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Helicopter Money wird alles verändern

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25.03.2020 –Special Report. Nun ist es also soweit: Die USA werden in Kürze Schecks an das Volk versenden. Dieser Schritt ist Teil des gigantischen Rettungsprogrammes von 2 Billionen Dollar. Die Corona-Krise hat damit eine absolute Zäsur in die Wirtschaftspolitik gerissen. Die Finanzwelt der kommenden Jahre wird eine komplett andere sein, als die welche wir bisher kannten. Wir beleuchten die möglichen Folgen für Aktien und Rohstoffe.

Entschlossenes Handeln in Washington

Die Welt reibt sich die Augen: Schnell und undogmatisch haben sich das Weiße Haus und die Republikaner mit den Demokraten im Kongress zusammengerauft. Amerika wendet die Modern Monetary Theory an und wirft Helicopter Money ins Volk. Die Idee dahinter: Die Verbraucher sollen direkt Dollars in die Hand bekommen, um einzukaufen. Nicht nur die Banken oder Firmen – die auch in separaten Paketen gerettet werden. Denn Konzerne könnten das Geld für die eigene Sanierung oder einen Aktienrückkauf einsetzen.

Gigantischer New Deal

Konkret steht in dem gigantischen Rettungsprogramm laut „The Hill“ Folgendes: „The deal includes $500 billion for a major corporate liquidity program through the Federal Reserve, $367 billion for a small business loan program, $100 billion for hospitals and $150 billion for state and local governments.“

1.200 Dollar für jeden

Und die Essenz in Sachen Helicopter Money: Einmalig 1.200 Dollar für jeden bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 Dollar. „The Hill“ weiter: „It will also give a one-time check of $1,200 to Americans who make up to $75,000. Individuals with no or little tax liability would receive the same amount, unlike the initial GOP (Grand Old Party – Republikaner; die Bernstein-Redaktion) proposal that would have given them a minimum of $600.“ Die wichtigste Essenz lautet: Die Börse freute all dies, der Dow Jones legte am Dienstag den größten Prozentsprung seit 1933 hin.

US30Daily

Forderung von Dr. Doom erfüllt

Damit ist nun außerdem eine weitere der drei Kern-Forderungen von Nouriel Roubini erfüllt, Professor an der zur New York University gehörenden Stern School of Business und besser bekannt als Dr. Doom. Wir zitieren aus einem Artikel, der jüngst auf dem Project Syndicate veröffentlicht wurde. Zunächst warnte er, dass der von Covid-19 ausgelöste wirtschaftliche Schock größer sei als die Finanzkrise 2008 und sogar als die Große Depression. Um sich aus ihr herauszuarbeiten müssten 1) die USA, Europa und andere in großem Stil Covid-19-Tests durchführen, Bewegungen analysieren, Quarantäne und einen großen Lockdown durchsetzen. Das ist nur teilweise geschehen, respektive gerade erst angelaufen. 2) müsse die Geldpolitik unkonventionell eingreifen. Das ist geschehen. 3) Und drittens müssten die Regierungen einen massiven Fiskal-Stimulus über „helicopter drops” auflegen – das steht nun zumindest in den USA bevor.

Warnung vor der Hyper-Inflation

Nicht alle sind begeistert vom Helikopter-Geld, allen voran die Anhänger der Austerität, also der Sparpolitik. Zunächst warnte Star-Investor Peter Schiff jüngst auf seinem Blog SchiffGold.com vor einer Politik wie in der Weimarer Republik, in Venezuela oder in Simbabe – wer dies verfolge, der erhalte in Sachen Geldpolitik das gleiche Ergebnis wie diese Staaten. Soll heißen: Hyper-Inflation.

Game Changer voraus

Zitieren wir außerdem Alastair Crooke, britischer Diplomat und Gründer des Conflicts Forum, einer Organisation, die sich für ein Engagement zwischen dem politischen Islam und dem Westen einsetzt. Was uns wegen der Unvereinbarkeit beider Welten schon recht skeptisch stimmt. Dennoch hier Teile aus seinem Artikel, der von The Strategic Culture Foundation veröffentlicht wurde. Crooke stellt zunächst fest, dass Helicopter Money ein geopolitischer Game Changer ist. Dann kritisiert er: „It is the legacy from 2008. That was primarily a banking crisis: Printing money seemed to work out pretty well then, in the view of the élites.“

Junk Bonds und Dollar short

Doch jetzt droht laut Crooke Schlimmeres: „But, the G7 Central Banks finally will have to fight the inflation monster that will be unleashed by their ‘helicopter theories’. Confidence in the dollar will decline, as more and more dollar helicopter ‘drops’ are made. Interest rates will rise, and western junk debt will become toxic, and untenable at higher rates.“ Das heißt für Trader und Investoren: Junk Bonds short, Dollar short.

Inflationsindexierte Anleihen und Gold long

Ins gleiche Horn stieß auch die Deutsche Bank: Konkret warnten die Analysten Oliver Harvey und Robin Winkler vor der Rückkehr der Inflation. Denn: „if the government tries to keep spending at levels before lockdowns began, while at the same time keeping lockdowns in place, there will be simply more money chasing after significantly fewer goods and services. The result of this will be inflation, and a lot of it.“ Das Ergebnis könne letztlich dem Lebensstandard der Menschen schaden. Der Tipp der Experten von der Deutschen Bank: Gold kaufen sowie Inflationsgebundene Bonds in den USA und in Europa, da sie aktuell auf Tiefständen notierten.

In der Inflation sind alle Sachwerte gefragt

Wir ergänzen: Falls Sie den Warnern folgen, gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich vor der Inflation zu schützen. Immobilien etwa oder Aktien aus dem Bau- und Bauträger-Sektor. Oder einfach alle Aktien, denn die sind Sachwerte. Tatsächlich dürfte der New Deal die Kurse kräftig ankurbeln – die Massen an Geld müssen irgendwo hin, sobald der Deflationsschock behoben ist. Weiter dürften wir in der Realwelt kräftig steigende Preise für gesuchte knappe Güter wie Kunst oder Whisky erleben.

Politischer Bull-Factor für die Börse

Mittelfristig dürfte die Wall Street noch aus einem anderen Grund anziehen: Die aktuelle Zäsur dürfte für eine Wiederwahl von Donald Trump sorgen – dessen Handling in der Angelegenheit laut einer neuen Gallup-Umfrage bei 60 Prozent der Amerikaner gut ankommt. Dagegen hat sich der voraussichtliche – und zudem mutmaßlich korrupte – demokratische Herausforderer Joe Biden in der Quarantäne verkrochen. Und sich in einem eher seltsamen Interview mit MSNBC recht unkonkret darüber geäußert, wie er die Sache angehen würde. Siehe hier.

