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Stock market analyse

Noch ein Schuss Billiggeld

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13.09.2019 – Daily report. Die Europäische Zentralbank hat wie erhofft geliefert und die Geldpolitik weiter gelockert. Die Börsianer sind zufrieden und kaufen. Doch das nur verhalten: Denn vielleicht endet nach dem Abgang von Mario Draghi die Ära des Billiggeldes – in der Notenbank formiert sich offenbar Widerstand. Ansonsten warten die Anleger auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Und hoffen auf einen Zoll-Deal zwischen China und den USA.

Moderate Gewinne für den DAX

Es geht immer weiter voran am deutschen Aktienmarkt. Bis zum Freitagmittag kletterte der Leitindex um 0,2 Prozent auf 12.439 Zähler. Nicht schlecht: Seit dem Tief im August hat der DAX damit einen Gewinn von mehr als zehn Prozent hingelegt.

Kein Wunder, die EZB beschloss in ihrer gestrigen Sitzung unter anderem, den Strafzins für Bankeinlagen von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent anzuheben, dies erstmals seit 2016. Außerdem will die EZB vom 1. November an wieder Anleihekäufe im Umfang von monatlich 20 Milliarden Euro aufnehmen. Somit wird also das Programm zum Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen reaktiviert, das Ende 2018 beendet worden war – es soll nun auf unbestimmte Zeit weiterlaufen. Die Schuldenstaaten bekommen somit wie Süchtige immer neuen Stoff. Wie die gigantische Schuldenblase jemals abgebaut werden soll, bleibt ein Rätsel – mit erheblichen Crash-Gefahren für die Börse, falls irgendwann ein Staat den Default erklärt.

Widerstand gegen die Geldflut

Diese Einsicht arbeitet sich offenbar auch in der EZB voran. Nach Informationen des „Spiegel“ fiel die Mehrheit im Zentralbankrat diesmal so knapp aus wie nie zuvor, selbst wenn Draghi die Sache später ganz anders darstellte. Insidern zufolge stellte sich eine zweistellige Zahl des 25-köpfigen Gremiums gegen die neuen Schritte – neben der Bundesbank sogar die Franzosen; eine formelle Abstimmung habe aber nicht stattgefunden. Wenn Sie CFD oder online Aktien handeln, müssen Sie mögliche innere Verwerfungen in der EZB stets im Auge behalten – dies hat Auswirkungen auf Aktien, Anleihen und Devisen. Vor allem, da nun Christine Lagarde ihren Dienst als EZB-Chefin antritt – und die hat sich in der Argentinien-Krise nach Meinung vieler Experten einen Ruf der Ahnungslosigkeit erarbeitet.

Zollstreit-Zugeständnis der USA?

Die Anleger in Übersee setzen derweil auf eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA. Offenbar denkt US-Präsident Donald Trump auf Rat seiner Entourage über einen Übergangsdeal mit China nach. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mehrere Insider. Demnach könnten die USA neue Strafzölle auf chinesische Waren verschieben oder gar rückgängig machen, wenn China im Gegenzug zu Zugeständnissen bereit ist. Trump bestätigte dies vor Reportern in Baltimore nicht eindeutig – er sagte, er favorisiere einen kompletten Deal; möglicherweise müsse man aber die leichten Punkte zuerst in einem Interim-Deal regeln – wobei es keine wirklich einfachen Streitfragen gebe.

Während die chinesischen Börsianer aufgrund eines Feiertages nicht reagieren konnten, zog der Nikkei um 1,1 Prozent an auf 21.988 Punkte – das ist der höchste Stand seit über vier Monaten.

Steigende Kurse in New York

Auch die Broker in New York setzten auf einen Zollstreit-Deal: Der Dow Jones Industrial kletterte den siebten Handelstag in Folge, sein Allzeithoch verpasste er um 100 Zähler. Nachdem Gewinnmitnahmen einsetzten, rettete der Dow ein Plus von 0,2 Prozent auf 27.182 Zähler. Der S&P 500 gewann zum Schluss 0,3 Prozent auf rund 3.010 Punkte und der Nasdaq 100 zog um 0,4 Prozent an auf 7.917 Stellen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover
Zunächst steht um 14.30 Uhr der US-Einzelhandelsumsatz im August an, dito die Einfuhrpreise.
Um 16.00 Uhr folgen das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan im September und die Lagerbestände im Juli.
Vor allem der US-Konsum wird genau beobachtet, da der Binnenmarkt ein entscheidender Faktor für die Federal Reserve in Sachen Zinssenkung sein wird.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Wochenende!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Boerse chart

Draghi-Finale an der Börse

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12.09.2019 – Daily report. Abwarten in Frankfurt – die Anleger in Frankfurt hoffen auf ein massives geldpolitisches Programm der Europäischen Zentralbank von Mario Draghi, dem scheidenden Chef der Europäischen Zentralbank. Zudem sandte US-Präsident Donald Trump im Zollstreit nun seinerseits ein Signal des guten Willens an Peking.

Moderates DAX-Plus

Auf dem Frankfurter Parkett kursierten zuletzt immer optimistischere Spekulationen über das Ausmaß der neuen Geldspritzen. Dennoch verlor der DAX seine frühen Gewinne und legte zuletzt nur noch 0,1 Prozent zu auf 12.374 Zähler. Das ist nicht verwunderlich: Wenn Sie CFD handeln oder online im Aktienhandel aktiv sind, sollten Sie eine mögliche Enttäuschung in Betracht ziehen. Oder die Tatsache, dass der Markt mit einem „sell the news“ reagieren könnte – schließlich steuerte der DAX zuletzt auf den siebten Gewinntag in Folge zu. Um 13.45 Uhr wissen wir mehr.

Grande Draghi-Finale

Viele Broker erhoffen sich vom EZB-Chef einen letzten großen Schuss, der den Aktien kräftig nach oben hilft. Nicht nur mit einer Bazooka, sondern vielleicht gleich mit einer Dicken Bertha. Immerhin hatte Mario Draghi erst auf dem Notenbankertreffen in Sintra und dann auf der jüngsten EZB-Sitzung im Juli einige Erwartungen geschürt. Am Finanzmarkt eingepreist ist nun eine weitere Senkung des Einlagensatzes für Banken, er liegt schon bei minus 0,4 Prozent. Außerdem gilt die Wiederaufnahme des Kaufprogramms für Anleihen im Volumen von monatlich 20 bis 30 Milliarden Euro für viele Börsianer als ausgemachte Sache. Falls nicht, dürfte der DAX abtauchen und der Euro anziehen.

