Weile erhalten. Vor allem, da dies der zweite Handelserfolg für Trump in kurzer Zeit ist: Gerade erst hatte er die Demokraten im US-Repräsentantenhaus dazu bewegt, dem reformierten Handelsabkommen USMCA zwischen den USA, Mexiko und Kanada zuzustimmen. Auch bleiben wegen der besseren Exportaussichten nun chinesische Indizes eher Investments auf der Long-Seite.

Gleiches gilt für den Yuan. Da US-Strafzölle wegfallen und sich China halbgar dazu verpflichtet hat, gibt es für Peking wenige Gründe, die chinesische Währung nach unten zu manipulieren und die heimische Mittelschicht zu verärgern.

Wenn Sie CFD handeln, sollten Sie zudem die Futures auf Schweinebäuche und Soja im Auge behalten. Ungeachtet der Frage, ob die 50 Milliarden erreicht werden, oder nicht spricht einiges für Zukäufe aus China. Denn die Schweinepest grassiert, die hohen Preise in China sind ein Faktor für einen verstärkten Import von Fleisch; und falls China die Nachzucht hochfährt, dürfte die Nachfrage nach Soja anziehen. Wenn China außerdem Energie in den USA einkauft, könnte dies für ein Investment in US-Shale-Driller sprechen.


Pump and Dump in Phase I

Das gerade beschriebene Szenario wird natürlich obsolet, falls der Deal doch noch platzt. Doch vor der Wahl darf die Börse nicht einbrechen – das würde Probleme für die Pensionsfonds bringen und damit die Wähler verärgern. Ergo ist die gleiche Hinhaltetaktik wie in den vergangenen Monaten angesagt. Erwarten Sie also immer wieder Erfolgsmeldungen aus Washington, vor allem nachdem die Börse zurückgesetzt hat. Unterbrochen jedoch von kritischen Trump-Tweets, wenn die Wall Street überschäumt und/oder die Chinesen nicht spuren, wie gewollt. Mit den weiter bestehenden Strafzöllen behalten die USA ja ein Druckmittel in der Hand – zudem könnten die USA die zur Seite gelegten Zölle wieder reaktivieren. Dieses von ZeroHedge netterweise zusammengestellte Muster konnten Sie zuletzt schon gut beobachten.

$SPX Chart

Schwierige Phase II

Trump will nun auch umgehend über Phase II verhandeln. Wir bezweifeln, dass es 2020 damit etwas wird. Denn hier geht es um den eigentlichen Kern im Handelskrieg: Das chinesische Geschäftsmodell des Copy and Paste – also um den Diebstahl geistigen Eigentums. Die staatlich verordnete oder geduldete Industriespionage chinesischer Firmen im Ausland wird Peking mit Sicherheit nicht einstellen. Gleiches gilt für Staatsaufträge, die nur an chinesische Firmen vergeben werden. Xi hat sich bisher strikt geweigert, das Subventionsprogramm zum Ausbau künftiger Schlüsseltechnologien zu stoppen.

Erst 2021 geht es ans Eingemachte

Wir vermuten, dass es erst nach der Präsidentschaftswahl und der hälftigen Neubesetzung des Kongresses wirklich rund geht. Da sich die Demokraten mit dem Impeachment-Theater gerade selbst vernichten dürften die Republikaner die Mehrheit im Kongress erringen. Und dann dürfte Trump mit der Rückendeckung des Kongresses die harten Bandagen gegen China anziehen.
Ab November 2020 könnte uns also eine heftige Baisse an der Wall Street und ergo auch im DAX drohen – und eine Hausse bei Gold, dem üblichen sicheren Hafen. Doch bis dahin ist es ja noch eine Weile hin. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments – wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading Background

Die Börse applaudiert dem China-Deal

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16.12.2019 – Daily Report. Um die lästigen Details kümmern wir uns später – jetzt wollen wir erstmal ein wenig feiern. Nach dieser Devise begrüßt der Markt den mit vielen Fragezeichen versehenen Zoll-Deal zwischen Peking und Washington. Die Wall Street markiert neue Verlaufshochs, setzt dann aber zurück. Der DAX zieht am Montag an.

Frankfurt zieht an

Zum Wochenstart legte der DAX um 0,6 Prozent zu auf 13.358 Zähler. Die Futures auf den Dow zogen um 0,2 Prozent an, der Kontrakt auf den S&P 500 gewann 0,4 Prozent. Dass die Anleger angesichts des Zoll-Deals aber erste Zweifel beschlichen, belegte der deutsche Börsen-Indikator aber am Freitag: Der DAX markierte bei 13.423 Zählern ein neues Jahreshoch, fiel aber bis zum Handelsschluss auf 13.283 Zähler zurück.

Skepsis in Sachen Zoll-Deal

Das ist kein Wunder, denn der Zoll-Deal lässt einige Fragen offen. Fakt ist dies: Beide Regierungen teilten am Freitag mit, dass Amerika im Zuge der Vereinbarung einen Teil seiner bestehenden Strafzölle auf chinesische Warenlieferungen halbiert. Die wichtigste Tatsache ist, dass die USA die eigentlich seit gestern vorgesehenen neuen Strafzölle abgesagt haben. Im Gegenzug erklärte sich Peking bereit, in großem Stil landwirtschaftliche Erzeugnisse, Industrieprodukte und Energieträger in den Vereinigten Staaten einzukaufen.
Weder wurde aber ein Text zu Phase 1 veröffentlicht – es gibt ihn wohl noch nicht. Noch gab es folgerichtig eine offizielle Unterzeichnungszeremonie zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping.

