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Doppelhoch im DAX

Nervosität am Hexensabbat

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21.06.2019 – Daily Report. Ein Schritt vor, einer zurück: Die Anleger sondieren am Freitag die Richtung. Und hinter den Kulissen ziehen und schieben große Anleger die Kurse. Denn es ist großer Verfallstag an der Börse. So kommt der DAX nicht über sein gerade markiertes Jahreshoch hinaus. Zumal die Spannungen im Persischen Golf zunehmen.

Leichtes Plus in Frankfurt

Bis zum Freitagmittag hielt sich der deutsche Leitindex mit 0,3 Prozent im Plus knapp unter 12.400 Zählern. Im heutigen Handel ist Volatilität garantiert, was alle freut, die CFD handeln– denn sie können auch das kleinste Hin und Her für Gewinne nutzen und haben damit höhere Rendite-Chancen als Anleger im Online-Aktienhandel. Am Hexensabbat laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom „großen Verfall“ sprechen Broker immer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also von Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. Da große Adressen häufig versuchen, über die Schwergewichte die Indizes in ihre Richtung zu steuern, ist Chartanalyse sinnlos.

Doppelhoch im DAX

Und so hat das gerade markierte Doppelhoch im DAX zunächst wenig Aussagekraft. Am gestrigen Feiertag Fronleichnam hatte der deutsche Leitindex bei 12.438 Punkten ein neues Jahreshoch markiert. Richtig überzeugend war dies aber nicht – zum einen war das Volumen niedrig, zum anderen lag der neue Gipfel nur zwei Punkte über der bisherigen Bestmarke von Anfang Mai. Ein Doppelhoch markiert häufig den Beginn einer Baisse.

Kriegsgefahr im Persischen Golf

Bestimmendes Thema auf dem Parkett war ansonsten der offenbar in letzter Minute abgeblasene Angriff der USA gegen den Iran. Laut der „New York Times“ hatte US-Präsident Donald Trump als Vergeltung für den Abschuss einer US-Drohne Militärschläge die Attacke aus der Luft und von der See gegen das Mullah-Regime zunächst genehmigt, dann aber doch noch gecancelt. Wir fragen uns, ob aufgeschoben auch aufgehoben ist.

Öl, Gold und Treasuries gefragt

Angesichts der sich zuspitzenden Krise zog der Ölpreis kräftig an, bevor er wieder etwas zurücksetzte. Zudem flohen Investoren in amerikanische Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen US-Bonds rutschte erstmals seit Ende 2016 unter 2 Prozent und erreichte 1,99 Prozent. Und was kaufen risikoscheue Anleger sonst, wenn die Zinsen wahrscheinlich weiter sinken und die Kriegsgefahr wächst? Genau: Gold. Der August-Kontrakt stieg erstmals seit 2013 bis auf 1.415,40 US-Dollar, bevor Verkäufe einsetzten.
Die Federal Reserve hatte am Mittwochabend zwar die Zinsen zwar unverändert gelassen, jedoch Handlungsbereitschaft und Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf signalisiert. Der Greenback war nach dem Zinsentscheid deutlich unter Druck geraten, was das gelbe Metall attraktiver macht.

Vorsicht in Asien

In Asien waren die Anleger am Morgen auf Nummer sicher gegangen. Zudem flohen sie in den Yen, was die Exportchancen vieler Konzerne verringert. So schloss der Nikkei in Tokio mit einem Minus von rund 1 Prozent bei 21.259 Punkten. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index um 0,5 Prozent auf 28.409 Zähler nach.

Rekordjagd in New York

Die amerikanischen Aktien profitierten von der Hoffnung auf niedrigere Zinsen. Der S&P 500 markierte am Donnerstag im Verlauf ein neues Allzeithoch bei rund 2958 Punkten. Zum Schluss stand er rund ein Prozent höher bei 2.954 Punkten. Der Dow Jones Industrial verbuchte zur Schlussglocke einen Gewinn von 0,9 Prozent auf 26.753 Zähler, damit ist er noch knapp 1 Prozent von seinem Allzeithoch entfernt. Der Nasdaq 100 schloss ebenfalls 0,9 Prozent fester bei 7.738 Stellen.

Das bringt der Tag

Im Fokus steht heute die Deutsche Bank. Denn die Federal Reserve veröffentlicht nach US-Börsenschluss den ersten Teil des jüngsten Stresstests der Großbanken. Sollte die Deutsche Bank wie schon 2015, 2016 und 2018 den Test nicht bestehen, drohen ihr Einschränkungen des US-Geschäftsbetriebes.
Zudem dürften Meldungen vom EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs über die Ticker laufen, was Trader im Euro und in europäischen Staatsanleihen interessieren könnte.
Um 15.45 Uhr läuft der Markit PMI für das Verarbeitende Gewerbe und Dienstleister im Juni ein.
Und um 16.00 Uhr werden die Zahlen für die Verkäufe von gebrauchten Immobilien in den USA genannt.
Alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein sonniges Wochenende!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Bulls Trading

Die Bullen scharren mit den Hufen

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19.06.2019 – Daily Report. Die Anleger an der Frankfurter Börse lassen es nach den Gewinnen vom Vortag zunächst ruhig angehen. Am Mittwochmittag läuft der DAX seitwärts, allerdings ist die Stimmung weit zuversichtlicher als in den Tagen zuvor. Vor dem Zinsentscheid der Federal Reserve am Abend trauen sich jedoch nur wenige Börsianer aus der Deckung. Dabei sind die Vorgaben aus Übersee positiv – denn nun soll es doch ein Treffen zwischen den Präsidenten der USA und von China geben.