Zollstreit-Geste von Trump

Beim zweiten großen Börsenthema sorgte US-Präsident Donald Trump für Entzücken. Er twitterte am Mittwoch, dass er als Geste des guten Willens die Erhöhung von Tarifen für chinesische Waren im Wert von 250 Milliarden Dollar vom 01. Auf den 15. Oktober verschieben wird. Die Anhebung soll von 25 auf 30 Prozent erfolgen. Der Schritt geschehe auf eine Bitte von Vizepremier Liu He vor dem Hintergrund des 70. Geburtstags der Volksrepublik China. Übrigens zeigte sich China wenig dankbar: Das Reich der Mitte hat gerade ein Abkommen mit Argentinien über den erstmaligen Import von Soja geschlossen und damit die US-Farmer getroffen.

In der Volksrepublik legte der CSI-300 um 1,1 Prozent zu auf 3.972 Zähler. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss in Tokio 0,8 Prozent fester bei 21.760, er kletterte zeitweise auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten.

Gewinne in New York

Die US-Börsianer setzten auf eine Lösung des Zollkonflikts und griffen am Mittwoch beherzt zu. Der Dow Jones gewann 0,9 Prozent auf 27.137 Punkte und schloss auf dem Tageshoch – das war der sechste Gewinntag in Folge. Der S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3.000 Punkte zu. Der Nasdaq Composite stieg 1,1 Prozent auf 8.169 Stellen. Einmal mehr keilte übrigens Trump gegen die US-Notenbanker, die er als Dummköpfe bezeichnete – sie sollten endlich die Zinsen senken.

Trefferserie gegen die Ölbullen

Mehre heftige Schläge mussten die Bullen im Ölmarkt hinnehmen. Zunächst fielen die Bestandsdaten der Energy Information Agency gemischt aus – alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover.
Zudem arbeitete sich die Meldung im Markt vor, dass die russische Notenbank für 2020 einen Ölpreis von 25 Dollar für möglich hält. Dies war zwar nur ein mögliches Szenario. Doch wer weiß – vielleicht steckt dahinter eine Kreml-Strategie, um sich mit einem niedrigen Preis Markanteile bei Erdöl zu erobern. Passend dazu schienen tiefere Einschnitte bei der Ölförderung der OPEC vom Tisch, auf dem Treffen in Abu Dhabi jedenfalls war dazu keine echte Entschlossenheit mehr zu vernehmen.
Dann stoppte eine politische Meldung die Kauflaune: Laut Bloomberg hat US-Präsident Donald Trump tatsächlich die Lockerung der Sanktionen gegen den Iran diskutiert und sogar ein Meeting mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Das sei der eigentliche Grund für den Abgang des Sicherheitsberaters John Bolton gewesen. Der Hardliner sei am Montag im Oval Office explodiert, als Finanzminister Steven Mnuchin das Vorhaben unterstützte, wieder mit dem Iran zu verhandeln, hieß es unter Berufung auf ungenannte Quellen. Soll heißen: Möglicherweise kommt wieder iranisches Öl in größeren Mengen auf den Markt.

Das bringt der Tag

Neben der EZB-Sitzung stehen noch zwei relevante Termine im Kalender.
Um 14.30 Uhr stehen die US-Verbraucherpreise für August an.
Zeitgleich laufen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA über die Ticker.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Frankfurt börse

Kauflaune in Frankfurt

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11.09.2019 – Daily report. Die Bullen geben die Kontrolle an der deutschen Börse nicht aus der Hand. Zur Wochenmitte sorgen Entspannungssignale aus China im Zollstreit mit den USA für neuen Optimismus. CFD-Trader, die im Energiemarkt aktiv sind, blicken außerdem gespannt auf die jüngsten Ereignisse bei Erdöl – hier tut sich einiges.

Der DAX klettert nach oben

Die Erholung am Frankfurter Aktienmarkt setzt sich fort: Im frühen Mittwochshandel notierte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent fester bei 12.372 Zählern. Am gestrigen Dienstag hatte der DAX eine Kehrtwende vollzogen, seine Verluste wieder ausgeglichen und im Plus geschlossen. Trotz der anstehenden Wortmeldung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag griffen die Anleger wieder zu. Viele Broker hofften zudem genau wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auf staatliche Stimuli. Das DIW hat ein milliardenschweres staatliches Investitionsprogramm gefordert, um eine mögliche Rezession in Deutschland zu verhindern. Der Staat solle über 15 Jahre 30 Milliarden Euro an zusätzlichen öffentlichen Investitionen ausschütten.

Peking signalisiert Verhandlungswillen

Weiter sandte Peking im Zollstreit eine Geste des guten Willens in Richtung Washington. China legte eine Liste von 16 US-Produkten vor, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Darunter sind Medikamente gegen Krebs, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Die staatliche Zeitung „Global Times“ sprach von einer „Geste des guten Willens“ im Handelsstreit, bevor beide Seiten Anfang Oktober wieder Verhandlungen aufnehmen. Der mit dem kommunistischen Machtapparat bestens vernetzte Chefredakteur Hu Xijin twitterte, China tue dies, um die negativen Folgen eines Handelskrieges abzumildern, die Entscheidung nütze sowohl Firmen aus der Volksrepublik als auch aus den USA. Die ebenfalls staatsnahe „South China Morning Post“ ergänzte, die Ausnahmen sollen ab dem 17. September greifen.

Da allerdings auch Molke und Fischmehl auf der Liste stehen – beide dienen als Tierfutter – belegt der Schritt auch die Not in China, wo die Schweinepest wütet und die Fleischpreise explodieren. Zudem steht Peking einer drohenden Abwanderung amerikanischer Firmen gegenüber. Der US-Fernsehsender CNBC berichtete von einer Umfrage der American Chamber of Commerce in Shanghai. Laut der Handelskammer fürchten viele US-Firmen einen Einbruch der Geschäfte durch die Zölle und wollen sich so schnell wie möglich aus China zurückziehen. Befragt wurden 333 amerikanische Unternehmen im Reich der Mitte.

Die Reaktion auf die jüngste Entwicklung fiel unterschiedlich aus: Der chinesische CSI-300 setzte um 0,7 Prozent zurück auf 3.930 Punkte. In Tokio dagegen schloss der Nikkei 225 um 1 Prozent höher bei 21.598 Zählern.

Späte Aktivität in New York

Die Anleger in New York hatten sich am Vorabend erst spät aus der Deckung getraut. Der Dow Jones rettete zur Schlussglocke ein Plus von 0,3 Prozent auf 26.909 Zähler. Der S&P 500 schloss kaum messbar in der Gewinnzone bei 2.979 Punkten; dagegen sank der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent auf 7.815 Stellen.