Keine klare Tendenz in Asien

Den Anlegern in Japan reichte das nicht – sie nutzten den Montag für Gewinnmitnahmen. Der Nikkei 225 schloss 0,3 Prozent schwächer bei 23.952 Zählern. Der japanische Leitindex war am Freitag wegen der Aussicht auf das Teilabkommen auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr geklettert. Der chinesische CSI-300 zog dagegen am Montag um 0,5 Prozent an auf 3.988 Stellen. Für Kauflaune sorgten auch die Daten zur Industrieproduktion und zum Umsatz im Einzelhandel. Der Yuan stieg auf 6,98 zum US-Dollar.

Öl und Euro legen leicht zu

Verhalten optimistisch zeigten sich die Anleger in anderen Märkten. Zum einen verteuerte sich Brent in der Hoffnung auf einen Stimulus für den weltweiten Handel um 1 Prozent auf 65,32 Dollar; WTI gewann ebenfalls 1 Prozent auf 60,17 Dollar. EURUSD zog am Montagvormittag an auf 1,1150. Die Feinunze Gold wurde dagegen unverändert bei 1.476,22 Dollar umgesetzt.

Zögern in New York

Die Anleger in New York griffen am Freitag erst zu, um es sich dann anders zu überlegen. So stand zunächst jeweils ein neues Verlaufshoch bei Dow Jones und S&P 500, Nasdaq Composite und Nasdaq 100 an. Doch dann setzten Verkäufe ein: Der Dow-Jones-Index schloss faktisch unverändert bei 28.135 Punkten. Der S&P 500 ging ebenfalls fast unverändert bei 3.169 aus dem Handel. Der Nasdaq Composite gewann immerhin 0,2 Prozent auf 8.735 Stellen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Montag einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst wird um 14.30 Uhr der Empire State Index für Dezember gemeldet.

Um 15.45 Uhr folgt der Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste für Dezember.

Und um 16.00 Uhr läuft der NAHB-Index ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Brexit wird bis zum 31. Dezember 2019 stattfinden? Was kommt als nächstes?

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Gold   1476,60
(+0,05%)

EURUSD   1,1135
(+0,17%)

DJIA   28183,50
(+0,12%)

OIL.WTI  59,79
(+0,15%)

DAX   13307,68
(+ 0,01%)

Wie wir im Newsletter der vergangenen Woche festgestellt haben, war der wichtigste Antrieb für Sterling die Parlamentswahl in UK. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden die Ergebnisse bekannt gegeben. Trotz der Skepsis der Analysten gewannen die Konservativen unter der Leitung von Boris Johnson die Mehrheit im Parlament. Das bedeutet, dass sie in der Lage sein werden, eine eigene Regierung zu bilden, ohne Koalitionen mit anderen Parteien einzugehen.

GBP/USD Tages-Chart

trading-chart-16.12.2019

Dies ist der größte Erfolg der Tories der letzten 30 Jahre. Und diese Partei sagt nun mit Sicherheit, dass die parlamentarische Mehrheit für den Austritt Großbritanniens aus der EU stimmen wird.
Ist es vorbei? Nein! Eigentlich fängt es gerade erst an! Ja, das britische Volk hat genug von der Unsicherheit. Die kommende Gewissheit verbirgt jedoch viele Probleme, die noch nicht klar ist, wie sie zu lösen sind.
Erstens sprechen wir über die Visapolitik in Bezug auf EU-Bürger und Handelsabkommen. Möglicherweise werden wir im nächsten Jahr mit einem starken Rückgang der Produktion im Vereinigten Königreich und einem Rückgang des BIP um 2-3% konfrontiert sein. Natürlich wird dies einen großen Schock für die Wirtschaft darstellen. Alles muss bezahlt werden. Und es wird eine Zahlung für die Fähigkeit des Landes sein, unabhängige Entscheidungen zu treffen, ohne Rücksicht auf andere EU-Länder.

EUR/USD

Sehr interessanter Freitag war für Euro/Dollar. Am Morgen durchbrach das Paar schließlich die 200-tägige einfache gleitende Durchschnittslinie von unten nach oben. Wie schon am Vortag drehte der Euro jedoch nach unten und schloss die Woche unter diesem kritischen Widerstand.
Wenn wir uns die Situation im Zeitrahmen des ersten Halbjahres ansehen, können wir sehen, dass die positiven Nachrichten und dann die negativen fast identisch mit der Entwicklung des Pfunds gegenüber dem US-Dollar sind.

GOLD

Trotz vieler positiver Entwicklungen, sowohl von der Seite der Wahlen in Großbritannien als auch von der Seite der Verhandlungen zwischen China und den USA, wuchs Gold am Freitag. Die Dynamik steht im krassen Gegensatz zu dem, was wir in den positiven Nachrichten der letzten 2 Monate gesehen haben. Vielleicht ist das Goldmetall bereits abgefallen und es gibt niemanden, der es auch nur vor einem so negativen Hintergrund für Goldnachrichten verkaufen kann.

Was erwartet uns heute?

