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Morning Stock News

Grossbritannien steht am Rande einer Katastrophe

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Gold  1932,21
(+0,04%)

EURUSD   1,1782
(+0,08%)

DJIA  27599
(+0,28%)

OIL.WTI  36,65
(-0,46%)

DAX   12906,76
(+0,01%)

Wie wir in früheren Analysen vorhergesagt haben, nimmt die Unsicherheit auf den Finanzmärkten zu. Donald Trump beginnt wieder einmal, sich gegen China zu stellen. Jetzt will er Baumwollimporte aus China verbieten und der Abhängigkeit Amerikas von diesen Produkten ein Ende setzen. Zudem stecken die Verhandlungen über Brexit in einer Sackgasse.

GBP/USD

GBPUSD

Je näher die Wahl rückt, desto leidenschaftlicher wird sie werden. Die Märkte verstehen, dass es schwierig ist, in einer solchen Ungewissheit ruhig zu arbeiten, deshalb sahen wir am Dienstag Ausverkäufe. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Aktien von Unternehmen aus dem Technologiesektor, die in den letzten Monaten sehr gut gewachsen sind. Es liegt ein guter Schwung vor uns, insbesondere im Technologie- und IT-Sektor. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse sollten wir kein starkes Wachstum auf dem amerikanischen Markt erwarten.
Auch in Europa ist die Lage nicht einfach. Der Rückgang des BIP um 14,8% in der Eurozone schadet der Stimmung der Investoren erheblich.
Die Märkte warten wahrscheinlich auf das Ergebnis der September-Sitzung der Europäischen Zentralbank, die bereits am Donnerstag stattfindet. Der DAX-Index verliert 1% und notiert bei 12980.


Pfund Sterling

Es scheint, dass das britische Pfund und das Vereinigte Königreich selbst allmählich doch ernsthafte Probleme haben. Die Verhandlungen stecken wieder einmal in einer Sackgasse. Olaf Scholz, der deutsche Finanzminister, sagte, London sei immer weniger bereit, eine Einigung über Brexit zu erzielen, und dies werde zu einer katastrophalen Situation führen. Natürlich wird der Ausstieg Großbritanniens ohne eine Einigung ein sehr großes Problem für die Wirtschaft des Landes und für seine Bürger sein.
Vor diesem Hintergrund hat GBP/USD fast 1% verloren und wird bei 1.30 gehandelt, was einen starken Widerstand darstellt. Aufgrund der Stärkung des US-Dollars ist ein weiterer Rückgang des Paares möglich.


Oil

Öl wurde in eine enge Preisspanne gedrängt, und mehrere Schlüsselfaktoren ließen keine Wachstumschancen zu. Der erste war der erstarkende US-Dollar, der einen erheblichen Druck auf den Preis ausübte. Der zweite ist die zweite Welle von Spannungen zwischen den USA und China. Die dritte ist die Weltwirtschaft, die nach der Pandemie immer noch brodelt und die Nachfrage nach schwarzem Gold nicht schnell steigern kann.
Am Dienstag verliert das WTI-Öl fast 7% und wird bei 37 Dollar pro Barrel gehandelt. Bislang haben nur die rasch schwindenden Ölreserven in den USA eine Chance, dass der Preis versuchen wird, sich leicht zu erholen.


Was erwartet uns heute?

03.30 Verbraucherpreisindex in China seit Anfang des Jahres
16.00 Entscheidung der Bank of Canada zum Zinssatz
22.30 Wöchentliche Rohölreserven in den USA nach Angaben des American Petroleum Institute


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Daily stock news

Der weiße Wal

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08.09.2020 –Special Report. Ein gigantischer weißer Wal hat wochenlang unter der Oberfläche High-Tech-Aktien an der Börse gejagt. Soll heißen: Ein Käufer mit den tiefen Taschen deckte sich massiv ein. Was den famosen Rebound nach dem Corona-Schock mit erklärte. Nun wurde er enttarnt – es war SoftBank. Doch vielleicht hat sich der Wal den Magen verdorben. Wir beleuchten die Hintergründe.

Manche Medien machen ihren Job noch wirklich gut. ZeroHedge beispielsweise. Das Blog hatte mehrfach auf den seltsamen Zusammenhang hingewiesen, dass der VIX anstieg, obwohl der Aktienmarkt immer neue Rekorde verbuchte. Schon lange äußerten die Kollegen die Vermutung, dass nur ein großer Käufer, womöglich SoftBank, hinter einem Kaufrausch bei wenigen Aktien steckte. Vielen Tradern war dies auch aufgefallen, ergo sicherten sie sich ab. Ein Anstieg im VIX zusammen mit neuen Hochs bei Tech-Aktien – so war es auch, als die Dotcom-Bubble platzte. Wir hatten jüngst an dieser Stelle auf diesen Zusammenhang hingewiesen.

SoftBank im Fressrausch

Dann folgte die Bestätigung durch die „Financial Times“: Sie berichtete, dass tatsächlich das japanische Konglomerat der „Nasdaq-Wal“ sei, der für die Rallye bei Big Tech verantwortlich sei. Der Konzern von Masa Son habe Milliarden von Dollar an US-Derivaten gekauft. Konkret: SoftBank “ made a splash in trading derivatives linked to some of those new investments, which has shocked market veterans.“ Einige Broker hätten das Volumen als das größte in 20 Jahren bezeichnet. Ergo zog beispielsweise die implizierte Vola von Apple-Calls auf ein neues Allzeithoch an, als die Aktie ein neues historisches Top markierte.

apple

Laut dem „Wall Street Journal“ gab SoftBank rund 4 Milliarden Dollar für Call-Optionen aus – für Apple, aber auch für andere Tech-Aktien. Was laut ZeroHedge wegen des Hebels dem zehn- bis hundertfachen des Underlyings entspreche. Zudem habe SoftBank im zweiten Quartal Anteile an Hightech-Stars wie Amazon, Google, NVidia, Tesla, Netflix und Zoom gekauft. Ein weiterer Effekt der Call-Käufe von SoftBank: Laut Goldman Sachs folgten viele Retail-Anleger dem großen Vorbild und stiegen ebenfalls long ein.