Gleichzeitig ist ein Hinterfragen der Bundesregierung hierzulande nicht zu hören, obwohl Berlin in Sachen Schutzmasken, Intensiv-Betten oder Schließung der Grenzen geschlafen hat. Dies, obwohl das Robert-Koch-Institut schon 2012 ein Pandemie-Szenario mit einem asiatischen „Modi-SARS-Virus“ vorgelegt hat – „Regieren bei verstummter Kritik“ lautet das Fazit von Alexander Wendt, einem der klügsten Köpfe im Land. Wir haben also eine Presselandschaft a la DDR. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie sich nach Analyse der deutschen Fiskal- und Geldpolitik an der Börse positionieren.
In diesem Sinne: Bei uns lesen Sie die Gegenstimme und interessante Hintergründe. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Broker handel

DAX nimmt die 10.000 ins Visier

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25.03.2020 –Daily Report. Der deutsche Leitindex lauert knapp unter der magischen Marke. Die Anleger im weltweiten Handel feiern die Einigung im gigantischen US-Rettungspaket. Das Ifo-Institut dämpfte jedoch die Kauflaune.

Neue Gewinne in Frankfurt

Die Kurse donnern nach oben: Nach dem fulminanten Dienstag setzt sich der Bull-Run auch am Mittwochmittag fort. Alle Kurse auf der Handelsplattform im deutschen Leitindex leuchteten anfangs in Grün. Das Tageshoch im DAX lag bei 10.131. Zuletzt bröckelten die Kurse aber wieder, der Index hielt sich noch 1,6 Prozent im Plus bei 9.855 Stellen. Gestern hatte der Kursindikator 11 Prozent zugelegt auf 9.701 Punkte. Die US-Futures lagen noch rund 1 Prozent im Plus.

Gigantischer Stimulus in den USA

Für Kauflaune sorgte die Politik in den USA: Republikaner und Demokraten haben sich auf ein massives Rettungspaket in Höhe von 2 Billionen Dollar geeinigt wie der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, und der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, vor Journalisten mitteilten. Nun muss der Senat abstimmen und auch noch das Repräsentantenhaus zustimmen, was an diesem Mittwoch geschehen könnte.

Deutsche Wirtschaft unter Schock

In Frankfurt nahmen zuletzt Anleger nach der jüngsten Erholung Gewinne mit. Zum anderen sorgte das Ifo-Institut für einen Knall auf dem Parkett: Demnach ist die von Corona ausgelöste Rezessionsangst in den deutschen Chefetagen noch größer als gedacht. So rutschte der endgültige Geschäftsklimaindex von 96,0 Zählern im Februar auf 86,1 Punkte im März. „Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock”, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Laut Ifo werden sich die Produktionsausfälle und die Kosten für den Staat in Deutschland auf 255 Milliarden bis 729 Milliarden Euro belaufen. Vor allem im zweiten Quartal rechnen Ökonomen mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft.

Es ist noch nicht vorbei

Auch aus Tschechien gab es einen kleinen Reminder für die Optimisten, dass Corona noch immer tobt. So sagte der Leiter des Krisenstabes, Roman Prymula dem Tschechischen Fernsehen, die Grenze könne zwei Jahre geschlossen bleiben, um eine zweite und dritte Infektionswelle aus Europa zu verhindern. Unser Nachbarland ist vom Virus bislang nur wenig getroffen worden.

Kursfeuerwerk in Asien

Die Börsen in Asien reagierten auf die US-Politik. In China kletterte der CSI-300 um 3 Prozent auf 3.723 Stellen. In Tokio rauschte der Nikkei um 8 Prozent auf 19.546 Zähler nach oben.

Monster-Rally in New York

Gestern hatte der Dow Jones wegen der Entwicklung im Kongress seinen größten prozentualen Tagesgewinn seit 1933 verbucht. Der US-Leitindex zog um 11,4 Prozent an auf 20.704 Punkte. Der S&P 500 gewann 9,4 Prozent auf 2.447 Stellen – dies war in Prozenten noch das größte Plus seit Oktober 2008. Und der Nasdaq-Composite-Index gewann 8,1 Prozent auf 7.417 Stellen.

Die Broker von Gorilla Trades verwiesen auf dem Blog „ValueWalk“ neben der Politik auf die Strömung unter der Oberfläche: So habe zuletzt die Anzahl der neuen 52-Wochen-Tiefs an der Wall Street abgenommen. Die Rally könne mehr sein als ein „One-Day-Wonder“. Doch dann schränkten die Experten ein, es könne zu früh sein, einen finalen Boden bei den Aktien auszurufen. Na dann…

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt für Trader einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Am Nachmittag stehen um 13.30 Uhr in den USA die Daten für den Auftragseingang von Investitionsgütern an.

Es folgt um 14.00 Uhr der FHFA-Hauspreisindex

Und um 15.30 Uhr der wöchentliche Ölbericht des US-Energieministeriums.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Märkte nähern sich einer positiven Entwicklung. Europa besiegt das Virus?

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Gold   1612,59
(-1,17%)

EURUSD   1,0817
( +0,05%)

DJIA  20802
(-0,05%)

OIL.WTI  24,97
(+0,24%)

DAX   9696,75
(+ 0,02%)

Am Dienstag gab es einige positive Nachrichten über den Kampf gegen das Coronavirus in der Europäischen Union. Wenn es den Ärzten gelingt, die Situation zu stabilisieren, wird die Zahl der Erstinfektionen wahrscheinlich bald zurückgehen.


Chart des Tages – DAX

Chart of the Day - DAX

Was sehen wir auf den Märkten? Bereits am Dienstag wechselten die Nettoverkäufe auf den europäischen Märkten mit den Käufen die Plätze. Aufgrund von Stützungsmaßnahmen und überhöhter billiger Liquidität begannen die Anleger, Aktien großer Unternehmen zurückzukaufen. Viele glauben, dass die Aktien der Giganten zu Unrecht ausverkauft waren. Der DAX-Index stieg am Dienstag um den Rekordwert von 11%.


