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Bulls Stock Market

Die Bullen halten ihre Gewinne

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05.06.2019 – Daily Report. Schöner Rebound im weltweiten Handel: Die Wall Street hat kräftig angezogen, der DAX will zunächst moderat weiter nach oben. Die neue Hoffnung im Zollstreit zwischen China und den USA war nicht der einzige Schubfaktor. Die Federal Reserve deutete an, dass sie bei konjunkturellen Kollateralschäden eines etwaigen Handelskrieges stützend eingreifen könnte.

Der DAX arbeitet sich nach oben

Nach dem kräftigen Plus vom Dienstag wollten die deutschen Aktien zuletzt mit gebremster Kraft weiter nach oben. Am Mittwochvormittag zog der DAX zunächst bis auf 12.052 Zähler an, bevor er etwas schwächelte.
Für Kauflaune hatte vor allem die Federal Reserve gesorgt: Verklausuliert wie immer deutete Fed-Chef Jerome Powell an, dass die Notenbank in den kommenden Monaten den Geldhahn in den USA eher weiter öffnen als zudrehen könnte. Auf einer Konferenz in Chicago sagte er am Dienstag, man werde den Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China genau beobachten. Und „wie immer“ werde die Fed entsprechend reagieren, um das Wachstum aufrecht zu erhalten.
Zudem will die EU mit den USA verhandeln. Auf dem G20-Finanzministertreffen am Samstag ist die Eindämmung der Zoll-Streitigkeiten laut dem Eckpunktepapier der EU das wichtigste Ziel.

Muss China klein beigeben?

Verhandlungswillig ist vielleicht bald auch China. Kein Wunder, denn die chinesische Wirtschaft leidet unter dem Konflikt mit den USA. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex landete mit 52,7 Punkten für den Monat Mai auf dem niedrigsten Stand seit Februar. Alle Konjunkturdaten finden Sie wie immer hier: Market Mover
Der chinesische CSI 300 schloss nahezu unverändert bei 3.597 Stellen. In Japan verabschiedete sich der Nikkei mit einem Gewinn von 1,8 Prozent bei 20.776 Punkten.

Kampf der roten Fraktionen

Im Reich der Mitte scheint unterdessen ein Machtkampf innerhalb der Führung ausgebrochen zu sein. Die US-Futures schossen gestern zunächst nach oben, als das chinesische Handelsministerium außergewöhnlich konziliante Töne anschlug. Demnach sollten die Differenzen mit den USA durch einen Dialog beigelegt werden.
Die Anleger an den Weltbörsen ignorierten derweil die Reaktion in der englischsprachigen chinesischen „Global Times“, die als Sprachrohr des inneren Zirkels der Kommunistischen Partei gilt. „China weicht seine Haltung auf? Sinnlose Spekulation. Peking ist willens zu verhandeln, ist aber sehr davon überzeugt, dass faire Gespräche unmöglich sind ohne Kampf“, twitterte Chefredakteur Hu Xijin. Warten wir es ab, ob sich die pragmatische Handelsfraktion durchsetzt, oder die Betonköpfe in der KP. Jedenfalls scheint es keine einige Front zu geben, was die Position der USA stärkt.

Zinsfantasie in New York

Wegen der Signale aus China und den von der Fed angeheizten Zinsfantasien hatte die Wall Street gestern kräftig angezogen. Bei einigen Tech-Werten setzte eine Short-Squeeze ein, der Nasdaq 100 zog um 2,7 Prozent an auf 7167 Zähler. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 25.332 Zählern. Für den S&P 500 ging es ebenfalls um 2,1 Prozent nach oben auf 2.803 Stellen.

Mexiko knickt ein

Dass die klare Kante von US-Präsident Donald Trump durchaus Erfolg zeigt, belegt das Beispiel Mexiko. Gestern sagte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador im Hafen von Veracruz, Mexiko könne die illegale Zuwanderung in die USA eindämmen, wenn es im Gegenzug einen Deal gebe. Eine mexikanische Delegation will die von Trump für Mexiko angekündigten Strafzölle heute in Washington verhandeln. Für CFD-Trader lohnt sich somit ein Blick auf den Peso.

Das bringt der Tag

Der Kalender ist am heutigen Mittwoch prall gefüllt.
Zunächst läuft um 14.15 Uhr deutscher Zeit der ADP-Arbeitsmarktbericht für den US-Jobmarkt im Mai ein.
Um 15.45 Uhr folgt der Einkaufsmanagerindex Service Markit Mai (2. Veröffentlichung).
Danach wird um 16.00 Uhr der ISM United States Non-Manufacturing Purchasing Managers Index gemeldet.
Für 16.30 Uhr sind die Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration (EIA) terminiert.
Ab 20.00 Uhr analysieren die Anleger das Beige Book der Fed.
Und um 22.15 Uhr steht die Entscheidung über etwaige Änderungen in den Indizes der DAX-Familie der Deutschen Börse an.
Welche eine Volatilität! Freuen dürfen sich alle, die jetzt schnell reagieren können, aber bitte nur bei einem CFD-Broker mit Bafin-Lizenz!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Chart Analyse

Das sind die Profiteure eines Handelskrieges

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05.06.2019 – Special Report. Legen die USA und China doch noch ihren Zollstreit bei? Der Finanzmarkt war zuletzt wieder optimistisch. Doch an diesem Punkt waren wir schon mal – ein Handelskrieg ist weiterhin möglich. Wer gewinnt, wer verliert? Warten wir es ab. Klar ist, dass sich beiden Seiten schon jetzt nach Alternativen umschauen. Wir analysieren für weitsichtige Investoren die ersten Signale in dieser Richtung. Und beantworten die Vermögensfrage, wer von der Auseinandersetzung profitieren könnte.

