
15.10.2019 – Daily Report. Die Börsianer in Frankfurt haben die rosarote Brille aufgesetzt. Ganz anders die Wall Street. Wegen der Forderung der Chinesen zur Nachverhandlung des sowieso schon mageren Zoll-Deals zögerten die Anleger in den USA und in China. Immerhin gab es bullishe Signale zum Thema Brexit. Und auch zur Türkei.
Gewinne in Frankfurt
Der deutsche Börsenindex hielt sich zuletzt 0,4 Prozent im Plus bei 12.535 Zählern. Die ZEW-Konjunkturerwartungen von minus 22,8 bewegten den Markt kaum. Alle Daten finden Sie wie immer hier:Market Mover
China fordert Nachverhandlung
Dabei hatte Peking am Vortag noch viele Anleger verunsichert. Vor Unterzeichnung des Teil-Abkommens will China noch weitere Gespräche führen, bevor „Phase 1″ des Handelsabkommens unterzeichnen werden kann. Dies meldete Bloomberg unter Berufung auf einen Insider. Demnach sollen Ende Oktober Einzelheiten ausgearbeitet werden, bevor Präsident Xi Jinping das am Freitag von US-Präsident Donald Trump verkündete Abkommen unterzeichnen könne.
Wir raten weiter zur verschärften Wachsamkeit: Wenn Sie CFD oder online Aktien handeln müssen Sie den direkten Marktzugang offen halten – und das bei Deutschlands besten CFD Brokern mit Bafin-Lizenz, deren Server nicht abstürzen, wenn der Tumult an der Wall Street und im DAX ausbricht. Was uns als nächstes blühen könnte: China verweigert die Unterschrift unter Phase 1, bis die USA auch die für den 15. Dezember angesetzten nächsten Zollerhöhungen canceln.
Asien eher skeptisch
Die Anleger in Asien zeigten sich zuletzt skeptisch. In China gab der CSI-300 um 0,4 Prozent nach auf 3.936 Zähler. Obwohl sich angesichts der Teuerung in der Volksrepublik von 3 Prozent die Frage stellt, ob sich Peking wirklich einem Zoll-Deal verweigern kann. Die Verbraucherpreise erreichten im September ein Sechsjahreshoch. Schweinefleisch verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent, wie das nationale Statistikbüro mitteilte.
Die Börse in Tokio legte zu, holte aber nach der Feiertagspause nur die Reaktion auf ein mögliches Handelsabkommen nach. Der Nikkei-Index gewann 1,9 Prozent auf 22.217 Punkte.
New York wartet ab
Auch die Anleger an der Wall Street hielten sich angesichts der Kehrwende der Chinesen am Vorabend im Seitenaus. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent schwächer bei 26.787 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank ebenfalls 0,1 Prozent auf 2.966 Zähler. Und auch der Nasdaq Composite rutschte 0,1 Prozent auf 8.048 Stellen. Unter allen drei Indizes lauerte eine Kurslücke, die üblicherweise geschlossen wird. Insgesamt war der Handel wegen des Feiertages „Columbus Day“ recht zäh.
Sterling im Aufwind
Wesentlich energischer zeigte sich das britische Pfund: Die Hoffnung auf einen raschen Brexit-Kompromiss zog „Cable“ nach oben. EU-Chefunterhändler Michel Barnier bezeichnete eine Einigung noch in dieser Woche als möglich. Laut den Sendern RTÉ und BBC hatte London in der irischen Grenzfrage neue Vorschläge unterbreitet. Bei GBPEUR und GBPUSD bleibt es also spannend.
Erleichterung in Istanbul
Auch bei der türkischen Lira und an der Börse in Istanbul machte sich Erleichterung breit. Denn Broker sahen die Sanktionen der USA nach dem Einmarsch in Syrien als moderat. So erhob Washington einen Zoll von 50 Prozent auf türkische Stahl-Importe und stoppte die Handelsgespräche mit Ankara über Waren im Wert von 100 Milliarden Dollar. Ferner setzte das US-Finanzministerium den türkischen Verteidigungsminister, den Energieminister, ihre beiden Ministerien als Ganzes sowie den Innenminister auf eine schwarze Liste. Damit kann mögliches Vermögen in den USA eingefroren werden, Geschäfte dürfen ihnen gemacht werden. War es das jetzt oder kommt noch etwas? Trader sollten den ISE 100, EURTRY und USDTRY gut im Auge behalten.
Das bringt der Tag
Am frühen Nachmittag eröffnen die US-Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo die Berichtssaison.
Um 14.30 Uhr läuft in den USA der Empire State Index für Oktober ein.
Danach folgt um 15.00 Uhr der Wochenausweis der Europäischen Zentralbank.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!
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