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Der DAX zeigt Widerstandskraft

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03.12.2019 – Daily Report. Gegenbewegung nach dem Abverkauf: Der DAX zieht am Dienstagvormittag wieder an. Tags zuvor hatten die Anleger nach einem soliden Start wegen neuer Zoll-Drohungen aus den USA die Reißleine gezogen. Diesmal stand nicht nur China im Fadenkreuz.

Frankfurt zieht wieder an

Nach den Verlusten an den Börsen der Welt vom Vortag geht es zuletzt wieder aufwärts: Der DAX legte am Dienstagmorgen 0,7 Prozent zu auf 13.060 Zähler. Am gestrigen Montag hatte der deutsche Leitindex den Handel noch fest begonnen, um dann zusammen mit der Wall Street nachzugeben. Der DAX rutschte erstmals seit Anfang November wieder unter die Marke von 13.000 Zählern. Der amerikanische Angstindikator VIX zog um 18,15 Prozent an auf 14,91 Punkte.

Angst vor dem globalen Handelskrieg

Die Kurse gingen in die Knie, weil die Anleger einen globalen Handelskrieg befürchteten. So kündigte US-Präsident Donald Trump via Twitter Strafzölle auf argentinischen und brasilianischen Stahl und Aluminium an. Washington wirft den beiden lateinamerikanischen Staaten vor, ihre Währung zu manipulieren, um die Exporte zu stützen. Kurz danach bezeichnete die amerikanische Regierung die französische Digitalsteuer als „diskriminierend“ gegenüber großen amerikanischen Internet-Konzernen. Daher stehen nun Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf französische Importe im Wert von rund 2,4 Milliarden Dollar im Raum. Da sind wir doch gespannt auf die News vom NATO-Gipfel.

Die Causa China

Und dann war da noch China. Nicht nur die oben beschriebenen neuen Zölle verstärkten die Anleger in ihrer Skepsis, dass es vielleicht doch nichts wird mit Phase 1. Denn zum einen verkündete die zur kommunistischen Partei gehörende „Global Times“, dass China bald eine „unreliable entity list“ vorbereite, also eine Liste unerwünschter US-Firmen und Personen. Ferner bekräftige US-Handelsminister Wilbur Ross im Gespräch mit Fox News, dass es allein an China liege, ob es noch in diesem Jahr einen Zoll-Deal geben werde oder nicht. Falls sich Peking sträube, würden in jedem Fall zum 15. Dezember die Strafzölle erhöht. China will aber unbedingt, dass vor einem Deal alle bestehenden Zölle zurückgenommen werden – womit aber die USA ihr effektivstes Zwangsmittel aus der Hand legen würden.

Gemischte Tendenz in Asien

Im Reich der Mitte griffen die Schnäppchenjäger am Dienstag zu: Der CSI-300 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.851 Zähler. In Tokio rutschte dagegen der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 23.379 Punkte ab.

New York unter Schock

Angesichts der gestrigen News schloss der Dow Jones Industrial mit minus 1,0 Prozent bei 27.783 Punkten und damit nur knapp über seinem Tagestief. Der S&P 500 verlor 0,9 Prozent auf 3.113 Zähler. Der Nasdaq Composite rutschte um 1,1 Prozent auf 8.568 Punkte.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Dienstag nur wenig wirklich bedeutende Events, den Überblick finden Sie wie immer hier:Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Ängstliche Investoren treiben die Volatilität in die Höhe

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Gold   1460,66
(-0,12%)

EURUSD   1,1076
(+0,01%)

DJIA   28815,50
(+0,10%)

OIL.WTI  56,21
(+0,46%)

DAX   12995,97
(+ 0,01%)

Am Montag waren die Märkte schockiert von Trumps Behauptungen, dass die Zölle auf Metalleinfuhren aus Argentinien und Brasilien wieder eingeführt werden. Dies löste große Ängste aus und veranlasste die Anleger Gewinne mitzunehmen.

DAX Tages-Chart

DAX daily chart

Bitcoin erholt sich von seinen Verlusten. BTC-Futures haben an Bakkt und Bitmex einen neuen Rekordumsatz aufgestellt und erreichten an einem Tag 5 Milliarden Dollar. Die Investoren sind sich einig, dass Bitcoin sich von einem spekulativen zu einem stabilen Vermögenswert entwickelt. Wenn es BTC gelingt 7780 $ zu erreichen und dort zu bleiben, wird die Straße zu 8500 $ offen bleiben.

EUR/USD

Die positiven Daten zum Index der Produktionstätigkeit in ganz Europa waren ein dringend benötigter Wachstumstreiber für den Euro. Der USD kapituliert nach negativen Nachrichten aus den USA mit einem Anstieg des Euros um 0,5% bei 1,1075.

GOLD

Gold endete am Montag mit gemischten Ergebnissen. Es scheint, dass der Preis nach einem Rückgang an der Aktienbörse steigen sollte, aber das ist nicht passiert. Die Anleger kaufen nach wie vor lieber Währungen, als das Edelmetall. Vielleicht brauchen sie mehr Zeit: Gold könnte während der nächsten Trading-Session wieder wachsen.