Geldpolitik sorgt für Zuversicht

Die Bullen tankten Kraft und verdauten ihre Gewinne vom Dienstag. Der DAX hielt sich zuletzt 0,1 Prozent im Plus. An der deutschen Börse herrschte genau wie im weltweiten Handel wieder verstärkte Zuversicht, dass die Federal Reserve am Abend den Markt verbal auf Zinssenkungen vorbereiten wird. Die meisten Analysten erwarten, dass die Währungshüter den Leitzins diesmal noch in der Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent belassen werden.
Zudem wirkte auch die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi vom Dienstag nach, wonach die Europäische Zentralbank die Geldpolitik zusätzlich lockern könnte, sofern sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessert. Das sieht doch ganz nach einem Abwertungswettlauf zwischen Dollar und Euro aus. Devisen-Trader sollten die Sache also im Auge behalten und ihre finanziellen Arsenale bei Deutschlands besten CFD-Brokern schon einmal füllen.

Neue Hoffnung im Zollstreit

Außerdem teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag via Twitter mit, er habe ein „sehr gutes“ Telefonat mit Chinas Präsident Xi Jinping geführt. Er und Xi würden nächste Woche ein längeres Meeting am Rande des G-20-Gipfels in Japan führen. Die Teams auf beiden Seiten würden schon zuvor mit Gesprächen beginnen.
Offenbar haben sich damit die Pragmatiker gegen die Betonköpfe in der chinesischen Führung durchgesetzt. Denn selbst der als Sprachrohr des dogmatischen Flügels der Kommunistischen Partei geltende Chefredakteur der englischsprachigen „Global Times“, Hu Xijin, musste jetzt Kreide fressen. Er twitterte, das Telefonat bringe die schmale Hoffnung, die Blockade zwischen beiden Ländern zu lösen.
Entsprechend hatten die asiatischen Börsen am Mittwoch angezogen. Der Nikkei 225 schloss 1,7 Prozent fester bei 21.334 Punkten. In China legte der CSI-300 um 1,3 Prozent zu auf 3.716 Zähler.

Rohrkrepierer statt finanzielle Nuklearwaffe

Bleibt die Frage, ob China gemerkt hat, dass die angebliche nukleare Option, US-Staatsanleihen zu verkaufen, nur ein Rohrkrepierer ist. Allein im April hat Peking nach Angaben des US-Schatzamtes Treasuries im Wert von 7,5 Milliarden Dollar abgestoßen. Und siehe da: Nun beläuft sich der chinesische Bestand auf „nur noch“ 1,1 Billionen Dollar – das ist ein Zwei-Jahrestief. Im Hoch hatten die Chinesen Papiere im Volumen von gut 1,3 Billionen Dollar gehalten. Jetzt stellt sich heraus, dass es genügend andere Käufer für die US-Bonds gibt. Zudem würde China den Wert seiner Anleihen senken, wenn es im großen Stil Bonds verkauft. Peking würde sich also ins eigene Fleisch schneiden.

Wall Street nimmt Allzeithoch ins Visier

Der Mix aus neuer Zinsfantasie und den Signalen im Handelsstreit hatte auch die Kurse in New York angeschoben. Der Leitindex Dow Jones Industrial kletterte um 1,4 Prozent auf 26.466 Punkte und markierte ein Sechswochen-Hoch. Der bisherige Rekord von 26.951 Punkten aus dem Oktober erscheint in Reichweite. Der breit gefasste S&P 500 zog gestern knapp 1 Prozent an auf 2.918 Zähler. Und der Nasdaq 100 gewann 1,5 Prozent auf 7635 Stellen.

Das bringt der Tag

Bleibt der Blick auf den Terminkalender. Die Ouverture bildet eine Rede von EZB-Chef Mario Draghi um 16.00 Uhr. Vielleicht befeuert er einmal mehr die Zinsfantasie, wenn er das EZB-Forum in Portugal „20 Years of European Economic and Monetary Union“ abschließt.
Um 16.30 Uhr legt die amerikanische Energy Information Administration (EIA) ihren wöchentlichen Ölbericht vor.
Und um 20.00 Uhr folgt der Zinsentscheid der Federal Reserve, danach um 20.30 Uhr die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Draghi zieht den DAX nach oben

Draghi zieht den DAX nach oben

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18.06.2019 – Daily Report. Gottgleich greift Mario Draghi in den Aktienhandel ein: Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, falls es nötig sein sollte. Die Börse applaudiert. Derweil verdichten sich die Anzeichen dafür, dass China in Kürze einen Gegenschlag im Zollstreit mit den USA vorbereitet.

Lockere Geldpolitik voraus

Wenn der Herr des Geldes spricht, dann wird die Chartanalyse sinnlos. Gerade noch wollte der DAX unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt bei 12.086 Zählern abrutschen, auf dem der Index jüngst so schön voran gehangelt war. Da sorgte Draghi für ein moderates Plus von 0,8 Prozent.
Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern, sei eine zusätzliche Lockerung notwendig, kündigte Draghi auf der EZB-Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra an. Und weiter: Zusätzliche Zinssenkungen und weitere Anleihekäufe seien denkbar, sie gehörten zum Instrumentenkasten der EZB.
Als Reaktion rutschte in Deutschland die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein neues Rekordtief. Wir sagen es doch immer: Behalten Sie unbedingt Ihre regelmäßigen Markt-Updates im Blick. Das Geschehen auf dem Parkett verändert sich ständig. Die negativ ausgefallenen ZEW-Konjunkturerwartungen rückten angesichts der EZB in den Hintergrund, vielmehr stützten sie die Zinsfantasie noch. Alle Daten finden Sie hier: Market Mover

Asien ohne klare Tendenz

Auch in Asien war zuvor die Geldpolitik das dominierende Thema gewesen. Viele Broker warteten auf die US-Notenbanksitzung am Mittwoch. Zwar erwarten die wenigsten Akteure aktuell eine Zinssenkung; doch hoffen viele Anleger, dass Fed-Chef Jerome Powell Andeutungen in diese Richtung macht. Der chinesische CSI-300 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.668 Stellen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss dagegen 0,7 Prozent schwächer bei 20.973 Zählern.

