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EZB dominiert die neue Börsenwoche

Fed-Vorfreude in Frankfurt

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19.03.2019 – Daily report. Mit einem stabilen Plus von mehr als einem halben Prozent und einem neuen Jahreshoch hat der DAX den Dienstag begonnen. Trotz einer neuen, bizarren Wende im Brexit-Chaos. Ungeachtet einer eher flauen Nachrichtenlage. Was zählt im weltweiten Handel ist die Federal Reserve. Und die wird nach einhelliger Meinung morgen die Zinsen nicht erhöhen. Warten wir ab, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sein werden.

DAX mit neuem Jahreshoch

So ruhig sieht ein Broker seine Handelsplattform selten, wenn ein neuer Gipfel erklommen wird: Der DAX schraubte sich hoch bis auf 11.737 Zähler. Erst am vergangenen Freitag war der deutsche Leitindex auf das Jahreshoch bei 11.725 Punkten geklettert. Am DAX-Ende hielt sich die Aktie der Deutschen Bank, hier steckten viele Anleger erst einmal Gewinne ein. Das Kreditinstitut prüft eine Fusion mit der Commerzbank.

5G-Auktion

Interessant wird es für die Aktien der Telekom-Branche: In Mainz ist die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen angelaufen. 5G gilt als die nächste technische Revolution im Internet-Zeitalter, denn die Übertragungsrate ist etwa 100 Mal schneller als bei LTE. Damit verringern sich Latenzzeiten gen Null, das heißt, es gibt kaum noch Verzögerungen bei der Übertragung von Bild und Sprache. Was wiederum die Voraussetzung ist für das, was einige Experten für das Telefonieren der Zukunft halten: Holografische Bilder, die zugleich mit dem Ton über eine Telefon-Brille vor den Augen übertragen werden. Solch eine Technologie gibt es schon im Militär bei Helmen für Piloten.

Asien unauffällig

Aus Asien kam kein Schub für die deutsche Börse. Der Nikkei zeigte sich weitgehend unaufgeregt: Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex verlor kaum spürbare 0,1 Prozent auf 21.566 Punkte. In China gab der CSI 300 am Dienstag rund 0,5 Prozent nach. In dem Index sind die 300 wichtigsten Aktien des chinesischen Festlandes enthalten – also nicht das unabhängige und von Peking als abtrünnige Provinz betrachtete Taiwan.

US-Aktien im Plus

Die Wall Street hatte am Montag leichte Gewinne verbucht: Der Dow-Jones-Index gewann zum Schluss 0,3 Prozent auf 25.914 Punkte. Der S&P legte um 0,4 Prozent auf 2.833 Zähler zu. Und der Nasdaq Composite zog 0,3 Prozent an auf 7.714 Stellen. Übrigens hatten sich gestern die Ölwerte besonders fest gezeigt. Wir hatten Ihnen ja an dieser Stelle vom russischen Schulterschluss mit der OPEC in Sachen Förderkürzung berichtet.

Alles wartet auf die Fed

Ansonsten war in New York die Fed das große Thema gewesen. In den USA beginnt heute die zweitägige Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses, die Nachrichten rund um den Zinsentscheid laufen morgen ein. Bislang hatten die Währungshüter bis Ende 2020 drei weitere Anhebungen des Leitzinses avisiert. Wegen der flaueren Konjunktur erwarten Analysten nur noch ein bis zwei Zinsschritte. Im Dezember hatte die Fed den Leitzins auf 2,25 bis 2,5 Prozent erhöht. Besonders aufmerksam achten Anleger auf Hinweise, inwieweit die Fed ihren Kurs sogar lockern könnte, um die Konjunktur zu stützen. Eine Indikation dafür bringen heute um 15.00 Uhr deutscher Zeit die US-Auftragseingänge für Januar. Die Prognose beläuft sich auf -0,5 Prozent.

Chaostage in London

Derweil ist eine neue Brexit-Abstimmung wohl erst einmal vom Tisch: Parlamentspräsident John Bercow will eine Abstimmung nur dann zulassen, wenn der Antrag in der Substanz geändert worden sei. Dabei berief er sich auf ein altes Gesetz aus dem 17. Jahrhundert. Doch das eigentlich für heute vorgesehene Votum sollte den schon zweimal abgelehnten Vorstoß zur Annahme des Ausstieg-Vertrages mit der EU nochmal beinhalten. Damit bleibt uns die Spannung beim Pfund erhalten. Behalten Sie hier bitte Ihren Nachrichtenticker im Blick – die Lage ändert sich extrem schnell.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

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Applaus für die Bankenfusion

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18.03.2019 – Daily report. Ruhiges Anpendeln zum Wochenbeginn: Der DAX hat im frühen Montagshandel knapp unter der Marke von 11.700 Zählern verharrt. Bestimmendes Thema in Frankfurt sind die Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank. Für Skepsis sorgte ein Bericht über eine Verzögerung des chinesisch-amerikanischen Zollabkommens.

Banken an der Indexspitze

Freude bei den Brokern: Die Aktie der Deutschen Bank notierte im frühen Handel an der DAX-Spitze, im MDAX verbuchte die Commerzbank ebenfalls das deutlichste Plus. Die beiden Geldinstitute hatten am Sonntag die Aufnahme der Fusionsgespräche verkündet. Dabei kam die Nachricht nicht wirklich überraschend, sie wird aber als eine Stärkung des deutschen Bankenplatzes interpretiert. Grund genug für den DAX also, sich in der Höhenluft zu halten – vorige Woche hatte er in der Spitze bei über 11.700 Punkten den höchsten Stand seit Mitte Oktober markiert.

Neulinge im MDAX

Ansonsten greift ab heute die Neubesetzung im MDAX: Knorr-Bremse und Dialog Semiconductor sind von nun an in dem Index der mittelgroßen Werte vertreten. Dafür mussten Salzgitter und Schaeffler in den SDAX abtauchen. Im DAX bleibt alles beim Alten.

Gewinne in Asien

In Tokio trotzte der Nikkei-Index am Montag negativen Konjunkturnews: Der Index gewann 0,6 Prozent auf 21.584 Punkte. Die japanischen Ausfuhren sanken im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent auf 6,38 Billionen Yen, das sind rund 50 Milliarden Euro. Das ist ein stärkeres Minus als erwartet und das dritte in Folge. Bei den Anlegern überwog die Freude über die Ankündigung neuer konjunktureller Stimuli in China, die auch die Importe aus Japan ankurbeln dürften. So zog der CSI 300 um 2,9 Prozent an auf 3.852 Zähler.

