Die Erholung lässt auf sich warten

Stock market graph

25.02.2020 – Daily Report. Am Tag danach versucht der DAX zunächst den Rebound. Doch dann dreht er ins Minus. Immerhin arbeiten sich die US-Futures wieder moderat nach oben. Optimisten hoffen, dass die gestern gerissenen riesigen Kurslücken bald geschlossen werden.

Leichtes Minus an der Frankfurter Börse

Zunächst blinkten grüne Kurse auf der Handelsplattform. Am Dienstag griffen einige mutige Investoren wieder zu. Der DAX stieg zum Handelsbeginn bis auf 13.132. Doch zuletzt notierte der Indikator wieder 0,3 Prozent schwächer bei 13.000.

Am Ende des gestrigen Handelstages hatte der Index wegen der Angst vor den Corona-Folgen für die Weltwirtschaft ein heftiges Minus von 4 Prozent auf 13.035 Zähler verbucht. Wir hatten Ihnen an dieser Stelle schon vor Tagen geraten, einen Teil Ihres Kapitals in Protective Puts oder Short-Positionen zu investieren, wenn Sie CFD oder online Aktien handeln.

Gigantische Gaps in den Charts

Gestern hat der deutsche Leitindex zudem ein mächtiges Gap zwischen 13.501 und 13.247 Punkten gerissen. Es ging nach unten bis auf 12.982 Zähler. Bei den US-Indizes sieht es nicht anders aus – hier lauern früher oder später Long-Chancen für mutige Bullen. Denn solche Kurslücken werden normalerweise geschlossen. Die Frage ist nur, wann.

Dow rauscht über 1.000 Punkte nach unten

In den USA sind die Serienrekorde der vergangenen Wochen Geschichte. Der Dow Jones Industrial stand zur Schlussglocke 3,6 Prozent tiefer bei 27.961 Punkten – das war der tiefste Stand seit Mitte Dezember. Ein Tag hat also alle Jahresgewinne locker ausradiert.

Der S&P 500 verlor am gestrigen Montag 3,4 Prozent auf 3.226 Zähler und der Nasdaq 100 taumelte 3,9 Prozent auf 9.080 Zähler ab. Dow und S&P verbuchten ihre größten prozentualen Tagesverluste seit zwei Jahren. Der Nasdaq musste den schwersten Rückschlag seit Ende 2018 hinnehmen. Viele Anleger hoffen jetzt auf die Federal Reserve. So meldete der Broker Gorilla Trades auf dem Blog „Valuewalk“, Bond-Trader gingen nun von zwei oder gar drei Zinssenkungen aus.

Asien hofft auf die Geldspritze

In China ist es nicht anders: Broker in der Volksrepublik hoffen auf ein Eingreifen der Notenbank. So schloss der CSI-300 am Dienstagmorgen nur 0,2 Prozent im Minus bei 4.124 Zählern. Der Nikkei holte nach dem Feiertag den gestrigen Ausverkauf nach und schloss 3,3 Prozent schwächer bei 22.605 Stellen.

Große Adresse macht Kasse bei Gold

Interessanterweise erhielt gestern auch die Krisenwährung Gold einen leichten Dämpfer. Zuletzt kostete die Feinunze aber wieder 0,3 Prozent mehr bei 1.655 Dollar. ZeroHedge wies darauf hin, dass gegen 11.30 Uhr Ostküsten-Zeit über die Futures ein kleiner Ausverkauf begann. Insgesamt wurden gut 3 Milliarden Dollar auf den Markt geworfen. Das Blog machte die Bank for International Settlements in Basel verantwortlich, indem sie die das Bild und die Kontaktdaten des für den Goldhandel verantwortlichen Managers postete.

Hoffen auf die Entspannung in Sachen Corona

Doch war es das jetzt mit der Korrektur an den Börsen? Alles hängt aktuell von Corona ab. Die Ausbreitung in Japan und vor allem in Italien lässt die Anleger sorgenvoll in die Zukunft blicken. In Italien sind erste Geschäfte leergeräumt, die Frage stellt sich, ob auch in Deutschland in Kürze die Angst grassiert. Am Dienstagnachmittag trifft sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Rom mit seinen Amtskollegen, um zu beraten, wie Covid-19 eingedämmt werden soll. Am Treffen nehmen die Minister aus Italien, Österreich, Slowenien, der Schweiz, Kroatien, Frankreich und EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides teil.

Das bringt der Tag

Ansonsten stehen am Dienstag nur wenige kursbewegende Termine an. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst läuft um 16.00 Uhr das US-Verbrauchervertrauen im Februar ein.

Um 22.30 Uhr folgen die wöchentlichen Rohöllagerbestandsdaten des privaten American Petroleum Institute (API).

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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