Wall Street lustlos

Auch in New York hatten sich die meisten Anleger vor der Fed-Sitzung im Seitenaus gehalten. Der Dow-Jones-Index zog um minimale 0,1 Prozent an auf 26.112 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stieg ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2.889 Zähler. Und der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,6 Prozent auf 7.845 Punkte.

Öl und Seltene Erden im Fokus

Derweil meldete das „Wall Street Journal“ eine interessante Entwicklung vom Ölmarkt. Saudi-Arabien setze sich innerhalb der OPEC für eine Förderkürzung im zweiten Halbjahr ein, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider. Und China macht derzeit die Waffen scharf im drohenden Handelskrieg mit den USA. Die Nationale Entwicklungs – und Reformkommission (NDRC) bereitet Einschnitte im Export von Seltenen Erden vor. Dies sei das Ergebnis von Gesprächen mit Verantwortlichen in der chinesischen Rare-Earth-Industrie, hieß es gestern vor der Presse.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist am heutigen Dienstag ansonsten dünn gefüllt. Für Aufsehen dürften allenfalls die US-Baubeginne und -Genehmigungen um 14.30 Uhr sorgen.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Handel

Mit angezogener Handbremse

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17.06.2019 – Daily Report. Der deutsche Aktienmarkt kommt nur langsam voran. Die Börsianer bleiben vor der Fed-Sitzung zur Wochenmitte in Deckung. Zudem sorgt die Deutsche Bank für hochgezogene Augenbrauen. Und auch im Zollstreit zwischen China und den USA gab es keine Kaufargumente für die Broker.

Abwarten wegen Fed und Zollstreit

Der Wochenbeginn hat einen interessanten Strauß an Informationen für den weltweiten Handel parat gehalten. Die News mussten erst einmal verarbeitet werden – der DAX arbeitete sich bis zum Montagmittag um moderate 0,2 Prozent nach oben. Die Aktie der Deutschen Lufthansa stürzte zweistellig ab – der Grund war eine herbe Gewinnwarnung.
Außerdem dämpfte US-Handelsminister Wilbur Ross vor dem G-20-Gipfel zum Monatsende in Japan die Hoffnungen auf ein großes Handelsabkommen zwischen den USA und China. Dem Fernsehsender CNBC sagte er, die Frage der Durchsetzung einer geschlossenen Vereinbarung sei das bedeutendste Element eines möglichen Deals. Wichtigstes Ergebnis des Gipfels könnte sein, dass beide Seiten überhaupt wieder verhandelten.
Zudem hielten sich viele Anleger vor der Pressekonferenz der Federal Reserve am Mittwoch im Seitenaus. Die meisten Analysten erwarten, dass die Fed auf ihrer Pressekonferenz nach der Sitzung des Offenmarktausschusses die Anleger verbal auf eine Zinssenkung im Juli vorbereiten wird.
Genau aus diesen Gründen trat Asien auf der Stelle: In Tokio verabschiedete sich der Nikkei 225 nahezu unverändert bei 21.124 Zählern. In China hatte der CSI-300 unverändert bei 3.655 Zählern geschlossen.

Deutsche Bank entsorgt toxische Assets

Bleibt der Blick auf die Deutsche Bank – sie rief den Anlegern in Erinnerung, dass die Finanzkrise offenbar noch längst nicht abgehakt ist. Das Kreditinstitut, das möglicherweise vor der Verstaatlichung steht, plant laut einem Bericht der „Financial Times“ den Aufbau einer milliardenschweren Bad Bank. In diese Auffangbank dürften Assets im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro aufgenommen werden, berichtet das Blatt unter Berufung auf Insider.
Bei den ausgelagerten Assets soll es sich vor allem um langlaufende Derivate handeln. Und es geht noch weiter: Außerhalb Europas wolle das Kreditinstitut seine Geschäfte im Aktien- und Zinshandel deutlich schrumpfen oder sogar komplett schließen. Wir fragen uns: Wer wird die Kosten für die Auffangbank tragen, wenn diese Giftmüll-Deponie irgendwann sang- und klanglos geschlossen wird? Könnte es etwa der deutsche Steuerzahler sein? Die Börsianer freute die News – die Aktie legte zuletzt zu.

Kein Rückenwind aus New York

Die Wall Street hatte am Freitag keine Impulse für den DAX ausgesandt. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent tiefer bei 26.090 Punkten. Der marktbreite S&P 500 gab 0,2 Prozent nach auf 2887 Stellen. Und der Nasdaq 100 verlor 0,4 Prozent auf 7.479 Punkte. Dabei waren Daten aus dem Einzelhandel und aus der Industrie gut ausgefallen. Dagegen hatte sich die von der Universität Michigan erhobene Verbraucherstimmung etwas stärker eingetrübt als von Analysten prognostiziert.

Bitcoin wieder gefragt

Bleibt noch ein Blick auf die Krypto-Währungen. Die virtuelle Parallelwährung Bitcoin ist gerade zum ersten Mal seit 13 Monaten über die Marke von 9.000 Dollar geklettert. Verantwortlich dafür sind Spekulationen, dass Facebook eine eigene Währung einführen will.

Das bringt der Tag

Der Montag bringt ansonsten nur wenige wichtige Termine. So steht um 14.30 Uhr der Empire State Manufacturing Index Juni an. Und die Europäische Zentralbank gibt um 15.45 Uhr die Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und Asset Backed Securities bekannt.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Boerse Analyse

Die Anleger gehen in Deckung

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14.06.2019 – Daily Report. Abwarten lautet die Devise zum Wochenschluss. Der DAX bröckelt ein wenig. Broker beobachten argwöhnisch die Eskalation im Persischen Golf. Zumal weiter Funkstille herrscht im Zollstreit zwischen China und den USA. Neue Impulse könnten am Nachmittag frische Konjunkturdaten aus Amerika bringen. Zunächst aber waren deutsche Staatsanleihen und auch Gold gefragt.