Hausse-Signale bei Erdöl

Gleich mehrere Faktoren machen Erdöl derzeit für CFD-Trader interessant – hier steigt die Volatilität, einiges könnte auf einen steigenden Ölpreis hindeuten. Zunächst rutschten die Notierungen ab, nachdem US-Präsident Donald Trump den Nationalen Sicherheitsberater John Bolton entlassen hatte. Der Super-Falke gilt als extremer Hardliner gegenüber dem Iran.

Allerdings diskutiert die Branche gerade eine Analyse von Raymond James & Associates, wonach die US-Ölindustrie am Ende ihres Weges in Sachen Produktivität steht. Die Fördermenge steige wesentlich schwächer als erwartet, berichtete die Investmentbank. Die Produktionsrate für die ersten 30 Tage der Förderung (IP-30) habe sich um bis zu 40 Prozent zu Beginn der Dekade gesteigert. IP-30 sei aber in 2017 auf 11 Prozent gesunken, habe sich 2018 auf 15 Prozent erholt und sei in den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 auf 2 Prozent eingebrochen, berichtet Raymond James.

Außerdem könnte Saudi-Arabien für eine Einschränkung der OPEC-Fördermenge sorgen. Viele Broker vermuten, dass die Saudis wegen des Börsengangs von Saudi Aramco dringend einen höheren Ölpreis brauchen. Vielleicht erhalten wir schon Klarheit von der aktuell laufenden Energiekonferenz in Abu Dhabi – sie sollten daher die regelmäßigen Marktupdates auf Ihrer Handelsplattform im Auge behalten. Zudem wird heute der Monatsbericht der OPEC veröffentlicht. Und ferner stehen um 16.30 Uhr die wöchentlichen US/Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration (EIA) an.

Das bringt der Tag

Ansonsten steht mit den US-Erzeugerpreisen für August um 16.30 Uhr nur ein wirklich wichtiger Termin auf der Tagesordnung. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Aktienmarkt

EZB und China bremsen den DAX

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10.09.2019 – Daily report. Nur nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Denn am Donnerstag meldet sich die Europäische Zentralbank zu Wort. Zudem bremsen schlechte Daten aus China die Kauflaune. Ergo wartet der weltweite Handel ab. Auch die Aktionäre in Frankfurt halten sich zurück.

Vorsicht in Frankfurt

Dieser Tag dürfte eher ruhig ausfallen, sofern es keine unerwarteten Wortmeldungen aus der Politik gibt – etwa in Sachen Brexit oder Zollstreit China/USA. Denn das bestimmende Thema war die kommende EZB-Sitzung, beziehungsweise das Warten darauf. Zwar halten es die meisten Anleger für sicher, dass die Notenbank am Donnerstag den Zins für Einlagen bei der Notenbank senkt. Unklar ist dagegen, wie groß der Schritt ausfällt und ob EZB-Chef Mario Draghi außerdem eine Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe ankündigen wird. Somit setzte der DAX im frühen Handel um 0,3 Prozent zurück auf 12.196 Zähler.

Autoaktien im Fokus

Die Blicke der Anleger richteten sich derweil auf die Autoaktien und auch nach Frankfurt, wo die IAA mit dem Pressetag anläuft. Das dürften Sie in den kommenden Tagen in den deutschen Massenmedien erwarten: glühende Berichte über fantastische Elektroautos und kritische Kommentare darüber, dass sich die deutsche Autoindustrie einfach nicht schnell genug wandelt. Und was sagt König Kunde dazu? Wir werden es am Interesse auf der IAA und an den Verkaufszahlen sehen. Natürlich wird sich die E-Strategie auf die Börsenkurse auswirken.

Dämpfer aus China

Für Skepsis an den Börsen sorgten unterdessen Zahlen aus der chinesischen Industrie – sie musste im August die stärksten Preissenkungen seit drei Jahren vornehmen. Die Erzeugerpreise schrumpften um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Die Nachfrage sinkt also. Das gleiche Bild bei den Autos, der Absatz im August stockte. Den Überblick über alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover
Daraufhin setzte in China der CSI-300 um 0,4 Prozent zurück auf 3.956 Zähler. Eine kleine Meldung in Sachen Zollstreit wurde kaum beachtet: Huawei Technologies zog seine Klage gegen die US-Regierung wegen Beschlagnahme von Equipment zurück. In Japan schloss dagegen der Nikkei mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 21.392 Punkten.

Abwarten in New York

Auch die Wall Street hatte sich am Vorabend uneinheitlich präsentiert. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent höher bei 26.835 Punkten. Der S&P 500 verabschiedete sich quasi unverändert bei 2.978 Zählern. Und der Nasdaq Composite sank 0,2 Prozent auf 8.087 Stellen.

Pause vom Brexit-Theater

In Großbritannien kehrt mit der Zwangspause des Parlaments zunächst einmal ein wenig Ruhe im Brexit-Theater ein. Queen Elisabeth II. setzte das Gesetz in Kraft, das Premier Boris Johnson verpflichtet, eine dreimonatige Verschiebung des Brexit bis Ende Januar zu beantragen, sofern er bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen erzielt. Johnson will sein Land aber auf jeden Fall wie vorgesehen Ende Oktober aus der EU führen, wenn es sein muss auch ohne Abkommen. Außerdem hat das britische Parlament hat zum zweiten Mal innerhalb einer Woche einen Antrag von Johnson auf Neuwahlen abgelehnt. Nun dürfte auch der letzte Wähler auf der Insel verstanden haben, dass die Politfunktionäre im Parlament nicht am Willen des Volkes interessiert.

Was ist der britische Wähler auch dumm: Welches Land, das noch bei Trost ist, würde es riskieren, die weltgrößte Handelsunion zu verlassen und den Alleingang zu wagen? Welcher Staat würde sich im Vertrauen auf seine eigene Kraft von einem politischen Block verabschieden, der ihn finanziell melkt und ihm Gesetze aufzwingt, die ihm nicht passen? Richtig: Die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776. Wir zitierten aus einem Leserbrief in einer englischen Zeitung. Ansonsten gilt: Die Opposition dürfte sich während der fünfwöchigen Pause formieren, behalten Sie die Lage beim britischen Pfund auf Ihrer Handelsplattform stets im Blick.

Das bringt der Tag

Still ruht der See an diesem Dienstag. Im Terminkalender finden sich keine wirklich wichtigen großen Termine, was für einen ruhigen Handel spricht. Doch auch mit kleinen Bewegungen können Sie ja dank des Hebels mit CFD gute Gewinne erzielen – auch in kleinen Nischen des Marktes.
Allenfalls die JOLTS-Daten zu den Stellenangeboten in den USA könnten die Wall Street oder den Devisenhandel um 16.00 Uhr interessieren.

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Stock market trading graph

Börsianer hoffen auf Billiggeld

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09.09.2019 – Daily Report. Neue Woche, gleiches Spiel: Die Anleger hoffen auf eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA. Und auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Natürlich soll dann unbedingt nächste Woche die Federal Reserve nachziehen. Der Pegelstand an frischem Geld steigt also, das hebt die Aktienkurse an.