Seltsames Timing beim Nasdaq-Ausverkauf

Ist der Wal jetzt also satt? Wer weiß. Wohl nicht von ungefähr ging der Ausverkauf der Vorwoche mit der Veröffentlichung der SoftBank-Story einher. Vielleicht haben große Adressen gegen SoftBank gewettet, weil sie vermuten, dass sich der Wahl überfressen hat. Und vielleicht ließen sie ihren Puts am Optionsmarkt Aktienverkäufe folgen. Falls ja, könnte der japanische Konzern nun ein kleines Short-Problem bekommen – einige Calls dürften damit explodiert sein, vielleicht braucht SoftBank Cash. Was in einer Welle von Abverkäufen münden könnte.

Google im Visier

Zumal SoftBank vielleicht den Einfluss der US-Politik unterschätzt hat. Die dürfte ihren Anteil am Tech-Crash der Vorwoche haben. So meldete die „New York Times“, dass das US-Justizministerium innerhalb weniger Wochen eine Kartell-Klage gegen die Google-Mutter Alphabet einreichen will. Das Weiße Haus wolle die Sache noch vor der US-Präsidentenwahl erledigen – die Administration beschuldige demokratische Anwälte, die Sache zu verzögern.
Wir hatten an dieser Stelle schon vor einer Weile vor einer Zerschlagung von Big Tech gewarnt. Das Silicon Valley tickt links und steckt mit den Demokraten unter einer Decke. So verschwanden während des demokratischen Konvents massenhaft kritische Kommentare zu Videos von Joe Biden auf der Google-Tochter Youtube. Offenbar drosselte Google auch den Traffic zu konservativen News-Seiten. Selbst die linke „New York Times“ konstatierte: „Alphabet was an obvious antitrust target. Through YouTube, Google search, Google Maps and a suite of online advertising products, consumers interact with the company nearly every time they search for information, watch a video, hail a ride, order delivery in an app or see an ad online. Alphabet then improves its products based on the information it gleans from every user interaction, making its technology even more dominant.“

Big Tech droht die Zerschlagung

Der nächste Kandidat wäre Amazon – der Online-Betreiber zerstört kleine Geschäfte, profitiert von Corona und favorisiert einen langen Lockdown. Genau wie die Demokraten, die Trump mit einem Wirtschaftseinbruch schädigen wollen. Ergo sind Appelle für einen langen Lockdown immer wieder in der „Washington Post“ zu lesen. Das Blatt gehört übrigens Amazon-Chef Jeff Bezos. Auch Apple ist wegen der Preispolitik bei App-Stores in das Kartell-Fadenkreuz geraten – in Europa und in den USA. Dem Weißen Haus passt zudem die Produktion in China nicht. Dazu gesellt sich die Benachteiligung von rechten Meinungen auf Twitter oder Facebook.
Kurz: Es ist angerichtet. Wer auf Big Tech setzt, muss sich auf eine Zerschlagung einrichten. Mit Folgen für den Aktienmarkt. Was SoftBank vielleicht übersehen hat. Die Bernstein-Bank behält das Thema für Sie im Auge und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Finance

American Revolution

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07.09.2020 –Special Report. Labor Day in den USA an – erst ab jetzt konzentrieren sich die Amerikaner traditionell auf die Präsidentschaftswahl. Der Urnengang dürfte eine der wichtigsten Entscheidungen seit der Wiederwahl von Abraham Lincoln 1864 mitten im Sezessionskrieg werden. De facto ist ein neuer Bürgerkrieg möglich. Mit verheerenden Folgen für den Finanzmarkt. Wir beleuchten die möglichen Szenarien.

Überlastung der US-Post

Explosiv wird die Wahl durch die massenhafte Briefwahl – hier ist mit verspätetem Eintreffen von Ballots zu rechnen. Die Demokraten haben bei ihren eigenen Vorwahlen in New York und Ohio schlechte Erfahrung gemacht. Das Team um ex-Anwärter Mike Bloomberg unkte, vielleicht werde Donald Trump am Wahlabend siegen – aber in den Tagen und Wochen danach durch die Ergebnisse der Briefwahl noch verlieren. Tatsächlich wollen 47 Prozent der Demokraten laut einer Umfrage von USA Today/Suffolk University per Post abstimmen – bei den Reps sind es nur 21 Prozent. Dagegen wollen 56 Prozent der Republikaner am Wahltag in der Kabine abstimmen, aber nur 26 Prozent der Demokraten. Und natürlich steht die Möglichkeit des Wahlbetrugs im Raum.

Das Zittern geht schon los

Wenn der Wahlausgang unklar ist, dann wird es ungemütlich an der Börse. Blaupause für das, was kommen könnte, ist das Jahr 2000: Fünf Wochen hing der Wahlausgang zwischen George W. Bush und Al Gore wegen der knappen Entscheidung in Florida in der Luft. Erst als der Supreme Court eine Neuauszählung untersagte, gab Gore auf – vom Wahltag bis zum 20. Dezember verlor der S&P 500 satte 12 Prozent, wie RBC Capital Markets in Erinnerung rief.
Tatsächlich weist der wichtigste Indikator überhaupt auf ein Wackelszenario hin. Bis vorige Woche zeigte der S&P 500 einen klaren Sieg von Donald Trump. Seit 1984 hat der Index neunmal richtig gelegen, wie der Broker LPL Financial meldete: In den drei Monaten vor der Wahl deuteten steigenden Kurse auf einen Sieg für den Amtsinhaber, Verluste auf einen Triumph für den Herausforderer. Der Stichtag wäre also der 3. August. Seit dem jüngsten Ausverkauf nähert sich der Index aber gefährlich der Verlustzone. Und Andrew DeFeo, Chef von Optimize Advisors, wies im Gespräch mit Fox News auf die anziehende Volatilität bei Optionen auf den S&P für Dezember und Januar hin. Schauen wir uns also an, was passieren könnte.