03.00 Industrieproduktion in China im November
09.30 Zusammengesetzter Geschäftsaktivitätsindex in Deutschland für Dezember
10.00 Zusammengesetzter Index der Unternehmenstätigkeit in der EU für Dezember
10.30 UK Services Business Activity Index Dezember
15.45 U.S. Manufacturing PMI Index für Dezember

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Traders Daily Chart

China-Hausse – Brexmas-Rallye – Repo-Rettung

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13.12.2019 – Daily Report. Welch ein grandioser Tag für bullishe Trader: Der Zoll-Deal zwischen China und den USA ist offenbar abgeschlossen. Die Wall Street feiert neue Rekorde, der DAX markiert ein Jahreshoch. Außerdem fährt der britische Premier Boris Johnson einen historischen Sieg ein – das Pfund zischt davon. Und weitgehend unbeachtet von den hiesigen Mainstream-Medien pumpt die Federal Reserve ihre Finanz-Speicher voll. Die USA stehen vor der größten Liquiditätsinjektion im Repo-Markt aller Zeiten: 500 Milliarden Dollar sollen den Crash zum Jahresende verhindern.

Jahreshoch in Frankfurt

Glory Days! Das sieht doch jetzt sehr nach einer verschärften Jahresend-Rallye aus: Der DAX markierte zum Handelsbeginn am Freitag ein neues Jahreshoch bei 13.408 Punkten. Zuletzt hielt sich der deutsche Leitindex mit 1,3 Prozent im Plus bei 13.387 Zählern. Damit rückt das Allzeithoch bei 13.596 Punkten wieder näher. Kein Wunder, die wichtigsten Bremsklötze für die Börse sind nun beseitigt. Vor allem im Zollstreit zwischen China und den USA sieht es doch nun sehr nach einer Entspannung aus.

Phase 1 soll kommen

Nach Schluss der Wall Street berichtete Bloomberg, dass ein Deal abgeschlossen werde. Dann zog CNBC nach und auch die „Washington Post“. Demnach werden die für den 15. Dezember geplanten US-Strafzölle verschoben, bestehende Zölle sollen halbiert werden. China habe versprochen, in großem Stil US-Agrargüter einzukaufen. Zudem soll es einen Strafmechanismus geben. Die Sache ist zwar noch nicht offiziell verkündet und wohl auch noch nicht in einen vertraglichen Rahmen gegossen. Dass die Details nicht bekannt sind und sich Peking vielleicht herauswindet, ignorierte der Markt ebenfalls. Egal – bekanntlich sollten Sie sich nicht gegen Mr. Market stellen, wenn Sie CFD oder online Aktien handeln. Dennoch sollten Sie regelmäßige Markt-Updates im Blick und eine mögliche Enttäuschung im Hinterkopf behalten – wie so oft in dieser Angelegenheit.

Asienbörsen ziehen an

Zunächst griffen die Anleger in Asien aber zu. Der Nikkei in Tokio kletterte um 2,6 Prozent auf 24.023 Zähler. In Hongkong legte der Hang Seng ebenfalls 2,6 Prozent zu auf 27.688 Stellen. Der chinesische CSI-300 zog um rund 2 Prozent an auf 3.968 Zähler.

Rekordjagd in New York

Freude herrschte nach den China-News auch an der Wall Street. Fette Beute für die Bullen lieferte US-Präsident Donald Trump via Twitter: „Kommen einem großen Deal mit China sehr nahe. Sie wollen ihn und wir auch!“ Das Ergebnis: Verlaufshoch im Dow und im S&P 500, Schlussrekord im S&P 500 – dito beides bei Nasdaq Composite und Nasdaq 100. Konkret gewann der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,8 Prozent auf 28.132 Punkte, nachdem er im Handel einen neuen Rekord bei 28.225 Punkten erzielt hatte. Der S&P 500 kletterte um 0,9 Prozent auf 3.169 Stellen. Und der Nasdaq 100 zog um 0,8 Prozent an auf 8.467 Zähler.

Sterling und Midcaps explodieren

Told you so: Wie in unserem Special Report prophezeit, zischt das britische Pfund nach dem überwältigenden Wahlsieg der Tories in Großbritannien davon. Das Pfund zog im größten Sprung seit März 2009 an auf 1,3516 Dollar. GBPEUR verteuerte sich bis auf 1,2082. Natürlich setzten Gewinnmitnahmen ein. Doch nicht nur der Devisenmarkt, auch die Börse feierte. Der britische Midcap-Index FTSE 250 schoss zuletzt um 4 Prozent auf 21.617 Stellen nach oben.
Wie es zuletzt aussah, werden die Tories 364 (+48) der 650 Sitze im House of Commons und damit eine komfortable absolute Mehrheit erobern. Labour (203 Sitze / -59) erhielt an der Urne die Quittung für die Dauer-Sabotage im Brexit. Der größte Sieg für die Konservativen seit Margaret Thatcher – merry Brexmas!

Die Fed pumpt 500 Milliarden in den Markt

Und zu guter Letzt noch ein weiteres Finanz-Highlight: Die New York Federal Reserve stockt die Repo-Arsenale auf – und fährt ihre Auktionen an Übernacht-Krediten zwischen dem heutigen 13. Dezember und dem 14. Januar 2020 in einer verschärften Serie von Auktionen kräftig nach oben. Wie die NY Fed gerade bekanntgab, läuft eine große Overnight-Auktion über 120 Milliarden heute, zwei weitere besonders fette Tender stehen mit 150 Milliarden und 120 Milliarden Dollar an und nach Silvester an. Finanzmarkt-Experte Scott Skyrm von Curvature Securities kommentierte: „Massive“. (..) The largest series of RP operations ever! (…) All total, I count the Fed committed to pump $500 billion in the Repo market over year-end.“
Fast scheint es, als hätte die Federal Reserve unseren gestrigen Report zur Repocalypse Reloaded gelesen. Hat sie natürlich nicht, das wäre zu viel der Ehre. Doch die Währungshüter reagierten mit Sicherheit auf die Untergangswarnungen des Repo-Papstes Zoltan Pozsar von der Credit Suisse. Der hatte wegen des am Montag anstehenden Steuertermins und den Basel-Regeln für systemrelevante Banken zum Jahresende vor einem Austrocknen der Liquidität und einer Flucht in Treasurys gewarnt – was zu einem Kollaps von Hedge Fonds und einem Crash an der Börse führen könnte. Der Untergang scheint also abgewendet…

Das bringt der Tag

Der Freitag bringt noch einmal zwei große Termine, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

In den USA werden um 14.30 Uhr die Einzelhandelsumsätze für November gemeldet.