Leichtes Plus an der deutschen Börse

Der DAX kletterte auch zum Wochenbeginn moderat weiter: Am Montagvormittag notierte er 0,3 Prozent fester bei 12.225 Zählern. Seit seinem Zwischentief im August bei 11.267 Punkten hat der DAX damit fast 1.000 Punkte zugelegt.

Kapitalflut voraus

Billiges Geld macht eben süchtig nach mehr – Aktien sind als Sachwerte genau wie Rohstoffe eine Versicherung gegen die Vernichtung des inneren Wertes von Papiergeld. Die meisten Anleger rechnen für die EZB-Ratssitzung am Donnerstag mit einer weiteren Senkung des Strafzinses (aktuell: minus 0,4 Prozent), den Banken für Einlagen bei der Notenbank bezahlen müssen. Ob allerdings die Anleihekäufe fortgesetzt werden, ist offen – in der Notenbank regt sich offenbar Widerstand.

Als ausgemachte Sache gilt zudem, dass die Federal Reserve in der kommenden Woche den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken wird. Das gilt nicht nur für Frankfurt, sondern für den weltweiten Handel. Doch Vorsicht: Wenn die Hoffnungen enttäuscht werden, geht es ganz schnell bergab. Wenn Sie CFD handeln, kann Sie das allerdings nicht schrecken, da Sie short gehen können.

Bremsspuren durch den Zollstreit

Auch die Anleger in Asien gingen zum Wochenbeginn weiter von einem Überangebot an Liquidität aus. In der Volksrepublik China zog der CSI-300 um 0,6 Prozent an auf 3.973 Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 21.318 Zähler – immerhin ist das der höchste Stand seit Anfang August.

Und das, obwohl der Zollstreit der asiatischen Wirtschaft zusetzt: Die Einfuhren nach China sanken im August kräftig. Auch die Exporte waren rückläufig, vor allem in Richtung USA. Das Kalkül der Anleger: Die Regierung muss mit Stimuli eingreifen und die chinesische Notenbank für niedrigere Zinsen sorgen. Der Handelskonflikt macht derweil auch der japanischen Wirtschaft zu schaffen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen April und Juni auf das Jahr hochgerechnet nur 1,3 Prozent zu – vorläufigen Zahlen zufolge sollte der Zuwachs bei 1,8 Prozent liegen. Alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover

New York blickt auf die Fed

Die Anleger an der Wall Street hatten am Freitag ihre Notenbank im Fokus. Der Dow beendete den Handel mit plus 0,3 Prozent bei 26.797 Zählern. Das Wochenplus lag damit bei 1,5 Prozent. Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,1 Prozent auf 2.979 Punkte. Der Nasdaq 100 gab dagegen um 0,1 Prozent nach auf 7.852 Zähler.
Fed-Chef Jerome Powell hatte auf einer Konferenz in der Schweiz gesagt, dass die US-Notenbank eine Reihe von Unsicherheiten beobachte, darunter auch Handelskonflikte. Die Federal Reserve werde „angemessen reagieren, um das Wachstum aufrecht zu halten“. Aber er sagte auch: „Die US-Wirtschaft befindet sich in einem guten Zustand“, und „die Fed prognostiziert keine Rezession“. Widersprüchlich wie diese Aussagen waren auch die jüngsten Daten: Außerhalb der Landwirtschaft waren in den USA im August 130.000 Stellen entstanden, das war etwas weniger als erwartet. Jedoch stiegen die Löhne etwas mehr als gedacht.

Neue Brexit-Kapriolen

Derweil könnte es beim britischen Pfund wieder spannend werden – behalten Sie also unbedingt ihre Handelsplattform mit den regelmäßigen Marktupdates im Blick. Laut einer Meldung des „Daily Telegraph“ arbeitet der britische Premierminister Boris Johnson an einer Verhinderung der vom Parlament angestrebten Brexit-Verschiebung. Und das geht so: Johnson würde sich zwar an das vom Parlament entworfene Gesetz halten und die EU um eine Verschiebung des Austritttermins bitten. Parallel würde er aber in einem Brief erklären, dass die Regierung gegen eine Verschiebung über den 31. Oktober hinaus sei. Laut dem Fernsehsender ITV will die Opposition noch heute eine Dringlichkeitsdebatte im Parlament zu beantragen. Die Regierung soll gezwungen werden, ihre Pläne für einen Brexit ohne Abkommen zu veröffentlichen.
Richtig turbulent wird die Angelegenheit übrigens, wenn ein Fall eintritt, mit dem noch keiner rechnet: Falls die Queen dem vom House of Commons und den Lords verabschiedeten oben erwähnten Verschiebungsgesetz nicht zustimmt, tritt es gar nicht in Kraft. Auch Lächeln und Winken und eine Verzögerung könnte für Aufregung sorgen. Zu erwarten wäre dann eine heftige Volatilität beim britischen Pfund. Wenn Sie diese Zeilen lesen, dann wissen Sie bestimmt schon mehr über das Verdikt der Queen.

Das bringt der Tag

Am Montag stehen nur wenige wichtige Termine an. Einer davon sind die Konsumentenkredite in den USA im Juli, sie werden um 21.00 Uhr gemeldet.

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Stock market analyse

Geldflut voraus – Kurs auf den Crash

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09.09.2019 – Special Report. Alles wieder so harmonisch an der Börse: Die Zollverhandlungen zwischen China und den USA sollen im Oktober weiterlaufen. Eng damit verwandt: Die Federal Reserve, die chinesische Notenbank und auch die Europäische Zentralbank werden wohl die Geldpolitik weiter lockern, um eine Rezession abzuwenden. Genau dieses Vorgehen und der daraus resultierende Negativzins sind nach Meinung von Experten ein echter Anlass zur Sorge. Grund genug, sich mit den im Hintergrund schlummernden Gefahren auseinander zu setzen.

Endspiel für das Papiergeld

Wehe, das wird böse enden: Die Entwertung des Geldes läuft weiter, glaubt der Chief Investment Officer von Blackrock, Rick Rieder. Denn im Kampf gegen die Deflation müssten die Zentralbanken die Zinsen immer weiter drücken. Als Grund für das Szenario des finanziellen „Endgame“ nannte der Experte jüngst auf seinem Blog langfristige, nicht aufzuhaltende Entwicklungen.
So habe die Inflation ihren Gipfel etwa im Jahr 1979 erreicht. Erstens sei seit dann der Baby Boom abgeebbt; zweitens sei danach das Wachstum der Beschäftigung von Frauen gesunken. Drittens habe Deng Xiaping mit seinen Reformen in China die Globalisierung eingeleitet. Wir ergänzen: China wurde zur Werkbank der Welt, auch der Eintritt von Indien und Russland in den Weltmarkt senkte die Preise vieler Güter kräftig. Und letztlich ist laut Rieder mit der iranischen Revolution die vom Ölpreis geschürte Teuerung verschwunden – zumal sich die OPEC zu einer vernünftigen Preispolitik verpflichtete. Weiter hätten neue Technologien wie Internet und Smartphone zu mehr Preistransparenz geführt – ergo zu sinkenden Preisen, weil Verbraucher besser vergleichen können.