Gold steigt – Rekordtief bei Bundes-Rendite

Kleine Flucht in den sicheren Hafen: Der Goldpreis zog an bis auf 1.357 Dollar je Feinunze. Damit markierte das Edelmetall ein neues Jahreshoch. Zugleich waren zehnjährige deutsche Staatsanleihen begehrt: Die Rendite fiel auf minus 0,26 Prozent und damit auf ein neues Rekordtief.
Kein Wunder angesichts der Spannungen vor Oman. Das US-Militär legte ein Video vor, das die Entfernung einer Blindgänger-Mine von einem Tanker durch ein iranisches Schnellboot zeigen soll. Offenbar sollten Spuren verwischt werden. Damit wäre Iran in der Tat verantwortlich für die gestrige Attacke auf zwei Schiffe. Die Lage im Persischen Golf kann durch einen Vergeltungsschlag jederzeit eskalieren, CFD-Trader sollten nicht nur wegen der Energiepreise die News im Auge behalten.

Anleger meiden Aktien

Dagegen gab es kaum News am Aktienmarkt, auch der Blick auf regelmäßige Markt-Updates hat den Börsianern in Frankfurt keine neuen Argumente zum Kauf verschafft. Bis Freitagmittag verbuchte der DAX ein Minus von 0,7 Prozent. Infineon hielten sich am Index-Ende. Anleger machten den Konkurrenten Broadcom für die Verluste verantwortlich. Der US-Konzern senkte am Donnerstagabend seine Umsatzprognose für 2019 von 24,5 Milliarden Dollar auf 22,5 Milliarden Dollar. Wesentlicher Grund sei der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China, er drücke die Nachfrage.

Aufstand der Billig-Anbieter

Überhaupt China und die USA. Die Bullen unter den Anlegern hoffen auf einen Durchbruch im Zollstreit beim G20-Gipfel am Monatsende in Japan, glauben aber selbst nicht so recht daran.
Derweil sorgte ein offener Brief von mehr als 500 amerikanischen Unternehmen an das Weiße Haus für ein wenig Aufsehen auf dem Parkett. Der Zusammenschluss Tariffs hurt the Heartland warnte wegen des drohenden Handelskrieges vor „negativen Folgen für die gesamte Wirtschaft“, meinte aber wohl vor allem wohl die eigenen Margen. Zu der Initiative gehören die Groß- und Einzelhänder Walmart, Costco und Target, sowie die Textil-Unternehmen Gap, Levi Strauss und Foot Locker. Wieso diese Firmen nicht auf andere Zulieferer aus Asien, Mittelamerika oder Europa ausweichen können, ist ein Rätsel. Denn die chinesischen Produkte im Angebot sind keine Weltraum-Technologie und somit leicht und schnell zu ersetzen.
Zumal sich auch der US-Arbeitsmarkt über neue Jobs freuen würde – Amerika erlebt derzeit vor allem in den sogenannten Sanctuary Citys, das sind Städte, die keine illegalen Migranten abschieben, eine Explosion der Obdachlosigkeit. Mit der Politik der offenen Tür haben sich vor allem traditionell links tickende Bundesstaaten wie das Hippie- und Kulturschickeria-Paradies Kalifornien ein Eigentor geschossen. Los Angeles gleicht inzwischen in einigen Stadtteilen einem Slum im nigerianischen Lagos. Doch Gott sei Dank hat das Elend noch nicht die Millionärsghettos in Beverly Hills erreicht!

Asien uneinheitlich

Wie auch immer. Während die Börse in Japan anzog, duckten sich die chinesischen Broker weg – am Wochenende werden neue Großdemonstrationen in Hongkong erwartet. Der Nikkei gewann 0,4 Prozent auf 21.117 Zähler. Der chinesische CSI 300 gab dagegen 0,8 Prozent nach auf 3.655 Stellen.

Wall Street gut behauptet

Robuster und gestützt auf die Hoffnung einer Zinssenkung hatte sich am Vorabend die Wall Street präsentiert. Der Dow Jones Industrial gewann 0,4 Prozent auf 26.107 Punkte. Der S&P 500 legte ebenfalls um 0,4 Prozent zu auf 2.892 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,5 Prozent nach oben auf 7.511 Stellen.

Das bringt der Tag

Zum Wochenschluss erwartet die Anleger noch einmal ein Reigen potenziell kursbewegender Daten. Zunächst läuft um 14.30 Uhr der US-Einzelhandelsumsatz im Mai über die Ticker. Um
15.15 Uhr folgen die amerikanische Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung für den Mai, sowie um 16.00 Uhr die US-Lagerbestände April. Zeitgleich dürfte der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan Juni (1. Umfrage) für Aufsehen sorgen.
Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades!

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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Italien legt die Lunte an den Euro

Italien legt die Lunte an den Euro

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13.06.2019 – Special Report. Die Spekulationen über eine italienische Parallelwährung verstummen einfach nicht. Ist der Mini-BOT der Vorbereiter eines Default und des Italexit? Nur so könnte sich Rom schnell und komplett entschulden. Italien schuldet der Europäischen Zentralbank über den Umweg der Target2-Salden rund eine halbe Billion Euro, also 500 Milliarden Euro. Die Versuchung ist groß, die Euro-Bombe platzen zu lassen. Das wäre enorm gefährlich für Deutschland, die gesamte Eurozone und damit den Euro. Wir analysieren die Hintergründe.