Zollabkommen wohl verzögert

Einen kleinen Dämpfer verpassten China und die USA den Bullen: Laut einer Meldung in der „South China Morning Post“ wird das Zollabkommen wohl bis Juni verschoben. Ein Hindernis sind laut Aussagen von Insidern die Sicherungsmaßnahmen zur Einhaltung der Vereinbarung. Innerhalb des Teams von US-Präsident Donald Trump gebe es Meinungsverschiedenheiten darüber. Ungeklärt sei die Frage, ob es einfach nur eine prinzipielle Einigung geben wird, die als Erfolg verkauft werden soll; oder ob tatsächlich wirksame Überwachungsmaßnahmen zur Kontrolle der Chinesen implementiert werden.
Anfangs sollte der Deal laut Medienberichten Ende März auf einem Gipfel in Mar-a-Lago in Florida unterschrieben werden. Doch der US-Botschafter in China, Terry Branstad, erläuterte zwischenzeitlich, das Treffen werde sich um einen Monat verschieben. Nun soll es also Sommer werden.
Entsprechend lag die Indikation für den Dow Jones zuletzt rund 0,2 Prozent niedriger bei 25.817 Stellen. Der Dow hatte am Freitag ein Plus von 0,5 Prozent auf rund 25.849 Punkte verbucht. Auf Wochensicht gewann der US-Leitindex damit fast 1,6 Prozent. Der marktbreite S&P 500 ging am Freitag mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 2822 Stellen ins Weekend und der Nasdaq 100 zog um 0,9 Prozent auf 7307 Zähler an.

Entschlossene Ölförderer

Interessante News triggerten aus dem Ölmarkt ein: Der russische Ölminister Alexander Novak betonte im Gespräch mit dem Fernsehsender CNBC in Baku, dass sich Moskau in den kommenden Wochen voll und ganz den Förderkürzungen der OPEC anschließen werde. Das Kartell und assoziierte Staaten werden sich Mitte April erneut treffen, um die Förderkürzungen Revue passieren zu lassen. Beide Seiten hatten sich zum Jahresbeginn darauf geeinigt, über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg täglich 1,2 Millionen Barrel weniger Öl zu pumpen. Gute Argumente also für einen möglicherweise ansteigenden Ölpreis, die Frage ist, ob die USA gegensteuern werden.
Ansonsten läuft die Woche aus nachrichtlicher Sicht eher langsam an. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

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Die Woche der Währungshüter

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18.03.2019 – Weekly report. Das wird die Handelswoche der Notenbanken: Gleich drei Zinsentscheidungen bringen uns wahrscheinlich eine Menge Bewegung am Finanzmarkt. Denn die Federal Reserve, die Schweizer Nationalbank und die Bank of England treten vor die Presse. Vor diesem Hintergrund könnten nicht nur US-Dollar, Schweizer Franken oder britisches Pfund in Bewegung geraten sondern auch Aktien und Staatsanleihen. Mit dem britischen Brexit-Theater lenkt ein weiterer Dauerbrenner den Blick in Richtung Devisenmarkt.

Startbasis Jahreshoch

Zunächst der Rückblick auf das Geschehen zum Ende der vorigen Woche: Zum Hexensabbat am Freitag hatte der DAX einen Ritt zum neuen Jahreshoch vorgelegt. Am Schluss des dreifachen Verfallstages notierte der deutsche Leitindex mit plus 0,9 Prozent bei 11.686 Zählern. Der Wochengewinn betrug damit rund 2 Prozent. In der Spitze hatte es der DAX sogar bis auf 11.725 Punkte geschafft, bevor der Verfall von Termingeschäften am Nachmittag den Index dann doch wieder nach unten zog.

Die Wall Street feiert

Und am Abend verlängerten die Börsen-Bullen dann die Party. Der Dow Jones Industrial markierte nach einem schwachen Start zur Schlussglocke ein Plus von 0,5 Prozent auf rund 25.849 Punkte. Auf Wochensicht gewann der US-Leitindex damit fast 1,6 Prozent. Der marktbreite S&P 500 ging am Freitag mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 2822 Stellen ins Weekend und der Nasdaq 100 zog um 0,9 Prozent auf 7307 Zähler an.

Kein Grund für Zinserhöhungen

Übrigens wurde der New Yorker Handel am Freitag zunächst von schlechten Konjunkturnachrichten gebremst: Der Empire-State-Index aus New York fiel um 5,1 Punkte auf 3,7 Zähler, wie die regionale Notenbank mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2017, die Prognosen lagen bei einem Anstieg auf 10,0 Punkte. Aber: Damit erhält die Federal Reserve neue Argumente, die Füße still zu halten. Soll heißen: Die Zinsen möglichst lange nicht zu erhöhen. Vor allem, da die US-Industrieproduktion im Februar nur noch um 0,1 Prozent geklettert ist, Analysten hatten plus 0,4 Prozent prognostiziert.

China begeistert

Für gute Laune sorgte die Nachricht, dass die chinesische Regierung ab dem 01. April die Mehrwertsteuer senken will, um den privaten Konsum anzukurbeln. Zudem will das Reich der Mitte ein Investitionsgesetz verabschieden, das ausländischen Firmen und Investoren mehr Fairness bringen soll. Konkret stimmte der Nationale Volkskongress am Freitag einem Gesetz zu, das am 1. Januar 2020 in Kraft treten soll. Ausländische Unternehmen sollen verbriefte Rechte erhalten. Beispielsweise soll künftig der erzwungene Technologietransfer untersagt werden.
Zwar sind Recht haben und Recht bekommen zwei völlig verschiedene Dinge – und die chinesischen Gerichte tanzen natürlich nach der Pfeife der Kommunisten. Dennoch ist das ein Entgegenkommen in Richtung USA. Somit keimten die Hoffnungen wieder auf, dass in Bälde endlich das Zollabkommen zwischen Amerika und China verabschiedet wird, das nach aktuellem Stand der Dinge wohl erst im April zu erwarten ist.

Bankenfusion voraus

Das bringt uns zum Ausblick. Anleger sollten in dieser Woche die deutschen Finanzaktien im Blick behalten: Die Deutsche Bank und die Commerzbank beginnen nun formelle Fusionsgespräche. Den Schritt teilten die beiden größten deutschen Privatbanken am Sonntag mit.
Spannend für deutsche Anleihen und Aktien wird es am Dienstag: Um 11.00 Uhr meldet das ZEW seine Konjunkturerwartung für Deutschland im März. Die Prognose liegt bei -14,0 nach zuvor -13,4.
Um 15.00 Uhr deutscher Zeit stehen aus den USA die Auftragseingänge für Januar an. Die Prognose beläuft sich auf -0,5 Prozent.

Immer wieder Brexit

Ebenfalls am Dienstag sollte das britische Unterhaus laut den jüngsten Pressemeldungen eigentlich nochmals über den von Premier Theresa May mit der Europäischen Union ausgehandelten Austrittsvertrag abstimmen. Eine Zustimmung gilt nach zwei Ablehnungen aber kaum noch als realistisch, weswegen May offenbar eine Absage des Votums in Betracht zieht. Die meisten Analysten halten inzwischen einen harten Brexit für wahrscheinlich. Bei einer Annahme müssten die Briten im Nachgang bis zum EU-Gipfel am Donnerstag einen Verlängerungsantrag stellen.
Somit richten anglophile Anleger am Mittwoch um 10.30 Uhr die Blicke auf den Verbraucherpreisindex für Januar, die Prognose liegt bei 1,9 Prozent.