Keine Inflation, nirgends

Obwohl wichtige Zentralbanken im Kampf gegen die Deflation immer größere Waffen einsetzten, erschienen sie erfolglos bei ihrem Versuch, die Teuerung auf ein meist gewünschtes Level von 2 Prozent zu heben, fuhr der Blackrock-CIO fort. Mit den sinkenden Leitzinsen steige das Angebot von Bonds mit Negativzins; das Quantitative Easing habe sich von den Staatsanleihen auf Firmenkredite vorgearbeitet. Das Endgame sei die Geldentwertung, also ein „Debase“ – das Wachstum der Liquidität müsse den Zuwachs im globalen Bruttoinlandsprodukt übersteigen. Die Abkehr von einer solch extremen Politik sei sehr schwierig, da die Versuchung der Fiskalpolitik zur Aufnahme neuer Schulden steige. Die Abwertungsspirale bei den Zinsen steigere zudem das Risiko für einen offenen Währungskrieg, kommentierte der Experte.
Die Gegenmaßnahme für Investoren: Assets, die ihren inneren Wert behalten und die nicht gedruckt werden können. Ergo: Aktien, Immobilien und Commodities, etwa Gold. Die schlechteste Alternative: Staatsanleihen mit negativer Rendite und Cash, da beide theoretisch unendlich angeboten werden können.

Banker warnen vor Negativzins

Tatsächlich warnen inzwischen auch Top-Banker vor dem Negativzins. Dieser Schritt der EZB habe zu einer „absurden Situation“ geführt, in der Banken keine Einlagen mehr halten, tobte jüngst der Chef der Schweizer UBS, Sergio Ermotti. Diese Politik beschädige die Sozialsysteme und die Sparraten.
Auch Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank, warnte, eine weitere Lockerung durch die EZB werde ernsthafte Nebenwirkungen hervorrufen. Auf lange Sicht ruinierten negative Zinsen das Finanzsystem, auch wenn ein neuer Zinsschritt die Refinanzierung für Staaten erleichtere, sagte er laut Bloomberg auf einer Veranstaltung des „Handelsblatt“. Sewing warnte außerdem vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft, da Sparer bestraft würden – sie zahlten schon 160 Milliarden Euro für Negativzinsen – während die Aktienkurse stiegen. Die Zentralbanken hätten zudem kaum noch Werkzeuge in der Hand, um eine Krise der Realwirtschaft effektiv zu kontern.

Der nächst Big Short

Und selbst wenn die Geldflut die Aktienkurse anhebt – auch dieser Effekt birgt Gefahren in sich. Davor warnte zumindest Michael Burry – und der kann das mögliche kommende Desaster gut einschätzen, da er vor einer Dekade in der Finanzkrise schon einmal richtig lag. Burry ging durch das Buch „The Big Short“ in die Annalen ein. Jüngst meldete sich Burry ausgiebig bei „Bloomberg News“ zu Wort. Seine Thesen: Zentralbanken verzerren den Markt, passive Investments sorgen für die nächste Blase.
Die jüngste Geldflut in Richtung der Indexfonds weise Parallelen mit der Blase der Collateralized Debt Obligations vor 2008 auf. Indexfonds pumpten aktuell die Kurse von Aktien und Bonds auf, genau wie die Nachfrage nach CDO für einen Sog bei Subprime-Hypotheken vor einer Dekade gesorgt habe. Bei den CDO sei die Preisfindung im Markt nicht durch eine fundamentale Analyse der Sicherheiten erfolgt; sondern durch massive Kapitalflüsse, die auf von Nobelpreisträgern für gut befundene Risikobewertungsmethoden folgten, welche sich aber letztlich als falsch herausstellten.
“Das schmutzige Geheimnis von passiven Indexfonds (…) ist die Verteilung des täglich gehandelten Dollarwertes auf die Sicherheiten innerhalb des abgebildeten Indexes,“ urteilte Burry. Und: Der Geldfluss werde sich irgendwann umkehren. Wie bei allen Blasen gelte: „Je länger es dauert, desto übler wird der Crash“.

Hier finden Sie Schutz

Burry, der aktuell rund 340 Millionen Dollar bei Scion Asset Management im kalifornischen Cupertino verwaltet, hatte auch noch einen konkreten Rat für Anleger parat. Er ergänzte, er möge Small Caps – die seien bei passiv gemanagten Fonds nämlich unterrepräsentiert und damit unterbewertet. Beispielsweise gebe es in Japan viele unterbewertete kleine Firmen mit hohen Cash- oder Aktienpolstern. Und noch ein konkreter Tipp: In Japan seien gerade die großen Exchange Traded Funds besser als andere Fonds gegen eine globale Panik abgesichert, da die japanische Zentralbank besonders stark in großen ETF investiert sei.
Egal ob Sie CFD handeln oder online Aktien handeln – Sie sollten das Thema Geldentwertung durch die Zentralbanken unbedingt im Auge behalten. Denn die Flut an „fiat money“ hat konkrete Folgen für Rohstoffe, Anleihen und Aktien, falls die Blase wirklich platzt.
Die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading Analyse

Aktionäre warten auf US-Jobdaten

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06.09.2019 – Daily Report. Freude im weltweiten Handel: Im Oktober sollen die Zollverhandlungen zwischen den USA und China weiterlaufen. Die Meldung des Vortages wirkt auch am Freitag an den asiatischen Börsen nach. Allerdings halten die Anleger in Frankfurt vor den wichtigen US-Jobdaten am Nachmittag erst einmal ihr Pulver trocken.

DAX leicht im Plus

Jetzt herrscht wieder eitel Sonnenschein: Nach der gestrigen Bestätigung neuer Zollverhandlungen durch die chinesische Administration sieht die Welt gleich wieder viel besser aus. Der DAX zog bis zum Freitagmittag um 0,3 Prozent an auf 12.168 Punkte und hielt sich damit weiter über der 50-Tage-Linie. Gestern war der Indikator um 0,9 Prozent auf 12.127 Zähler geklettert – das war der höchste Schlussstand seit fünf Wochen. Der deutsche Leitindex hat damit innerhalb von neun Tagen rund 600 Punkte zugelegt.