US100Daily

Szenario 1: Leicht Biden-Baisse

Klarer Sieg von Joe Biden, schnelles Ergebnis: Die Wall Street dürfte in der Breite abtauchen. Denn es drohen neue Steuern, offene Grenzen inklusive kostenlose Gesundheitsversorgung für alle. Big Tech dürfte jedoch profitieren, da Facebook, Twitter, Goole und Amazon die Dems unverhohlen unterstützt haben. Dito dürften Aktien aus dem Umweltsektor anziehen. Dagegen dürften vor allem Öl- und Energieaktien heftig in die Knie gehen – Joe Biden hat hier hin und her gewackelt, doch seine Vize Kamala Harris hat sich eindeutig gegen Fracking ausgesprochen und für einen Green New Deal.

Szenario 2: Massiver Harris-Crash

Klarer Sieg von Joe Biden, schnelles Ergebnis – doch Biden wird kurz nach der Wahl zurückgetreten und von Kamala Harris ersetzt: Harris mag zwar der Darling der Medien und der Kulturschickeria in Hollywood sein. Doch mit dem Durchschnittsamerikaner hat sie nichts gemein.
Da sie eine Einschränkung des Waffenbesitzes via Präsidenten-Dekret ankündigte, wenn sie im Weißen Haus sitzt, könnte sie den Aufstand auslösen. Harris hatte sich hinter die linken Demonstranten in den von unfähigen Demokraten regierten Städten gestellt und für „Defund the Police“ ausgesprochen. Ein von ihr unterstützter Fonds stellte auch Kaution für Unruhestifter, die wieder aus dem Gefängnis kamen und umgehend Schwerverbrechen verübten. Die Menschen hätten bei einem Antritt von Harris weniger Polizei, mehr Gewalt, einen Kuschelkurs mit revoltierenden Linksradikalen und kämen nur schwierig an Waffen, um sich zu verteidigen. Die Amerikaner werden sich dies nicht gefallen lassen. Die Folge wäre ein totaler Crash der Indizes.

Szenario 3: Totales Chaos

Noch übler wäre ein monatelanges Wahlchaos in den USA: Massiver Briefwahl inklusive Neuauszählung in knappen Swing States. Plus endlose Klagen wegen Wahlbetrugs. Konservative Medien wie „The American Mind“ spekulieren bereits über einen Staatsstreich durch das Establishment – der Coup habe mit den Demonstrationen im Mai begonnen. USAWatchdog zitierte einen ehemaligen CIA-Agenten, die Gewalt auf den Straßen habe gerade erst angefangen. Die Frage ist, wer das alles finanziert – viele Provokateure sind im Land umhergeist.
Klar ist: Wenn bis zum Inauguration Day am 20. Januar 2021 kein Ergebnis vorliegt, dann wird es wirklich übel. Präsident und Vizepräsident wären dann weg. Zunächst übernimmt laut dem Presidential Succession Act von 1947 der House-Speaker die Präsidentschaft. Doch in einem Auszählungschaos könnte auch hier die Mehrheit unklar sein. Als nächstes wäre der Mehrheitsführer im Senat dran, aktuell ein Republikaner. Doch auch im Senat stehen 35 Sitze zur Neuwahl an.
In diesem Fall würden Trump und auch die anderen Akteure wohl nicht abtreten und auf eine finale Auszählung pochen. Die Folge für die Börse: Totaler Crash auf nie gekannte Tiefen und eine steile Erholung, wenn die Sache ausgefochten ist.

Szenario 4: Moderater Trump-Crash plus Folge-Hausse

Trump siegt am Wahlabend – national liegt er derzeit zwar schlechter als vor vier Jahren. In den Battleground States wie Wisconsin, Michigan, Minnesota und Florida schlägt er sich aber besser. Danach ein paar Wochen Durcheinander wegen der Auszählung. Die Antifa revoltiert, die Feds greifen sich die Brut. Die Börsianer tauchen ab und gehen auf Nummer Sicher. Dann zeigt Biden Vernunft und gibt seine Niederlage zu. Danach breite Erholung an der Wall Street. Außer bei Big Tech, die vor ihrer Zerschlagung stehen dürften.

Szenario 5: Sofortige massive Trump-Hausse

Vielleicht kommt alles ja ganz anders: Corona ist auf dem Rückzug oder ein funktionierender Impfstoff sorgt für neuen Mut – die Menschen haben keine Angst mehr in die Wahllokale zu gehen. Zudem sehen viele US-Bürger ein, dass die Briefwahl nur Probleme bringt. Wirtschaft und Börse ziehen an, Trump siegt triumphal. Die Bullen dürfen sich auf eine Mega-Hausse freuen. Zumal mit dem Sieg gegen Corona eine kräftige wirtschaftliche Erholung anstehen dürfte.
Die nächsten Wochen werden also spannend. Gehen Sie davon aus, dass die Börse je nach Wahrscheinlichkeit eines Szenarios wild schwankt. Wichtig werden die Live-Debatten zwischen Trump und Biden – die Demokraten sehen ihnen mit Sorge entgegen, da ihr Kandidat zuletzt wieder einige Anzeichen für Demenz zeigte. So las der die Regie-Anweisungen seines Teams bei Interviews mit. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades – wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Der Sturm auf dem Markt gewinnt an Fahrt

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Gold  1934,555
(+0,06%)

EURUSD   1,1835
(-0,02%)

DJIA  28080,50
(-0,12%)

OIL.WTI  39,23
(-0,68%)

DAX   12966,40
(+0,01%)

Und so endete die erste Septemberwoche, die sich als multidirektional erwies. Der starke Einbruch der Aktienmärkte am Freitag zeigte, dass die aktuelle Situation sorgfältiger bewertet werden muss.