Spannung beim Ölpreis

Trader im Ölmarkt sollten wegen der drohenden NOPEC-Gesetzgebung aufmerksam regelmäßige Markt-Updates vornehmen: Sollte der US-Kongress wider Erwarten den „No Oil Producing and Exporting Cartels Act“ verabschieden, droht der OPEC das Aus – und dann könnten alle ex-Mitglieder des Kartells die Ölförderung maximal hochfahren, drohte Suhail al-Mazrouei, der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, laut Presseberichten in einem Meeting mit Bankern. Das Vorzeigen der Folterwerkzeuge war für Amerika gedacht: Ein Crash im Ölpreis würde die US-Ölschieferproduzenten vernichten, weil Banken ihnen dann kein Geld mehr leihen würden.
Passend dazu laufen am Mittwoch um 15.30 Uhr die US-Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA über die Bildschirme.

Die Fed spricht

Am Mittwochabend schließlich wird es um 19 Uhr deutscher Zeit spannend: Dann wird sich US-Notenbankchef Jerome Powell zur amerikanischen Geldpolitik äußern. Eine Zinserhöhung von den aktuellen 2,5 Prozent gilt aktuell als extrem unwahrscheinlich – mittlerweile diskutieren erste Broker sogar Zinssenkungen.

SNB und Bank of England

Am Donnerstag schließlich rückt um 09.30 Uhr der Schweizer Franken in den Blick: Die Prognose für den Zinsentscheid der Schweizer Nationalbank SNB liegt bei -0,75 Prozent.

Ebenfalls am Donnerstag stehen um 10.30 Uhr die britischen Einzelhandelsumsätze für Februar an. Diese sollen laut den Vorhersagen 0,2 Prozent betragen nach 1,0 Prozent im Januar.

Natürlich wird die Bank of England in ihrer Pressekonferenz zum Zinsentscheid auch auf die Binnenkonjunktur eingehen. Die Zins-News dazu laufen ab 13.00 Uhr über die Ticker, die Prognose liegt bei 0,75 Prozent.
Dann wechselt das Geschehen wieder in die USA: Um 13.30 Uhr dürfte der Philly-Fed-Index für März die Kurse an der Wall Street bewegen. Die Vorhersagen liegen im Schnitt bei 3,2 nach -4,1 im Vormonat. Der Indikator zeigt die Wirtschaftsentwicklung in der Region um Philadelphia.
Am Freitag blicken die Broker um 09.30 Uhr auf den Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für Deutschland im März. Die Prognose: 50,3.

Am Nachmittag spielt dann wieder um 15.00 Uhr die Musik in den USA: Dann werden die Verkäufe bestehender Häuser für Februar gemeldet. Die Prognose liegt bei 5,1 Millionen nach 4,94 Millionen im Vormonat.

Wir hoffen, dass in diesem reichhaltigen Angebot an Finanzmarkt-Events auch das Passende für Sie mit dabei ist – und wünschen viel Erfolg beim Trading!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Bernstein Bank Stock Market

Vorsicht am Hexensabbat

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15.03.2019 – Daily report. Die Börse kann so trügerisch sein wie ein spiegelglatter See vor dem Unwetter: Im frühen Handel am Freitag zeigte sich der DAX weitgehend bewegungslos. Doch es wäre ein Wunder, wenn das übliche hektische Tänzchen zum großen Verfallstag diesmal ausbliebe. Abwarten war zunächst wegen des Dauerstreits um den Brexit und in Sachen Zollstreit zwischen China und den USA angesagt.

Ruhe vor dem Sturm

Der DAX pendelte am Vormittag minimal im Plus über der Marke von 11.600 Zählern herum. Doch das könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein: Am Mittag und am Abend steht an der Terminbörse Eurex der große Quartalsverfall an. Am sogenannten „Dreifachen Hexensabbat“ laufen zunächst Futures und Optionen auf Aktienindizes aus. Zum Handelsschluss schließlich Futures und Optionen auf einzelne Aktien. Da der DAX in den vergangenen Tagen zwischen 11.500 und 11.700 pendelte, dürfte sich der heiße Tanz innerhalb dieser Grenzen bewegen. Behalten Sie also auf Ihrer Handelsplattform mit kostenlosen Realtimekursen diese Marken im Auge.

Ärger in Asien für Wirecard

Turbulenzen der ganz anderen Art musste am DAX-Ende Wirecard ausstehen: Laut einem Bericht im „Handelsblatt“ haben die Behörden in Singapur die indische Tochtergesellschaft von Wirecard ins Visier genommen. Ermittelt werde gegen Wirecard-Mitarbeiter und mehrere Gesellschaften des Konzerns unter anderem wegen Geldwäsche und Dokumentenfälschung.

Peking sorgt für Kauflaune

Weit angenehmere Nachrichten schickte die chinesische Führung über die Ticker: Ministerpräsident Li Keqiang brachte am Freitag auf einer Pressekonferenz zum Abschluss des Volkskongresses neue Stimuli ins Spiel. Konkret dachte er laut über niedrigere Zinsen nach und die Senkung der Mindestreserveanforderungen für die Banken – sie legt fest, wie viel Geld Kreditinstitute als Sicherheit bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Und weiter sagte er: China werde keine Entlassungswellen zulassen. Daraufhin gewann der chinesische Blue-Chip-Index CSI 300 1,3 Prozent auf 3745 Zähler. In Japan kletterte der Leitindex Nikkei 225 um knapp 0,8 Prozent auf 21.451 Stellen.

Ernüchterung im Zollstreit

Die Wall Street hatte sich am Donnerstag weitgehend lethargisch gezeigt. Der Dow Jones verbuchte zum Handelsende ein kaum merkliches Plus von 0,03 Prozent auf rund 25.710 Punkte. Der Sammelindex S&P 500 gab dagegen um 0,1 Prozent nach auf 2808 Stellen. Und für den Nasdaq 100 ging es um 0,2 Prozent auf 7243 Zähler nach unten.
Die eingetroffenen News waren eher ein Show-Stopper: Die Zahl der verkauften Neubauten war im Januar überraschend gefallen. Dagegen legten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet zu. Weiter wird es laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg in diesem Monat wohl nichts mit dem erhofften Zollabkommen zwischen China und den USA. US- Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte noch am Wochenende eine Einigung bis April für möglich gehalten.
Vielleicht vermögen ja die heutigen Konjunkturdaten Schwung in den Handel zu bringen: Um 14.15 Uhr meldet sich die Federal Reserve zur Industrieproduktion zu Wort und um 15.00 Uhr die Uni Michigan zum Konsumklima.