Die wieder mutig gewordenen Anleger hakten auch eine neue Hiobsbotschaft aus der deutschen Industrie schnell ab: Im Juli war die deutsche Produktion überraschend um 0,6 Prozent geschrumpft. Alle wichtigen Daten finden Sie hier: Market Mover

Freude in Asien

Die Aussicht auf eine Einigung im Handelsstreit erfreute auch die asiatischen Börsianer. In China gewann der CSI-300 0,6 Prozent auf 3.949 Zähler. In Japan verabschiedete sich der Nikkei 225 mit einem Plus von 0,5 Prozent bei rund 21.200 Punkten ins Wochenende – das Wochenplus beträgt damit 2,4 Prozent. Kein Wunder, denn gestern legte auch ein Insider aus China in Sachen Zollstreit-Hoffnung nach: Hu Xijin, Chefredakteur der staatlichen „Global Times“ twitterte, es gebe nun mehr Möglichkeiten auf einen Durchbruch in den Zollgesprächen. Der Journalist gilt als Sprachrohr der kommunistischen Partei.

Gewinne in New York

Ergo applaudierte auch die Wall Street. Der Dow Jones gewann 1,4 Prozent auf 26.728 Punkte – im Handelsverlauf schaffte es der US-Leitindex erstmals seit gut einem Monat über die Marke von 26.800 Zählern. Der S&P 500 stieg um 1,3 Prozent auf 2.976 Stellen, der Nasdaq 100 kletterte um 1,9 Prozent auf 7.863 Zähler. Alle wichtigen US-Indizes haben damit nun die Seitwärtsrange verlassen und sind über den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gehüpft.

Denn für Freude hatte auch der starke ADP-Bericht von gestern gesorgt. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister hatte die Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten im August mehr Stellen geschaffen als erhofft. Ferner zeigte die US-Industrie mit ihren Auftragsdaten im Juli Stärke und im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung im August überraschend stark auf. Im neuen Optimismus waren Gold und Silber wieder weniger gefragt.

Fed und Arbeitsmarktbericht im Fokus

Nur wenige wichtige Termine stehen heute auf der Agenda. Spannend wird es um 14.30 Uhr, wenn der US-Arbeitsmarktbericht für August über die Bildschirme auf Ihrer Handelsplattform läuft.
Die Jobdaten werden auch die Federal Reserve interessieren. Sie entscheidet am 18. September über mögliche Zinssenkungen. Vielleicht wird sich Fed-Chef Jerome Powell schon am Abend zu einem Kommentar hinreißen lassen. Er nimmt an der Konferenz „The Economic Outlook and Monetary Policy“ in der Schweiz teil, die um 18.30 Uhr beginnt. Laut „Wall Street Journal“ soll es übrigens höchst wahrscheinlich in zwei Wochen einen Zinsschnitt der Fed von 25 Basispunkten geben. Warten wir es ab.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Wochenende!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Beijing-Peking

Peking macht Hoffnung

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05.09.2019 – Daily Report. Neuer Optimismus auf dem Frankfurter Parkett: Ein Handelskrieg zwischen dem Reich der Mitte und den USA scheint abgewendet. So lauten zumindest die jüngsten Signale, die Peking gerade aussandte. Zudem stehen die Zeichen in Italien und in Großbritannien nicht mehr auf Sturm. Selbst die deutsche Industrie stoppte die Kauflaune nicht.

Gewinne an der deutschen Börse

Die Aktionäre in Frankfurt greifen wieder zu: Eine handzahme Regierung in Rom, die Brüssel keinen Ärger macht; Niederlagen für die Brexit-Hardliner in London; und vor allem Entspannungssignale aus China in Sachen Zollstreit mit den USA sorgten am frühen Donnerstag für Kauflaune. Der DAX kletterte 0,8 Prozent bis auf 12.126 Zähler. Auch schlechte Zahlen der deutschen Industrie stoppten den Trend nicht: Das Auftragsvolumen im Juli ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Kein (chaotischer) Brexit

Am Devisenmarkt stand weiter das britische Pfund im Fokus. In den hämischen deutschen Medien wurden die Ereignisse in London gefeiert – viele Broker freuten sich angeblich, dass es nun keinen chaotischen Brexit gebe. Das geplante Gesetz gegen den ungeregelten EU-Austritt soll Premier Boris Johnson dazu zwingen, eine Verlängerung der am 31. Oktober auslaufenden Frist um drei Monate zu beantragen, falls bis zum 19. Oktober kein Abkommen mit der EU ratifiziert ist. Tatsächlich dürfte sich der Eiertanz um den Brexit wegen der Parlamentsrevolte nun unendlich hinziehen. Denn Brüssel kann sich darauf verlassen, dass die Opposition in London eine harte Verhandlungslinie der Regierung des Vereinigten Königreiches hintertreibt. Die Eurokraten müssen sich mit diesem Parlament nur zurücklehnen und gar nichts tun, um den Brexit auszuhebeln. Vermutlich wird es nicht nur keinen chaotischen Brexit geben, sondern gar keinen.

De facto hat damit eine kleine, elitäre britische Funktionärskaste den Willen des eigenen Volkes ignoriert und Großbritannien an Brüssel ausgeliefert. Und wie erwartet, hatten die Abgeordneten nicht den Mut, sich erneut dem Verdikt des Wählers zu stellen, weil sie ihre Pfründe nicht verlieren wollten – Neuwahlen sind vom Tisch. Oder doch nicht? Wenn Johnson die Vertrauensfrage stellt und verliert, wird neu gewählt. Dann wird Labour vernichtet, wenn die jüngsten Umfragen rechtbehalten. Also: Überraschungen sind bei diesem Thema jederzeit möglich – wenn Sie CFD handeln, dann sollten Sie Ihre regelmäßigen Marktupdates immer im Blick behalten.

Hoffnung auf Zollabkommen

Das wichtigste Thema für die Aktionäre war einmal mehr der Zollstreit zwischen China und den USA. Laut einer Meldung des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV sollen neue direkte Gespräche zwischen den Chefunterhändlern der USA und von China Anfang Oktober im Rahmen des regelmäßigen strategischen Wirtschafts- und Handelsdialogs beider Länder in Washington stattfinden. Und noch wichtiger: Auf der Arbeitsebene sollen „bedeutende Fortschritte“ bereits Mitte September vorbereitet werden.
Das chinesische Handelsministerium bestätigte am Donnerstag, dass es Anfang Oktober ein Treffen geben soll, dies werde hochrangig besetzt sein. Die Entscheidung dazu sei in einem Telefonat zwischen dem chinesischen Vizepremier Liu He und dem amerikanischen Finanzminister Steven Mnuchin sowie dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer gefallen, erläuterte das Ministerium. Im Gespräch mit dabei gewesen seien auch Handelsminister Zhong Shan, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Yi Gang sowie Ning Jizhe, der stellvertretende Leiter der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform. Die Chinesen meinen es also offenbar ernst.