S&P500

S&P500

Es ist bereits klar, dass es für Anleger an der Zeit ist, makroökonomischen Statistiken Aufmerksamkeit zu schenken. COVID-19 tritt in den Hintergrund, obwohl die Zahl der Erkrankten nicht zurückgeht. Die treibende Kraft der Entscheidungsfindung wird zweifellos das Potenzial für ein unabhängiges Wirtschaftswachstum ohne Anreize sein. Viele Anleger verstehen, dass sich der Staub nach einer Pandemie legen muss, erst dann wird klar, wohin sich die gesamte Wirtschaft entwickeln wird. Am Freitag ist der S&P500-Index um 1,35% gefallen. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich, so dass sich die Wünsche der US-Notenbank zu erfüllen beginnen.
Es sind noch zwei Monate bis zu den US-Wahlen, was für die Finanzmärkte eine sehr riskante Zeit ist. Die meisten Anleger lehnen sich zurück und denken darüber nach, ob sie die aktuellen Positionen absichern sollten oder nicht, weil sie bereits gute Gewinne eingefahren haben. Händler können diese Art von Drawdown zurückkaufen, oder sie können eine Warteposition einnehmen. Eines ist klar: Bei der gegenwärtigen Geldpolitik werden solche Drawdowns noch größer sein und die Volatilität wird zunehmen.


USD

Am Vorabend der NFP sind viele Anleger vorsichtig und halten Ausschau nach dem Wachstum des US-Dollars. Das technische Bild deutet darauf hin, dass sich der US-Dollar-Index auf seine Umkehr vorbereitet. Eine aggressive US-Geldpolitik dürfte die langfristigen Prognosen für den Dollar stärken, aber es ist bereits jetzt klar, dass die Risikobereitschaft beginnt, den Wunsch nach Kapitalerhaltung auszugleichen.
Die Stärkung des US-Dollars hat auf lange Sicht möglicherweise keine sehr guten Auswirkungen auf Risikoanlagen, deren Dynamik direkt mit der Inflation zusammenhängt.


Oil

Der Ölmarkt ist zweideutig. Einerseits mussten amerikanische Unternehmen nach dem Sturm im Golf von Mexiko mehr als die Hälfte ihrer Ölförderung auf See reduzieren. Auf der anderen Seite nähert sich die Wartungszeit der Raffinerien, in der auch der Preis pro Barrel sinkt. Am Freitag fiel der WTI-Ölpreis unter 40 Dollar pro Barrel und notiert nun bei 39,50 Dollar.


Was erwartet uns heute?

05.00 Exportvolumen in China seit Anfang des Jahres
08.00 Volumen der Industrieproduktion in Deutschland für Juli
16.30 Britischer Wohnungspreisindex aus Halifax für August


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Die gelbe Gefahr

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04.09.2020 –Special Report. Eigentlich ist es eine tiefrote Gefahr: Das kommunistische China hat gerade eine wichtige Hürde in Sachen E-Yuan genommen. Peking etabliert die Devise zunehmend als Handelswährung. Und wird damit immer unabhängiger vom US-Dollar. Was auch die Krypto-Jünger interessieren sollte. Damit dürfte der Kampfbegriff von der „gelben Gefahr“ aus dem Kalten Krieg bald wieder eine Renaissance erleben. Wir beleuchten die Hintergründe von der Devisen-Front.

Soft Launch für den E-Yuan

Heimlich, still und leise hat China einen wichtigen Fortschritt in Sache Devisen-Stärkung vollzogen. Das Blog „ValueWalk“ meldete gerade, dass die China Construction Bank (CCB) vor wenigen Tagen einen Soft Launch für den E-Yuan vorgenommen hat. Die CCB ist eine der vier großen staatlichen Banken in der Volksrepublik. Sie eröffnete einen sogenannten „wallet service“, also ein Bezahlsystem für die neue central bank digital currency (CBDC). Viele Chinesen, die elektronisch einkaufen wollten, bemerkten den Schritt umgehend. Als Kunden es in Scharen nutzen wollten, schloss die CCB das Angebot wieder.

China prescht vor

Der Praxistext zeigt aber: Der E-Yuan funktioniert offenbar. Somit scheint China in diesem nationalen Prestige-Projekt, das unter der Leitung der Zentralbank steht, weit vorangekommen zu sein. Die People’s Bank of China (PBoC) dürfte mit ihrem digitalen Yuan weltweit die Führungsrolle in Sachen E-Devisen übernommen haben. Vermutlich wird China das erste Land werden, welches das Papiergeld abschafft. Damit lässt sich die grassierende Korruption eindämmen; Schwarzarbeit wird schwieriger, was den Fiskus freut.
Zugleich dürften Geschäftsbanken im internationalen Zahlungsverkehr umgangen werden, was Transaktionskosten senkt und das Business für internationale Handelspartner günstiger macht. Peking wird vermutlich bald seine Nachbarstaaten zwingen, den Handel nicht mehr in Dollar, sondern in E-Yuan abzuwickeln. Was die Nachfrage nach dem Dollar senkt. Damit werden auch Währungsrisiken eliminiert, die durch Schwankungen bei Zwischenwährungen entstehen.

Asien soll mit E-Yuan handeln

Jackson Mueller von der auf internationalen Zahlungsverkehr spezialisierten Website Securrency kommentierte, China wolle die elektronische Währung durch Initiativen wie “One Belt, One Road” im internationalen Handel und im Ausbau der Infrastruktur einsetzen. Zudem dränge Peking auf regionale Währungskoalitionen wie die vorgeschlagene East Asia Digital Currency. Dies passe zur gemeinsam mit Russland vorangetriebenen De-Dollarisierung. Notenbanken weltweit seien gut beraten, ihre eigene E-Devise aufzubauen, die China nicht einschließt.