Euro

Am Dienstag wurden die wichtigsten Daten zur Geschäftstätigkeit in der Europäischen Union veröffentlicht. Und die Ergebnisse sind enttäuschend. Der Index der Geschäftstätigkeit in Frankreich war auf dem niedrigsten Stand seit seiner Berechnung, während der deutsche Index auf 34,5 fiel, was 11 Punkte unter der Prognose liegt, und die Indizes von Italien wurden überhaupt nicht veröffentlicht. Der Euro versucht wie der Aktienmarkt, sich zu erholen, aber aufgrund der großen Unsicherheit an den Märkten gibt es wahrscheinlich eine Periode hoher Volatilität. Der Euro-Kurs wird sich nun von allen Informationen über das Coronavirus und über die Maßnahmen der Regierung zur Stabilisierung der Wirtschaftslage beeinflussen lassen.


Gold

Das Gold ist oben. Am Dienstag legte der Preis pro Unze um mehr als 6% zu und überschritt problemlos die Marke von $1600. Wie wir erwartet haben, wird das Gold von großen Anlegern aufgenommen werden, die keine Transaktionen an dem instabilen Aktienmarkt vornehmen und auch die Währung nicht halten wollen, da es wahrscheinlich ist, dass die Währung aufgrund der enormen finanziellen Unterstützung durch die nationalen Banken billiger wird. Wieder einmal ist das Niveau von $1700 viel näher als vor einer Woche, und bei diesem Kurs könnte Gold versuchen, es sehr bald zu durchbrechen.


Kanadischer Dollar

Der kanadische Dollar ist gegenüber dem US-Dollar deutlich gefallen und liegt auf einem fast 15-Jahres-Tief. Das USDCAD-Paar wurde am Dienstag um 1,45 gehandelt. Der niedrige Ölpreis und die steigende Arbeitslosigkeit aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs hatten einen sehr negativen Einfluss auf die Währung. Auch die Immobilienverkäufe gingen um 4,4% zurück, was sich für die Anleger negativ auswirkte. Generell werden sich Anleger und Händler an die enttäuschenden Daten gewöhnen müssen, denn es ist unwahrscheinlich, dass sich die aktuelle Situation in den nächsten Wochen verbessert.


Was erwartet uns heute?

08.00 Uhr Britischer Verbraucherpreisindex
10.00 Uhr IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland für März
15.30 Uhr US-Rohölreserven


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Trading Plattform Mob

Kräftiges Plus an der deutschen Börse

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24.03.2020 –Daily Report. Mega-Finanzhilfe von der Fed. Kursgewinne in Japan. Der DAX zischt über 9.000 Punkte. Dabei hatte die Wall Street am Vorabend noch Verluste verbucht. Weiter ist keine Einigung im Kongress über das gigantische US-Hilfsprogramm in Sicht.

Steigende Kurse in Frankfurt

Die Anleger in Frankfurt greifen wieder zu: Der DAX zog zuletzt um 5,7 Prozent an bis auf 9.318 Zähler. Für Hoffnung sorgte das deutsche Hilfspaket in Höhe von 156 Milliarden Dollar. Gleiches gilt für die Tatsache, dass sich In Italien die Zahl der neuen Infektionen und Todesfällen verlangsamt hat.

Die einlaufenden Konjunkturdaten waren wie erwartet schwach: So sind die Geschäfte der deutschen Dienstleister so stark eingebrochen wie noch nie. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor rutschte im März auf 34,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juni 1997, wie IHS Markit mitteilte.

Die US-Futures zogen in der Hoffnung auf eine Einigung im Kongress über das gigantische Hilfsprogramm um gut 5 Prozent an. Gold zog um 1,7 Prozent an auf 1.594 Dollar.

Anleger in Asien kaufen

Auch in Asien war am Dienstag Erholung angesagt. So stieg der CSI-300 um 2,7 Prozent an auf 3.625 Zähler. In der Provinz Hubei sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Ausgenommen ist jedoch die Millionenmetropole Wuhan, hier begann die Corona-Seuche. Der Nikkei zog um 7,1 Prozent auf 18.092 Punkte. Die Anleger hofften auf Aktienkäufe durch die Bank of Japan (BOJ), öffentliche Pensionsfonds und Aktien-Rückkäufe von Konzernen.

Unterdessen griff Indien zu drastischen Maßnahmen: Jeder, der im Verdacht steht, sich mit Corona infiziert zu haben, erhält in den Bundesstaaten Maharashtra und Karnataka am Flughafen einen Stempel auf den Handrücken, um die Quarantäne durchzusetzen. Die Zentralregierung verwendet außerdem Reservierungen der Airlines, um die Bewegungen von Menschen nachzuvollziehen.

Minus in New York

Am Abend zuvor waren die Kurse an den US-Börsen abgerutscht. Der Dow Jones Industrial sank um 3 Prozent auf 18.591 Punkte – dies war der tiefste Stand seit November 2016. Der marktbreite S&P 500 verlor 2,9 Prozent auf 2.237 Stellen. Und der Nasdaq-Composite schloss knapp behauptet mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 6.860 Punkten.

Rettungspaket im Kongress festgefahren

Die Anleger zeigten sich enttäuscht über das Parteiengezänk im Kongress: Das Hilfspaket kam wieder nicht durch den Senat. Die Demokraten stellten Forderungen auf, die nichts mit einer Corona-Hilfe zu tun haben: Etwa eine Emissionsbeschränkung für Airlines, die Förderung von Wind- und Sonnenenergie, Geld für Planned Parenthood – die Organisation führt unter anderem Abtreibungen durch -, die automatische Verlängerung von Immigranten-Visa oder mehr Rechte für Gewerkschaften. Das „Wall Street Journal“ kommentierte, die Führung der Demokraten habe unter Druck der Linken in der Partei Arbeiter, Krankenhäuser und kleine Geschäfte als Geisel genommen. Inzwischen legten die Dems einen eigenen Plan vor, der mit 2,5 Billionen Dollar noch gigantischer ausfällt als der von den Reps mit 1,8 Billionen.