Um 16.00 Uhr folgen die Lagerbestände für Oktober.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Weekend!


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Morning Stock News

Steht ein Handelsabkommen mit China kurz vor dem Abschluss?

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Gold   1467,47
(-0,15%)

EURUSD   1,117
(-0,11%)

DJIA   28255,50
(+0,45%)

OIL.WTI  59,35
(+0,24%)

DAX   13258,52
(+ 0,01%)

Die Hauptnachricht des Tages kam wieder über Twitter von US-Präsident Donald Trump. „Die USA sind sehr nahe an einem großen Deal mit China“, schrieb der amerikanische Staatschef. Wir wissen jedoch nicht, ob es wahr ist. Der US-Dollar schoss mit dieser Nachricht in den Himmel, nachdem er gegenüber allen Währungen stark gestiegen war.

EUR/USD Tages-Chart

trading-news-12.12.2019

Auf der positiven Seite wachsen die Aktienmärkte weltweit und die Rohstoffpreise. Das Wichtigste ist, dass der nächste Teil des Positiven nicht zu einem weiteren und wachsenden Negativ führt, wenn wir nach dem Wochenende hören, dass es wieder neue Probleme in den Verhandlungen gibt.

EUR/USD

Sehr interessantes technisches Bild beim Euro/Dollar. Beachten Sie den obenstehenden Tages-Chart. Zum ersten Mal seit Juni liegt der Preis nahe an der 200-Tage-Linie und prallte wie ein Pinpongball zurück.
Und das vor dem Hintergrund der Aussage der neuen EZB-Vorsitzenden Christine Lagarde, dass die Verlangsamung der Wirtschaft im Euroraum gestoppt sei. Auf jeden Fall ist das Paar seit dem Tiefpunkt im Oktober bereits um 300 Punkte gestiegen, und die Korrektur ist absolut normal. Heute begann es mit grundlegenden und technischen Faktoren.

GOLD

Gold reagierte traditionell mit einem Rückgang der Handelsspannung, obwohl es in der ersten Tageshälfte gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen stetig wuchs. Eine Reihe von Stopps wurden entfernt, aber die Auflösung erwies sich als falsch, das Goldmetall kehrte in den Korridor zurück, der sich seit Anfang November 2019 gebildet hatte.

INDIZES

Der amerikanische Aktienmarkt hat neue historische Höchststände erreicht. Die Anleger haben den starken Rückgang der ersten beiden Handelstage im Dezember bereits vergessen. Die Schale fällt nicht zweimal in den gleichen Trichter, so dass fast niemand eine Wiederholung vom Dezember letzten Jahres voraussieht. Im Gegenteil, bis zum Ende des Jahres bleibt noch genügend Zeit und die Weihnachtsrallye ist in vollem Gange.

Was erwartet uns heute?

Gipfel der EU-Führungskräfte
09.00 Uhr Rede von EZB-Vizepräsident De Gindos
14.30 Einzelhandelsumsätze in den USA im November

 


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Crash

Repocalypse Reloaded – ab Montag droht der Crash

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12.12.2019 – Special Report. Kommende Woche wird es spannend: Die Repocalypse vom September könnte sich wiederholen. Und auch die Dezember-Baisse an der Börse vom Vorjahr. Nur weit schlimmer als zuvor. Denn wenn eine Finanzmarkt-Legende Recht behält, werden viele Banken Cash einsetzen, um Bonds zu kaufen. Was den Interbanken-Markt wieder austrocken wird. Und letztlich klamme Akteuren zum großen Ausverkauf zwingen dürfte. Nur die Fed könne das Desaster mit einem vierten Quantitative Easing stoppen.

Countdown to QE4?

Zoltan Pozsar ist nicht irgendwer. Der Ungar gilt als einer der wichtigsten Architekten des modernen Repurchasing-Marktes und hat für die New Yorker Federal Reserve und das US Treasury gearbeitet. Gerade veröffentlichte er für seinen aktuellen Arbeitgeber Credit Suisse einen hoch komplizierten Brandbrief. Seinen Newsletter Global Money Notes #26 betitelte er „Countdown to QE4?“. Vereinfacht ausgedrückt warnte er darin vor einem Worst Case am Finanzmarkt – und einer Kernschmelze, die vom Repo-Markt ausgehe, also vom Interbanken-Markt für Übernacht-Kredite. Diese könne sich über den Forex-Swap-Markt und Treasurys bis zur Wall Street vorarbeiten. Und letztlich werde nur die Fed das Desaster stoppen können.

Schon diesen Montag wird es spannend

Der Startschuss zur Apokalypse könnte schon am Montag abgefeuert werden. Dann steht wieder der vierteljährliche Steuertermin für die Überweisung ans Finanzamt an – und die Banken brauchen Cash, das sie dann nicht mehr nicht verleihen können. Wir erinnern uns, dass der Repomarkt zuletzt nach dem 16. September eingefroren war. Der Zins explodierte binnen Minuten von rund 2 auf 10 Prozent. Vor drei Monaten hatte vor allem JP Morgan die Leihe eingestellt. Das Problem: JPMorgan ist einer der größten Darlehensgeber im Markt für kurzfristige Overnight-Kredite. Die „Financial Times“ konstatierte außerdem eine große strategische Neuausrichtung bei der Bank.

