EUR/USD unter 1,1300. Wie lange wird der Kurs noch fallen?

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Der EUR/USD-Kurs ist zum ersten Mal seit sechzehn Monaten unter die Marke von 1,1300 gefallen, und es sieht nicht so aus, als würde er sich dort lange aufhalten. Wie tief kann der Euro jetzt noch fallen und was treibt ihn nach unten?


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Der US-Dollar legt in der fünften Woche in Folge gegenüber einem Währungskorb rapide zu. Risikoaversion, die Erwartung einer Zinserhöhung und steigende Inflation sind allesamt Katalysatoren für das Wachstum.
In dieser Woche wird die US-Währung durch die Nachricht gestützt, dass Jerome Powell für eine zweite Amtszeit als Fed-Vorsitzender im Amt bleiben wird und wir daher eine Straffung der Geldpolitik im Jahr 2022 erwarten können.
Der EUR bleibt gegenüber dem USD unter Druck, da EZB-Chefin Christine Lagarde in der vergangenen Woche erklärte, dass die Zentralbank es nicht eilig haben wird, strenge Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung umzusetzen. Rechnet man daher noch nicht mit einer Zinserhöhung.
In dieser Woche geht es um die Gefahr einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den europäischen Ländern aufgrund einer neuen Pandemiewelle und möglicher Schließungen.
Der Euro reagierte am Dienstag mit einem lokalen Anstieg auf die führenden Wirtschafts-PMIs, die im Oktober besser als erwartet ausgefallen waren. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Währung diese Position halten kann, da sich bereits abzeichnet, dass sich die Wirtschaftstätigkeit im Dezember abschwächen wird.
Die mit einer neuen Pandemiewelle verbundenen Beschränkungen werden die ohnehin schon schwierige Lieferkette und die Inflationsprobleme noch verschärfen.
Wie tief kann der EUR/USD vor diesem Hintergrund noch fallen? Auf dem Wochenchart zeichnet sich die nächste Unterstützung bei 1,1140 ab. Wenn sie den Rückgang nicht stoppt, könnte das Paar noch tiefer fallen. Das Ziel dürfte bei 1,09-1,10 liegen. Es lohnt sich jedoch nicht, so tief zu gehen, wir sollten es beobachten.
Erwähnenswert ist auch, dass am Mittwoch ein sehr gesättigter Nachrichtenfluss herrschen wird, der das Wachstum des USD gegenüber einem Korb von Währungen, einschließlich des Euro, verlangsamen oder sogar beschleunigen könnte. Danach folgt ein langes Thanksgiving-Wochenende in den USA.
Das Momentum des US-Dollars könnte durch die Daten zu den Verbraucherausgaben, den BIP-Bericht und die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls der letzten FOMC-Sitzung verstärkt werden. Ganz zu schweigen vom wöchentlichen Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA, der wahrscheinlich nicht mehr viel zu bieten hat, nachdem er sich dem Vorkrisenniveau von etwa 260.000 genähert hat.
Der IFO-Index aus Deutschland (ein wichtiger Leitindex zur Bewertung der Aussichten für die größte europäische Volkswirtschaft) und das Protokoll der EZB-Sitzung vom Donnerstag werden dem Euro in den kommenden Tagen ebenfalls lokalen Auftrieb verleihen.
Von der Reaktion des Dollars und des Euros auf diese Nachricht dürfte es abhängen, ob die Unterstützung bei 1,1140 für EUR/USD hält oder ob das Paar weiter fällt.

14.30 US-BIP für das dritte Quartal
20.00 Veröffentlichung des FOMC-Protokolls


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