Dollar-Kanonade der Fed

Somit ignorierte die Börse zunächst auch das schwere Geschütz der Federal Reserve: Die Fed will unbegrenzt Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere aufkaufen. Zudem legt sie mehrere Kreditprogramme auf, mit denen Unternehmen und Haushalte gestützt werden. US-Präsident Donald Trump zeigte sich zufrieden und deutete ein Ende der wirtschaftlichen Abschnürung an – mit einem teilweisen Neustart einiger Branchen. „Die Lösung darf nicht schlimmer sein, als das Problem”, betonte Trump erneut bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Hedge Fonds Pershing Square geht „all in“

Unterdessen sorgte Bill Ackman für Aufsehen: Der Chef von Pershing Square Capital Management sagte Bloomberg, er habe 2,5 Milliarden Dollar auf die Erholung der Wirtschaft gewettet und komplett in Aktien investiert. Er sei nun 100 Prozent long. Eine erstaunliche Kehrtwende: Noch vor rund einer Woche hatte der Investor auf CNBC noch drastische Maßnahmen zur Eindämmung von Corona gefordert. „Hell is Coming“ hatte er gewarnt – und seitdem ist er in den USA einem größeren Publikum bekannt. Allerdings ist er bei vielen Anlegern auch wegen eher bizarrer Aussagen in Erinnerung geblieben, beispielsweise dass er Visionen über die Auswirkungen von Covid-19 gehabt habe.

Das bringt der Tag

Termine sind am Dienstag eher dünn gesät. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So stehen um 14.45 Uhr Daten für das Verarbeitende Gewerbe in den USA an.

Um 15.00 Uhr folgen die Neubauverkäufe im Februar.

Und um 21.30 Uhr meldet das American Petroleum Institute die US-Rohöllagerbestandsdaten.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Rekord-Produktionsüberschuss. Wird das Öl für Pfennige verkauft werden?

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Gold   1562,23
(-0,20%)

EURUSD   1,0782
( +0,35%)

DJIA  19125,50
(+1,61%)

OIL.WTI  24,325
(+0,85%)

DAX   8812,25
(+ 0,03%)

Alle großen Länder versuchen ihre Märkte zu retten. In den Vereinigten Staaten kämpfen Republikaner und Demokraten wieder. Die Demokraten haben das Paket zur Marktbelebung für 2 Billionen Dollar, das sind etwa 10% des BIP, blockiert. Die Märkte reagierten scharf auf diese Situation und verloren während der Handelssitzung etwa 3%.


Chart des Tages – Brent

Chart of the Day - Brent

Deutschland ergreift ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Coronavirus und will etwa 10% des BIP bereitstellen. In Deutschland sind die Lösungen leichter zu realisieren, und diese Hilfe wird bald ankommen.
Japan hat sich interessant verhalten. Die Regierung sagte, dass die Olympischen Spiele wahrscheinlich verschoben, aber nicht ganz abgesagt werden, was sich sehr positiv auf den Nikkei-Index auswirkte. Insgesamt geht es Asien jetzt besser mit dem Virus, so dass sich die Märkte stabiler fühlen. Es ist schwierig, in dieser Situation Prognosen abzugeben, aber im Moment warten alle zumindest auf eine Stabilisierung. Die Weltwirtschaft hat noch nie solche Stimulierungsmaßnahmen gesehen, und man kann nur erahnen, wozu sie führen werden.


Der US-Dollar

Am Montag kündigte die US-Notenbank weitere Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft und zur Unterstützung der Unternehmen an. Sie eröffnen neue Kreditlinien und kaufen Anleihen. Es ist geplant, in naher Zukunft etwa 1 Billion Dollar mehr zu injizieren. Das ist eine riesige Geldsumme, aber wenn man sich die Märkte ansieht fällt einem auf, dass diese Maßnahmen noch keinen wesentlichen Einfluss auf die Wechselkurse haben und der Dollar weiterhin dominiert. Dennoch geben die entschlossenen Aktionen der Fed den Investoren Hoffnung und steigern die Nachfrage nach dem Dollar. Daher lohnt es sich jetzt abzuwägen, den US-Dollar gegenüber allen anderen Währungen zu kaufen.


Gold

Nach dem starken Rückgang in der letzten Woche erholt sich Gold gut und handelt über seinem Schlüsselniveau von $1500 pro Unze. Wir können davon ausgehen, dass der Goldpreis weiter auf die nächsten wichtigen Niveaus steigen wird. Die Anleger werden den Liquiditätsmangel durch die sehr billige Hilfe der Staaten schließen können, anstatt das Edelmetall zu verkaufen. Damit sind alle Voraussetzungen für Wachstum geschaffen.


Öl

Es gibt große Probleme mit dem Öl auf dem Markt. Wir können sagen, dass wir, wenn die Fördermengen nicht zurückgehen, eine echte Krise des übermäßigen Verbrauchs bekommen werden. Einigen Schätzungen zufolge müssen wir im April mit einem Ungleichgewicht zwischen Produktion und Nachfrage in Höhe von 10 Millionen Barrel pro Tag rechnen. Wenn sich nichts ändert, werden wir einen durchschnittlichen Angebotsüberhang von 6 Millionen Barrel pro Tag sehen. Die Tresore der Welt sind zu 76% voll. Diese Überschussproduktion wird den Ölpreis wahrscheinlich noch weiter senken, auf 10 Dollar pro Barrel.


Was erwartet uns heute?

09.30 Index der Geschäftstätigkeit im deutschen verarbeitenden Gewerbe
14.00 Verkäufe neuer Häuser in den USA
21.30 Uhr Wöchentliche Rohölreserven in den USA


Wichtige Hinweise:

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Daily trading news

Die bitteren Lehren aus der Corona-Krise

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23.03.2020 –Special Report. Blick zurück nach vorn: Genau heute vor zwei Monaten, am 23. Januar, hat Peking die Quarantäne über die chinesische Millionen-Metropole Wuhan verhängt. Zwei Monate, in denen die Welt und der Finanzmarkt durch die Corona-Hölle gingen und gehen. Wir analysieren, was wir aus dieser nie dagewesenen Episode für das richtige Leben und für die Börse lernen können.