Erwarten Sie das Undenkbare

Italien ist gleich in zweifacher Hinsicht auf Kollisionskurs mit der Europäischen Union gegangen. Zwar hat das Land im Defizitstreit mit der EU nun doch eingelenkt, um ein Milliarden Euro schweres Strafverfahren zu vermeiden. Die italienische Regierung beharrt darauf, dass es das Defizit-Ziel von 2,04 Prozent einhalten könne, die EU-Kommission erwartet eher 2,5 Prozent. Aber wie will Rom seine Schulden loswerden? Mitten in der Rezession wäre eine Sparpolitik für jede Regierung Selbstmord. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,7 Prozent, die Verschuldung Italiens bei mehr als 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wie immer sollten versierte CFD-Trader auch das Undenkbare durchdenken.

Immer wieder lockt die Parallelwährung

Vielleicht gelingt die Eliminierung der Verschuldung in Euro nur über ein Ausweichen auf eine andere Währung. Interessant ist daher der zweite Zug, der auf die Eurozone zurast – eine einstimmige Entscheidung der römischen Abgeordnetenkammer von Anfang Juni. Die Parlamentarier stimmten einem Antrag zu, der zwar noch kein Gesetzesentwurf und kein Regierungsdekret war. Aber mit Sicherheit ein interessanter Versuchsballon. Konkret: Die Regierung will kurzfristige Staatsanleihen in Stückelungen von 5 bis 500 Euro ausstellen. Solch kleine Nennwerte erinnern fatal an echtes Geld.

Mini-BOT statt Euro?

Die Anleihen sollen Mini-BOTs heißen – BOT ist die Abkürzung von „buoni ordinari del Tesoro“, also Schatzanweisungen. Die Laufzeiten sollen zwischen drei und zwölf Monaten betragen, um Rechnungen innerhalb Italiens zu begleichen. Außerdem sollen die Italiener beim Fiskus ihre Steuerschulden mit Mini-BOTs begleichen. Und wieder haben wir wichtige Funktionen einer Währung.
Zwar betonten italienischen Regierungsvertreter zuletzt, es gehe nicht um eine Parallelwährung oder um den Ausstieg aus dem Euro. Doch vielleicht ist das nur beschwichtigende Propaganda, um die Finanzwelt einzulullen. Zwar ist der Mini-BOT de iure keine offizielle Währung – da Rom niemanden zwingt, die Schuldscheine anzunehmen. Doch de facto würde ein zweiter Währungsmarkt neben dem Euro entstehen, wenn die kritische Masse an Italienern, die Mini-BOTs verwenden, groß genug würde. Übrigens sind Zweitwährungen laut EU-Recht illegal. Nebenbei erhöhen Mini-BOTs auch die Verschuldung Italiens weiter. Warum also trotzdem diesen Schritt wagen? Vielleicht weil der Italexit doch kommen soll und die Investoren glauben es einfach noch nicht.

Schockwellen rasen durch Europa

Was also könnte passieren? Da der Vorgang bislang fast beispiellos ist, bleibt nur der Versuch, die Historie zu analysieren. Zum einen könnte Italien einfach einen Default für sämtliche in Euro denominierten internationalen Schulden erklären. Das Beispiel dafür: Russland hat Ende der 90er-Jahre den Zahlungsausfall für seine Bonds erklärt. Im Fall Italien dürften die Schockwellen vor allem Deutschland treffen, den größten Bürgen der Europäischen Zentralbank. Deutsche Staatsanleihen dürften in die Knie gehen.

Italienische Staatsanleihen in Euro wären wegen des Default ebenfalls ein Fressfest für die Bären. Zu erwarten wäre ferner eine Kollaps-Welle unter kriselnden europäischen Banken – denn gerade die müssen wegen höherer Renditen in Bonds von Risikostaaten investieren. Zudem dürfte ein Mega-Crash am Aktienmarkt und eine Baisse im Euro über die Anleger fegen.

Beispiel Hyperinflation in der Weimarer Republik

Weiter würde Italien wohl umgehend den Mini-BOT zur neuen, einzigen Währung erklären, wenn auch mit neuem Namen – was das Land sofort für Investoren interessant machen würde, da es komplett nach außen entschuldet wäre. Ein ähnliches historisches Beispiel gibt es: Die von gigantischen Schulden erdrückte Weimarer Republik vernichtete nach dem Ersten Weltkrieg die Kredite seiner Gläubiger. Deutschland entschuldete sich über die Hyperinflation skrupellos, indem es im Zuge des Ruhrkampfs 1923 seine Schulden in frisch gedruckter und letztlich wertloser Mark tilgte. Neutrale Staaten und vor allem die heimische Mittelschicht, die Kriegsanleihen gezeichnet hatten, standen auf einmal mit leeren Händen da. Als die neue Währung Rentenmark eingeführt wurde, war der Staat von jetzt auf nachher fast schuldenfrei und wieder ein attraktiver Investment-Standort. Denn das Default-Risiko für ausländische Investoren war nahe Null gesunken.
Umgehend flossen riesige Dollar-Ströme aus den USA nach Deutschland. Denn Amerika schwamm im Geld und suchte nach Anlage-Möglichkeiten. Es hatte seinen Alliierten, die auf Kriegsproduktion umgestellt hatten – allen voran Frankreich und England – im Ersten Weltkrieg einen Großteil der Konsumgüter geliefert. Dies hatte in den „Roaring Twenties“ zu einer gigantischen Hausse an der Wall Street geführt. Mit dem Dollar-Zustrom erlebte die Weimarer Republik in den Goldenen Zwanzigern eine kurze Blüte. Die Parallele in der jüngeren Vergangenheit: Nach der Russlandkrise – und unterstützt durch den steigenden Ölpreis – flossen etwa ab dem Jahr 2000 Milliarden an westlichen Geldern nach Russland. Das Land boomte, der Rubel erholte sich kräftig.