Peking verkauft US-Treasurys

Parallel dazu läuft eine andere Entwicklung in Sachen starke Währung. China hält Treasurys im Wert von noch rund 1 Billion US-Dollar. Derzeit liegt der Bestand auf dem niedrigsten Level seit acht Jahren. Gerade meldete die chinesische „Global Times“, China werde das Niveau allmählich auf rund 800 Milliarden Dollar reduzieren. Gründe seien die steigenden Default-Risiken im Zuge des wachsenden amerikanischen Defizites und die ständigen Angriffe von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit.

Nukleare Option bei US-Bonds

Das Blatt, das der kommunistischen Partei nahe steht, zitierte Professor Xi Junyang von der Shanghai University of Finance and Economics auch mit einem Worst-Case-Szenario: „But of course, China might sell all of its US bonds in an extreme case, like a military conflict.“ Solch eine nukleare Option hätte Folgen für den Dollar. Das würde bedeuten, dass die Federal Reserve ein neues Quantitative Easing auflegen muss, um alles zu absorbieren, was China verkauft. Das neue Selbstbewusstsein der Chinesen dürfte auch auf die Erfolge in der Einführung des E-Yuan zurückzuführen sein.

Bitcoin im Visier

Das chinesische Vorpreschen bei E-Devisen hat zudem Folgen für die digitalen Währungen. Nicholas Pelecanos, Head of Trading bei der auf Kryptos spezialisierten Plattform NEM, gewann der Angelegenheit natürlich zunächst einen positiven Aspekt ab – der E-Yuan sei ein positiver Schritt für die E-Währungen, da er Aufmerksamkeit schaffe. Doch dann schränkte er ein: „In reality, however, it may be used as a means of further surveillance and control. (…) The Digital Yuan at odds with what Bitcoin and cryptocurrencies were originally designed for – a decentralized and censorship resistant ledger outside of the control of any government or individual.“
Soll heißen: Ein komplett von einer Regierung kontrollierter E-Yuan steht konträr zu der Idee, wegen der Bitcoin und co. einst entwickelt wurden. Für uns ist völlig klar, dass Peking bald den anderen E-Währungen in China an den Kragen gehen wird. Denn die sind eben nicht kontrollierbar. Damit wird ein Großteil der weltweiten Nachfrage aus dem Spiel genommen – mit potenziellen Folgen für die Preise. Die Frage ist, ob und wann das technisch möglich ist.
Unser Fazit aus alledem: Trader und Investoren sollten das Geschehen bei Dollar, Yuan, Bitcoin und co. genau im Auge behalten. Hier ist alles möglich und das Gegenteil von allem. Etwa eine Flucht vor dem E-Yuan in einen nicht digitalen Dollar – viele Firmen und Regierungen dürften davor zurückschrecken, eine virtuelle Währung auf dem Konto liegen zu haben, die über eine rote Blockchain komplett von Peking kontrolliert und gesteuert wird. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Morning Stock News

Wohin geht der Machtkampf in den USA?

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Gold  1936,245
(+0,33%)

EURUSD   1,185
(+0%)

DJIA  28289,50
(+0,15%)

OIL.WTI  40,99
(-0,65%)

DAX   12993,88
(+0,01%)

Die ersten Tage zeigten, dass die Indizes noch nicht bereit sind, jeden Tag auf ein neues Maximum zu steigen. Wichtig ist auch, dass nur noch zwei Monate bis zu den Präsidentschaftswahlen in den USA verbleiben. Es liegt ein sehr schwieriger Machtkampf zwischen den beiden mächtigsten Parteien vor uns.

EUR/USD

EURUSD

Das Jahr 2020 ist mit seinen Ereignissen immer noch spannend. Es gibt Turbulenzen zwischen Indien und China. Die Türkei klammert sich an Griechenland fest. Zusammen mit Yachten fahren Kriegsschiffe in den Ferienorten.
In den USA gibt es einen Konflikt zwischen Strafverfolgungsbehörden und Bürgern. Fast täglich erscheinen neue Filmaufnahmen über die Anwendung von Gewalt. Viele Menschen neigen dazu zu glauben, dass es sich dabei um wohldurchdachte Provokationen der Demokraten handelt, die alles tun, um diese Wahlen zu gewinnen.
Worum geht es hier? In der sehr nahen Zukunft müssen wir angesichts der angespannten Lage sehr vorsichtige Entscheidungen auf den Märkten treffen. Im Falle einer Verschärfung können die Finanzmärkte sehr tief fallen.


Euro

Schaut man sich den Tages-Chart des EUR/USD-Paares an, so erkennt man, dass sich der Kurs seit Anfang August mehr und mehr seitwärts bewegt. Es ist wahrscheinlich, dass sich solche Schwankungen fortsetzen werden. Daher könnte man in der aktuellen Situation eine Handelsstrategie innerhalb des Kanals 1.20 – 1.17 anwenden.


PLATIN

Platin hat in letzter Zeit immer mehr Anleger angezogen. Aufgrund von COVID-19 ist der Platinpreis um mehr als 25% gefallen, was viele nervös gemacht hat. Nach Tiefstständen ist der Platinpreis in den letzten zwei Monaten bereits um 12,5% gestiegen. Das Metall muss nun eine starke Widerstandsmarke von 960 $ und dann die 1040 $-Marke überwinden.
Platin wird hauptsächlich in Katalysatoren für Dieselautos verwendet, und sobald der Coronavirus-Impfstoff entwickelt ist, wird die Nachfrage nach Autos unweigerlich steigen. Der zweite Preistreiber wird die Verringerung der Produktion dieses Metalls um fast 3% aufgrund von Problemen in südafrikanischen Bergbauunternehmen sein.