Neue Pirouette beim Brexit

Und was tut sich beim britischen Pfund? Hier ist die Lage zunächst entschärft worden. Am gestrigen Donnerstag stimmten die britischen Abgeordneten dafür, den eigentlich für den 29. März vorgesehenen Abschied von der EU um maximal drei Monate zu verschieben. Allerdings muss das Unterhaus bis Mittwoch dazu dem fertigen Ausstiegsvertrag mit der EU zustimmten. Genau dieses Abkommen haben die Abgeordneten aber schon zwei Mal abgelehnt. Klar ist also, dass nichts klar ist. Doch so bleibt immerhin die Spannung erhalten. Wir wünschen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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Prinzip Hoffnung an der Börse

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14.03.2019 – Daily report. Tauziehen zwischen Bullen und Bären – und offenbar gewinnen die Optimisten die Oberhand. Der DAX macht sich am Donnerstag auf den Weg nach oben. Einerseits hatten am Donnerstag zunächst positive Konjunkturdaten aus den USA den Markt gestützt. Andererseits tickerten aus China negative Zahlen über die Bildschirme. Doch das ist für viele Anleger nur ein Incentive dafür, dass es eine Lösung im Zollstreit geben muss. Und dann ist da ja noch die scheinbar unendliche Geschichte mit dem Brexit. Auf gut Deutsch: In einer unübersichtlichen Gemengelage setzt der weltweite Handel trotzdem auf Lösungen.

DAX über 11.600 – Lufthansa enttäuscht

Offenbar hat sich der DAX zu einer Klettertour entschieden. Im frühen Handel legte er um 0,5 Prozent auf 11.631 Zähler zu. Im Schlepptau der Turbulenzen um Boeing notierten Lufthansa-Aktien am Ende des Indexes. Und vor allem sorgten schwache Quartalszahlen für einen Sinkflug: Der Konzerngewinn brach von Oktober bis Dezember um 39 Prozent auf 343 Millionen Euro ein. Auch der Ausblick enttäuschte: Die Planung für das Kapazitätswachstum im Sommer wurde kurzerhand halbiert.

No-Deal-Brexit abgelehnt

Im Blick behielten die Börsianer natürlich auch den Devisenmarkt, konkret das britische Pfund. Die Briten wollen einerseits die EU nicht ohne finalen Deal verlassen, das ist die Kernaussage des knappen Votums vom Mittwochabend. Andererseits hat das Parlament bisher alle Vereinbarungen abgelehnt. So geht Stillstand. Und was kommt jetzt? Eine neue Abstimmung natürlich.
Die britischen Abgeordneten werden an diesem Donnerstag über eine Verschiebung des Brexit votieren. Nach dem Willen von Premierministerin Theresa May sollen sich die Parlamentarier zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des EU-Austritts entscheiden. Die Voraussetzung für eine Fristverlängerung: Alle 27 übrigen Mitgliedstaaten müssen dem zustimmen. Der eigentlich geplante Exit-Termin ist der 29. März. Bis dahin wird sich die Vola mindestens noch halten, wovon CFD-Trader bestens profitieren könnten.

Chinas Wirtschaft lahmt

In Asien drückten viele Broker am Donnerstag auf die Sell-Taste. Der CSI 300 verlor 0,7 Prozent auf 3698 Zähler. Der japanische Nikkei 225 schloss mit einem Verlust von minimalen 0,02 Prozent auf 21 287,02 Punkten kaum verändert. Für Skepsis sorgte eine Meldung aus dem Reich der Mitte: Die Industrieproduktion wuchs seit Jahresbeginn so langsam wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das Plus betrug nur noch 5,3 Prozent. Im Inland sinkt die Nachfrage, im Außenhandel bremst der Zollstreit mit den USA.
Passend dazu streute US-Präsident Donald Trump Salz in die Wunden: Er habe keine Eile mit dem Abschluss eines Deals. Ein Abkommen solle in Ordnung sein, sonst werde es keines geben, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl nach Peking.

Gute Laune in New York

Am Mittwoch hatte die Wall Street im Plus geschlossen. Der Dow Jones legte zur Schlussglocke um 0,6 Prozent zu auf 25.703 Zähler. Der S&P 500 verbuchte ein Plus von 0,7 Prozent auf 2811 Punkte. Und der Nasdaq 100 rückte gar um 0,8 Prozent vor auf 7257 Stellen. Tatsächlich scheinen die USA einen Deal im Zollstreit nicht so dringend zu brauchen wie China: Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA hatten im Januar überraschend stark angezogen, die Prognosen sahen ein Minus. Dazu kletterten die Bauausgaben zu Jahresbeginn stärker als erwartet.

Alle wichtigen Daten von uns für Sie

Wenn sie nun wissen wollen, wie die US-Konjunkturdaten konkret ausgefallen sind, können Sie diese bequem auf der Bernstein Bank Website unter dem Menüpunkt „Research“ einsehen. Dort finden Sie neben Prognosen und aktuellen Zahlen ebenfalls die Uhrzeiten der erwarteten Meldungen. Ein kleiner Service der Bernstein Bank für Sie.
Das Top-Ereignis des Donnerstag: Um 13.30 Uhr deutscher Zeit laufen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA über den Bildschirm. Das könnte die Futures und auch den DAX in Bewegung versetzen.
Wir wünschen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Forex Trading

Nur noch 16 Tage

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13.03.2019 – Daily report. Jetzt wird es ernst für das britische Pfund: Nach der neuerlichen Abstimmungsniederlage für die britische Premierministerin Theresa May sind die Chancen für einen chaotischen Brexit gestiegen. Am Devisenmarkt macht sich Nervosität breit. Und auch an der Börse herrscht Unruhe. Denn der Stichtag für den britischen Exit ist der 29. März. Da der Ausstieg ein Novum ist, bleibt völlig offen, wie sich das Pfund entwickelt – daher hilft wohl auch die Chartanalyse wenig.

Adidas und Wirecard im Fokus

Am neuerlichen Brexit-Debakel hatten die Anleger in Frankfurt zur Wochenmitte zu knabbern: Im frühen Handel kämpfte der DAX mit der Marke von 11.500 Punkten, dabei lag er leicht unter dem Vortagesschluss.
Neben den Events in London zogen Adidas und Wirecard die Blicke auf sich – beide Aktien führten die Verliererliste an. Bei Adidas enttäuschte vor allem der Ausblick, obwohl der Sportartikel-Hersteller die Dividende anhob. Bei Wirecard sorgte eine bizarre Personalie für Unruhe: Am Dienstagabend hatte Wirecard darüber informiert, dass der für Asien verantwortliche Accounting-Manager freigestellt worden sei. Doch in der „Financial Times“ hieß es unterdessen, Wirecard habe „den Kontakt zu dem Mitarbeiter verloren“.