Hausse in Italien und bei Gold

Vom Euro-Exit würde somit wohl der italienische Aktienmarkt enorm profitieren, falls neues Kapital ins Land fließt. Und natürlich wäre dann die neue Währung für Trader einen genauen Blick wert, inklusive Staatsanleihen. Da zudem eine Flucht aus dem Euro einsetzen würde – das Beispiel Italien könnte ja Schule machen – würden wohl viele Anleger ihr Geld im sicheren Hafen Gold investieren. Nebenbei würde ein drastischer Wertverlust des Euro nur all diejenigen weitgehend kaltlassen, die Sachwerte besitzen. Denn Häuslebauer könnten ja ihre Hypotheken einfacher vorzeitig tilgen; wobei die Rechnung wohl kurz danach präsentiert würde: In der Weimarer Republik wurden Immobilienbesitzer ab 1924 mit einer Hauszinssteuer zur Kasse gebeten.
Unser Fazit: Bislang kaum beachtet in der Öffentlichkeit wächst mit Italien ein Krisenherd für den Euro heran, der die Griechenland-Krise wie ein Kinderspiel aussehen lassen könnte. CFD-Trader sollten die Angelegenheit unbedingt auf ihren Radar-Schirm nehmen. Falls aber Rom mit dem Mini-BOT seinen Geldgebern nur die Folterwerkzeuge gezeigt hat, um über die EZB neue Kredite zu erhalten, wird das Durchwursteln weitergehen. Neue Schulden, wenig Tilgung, Dauerkrise. Bis die Lage wie einst in Griechenland eskaliert. Warten wir es ab.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Deutsche Aktien zeigen sich robust

Deutsche Aktien zeigen sich robust

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13.06.2019 – Daily Report. Die Börse in Frankfurt präsentiert sich erstaunlich widerstandsfähig. Obwohl nach wie vor keine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA in Sicht ist. Und trotz der mauen Performance der Wall Street am Vorabend. Doch jüngste US-Konjunkturdaten machen vielen Anlegern Mut.

Moderates Plus in Frankfurt

Die Anleger an der deutschen Börse griffen zuletzt verhalten zu, die meisten Kurse auf der Handelsplattform präsentierten sich in Grün. Bis zum Mittag arbeitete sich der DAX um 0,6 Prozent nach oben.
Im Fokus der Investoren stand vor allem die Telekommunikationsbranche. Denn am Vorabend war die längste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen beendet worden. Die vier Provider – Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch – bezahlen für die 5G-Frequenzblöcke insgesamt rund 6,6 Milliarden Euro. Das ist mehr, als Analysten erwartet hatten. Aktien von Deutsche Telekom und Drillisch legten zu.

Das Warten im Zollstreit geht weiter

In Bezug auf den Zollstreit zwischen China und den USA zeigten sich die Anleger im weltweiten Handel weiter skeptisch. Für den G20-Gipfel in Japan Ende des Monats erwarten nur die wenigsten Broker eine Einigung. Denn es gibt weder konkrete Pläne für ein Treffen zwischen dem amerikanischen und chinesischen Präsidenten. Noch sind wenigstens Meetings auf Ministerebene vereinbart worden. Der Zollstreit könnte also andauern.
So schloss der chinesische CSI-300 am Donnerstag um 0,2 Prozent schwächer bei 3.685 Zählern. Und der Nikkei-Index verlor ein halbes Prozent auf 21.032 Punkte.

New York trotz guter Daten im Minus

Die Wall Street hatte am Mittwoch leichte Verluste hinnehmen müssen. Der Dow Jones Industrial rutschte um 0,2 Prozent ab auf 26.005 Punkte. Gleiches gilt für den S&P 500, der ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2.880 Zähler nachgab. Und der Nasdaq Composite verlor 0,4 Prozent auf 7.793 Stellen.
Dabei waren die amerikanischen Verbraucherpreise für den Mai deutlicher zurückgegangen als erwartet. Zugleich liegt der Optimismus unter kleinen US-Firmen auf einem Allzeithoch, wie der NFIB-Index belegt. Alle Konjunkturdaten finden Sie wie immer hier: Market Mover
Die Teuerung sendet damit gleich zwei positive Signale für die Börse aus: Erstens legt die aktuell etwas schwächere Inflation der US-Notenbank keine Steine in den Weg hin zu einer Lockerung der Geldpolitik. Zweitens hat Amerika bislang durch die Strafzölle gegen China eben doch keine höheren Preise importiert, wie Kritiker von US-Präsident Donald Trump immer wieder behaupten. Warten wir ab, ob Entwicklung anhält.
Sollte die Inflation niedrig bleiben, könnte sich für CFD-Trader ein interessantes Goldilocks-Szenario an der Wall Street aufbauen, also die beste aller Welten: Die Fed könnte die Zinsen senken; Chinas Strafzölle in Milliardenhöhe könnten das US-Staatssäckel füllen; die amerikanische Konjunktur brummt weiter, auch weil chinesische Güter durch agile amerikanische oder internationale Konkurrenten ersetzt werden; die in die USA heimkehrende Produktion stützt den US-Arbeitsmarkt.

Kommt der Krieg mit Iran?

Einen Strich durch diese Rechnung könnte der Ölpreis machen. Denn im Persischen Golf vor Oman wurden gerade zwei Öltanker beschädigt, ob durch Torpedos oder Minen ist noch unklar. Ein Krieg gegen den Iran, den natürlich die USA und Saudi-Arabien hinter den Attacken vermuten, würde den Preisdruck wegfegen, der aktuell auch von den hohen Ölbeständen in den Vereinigten Staaten ausgeht. Gestern hatte sich die Lage zugespitzt, als jemenitische Huthi-Rebellen einen saudischen Flughafen mit einer Rakete beschossen und über zwei Dutzend Menschen verletzten.

Das bringt der Tag

Am Nachmittag stehen zwei wichtige Meldungen an. Zunächst werden um 14.30 Uhr die amerikanischen Import- und Exportpreise für den Mai gemeldet. Zeitgleich sollen die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe einlaufen.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Deutsche Aktien setzen zurück

Zollstreit-Stopper für die Börse

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12.06.2019 – Daily Report. Deutsche Aktien setzen zurück. Denn auch die Wall Street kam nicht voran. Kein Wunder: Im Zollstreit zwischen China und den USA greift wieder die Skepsis um sich. Wobei die Volksrepublik ein Problem mit der Teuerung hat. Und auch mit der Industrieproduktion.