Der Kreml reibt sich die Hände

Der wahrscheinlich größte Gewinner eines etwaigen Konflikts ist Russland. Schon seit Jahren unterhält die russische Föderation enge Wirtschaftsbeziehungen zu China. Sibirien beispielsweise führt massenhaft Holz in die Volksrepublik aus, Erdöl und Gas sind sowieso Exportschlager. In Russisch-Fernost leben hunderttausende Chinesen. Die chinesische Community an den Universitäten und in der Wirtschaft in Sankt-Petersburg oder Moskau ist nicht zu übersehen. Sie ist zwar noch nicht so stark wie in den USA; doch dort sind vor allem diejenigen zu finden, die vor der kommunistischen Diktatur geflohen sind. In Russland dagegen sitzen die Linientreuen mit Verbindung zur chinesischen Führung. Ergo boomt das Geschäft.

Schon jetzt ist China laut Präsident Wladimir Putin für Russland der Handelspartner Nummer eins – im vorigen Jahr zog der bilaterale Handel um 25 Prozent auf 108 Milliarden Dollar an und schlug damit alle Erwartungen. Nur ein Beispiel für die zunehmend engeren Verbindungen der vergangenen Jahre ist das riesige Immobilienprojekt „Baltische Perle“ in Sankt-Petersburg.
Gerade hat ein chinesischer Handelsfunktionär vorgeschlagen, dass heimische Unternehmen die Produktion von China nach Russland verlagern. Laut dem Finanzblog „ZeroHedge“ sagte He Zhenwei, der Generalsekretär der China Overseas Development Association (CODA), viele kleine und mittlere, exportorientierte chinesische Firmen stünden nun vor Problemen. Sie sollten nach Russland gehen – und ihre dort produzierten Güter in die USA oder auch nach Europa ausführen.

Schauen Sie sich also die Moskauer Börse genauer an. Wenn Peking Milliarden Yuan/Renminbi in Russland investiert, dann gewinnt der dortige Aktienmarkt. Vor allem Konsumgüter-Hersteller und Lebensmittelkonzerne dürften vom Zustrom kaufkräftiger chinesischer Facharbeiter profitieren; dito Baukonzerne, da die Chinesen wahrscheinlich in eigens errichteten Vorstädten untergebracht werden und unter sich bleiben. Auch der Rubel ist für langfristig orientierte CFD-Trader eine Long-Überlegung wert. So könnte Moskau vorgehen: Yuan verkaufen, was China sowieso will, um die eigene Währung zu schwächen; Rubel einsammeln, um der russischen Mittelschicht mehr Kaufkraft zu verschaffen.

Heißhunger auf Gold

Russland und China haben eines gemeinsam: Sie wollen den Dollar brechen und die USA finanziell foltern. Während Moskau schon einen Großteil seines Bestandes an US-Staatsanleihen verkauft hat, sitzt Peking noch immer auf einem Berg von Treasuries – über 1.000 Milliarden Dollar waren es zuletzt. US-Staatsanleihen wären also eventuell ein Short-Investment. China könnte mit dem Verkauf der Bonds zudem in einem Handelskrieg die US-Wirtschaft in Turbulenzen stürzen. Solche semi-offiziellen Vorschläge kursierten in den vergangenen Wochen. Doch wohin mit den erlösten Greenbacks? Ein möglicher Profiteur wäre Gold. In der Volksrepublik ist das gelbe Metall eine beliebte Reservewährung, es gibt riesige Shops, in denen sich besorgte Familien mit Statuen aus Gold oder Barren eindecken.

Chinesisches Betongold im Sonderangebot

Weiter sollten sich langfristig denkende Anleger die Aktien gebeutelter chinesischer Bauträger genauer anschauen. Denn wahrscheinlich muss die Volksrepublik sie retten. Mit den Dollars aus den US-Treasuries könnte der chinesische Staat von den Developern günstige Immobilienprojekte aufkaufen und später vermieten oder bei einer Marktentspannung wieder verkaufen. China hat nämlich ein Leerstandsproblem: Es gibt riesige Geisterstädte, überall sind neue Wohnprojekte und Shopping Malls aus dem Boden gestampft worden, die leer stehen. China will Ackerland gewinnen und rund 300 Millionen Menschen in die Städte umsiedeln. Nur leider sind die Neubauten für die Bauern zu teuer. Doch ein Immobilien-Crash würde viele Chinesen aus der Mittelschicht ruinieren, die wegen der Inflation in Immobilien investiert hatten. Das würde politisch gefährlich werden und darf daher nicht passieren.

Schlachtfeld Seltene Erden

Bleibt der Blick auf Metalle und Mineralien wie Yttrium, Tantal, etc. Die 17 Rohstoffe dieser Gruppe werden etwa in der Herstellung von Computer-Bildschirmen, Raketen-Systemen oder Smartphones eingesetzt. In der chinesischen Gefechtsfeldrhetorik der vergangenen Wochen kristallisierte sich auch die Möglichkeit eines Boykotts der USA bei Seltenen Erden als nukleare Option heraus.
Die USA reagieren: US-Handelsminister Wilbur Ross erklärte gerade, sein Land werde alles tun, um nicht vom Angebot abgeschnitten zu werden. Sein Ministerium veröffentlichte gestern einen Bericht, den US-Präsident Donald Trump schon im Dezember 2017 in Auftrag gegeben hatte – offenbar hatte er die chinesische Reaktion vorausgesehen, es gab übrigens 2010 schon einmal einen Boykott. China stellt derzeit rund 78 Prozent der amerikanischen Importe. Ironie der Geschichte: Bis in die 80er Jahre waren die USA der weltweit führende Hersteller. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg empfahl das Commerce Department eine Reihe von Schritten, darunter die verstärkte Zuteilung von Schürfrechten. Zudem dürften eingemottete Minen reaktiviert werden: Laut Daten des U.S. Geological Service liegen die Reserven beim 93fachen der heimischen Produktion.
Für Anleger heißt dies Folgendes: Wenn es den USA gelingt, die heimische Produktion hochzufahren, dann läuft ein Boykott ins Leere – und chinesische Rare-Earth-Aktien dürften abstürzen. Gleiches gilt für die Tatsache, dass ausländische Anbieter schnell in die Lücke springen. Umgekehrt würden Firmen, die US-Minen reaktivieren dürfen, gewinnen. Behalten Sie diesen Markt also unbedingt im Auge!
Fazit: Noch weiß niemand, ob ein Handelskrieg entbrennt, oder nicht. Halten Sie sich auf jeden Fall bereit. Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Investments!

