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Die Börse wartet auf die Fed

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30.10.2019 – Daily Report. Die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt nehmen sich auch am Mittwochvormittag eine Auszeit. Zunächst gilt es, die Zahlenflut in den USA und in Deutschland zu verarbeiten. Zudem meldet sich die Federal Reserve am Abend mit dem Zinsentscheid zu Wort. Und letztlich stoppten negative Meldungen in Sachen Zollstreit China-USA die Kauflaune.

Leichtes Minus an der deutschen Börse

Die Börsianer in Frankfurt ließen es am Mittwoch zunächst gemächlich angehen. Der DAX rutschte 0,3 Prozent zurück auf 12.900 Punkte. Mit der Deutschen Bank, VW und Bayer legten drei Schwergewichte ihre Geschäftszahlen vor – wobei die Aktie der Deutschen Bank kräftig einbrach.

In Sachen Zinsentscheid rechneten die meisten Börsianer mit der dritten Zinssenkung in diesem Jahr. Alles andere wäre eine Enttäuschung und dürfte die Wall Street und den DAX gen Süden schicken. Doch wenn Sie CFD handeln, sollte dies ja kein Problem sein – schließlich haben Sie die Möglichkeit sowohl auf steigende- als auch fallende Märkte zu spekulieren.

Dämpfer im Zollstreit

Der weltweite Handel registrierte zudem mehrere skeptische Wortmeldungen in Sachen China. Offenbar managte nun Washington die Erwartungen nach unten. Gestern soll ein US-Offizieller – wer? – laut mehreren Medienberichten gesagt haben, dass es mit der erhofften Unterzeichnung von Phase 1 beim APEC-Gipfel in Chile in gut zwei Wochen vielleicht doch nichts werde.

Zudem berichtete CNBC unter Berufung auf Insider, dass sich China sträube, die zugesagten Käufe bei US-Farmern in Höhe von 50 Milliarden Dollar in die Tat umzusetzen. Für die USA sei das aber ein besonders wichtiger Eckpunkt in einem Deal. Peking befürchte, dass bei einem Export einer großen Menge an Agro-Gütern in kurzer Zeit der chinesische Markt das nicht verarbeiten könne. Ein Überangebot würde die lokalen Preise nach unten drücken. Die Nachrichten rückten die US-Futures auf Schweinefleisch und Soja in den Fokus.

Und dann meldete sich auch das chinesische Außenministerium zornig zu Wort. Nach der gestrigen Meldung, wonach Huawei und ZTE wohl in Kürze als Risiko für die nationale amerikanische Sicherheit eingestuft werden, gab es nun Klartext von Sprecher Geng Shuang. Laut AP News warf er den USA „economic bullying behavior“ vor. Spannend wird es nun am 19. November – dann will die Federal Communications Commission darüber entscheiden, ob US-Firmen öffentliche Gelder dazu verwenden dürfen, 5G-Equipment bei den chinesischen Firmen einzukaufen.

Asien setzt zurück

Die Börsianer waren angesichts der schrillen Töne skeptisch. Wegen der News rutschte der chinesische CSI-300 um 0,5 Prozent zurück auf 3.891 Zähler. Der Devisenmarkt glaubt offenbar weiter an eine Einigung, der Renminbi hielt sich zuletzt recht stabil – USDCNY notierte bei 7,0563. An der Börse in Tokio nahmen die Anleger nach sieben freundlichen Handelstagen erst einmal Gewinne mit. Der Nikkei 225 rutschte um 0,6 Prozent auf 22.843 Zähler.

New York trotz S&P-Hoch schwach

Auch die Wall Street zeigte sich am Vorabend zögerlich. Der Dow Jones verbuchte zur Schlussglocke einen minimalen Verlust von 0,1 Prozent auf 27.071 Stellen. Der S&P 500 erreichte im Handelsverlauf ein neues Allzeit-Hoch bei 3048 Zählern. Allerdings beendete er den Handel ebenfalls mit minus 0,1 Prozent bei 3037 Zählern. Der Nasdaq 100 sank sogar 0,8 Prozent auf 8.048 Stellen.

In der Berichtssaison gab es Licht und Schatten. Die Die Google-Mutter Alphabet verfehlte die Erwartungen. Merck und Pfizer erfreuten dagegen. Dito General Motors.

Zerschlagt den gordischen Brexit-Knoten

Sterling hielt sich recht fest bei 1,2875 Dollar. Für Freude sorgte die Meldung, dass Labour nun doch einer Neuwahl zugestimmt hat. Das britische Unterhaus verabschiedete gestern Abend ein Gesetz, nach dem am 12. Dezember ein neues Parlament gewählt werden soll. Nun muss noch das Oberhaus die Sache absegnen. Die gesamte Finanzbranche und exportorientierte Firmen hoffen darauf, dass die Lähmung im Parlament durch klare Mehrheiten beendet wird. Wobei die Sympathien natürlich nicht unbedingt den Linken gelten, sondern den Tories.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist am Mittwoch prall gefüllt: Market Mover

Um 13.15 Uhr laufen zunächst die ADP-Beschäftigungsdaten für Oktober ein.

Das vorläufige BIP für die USA im dritten Quartal wird um 13.30 Uhr gemeldet.

Dito die Zahlen zum privaten Konsum.

Ferner werden um 15.30 Uhr die US-Rohöllagerbestandsdaten der Energy Information Administration veröffentlicht.