G-SIB und der Silvester-Crash

Presseberichten zufolge hat JP Morgan 350 Milliarden Dollar in Treasurys umgeleitet und damit den Cash-Drain ausgelöst. Solch ein Schritt wird ausgerechnet durch die Regulierer forciert, denn die errechnen zum letzten Tag des Quartals die sogenannte G-SIB-Surcharge. Diesmal also an Silvester. G-SIBs sind Globally Systematically Important Banks. Das Basel Committee for Bank Supervision verlangt von den G-SIBs einen höheren Anteil (> Surcharge) an sicheren Reserven, wenn sie stark in riskanten Assets engagiert sind. Da Treasurys als sichere Anlagen gelten, hat JP Morgan eben in großem Stil Bonds gekauft. Auch Goldman Sachs gilt als große Adresse, die ihre GSIB-Surcharge reduzieren muss.

GSIB
Und damit könnte zum Jahresende eine verheerende Dynamik einsetzen: Um die G-SIB-Scores zu senken, könnten die wenigen Akteure mit Reserven wieder Cash abziehen und sichere Assets kaufen. Ein solches Szenario preist der Markt laut Pozsar noch nicht ein.

Diesmal ist es noch viel schlimmer

Leider könne diesmal alles viel schlimmer werden als im Vorjahr, denn es gibt laut dem Experten der Credit Suisse drei große Unterschiede zu Ende 2018: 1) Große US-Banken hatten vor einem Jahr noch Cash-Reserven, die hätten sie jetzt nicht mehr. Voriges Jahr waren die Bargeld-Bestände der Banken noch um 100 Milliarden Dollar höher, assistierte das Finanzblog ZeroHedge. Alles in allem sei die Feuerpower der Banken drastisch gesunken.

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2) Ende 2018 habe ein Absturz der Euquities um 20 Prozent laut Pozsar den G-SIB-Score reduziert – diesmal aber nicht. Wir erinnern daran, dass die Börse zuletzt stets neue Allzeit-Hochs markiert hat. Höhere Aktienkurse bedeuten auch einen höheren GSIB-Score. 3) Voriges Jahr hatten die Banken ihre Reserven noch in komplexe Trades wie FX Swaps gesteckt, wobei schon voriges Jahr die Repo-Rate am 31. Dezember auf 6,5 Prozent davon schoss. Wenn es nun keinerlei Reserven mehr gibt, wird es auch keine frische Liquidität über Devisen-Swaps geben. Und die Repo-Rate könnte einmal mehr vom Basiswert um die 2 Prozent in ungeahnte Höhen abzischen.

Hier kommt der Crash

Und damit droht Gefahr aus dem Repo-Markt. Eine der Strategien großer Hedge Fonds ist es laut ZeroHedge, US-Treasuries zu kaufen und dagegen Derivate-Kontrakte wie Zins-Futures zu verkaufen, um die Arbitrage einzustecken. Das Problem: Große Hedge Funds wie Millenium, Citadel und Point 72 besorgen sich ihre Margin über den den Repo-Markt. Wenn aber die Liquidität austrockne, müssten diese Akteure ihre Bestände dringend verkaufen. Gerade hat auch die Bank for International Settlements gewarnt, der US-Repo-Markt hänge vor allem an vier großen Banken. Und als die im September ihr Geld einfroren, habe die Fed auf einmal vor mehreren LTCMs gestanden. Wir erinnern uns: Der Hedge Fonds Long Term Capital Management bedrohte mit seiner Schieflage 1998 das internationale Finanzsystem.

Gitadel

Doppelschlag gegen den Markt

Das Fazit: Der Markt könnte in Kürze einem Doppelschlag ausgesetzt sein. Im Worst-Case-Szenario von Pozsar kaufen einerseits Marktakteure zu viele Collaterals wie Treasuries und stellen dem Interbanken-Markt keine Cash-Reserven zur Verfügung. Anderseits müssen Adressen, die dringend Bargeld brauchen, ihre Bestände loswerden. Nach Treasurys sind Aktienreserven die großen Verkaufskandidaten. Wir meinen: Oder aber einige Fonds oder Banken kippen um.

Will eine Großbank den Crash?

Sollte die Fed die Kontrolle über die in einem Cash-Drain neuerlich davon schießenden Overnight-Repo-Raten verlieren und der Crash einsetzen, kann sie laut Pozsar nur zwei Dinge tun: Erstens ausländische Banken dazu ermutigen, sich in FX-Swaps zu engagieren, um frisches Geld in den Markt zu pumpen. Oder zweitens ab sofort US-Staatsanleihen aufkaufen. Nur diese zweite Option werde laut Pozsar funktionieren und letztlich nichts anderes sein als ein QE4. Das Teuflische: Pozsar berichtet, mindestens eine große US-Bank lege es durch eine Fehlpreisung im Forex-Swap-Markt auf einen Zusammenbruch des Cash-Marktes an, um die Fed zu QE4 zu zwingen. Somit ist laut Pozsar der Kauf von US-Treasurys nichs anderes als eine legale Frontrunning-Strategie.