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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Boerse

Anleger greifen wieder zu

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04.06.2019 – Daily Report. Wie ein Magnet zieht zunächst die 200-Tage-Linie den DAX an. Dann aber dreht der Leitindex kräftig nach oben. Trotzdem: Nach der gestrigen Erholung belastet das Thema China weiter die Nerven der Anleger in Frankfurt. Denn zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers stellt Washington Peking an den Pranger.

DAX leistet Widerstand

Es geht wieder aufwärts an der deutschen Börse: Der Leitindex näherte sich zuerst einmal mehr dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt an, der zuletzt bei rund 11.617 Punkten verlief. Der DAX tauchte im frühen Handel ab bis auf 11.714 Punkte. Zuletzt hielt er sich aber 0,8 Prozent im Plus. Auch gestern war die Sache noch einmal gut gegangen: Als hätten die Anleger in Frankfurt unseren Marktbericht gelesen, setzte der DAX genau auf der 200-Tage-Linie auf – um dann schulbuchmäßig nach oben zu drehen und im Plus zu schließen.
Broker machten für den DAX-Dreh am Vormittag neue Hoffnungen auf eine Zinssenkung in den USA verantwortlich – möglicherweise müsse die US-Notenbank damit die heimische Wirtschaft stützen. Womit wir schon beim bestimmenden Thema in Frankfurt und im weltweiten Handel angelangt wären – dem drohenden Handelskrieg zwischen China und den USA.

Zollstreit weiter Thema Nummer eins

Der chinesische CSI 300 rutschte um 0,9 Prozent auf 3.598 Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 225 am Morgen unverändert bei 20.409 Punkten auf der Anzeigetafel.
Goldman Sachs hat gerade öffentlich seine Meinung in der Angelegenheit geändert: Die Investmentbank geht nun von einem offenen Handelskrieg zwischen der Volksrepublik und den USA aus. Konkret: China und die USA dürften erst Ende 2019 eine Übereinkunft erzielen, die aber nicht alle Strafzölle eliminiert, sondern die Tarife im Gegenzug für Konzessionen aus China reduziert. Ähnlich sehen die Analysten die Lage bei Mexiko. Genau wie die meisten anderen Banken waren die Goldmänner noch vor kurzem davon ausgegangen, dass die USA und China einen Deal schließen. Und der Meinungswechsel der Masse erklärt sehr schön das Abtauchen der Wall Street.

Chinas offene Wunde

Bleibt der Blick auf das verschlechterte Verhältnis zwischen China und den USA. Peking unterdrückt gerade jede Erinnerung an den 30. Jahrestag des Tiananmen-Massakers – Internet-Seiten werden geblockt, Regime-Kritiker verschwinden. US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte die Menschenrechtslage in der Volksrepublik: China dulde „keinerlei Widerspruch“ und verletzte die Menschenrechte, „wenn dies in seinem Interesse liegt“. Die chinesische Botschaft in Washington warf Pompeo „Vorurteile und Arroganz“ sowie eine „schwere Einmischung in innere Angelegenheiten“ vor.
Die nervöse Reaktion der chinesischen Kommunisten weist übrigens auf den Knackpunkt im Zollstreit hin: Das Reich der Mitte hat nach der Ermordung hunderter, wenn nicht gar tausender wehrloser Demonstranten durch die Volksbefreiungsarmee am 04. Juni 1989 einen stillen Pakt mit dem Volk geschlossen. Der Staat zwingt die Menschen nicht mehr zu Aktivismus in Partei und Jugendorganisationen und zieht sich aus dem Privatleben zurück. Das Wichtigste: Außer in den strategisch wichtigen Branchen herrscht Marktwirtschaft – und der Staat sichert seinen Bürgern den Wohlstand. Im Gegenzug zeigen sich die Menschen im Land komplett unpolitisch und kritisieren die Führung nicht. Was aber, wenn nun der Wohlstand in einem Handelskrieg mit den USA wackelt?

Hightech-Giganten unter Kartell-Verdacht

An der Wall Street überlagerte gestern ein anderes Thema den Zollstreit: Insidern zufolge untersuchen US-Behörden die Marktmacht von Google und Facebook, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Was laut der Bank of America im Worst Case zu einer Aufspaltung führen könnte. Darauf reagierten die Anleger an der Nasdaq nervös: Der Composite sank um 1,6 Prozent auf 7.333 Punkte. Der Dow-Jones-Index schloss nahezu unverändert bei 24.819 Punkten und der S&P 500 sank 0,3 Prozent auf 2.744 Zähler.

Das bringt der Tag

Sowohl CFD-Trader als auch Anleger im Online-Aktienhandel sollten heute ab 15.55 Uhr ihre kostenlosen Realtime-Kurse im Auge behalten. Denn dann meldet sich Fed-Chef Jerome Powell zu Wort. Die US-Notenbank hält gerade ihre Forschungskonferenz ab, dabei geht es um Themen wie geldpolitische Instrumente oder auch Kommunikation. Wird es also einen verklausulierten Hinweis auf sinkende Zinsen geben, oder nicht?
Kurz danach läuft um 16.00 Uhr der Auftragseingang für die US-Industrie über die Ticker.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock Market Chart

Der DAX hängt über dem Abgrund

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03.06.2019 – Daily Report. Jetzt wird es brenzlig für die Bullen: Der deutsche Leitindex ist in Richtung der 200-Tage-Linie gerutscht. Darunter öffnet sich für den DAX ein tiefer Canyon, der Indikator sollte also besser über dem gleitenden Durchschnitt schließen. Wie die Amerikaner sagen: Do or Die – mach es oder stirb. Doch die Vorzeichen für Käufer sind alles andere als rosig. Denn die Temperatur im Zollstreit zwischen China und den USA steigt.