Highlight des Tages wird um 19.00 Uhr der Zinsentscheid der Federal Reserve mit der anschließenden Pressekonferenz – hier rücken neben Aktien auch der Dollar und US-Treasuries in den Fokus.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Der S&P500 erreicht ein neues Allzeithoch

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Gold   1488,89
(+ 0,12%)

EURUSD   1,1113
(+ 0,01%)

DJIA   27024,50
( – 0,05%)

OIL.WTI  55,265
(– 0,39%)

DAX   12906,09
(– 0,22%)

Der Markt konzentriert sich darauf, dass US-Unternehmen wieder berichten. Über 78% der 204 Unternehmen des S&P500 berichteten über Gewinne, die die Erwartungen übertrafen. Basierend auf den ausgezeichneten Berichten von Pfizer und Merck, großen Pharmaunternehmen, erreicht der S&P500 neue Höchststände. Die Marktstimmung vor bei der heutigen Leitzinsentscheidung verspricht Zuversicht.

S&P500 Tages-Chart

S&P500 Tages-Chart

Die asiatischen Märkte handeln am Dienstag gemischt, unter den Erwartungen der Nachrichten über das Handelsabkommen zwischen den USA und China. Nikkei schließt um 0,5% höher und handelt tatsächlich auf seinen Jahreshöchstständen. Der „Hong Kong Hang Seng Index“ fiel während des Handelstages um 0,4%. Der „KOSPI-Index“ der Korea Stock Exchange sinkt um 0,4% und der „Chinese Shanghai Composite Index“ endet niedriger als andere und schließt um 0,6% niedriger als am Vortag.

EURUSD

Am zweiten Tag in Folge passiert nichts auf dem EUR/USD-Markt. Es gibt praktisch keine Neuigkeiten. Der Markt ignorierte die gestrige Rede von Donald Trump über das Handelsabkommen mit China sowie die anderen Fundamentaldaten. Die Händler warten auf die Entscheidung der Fed am Mittwoch. Die Volatilität wird höchstwahrscheinlich schwach bleiben, bis wichtige Nachrichten vorliegen.

GOLD

Gold steht am Dienstag unter Druck und erreicht ein neues Wochentief von 1483,7 $/unze. Während der US-Sitzung bewegte sich der Kurs von den Tiefstständen weg und handelte bei der 1490 $-Marke. Die Labour Party unterstützte die Forderung nach Schnellwahlen im Vereinigten Königreich, sie linderte die Bedenken gegen das nicht-schlüssige Brexit. In diesem Fall zogen es die Anleger vor, auf Gold Anlagen zu verzichten.

INDIZES

Viele wichtige Weltindizes haben eine positive Dynamik. Die aus den USA kommende optimistische Stimmung beflügelt die Anleger und schafft Raum für Risiken. Die Stimmung der Anleger wird stark von den grundlegenden Nachrichten abhängen, die die Richtung für die nächsten Wochen vorgeben werden.

Was kommt als nächstes?

15.30 Q3 BIP in den USA
16.00 Bank of Canada Zinssatzentscheidung
20.00 Fed-Zinsentscheidung
20.00 Uhr FOMC-Stellungnahme

 


Wichtige Hinweise:

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Daily trading

Durchatmen nach dem Gipfelsturm

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29.10.2019 – Daily Report. Die Bullen an der Frankfurter Börse legen eine Verschnaufpause ein. Das ist nach den ständigen Jahreshochs auch verständlich. Nach dem Allzeithoch des S&P 500 vom Vorabend richten sich die Blicke nun auf die Federal Reserve. Alles andere als eine Zinssenkung wäre eine Enttäuschung. Auch beim britischen Pfund bleibt es spannend.

Verschnaufpause in Frankfurt

Die Anleger in Frankfurt hielten sich im frühen Dienstagshandel erst einmal zurück. Der DAX notierte am Vormittag 0,2 Prozent fester bei 12.917 Punkten. Das ist nach fast einer Woche mit Gewinnen auch nur verständlich. Erst gestern war der deutsche Leitindex auf ein neues Jahreshoch bei 12.986 Zählern geklettert. Weiter ziehen die 13.000 den Indikator magisch an.

Trump-Hausse wegen China

Tags zuvor hatte Donald Trump die Börsenkurse im weltweiten Handel kräftig nach oben gezogen – und dies auch genauso angekündigt. Wobei er bei der vorigen Prognose dieser Art vor einer paar Tagen falsch gelegen hatte. Gestern sagte der US-Präsident vor Journalisten in Sachen Zollverhandlung: „Wir sind dem Zeitplan voraus.“ Der erste Teil des Abkommens mit China könne beim Gipfeltreffen in Chile Mitte November unterzeichnet werden. Die Spekulationen auf dem Parkett verdichten sich, dass Trump auf jeden Fall ein Abkommen will, damit die Börse nicht abstürzt – was seine Chancen auf eine Wiederwahl 2020 gefährden würde. Ach ja, da war doch was: Das Impeachment-Vorhaben der Demokraten halten wohl nur noch die wenigsten für realistisch. Warten wir ab, was noch herauskommt.

CSI-300 setzt trotzdem zurück

Die Börse in China setzte trotz der wohl erzielten Fortschritte zurück. Was wohl daran liegt, dass die USA weiter Peking quälen. So verloren vor allem die Aktien des Telekomausrüsters Huawei. Denn die US-Aufsichtsbehörde will Huawei und auch den Rivalen ZTE als Risiken für die nationale Sicherheit einstufen. In der Volksrepublik China setzte der CSI-300 am Morgen 0,4 Prozent zurück auf 3.910 Zähler. In Tokio verabschiedete sich der Nikkei-Index dagegen 0,5 Prozent fester bei 22.974 Zählern. Im Handelsverlauf hatte der Index die Marke von 23.000 Zählern überwunden, damit kletterte er auf den höchsten Stand seit gut einem Jahr.

Hausse in New York

Am Vorabend hatte die Wall Street eine nette Hausse vorgelegt. Broker berichteten von einer veritablen Short Squeeze. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent auf 27.091 Punkte. Der Nasdaq Composite kletterte 1,0 Prozent und schloss auf 8.326 Punkten. Kurzer Hinweis zur Chartanalyse: Der Hightech-Index hat mit dem gestrigen Tag nun schon die zweite Kurslücke gerissen. Die erste wartet noch unter 8037 Zählern. Star des Abends war der S&P 500: Er schloss 0,6 Prozent fester bei 3.039 Zählern. Damit markierte der Index ein neues Allzeithoch.