Asien überwiegend fester

Ergo griffen die Anleger in Asien zu. Außerdem hofften sie auf neue Stimuli in der Volksrepublik – gerade hat sich der ansonsten eher machtlose Staatsrat für den „zeitnahen“ Einsatz mehrerer Instrumente zur Konjunkturstützung ausgesprochen. Der Staatsrat ist die vollziehende Behörde des Nationalen Volkskongresses, das ist das aufgeblähte Scheinparlament, das einmal im Jahr tagen darf. Doch wenn die Apparatschiks das öffentlich verkünden dürfen, stecken die Pläne beim Führer Xi Jinping wohl schon fertig in der Schublade. So zog der chinesische CSI-300 um 1 Prozent an auf 3.925 Stellen.
In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 mit kräftigen Gewinnen von 2,1 Prozent auf 21 085,94 Punkte. Aber: Der Hang Seng, der am Vortag um fast 4 Prozent geklettert war und den größten Tagesgewinn seit 2011 eingefahren hatte, rutschte um 0,9 Prozent auf 26.291 Zähler. Denn trotz des Rückzuges des Auslieferungsgesetzes gingen die Demonstrationen erst einmal weiter.

Gewinne in New York

Die Anleger an der Wall Street hatten am Vorabend hoffnungsfroh auf die Kehrtwende in Hongkong reagiert: Regierungschefin Carrie Lam zog dort das Gesetz für Auslieferungen nach Rotchina zurück. Und das ist auch ein Thema in den Zollverhandlungen: Donald Trump hat eine „humane Haltung“ von Peking bezüglich der Situation in der Sonderverwaltungszone eingefordert. Der Leitindex Dow Jones ging zur Schlussglocke 0,9 Prozent fester bei 26.355 Punkten und fast auf seinem Tageshoch aus dem Handel. Der S&P 500 legte sogar um 1,1 Prozent zu auf 2.938 Punkte. Und der Nasdaq 100 gewann 1,4 Prozent auf 7.719 Stellen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender beinhaltet heute einige wichtige Events. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Los geht es mit den Zahlen von ADP zur Beschäftigung im August um 14.15 Uhr.
Um 14.30 Uhr folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.
Weiter wird um 15.45 Uhr der Markit-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen im August gemeldet.
Kurz danach läuft um 16.00 Uhr der Auftragseingang für die Industrie im Juli über die Ticker.
Zeitgleich wird der ISM-Index Dienstleistungen für August gemeldet.
Um 17.00 Uhr schließlich meldet die Energy Information Agency die Speichermengen an Rohöl.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trade

Brexit-Schlacht und China-Hoffnung

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04.09.2019 – Daily Report. Der DAX erholt sich, auch die US-Futures ziehen an. Hoffnungsvolle Signale aus China stützen. Doch die Musik spielt nicht im online Aktienhandel und nicht an der Börse. Vielmehr dürfte am Mittwoch der Devisenmarkt turbulent werden. Denn in London geht die Brexit-Schlacht munter weiter.

Deutsche Aktien wieder gefragt

Die Anleger in Frankfurt griffen wieder zu, zuletzt stieg der DAX um 1,3 Prozent auf 12.068 Punkte. Großbritannien dominierte das News-Geschehen. Und auch die jüngste Entwicklung in China sorgte für Erleichterung.

Rally in Hongkong

Einem Medienbericht zufolge will Carrie Lam, Regierungschefin von Hongkong, das für die wochenlangen Ausschreitungen verantwortliche Auslieferungsgesetz zurückziehen. Das Gesetz sollte es Hongkong erlauben, Verdächtige an die rotchinesische Justiz zu überstellen. Wie die „South China Morning Post“ berichtete, will Lam in Kürze die Öffentlichkeit über die Entscheidung informieren. Der Hang Seng schloss mit einem satten Plus von 3,9 Prozent bei 26.523 Zählern. Die Blue Chips der Volksrepublik China legten moderat zu, der CSI-300 gewann 0,8 Prozent auf 3.886 Zähler. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 den Handel fast unverändert mit plus 0,1 Prozent bei 20.649 Punkten.

Hoffnung im Handelsstreit

Mit dem Rückzug des Gesetzes dürfte auch der Volkszorn in Hongkong abebben. Damit wäre auch eine potenzielle Hürde in den Zollverhandlungen zwischen China und den USA beseitigt – anders als das stets auf Appeasement bedachte Europa hatte US-Präsident Donald Trump ja Peking vor einer gewaltsamen Lösung gewarnt und mit Reaktionen in den Zollverhandlungen gedroht. Übrigens soll Trump laut CNBC jüngst heftig gekocht haben. Nach der chinesischen Ankündigung vom 23. August, Zölle für US-Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar zu verhängen, hatte er eigentlich doppelt so hohe US-Gegenzölle geplant. Die beiden Unterhändler, Finanzminister Steven Mnuchin und Berater Robert Lighthizer, schickten nach Informationen von CNBC daraufhin erfolgreich mehrere Konzernchefs ans Telefon, um Trump zu bremsen.

Schlacht um den Brexit

Wo wir gerade über politischen (Volks)zorn plaudern: Das britische Pfund steht im Fokus der Devisen-Trader, Volatilität ist garantiert. Mit der Niederlage für Premier Boris Johnson im Parlament haben Opposition und konservative Rebellen den Weg freigemacht für eine neue Abstimmung. 328 Abgeordnete hatten gestern für einen Beschluss gestimmt, der den Weg für ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit ebnet – 301 Abgeordnete waren dagegen.

Am heutigen Mittwoch soll über den Gesetzentwurf abgestimmt werden, der eine dreimonatige Verschiebung des Brexit-Termins bis zum 31. Januar 2020 vorsieht, falls vorher kein Brexit-Vertrag zustande kommt. Womit Brüssel de facto einfach bis zum Sankt-Nimmerleinstag alle Verhandlungen mit London sabotieren könnten, um so in Kumpanei mit den britischen Remainern dafür zu sorgen, dass der Nettozahler Großbritannien die EU doch nicht verlassen kann.

Johnson kündigte seinerseits an, am Mittwoch einen Antrag auf Neuwahlen zu stellen. Wir vermuten, dass das Unterhaus diesen ablehnen wird. Denn die linke Labor-Partei und alle diejenigen, die sich dem Volkswillen in Sachen Brexit in den Weg stellen, müssen befürchten, in die Wüste geschickt zu werden und ihr wohldotiertes Pöstchen zu verlieren. Vor allem die 21 konservativen Deserteure, die inzwischen aus der Tory-Fraktion geworfen wurden. Also: Behalten Sie Ihre kostenfreien Realtimekurse im Blick und den Marktzugang offen!