Warnsignale aus der Chartanalyse

Der DAX ist zum Wochenbeginn weiter gen Süden abgetaucht, bevor er sich erholte. Der Index rutschte im Tief bis auf 11.622 Zähler. Damit näherte sich der Indikator der 200-Tage-Linie, die zuletzt bei etwa 11.618 Punkten verlief. Die 50-Tage-Linie hatte der DAX übrigens schon vorigen Mittwoch durchbrochen. Die beiden gleitenden Durchschnitte gelten als wichtige Indikatoren, an denen sich viele Anleger orientieren. Gut, dass Sie, werter Leser, CFD handeln – denn dann können Sie auch auf der Verkaufsseite gutes Geld verdienen, während Buy-and-Hold-Anleger, die Aktien besitzen, gute Nerven brauchen.

Deutsche Blue Chips bröckeln

Futter für die Bären gab es reichlich: So rutschten Deutsche Bank erstmals unter die Marke von 6,00 Euro. Broker machten dafür negative Analysten-Kommentare in Sachen Restrukturierung verantwortlich. Weiter sank die Aktie von Infineon kräftig ab: Börsianer kritisierten den Kauf von Cypress Semiconductor als zu teuer. Auch die Talfahrt von ThyssenKrupp ging weiter – der Titel bröckelte auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren. Immerhin traf der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe die meisten Prognosen und beruhigte die Lage ein wenig.

Neue Runde im Zollstreit

Bestimmendes Thema war allerdings auch auf dem Frankfurter Parkett der drohende Handelskrieg zwischen China und den USA. Die Führung in Peking plusterte sich rhetorisch auf: „China ist offen für Verhandlungen, wird aber bis zum Ende kämpfen, wenn es nötig ist“, tönte es in einem gestern veröffentlichten „Weißbuch“. Weiter hieß es, es seien die USA gewesen, die sich seit Februar 2018 dreimal nicht an ihre Versprechungen gehalten hätten. Als neueste Waffe will Peking eine Liste mit „unzuverlässigen“ ausländischen Firmen aufstellen. Zuvor hatte Peking Strafzölle auf 5.140 US-Importwaren im Wert von 60 Milliarden Dollar erhöht, darunter Holz, Wein oder Flüssiggas.

Interessante Fußnote: Während die Medien hierzulande die Aktion als Ausdruck des verschärften Kampfeswillens von China deuteten und natürlich überwiegend die USA kritisieren, interpretierte das üblicherweise bestens informierte „Wall Street Journal“ die jüngste Wortmeldung aus der Volksrepublik ganz anders. So habe Peking nun einen neu ausgewogenen Ton angeschlagen und – genau wie Mexiko – die Bereitschaft zum Verhandeln in Richtung USA signalisiert. Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte.

Nervosität in Asien

Für Nervenflattern sorgte unterdessen die Tatsache, dass Washington Indien nicht mehr als Entwicklungsland sieht und auch hier künftig Strafzölle erheben will. Der japanische Nikkei fiel am Montagmorgen auf den tiefsten Stand seit über vier Monaten, der Index verlor 0,9 Prozent auf 20.411 Punkte. Der chinesische CSI 300 hat derweil nahezu unverändert bei 3.632 Stellen geschlossen.

Auch die Wall Street blickt in den Abgrund

Und auch die Vorgaben von der Wall Street waren alles andere als rosig für die Bullen. Der Dow Jones ging am Freitag zur Schlussglocke mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 24.815 Punkten ins Weekend. Auf Wochensicht ergab sich somit ein Minus von rund 3 Prozent, dies war der größte Wochenverlust seit Dezember. Der S&P 500 hatte am Freitag 1,3 Prozent auf 2.752 Zähler eingebüßt. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,6 Prozent auf 7.128 Stellen nach unten.

Alle wichtigen Indizes an der Wall Street sind damit zum Schlussstand unter die 200-Tage-Linie gesunken. Hier ist also der Weg nach unten schon offen. Eine unerwartete Einigung im chinesisch-amerikanischen Zollstreit könnte natürlich für eine Bärenfalle sorgen. Unverhofft kommt oft an der Börse – behalten Sie also unbedingt immer ihre Handelsplattform im Blick.

Das bringt der Tag

Heute Nachmittag wird es richtig spannend: Aus den USA läuft um 15.45 Uhr der Markit- Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Mai ein (2. Veröffentlichung).

Um 16.00 Uhr folgt der ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Mai. Zeitgleich tickern die US-Bauausgaben über den Bildschirm.

Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades!

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China vs USA

Der Druck lässt nicht nach

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31.05.2019 – Daily Report. Es geht wieder bergab am deutschen Aktienmarkt. Mit Sorge blicken die Anleger auf etwaige chinesische Gegenmaßnahmen im Zollstreit mit Amerika. Die US-Administration hat unterdessen ihre Rhetorik verschärft. Die Anleger warten auf neue amerikanische Konjunkturdaten am Nachmittag.

DAX im Minus

Die Börse bebt, zumindest ein wenig. Alle Aktien im DAX haben sich am Freitagvormittag in der Verlustzone präsentiert. Der Index rutschte zuletzt fast 2 Prozent ab unter die Marke von 11.700 Zählern. Nervosität herrschte auch im weltweiten Handel.

Immer wieder Zollstreit

Auslöser waren vor allem Nachrichten, wonach China als Vergeltung auf die von den USA verhängten Strafzölle nun seinerseits Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar anheben wird. Zudem hatten sich zuletzt Spekulationen verdichtet, wonach das Reich der Mitte die US-Industrie von der Belieferung mit Seltenen Erden abschneiden will. Betroffen wäre vor allem die Produktion von Handys und Computern. Nur am Rande: Genau diesen etwaigen Gegenschlag hatten wir Ihnen an dieser Stelle als mögliche Option angekündigt.
US-Vizepräsident Mike Pence hat derweil verbal aufgerüstet. Nach einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau sagte er der Presse, die USA könnten ihre Strafzölle mehr als verdoppeln, falls nötig. Zudem will Pence wohl die chinesische Führung mit einer Rede zum 30. Jahrestag des Tiananmen-Massakers an den Pranger stellen, wie der Fernsehsender CNBC berichtete.
Bleibt die Fußnote, dass die USA wegen des ungehemmten Zustroms von Menschen aus Mexiko dem südlichen Nachbarland nun Strafzölle von 5 Prozent ankündigte. China plus Mexiko – europaweit gerieten vor allem Autoaktien unter Druck.

