Euro steigt nach EZB-Sitzung

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EUR/USD legte am Donnerstag zu und stieg nach der EZB-Sitzung auf fast 1,1700. Die Zentralbank ließ ihre Geldpolitik erwartungsgemäß unverändert. Warum also hat die europäische Einheitswährung zugelegt und wie lange kann der Anstieg anhalten?


EUR/USD

EURUSD

Die EZB-Sitzung fand wie erwartet ohne Änderungen der geldpolitischen Parameter statt. In einem solchen Fall wird in der Regel eine Erklärung der Zentralbank erwartet, dieses Mal zur Inflation und den damit verbundenen Plänen.
Die Europäische Zentralbank setzt nun ihre ultralockere Geldpolitik fort. Neben dem Zinssatz von 0,0 % bleibt das Pandemic Emergency Prediction Program (PEPP) in der Region in Kraft. Die Druckerpresse läuft auf Hochtouren, um die Wirtschaft in Gang zu halten.
Das wäre in Ordnung, aber die Inflation, die jahrelang am Rande der Deflation in der Eurozone stand, ist auf ein noch nie dagewesenes Niveau gestiegen. Im September stieg sie auf 3,4 % und wird im Oktober voraussichtlich 3,7 % betragen. Das Ziel liegt bei 2,0 bis 2,5 %.
Normalerweise beginnen die Zentralbanken in solchen Situationen, ihre Geldpolitik zu straffen. Doch bisher wurde die quantitative Lockerung nicht wirklich eingeschränkt, und es gibt keine Anzeichen für eine Zinserhöhung.
Warum? Weil einige EZB-Mitglieder immer noch der Meinung sind, dass der Anstieg der Inflation nur vorübergehend sein wird, da er hauptsächlich durch Unterbrechungen der Lieferkette verursacht wird.
Auf der Pressekonferenz nach der Sitzung sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die gesamte Sitzung dem Thema Inflation gewidmet war. Es wurde aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert und man kam zu dem Schluss, dass sich der Verbraucherpreisindex bis 2022 wieder normalisieren sollte.
Warum ist der Euro gestiegen? Vielleicht, weil der Euro bereits vor der Sitzung in dieser Woche aufgrund von Erwartungen gefallen war. Jetzt hat er seine Verluste aufgrund der Fakten wieder aufgeholt.
Außerdem wird erwartet, dass Christine Lagarde im Dezember endlich eine Drosselung der Stimulierungsmaßnahmen ankündigen wird, obwohl das PEPP im März auslaufen soll. In der Zwischenzeit gibt es auf dem Markt noch wenig Hoffnung, dass die EZB die Gefahren einer steigenden Inflation unterschätzt. Das bedeutet, dass sie die Zinssätze bis Ende nächsten Jahres anheben könnte.
Und wie sieht es mit den lokalen Zielen aus? Wie lange wird der EUR/USD-Anstieg anhalten?
Das Paar konnte die wöchentlichen Verluste wieder wettmachen und näherte sich einem starken Spiegelwiderstand bei 1,1700. Im Oktober war es dem Kurs nicht gelungen, über diese Marke zu steigen. Sollte ein Ausbruch auch dieses Mal scheitern, könnte der EUR/USD auf das Monatstief bei 1,1500 zurückfallen.
Im Falle eines Durchbruchs und einer Konsolidierung über 1,1700 wird das Paar den Weg für eine weitere Erholung frei machen. Das nächstgelegene Ziel wäre die Marke von 1,1900.

02.30 Australische Einzelhandelsumsätze für September
11.00 Verbraucherpreisindex der Eurozone für Oktober


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