Der DAX bröckelt

Die Bullen an der Wall Street waren am Dienstagabend nicht so recht in die Gänge gekommen. Inzwischen hat US-Handelsminister Wilbur Ross die Hoffnung auf eine baldige Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und dem Reich der Mitte gedämpft. Nun läuft der Frankfurter Aktienmarkt in Richtung Süden. Der DAX hat zuletzt ein Minus von rund einem halben Prozentpunkt verbucht.

Peking hat zwei Probleme

Neue Daten aus China signalisieren derweil, einen Anstieg der Inflation – neben Sonderfaktoren auch eine logische Folge der noch moderaten, aber spürbaren Abwertung des Yuan, mit der Peking den Export am Laufen halten will. So zogen die Verbraucherpreise im Mai binnen Jahresfrist auf 2,7 Prozent an, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Der Stand der Konsum-Inflation ist damit der höchste seit 15 Monaten. Im April hatte das Plus noch bei 2,5 Prozent gelegen. Besonders bedenklich: Im Jahresvergleich kletterten die Lebensmittel-Preise für Mai um 7,7 Prozent. Früchte verteuerten sich wegen der Witterung in diesem Zeitraum um 14,8 Prozent, Schweinefleisch wegen der afrikanischen Schweinepest um 18,2 Prozent. Und genau in dieser Lage sinkt die Kaufkraft der Mittelschicht.
Zudem sorgte der schwache Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise um 0,6 Prozent für Skepsis. Mitten im Zollstreit also ein neues Signal, dass der chinesische Konjunkturmotor stottert. Alle wichtigen Daten finden Sie hier: Market Mover
Der chinesische Blue-Chip-Index CSI 300 reagierte mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 3.691 Zähler. Der Nikkei in Tokio rutschte um 0,4 Prozent auf 21.130 Punkte.

Gewinnserie in New York reißt

Am Vorabend war die Skepsis auf dem New Yorker Parkett zu spüren. Der Dow Jones Industrial kam von frühen Gewinnen zurück und stand zur Schlussglocke mit minus 0,1 Prozent bei 26.049 Punkten. Davor hatte der Dow sechs Handelstage nacheinander im Plus geschlossen. Der marktbreite S&P 500 gab um kaum merkliche 0,03 Prozent auf 2.886 Punkte nach. Dagegen zog der Nasdaq 100 mit plus 0,2 Prozent moderat an auf 7.514 Stellen. Glücklich ist, wer bei diesen minimalen Veränderungen auf CFD setzt – denn während der Online-Aktienhandel kaum Profit bringt, können Sie dank des Hebels über Trades bei Deutschlands besten CFD-Brokern gute Gewinne einfahren.
Der Grund für die Scheu der US-Anleger: Präsident Donald Trump hatte am Dienstag Öl in den schwelenden Zollstreit gegossen. Er sagte: „Wir hatten einen Deal mit China und sie sind zurückgewichen. Wenn sie nicht wieder zurückkommen zu diesem Deal, dann habe ich kein Interesse.“ China brauche ein Abkommen. Was die oben erwähnten Konjunkturdaten zu bestätigen scheinen.

Das bringt der Tag

Bleibt zu guter Letzt der Blick in den Terminkalender. Spannend wird es um 14.30 Uhr, dann laufen die US-Verbraucherpreise für den Mai ein. Zeitgleich werden die Realeinkommen für den Mai gemeldet. Und um 16.30 folgen die Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Trading chart on tablet

Der DAX will nach oben

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11.06.2019 – Daily Report. Das Börsenparkett ist fest in der Hand der Optimisten. Nach der Pfingstpause steigt der DAX, Asien zieht an, die Wall Street präsentiert sich fest. Die Bullen verweisen auf die Einigung im Grenzabkommen zwischen den USA und Mexiko. Und übersehen dabei neue Warnsignale im Zollstreit zwischen China und Amerika.

Mexiko und China stützen den DAX

Für den deutschen Leitindex ging es am Dienstagmittag um über 1 Prozent nach oben bis an die Marke von 12.200 Zählern. Börsianer machten die positiven Vorgaben von der Wall Street für die Entwicklung verantwortlich. Mexiko will nun den Zustrom von Menschen in die USA eindämmen. Präsident Donald Trump hatte am Freitagabend die von ihm angedrohten Strafzölle auf alle mexikanischen Importe auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Sie wären sonst gestern in Kraft getreten.
Deutsche Stahlwerte verbuchten teils deutliche Kursgewinne, hier stützte die Hoffnung auf eine verstärkte chinesische Nachfrage die Kurse. Denn Peking hat den Regionalregierungen den Spielraum für Investitionen erhöht, sie können spezielle Anleihen zur Finanzierung von Infrastruktur-Projekten abrufen.

Asien ignoriert Trumps Drohung

In China kurbelte diese Ankündigung vor allem die Kurse von Bauwerten an. Der CSI 300 in China legte satte 3 Prozent zu auf 3.719 Zähler. Der Nikkei-Index gewann immerhin 0,3 Prozent auf 21.204 Punkte.
Im gewohnt erfrischenden Klartext hat unterdessen US-Präsident Donald Trump Chinas Präsident Xi Jinping mit weiteren Zöllen auf chinesische Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar gedroht. Diese würden greifen, falls Xi nicht zu einem Treffen auf dem G-20-Gipfel im japanischen Osaka am 28. und 29. Juni bereit sein sollte, sagte Trump dem US-Fernsehsender CNBC. Peking hat ein Meeting noch nicht bestätigt. Damit wären dann alle chinesischen Einfuhren im Wert von rund 600 Milliarden Dollar in die USA mit Strafzöllen belastet.