Chinas Industriemotor stottert

Zudem drückten schwache Konjunkturdaten aus China die Stimmung der Bullen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex Industrie rutschte im Mai auf 49,4 Punkte, im April hatte er noch bei 50,1 Punkten notiert. Dies belegt, dass schon jetzt der Zollkonflikt mit den USA die heimische Wirtschaft lähmt. Alle wichtigen Konjunkturdaten finden Sie hier: Market Mover
Die Hoffnung auf Stimuli aus Peking stützte jedoch die Kurse. In China verlor der Blue-Chip-Index CSI 300 am Morgen 0,3 Prozent auf 3.630 Zähler. Der Nikkei in Tokio rutschte dagegen um 1,6 Prozent auf 20.778 Punkte.

Wall Street robust

Dabei hatte sich die Wall Street am Donnerstag stabil gezeigt. Der Dow Jones Industrial schloss nahezu unverändert bei 25.128 Punkten. Der S&P 500 zog mit plus 0,02 Prozent minimal an auf 2784 Zähler und der Nasdaq 100 gewann 0,1 Prozent auf 7224 Stellen. Für Support sorgten Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum, das sich am Jahresbeginn beschleunigt hatte. Von Januar bis März legte das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um 3,1 Prozent zu.

Das bringt der Tag

Wenn Sie CFD handeln oder im Online-Aktienhandel engagiert sind, dann sollten Sie heute Nachmittag aufmerksam Ihre Handelsplattform im Auge behalten.
Denn um 14.30 Uhr laufen aus den USA die persönlichen Ausgaben und Einkommen für den April über die Ticker. Um 15.45 Uhr deutscher Zeit folgt der Einkaufsmanager-Index für Chicago im Mai. Und um 16.00 Uhr der Indikator für die Verbraucherstimmung der Universität Michigan im Mai (2. Umfrage).
Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Dax im minus

Talfahrt an der Börse

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29.05.2019 – Daily Report. Alle DAX-Aktien im Minus: Die Anleger in Frankfurt haben am Mittwochmittag die Sell-Taste gedrückt. Kein Wunder, denn die Vorgaben von der Wall Street waren negativ für die Bullen. Einmal mehr hat die deutsche Börse verunsichert auf neue Signale im drohenden Handelskrieg zwischen China und den USA reagiert. Auch die EZB sorgte für Skepsis.

DAX testet die 200-Tage-Linie

Die Bären schwärmen aus: Der DAX ist über ein Prozent bis auf 11.860 Punkte abgerutscht. Das kann Konsequenzen haben, denn der Leitindex war in den vergangenen Tagen munter auf der 200-Tage-Linie getänzelt. Die verläuft bei rund 11.908 Zählern. Ein Schluss darunter wäre ein Signal für die Bären.
Für Verunsicherung sorgte die Europäische Zentralbank: In ihrem Financial Stability Review warnten die Währungshüter davor, dass Spannungen im Welthandel und ein schwächer als erwartet ausfallendes Wirtschaftswachstum zu neuen Verkäufen an den europäischen Finanzmärkten führen könnten.

Dax Chart

Stopper im Handelsstreit

Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump für Ernüchterung in Sachen Handelsstreit gesorgt. Auf seinem Staatsbesuch in Japan betont er, die USA seien für einen Deal mit China noch nicht bereit. Die US- Zölle auf chinesische Waren könnten sehr schnell sehr deutlich erhöht werden. Außerdem werde es eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und Japan vor den japanischen Wahlen erst einmal nicht geben. Im Juli wird ein Teil des Parlaments neu bestimmt. Der Nikkei 225 schloss am Mittwoch 1,2 Prozent tiefer bei 21.003 Punkten. Der chinesische CSI 300 ging 0,2 Prozent schwächer bei 3.664 Zählern aus dem Handel.

Peking schwächt die eigene Währung

Dabei halten sich die USA angesichts der chinesischen Tricksereien durchaus zurück – wie an dieser Stelle schon vermutet, wertet Peking den Yuan weiter ab. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, hat das US-Finanzministerium zum fünften Mal hintereinander darauf verzichtet, China als Währungsmanipulator an den Pranger zu stellen. In dem gerade vorgelegten Währungsbericht kritisiere das Ministerium zwar die Unterbewertung des chinesischen Renminbi – der habe im vergangenen Jahr 8 Prozent gegenüber dem Dollar abgewertet. Allerdings sei China nicht als Währungsmanipulator gegeißelt worden. Diese offizielle Einstufung würde laut FAZ rechtlich dazu führen, dass die Vereinigten Staaten offiziell Verhandlungen mit Peking über die Wechselkurspolitik aufnehmen müssten.

Verluste an der Wall Street

In den USA flohen die Anleger in den sicheren Hafen der Staatsanleihen: Die Rendite für zehnjährige Treasuries rutschte auf 2,232 Prozent und damit den tiefsten Stand seit September 2017. Derweil verlor der Dow Jones 0,9 Prozent auf 25.348 Zähler. Der S&P 500 sank um 0,8 Prozent ab auf 2802 Stellen und der Nasdaq 100 verlor am Dienstag zum Schluss 0,3 Prozent auf 7.278 Zähler. Auch hier nochmal ein Blick auf die Charttechnik: Der Dow liegt inzwischen schwer auf der an dieser Stelle schon mehrfach angesprochenen 200-Tage-Linie. De facto hat der Schlusskurs den gleitenden Durchschnitt schon durchlöchert. Wir sind gespannt, ob die Unterstützung hält. Die anderen großen US-Indizes schweben noch immer darüber.