Die Fed ist alarmiert

Und wenn Ihnen das alles als weltfremd vorkommt, dann hier zwei kleine Hinweise: Die Wall Street nimmt die Angelegenheit durchaus ernst. Auf die Frage eines Journalisten antwortete Fed-Chef Jerome Powell gestern betont ruhig, aber überraschend: Die Fed sei auch offen gegenüber Coupon-Käufen. Das wäre ein Novum. Und noch ein Blick in die Geschichte: Am 5. September 2008 fror der Repo-Markt in den USA komplett ein. Zehn Tage später war Lehman Brothers Geschichte und die Welt rutschte in eine gigantische Finanzkrise. In diesem September hat die Fed die Lage durch Repo-Auktionen beruhigt – die Frage ist, ob das weiter klappt, wenn wirklich alles schlimmer ist, als zuvor.
Unser Fazit: Wer den Warnungen des Repo-Papstes Pozsar folgt, wird subito zumindest einen Teil seiner Reserven in Short-Positionen auf US-Indizes sowie den DAX oder Treasuries investieren. Und das Geld in Long-Positionen umschichten, sobald die Federal Reserve wirklich ein QE4 starten sollte. Wer glaubt, dass die Fed einen Liquidity-Crunch vorab etwa über verstärkte Repo-Auktionen unterbindet, oder dass Poszar falsch liegt, der lehnt sich entspannt zurück. Die Bernstein-Bank wünscht erfolreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Business Candlestick

Der DAX zieht moderat an

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12.12.2019 – Daily Report. Die Fed hat gesprochen, nun ist die EZB dran. Und die Briten gehen zur Wahl. Vor der großen Zollentscheidung am Sonntag greifen die Anleger moderat zu. Gibt es bis dahin einen Phase-1-Deal oder werden die USA neue Strafzölle erheben? Zuletzt sah es wieder ein wenig mehr nach einer Entspannung des Konflikts aus.

Frankfurt leicht im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstagvormittag verhalten optimistisch gezeigt. Der DAX zog 0,4 Prozent an auf 13.202 Stellen. Die Futures auf Dow Jones und S&P 500 gewannen je 0,2 Prozent. Wenn es stimmt, was die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, dann erscheinen neue Zölle am 15. Dezember eher unwahrscheinlich.

Nur ein Trump-Berater für neue Strafzölle

US-Präsident Donald Trump will sich laut Reuters wohl am heutigen Donnerstag mit seinen engsten Beratern treffen, um über die am Sonntag eigentlich fälligen neuen Strafzölle zu beraten – zur Debatte stehen Tariffs auf Güter im Wert von 160 Milliarden Dollar, darunter auf Smartphones und Spielwaren. Trump werde den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, Finanzminister Steven Mnuchin sowie die Wirtschaftsberater Larry Kudlow und Peter Navarro treffen. Allerdings ist der Meldung zufolge Navarro der einzige, der sich explizit für eine härtere Gangart einsetzt. Kudlow und Mnuchin seien strikt dagegen. Lighthizer hoffe, er habe genug Argumente, um Zölle zu verhindern. Die endgültige Entscheidung werde aber Trump treffen.

Derweil meldete die „New York Times“ ein Detail, das ins Bild passt. Navarro habe unter dem Decknamen Ron Vara ein Memo in Washington herum gemailt, in dem er sich für höhere Zölle einsetzt, um China zu strukturellen Änderungen zu zwingen. Darin heißt es weiter, es gebe eine Menge Diskussionen über den Zoll-Deal.

Wir meinen: Sollte Trump doch neue Strafzölle gegen China verhängen, dann wird es an der Wall Street und in Frankfurt kräftig rumpeln. Falls die USA einknicken und die Zölle unter Hinweis auf die erreichten großartigen Fortschritte aufweichen oder verschieben, dürfte die Börse moderat anziehen. Sollte China entweder vor oder kurz nach der Deadline in die Knie gehen und wie gefordert öffentlich Mega-Einkäufe bei US-Landwirten versprechen, was die neuen Strafzölle unnötig werden lässt, dann werden die Kurse kräftig nach oben schießen.

Abwarten in Asien

Die Börsen in Asien zeigten sich am Morgen ohne eindeutige Tendenz. In China gab der CSI-300 um 0,3 Prozent nach auf 3.891 Zähler. In Japan legte der Nikkei 0,1 Prozent zu auf 23.425 Punkte. In Hongkong zog der Hang Seng um 1,3 Prozent an auf 26.994 Stellen.

New York verhalten optimistisch

Die Wall Street hatte am Vorabend gut behauptet geschlossen. Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent auf 27.911 Zähler. Der marktbreite S&P 500 rückte 0,3 Prozent vor auf 3.141 Stellen. Und der Nasdaq Composite zog sogar 0,4 Prozent an auf 8.654 Stellen.

Die Fed hält wie erwartet still

Die Broker hakten die Zinsentscheidung der Federal Reserve zufrieden ab. Denn wegen der guten Wirtschaftsdaten und der niedrigen Arbeitslosigkeit hat die Federal Reserve ihren Leitzins unverändert im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen. Bei ihren vorigen drei Sitzungen seit Juli hatte die Fed den Leitzins um je 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Broker warten auf die EZB

Nun ist die Europäische Zentralbank dran – heute läuft die erste Zinssitzung in Frankfurt unter der Leitung ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde. Kaum jemand erwartet eine Änderung im Leitzins, der auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt.