Alles wartet auf die Fed

Vermutlich werden sich die Anleger heute ein wenig zurückhalten. Denn am morgigen Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Die Mehrheit glaubt, dass die Fed den Zins um 0,25 Prozentpunkte kappt, um die Konjunktur nicht abkühlen zu lassen.

Spannung bei Sterling

Interessant bleibt es weiter bei Sterling. Sollte sich Premier Boris Johnson mit seinen Plänen für eine Neuwahl durchsetzen, dürfte das Pfund kräftig anziehen. Denn Labour würde laut allen aktuellen Wahlumfragen an der Wahlurne die Quittung für die jüngste Sabotage-Taktik erhalten, die letztlich Brüssel in die Hände gespielt und die Verhandlungsposition des eigenen Landes geschwächt hat. Gestern scheiterte Johnson zunächst mit dem Neuwahl-Vorhaben, da im Rahmen des bestehenden Gesetzes, dem 2011 Fixed-term Parliaments Act, eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich ist. Nun will Boris aber ein neues Gesetz einbringen, das eine Neuwahl mit einfacher Mehrheit erlauben könnte. Sollte er siegen, dürften die ständigen Brexit-Störmanöver im Unterhaus der Vergangenheit angehören.

Das bringt der Tag

Neben dem unterhaltsamen Polit-Theater im House of Commons beschäftigt ansonsten die US-Bilanzsaison die Trader.
In den USA werden um 15.00 Uhr die schwebenden Hausverkäufe im September einlaufen.
Zeitgleich soll das Verbrauchervertrauen für Oktober gemeldet werden.
Und wie erwähnt beginnt die zweitägige Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank.
Den kompletten Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Märkte warten auf Neuigkeiten

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Gold   1491,84
(– 0,01%)

EURUSD   1,1090
(– 0,07%)

DJIA   27046,50
( 0%)

OIL.WTI  55,53
(– 0,34%)

DAX   12946,83
(– 0,08%)

Der Optimismus der Investoren steigt nach der Rede von Donald Trump über die Fortschritte bei den Handelsabkommen mit China. Der S&P erreichte ein Rekordhoch und überschritt das bisherige Allzeithoch von über 3027, 98 Punkten aus dem vergangenen Juli.

DAX30 Tages-Chart

morning-news-29.10.2019

Die 27 europäischen Länder vereinbarten, dem Vereinigten Königreich eine Brexit-Verlängerung bis zum 31. Januar 2020 zu gewähren. Dies ist eine gute Nachricht für das Vereinigte Königreich; es bleibt noch genügend Zeit, um Vereinbarungen zu treffen und alle aktuellen Probleme zu lösen. Die europäischen Märkte schließen etwas stärker mit positiven Erwartungen an die Zinsen der Fed, das US-BIP und die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft.

EURUSD

Der Markt handelte am ersten Handelstag der Woche seitwärts. Ein langsamer Markt kann sich sehr schnell zu einem Volatilitätssturm entwickeln. Die weitere Entwicklung des EUR/USD für die nächsten Wochen hängt von den in dieser Woche veröffentlichten makroökonomischen Daten ab. Wenn die Fed mit der „Taubenrhetorik“ weitermacht, werden die Bullen wahrscheinlich diese Woche die 1,12-Marke testen wollen.

GOLD

Je nachdem, wie Gold auf der $1500 Markierung handelt, sehen die Marktteilnehmer den Handlungen der Fed am Mittwoch entgegen. Sehr wahrscheinlich wird der Zinssatz gesenkt, was den Goldpreis in den nächsten Wochen stützen sollte. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Zinssenkung bis Dezember verzögert, da die US-Notenbank es in der Regel vorzieht, die Märkte nicht während der Weihnachtsferien mit wichtigen Entscheidungen zu erschüttern.

INDIZES

Dank des Optimismus bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China handelten die Aktien der Welt in der grünen Zone. Mehr als 200 US-Unternehmen werden diese Woche Berichte veröffentlichen – das wird sich auch auf den Markt auswirken. Wenn die Berichte und die Wirtschaftsnachrichten positiv ausfallen, sehen wir neue Rekordstände auf dem US-Markt.

Was kommt als nächstes?

16:00 Oktober Verbrauchervertrauensindex, USA
16:00 US ausstehende Eigenheimverkäufe im September

 


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Bitcoin

DAX-Jahreshoch und Bitcoin-Explosion

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28.10.2019 – Daily Report. Die Bullen am Frankfurter Aktienmarkt lassen nicht locker: Unterstützt von der Rekordjagd an der Wall Street lauert der DAX zum Wochenstart knapp unter 13.000 Zählern. Einmal mehr stützt die Hoffnung auf einen Zolldeal zwischen China und den USA. Doch die Story des Tages kommt von Bitcoin.

Gipfellauf in Frankfurt

Der DAX will weiter nach oben: Im frühen Handel markierte der deutsche Leitindex schon wieder ein neues Jahreshoch bei 12.944 Zählern. Das war schon am Freitag bei 12.914 Punkten so gewesen, als nach mauem Start die Kurse anzogen. Die Aktivität auf der Handelsplattform war jedoch zunächst noch überschaubar. Zuletzt notierte der DAX noch 0,3 Prozent fester bei 12.933 Punkten.