Furcht vor dem Chaos-Exit

Dennoch blieb der Brexit das Hauptthema: Das britische Parlament hatte am Dienstagabend den EU-Ausstiegsvertrag erneut abgelehnt. Das Votum: 391 gegen 242 Stimmen. Damit steigt kurz vor dem vorgesehenen Exit Großbritanniens aus der EU die Gefahr eines Brexit ohne Vertrag. Das könnte herbe konjunkturelle Einbrüche nach sich ziehen. London reagierte unterdessen: Wie die Regierung am Mittwochmorgen mitteilte, sollen Zölle auf 87 Prozent der Importe wegfallen. Außerdem werde auf Zollkontrollen an der Grenze zu Irland verzichtet, hieß es. Der Plan soll 12 Monate gelten.
Und die Abstimmerei geht weiter: Am Abend müssen die Parlamentarier darüber entschieden, ob Großbritannien ohne Brexit-Vereinbarung aus der EU ausscheiden soll oder nicht. Die Anleger rätseln, wie es weitergeht. Volatilität am Markt ist also weiter garantiert.

Kein Schub aus Übersee

In China nahmen die Anleger erst einmal Gewinne mit: Der Hang Seng in Hongkong gab 0,4 Prozent nach auf 28.807 Stellen. Der Nikkei in Tokio verlor ein Prozent auf 21.290 Zähler.
New York hatte sich am Dienstag ohne klare Tendenz gezeigt: Der Dow Jones Industrial wurde von Boeing nach unten gezogen und schloss 0,4 Prozent im Minus bei 25.555 Stellen. Der marktbreite S&P 500 kletterte dagegen 0,3 Prozent auf 2792 Zähler. Und der Nasdaq 100 gewann 0,5 Prozent auf 7201. Immerhin: Bei 7219 Punkten hatte der Hightech-Index im Handelsverlauf den höchsten Stand seit fast fünf Monaten erobert.
Am Dienstag hatte der Consumer Price Index (CPI) der USA für Februar mit plus 0,2 Prozent genau die Prognosen getroffen. Die Inflationsrate in den USA ist somit im Februar auf den tiefsten Stand seit September 2016 gefallen. Das dürfte die Federal Reserve in ihrer abwartenden Haltung in Sachen Zinserhöhung bestätigen.

Wer leidet unter China?

Bleiben wir noch ein wenig in dem für das CFD-Trading so wichtigen Devisenhandel. Und blicken wir nach China, wo die Ängste vor einer anhaltenden Konjunktur-Abkühlung jüngst durch die Ankündigung neuer Stimuli abgefedert wurden. Die Frage ist, welche Volkswirtschaften im Sog von China nach unten gezogen werden könnten. Die Antwort: Australien und Neuseeland. Beide Länder reagieren stark auf die Entwicklungen im Reich der Mitte, denn China ist für beide der größte Handelspartner. Trader sollten also diese Währungen im Auge behalten.

Spannung bei Erdöl

Gleiches gilt für den Ölmarkt: Der Ölpreis zog am Mittwoch weiter an. Der Grund: Die Entscheidung Saudi-Arabiens, die Fördermenge trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump stärker zu kürzen als zuvor angekündigt, um die Preise zu stützen. Die Frage ist, wie die US-Produzenten antworten. Die amerikanische Fördermenge liegt derzeit auf einem Rekordhoch. Am Nachmittag werden dazu neue Daten zur amerikanischen Fördermenge und zu den Ölreserven in den Vereinigten Staaten erwartet.
Egal ob Devisen, Aktien oder Commodities – die Bernstein Bank wünscht viel Erfolg beim Trading!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Dollar exchange rate

Die Börse blickt nach London

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12.03.2019 – Daily report. Der DAX will nach oben – und am Dienstag spielt die Musik für den Finanzmarkt im Devisenhandel. Konkret: Beim britischen Pfund. Denn offenbar wird ein chaotischer Brexit doch noch vermieden. Weiterer Schubfaktor für die Aktien in Frankfurt ist eine starke Wall Street: Sie reagierte auf unerwartet positive Einzelhandelsdaten. Vor allem Technologie-Aktien waren gefragt.

Leichtes Plus für den DAX

Up, up and away – aber bitte mit britischem Understatement: Der DAX hat im frühen Handel die Marke von 11.600 Zählern genommen. Zuletzt bröckelten die Kurse aber etwas. Immerhin: Die 11.500 Punkte haben gehalten. Unter den deutschen Aktien behielten Broker vor allem die zuletzt noch zögerliche VW-Aktie im Blick, heute läuft die Bilanz-Pressekonferenz und am Nachmittag der Call mit den Analysten.

Brexit-Abstimmung in London

Alle Augen sind unterdessen nach London gerichtet: Hier steht die Brexit-Abstimmung an. Zwar ist ein Durchwinken im Unterhaus keineswegs gesichert, weil sowohl Brexiteers als auch die Bleibe-Fraktion die Zustimmung verweigern könnten. Doch bei den Nachverhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über das Brexit-Abkommen hat Premierministerin Theresa May Geländegewinne erzielt. Eines der abgerungenen Zugeständnisse ist dies, dass die Frist für eine Grenzregelung in Irland – der sogenannte Backstop – bis Ende 2020 verlängert wird. Der EU-Austritt Großbritanniens ist eigentlich für den 29. März geplant. Behalten Sie also den Nachrichtenticker im Blick: Jede kritische oder zustimmende Wortmeldung an der Themse könnte das Pfund herumwirbeln. Ganz zu schweigen vom Ergebnis der Abstimmung.

Tech-Rallye in New York

Die Aktien in New York hatten am Dienstag nach einem freundlichen Handelsstart ihre Gewinne ausgebaut. Vor allem Hightech-Titel wie Apple oder Nvidia waren gefragt. Die Börsianer am Hudson applaudierten den wegen des US-Shutdown verspätet gemeldeten Januar-Zahlen für die Einzelhandelsumsätze: Sie stiegen um 0,2 Prozent und damit etwas besser als die von Analysten prognostizierten 0,1 Prozent. Viel wichtiger: Die Kauflaune kehrt definitiv zurück, wie sich im Vergleich mit der auf minus 1,6 Prozent nach unten revidierten Ziffer für Dezember zeigt.
In einer kleinen Rallye schloss der Dow-Jones zum Schluss 0,8 Prozent fester bei 25.650 Zählern – hier bremsten herbe Kursverluste von Boeing einen stärkeren Höhenflug. Dennoch beendete der Dow damit eine fünf Tage anhaltende Verlustserie. Der S&P 500 gewann 1,5 Prozent auf 2.783 Zähler und der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq zog sogar um 2 Prozent an auf 7.558 Punkte. Hier scheint sich übrigens ein kleines Gap zwischen rund 7400 und 7.480 Punkten gebildet zu haben, das Trader im Auge behalten sollten denn Kurslücken neigen dazu geschlossen werden zu können.

Prinzip Hoffnung in China

Auch die Anleger in Asien zeigten sich in Shopping-Stimmung: In Tokio gewann der Nikkei-Index am Dienstag 1,8 Prozent auf 21.503 Punkte. Der CSI 300 mit den größten Aktien von Festlandchina gewann 0,7 Prozent auf 3755,35 Punkte. Im Handelsstreit zwischen den USA und China warten die Anleger weiter auf einen Durchbruch.