Chinas rote Linie

Interessante Fußnote für Devisen-Trader: Goldman Sachs geht davon aus, dass China den Yuan kräftig abwerten wird. Gerade hob die Investmentbank ihr Dreimonatsziel für USD/CNY von 6,95 auf 7,05 an. Dies wäre das niedrigste Level seit dem März 2008, als Bear Stearns zusammenbrach. Mit dem Bruch der 7er-Marke könnte eine massive Kapitalflucht aus China einsetzen.

Die Wall Street will nach oben

Noch ohne Reaktion von der Wall Street blieb Trumps verklausulierte Drohung gegen ein mögliches Social-Media-Kartell. In Richtung Google und Facebook deutete Trump im gerade genannten Gespräch mit CNBC ein härteres Vorgehen an. Unter Verweis auf die Europäische Union sagte Trump: „Wir sollten tun, was sie tun.“ Und weiter: „Irgendwas ist los in Sachen Monopol.“ Die EU-Kommission hat gegen Google Wettbewerbsstrafen in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar verhängt. Behalten Sie also deswegen ihre Handelsplattform im Blick – hier könnte sich bald etwas bewegen.

Gestern jedenfalls hatte der Nasdaq 100 um 1,1 Prozent auf 7502 Zähler zugelegt. Der Dow Jones stieg um 0,3 Prozent auf 26.063 Zähler, kam aber von seinem Tageshoch bei rund 26.211 Punkten zurück. Der S&P 500 verbuchte zum Handelsende ein Plus von 0,5 Prozent auf 2887 Stellen.

Italien-Bonds im Fokus

Bleibt noch ein weiteres politisches Thema, das CFD-Trader im Auge behalten sollten. Bei italienischen Staatsanleihen könnte es bald spannend werden. Denn die Regierung in Rom bietet der EU die Stirn. Das angedrohte Defizitverfahren wegen der ausufernden Staatsverschuldung könnte einige Investoren verschrecken. Und dann vielleicht, vielleicht wieder das Thema Auseinanderbrechen der Eurozone in den Fokus rücken. Mit entsprechenden Folgen für den Euro.

Das bringt der Tag

Am heutigen Dienstag stehen wenige wichtige Termine an. Um 14.30 Uhr laufen die amerikanischen Erzeugerpreise ein. Und um 22.30 Uhr meldet das private American Petroleum Institute die wöchentlichen Rohöl-Bestandsdaten.
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Boerse chart

Gute Laune in Frankfurt

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07.06.2019 – Daily Report. Alles so rosig am deutschen Aktienmarkt: Angeschoben von einer festen Wall Street hat sich der DAX am Freitagvormittag in der Gewinnzone gehalten. Dabei trotzte der Leitindex negativen Daten aus der deutschen Konjunktur. Nun stützt eine mögliche Einigung zwischen Mexiko und den USA die Kurse. Außerdem wirken US-Zinsfantasien weiter nach.

DAX trotzt schlechten Konjunkturdaten

Kauflaune bei deutschen Aktionären – der DAX hat sich zuletzt über der Marke von 12.000 Zählern gehalten und damit ein Plus von 0,8 Prozent verbucht.
Nicht einmal schlechte Konjunkturdaten aus der Bundesrepublik trübten die positive Stimmung: Die deutschen Exporte sind im April um 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2015. Die Importe schrumpften um 1,3 Prozent. Auch die Unternehmen fuhren ihre Produktion im April so stark herunter wie zuletzt im August 2015, wie das Bundeswirtschaftsministerium ergänzend meldete. Alle Konjunkturdaten zum Nachlesen finden Sie wie immer hier: Market Mover

Gewinne in Asien

Auch in Asien griffen die Anleger zu. Zwar blieben die chinesischen Börsen wegen des Drachenbootfestes geschlossen. Doch die chinesische Zentralbank betonte, sie könne falls nötig mit geldpolitischen Eingriffen die Konjunktur stützen. Der Nikkei 225 in Tokio verabschiedete sich mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 20.885 Punkten ins Weekend.

New York schließt im Plus

Die Kurse an der Wall Street waren am Donnerstag ebenfalls geklettert. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Gewinn von 0,7 Prozent bei 25.723 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 2.843 Zähler. Und der Nasdaq Composite zog um 0,5 Prozent an auf 7.615 Stellen.

Nun stützt Mexiko die Kurse

Für gute Laune sorgte Mexiko. Washington prüft offenbar im Handels- und Grenzstreit mit Mexiko einen Aufschub bei der Verhängung von Zöllen. Mexiko wolle mehr Zeit für die Verhandlungen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Eigentlich sollen die Sonderzölle ab Montag greifen. Nun aber will Mexiko 6.000 Nationalgardisten an die Grenze verlegen, um den Zustrom von Illegalen in die USA einzudämmen. Zudem fror Mexiko die Bankkonten von 26 Menschen-Schleppern ein.
Die Politik könnte hier übrigens CFD-Tradern interessante Chancen im mexikanischen Peso bringen. Der Nebenkriegsschauplatz Mexiko ist zudem ein Beleg dafür, dass die klare Kante der USA in der Politik und das Schwingen der Strafzoll-Peitsche zur Durchsetzung nationaler Interessen durchaus wirken können. Viele Anleger ziehen natürlich eine Querverbindung zu China.

Das bringt der Tag

Bleibt der Blick auf einen recht aufgeräumten Terminkalender. Um 14.30 Uhr steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht im Fokus. Wird die Federal Reserve im Falle schlechter Jobdaten mit einer Zinssenkung eingreifen oder nicht? Die Reaktionen des Marktes werden Aufschluss darüber geben – halten Sie also die regelmäßigen Markt-Updates im Blick und den direkten Marktzugang offen.

Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades und ein sonniges Wochenende!

Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.