Gute Laune bei Exporteuren

Für Kauflaune sorgten am Montag die deutschen Exporteure. Im Oktober hat sich ihre Stimmung deutlich aufgehellt: Der Index für die Ausfuhrerwartungen stieg von minus 5,3 Punkten im September auf einen Wert von nun minus 1,2, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Befragt worden waren 2300 Unternehmen. Alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover

Chinesischer Monster-Move bei Bitcoin

Für Furore sorgte Bitcoin: Die Krypto-Währung bröckelte zwar zuletzt leicht unter Gewinnmitnahmen und notierte bei 8.468 Euro. Sie hatte am späten Freitag ein Zwischenhoch bei 8.897 Euro erreicht – nachdem sie noch am Donnerstag im Tief bei 6.627 Zählern notiert hatte.
Und das war geschehen: Kurz nach Eröffnung der Wall Street schossen am Freitag die kostenlosen Realtimekurse nach oben. Im Hoch stand bei Bitcoin innerhalb von 24 Stunden ein Plus von 40 Prozent zu Buche. Der Markt reagierte auf eine Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhuanet: Demnach hat Präsident Xi Jinping darauf gedrängt, alle Vorteile zu nutzen, welche die Blockchain-Technologie biete. So geschehen Freitag Ortszeit vor dem Politbüro der Kommunistischen Partei. Die Crypto-Community verbreitete das Thema via Twitter natürlich umgehend weiter. Interessanterweise besteht in China laut „USA Today“ seit dem Herbst 2017 ein Krypto-Bann. Ferner wolle Peking Krypto-Mining im Land verbieten. Zugleich will aber die chinesische Notenbank der Zeitung zufolge eine eigene Digital-Münze anbieten, die an den Yuan gepeggt ist. China wird also offenbar gelenktes Krypto-Land.

Immer wieder neue Zoll-Hoffnung

Derweil hielt sich USDCNY zuletzt weitgehend unverändert bei 7,0063. Was sich bald ändern könnte. In den Medien häuften sich die Spekulationen darüber, dass die USA und China vor dem Abschluss eines Zoll-Deals stehen, zumindest für Phase 1. So twitterte Edward Laurence von Fox News, er habe von einem positiven Telefonat zwischen den Verhandlungsführern, Robert Lighthizer und Steven Mnuchin sowie Vizepremier Liu He erfahren. Demnach stünden beide Teams kurz vor Finalisierung wichtiger Bestandteile. Und ZeroHedge meldete, Peter Navarro, Berater im Weißen Haus, habe die Unterzeichnung eines Deals für November angedeutet. Zudem betonte US-Vizepräsident Mike Pence, Amerika wolle Peking nicht aus dem globalen Wirtschaftssystem ausschließen. Wobei er Peking auch den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen in großem Stil und weitere unfaire Handelspraktiken vorwarf.

Gewinne in Asien

Dennoch griffen die Börsianer in Asien zu. Der CSI-300 mit den wichtigsten chinesischen Aktien gewann am Morgen 0,8 Prozent auf 3.927 Zähler. Und der Nikkei-Index kletterte auf ein Zwölfmonats-Hoch von 22.896 Punkte. Letztlich schloss der japanische Leitindex mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 22.867 Zählern. Das war der sechste positive Handelstag in Folge.

Rekordjagd in New York

Auch die Börsianer an der Wall Street deckten sich mit Aktien ein. Der Dow Jones war am Freitag mit einem Gewinn von 0,6 Prozent bei 26.958 Punkten aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq 100 stieg um 0,8 Prozent auf einen Schlussrekord von 8029 Punkten – hier stützten vor allem Intel und Tesla. Der S&P 500 egalisierte im Verlauf sein altes Hoch bei 3.026 Zählern und schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 3.022 Stellen.

Das Ende ist nahe

Bleibt bei all der Euphorie noch die Warnung eines Experten. Der fast schon legendäre Investor Marc Faber verwies auf die gerade noch abgewendete „Repocalypse“ vom 24. September, als der Interbankenmarkt in den USA einfror und die Federal Reserve den Lender of last Resort spielen musste. Wir hatten in einem Special Report über das rätselhafte Ereignis berichtet. Faber urteilte: Das Datum habe wahrscheinlich den Anfang vom Ende der „Unicorn-Bubble“ und auch des Trends eingeleitet, Pensionsgelder in die Hände von privaten Investmentverwaltern zu geben – denn es gebe wohl Liquiditätsprobleme bei einigen Equity Managern. Und weiter: WeWork sei wohl nur das erste Unicorn gewesen, das umkippte, bevor es an die Börse ging. Als Einhorn werden Firmen bezeichnet, die vor ihrem Börsengang auf mehr als 1 Milliarde Dollar taxiert werden. Alles in allem erwartet Faber Turbulenzen im Markt. Ein Liquidity Crunch werde alle Asset-Preise negativ treffen, die einen mehr, die anderen weniger.

Das bringt der Tag

Devisen-Trader sollten weiter in ihren regelmäßigen Markt-Updates das Pfund im Auge behalten. Die EU hat einer Verlängerung des Brexit-Datums bis zum 31. Januar 2020 zugestimmt. Bleibt die Frage, ob Premier Boris Johnson Neuwahlen im Parlament durchsetzen kann.
Um 13.30 Uhr wird die US-Handelsbilanz veröffentlicht.
Und ab 15.00 Uhr wird EZB-Chef Mario Draghi verabschiedet. Genau wie seine Nachfolgerin Christine Lagarde tritt er ans Rednerpult – was Euro, Anleihen und Aktien bewegen könnte.
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Morning Stock News

Bitcoin bricht Rekorde!

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Gold   1505,84
(+ 0,09%)

EURUSD   1,1087
(+ 0,09%)

DJIA   26953,50
(+ 0,20%)

OIL.WTI  56,52
(– 0,30%)

DAX   12906,55
(+ 0,10%)

Chinesische Behörden betonen die Bedeutung der Blockchain für die Entwicklung innovativer Technologien und Industrie. Nach Xi Jingpings Aussage stieg der Bitcoin-Preis auf den höchsten Wert seit September. Wie üblich folgten die anderen Kryptowährungen.