Verluste in New York

Die Wall Street hatte am Vorabend zurückgesetzt. Der Grund: Der Einkaufsmanager-Index für die US-Industrie rutschte überraschend stark auf 49,1 Punkte, er sank damit erstmals seit 2016 unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Der Dow Jones schloss 1,1 Prozent tiefer bei 26.118 Punkten. Der S&P 500 rutschte 0,7 Prozent auf 2.906 Stellen. Der Dow Jones hat somit die in der vorigen Woche gerissene Kurslücke unter 26.200 geschlossen. Dito der S&P 500 unter 2.900. Der Nasdaq Composite verlor gestern 1,1 Prozent auf 7.874 Punkte.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst steht die US- Handelsbilanz für Juli an, dies um 14.30 Uhr.
Um 20.00 Uhr rückt das Beige Book der Federal Reserve in den Fokus.
Um 21.15 Uhr deutscher Zeit spricht der Fed-Chef von Chicago, Charles Evans, in Detroit zum Thema „North American Trade: The Auto Sector“. Er ist stimmberechtigt im Offenmarktausschuss, der über die Zinsen entscheidet.
Nach 22.00 Uhr meldet die Deutsche Börse die Zusammensetzung der Aktienindizes.
Weiter laufen um 22.30 Uhr die Daten zu den US-Rohöllagern des American Petroleum Institute über die Ticker.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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DAX bei 12.000 gedeckelt

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03.09.2019 – Daily Report. Skepsis auf dem Frankfurter Parkett. Im frühen Dienstagshandel halten sich die Anleger zurück. Die neuen Belastungsfaktoren sind die alten: China, USA, Großbritannien. Soll heißen: drohender Handelskrieg und Brexit. Gold setzt seinen Höhenflug fort.

DAX seitwärts – Euro schwach – Gold fest

Das war wohl nichts: Der DAX hat im frühen Handel einen Vorstoß an die 12.00 Zähler versucht, ist aber bei 11.980 Punkten abgeprallt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit 0,2 Prozent im Minus bei 11.933 Punkten. Auch die US-Futures setzten leicht zurück. Gründe für die Kaufzurückhaltung an der Börse gab es genug: Neue Ängste im Zollstreit China-USA und auch der Brexit stachen hervor. Am Devisenmarkt stand der Euro erneut unter Druck, er rutschte bis auf 1,0931 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2017. Die Anleger suchten den sicheren Hafen Gold: Der Goldpreis pendelte in Euro gerechnet weiter unter seinem jüngst erreichten Rekordhoch bei 1.401 Euro.

Befiehlt Trump den China-Exit?

In den angelsächsischen Medien verdichteten sich die Spekulationen über ein Regierungsdekret. Will Donald Trump etwa per präsidentieller Order die amerikanischen Firmen aus China herausholen? Tatsächlich hatte Trump am 23. August erstmals via Twitter die amerikanischen Unternehmen aufgerufen, sich umgehend nach Alternativen für China umzuschauen und stattdessen Produkte in den USA fertigen zu lassen.

Der POTUS (President of the United States) zitierte den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA). Das Gesetz wurde im Jahr 1977 verabschiedet und gibt dem Präsidenten die Vollmacht bei jeder ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung für die nationale Sicherheit, Außenpolitik oder Wirtschaft der Vereinigten Staaten zu handeln (“any unusual and extraordinary threat … to the national security, foreign policy, or economy of the United States”). Unnötig zu erwähnen, dass ein solches Exit-Dekret eine neue Eskalationsstufe im Streit mit China bedeuten würde – und die Wall Street kräftig herumwirbeln dürfte.

Keine Impulse aus Übersee

Unterdessen meldete sich die Regierung in Peking zu Wort: Sie beschwerte sich darüber, dass die jüngsten US-Einfuhrzölle die Übereinkunft verletzten, die China und die USA beim G20-Gipfel in Osaka getroffen hätten. Der chinesische CSI-300 legte am Morgen um 0,1 Prozent zu auf 3.854 Zähler. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 den Handel fast unverändert bei 20.625 Punkten. Impulse aus den USA gab es nicht. Am Montag war die Wall Street wegen des „Labor Day“ geschlossen.

Showdown in London

Richtig spannend wurde es zuletzt in Großbritannien. Das britische Pfund rutschte gegenüber dem Dollar unter 1,20 und damit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2016. Kein Wunder, der Streit um den Brexit eskaliert: Die Opposition und rund 20 Rebellen aus der konservativen Regierungsfraktion wollen Premierminister Boris Johnson per Gesetz zum Einlenken bei seinem harten Brexit-Kurs zwingen. Die Remainer wollen einen Aufschub um drei Monate – und damit offensichtlich in einer Salamitaktik den Brexit sabotieren. Dabei ist der Abschied schon durch ein Referendum und den Sieg der Pro-Brexit-Tories bei den Parlamentswahlen abgesegnet worden. Der Prime Minister will „unter keinen Umständen“ eine weitere Verlängerung der EU-Austrittsfrist über den 31. Oktober hinaus. Johnson drohte, er werde Neuwahlen anberaumen, falls er im Unterhaus unterliegt.

US-Ölbranche droht Kollaps

Und auch im US-Ölmarkt wird es brenzlig. Laut „Wall Street Journal“ (WSJ) könnte die Shale Revolution vor einem unschönen Ende stehen. Denn über die amerikanische Öl- und Gasbranche rollt eine Konkurswelle. Bis dato haben 2019 laut WSJ schon 26 Firmen bankrott angemeldet, in ganz 2018 waren es 28 gewesen. Vor allem kleine und mittlere Förderer kämpfen mit einem niedrigeren Ölpreis und der Zurückhaltung der Finanziers, viele Firmen können ihre Schulden nicht mehr bedienen. Zudem dürfte die OPEC alles tun, um mit hoher Förderung und niedrigen Preisen der ungeliebten Konkurrenz den Garaus zu machen.

Das bringt der Tag

Sie sehen also: Die globale Politik bestimmt weiter den Takt auf dem Parkett. In der zuletzt vorherrschenden Zurückhaltung ging es weder richtig vor noch zurück. Damit hat die Rendite nur gestimmt, wenn sie CFD handeln. Aber bitte nur bei einem Broker mit Bafin Lizenz.

Bleibt zu hoffen, dass die anstehenden Konjunkturdaten mehr Bewegung bringen, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

In den USA steht um 15.45 Uhr der Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe für August an.

Um 16.00 Uhr folgt der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im August.

Zeitgleich laufen die amerikanischen Bauinvestitionen für Juli über die Ticker.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.