Was erwartet uns heute?

03.30 Einzelhandelsumsätze in Australien für August
10.30 Britischer Baukonjunkturindex für August
16.30 Veränderung der nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigung in den USA im August


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EZB, FED und Gold

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Gold  1939,27
(-0,18%)

EURUSD   1,181
(-0,37%)

DJIA  29062,50
(-0,09%)

OIL.WTI  41,52
(-0,05%)

DAX   13350,10
(+0,01%)

Wer hätte gedacht, dass zur Zeit der Coronavirus-Pandemie einige der weltweiten Indizes neue Höhen erreichen würden. Es fühlt sich an, als würde eine Art Blase entstehen, die jeden Moment platzen könnte.

DAX

DAX

Leil Brainard, ein Mitglied des Gouverneursrates der US-Notenbank, gab einige Einzelheiten über das künftige System der wirtschaftlichen Unterstützung bekannt. Ihre Rede beinhaltete insbesondere Ausdrücke wie „Streben nach Rentabilität“ und „andere Blasen“. Allerdings „geht es in der Geldpolitik nicht darum, diese Blasen aufzublasen“. Dies ist eine interessante Aussage, die angesichts der gegenwärtigen Situation schwerwiegende Folgen für die Finanzmärkte haben könnte.
Aus diesem Gespräch wurde deutlich, dass die Aufgabe der Fed darin bestehen wird, das gesamtwirtschaftliche Umfeld zu stimulieren oder zu verlangsamen, und wie dies geschehen wird, ist nicht so wichtig. Natürlich wird niemand scharfe Ungleichgewichte zulassen, aber sie wird auch nicht mit der geringsten Abweichung ernsthafte Beschränkungen auferlegen.


Euro

Nach solchen Äußerungen scheint es, dass es kein Ende der Talfahrt des Dollars gibt und der Euro sehr bald über 1,20 steigen dürfte. Aber die Kollegen der EZB schlafen nicht und beobachten die Situation ebenfalls. Schon jetzt erklärt die EZB, dass der EUR/USD-Kurs sehr wichtig für die aktuelle Geldpolitik der EZB ist. Angesichts dieser Aussagen ist es klar, dass die Zentralbank den Wechselkurs oberhalb von 1,20 nicht sehr favorisiert und den Kurs nicht zu hoch steigen lassen wird, aber er wird auch nicht viel schwächer werden. In der gegenwärtigen Situation sieht 1,1850-1,1750 für Käufe gut aus.


Gold

Gold wurde in letzter Zeit in einigen Korridoren gehandelt, aber das ist in gewisser Weise gut, weil es Anlegern ermöglicht, durchzuatmen und Kraft für einen neuen Durchbruch zu schöpfen.
Es besteht eine Korrelation zwischen der Inflation in den USA und dem Wert von Gold. Es gibt also Berechnungen, die den Goldpreis in den USA bis 1980 inflationsbereinigt korrigiert haben. Damals lag die Inflation bei etwa 8% pro Jahr, und bei den Preisen von 1980 war das Gold, um eine Unze Gold bereinigt, bis zu 18.000 Dollar wert! Das ist einfach ein unglaublicher Wert.
Niemand sagt bisher, dass Gold auf dieses Niveau steigen wird. Aber es lohnt sich, daran zu denken, dass die USA im letzten Juni mehr Geld gedruckt haben als in den letzten 200 Jahren. Insgesamt sind 10 Billionen Dollar in die Wirtschaft geflossen, was sich nun auf Gold und sein Wachstum auswirken kann.


Was erwartet uns heute?

03.45 Kombinierter Geschäftsaktivitätsindex (PMI) in China für August
10.30 UK Composite Business Activity Index für August
16.30 Ansprache von Andrew Bailey, Gouverneur der Bank von England


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Kann etwas die Rallye an der Wall Street aufhalten?

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Gold  1962,97
(-0,36%)

EURUSD   1,1903
(-0,10%)

DJIA  28706,50
(+0,31%)

OIL.WTI  43,13
(+0,37%)

DAX   12996,76
(+0,01%)

Der letzte Monat des Sommers war für den US-Aktienmarkt der beste August seit drei Jahrzehnten. Die Federal Reserve wird die Arbeitslosigkeit senken und die Wirtschaft wieder aufbauen. Werden die Märkte in der Lage sein, eine solche große Rallye ohne nennenswerte Verluste zu überstehen?

EUR/USD

EURUSD

Während der Pandemie konzentrierte sich das Kapital auf den Sektor der High-Tech-Unternehmen sowie auf den Markt für Konsumgüter des täglichen Bedarfs. Wenn die geopolitischen Risiken in der Welt zunehmen oder wenn der Handelskonflikt zwischen den USA und China vor den Wahlen an Fahrt gewinnt, könnte es durchaus zu einem Einbruch der Aktienkurse der wichtigsten Akteure kommen. Jeder erinnert sich an die Dotcom-Blase, so dass man sich nicht allein auf den IT-Sektor verlassen kann.


Euro

Am Dienstag testete das Paar EUR/USD das Niveau von 1,20. Natürlich kann dieses Niveau nicht gleich beim ersten Mal durchbrochen werden, aber der EUR hat nun alle Chancen, diesen ernsthaften Widerstand zu überwinden. In der gegenwärtigen Situation wirkt sich die Dollarschwäche auf das Wachstum des Paares aus, da die EU-Wirtschaft insgesamt nach wie vor schleppend verläuft. Aufgrund einer möglichen Verschärfung der Handels- und Wirtschaftskonflikte in der Welt könnte es zu einem Rückgang des Wechselkurses kommen.


