Was braucht es, damit Aktien fallen?

Morning Stock News

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Am Mittwoch, den 28. Oktober endeten die Aktienmärkte weltweit mit einem schweren Einbruch. Was war der Auslöser? Könnte es sein, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeschlagen hat, im November Bars und Restaurants zu schließen, um den Aufwärtstrend der Infektionen umzukehren? Oder dass Frankreich die Einführung einer zweiten nationalen Quarantäne plant? Oder vielleicht die Daten, dass die Seuchenrate in den USA auf dem höchsten Stand seit August ist? Natürlich nicht!

S&P 500

S&P 500

Der wahre Grund für den Rückgang ist ganz und gar derselbe, da die Märkte seit dem Frühjahr wachsen – das neue Geld, das die US-Notenbank unkontrolliert druckt. Alle warteten auf ein neues Maßnahmenpaket von 2 Billionen Dollar zur Stützung der US-Wirtschaft. Die Republikaner sollten in der Lage sein, den Gesetzentwurf noch vor den Präsidentschaftswahlen voranzutreiben, um Donald Trump zu helfen.
Doch die Hoffnungen scheiterten, nachdem Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im Senat, ankündigte, dass das Oberhaus des Kongresses seine Arbeit erst am 9. November wieder aufnehmen würde. Und es wird möglicherweise kein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft mehr geben. Schließlich hat Donald Trump wiederholt erklärt, dass er seinen Verlust bei den Präsidentschaftswahlen nicht zugeben werde.
Was alle Experten seit mehreren Monaten sagen, geschieht jetzt. Es gibt einfach niemanden, der Aktien zu diesen Preisen kaufen kann, ohne dass neues, leeres Geld auf die Märkte kommt. Die Anleger haben beschlossen, innezuhalten und auf Nachrichten aus den USA zu warten, wer der nächste Präsident sein wird. In naher Zukunft ist mit einer weiteren Korrektur an den Aktienmärkten zu rechnen.


Öl

Auch die Ölpreise sind am Mittwoch eingebrochen. Man fragt sich, warum dies nicht schon früher geschehen ist. Leeres Zentralbankgeld wird die reale Nachfrage, die durch die zweite Coronavirus-Welle wieder zu schrumpfen beginnt, in keiner Weise beleben.
Es scheint, dass die Händler den negativen Ölpreis, den wir erst kürzlich gesehen haben, bereits vergessen haben. Das bedeutet, dass eine starke Abwärtsbewegung, selbst auf Niveaus von 20-25 USD pro 1 Barrel, eine neue riesige Welle von Margin Calls auslösen wird.


Was erwartet uns heute?

04.00 Entscheidung der Bank von Japan zum Zinssatz
13.30 Jährliche US-BIP-Daten für Q3
13.45 EZB-Zinsentscheidung
14.30 EZB-Pressekonferenz zur Geldpolitik


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