Diese Termine stehen an

Wichtige Konjunktur-Termine stehen am Mittwoch nicht auf der Agenda. CFD-Trader im Ölmarkt sollten um 22.30 Uhr die Rohöllagerbestandsdaten des amerikanischen American Petroleum Institute (API) im Blick behalten.
Morgen wird es aber in den USA spannend: Um 14.30 Uhr laufen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe über die Ticker, dito die zweite Veröffentlichung für das Bruttoinlandsprodukt der USA im ersten Quartal.
Um 16.00 Uhr folgen die schwebenden Hausverkäufe in Amerika. Und um 17.00 Uhr werden die Rohöllager-Bestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration (EIA) gemeldet.
Alle Termine finden Sie wie immer hier: Market Mover
Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Vatertrag und erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Europa

Ein Riss geht durch Europa

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27.05.2019 – Special Report. Gelassene Reaktionen am Aktien- und Devisenmarkt nach der Europawahl. Welch trügerische Ruhe. Langfristig orientierte Investoren sollten sich durchaus Gedanken machen über den Euro und die deutschen Aktien. Denn in der Bundesrepublik hat sich ein Politikwechsel verfestigt, den ein Großteil Europas wohl nicht mitmachen wird. Wir analysieren, wer verliert und wer gewinnt.

Politikwechsel voraus

Leichtes Plus im DAX, kaum Bewegung im Euro. Also ist scheinbar alles nochmal gutgegangen nach der Europawahl. Wie nicht anders zu erwarten, machten die Kommentatoren in der deutschen Presse den leichten DAX-Anstieg vom Montag am ausgebliebenen Erdbeben bei der Europawahl fest. Eine dürftige Erklärung: Rechte Parteien feierten zwar keine Erdrutschsiege, legten aber europaweit dennoch kräftig zu.
Zudem übersahen die Medien – bewusst oder unbewusst – die eigentliche Message der Europawahl: Deutschland wird Grün, da führt kein Weg dran vorbei, wenn es so weitergeht. Denn nicht nur das Wahlergebnis der Grünen von gut 20 Prozent ist eine wichtige Weichenstellung, selbst wenn die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Bundestagswahl gering war. Doch vor allem die Präferenz der Jungen für die Grünen ist ein Warnsignal für Börsianer: Laut Auswertungen von ARD und ZDF wählen die 19- bis 29-Jährigen zu 29 Prozent grün. Bei den noch jüngeren dürfte der Anteil sogar noch höher liegen.

Abgesang für DAX und deutsche Kernbranchen?

Die deutsche Industrie muss somit künftig massive Behinderungen befürchten. Ein Linksschwenk unter grüner Flagge könnte für viele DAX-Konzerne schlicht das Aus bedeuten, etwa im Energie-, Stahl- oder Automobilsektor. Damit wären diese Branchen im Speziellen und der DAX im Generellen Short-Kandidaten. Wer künftig die Defizite der europäischen Schuldenländer finanzieren soll, wenn dieses Szenario eintritt, steht in den Sternen.

Deutscher Sonderweg

Auch weil Deutschland auf einen Sonderweg eingebogen ist, müssen wir uns um den Erhalt des Euro fürchten. Hierzulande ist die angeblich kurz bevor stehende Klimakatastrophe das große Thema. Dagegen kommen die Grünen in den meisten anderen Ländern schlichtweg nicht vor. Stattdessen sind der Erhalt der nationalen Identität, das Wohl der heimischen Wirtschaft und der Ausbau der Festung Europa in Staaten wie Frankreich, Großbritannien, Italien, Belgien, Tschechien, der Slowakei, Polen, Ungarn und Österreich die Top-Themen.

Realpolitik im Ausland

Gut möglich, dass diese Länder dem Euro bald Adieu sagen, weil sie genug haben von offenen Grenzen sowie dem die Sparguthaben auffressenden permanenten Nullzins der Europäischen Zentralbank. Langfristig denkende Investoren sollten sich somit die Staatsanleihen und die Börsen der Länder mit starken euroskeptischen Fraktionen schon einmal genauer anschauen. Denn hier könnten interessante neue nationale Champions entstehen. Auch indische und chinesische Konzerne werden in Sachen Automobil, Chemie, Waffen-Produktion und Kraftwerksbau die Lücke füllen, die Deutschland vielleicht, vielleicht hinterlassen wird.

Chance für alternatives Hightech

Vermutlich wird die mutmaßliche Öko-Wende der deutschen Industrie aber auch neue Champions hervorbringen. Sie sollten sich beispielsweise die Drohnen-Branche anschauen – bei Fahrverboten werden Pakete wohl künftig per Luft ausgeliefert. Erste Versuche mit Flugtaxis – nichts anderes als gigantische Drohnen – sind ebenfalls vielversprechend. Eventuell gelingt der deutschen Autoindustrie ja der Durchbruch beim Elektro-Antrieb und sie übernimmt die globale Führungsrolle. Oder die Solarindustrie schafft es irgendwann, Strom zu speichern.

Bitcoin zieht kräftig an

Vielleicht ist die eigentliche Message der Europawahl in Deutschland ja der Grund dafür, warum sich Anleger aktuell an anderer Stelle als in Europa nach Investments umschauen. Am Montagmorgen ist der Bitcoin im asiatischen Handel auf ein Zwölfmonatshoch gestiegen. Die Crypto-Currency zog bis auf 8.800 Dollar an, die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei rund 260 Milliarden Dollar.
Warten wir ab, ob sich der Politikwechsel in Deutschland verfestigt, ob der Rest Europas ausschert und ob unsere Analyse zutrifft. Seien Sie bereit.
Die Bernstein Bank wünscht viel Erfolg!

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Forex Trading News

Aktien steigen moderat

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27.05.2019 – Daily Report. Nach der angeblichen Schicksalswahl reagiert der Euro gelassen, der DAX steigt moderat. Kurz: Der Markt hat die Europawahl abgehakt. Dagegen gab in Asien und im Ölmarkt durchaus die Politik den Takt vor. Da politische Börsen aber kurze Beine haben, müssen Sie stets ihre regelmäßigen Markt-Updates im Blick behalten.

Moderates Plus im DAX

Der DAX erkämpfte sich bis zum Mittag ein Plus von 0,4 Prozent. Echte News waren Mangelware, zudem auch die Bilanzsaison weitgehend gelaufen ist.

US-Schulterschluss mit Japan

Unterdessen wurde US-Präsident Donald Trump im Nippon auffallend herzlich begrüßt. Trump verbreitete Optimismus: Zwar werde es eine umfassende Handelsvereinbarung zwischen den USA und Japan in den nächsten Wochen nicht geben. Vieles werde bis nach den dortigen Wahlen im Juli warten, hatte Trump am Sonntag getwittert. Doch anders als China will Japan vermeiden, dass Amerika Einfuhrzölle verhängt. Der Tokioter Leitindex schloss 0,31 Prozent höher auf 21 182,58 Punkten.