OIL.WTI

Der Ölmarkt ist praktisch eingefroren und zeigt eine gemischte Dynamik. Der Ölmarkt hat im August im Plus geschlossen, aber der Aufwärtstrend lässt nach. Das Niveau von 43 Dollar pro Barrel wurde erreicht, aber größtenteils ist dies ein Verdienst des fallenden US-Dollars. Der Markt reagiert positiv auf alle Informationen über die Entwicklung von Coronavirus-Impfstoffen, da die Wirtschaft in vielen Ländern immer noch unter einer Pandemie leidet. Vorausgegangen sind Daten zu den Ölreserven in den USA, deren Rückgang prognostiziert wird, was für eine gewisse Preisstützung sorgen wird.


Bitcoin

Am ersten Septembertag wächst die wichtigste Krypto-Währung und versucht, die Marke von 12000 zu durchbrechen. Wenn es Bitcoin gelingt, sich über dieses Niveau hinaus zu sichern, öffnet sich der Weg zu 14000. Die Anleger haben eine sehr positive Einstellung. Immerhin haben die Aussagen der US-Notenbank und die Abschwächung des US-Dollars der Krypto-Währung geholfen.


Was erwartet uns heute?

03.30 Australisches BIP seit Anfang des Jahres
14.15 Veränderung der nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigung in den USA im August
16.30 US-Rohölreserven


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Brexit-Hoffnung und China stützen die Kurse

Die Woche der Wende

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01.09.2020 –Special Report. Die Chinesen senden auf einmal versöhnliche Signale in Sachen Zollstreit aus. Und das kommt nicht von ungefähr. Im US-Wahlkampf dreht sich die Stimmung. Wir beleuchten den Stand der Dinge und Chancen für Investoren und Trader.

Hiding Biden

Vermutlich wollten die Kommunisten in Peking den US-Wahlkampf aussitzen. Warum auch nicht: Ein neuer Präsident Joe Biden wäre ein Garant dafür, dass die Strafzölle zurückgedreht werden. Schließlich hatten der frühere Vizepräsident und ex-Präsident Barack Obama zugelassen, dass China mit Dumping-Produkten Teile der amerikanischen Industrie zerstört, etwa Stahl und Textilien.
Doch offenbar glauben die Chinesen nicht mehr an Sleepy Joe. Tatsächlich hält sich in der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Rasmussen – das einzige, das 2016 richtig lag – Biden nur noch einen Prozentpunkt vor Trump; vor einigen Wochen waren es noch zehn Punkte. Wobei nationale Umfragen sowieso irrelevant sind, weil Millionen Wählerstimmen in den Volksrepubliken Kalifornien und New York stecken, die sowieso an die Dems fallen. Wichtig sind die Swing States. Etwa Wisconsin.

Das Problem der Dems mit Law and Order

Dort ereignete sich vorige Woche im Städtchen Kenosha ein wahrscheinlich wahlentscheidendes Fanal. Nach Schüssen der Polizei in den Rücken eines Schwarzen – er hatte sich der Festnahme widersetzt und in ein Auto gegriffen, wo wohl ein Messer lag – tobten massive Ausschreitungen. Trump bot die Entsendung von Bundestruppen an, der demokratische Gouverneur Tony Evers lehnte ab. Wie dumm. Denn Anwohner formierten sich zu einer Bürgerwehr. Ein bewaffneter 17jähriger, der sich der Polizei als Hilfssheriff anbot, wurde von einer Gruppe Demonstranten attackiert – er wehrte sich und erschoss zwei Linksradikale. Das hat Signalwirkung: Kenosha ist typisches Mittelschicht-Amerika. Die Republikaner haben seit Wochen gewarnt, dass der brandschatzende Mob auch in die friedlichen Kleinstädte einziehen wird. Nun ist es geschehen.

Sie reden wieder

Vermutlich haben die Chinesen das alles ganz genau verfolgt. Vorigen Montag hatten der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He telefoniert. Der Anruf war ursprünglich für den 15. August angesetzt gewesen, also sechs Monate nach dem ersten Tag der Vereinbarung. Wegen Chinas Vertuschungen in der Corona-Pandemie und dem totalitären Durchgreifen in Hongkong hatte US-Präsident Donald Trump den Termin aber verschoben. US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte dem Sender Fox News, China kaufe mehr Agrar-Rohstoffe, was Arbeitsplätze in den USA sichere. “Das Treffen ist ziemlich gut gelaufen.”

Jetzt kauft China aber wirklich Soja

Auch die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete Mitte voriger Woche unter Berufung auf ungenannte Quellen, amerikanische und chinesische Offizielle hätten bekräftigt, dass der Phase-1-Deal weiter gelte. Und dass China in Kürze eine Rekordmenge an Soja-Einkäufen plane. Insgesamt wolle das Reich der Mitte für dieses Jahr auf Einkäufe in Höhe von 40 Millionen Tonnen kommen. China habe den Einkauf von US-Agrargütern seit Ende April tatsächlich hochgefahren. Ergo zogen die Soja-Futures in Chicago jüngst auf ein Siebenmonatshoch an.

Soybean Futures

Bisher nichts als leere Worte

Allerdings steckt in dieser Reaktion wohl eine Menge Wunschdenken. Bloomberg schätzt, dass China in den ersten sieben Monaten nur rund 27 Prozent seiner Verpflichtungen aus dem Trade Deal erfüllt hat. Und das US-Landwirtschaftsministerium meldete am Dienstag nur magere Käufe von 408.000 Tonnen Mais und 204.000 Tonnen Sojabohnen. Die chinesische Regierung kündigte jetzt verstärkte Käufe zum Jahresende an. Und das Blog ZeroHedge urteilte unter Berufung auf Reuters, China habe im ersten Halbjahr gerade einmal fünf Prozent seiner zugesagten Energie-Käufe im Wert von rund 25 Milliarden Dollar erledigt.