Bibbern bei Sterling

Beim britischen Pfund wird es heute Abend spannend: Ab 22.00 Uhr dürften die ersten Exit Polls zur Wahl im Unterhaus einlaufen. Zuletzt sah es doch nicht mehr so rosig für die Torys aus, denn laut der statistischen Fehlerstreuung der wichtigen Meinungsumfrage von YouGov könnte Premier Boris Johnson die absolute Mehrheit von 320 Sitzen doch noch verfehlen. Johnson will Großbritannien am 31. Januar aus der Europäischen Union herauslösen. Labour hat für den Fall eines Wahlsiegs ein zweites Referendum in Sachen Brexit angekündigt. Bei unklaren Mehrheitsverhältnissen wäre also heftige Volatilität bei GBPEUR garantiert.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am heutigen Donnerstag einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Der erwähnte EZB-Zinsentscheid läuft um 13.45 Uhr ein. Die Pressekonferenz ab 14.30 Uhr könnte neue Impulse für EURUSD bringen.

Um 14.30 Uhr werden die US-Erzeugerpreise gemeldet.

Zeitgleich laufen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Fed wünscht uns einen ruhigen Silvesterabend!

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Gold   1473,80
(-0,06%)

EURUSD   1,1139
(+0,06%)

DJIA   27949,50
(+0,10%)

OIL.WTI  58,92
(+0,26%)

DAX   13138,01
(+ 0,01%)

Das kommt mir in den Sinn, nachdem die Ergebnisse der Fed-Sitzung veröffentlicht wurden. Natürlich war jedem klar, dass der Zinssatz unverändert bleiben würde. Die Anleger interessierten sich mehr dafür, ob sich der Ton der Fed-Politik ändern würde, ebenso wie die Zukunftsprognosen.

DAX30 Chart des Tages

trading-news-11.12.2019 (2)

Alles ist völlig unverändert. Die zukünftige Inflation, das zukünftige US-BIP und die zukünftigen Zinssätze haben sich nicht verändert.

EUR/USD

Der Euro ist zum dritten Mal in Folge gestiegen und liegt über den Höchstständen der vergangenen Woche. Ob das Euro-Dollar-Paar weiter ansteigt, wird nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank klar sein.

GOLD

Gold legte rund $10 zu, die Bullen sahen keine Signale für eine Straffung der Geldpolitik und betrachteten sie als positiven Faktor.

INDIZES

Die vollständige Einhaltung der Erwartungen (Ergebnisse der Sitzung des Federal Reserve Board) wurde auch von den Aktienmärkten positiv aufgenommen. Was brauchen Investoren? Das ist richtig! Stabilität und Sicherheit. Am Mittwochabend bekamen sie genau das, was sie wollten.
Und natürlich ist das Hauptereignis dieser Woche der Börsengang von Aramco. Nach einer langen Vorbereitung brachte Saudi-Arabien das weltweit größte Unternehmen in Bezug auf die Kapitalisierung, das sich mit der Produktion und dem Verkauf von Öl beschäftigt, an die Börse. Am ersten Handelstag stieg der Aktienkurs um 10% und der Wert des Unternehmens erreichte fast 1,9 Billionen US-Dollar.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur 1,5% der Aktien der Gesellschaft während des Börsengangs an Investoren verkauft wurden. Der Rest liegt in den Händen der saudiarabischen Behörden. Der gesamte Erlös aus der Platzierung wird für Projekte im Zusammenhang mit der Diversifizierung des Ölgeschäfts verwendet.

Was erwartet uns heute?

08.00 Harmonisierter Verbraucherpreisindex Deutschland
09.30 Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank über den Zinssatz
13.45 Zinsentscheid der EZB
14.30 Pressekonferenz des EZB-Präsidenten

 


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Finance

Der DAX zögert

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11.12.2019 – Daily Report. Nach einem dramatischen Dienstag versucht die Börse am Mittwoch erfolglos die Erholung. Der deutsche Leitindex pendelt seitwärts. Einmal mehr sorgen widersprüchliche Meldungen über eine Annäherung im Zollstreit zwischen China und den USA für Zurückhaltung. Und auch wegen der Fed bleibt der weltweite Handel vorsichtig.

Den DAX verlässt der Mut

Erst sah es nach einer Erholung aus. Doch zuletzt gab der deutsche Leitindex seine frühen Gewinne wieder ab. Der Indikator notierte 0,1 Prozent fester bei 13.087 Punkten. Gestern rutschten die Kurse nach einem mauen Start ab und sanken bis auf 12.887 Zähler. So schwach hatte der DAX zuletzt am 31. Oktober notiert. Dann zog der Index wieder nach oben und die Verluste reduzierten sich auf 0,3 Prozent. Interessanterweise drehte der deutsche Börsenindikator gestern ziemlich genau auf der 50-Tage-Linie, die bei 12.891 Zählern verläuft. Wieder einmal ist also auf die Basics der Chartanalyse Verlass.

Hin und Her im Zollstreit

Der Grund für die gestrige Kehrtwende war eine Meldung des „Wall Street Journal“. Demnach könnte der für Sonntag terminierte Start weiterer US-Strafzölle auf chinesische Waren möglicherweise aufgeschoben werden. Das Blatt berief sich auf Mitglieder der chinesischen und der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Ferner soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben – also keinen Zeitdruck.
Dagegen dämpfte Wirtschaftsberater Peter Navarro auf Fox News die Erwartungen. Der als Hardliner bekannte Navarro sagte, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Dezember-Zölle nicht in Kraft treten. Er ergänzte, es liege an den Chinesen, ob es einen Deal gebe oder nicht. Auch White House Chief of Staff Mick Mulvaney bestätigte, die Zölle hingen davon ab, wie sich die Verhandlungen entwickeln und schob immerhin ein, dass diese „pretty good“ verliefen. Wahrscheinlich wird das Ringen um einen Zoll-Deal bis zur Deadline am Sonntag anhalten. Volatilität ist also garantiert – gut für Sie, wenn Sie CFD handeln.