Versagen der politmedialen Elite

Für uns gilt: Nicht alle haben ihren Job so erledigt, wie es ihre Pflicht gewesen wäre – allen voran Politik und Mainstream-Medien. Informieren Sie sich deshalb besser über kleine Dissidenten-Medien, Finanzpublikationen, ausländische Blätter und bei den großen Akteuren der Wall Street – die spüren an der Börse sofort, wenn sie falsch liegen und analysieren daher schonungslos. Während das von uns hoch geschätzte Blog ZeroHedge beispielsweise schon ab Ende Januar häufiger über Wuhan berichtete – und wir dies auch aufnahmen – herrschte hierzulande lange Zeit Verharmlosung und Wegducken.
Beispiel Frankreich: Die frühere französische Gesundheitsministerin Agnes Buzyn sagte jüngst „Le Monde“, sie habe schon am 30. Januar Premier Edouard Philippe vor einem drohenden Tsunami gewarnt. Nun haben drei Ärzte deswegen Buzyn und Philippe verklagt, wie RT News berichtete.
Oder der lange ignorierte deutsche Notfallplan zur Schweinepest. Dito die Frage der offenen Grenzen. Offenbar hat Innenminister Horst Seehofer (CSU) am 15. März im Alleingang und an der Kanzlerin vorbei die Grenze geschlossen, wie in Berlin hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird. Bis dahin wurde im Staatsfunk weiter der Religion der Offenheit gehuldigt; dito bei den großen Verlagen, denen die Leser weglaufen – sie erhalten in Kürze Geld aus dem GEZ-Topf. Die USA hatten übrigens schon sechs Wochen zuvor alle Einreisen aus Krisenregionen gestoppt.

Deshalb Nord-Italien

Ein weiteres mediales Versäumnis ist die allzu oft verdrängte Antwort auf die Frage, warum es ausgerechnet Nord-Italien so schwer getroffen hat. Die plausibelste Erklärung: Die Verdrängung der italienischen Textil-Industrie durch kleine chinesische Sweat-Shops – tausende Chinesen fertigen seit Jahren rund um Florenz für Hungerlöhne Kleidung und Schuhe. Darauf hingewiesen hat etwa das österreichische Industriemagazin hier : Wochen zuvor berichtete die „New York Times“ darüber: The Chinese Roots of Italy’s Far-Right Rage. Und vor Jahren schon die BBC The Italian fashion capital being led by the Chinese.

Fünf Phasen einer Panik

Bleiben wir bei der Frage, wie es besser laufen sollte, damit Ihr Leben und Ihre Investments ruhiger verlaufen. Eine schöne Antwort darauf lieferte jüngst Focus.de mit einem Artikel, der vom Börsenportal Stockstreet übernommen wurde. Autor Sven Weisenhaus identifizierte demnach fünf Phasen einer Panik.
Phase 1 – Schockstarre und Verleugnung. So stiegen an der Börse die Kurse nach den ersten News über Corona erst einmal weiter an. Die lesenswerte Timeline finden Sie übrigens hier :Bestimmt erinnern Sie sich an Aussagen aus dem eigenen Bekanntenkreis wie „das ist nur eine Art Grippe“. In Phase 2 – die eigentliche Panikreaktion erlebt der Markt den ersten Ausverkauf. Solche Panikphasen dauerten einen Tag bis Wochen. In Phase 3 – Erschöpfung und das verfrühte Aufatmen führe der Stress führt zu einer tiefergreifenden mentalen Erschöpfung. Neue Nachrichten führten irgendwann nicht mehr zu noch größerer Panik. In dieser Phase stiegen viele Anleger wieder in die Märkte ein – die Folge: dynamische Gegenbewegungen. Wir meinen: Wir stehen bestenfalls in einer Übergangszeit zu Phase 3. Vielfach herrscht im öffentlichen Leben noch der Glaube vor, mit einer begrenzten, kurzen Kontaktsperre sei die Pandemie bald erledigt.
Dann folgt laut Stockstreet Phase 4 – die realistische Einschätzung und die langfristigen Folgen. Phase 4 sei geprägt von wieder fallenden Kursen, sie könne wenige Wochen bis Monate dauern – manchmal sogar Jahre. Schließlich folge Phase 5 – Kapitulation und Resignation. Der Autor schreibt: „Meist kommt es nach längeren Kursverlusten zu einem Sell-Off, einem finalen Ausverkauf.“

Noch lange keine Kapitulation

Doch wir stehen wohl noch lange nicht vor der Kapitulation. So äußerte sich zumindest Scott Minerd, Chief Investment Officer bei Guggenheim Partners. Laut „Marketwatch“ warnte er, dass Investoren noch immer Hoffnung hätten und aushalten würden – ein Zeichen dafür, dass das Schlimmste noch nicht vorbei ist. Minerd betonte, sowohl die US-Regierung als auch die Federal Reserve müssten noch weit mehr tun, um die Brüche im Finanzmarkt und die volkswirtschaftlichen Schläge abzufedern. Und weiter: „The turmoil we are seeing right now is the result of the unwinding of this leverage.“ Das Fazit aus alledem: Erst wenn die Money Manager an der Wall Street das Handtuch werfen, werde der Markt sein Tief finden.
Auch im richtigen Leben ist noch wenig von Kapitulation zu spüren, wie Sie an den idiotischen Corona-Partys und an Hoffnungen erkennen, dass bestimmt alles in wenigen Wochen vorbei sei.

So erkennen Sie den Boden

Goldman Sachs meldete gerade sechs Faktoren, an denen Sie das Market-Bottom erkennen. Darunter etwa eine Stabilisierung und eine Abflachung der Infektionsraten in den USA und in Europa. Ferner müsse sich die Rezession in die volkswirtschaftlichen Daten vorgearbeitet haben. Zudem werde erst dann alles besser, wenn ein großer, globaler Stimulus greife. Und der Finanzmarkt müsse wieder genug Geld für Investments vorhalten. Weiter zeige sich am Ende eine absolute Unterbewertung von Assets.
Wir ergänzen: Eine solche totale Kapitulation dürfte sich auch im richtigen Leben zeigen. Wenn nach Monaten der Quarantäne den Leuten die Decke auf den Kopf fällt, wenn es zu Plünderungen und Straßenschlachten kommt und die Armee die Straßen sichert. Wenn vielleicht der Staat den Notstand ausruft – und diesen dramatisch mit dem Heulen der Sirenen aus dem Kalten Krieg einleitet. Kurz: Wenn die Verzweiflung im Land mit Händen zu greifen ist – dann werden die Kirchen werden vielleicht die Glocken läuten, um den Menschen ein wenig Mut zu machen.
So weit der Versuch, das Undenkbare zu denken. In diesem Sinne freuen wir uns, dass Sie als Trader auch short gehen können, um Ihr Vermögen zu sichern Wir hoffen auf bessere Zeiten und auf ein Gegenmittel – die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

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Neue Hiobsbotschaften

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23.03.2020 –Daily Report. Das gigantische US-Hilfspaket lässt auf sich warten. Und die Federal Reserve verbreitet Panik – die Arbeitslosigkeit in Amerika könnte bis auf 30 Prozent anziehen. In China droht ein Immobilien-Kollaps. Die Anleger in Frankfurt gehen in Deckung.