DAX30 Tages-Chart

morning news 28.10.2019

Die Anleger sind optimistischer denn je. Der SP500 ist auf seinem Allzeithoch. Die meisten Nachrichten hatten keinen Einfluss auf die Märkte. Fast alle internationalen Börsen schlossen im grünen Bereich. Die kommende Woche wird mit wichtigen Nachrichten und Berichten gefüllt sein. Offizielle US-Vertreter sagen, dass die Gespräche mit China kurz vor ihrer Endphase stehen, was den Optimismus der Investoren nur steigern kann.

EURUSD

Der Euro steht seit einer Woche unter Druck. Die EZB hat beschlossen, ihre Geldpolitik nicht zu ändern. Ab dem 1. November wird die Europäische Zentralbank den Kauf von Vermögenswerten auf dem freien Markt für insgesamt 20 Mrd. EUR pro Monat wieder aufnehmen.
Der schwache internationale Handel und die derzeitige globale politische Unsicherheit bremsen die Konjunktur und wirken sich auf den europäischen Industriesektor aus. Die Lohn- und Beschäftigungsdynamik in der Eurozone deuten auf die Gefahr eines weiteren Preisrückgangs hin.

GOLD

Die dritte Woche in Folge scheint Gold unentschlossen, wohin es gehen soll. Die jüngsten positiven Nachrichten haben die Anleger dazu gebracht, auf riskante Anlagen umzusteigen, aber die Zweifel bleiben bestehen. Gold ist eines der wichtigsten sicheren Hafenanlagen und immer noch beliebt bei skeptischeren Investoren. In dieser Woche müssen wir eine Bestandsaufnahme der Monatsergebnisse machen. Viele Investmentfonds werden Gewinne erzielen und das Geld in stabilere Vermögenswerte transferieren.

INDIZES

Gemischte Unternehmensberichte hindern die europäischen Indizes daran, neue Höchststände zu testen. Großbritannien kann seine Brexit-Probleme immer noch nicht lösen, was die Bedenken der Händler noch verstärkt. Insgesamt liegen die Statistiken der Eurozone innerhalb der Prognosen.

Was kommt als nächstes?

14.30 US-Außenhandelsdaten
14.30 Einzelhandel ohne Autos
17.00 Eine Erklärung von EZB-Präsident Mario Draghi

 


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Forex chart graph

Verluste in Frankfurt

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25.10.2019 – Daily Report. Durchwachsene Gemengelage am Frankfurter Aktienmarkt. Angeschoben von einer überwiegend festen Wall Street und den offenen Geldschleusen der EZB will der DAX zunächst weiter nach oben. Doch GfK und teils auch Ifo stoppen die Kauflaune.

Der DAX tritt auf die Bremse

In den ersten Minuten ging es auch am Freitagmorgen am deutschen Aktienmarkt voran. Der DAX erreichte im Hoch 12.889 Zähler, zuletzt gab er aber wieder um 0,3 Prozent nach auf 12.835 Stellen.Am Donnerstag war der deutsche Leitindex bis auf 12.914 Zähler geklettert – das war der höchste Stand seit Juni vergangenen Jahres.

Kein Kurswechsel in der EZB

Die Anleger verdauten zunächst die Signale von der Europäischen Zentralbank. Auch nach dem Abschied von Mario Draghi dürfte es weiter Billiggeld geben. Der scheidende Chef machte gestern deutlich, dass die EZB noch länger an den Niedrigzinsen festhalten werde.EURUSD reagierte mit leichten Verlusten bis auf 1,1090 und kostete zuletzt wieder 1,1120.

Neue Konjunkturskepsis

Dann jedoch stoppte das GfK-Konsumklima die Kauflaune. Demnach ist die Stimmung der Verbraucher in Deutschland angesichts der schwächelnden Konjunktur auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren gesunken. Und auch er Ifo-Index fiel gemischt aus: Zwar sank er nicht weiter, sondern blieb auf dem Vormonatswert von 94,6 Punkten. Doch rutschte die Lageeinschätzung von 98,6 im Vormonat auf 97,8 Punkte. Dafür zog der Index für die Geschäftserwartungen von 90,9 auf 91,5 an. Alle Daten finden Sie wie immer hier :Market Mover

Neues China-Signal

Unterdessen verbreitete US-Vizepräsident Mike Pence in Sachen Zollabkommen ein wenig Optimismus. Er äußerte gestern in Washington die Hoffnung, dass es zu einem Abkommen über Phase 1 kommen werde. Die USA verhandelten weiterhin „in gutem Glauben“ mit China. Na immerhin… Die Börsianer in Asien honorierten dies: In China kletterte der CSI-300 um 0,7 Prozent auf 3.897 Zähler. Der Nikkei schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent bei rund 22.800 Punkten. Auf Wochensicht liegt der Gewinn bei rund 1,4 Prozent.

Mögliche Neuwahl zum Brexit

Das britische Pfund notierte zuletzt nach leichten Schwankungen moderat schwächer bei 1,1545 Euro. Hier ist weiter Volatilität garantiert: Premier Boris Johnson kündigte an, er wolle Neuwahlen am 12. Dezember, um aus der Brexit-Sackgasse herauszufinden. Fraglich ist, ob das House of Commons dem zustimmen wird. Sollte Labour angesichts der Sabotage-Taktik der vergangenen Wochen an der Urne vernichtet werden, dürfte das Pfund dies feiern – dann können die Torys mit breiter Brust Detailverhandlungen über noch offene Handelsfragen mit der EU führen. Stützend wirkte die Hoffnung,dass die EU den Weg für eine neuerliche Brexit-Verschiebung freimachen wird.

Wall Street überwiegend fest

Der New Yorker Aktienmarkt legte am Vorabend eine gemischte Tendenz vor. Gestoppt von den schwachen Quartalszahlen von 3M verlor der Dow Jones 0,1Prozent auf 26.805Punkte. Immerhin holte der Dow die meisten Verluste wieder auf. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 3.010 Zähler. Und der Nasdaq 100 kletterte um 1 Prozent auf 7.967 Stellen.