Wahlkampf oder Kotau der Chinesen

Unser Fazit: Die jüngste positive Wortmeldung in Sachen Zollstreit sieht auf Seiten der USA sehr nach Wahlkampf aus – mit Blick auf die Farmer im Mittleren Westen. Und auf chinesischer Seite könnte es die übliche Verzögerungstaktik sein.
Allerdings kann es durchaus sein, dass Peking wegen eines befürchteten Comeback von Trump doch einkauft. Dann wäre die Vorwoche auch in Sachen Zoll-Deal die Woche der Wende. Falls China das Abkommen mit Leben füllt, wäre das bullish für einige Assets. Vor allem für Soja, die chinesische Börse und auch für die Wall Street. Und natürlich für den Yuan – der festigte sich in der Vorwoche von 6,92 auf 6,87 zum US-Dollar. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!


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DAX30 CFD GOLD OIL

Am Gipfel wird die Luft dünner

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31.08.2020 –Special Report. Neue Rekorde an der Wall Street. Doch Sie ahnen es schon: Die Warnungen vor der platzenden Blase mehren sich. Wir listen für Sie die wichtigsten Wortmeldungen auf. Vielleicht steht die Börse wirklich vor einem ungesunden Höhenkoller.

Neue Rekorde

War da was? Corona vielleicht? Egal: Der Dow Jones radierte am Freitag seine bisherigen Jahresverluste aus. Und sowohl der S&P 500 als auch die Indizes an der Nasdaq markierten neue Schlussrekorde. Das Finanzblog Marketwatch verwies auf ermutigende Konjunkturnews: So überraschten die Privatausgaben und auch die Einkommen. Genau wie die Tatsache, dass die Federal Reserve einen policy shift verkündete: Beschäftigung und Inflation stehen nun stärker im Fokus. Soll heißen: Immer mehr frisches Geld. Zinserhöhung auf unbestimmt verschoben.

US-Tech teurer als ganz Europa

Doch Vorsicht: Die vielen bullishen Signale könnten irgendwann in einem Crash münden. Vor allem wegen der Fehlallokation von billigem Geld. So warnte die Bank of America gerade, die amerikanische Hightech-Aktien seien mit einer Bewertung von 9,1 Billionen Dollar nun teurer als alle Aktien in Europa mit 8,9 Billionen. Im Jahr 2007 seien die Europa-Aktien viermal so hoch wie US-Tech bewertet gewesen.

Correction Watch

Das Knowledge Leaders Capital Blog meldete sieben Warnsignale für die Bullen. So steige der Angsindikator VIX, obwohl auch die Börse anziehe. Im S&P 500 schwinde die Marktbreite – immer weniger Aktien tragen den Aufschwung. Weiter fallen kleine Aktien tendenziell, während die großen weiter anziehen. Der Dollar schwächele nicht mehr gegenüber Währungen der Schwellenländer – offenbar gebe es Liquiditätsprobleme. Die Renditen von Unternehmensanleihen hielten nicht mehr Schritt mit dem Aktienmarkt. Gleiches gelte für das Verbrauchervertrauen. Und last, but not least, weise der Option Speculation Index ein enorm bullishes Bild auf, er misst die Käufe von Calls und die Verkäufe von Puts. So war es schon während der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende, siehe die blaue Kurve unten.

index

Hedge-Fonds-Milliardär Leon Cooperman warnte auf Bloomberg TV vor einer Fed-Blase. So habe die Apple-Aktie seit dem 4:1-Aktiensplit am 30. Juli um 17 Prozent zugelegt, referierte der Gründer von Omega Advisors. Am Freitag vor einer Woche wurden 2,1 Millonen Calls gehandelt, das Dreifache des 20-Tage-Schnitts. Tesla habe seit Bekanntgabe seines Splits um fast 50 Prozent gewonnen. Michael Wilson von Morgan Stanley hatte mit ähnlichen Argumenten jüngst vor einer imminenten Korrektur gewarnt. So sei häufig Apple allein für die Tagesgewinne in den großen Indizes verantwortlich.

Auch abseits des Mainstream-Finanzmarktes springen die Alarmsirenen an. So hat der Preis für den Bauholz-Future in den USA gerade mit 887,30 Dollar gerade ein neues Allzeithoch markiert. Zum einen sind die Häuslebauer wieder optimistischer. Zum anderen verdeutlicht dieser Nischen-Markt, was unter Corona auch bald bei anderen Assets passieren kann: Wegen der Pandemie hatten die Sägewerke die Produktion drastisch herunter gefahren. Bei neuer Nachfrage kommen sie nicht mehr mit dem Ausstoß hinterher. Und die Preise steigen. Was analog bei anderen Gütern einen Aufschwung schnell wieder abwürgen könnte.

Staatskrise voraus

Unser Fazit: Auch diesmal können wir die diversen Warnungen vor einem Platzen der Blase nicht ignorieren. Der wahrscheinlichste Zeitpunkt für einen Crash wäre Anfang November zur Präsidentschaftswahl. Es ist gut möglich, dass wir ein wochenlanges Chaos bei der finalen Auszählung erleben werden, da die US-Post – die übrigens den Bundesstaaten gehört und nicht dem Weißen Haus – bei einer massiven Briefwahl überfordert ist. Was in einer nie zuvor gesehenen Staatskrise munden könnte. Die Anleger an der Wall Street dürften bei heftigen landesweiten Unruhen auf Tauchstation gehen.

Big Tech im Visier

Auch dürften viele Anleger bei den Megacaps Gewinne einstecken, da diese bei einem Wahlsieg von Trump zerschlagen werden könnten. Wer erinnern uns daran, dass Apple, Amazon, Google und Microsoft politisch auf Seiten der Demokraten stehen, die Republikaner permanent benachteiligen und bei einer Wiederwahl von Trump als Monopole zerschlagen werden könnten. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge – die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.