 

Die Anleger blendeten mit den jüngsten Gewinnen entweder negative Zahlen vom chinesischen Automarkt aus oder sie nahmen diese als Beleg dafür, dass Peking nun wirklich dringend eine Einigung im Zollstreit mit den USA braucht. Im Februar rutschten die chinesischen Autoverkäufe um fast 14 Prozent im Jahresvergleich ab. Das war der achte Monat in Folge mit einem Minus über das Jahr gesehen. China ist übrigens der größte Automarkt der Welt, die Branche ist ein wichtiger Indikator für die gesamte Volkswirtschaft. Immerhin: Die Börsianer hoffen auf einen Kaufboom in der Zukunft. Denn angesichts der noch nicht konkretisierten Stimuli der chinesischen Führung halten sich aktuell viele Kunden zurück, um später Cash beim Autokauf mitzunehmen.
Frankfurt, London, New York, Shanghai – einmal mehr haben Trader am Dienstag das volle Angebot an interessanten Neuigkeitem bei Aktien, Devisen oder Anleihen. Die Bernstein Bank wünscht viel Erfolg!

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Peking irritiert die Börsianer

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05.03.2019 – Daily report. Nasenstüber für die Bullen: Der DAX hat den Handel an Fastnachtsdienstag schwach begonnen, dann aber leicht erholt fortgesetzt. Auch die Wall Street wusste am Vorabend nicht was sie wollte: Nach einem starken Start folgte ein kleiner Ausverkauf, der aber zum Schluss in einer Erholung vom Tagestief mündete. Den Takt an der Nachrichtenfront gab im volatilen Handel einmal mehr China vor – die Wirtschaftslokomotive muss ihr Tempo drosseln. Immerhin steuert die Führung gegen, wie sie auf dem Nationalen Volkskongress ankündigte.
Keine klare Richtung in Frankfurt

Vola war zuletzt Trumpf: Nach einem frühen Minus bei rund 11.575 Punkten erarbeitete sich der deutsche Leitindex ein leichtes Plus von 0,3 Prozent bis auf rund 11.620 Stellen, um dann seitwärts herum zu tändeln. Der Kalender ist eher dünn gefüllt: Nach Handelsende wird die Deutsche Börse die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes bekanntgeben. Für den DAX werden keine Veränderungen erwartet. Aus den USA treffen um 16.00 Uhr folgende Daten ein: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und Verkäufe neuer Häuser Dezember (Prognose 619K).

Schlingerkurs in New York

Auch von der Wall Street gab es nur wenig Impulse – fast scheint es, als hätten die Broker in New York unseren gestrigen Marktbericht gelesen und vorsichtshalber Kasse gemacht. Denn außer Gewinnmitnahmen zur Vermeidung einer etwaigen Enttäuschung im chinesisch-amerikanischen Zollstreit war als Begründung für den zwischenzeitlichen Abverkauf in New York wenig zu hören. Aber halt: Enttäuschende Bauausgaben dämpften die Stimmung an der Wall Street.
Immerhin erholten sich die Indizes von den Tagestiefs. So schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 25.820 Punkten. Auch S&P 500 und Nasdaq 100, die zunächst im frühen Montagshandel noch frische Jahreshochs markiert hatten, gaben nach. Der S&P verlor zum Schluss rund 0,4 Prozent auf 2793 Punkte. Der Nasdaq 100 fing sich immerhin und verbuchte nur ein minimales Minus von 0,01 Prozent auf 7151Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 0,4 Prozent am Morgen aber schwächer bei 21.726 Zählern.

Kalte Dusche aus Peking

So sorgte wieder einmal China für die Nachrichten des Tages – und die fielen passend zum Handel ohne eindeutige Tendenz aus. Ungewohnt pessimistisch gab sich Ministerpräsident Li Keqiang zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses: Er stellte für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 6,0 bis 6,5 Prozent in Aussicht. Nur noch. Das ist das niedrigste Wachstumsziel seit fast drei Jahrzehnten – China braucht also dringend einen Deal im Zollstreit mit den USA.
Ungewöhnlich konkret für einen kommunistischen Kader sprach der Premier vor den rund 3000 Delegierten aus, was alle schon wussten: Der Handelskrieg Chinas mit den Vereinigten Staaten habe sich negativ auf die „Produktion und Geschäfte etlicher Unternehmen sowie die Markterwartungen“ ausgewirkt. Ferner sprach Li von einem „vergrößertem Abwärtsdruck“ auf die chinesische Wirtschaft. Zudem lasse das Wachstumstempo des Konsums nach, den Investitionen fehle es an „Triebkraft“, die Realwirtschaft stoße auf „Schwierigkeiten“.

China stützt die Konjunktur

Immerhin steuert das Reich der Mitte nun gegen: China kündigte Steuersenkungen sowie höhere Infrastrukturausgaben an. Ferner sollen Unternehmen leichter Kredite erhalten. Entsprechend zogen die Top-Aktien aus dem chinesischen Festland an: Der CSI-300-Index gewann am Dienstag 0,6 Prozent auf 3816,01 Punkte. Bleibt die Frage, ob China seine gigantischen Herausforderungen stemmen wird.

Tickende Zeitbombe

Dazu eine interessante Fußnote: Der größte chinesische Projektenwickler China Evergrande hat gerade den Preis seiner Immobilien um 10 Prozent gesenkt. Der Grund: Schlechte Umsätze im Januar und eine drohende Abkühlung des Marktes.
Wir hatten Ihnen an dieser Stelle ja schon von einer kaum beachteten Gefahr für die chinesische Volksrepublik berichtet. Laut einer aufsehenerregenden Studie von Professor Li Gan aus dem November 2018 stehen rund 50 Millionen Wohnungen leer – was rund 22 Prozent des gesamten Marktes ausmacht. Gan lehrt Volkswirtschaft an der Texas A&M University, er ist außerdem Direktor des „Survey and Research Center for China Household Finance“ an der Southwestern University of Finance and Economics in Chengdu in China. Der Leerstand und die Geisterstädte sind eine tickende Zeitbombe: Falls der Ausverkauf beginnt, wird der Bausektor in die Knie gehen. Mit unabsehbaren Folgen für die Gesamtwirtschaft und die Weltbörsen.
Also: Es lohnt sich, auch das Geschehen abseits des Medien-Mainstreams zu beachten, um auf Überraschungen im Markt gefasst zu sein. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Trading!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

EZB dominiert die neue Börsenwoche

EZB dominiert die neue Börsenwoche

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04.03.2019 – Weekly report. Bleibt der Börsendampfer auf Kurs? Wir wollen es hoffen – trotz der Fastnachtssaison und auch und gerade wegen der Europäischen Zentralbank. Die stellt das Top-Ereignis in dieser Woche. Dabei ist die wichtige Frage für Börsianer nicht nur die, ob die EZB die Zinsen erhöht, oder nicht. Sondern auch, ob sie mit frischen Krediten für Banken den Konjunkturmotor im Euroraum ankurbelt. Ansonsten laufen in der neuen Handelswoche interessante US-Daten ein.