Konjunkturdaten fielen nicht durchweg positiv aus, etwa beim Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter. Sorgen bereiten auch die anziehenden Hypotheken-Zinsen: Der Spread zur Rendite bei US-Treasuries liegt auf dem höchsten Stand seit 2015. Alles in allem rutschte der US Macro Surprise Index im Oktober auf den niedrigsten Stand seit April 2017.

Das bringt der Tag

Der Freitag bringt kaum wirklich wichtige Termine.

Spannend werden könnte es um 16.00 Uhr, wenn das Uni Michigan Verbrauchervertrauen vorgelegt wird.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein frohes Weekend!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

An den Aktienmärkten wird es besser

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Gold   1504,38
(+ 0,04%)

EURUSD   1,1106
(+ 0,01%)

DJIA   26778,50
(+ 0,13%)

OIL.WTI  55,91
(– 0,25%)

DAX   12872,78
(– 0,01%)

Der Donnerstag brachte Nachrichten, die schlechter waren als von Experten erwartet – sowohl in der EU als auch in den USA. Die führenden Volkswirtschaften werden schwächer, beeinträchtigt durch die anhaltenden Handelskriege. Dennoch erholte sich der Aktienmarkt nach dem ersten Einbruch und legte weiter zu.

DAX30 Tages-Chart

morning news 25.10.2019

Die Anleger beginnen zu glauben, dass selbst schlechte Nachrichten für die Börse gar nicht so schlecht sind. Denn Negativität stärkt die Absicht der Zentralbanken, weiterhin Geld zu drucken. Und was machen die Leute mit diesem Geld? Das ist richtig: Wenn die Zinsen für Anleihen fallen, verwenden die Menschen ihr Geld, um Aktien zu kaufen.

EURUSD

Anders sieht es auf dem Devisenmarkt aus. Die Konjunkturindizes sowohl in der EU als auch in Deutschland sind weiter rückläufig. Es wird immer deutlicher, dass billiges Geld der Wirtschaft im Euroraum nicht hilft – und das bedeutet, dass es sich lohnt, eine Währung zu kaufen, die zumindest einen guten positiven Swap (also USD) bringen kann.

GOLD

Verständlicherweise nahmen Goldkäufer die heutigen schlechten Nachrichten als Signal und begannen, die Edelmetalle zu kaufen. Hier spielt die gleiche Logik eine Rolle wie bei den Aktien. Die Zentralbanken müssen immer wieder neues Geld drucken – aber es kann sich nirgendwo ansammeln. In diesem Zusammenhang durchbrach Gold die starke Widerstandslinie von 1500 $ pro Unze, die sich in den letzten Tagen hielt. Die technische Analyse deutet auf einen sich abzeichnenden kurzfristigen bullischen Trend hin.

INDIZES

Der DAX30 hat ein neues Jahreshoch erreicht. Es scheint, als würde die Weihnachts-Rallye in diesem Jahr einen Monat früher als sonst beginnen.

Was kommt als nächstes?

10.00 Uhr Deutscher ifo-Geschäftsklimaindex
16.00 Der Verbrauchervertrauens-Index der University of Michigan

 


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Trader in work

Draghis Vermächtnis: Helikopter-Geld

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24.10.2019 – Special Report. Für Mario Draghi fällt am heutigen Donnerstag der Vorhang: Der Chef der Europäischen Zentralbank leitet seine letzte Ratssitzung. Der Italiener schien zuletzt am Ende seines Lateins – die Wirtschaft springt einfach nicht an. Und angesichts der Nullzinspolitik hat die Notenbank kaum Möglichkeiten, bei einer Rezession gegenzusteuern. Die Chancen steigen, dass das bislang Dementierte dochgeschieht – Helikopter-Geld für alle. Wir beleuchten die Folgen für den Finanzmarkt.

Der Nullzins greift nicht

Das ist die Welt, die uns Mario Draghi im Schulterschluss mit der Federal Reserve hinterlassen hat: Die Milliarden an Notenbank-Geld helfen einfach nicht. Die Inflationsrate in der Eurozone ist zuletzt auf 0,8 Prozent gefallen. Das Ziel von nahe 2,0 Prozent liegt in weiter Ferne. Gleichzeitig signalisieren die jüngsten Wirtschaftsindikatoren eine deutliche konjunkturelle Abkühlung in der Eurozone. Die Industrie steckt schon in der Rezession. Doch der Leitzins liegt schon auf Null, der Strafzins für Banken, die Geld bei der Europäischen Zentralbank parken, ist auf 0,5 Prozent gesenkt worden. Die Geldflut erreicht einfach nicht die Realwirtschaft.
Nun will die EZB ab November wieder Anleihen im Wert von monatlich 20 Milliarden Euro kaufen, das Ende des Programms ist offen. Zwar freuen sich die Börsianer über die Liquidität. Doch die Blase am Anleihenmarkt nimmt mittlerweile beängstigende Ausmaße an. Die EZB ist tief zerstritten: Mehrere nationale Notenbankchefs distanzierten sich von den beschlossenen Maßnahmen. Leider ist das Phänomen global. Denn obwohl Billionen von Dollar, Euround Yenseit dem Kollaps von Bear Stearns und Lehmen Brothers ab 2008 ins System gepumpt wurden, schwächelt das Wachstum.