Dickes Minus in Frankfurt

Zum Wochenauftakt rauschte der deutsche Leitindex einmal mehr nach unten: Der DAX verlor zuletzt 3 Prozent auf 8.665 Zähler, das Tief lag bei 8.531 Punkten. Welch eine Volatilität: Am Freitag war es noch bis auf 9.201 Punkte nach oben gegangen.
Das Team von Boerse.ARD.de in Frankfurt machte Long-Investoren ein wenig Hoffnung: Das Crash-Tief vom vergangenen Montag bei 8.256 Punkten habe immerhin dem ersten Ansturm der Bären standgehalten. Der weitere Tipp für Fans der Chartanalyse: Anleger sollten nun die Marke von 8.256 Punkten im Auge behalten, solange sich der DAX sich darüber halte, habe er immer noch Chancen zur Stabilisierung und zur Wende nach oben. Vor allem aber müsse die Unterstützung bei rund 8.100 Punkten halten – resultierend aus dem Hoch der Dotcom-Blase 2000 und dem Vor-Finanzkrisen-Hoch 2007.

Russisches Roulette im Senat

Druck auf die deutschen Kurse hatten die US-Futures ausgeübt, sie notierten zuletzt noch rund 2 Prozent im Minus. In der Nacht war der Kontrakt auf den Dow Jones Limit-Down gehandelt worden. Der Grund: In den USA sind die Verhandlungen um ein Konjunkturpaket in Höhe von mehr als 1 Billion Dollar ins Stocken geraten. Die Demokraten im US-Senat blockierten ein federführend von Republikanern erstelltes Corona-Paket.
Das Verdikt im Senat fiel 47 zu 47 aus, für ein Go hätte es 60 Stimmen benötigt. Der Republikaner Mitt Romney aus Utah ist inzwischen positiv auf Corona getestet worden, mehrere andere zogen sich in Quarantäne zurück. Für die Democrats war das Paket zu sehr auf die Bedürfnisse der Wall Street zugeschnitten, nicht aber auf die Main Street – obwohl der Entwurf Helicopter-Geld für alle Amerikaner vorsieht. Der Mehrheitsführer Mitch McConnell warf den Dems vor, Russisches Roulette mit dem Markt zu spielen. Heute um 12 Uhr Ortszeit soll noch einmal im Kongress abgestimmt werden.

Präsident Donald Trump zeigte sich von der Verzögerung unbeeindruckt: „Unser Konjunkturpaket wird durchgehen. Und es wird ein enormes Paket sein“, sagte er im Weißen Haus. Nach einer Verabschiedung im Senat wird auch noch das von Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus dem Paket zustimmen müssen. Gehen Sie davon aus, dass die Dems erneut zicken, um sich zu profilieren.

Drohende Job-Apocalypse in den USA

Gestern hatte zudem ausgerechnet ein führendes Mitglied der Federal Reserve Benzin ins Feuer gegossen. James Bullard, Chef der Fed von St. Louis, sagte am Sonntag im Gespräch mit Bloomberg News , dass die US-Arbeitslosenrate in den kommenden Monaten bis auf 30 Prozent anziehen könnte. Er erwarte einen nie dagewesenen Absturz des US-Bruttoinlandsproduktes um 50 Prozent. Bullard wörtlich: „This is a planned, organized partial shutdown of the U.S. economy in the second quarter.”

Gemischte Tendenz in Asien

Die wichtigen Börsen in Asien entwickeln sich uneinheitlich. So rutschte der CSI-300 am Morgen um 3,4 Prozent auf 3.530 Zähler. In Japan zog der Nikkei-225 um 2 Prozent an auf 16.888 Punkte. Damit holte er aber nur einen Teil der Gewinne der anderen Indizes vom Freitag auf. Denn da war die Börse in Japan geschlossen.

Chinas Immobilienmarkt kollabiert

Leider haben wir noch eine weitere Hiobsbotschaft aus China für Sie, die sich noch nicht in die Mainstream-Medien vorgearbeitet hat: Corona stürzt nun den Immobilienmarkt im Reich der Mitte in den Abgrund. So kappte China Evergrande – der zweitgrößte chinesische Immobilien-Entwickler – seine Ganzjahresprognose locker um die Hälfte. Die in Hongkong gehandelte Aktie rauschte um 17 Prozent nach unten.

Sie erinnern sich: Wir hatten an dieser Stelle wiederholt auf den gigantischen Leerstand in der Volksrepublik hingewiesen. Peking will Menschen aus der Provinz in den Städten ansiedeln, um Ackerland zu gewinnen; viele Kommunen haben günstige Kredite vergeben, Bauträger sind eingestiegen, um gigantische Plattenbau-Siedlungen hochzuziehen. Die meisten davon stehen leer. Wenn jemand gekauft hat, dann vor allem der Mittelstand, um sich gegen die Inflation abzusichern. Laut Xinhua sind drei Viertel des Vermögens chinesischer Haushalte in Immobilien angelegt, in den USA sind es nur 28 Prozent. Diese Blase platzt wohl aktuell. Mit verheerenden Folgen für die chinesische Börse und den Arbeitsmarkt – sowie für die Nachfrage nach Stahl, Kupfer und Zement.

Herbe Verluste in New York

Am Freitag hatten die US-Indizes am Tagestief geschlossen. Der Dow Jones verlor 4,6 Prozent und verabschiedete sich bei 19.174 Punkten – das war der tiefste Stand seit November 2016. Das Wochenminus: mehr als 17 Prozent und zugleich der höchste Wochenverlust seit dem Jahr 2008. Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich 4,3 Prozent schwächer bei 2.305 Zählern. Hier lag die Wochenrendite bei minus 15 Prozent, der schlimmste Verlust seit 2008. Und der Nasdaq 100 verlor 4 Prozent auf 6.994 Zähler. Übrigens ist laut CNBC am Freitag mit Ronin Capital ein großer Hedge Fonds kollabiert.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Montag nur wenige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Wichtig wird allein die zweite Abstimmung im Senat und vielleicht auch schon im Repräsentantenhaus über das gigantische Konjunkturpaket.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Morning Stock News

Die Krise eskaliert. Das Wochenende hilft nicht.

