Der Dollar ist das schwarze Schaf auf dem Markt

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Starke Wirtschaft, starke Währung – eine der Lehren der Fundamentalanalyse ist jedem Anleger bekannt. Sollten Anleger bereits im dritten Quartal 2021 über einen Verkauf des US-Dollars nachdenken, wenn alle Wirtschaftsindikatoren auf eine Verlangsamung hindeuten?


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Die Dinge werden tatsächlich sehr viel interessanter. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir versuchen können, solche fundamentalen Aussagen umzuschreiben, wenn sich die Märkte und die Weltwirtschaft verändern. Diese Grundaussage funktioniert, wenn die Geldmenge relativ stabil bleibt und es keine größeren Schwankungen in den Bilanzen der großen Zentralbanken gibt. Aber in unserer Situation strömt das Geld aus allen Richtungen in die Wirtschaft.
Im Laufe des letzten Jahres haben wir gesehen, wie der Aktienmarkt mit einem ständigen Schub durch die Regierung wachsen kann. Unternehmen mit Liquiditätsengpässen bringen Geld in Umlauf, und die Menschen geben die Gratisdollar der Regierung aus. Die meisten großen Unternehmen verzeichnen Rekordumsätze und -gewinne, und dann steigen auch noch die Preise, was alles um sie herum anheizt.
Der S&P500-Index wird inzwischen zu 25 % von großen Technologieunternehmen dominiert, die ihn weiter nach oben treiben. Der Rest der Unternehmen, insbesondere die kleineren, verkaufen sich und sind im Minus. Alles deutet darauf hin, dass dieser Trend früher oder später enden wird.
Der aktuelle Börsenkurs berücksichtigt alle aktuellen Nachrichten und Prognosen der letzten Monate. Im kommenden Herbst wird es mehrere Ereignisse geben, die den S&P500 in aller Ruhe auf die 4300-4200er-Marke und den US-Dollar auf 95 bringen könnten.
Im Vorfeld der Fed-Sitzung. Der Arbeitsmarkt ist im Aufwind und wird auch in Zukunft stark sein. Eine leicht schwächelnde Wirtschaft ist kein Grund, weiterhin Geld in die Märkte zu pumpen, so dass wir davon ausgehen können, dass die Fed 2021 doch noch ein Rettungsprogramm starten wird.
Ein weiterer Faktor, der den USD-Wechselkurs beeinflussen wird, ist die Zinsentscheidung der EZB und die Pressekonferenz, die Aufschluss über die weiteren Maßnahmen der Europäischen Zentralbank im Rahmen ihres Konjunkturprogramms geben wird. Christine Lagarde wird wahrscheinlich weiterhin den Euro drucken, auch wenn viele Länder bereits positiv über ihre Fortschritte bei der wirtschaftlichen Erholung berichtet haben.
Der Herbst wird für alle Anleger eine sehr schwierige Zeit sein, denn ohne starke Katalysatoren wird es eine Reihe von Faktoren geben, die bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen sind. Der Dollar könnte für eine Weile zu einer sicheren Hafenwährung werden, ebenso wie der Schweizer Franken und Gold.

3.30 China Verbraucherpreisindex YTD
13.45 Uhr Zinsentscheidung der EZB
14.30 Uhr Pressekonferenz der EZB zur Geldpolitik


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