Negativ-Beispiel Quantitative Easing

Die Angst wächst, dass Europa das blüht, was Amerika gerade vorlebt. Die Fed muss verstärkt den LenderofLast Resort spielen. Warum sich aktuell die Banken misstrauen, ist völlig unklar.Vermutungen reichen von einem Cash-Drain im Zuge des Brexit über kollabierende synthetische Unternehmensanleihen – wir hatten in Special Reports schon auf die Repocalypse und die Gefahr durchCollateralizedLoanObligations hingewiesen.
Wie auch immer: Am Montag meldete die New York Fed, dass ihre POMO-Auktion (Permanent Open Market Operations) für Treasury Bills im Wert von 7,5 Milliarden Dollar 5,5fach überzeichnet war. Die Anfragen nach frischer Liquidität beliefen sich auf 41,472 Milliarden Dollar. Das war nun schon die dritte Auktion, in der die Nachfrage das Angebot bei weitem überstieg.Die Fed pumpt inzwischen über T-Bills zusätzliche 60 Milliarden Dollar pro Monat in den Markt. Noch immer wollen die US-Währungshüter nicht von einem neuen QuanitativeEasing IV sprechen – der Markt aber schon.

Banken-Panik: DAX und Dow short – Gold und Yen long

Damit zunächst ein Sidestep für alle Trader: Wir stecken vielleicht gerade in einer Bankenkrise, die noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist. Jedes nun an die Oberfläche dringende sichtbare Zeichen für ein Desaster wie 2008 kann die Wall Street in eine Panik stürzen – und den DAX gleich mit dazu. Wie so oft dürften in diesem Fall die Anleger in die sicheren Häfen flüchten – vor allem Gold und Yen.

Eine neue Idee muss her

Und nun zurück zu den möglichen Gegenmaßnahmen der Notenbanken. Wie wollen sie den Markt retten, wenn wieder einmal die Banken umkippen, was beim Wähler nicht gut ankommt? Eine Möglichkeit wäre es, wenn die Herren des Geldes ihr Kaufuniversum auszuweiten. Ein Kaufprogramm von 20 Milliarden bei Bonds durch die EZB beispielsweise halten viele Augurenfür zu gering. Was vor allem für Long-Trades bei Bunds sprechen würde. Doch Staatsanleihen werden allmählich knapp in Europa. Wie wäre es also mit Unternehmensanleihen?

Draghi verweist auf MMT

Und damit sind wir wieder beim Vermächtnis von Mario Draghi angelangt. Der sagte nämlich am 23. September laut Bloomberg vor dem Europäischen Parlament, die EZB sollte sich neuen Ideen wie der MMT widmen – der Modern MonetaryTheory. Wobei die Elemente der modernen Geldpolitik aber noch nicht erprobt seien. Die MMT ist eine Strömung des Postkeynesianismus , nach der die staatlichen Haushaltsdefizite nicht zu niedrig sein sollten. Ein Staat könne nie bankrottgehen, daher lehnt die MMT Austeritätspolitik ab. Interessanterweise verwies Draghi auch auf einen Aufsatz dreier angesehener Kollegen.

Blackrock diskutiert QE für das Volk

Im August urteilten gleich drei prominente Experten: „Die Geldpolitik ist erschöpft und die Fiskalpolitik alleine reicht nicht mehr“, urteilte im August zum einen Philipp Hildebrand, ex-Chef der Schweizer Nationalbank. Co-Autor waren auch Stanley Fischer, ex-Mitglied der Federal Reserve und der Bank ofIsrael, sowie Jean Boivin, ehemaliger DeputyGovernor der Bank of Canada. Das Trio schrieb in einem Beitrag für den jetzigen Arbeitgeber Blackrock, die Zentralbanken müssten Geld direkt in die Hände der Öffentlichkeit und des privaten Sektors geben, berichtete Bloomberg.

Helikopter-Geld oder nicht?

Somit taucht also die Idee des Helicopter Money wieder auf. Draghi selbst hielt sich hierimmer ambivalent. Zwar verneinte er in der Pressekonferenz in Frankfurt am 12. September dieses Jahres, dass sich der EZB-Rat über Helikopter-Geld unterhalten habe – das sei keine Option. Allerdings behauptet die Nichtregierungsorganisation Positive Money Europe, dass Draghiin den Monaten zuvor gegenüber EU-Parlamentariern das Vorgehen sehr wohl als möglich bezeichnet habe. Und schon die „Wirtschaftswoche“ hatteim März 2016 berichtet, dass Draghi vor Journalisten sagte, man habe im Zentralbankrat bisher nicht darüber nachgedacht oder diskutiert – er habe aber auch von einem „sehr interessanten Konzept“ gesprochen.
Erfunden hat das Konzept Nobelpreisträger Milton Friedman im Jahr 1969. Berühmt wurde die Idee durch Ex-Fed-Chef Ben Bernanke – er erklärte, im Falle einer Deflation werde er notfalls Geld aus dem Hubschrauber abwerfen. Seitdem ist er als „Helicopter-Ben“ bekannt. Das Vorhaben könnte so umgesetzt werden: Der Staat gewährt entweder eine Steuerrückzahlung; oder die Zentralbank überweist direkt Geld auf die Konten der Bürger.

DAX und Dow long – Gold, Silber, Öl long

Und das wären die Folgen für den Finanzmarkt: Wahrscheinlich würden viele Verbraucher das Geldgeschenk umgehend zum Shopping oder zu einem Urlaub nutzen. Was den Unternehmen frischen Umsatz bringen würde und damit steigende Aktienkurse zur Folge hätte. Natürlich würden schlaue Händler und Handwerker sofort die Preise für ihre Leistung, Autos oder Kleidung erhöhen.De facto würde sich die Geldmenge vermehren und das neue Luftgeld würde wie erhofft die Inflation ankurbeln. Womit Gold und Silber gefragt wären, Immobilien natürlich ebenfalls. Auch würde mehr Papiergeld nicht beliebig vermehrbare Rohstoffe wie Erdöl suchen.
Also: Sachwerte wären Trumpf. Nach dem Anstieg der Löhne und Preise würde sich alles wieder im neuen, höheren Equilibrium einpendeln. Und vermutlich würde irgendwann eine Spekulationsblase platzen – vermutlich bei neuen Finanzprodukten, Immobilien oder bei unglaublich hippen Startup-Firmen, die kein Mensch braucht.
Unser Fazit: Wenn uns tatsächlich ein neuer Crash im Finanzmarkt droht, ist alles möglich. So absurd die Idee des Geldgeschenks für alle auch klingt – sie könnte die Ultima Ratio für die Notenbanken werden. Die Bernstein-Bank behält das Thema für Sie im Auge.