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Gold   1494,23
(-0,20%)

EURUSD   1,075
( +0,56%)

DJIA  18322,50
(-3,72%)

OIL.WTI  23,025
(-2,48%)

DAX   8616,50
(+ 0,03%)

Die Woche geht für die Märkte traurig zu Ende. Niemand weiß, was als nächstes zu tun ist. Im Allgemeinen gab es Versuche, den Markt in der grünen Zone zu schließen, aber Erklärungen der US-Notenbank, dass ihre Aktionen mit Banken in England, Kanada, Japan, der EZB und der Schweizerischen Nationalbank koordiniert werden, ließen keine Chance. Es wird jetzt viel Dollar-Liquidität benötigt, und die USA sind bereit, diese bereitzustellen.


Chart des Tages S&P500

Chart of the Day S&P500
Die Woche schließt wieder mit einem negativen Ergebnis, und es ist absolut unklar, ob die Talfahrt zu Ende ist oder nicht. Billionen von Dollar wurden geworfen, um die Weltwirtschaft zu retten. Die Länder haben viel Geld, aber es ist unklar, ob sie es brauchen werden und wofü? Überall herrscht Isolation, die Produktion wird eingestellt. Maximaler Schutz für die gesamte Bevölkerung. Und es wird einen sehr starken Einfluss auf das BIP der Länder haben. China beginnt nach der Epidemie zu leben, und wir hoffen sehr, dass sich die Infektionssituation bald ändern wird.


JAPANISCHER JEN

Es ist sehr interessant, wie sich diese Währung jetzt verhält. Im Allgemeinen hat die Bank von Japan im Kampf gegen die Krise und das Coronavirus nichts Neues gezeigt. Japan wird die Olympischen Spiele ausrichten, und das ist sehr, sehr teuer. Es gibt noch keine Informationen darüber, ob es abgesagt wird, aber der japanische Yen schwächelt inmitten der Probleme mit den Märkten. Der Krypto-Markt ist am Donnerstag in nur einer Stunde völlig zusammengebrochen. Bitcoin verlor 20% seines Wertes und zog den Rest der Kryptowährungen mit sich. Die Gesamtkapitalisierung fiel auf 172 Milliarden Dollar, etwa 88 Milliarden weniger als eine Woche zuvor. Es ist alles wie Panik und die Flucht in andere Anlagen. Bitcoin wird jetzt mit 6.000 Dollar gehandelt, zurück auf den Stand von Ende 2018.


Euro

Der Euro kann nach den wichtigen Erklärungen der US-Notenbank und den Problemen in Europa nicht zur Ruhe kommen. Italien leidet unter dem Coronavirus, die Länder stehen unter Quarantäne, die Wirtschaft kommt völlig zum Erliegen. Die Länder müssen weitermachen und gemeinsame Entscheidungen treffen. Generell werden die Weltwährungen jetzt sehr stark schwanken, und es ist noch nicht klar, wer in dieser Situation gewinnen wird.


Was erwartet uns heute?

14.30 Nationaler Aktivitätsindex der USA
16.00 Verbrauchervertrauensindex in Europa für März
23.00 PMI in der Fertigung in Australien


Wichtige Hinweise:

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DAX erobert die 9.000 zurück

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20.03.2020 –Daily Report. Endlich wieder grüne Kurse auf der Handelsplattform: Der DAX zieht am Freitagmittag kräftig an. Damit setzte er auf der Stabilisierung vom Vortag auf. Die US-Futures steigen wegen der Aussicht auf ein entschlossenes Handeln in den USA – hier dürfte es in Kürze Helicopter Money regnen. Zudem wird Deutschland offenbar einen neuen Schutzschirm für Firmen aufspannen.

DAX präsentiert sich stark

Der deutsche Leitindex zog 5,3 Prozent an auf 9.066 Punkte. Wir sind gespannt, wie sich der Hexensabbat heute auf die Kurse auswirkt. Tags zuvor hatte der Indikator zur Abwechslung mal wieder Kursbewegungen wie zu normalen Zeiten präsentiert. Der DAX schloss mit einem Plus von 2 Prozent bei 8.610 Punkten. Allerdings hatte nicht die Bazooka der Europäischen Zentralbank diese Erholung ausgelöst – sondern der Schwenk gen Norden an der Wall Street. Die US-Futures zogen zuletzt um über 5 Prozent an.

Fonds über 500 Milliarden Euro für deutsche Firmen

Einer der Gründe für die gute Laune: Wie „Der Spiegel“ meldete, will die Bundesregierung einen neuen Rettungsschirm für Unternehmen aufspannen, die wegen Corona in Not geraten sind. Der Fonds soll ein Volumen von rund 500 Milliarden Euro enthalten. Damit sollen Firmen vor der Insolvenz gerettet werden, indem der Fonds Garantien für Verbindlichkeiten ausspricht oder tatsächlich Kapital zuschießt. Dies laufe wohl auf eine Teilverstaatlichung hinaus. Vorbild dafür sei der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin), mit dem der Staat während der Finanzkrise vor zwölf Jahren Banken vor der Schieflage gerettet hatte – er war damals mit 480 Milliarden Euro ausgestattet, der größte Teil davon Garantien. Sollten Banken in der aktuellen Krise ins Wanken geraten, will die Bundesregierung ferner den Soffin wiederbeleben.

Bald regnet es Geld

Noch weiter gehen die USA mit einem echten Novum: Die Menschen dort dürften in Kürze einen Scheck von der Regierung erhalten. Treasury Secretary Steven Mnuchin nannte dem Fox Business Network Details zum Helikopter-Geld: Insgesamt sollen in zwei Tranchen 500 Milliarden Dollar direkt an die Amerikaner überwiesen werden. In der ersten Sendung sollen es 1.000 Dollar pro Erwachsenen und 500 Dollar pro Kind sein. Satte 3.000 Dollar also für eine vierköpfige Familie. Und gestern reichte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell einen ähnlichen Stimulus-Vorschlag ein, der nun mit den Democrats verhandelt werden soll.
Ein fulminanter Marshall-Plan also an den Banken vorbei, die Staatsstütze häufig zur eigenen Stabilisierung verwenden. Analog dazu betonte US-Präsident Donald Trump gestern auf seiner Pressekonferenz: Konzerne, bei denen der Staat zur Rettung einsteigt und Anteile übernimmt, dürften sich weder Aktien-Rückkäufe mit dem Steuergeld leisten oder gar die Boni für das Management erhöhen. Das ist doch mal eine Ansage.