Bahn frei für die Bullen

Alles in allem hatte sich zuletzt Zufriedenheit bei den long-orientierten Anlegern breitgemacht. Denn bei den Dauerbrennern an der Börse schien sich die Lage zu entspannen: Im Zollstreit zwischen den USA und China rückt eine Einigung offenbar immer näher. Der Berater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, sprach von „fantastischen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Umso stärker dürfte die Enttäuschung ausfallen, wenn es nun doch nichts wird. Auch im Brexit scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, die einen chaotischen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verhindert. Trader blicken somit auf das Pfund.
Wie auch immer: Das alles war frisches Kraftfutter für die Börsen-Bullen. Und für den DAX scheint nun der Weg nach oben offen. Denn der Indikator knackte in der vorigen Woche die von vielen Charttechnikern als wichtig erachtete Marke von 11.500 Stellen – nun rückt die Barriere von 11.800 Zählern in den Blick. Am Freitag verbuchte der DAX ein Plus von 0,8 Prozent bei einem Schlussstand von 11.602 Punkten. Im Tagesverlauf hatte der Index sogar 11.676 Stellen erreicht. In der vorigen Woche hatte das deutsche Kursbarometer damit 1,5 Prozent gewonnen, seit Jahresbeginn hat der DAX mehr als 9 Prozent zugelegt.

China schiebt die Wall Street an

Auch die Börse in New York hatte am Freitag Kurs gen Norden genommen und von optimistischen Konjunkturnachrichten aus China profitiert. Im Reich der Mitte hatte sich die Stimmung in kleinen und mittelgroßen, meist privaten Industriebetrieben im Februar stärker als gedacht aufgehellt.
Doch auch einen Wermutstropfen gab es: Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Februar schwächer als erwartet verbessert, wie das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima zeigte. Zudem trübte sich die Stimmung in der amerikanischen Industrie im Februar überraschend deutlich ein: Der Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management (ISM) sank auf den tiefsten Stand seit November 2016.
So verteidigte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke am Freitag nur noch ein Plus von 0,4 Prozent auf 26.026 Zähler, im frühen Handel hatte er noch einen Gewinn von fast 1 Prozent markiert. Der S&P 500 war am Freitag um 0,7 Prozent auf 2804 Punkte vorgerückt. Der Nasdaq 100 stieg zum Handelsende um 0,8 Prozent auf 7152 Zähler. Wir sind gespannt, ob das so weitergeht.

Langsamer Wochenstart

Alles in allem startet die neue Woche ruhig, sie nimmt aber deutlich an Fahrt auf. Am Montag läuft zunächst um 10.30 Uhr deutscher Zeit der britische Einkaufsmanager-Index EMI für das Baugewerbe über die Ticker. Der dürfte interessant werden für Anleger im britischen Pfund.
Elektrisch geht es weiter: Auto-affine Börsianer blicken ab Montag auf den Genfer Autosalon. Medienberichten zufolge wird die Elektromobilität die deutschen Autoaktien ins Rampenlicht schieben.
In Deutschland stehen am Montag die Produzentenpreise an, am Dienstag die finalen Einkaufsmanagerindizes für Februar. Am Dienstag wird die Deutsche Börse die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes überprüfen. Für den DAX werden allerdings keine Veränderungen erwartet.
Am Dienstag folgt um 10.30 Uhr wieder aus Großbritannien der Einkaufsmanager-Index für Dienstleistungen.
Ebenfalls am Dienstag tröpfeln aus den USA um 16.00 Uhr folgende Daten ein: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und Verkäufe neuer Häuser Dezember (Prognose 619K).

Volkskongress in Peking

Ein spezielles Schauspiel steht am Dienstag in Peking auf dem Programm: Dann beginnt der Nationale Volkskongress. Konkrete Beschlüsse sind nicht zu erwarten – denn das Parlament hat de facto nichts zu sagen, es ist besonders groß und tagt selten. Dennoch könnte die Angelegenheit interessante Stimmungen aus der Provinz zu Tage fördern. Und Antworten der Führung auf dringende Fragen erzwingen. Etwa auf die, wie China die Konjunktur am Laufen halten will und was Peking gegen das drohende Platzen der Immobilienblase tun wird.
Letzteres ist leider ein Thema das von den Massenmedien viel zu selten behandelt wird: Peking will in den kommenden Jahrzehnten rund 300 Millionen Menschen vom Land in die Städte umsiedeln, um kleinteilige Landwirtschaft durch gigantische Agro-Kolchosen zu ersetzen. Viele Städte haben daher quasi ohne Limit via Baugrund-Vergabe und günstige Kredite den Bau von Wohnsilos in den Vororten gefördert, die nun leider allzu oft leer stehen, weil die Wohnungen selbst für den neuen Mittelstand zu teuer sind. Falls diese Blase platzt, Bauträger en masse umkippen und die Arbeitslosigkeit anzieht, würde ein gigantischer Börsen-Knall um die Welt hallen.

Beige Book, US-Konjunkturdaten und DAX-Bilanzen

Vergleichsweise ruhig bleibt es wohl am Mittwoch an der Wall Street. Dann liefert der private Anbieter ADP eine erste Indikation für die offiziellen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Zieltermin: 14.15 Uhr deutscher Zeit. Weiter läuft am Mittwoch um 14.30 Uhr die US-Handelsbilanz für Dezember über die Ticker. Und um 16.30h Uhr folgen die US-Bestände an Rohöl (Prognose 2,842M).
Um 20.00 Uhr schließlich steht das Beige Book an. Investoren an der Wall Street, aber auch Trader im US-Dollar und in US-Anleihen durchkämmen diesen Konjunkturbericht nach wichtigen volkswirtschaftlichen Hinweisen.
Am Donnerstag rückt dann hierzulande die Bilanzsaison in den Fokus: Mit Conti, Deutsche Post und Vonovia sollen gleich drei DAX-Konzerne ihre Bilanzen vorlegen.

EZB-Geldspritze für die Banken?