Peking zeigt sich störrisch

Dagegen hat sich Peking offenbar in eine Schmollecke zurückgezogen. Erstmals verwendete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag in einem Kommentar zum Zollstreit mit den USA den Begriff „Kerninteressen“ in Bezug auf die staatlich gelenkte Wirtschaft. Soll heißen: Themen wie das Ende der Bevorzugung heimischer Konzerne sind nicht verhandelbar. Peking will weiter planen und lenken. Der Begriff „Kerninteressen“ wurde bislang vor allem für Taiwan verwendet. Dennoch kletterte der chinesische CSI 300 um 1,2 Prozent auf 3.637 Zähler.

Wall Street fester

Denn Trump hatte vorige Woche versucht, die Wogen rund um Huawei zu glätten. „Ich kann mir vorstellen, dass Huawei in irgendeine Form eines Handelsabkommens einbezogen wird“, sagte der US-Präsident. So ging der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 25.586 Punkten ins Wochenende. Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,1 Prozent auf 2.826 Zähler. Der Nasdaq 100 gab dagegen um 0,1 Prozent auf 7301 Punkte nach.

Verbale Entspannung in Sachen Iran

Derweil scheint sich die Lage im Ölmarkt ein wenig zu normalisieren. „Wir streben keinen Führungswechsel an, wir streben an, dass es keine Atomwaffen gibt“, sagte Trump bei seinem Besuch in Tokio. Er fügte hinzu, er rechne mit „einem Deal“ mit Teheran. Zuvor hatte der US-Präsident den Mullahs noch mit Vernichtung gedroht.
Entspannung also überall. Die Woche könnte also ruhig werden, da wichtige Termine am Montag nicht anstehen und viele Trader wegen des Feiertages am Donnerstag in Urlaub sind. Zudem bleiben die Börsen in den USA und in Großbritannien heute wegen des Memorial Day geschlossen. Doch gerade in einem dünnen Markt kann die Volatilität ganz plötzlich zuschlagen. Wir wünschen viel Erfolg bei Ihren Trades!

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Chart Index Aktien

Gegenbewegung im DAX

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24.05.2019 – Daily Report. Die Börsen-Bullen haben wieder das Parkett übernommen: Der Frankfurter Aktienmarkt hat sich am Freitagmittag fest präsentiert. Allerdings scheint der Rebound nach dem enttäuschenden Donnerstag etwas fragil. Denn wirklich solide fundamentale Nachrichten, die das Plus im DAX untermauerten, fehlten zuletzt.

DAX wieder über 12.000

Mit einem Gewinn von zuletzt rund 0,8 Prozent schaffte es der deutsche Leitindex wieder zurück über die Marke von 12.000 Zählern. Vermutlich ging ein Großteil der Gegenbewegung auf Short-Eindeckungen zurück. Denn es gab wenig Neues in Sachen Zollstreit China-USA. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag zwar in Aussicht gestellt, dass der Streit um Huawei im Rahmen eines Handelsabkommens mit China gelöst werden könnte. Zugleich bezeichnete er den Telekomausrüster aber als „sehr gefährlich“. Bei der Iran-Krise herrschte Stille. Im Brexit gab es Bewegung: Die britische Premierministerin Theresa May kündigte ihren Rücktritt zum 07. Juni an. Doch wie soll der Weg aus der Sackgasse aussehen?

Wall Street im Minus

Für verhaltenen Optimismus in Frankfurt sorgte immerhin die Tatsache, dass die Anleger in New York am Vorabend gegen Handelsende wieder verstärkt zugriffen. Dennoch blieb unter dem Strich ein Verlust für die wichtigen US-Indizes. So rutschte der Dow Jones um 1,1 Prozent auf 25.490 Punkte. Der S&P 500 verlor 1,2 Prozent auf 2.822 Zähler und der Nasdaq 100 fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten, er verabschiedete sich 1,5 Prozent schwächer bei 7.308 Zählern.

Irrlichternd im Niemandsland

Und damit blicken wir noch einmal kurz auf einige Basics der Chartanalyse: Der DAX hatte am gestrigen Donnerstag genau auf der 200-Tage-Linie geschlossen. Noch interessanter ist die Lage an der Wall Street, hier gibt die Charttechnik anschauliche Beispiele für die Unentschlossenheit der Anleger. Wir hatten Sie ja jüngst in einem Special Report darauf hingewiesen, dass die wichtigen Indizes derzeit im Niemandsland zwischen Hausse und Baisse pendeln. Und siehe da: Gestern hat der Dow Jones auf der 200-Tage-Linie geschlossen. Der S&P 500 hängt zwischen 50- und 200-Tage-Linie, dito der Nasdaq Composite und auch der Nasdaq 100. Die Indikatoren sind also gefangen zwischen beiden gleitenden Durchschnitten.

Asien ratlos – Treasuries gefragt

In Asien war die Ratlosigkeit ebenfalls zu spüren. Am Freitag verlor der Nikkei 0,2 Prozent auf 21.117 Punkte. Der Hang Seng gewann jedoch 0,3 Prozent auf 27.354. Wie so oft, wenn die Richtung unklar ist, parkten die Anleger ihr Geld erst einmal im sicheren Hafen: US-Treasuries waren stark gefragt. Zehnjährige Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit Herbst 2017, die Rendite fiel bis auf 2,3 Prozent.

Rebound beim Ölpreis

Analog zum DAX zog auch der Ölpreis wieder etwas an. Am Donnerstag war der Preis für West Texas Intermediate erstmals seit Ende März wieder unter die Marke von 60 Dollar gefallen. Die Reserven der USA waren auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 gestiegen. Zudem dürfte ein Handelskrieg zwischen China und Amerika die Nachfrage abwürgen – die Volksrepublik ist weltweit der größte Öl-Importeur.