Leichtes Plus an der chinesischen Börse

In China blieben die Anleger am Freitag noch skeptisch. So berichtete Peking erneut, dass es keine neuen Infektionen im Inland gegeben habe. Die regimekritische „Epoch Times“, die in der Volksrepublik bestens vernetzt ist, meldete allerdings, die Realität im Lande sehe anders aus. So meldeten die Quellen des Blattes lange Schlange vor Krankenhäusern, den Aufbau von Not-Hospitälern und scharf kontrollierte Quarantäne. An der Börse sorgte neben Corona auch die Tatsache für Zurückhaltung, dass die People’s Bank of China (PBoC) auf eine Zinssenkung verzichtet hat. Immerhin gewann der CSI-300 um 1,8 Prozent auf 3.653 Stellen. In Tokio blieb die Börse wegen des Feiertags zum Frühlingsanfang geschlossen.

New York kämpft sich nach oben

Signale der Stabilisierung hatte am gestrigen Donnerstag schon die Wall Street ausgesandt. Der Index schloss rund 1 Prozent höher bei 20.087 Punkten. Dabei war er im frühen Handel um mehr als 3,5 Prozent gerutscht, zwischenzeitlich war er aber auch um fast 3 Prozent geklettert. Der Nasdaq 100 gewann 1,6 Prozent auf 7.289 Stellen. Und der S&P 500 legte zum Schluss 0,5 Prozent auf 2.409 Punkte zu. Der kräftige Einbruch im Philly-Fed-Index und das Minus der US-Leistungsbilanz waren erwartet worden. Genau wie der starke Anstieg in der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Wir sind also gespannt, ob die Wall Street angesichts all der oben beschriebenen eingeleiteten Schritte nun eine kräftige Erholung einleitet.

Rekord-Tag für Erdöl

Diese Erholung erlebte der Ölmarkt gestern: Erdöl legte den größten Tagesgewinn aller Zeiten vor. So zog WTI zwischenzeitlich um 26 Prozent an. Zuletzt legte WTI um 9,3 Prozent zu auf 28,31 Dollar und Brent verteuerte sich um 7,8 Prozent auf 32,65 Dollar. Zur Eindämmung der Ölflut will Texas nun offenbar die Förderung kappen, wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider berichtet. Dies wäre das erste Mal seit dem Ölschock in den Siebzigern. Weiter hätten Top-Manager der Industrie den für die Branche zuständigen Regulierer, die Texas Railroad Commission, um staatliche Hilfe gebeten. Das zeigt: Die US-Ölbranche steht mit dem Rücken zur Wand. Gehen Sie davon aus, dass ein Großteil der kleinen Förderer umkippt – was das Angebot verknappt.

Das bringt der Tag

Zum Weekend ist von der Terminlage her Entspannung angesagt. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Allenfalls die Verkäufe von gebrauchten Immobilien in den USA im Februar um 15.00 Uhr könnten auf ein wenig Interesse an der Wall Street stoßen.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades – und viel Sonne zum Angrillen in der häuslichen Quarantäne!


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Morning Stock News

Donald Trump vs. Panikkäufer

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Gold   1494,27
(+1,82%)

EURUSD   1,0761
( +0,91%)

DJIA  20083
(+3,32%)

OIL.WTI  27,055
(+5,77%)

DAX   8581
(+ 0,03%)

Der Präsident der USA wandte sich an sein Land. Er bat die FDA, die Vereinbarung über die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, und sagte, dass es einige Therapien gibt, die ausgezeichnete Ergebnisse gezeigt haben. Darüber hinaus gibt es ein Heilmittel, das nicht weniger gute Ergebnisse gegen das Coronavirus gezeigt hat. Und dies ist ein weiterer Krieg, jetzt an der medizinischen Front… aber wir werden ihn auch gewinnen!


Chart des Tages EUR/USD


Indizes

Auf diese positiven + enormen Überverkäufe erholten sich die Aktienmärkte am Donnerstag. Aber nach dem Frühling kommt der Sommer, und nach Freitag ist Wochenende. Selbst Donald Trump wird nicht vorhersagen, wie sehr sich die Situation am Samstag und Sonntag verschlechtern wird. Deshalb müssen Händler so vorsichtig wie möglich sein, wenn sie volatile Instrumente wie Öl über das Wochenende mit sich führen.


Öl

Apropos Öl! Nach dem schrecklichen Sturz am Mittwoch zeigte der Schwarzgoldmarkt am Donnerstag eine nicht minder starke Rückwärtsbewegung. Die Spekulanten haben sich ausgetobt und treiben das Öl täglich 20-25% in jede Richtung.
Es hat sich nichts grundlegend geändert. Wirklich starke Unterstützung kann Öl nur durch den neuen OPEC+-Deal bekommen. Das Problem eines gewöhnlichen Händlers ist, dass er nichts über Vereinbarungen hinter den Kulissen wissen kann, die sicherlich zwischen Vertretern Russlands und des Ölkartells laufen.


Euro

Nach einem völlig unlogischen Anstieg auf 1,15 fiel der EUR sehr schnell auf ein neues Tief von 3,5 Jahren. Die einzige Frage ist, warum dies nicht schon viel früher geschah. Die wirtschaftliche Situation in der Eurozone war schon vor der Krise extrem schwierig. Jetzt ist sie noch viel schlimmer. Der Hauptunterschied zu Großbritannien, den USA oder Japan besteht darin, dass die EU-Länder in ihre eigene Richtung arbeiten und nicht als eine Einheitsfront gegen einen gemeinsamen Feind auftreten.


Bitcoin

Nicht umsonst haben wir die Aufmerksamkeit unserer Händler auf die erste Kryptowährung für 3 Tage in Folge gerichtet. Die Hauptaussage in früheren Sendungen war, dass die BTC tatsächlich der einzige Vermögenswert war, der in dieser Woche nicht gegenüber dem Dollar gefallen ist. Am Donnerstag führte diese Situation zu einem explosiven Wachstum. Bitcoin wuchs auf einmal um 15%, was die Skeptiker beschämte, die auf die erste Kryptowährung in Höhe von 2-3 Tausend Dollar warteten.


Was erwartet uns heute?

02.30 Uhr Entscheidung der People’s Bank of China über den Zinssatz
13.30 Uhr Kanadische Einzelhandelsumsätze im Januar
15.00 Uhr U.S. Zweitwohnungsmarkt-Verkäufe für Februar


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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.