Spannend wird es am Donnerstag für alle Euro-Investoren und Anleger, die auf europäische Anleihen setzen – und natürlich auf Aktien. EZB-Chef Mario Draghi spricht, und einige Analysten erwarten, dass er angesichts der Konjunkturabkühlung neue Langfristkredite für Geschäftsbanken (TLTRO) beschließen könnte. Das dürfte natürlich Aktien aus dem europäischen Finanzsektor stützen.
Nur nebenbei: Mit der anhaltenden Geldflut steigt die Attraktivität von allen Sachanlagen wie Aktien, Rohstoffen oder Immobilien weiter, wobei die Inflationsgefahr vehement zunimmt. Nicht wenige Auguren warnen, dass sich Staaten und Banken nur über die massive Geldentwertung entschulden können. Oder über einen Default, doch einen solchen Crash wird niemand riskieren.
Cash ist beim aktuellen Kurs eben nicht King, es soll investiert werden – genau das will die EZB ja. Wobei nicht alle Sachwerte gleich sicher sind: Immobilien-Besitzer könnten den Kürzeren ziehen, falls sich die Geschichte wiederholt. Wie zum Ende der Hyperinflation 1923 durch den Rentenmark könnten alle Eigner von Grund und Boden hierzulande mit einer Sonder-Grundschuld belegt werden, um das gigantische Defizit zu tilgen. Wir sind gespannt, ob dieser politisch riskante Schritt irgendwann ansteht.
In dieser Woche aber steht zunächst einmal der Zinssatz im Fokus: Analysten erwarten, dass ihn die EZB frühestens in der zweiten Hälfte 2020 nach oben setzt. Die Währungshüter halten ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der Zinsentscheid der EZB soll am Donnerstag um 13.45 Uhr über die Ticker laufen, ab 14.30 Uhr läuft die Pressekonferenz der EZB. Ebenfalls am Donnerstag um 14.30 Uhr werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gemeldet.

US-Jobdaten am Freitag

Am Freitag steht in der Nacht – genau: um 00.50 Uhr deutscher Zeit – das japanische Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal an (Prognose: -1,9%). In Deutschland folgt um 08:00 Uhr der Auftragseingang der Industrie im Januar (Prognose: 0,3%). Am Freitag wird es um 14.30 Uhr spannend bei den US-Baugenehmigungen für Januar.
Zu den wichtigeren Daten der Börsenwoche gehören die neuen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt am Freitagnachmittag. Analysten rechnen für den Februar mit einer Aufstockung von 170.000 neuen Jobs.
Angekündigt sind die Non-Farm-Payrolls für 14.30 Uhr deutscher Zeit. Dito erwarten Börsianer um 14:30 Uhr die US-Arbeitslosenquote für Februar (Prognose: 3,8%).
Trotz Karneval lohnt es sich also, auch in der neuen Börsenwoche das Geschehen fit und wachsam zu verfolgen.

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Wall street

Immer wieder Schub aus China

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04.03.2019 – Daily report. Neue Woche, neuer Rückenwind aus China: Der DAX hat auch an Rosemontag seinen Kurslauf fortgesetzt. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ steht eine Einigung zwischen Peking und Washington unmittelbar bevor. Angeschoben von dem ungewöhnlich detaillierten Artikel zum US-chinesischen Zollstreit nahm der deutsche Leitindex im frühen Handel Kurs auf die 11.700 Zähler, bevor er dann aber leicht abbröckelte.
Zollstreit angeblich vor dem Durchbruch

Das alles beherrschende Thema an der Börse war einmal mehr China: Das „Wall Street Journal“ (WSJ) befeuerte die Kauflaune an den Weltbörsen mit einem Bericht, der so viele Einzelheiten enthält, dass er nur von offizieller Stelle durchgestochen worden sein kann. Das Finanz-Blog „ZeroHedge“ verriet Details: Laut WSJ haben die Verhandlungen im Zollstreit ein finales Stadium erreicht. Die Gespräche seien so weit fortgeschritten, dass ein Abkommen auf einem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping wohl um den 27. März unterzeichnet werden kann, nachdem Xi Italien und Frankreich besucht hat.
Konkret: Peking soll bereit sein, seine Zölle und andere Handelsbarrieren für amerikanische Agro-Produkte, Chemikalien, Autos und andere Güter zu senken. Im Gegenzug sollen die USA daran denken, die meisten, wenn nicht gar alle Sanktionen gegen chinesische Güter fallen zu lassen.
Weiter soll die Volksrepublik zugesagt haben, den USA in Sachen Eigentumsrechte von Ausländern an Auto-Ventures in China entgegenzukommen und Autozölle für US-Wagen unter das aktuelle Niveau von 15 Prozent zu senken. Ferner soll sich das Reich der Mitte bereit erklärt haben, in großem Stil amerikanische Güter einzukaufen. Ein Sahnehäubchen könnte laut WSJ der Kauf von Flüssiggas von Cheniere Energy im Wert von 18 Milliarden Dollar durch den chinesischen Petro-Giganten Sinopec werden, hieß es unter Berufung auf Insider.

Staatskonzerne und Schattenbanken

Doch Vorsicht: Selbst das WSJ räumt ein, dass es wenige Fortschritte bei anderen Knackpunkten gegeben habe. Westler beklagen sich seit jeher über den Diebstahl von intellektuellem Eigentum oder die Bevorzugung der chinesischen Staatskonzerne – etwa durch Subventionen oder bei der Vergabe von Großaufträgen. Kein Wunder: Die roten Giganten spielen in den langfristigen Planungen der Kommunisten zur Entwicklung des Landes eine entscheidende Rolle.
Analysten blicken auch deshalb gespannt auf den Nationalen Volkskongress: Die Tagung des Mammut-Schein-Parlaments mit rund 3.000 Abgeordneten beginnt morgen in Peking. Eine der wichtigen Weichenstellungen dort könnte sein, dass Peking seine Schattenbanken – also alle Geldgeber außerhalb des offiziellen Finanzsektors – anweist, mehr Kredite in die Wirtschaft zu pumpen. Was natürlich an den Börsen für neuen Applaus sorgen würde.

Asienbörsen ziehen an

Unterdessen griffen die Anleger in Asien schon einmal beherzt zu: Der japanische Nikkei kletterte um rund 1 Prozent auf 21.822 Punkte. In China zog der Blue-Chip-Index CSI 300 um 1,2 Prozent auf 3794 Stellen an.

Up, up and away in New York

Auch in den USA deuteten sich zuletzt neue Gewinne an: Der Future auf den Dow Jones Industrial notierte am Montagmorgen 0,4 Prozent höher. Schon am Freitag hatte die Wall Street mit einem Plus geschlossen, wenn auch die Kurse von ihren Hochs zurückgekommen waren: So verteidigte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke am Freitag nur noch einen Gewinn von 0,4 Prozent auf 26.026 Zähler, im frühen Handel war er noch fast 1 Prozent vorgerückt. Der S&P 500 war am Freitag um 0,7 Prozent auf 2804 Punkte gelettert. Der Nasdaq 100 stieg zum Handelsende um 0,8 Prozent auf 7152 Zähler.
Seit dem Tief an Weihnachten hat die Wall Street damit eine prächtige Rallye hingelegt: So stieg der Dow Jones Industrial seither um 20 Prozent. Der S&P 500 kletterte gar um rund 21 Prozent, der Nasdaq Composite sprang sogar um 25 Prozent nach oben.
Damit bleibt die Frage, ob die jüngste Rallye alleine auf den Hoffnungen im Zollstreit basierte. Falls sich hier Enttäuschungen einstellen oder falls sich aber die Börsianer entscheiden nun mal in großem Stil Gewinne mitzunehmen, dann haben die Bären wieder das Sagen auf dem Parkett. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.