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Stick graph

DAX surft auf der Geldwelle zum Jahreshoch

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24.10.2019 – Daily Report. Hat jetzt die Jahresendrallye begonnen? Der DAX markiert im frühen Handel schon wieder ein neues Jahreshoch. Kurstreiber sind starke Zahlen von Daimler. Und die inzwischen für viele Broker zur Gewissheit verfestigte Hoffnung, dass die Ära des Billiggeldes in Europa anhält. Daran ändert wohl auch der Abgang von Mario Draghi von der Spitze der EZB nichts.

DAX und Euro wollen nach oben

Keinerlei Störfeuer von den Dauerbrennern Brexit, Zollstreit China-USA und Impeachment Donald Trump. Stattdessen starke Zahlen von Daimler und moderate Gewinne an der Wall Street – sowie die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen in Euroland. Die logische Folge: Große Adressen engagieren sich, der deutsche Leitindex zieht schon wieder auf einen neuen Jahresbeststand. Der DAX erreiche am Morgen 12.913 Zähler und hielt sich zuletzt noch mit 0,4 Prozent im Plus bei 12.848 Punkten. Erst gestern hatte der DAX nach einem zögerlichen Beginn ein Jahreshoch bei 12.819 Punkten markiert. Nun sind tatsächlich die 13.000 Zähler in Reichweite. Auch der Euro zog nach dem französischen Einkaufsmanagerindex an und kletterte bis auf 1,1163 US-Dollar.

Whateverittakes

Thema des Tages wird die letzte Sitzung von EZB-Chef Mario Draghi. Der Italiener wird für seine Worte, er werde den Euro retten, was immer dazu auch nötig sei – „whateverittakes“ – aus dem Sommer 2012 in die Geschichte eingehen. Damals rettete er tatsächlich die Eurozone, da sich die Anleger von Südland-Staatsanleihen fernhielten. Und mit der Flutung des Marktes durch Nullzins und Billiggeld schob er die Aktienkurse nach oben. Allerdings stellt sich die Frage, wie die Europäische Zentralbank nun noch im Fall einer Rezession einschreiten will und wie Geschäftsbanken angesichts der Strafzinsen bei der EZB überhaupt Geld verdienen sollen – und die Notenbank scheint zerstritten wie nie. Das im September beschlossene große geldpolitische Stützungspaket stieß im EZB-Rat auf heftige Kritik.

Wie auch immer: Der Leitzins, der seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, wird heute wahrscheinlich nicht angetastet. Trader behalten ab 13.45 Uhr Euro, deutsche Staatsanleihen und den DAX im Auge.

Nikkei ebenfalls mit Jahreshoch

Die Anleger in Asien agierten derweil ohne klare Tendenz. Der CSI-300 schloss unverändert bei 3.871 Stellen. Gestützt durch Kursgewinne beijapanischen Halbleiterwerten zog dagegen der Nikkei um 0,6 Prozent an auf 22.751 Zähler. Das ist der höchste Stand seitrund einem Jahr.

Moderates Plus in New York

Die Börsianer in New York deckten sich gestern ebenfalls ein. Der DowJones verbuchte zur Schlussglocke ein Plus von 0,2 Prozent auf 26.833 Punkte. Der S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 3.004 Stellen. Und der NasdaqComposite zog um 0,2 Prozent an auf 8.119 Punkte. Unterstützung erhielt der Dow durch moderate Kursgewinne von Boeing und Caterpillar, nachdem beide Konzerne Quartalszahlen vorgelegt hatten, die als Bodenbildung interpretiert wurden.

Fed schiebt den Markt an

Bleibt noch eine kurze Erklärung für den für viele Broker rätselhaften Schlussspurt an der Wall Street gestern. Wie so oft lieferte das famose Finanzblog ZeroHedge eine Erklärung: Um 15.15 Uhr amerikanischer Zeit erklärte die New York Federal Reserve, sie werde ab dem heutigen Tag und über den 14. November hinaus die Liquidität drastisch hochfahren. Konkret solle die Verfügbarkeit bei OvernightRepos von 75 auf 120 Milliarden Dollar ansteigen, bei der Term Repo Provision solle sie von 35 auf 45 Milliarden Dollar steigen. ZeroHedge vermutet eine Panik bei der Fed, die wohl Cash-Engpässe im Zuge des Brexit befürchte.

Neue Kraft für die türkische Lira

Und abschließend ein Blick auf die Lira – sie hat zuletzt gegenüber dem Euro und dem Dollar wieder zugelegt. Was mit dem Ende der US-Sanktionen im Zuge des Waffenstillstandes zusammenhängt. Die sehr lesenswerte „Neue Züricher Zeitung“ konstatierte übrigens, Syriens Kurden dankten US-Präsident Donald Trump für das Ende des türkischen Angriffs.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt heute einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst steht um 13.45 Uhr der Zinsentscheid der EZB an. Um 14.30 Uhr folgt die letzte Pressekonferenz mit Mario Draghi. Spannend wird die Frage, ob und wie sehr die Notenbank die Geldschleusen weiter öffnet.

Um 14.30 Uhr laufen außerdem in den USA die Aufträge für langlebige Güter im September ein.

Zeitgleich werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Ferner wird um 15.45 Uhr der Markit-Einkaufsmanagerindex Industrie und Dienste verkündet.

Weiter stehen um 16.00 Uhr die US-Neubauverkäufe für September an.

An Quartalszahlen werden unter anderem Intel und Visa gemeldet.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.