Das bringt der Tag

Der Freitag dürfte wohl ein Auslaufmodell für Börsianer werden: Außer dem um 14.30 Uhr einlaufenden US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im April stehen keine wichtigen Termine an. Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades und ein erholsames Weekend!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

China vs America

Psycho-Krieg gegen Chinas Elite

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23.05.2019 – Special Report. Im Zollstreit zwischen China und den USA droht eine Eskalation, die in einem offenen Handelskrieg enden kann. Washington will wohl mindestens fünf weitere chinesische Firmen aus dem Sicherheitssektor auf die Schwarze Liste setzen. Ein interessanter Schachzug der Amerikaner, der direkt auf das Sicherheitsbedürfnis der kommunistischen Führung zielt. Wir analysieren die Hintergründe und zeigen, welche Chancen sich für CFD-Trader bieten.

US-Angriff auf Big Brother China

Gerade erst hatten wir im Börsenbericht die Vermutung geäußert, dass die USA nach Huawei und Hangzhou Hikvision Digital Technology, dem weltweit größten Hersteller von Video-Überwachungssystemen, wohl noch weitere Firmen auf die Blacklist setzen werden. Kaum war unser Daily Report vom Mittwoch hochgeschaltet, da schlugen entsprechende News auf dem Markt ein.
Die USA prüfen derzeit tatsächlich, ob weitere chinesische Firmen von der Zusammenarbeit mit globalen Partnern geblockt werden. Das Finanzblog „ZeroHedge“ nannte die Namen: Megvii Technology entwickelt Technik für die Gesichtserkennung. iFlyTek arbeitet an Software zur Stimmerkennung. Und Meiya Pico fokussiert sich auf digitale Forensik und Cyber-Sicherheit. Das Blog verwies auch auf Bloomberg – die Nachrichtenagentur nannte noch Zhejiang Dahua Technology, ebenfalls ein Anbieter von Technik zur Video-Überwachung. Diese Aktien wurden an der Börse schon gebeutelt und sind wohl bis zur Lösung des Zollstreites Short-Kandidaten.

Polizeistaat im Visier

Die USA nehmen offenbar ganz gezielt den chinesischen Polizeistaat ins Visier. Das mögliche Kalkül dahinter: Wenn die Überwachungstechnologie nicht funktioniert, sobald die Wirtschaft im Handelskrieg mit den USA in die Rezession rutscht und das Volk murrt, dann wird es ungemütlich im maoistischen Führerbunker. Dass die alte Kommunisten-Garde das aufmüpfige Volk fürchtet, belegt die schiere Zahl der Überwachungskameras. Insgesamt sollen 600 Millionen Stück in China stehen. Den alten Kadern steckt noch die Erinnerung an das Tiananmen-Massaker vor dreißig Jahren in den Köpfen – die Demonstrationen für mehr Demokratie belegten, wie unberechenbar die Masse ist.

Nationaler Pathos

Dass die chinesische KP offenbar inzwischen mehr als nervös ist, unterstreichen die aktuell geschürten nationalistischen Ressentiments. Präsident Xi Jinping verglich die Probleme mit einem „neuen langen Marsch“ und verwies damit auf den Gründungsmythos des Landes. Seit kurzem zeigen staatliche Sender wieder anti-amerikanische Filme über den Korea-Krieg. Zudem kursiert in den sozialen Netzwerken gerade der „Trade War Song“, den sich ein ehemaliger Beamter ausgedacht hat. Darin heißt es: „Handelskrieg, Handelskrieg! Zehntausende Chinesen teilen den bitteren Hass auf den Feind!“. Das Liedchen basiert auf dem Soundtrack des Films „Tunnel War“ aus dem Jahr 1965, in dem Chinesen gegen den Einmarsch von japanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg ankämpfen.

Die Strategie könnte aufgehen

Unser Fazit: Die USA haben mit der Security Branche einen wunden Punkt getroffen, denn sie ist die Lebensversicherung der Eliten. Wenn sich Peking auch noch sträubt, könnte China zum Einlenken gezwungen werden. Zumal auch die USA schon damit begonnen haben, chinesische Güter zu substituieren. Wie eine Analyse der Deutschen Bank zeigt, sind etwa seit Jahresanfang bis März die Importe aus dem Rest der Welt um rund 15 Milliarden Dollar angestiegen, während die Einfuhren aus China um etwa 15 Milliarden Dollar sanken. Wer also glaubt, dass China nachgeben muss, sollte sich an der Wall Street im Bullen-Lager positionieren – bei einer Lösung im Zollstreit wird die Börse kräftig haussieren.

Die Führung braucht den schwachen Yuan

Bis es aber dazu kommt, ist Peking dazu verdammt, den Wohlstand der heimischen Bevölkerung unter allen Umständen zu wahren. Das Mittel der Wahl könnte die Abwertung des Yuan werden, um Exporte zu verbilligen.

Gegenschlag bei Apple und Seltenen Erden?

Weiter darf die Staatsführung ihr Gesicht nicht verlieren, somit könnten Gegenmaßnahmen gegen die USA anstehen. Eine Möglichkeit bietet sich bei Seltenen Erden – der Großteil der US-Importe stammt aus China; das Land fördert aktuell zudem weltweit fast 40 Prozent dieser für die Hightech-Industrie wichtigen Metalle wie Lanthan, Neodym oder Yttrium. Da ein Boykott heimische Branchen-Champions wie China Rare Earth Holdings in Turbulenzen bringen würde, dürften die Chinesen eher die Preise drastisch erhöhen. Wenn die Amerikaner nicht auf andere Lieferanten ausweichen können, würden chinesische Konzerne an der Börse wohl zulegen, weil der Umsatz steigt.
Ein weiteres Ziel für den chinesischen Zorn ist schon jetzt Apple. In China läuft gerade eine Boykott-Kampagne – weg vom iPhone, hin zum Huawei-Smartphone. Nicht auszuschließen, dass Peking auch ganz offiziell beim Komponenten-Zulieferer Foxconn die Schrauben anzieht und etwa die Belieferung stoppt. Mit entsprechenden Folgen für Absatz und Börsenkurs von Apple.
Sie sehen: Die Politik bietet CFD-Tradern interessante Investment-Möglichkeiten. Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte im Handelsstreit.

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.