Abwarten in Asien

Vor diesem Hintergrund hielten sich die Anleger in Tokio im Seitenaus. Der Nikkei verlor 0,1 Prozent auf 23.392 Punkte. Der chinesische CSI-300 schloss nahezu unverändert mit 3.903 Punkten.

Zurückhaltung in New York

Der Handel verlief in New York verlief weitgehend undramatisch. Der Dow Jones schloss am Dienstag 0,1 Prozent tiefer bei 27.882 Zählern. Und auch der marktbreite S&P 500 gab um 0,1 Prozent auf 3.132 Zähler nach. Der Nasdaq 100 verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 8.354 Stellen.

Dämpfer für die Tories

Bleibt noch ein Blick auf das britische Pfund, das zuletzt leicht zurücksetzte auf 1,1855 Euro. Der Grund ist eine kalte Dusche für Premierminister Boris Johnson. Laut einer mit Spannung erwarteten letzten Umfrage vor der morgigen Wahl hat sich der Vorsprung der Tories an Sitzen im Unterhaus mehr als halbiert. Laut YouGov gewinnen die Konservativen noch 339 der 650 Sitze im House of Commons, 20 weniger als bei der vorherigen YouGov-Umfrage von Ende November. Labour kommt demnach auf 231, das sind 20 mehr als zuvor. Zudem legten kleinere Parteien zu. Alles in allem hatte die vorige Erhebung noch eine Mehrheit von 68 Abgeordneten für die Konservativen ergeben; nun gehen die Wahlforscher nur noch von einem Vorsprung von 28 Mandaten vor allen anderen Parteien aus. Da YouGov als extrem zuverlässig gilt, sieht das schon wieder stärker nach unklaren Machtverhältnissen und einem anhaltendem Brexit-Gewürge aus.

Das bringt der Tag

Das Event des Tages ist das Ergebnis der Sitzung der Federal Reserve um 20.00 Uhr. Kaum ein Broker erwartet aber nach drei Leitzinssenkungen einen erneuten Zinsschritt.

Zuvor laufen um 14.30 Uhr die US-Verbraucherpreise ein.

Zeitgleich werden die amerikanischen Realeinkommen gemeldet.

Um 16.30 Uhr veröffentlicht das US-Energieministerium seinen Ölbericht.

Alle Termine finden Sie hier: Market Mover

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Morning Stock News

Warum wächst das Pfund und wann ist es zu Ende?

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Gold   1463,63
(-0,05%)

EURUSD   1,1088
(-0,04%)

DJIA   27910,50
(-0,03%)

OIL.WTI  58,94
(-0,25%)

DAX   13067,41
(+ 0,01%)

In den letzten dreieinhalb Jahren, seit dem Brexit-Referendum, fliegt das Pfund in beide Richtungen. Jetzt bewegt es sich wieder schnell nach oben und setzt mehrmonatige Höchststände. Warum? Die wichtigste Handelsidee sind die nächsten Wahlen zum britischen Parlament. Also, was ist das Besondere daran? Sie sind nicht die ersten und nicht die zweiten, oder?

GBP/USD Tages- Chart

trading-news-11.12.2019

Der Unterschied zwischen diesen Wahlen besteht darin, dass Boris Johnson und seine konservative Partei nach den Umfragen sie mit einer guten Trennung von der Labour Party gewinnen wird. Das bedeutet, dass sie in der Lage sein werden, die EU zu übernehmen und sich schließlich aus ihr zurückzuziehen.

Aber das ist schlecht für die britische Wirtschaft, nicht wahr? Ja! Es ist schlecht im Vergleich zum Aufenthalt in der Europäischen Union. Es ist jedoch viel besser als die Unsicherheit, die seit mehreren Jahren besteht und die bereits alle gestört hat.

Die Anleger sollten die eine oder andere Option sehen, aber nicht die Zwischenlösungen, die jetzt den Markt dominieren. Produzenten wollen die Spielregeln klar verstehen. Müssen sie für die Einfuhr von Komponenten aus der EU bezahlen und ob ihre Produkte bei der Ausfuhr dort Ausfuhrabgaben unterliegen werden? Und es gibt viele solcher Fragen, worauf alle klare und endgültige Antworten erwarten.

EUR/USD

Der Euro steigt am zweiten Tag weiter an und liegt wieder nahe am Niveau von 1.11. Bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag werden keine starken Bewegungen erwartet.

INDIZES

Die globalen Aktienindizes sind seit dem Morgen gesunken. Dann drehten sie sich kräftig und liefen nach oben. Aus welchem Grund? Alle haben das Thema der Verhandlungen zwischen den USA und China satt. Die nächsten Handelszölle sollten am 15. Dezember eingeführt werden. Das ist ein freier Tag und eine große Lücke hätte am Montag entstehen können. Es wurde jedoch berichtet, dass die Regierung von Trump diesen Anstieg verschiebt, da die USA und China kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Handelsabkommens stehen.

Was erwartet uns heute?

14.30 US-Verbraucherpreisindex für November
16.30 Veränderungen der Lagerbestände von Mineralölprodukten in den USA in der vergangenen Woche
20.00 Zusammenfassung der Konjunkturprognosen des US Federal Open Market Committee
20.00 FRS-Entscheidung über den Zinssatz
20.00 FRS comments on monetary policy

 


Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.