INDIZES

Die globalen Indizes gaben am Montag nach den starken Aussagen von Trump zu den Metallimportzöllen nach. Auf den globalen Märkten entschieden sich die Anleger für Gewinnmitnahmen. Der Trend kann sich fortsetzen, da die Märkte im November ein starkes Wachstum zeigten. Der S&P500 verlor 1%, der Dow Jones 0,8% und der DAX 2%.

Was kommt als nächstes?

4:30 Entscheidung der Reserve Bank of Australia über den Zinssatz
10:30 UK: Bautätigkeitsindex

 


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Boerse handel

Steigende Kurse in Frankfurt

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02.12.2019 – Daily Report. Verkehrte Welt an der deutschen Börse: Trotz einer neuen, offensiven Forderungen aus China im Zollstreit greifen die Anleger zu. Einige Broker verwiesen auf starke Daten aus dem Reich der Mitte.

Der DAX zieht an

Die Anleger in Frankfurt waren am Montagmorgen optimistisch gestimmt – der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 13.325 Zähler. Der Blick zurück fällt überwiegend freundlich aus: Trotz der anhaltenden Seitwärtsrange hat der DAX im November immerhin 2,9 Prozent zugelegt. Eine freudige Rendite, wenn Sie online Aktien handeln. Und eher eine geringe Ausbeute, wenn Sie CFD handeln. Übrigens schaffte der deutsche Börsenindikator im November das dritte Monatsplus in Folge.

China will es wissen

Interessanterweise hakte der weltweite Handel am Montagvormittag eine Meldung aus Peking mit einem Schulterzucken ab, die eigentlich nach einem echten Stopper im Zollstreit aussieht. Denn laut der zur Kommunistischen Partei gehörenden „Global Times“ fordert China nun die Rücknahme der bestehenden Zölle zur Beilegung des Handelsstreits mit den USA. Allein eine Zusage der Amerikaner, auf neue Zölle zu verzichten, die für Mitte Dezember geplant seien, reiche nicht aus. Damit haben die Chinesen offiziell das News-Embargo rund um die Verhandlungen gebrochen und öffentlich verkündet, was sie wollen.

Da dennoch die Futures auf S&P 500 und Dow Jones am Morgen um 0,4 Prozent stiegen, lässt dies nur drei Interpretationen zu. Entweder der Markt glaubt dem mitunter recht vollmundigen Hardliner- Blatt nicht. Und die Hoffnung ist nicht gestorben, beispielsweise, weil es noch immer keine echten Gegenmaßnahme aus Peking nach den Pro-Demokratie-Gesetzen in den USA in Bezug auf Hongkong gibt. So hat das chinesische Außenministerium das Anlegen von US-Kriegsschiffen in Hongkong untersagt und Strafen gegen amerikanische Hilfsorganisationen verhängt. Die Handelsgespräche sind aber nicht betroffen. Oder die Broker gehen davon aus, dass US-Präsident Donald Trump nachgibt, um die Börse nicht vor der US-Wahl in Turbulenzen zu stürzen. Oder aber einige Anleger wissen schon wieder mehr. Warten wir es ab.

Gewinne in Asien

Die Asienbörsen zogen an. Wobei das unerwartet kräftige Plus der chinesischen Industrie die Anleger erfreute. So kletterte der Caixin/Markit-Index auf 51,8 Punkte, im Oktober hatte er noch 51,7 erreicht. Der CSI-300 hielt sich 0,1 Prozent im Plus bei 3.833 Zählern. Der Nikkei schloss sogar 1 Prozent höher bei 23.530 Punkten. Für Rückenwind sorgte der etwas schwächere Yen.

Keine Rabattjagd an der Wall Street

Am Freitag waren nur wenige US-Anleger auf Schnäppchenjagd gewesen. Im verkürzten Handel nach Thanksgiving hatten sich viele US-Broker vorsichtig wegen des Zollstreits gezeigt. Auf dem Parkett warteten viele, ob Peking vielleicht am Weekend doch Gegenmaßnahmen auf die Unterzeichnung der Pro-Hongkong-Gesetze durch US-Präsident Donald Trump verkünden werde.

Der Dow Jones Industrial gab 0,4 Prozent nach auf 28.051 Zähler. Im November hatte der Dow eine Rendite von 3,7 Prozent erzielt. Der S&P 500 verlor am Freitag ebenfalls 0,4 Prozent auf 3.141 Stellen. Seine November-Bilanz liegt bei plus 3,4 Prozent. Der Nasdaq 100 gab zum Wochenschluss 0,5 Prozent nach auf 8.404 Punkte. Zuvor hatten die Indizes vier Tage in Folge im Plus geschlossen und nebenbei auch gleich neue Allzeithochs markiert.

Nach Black Friday lauern die Bären

Bleibt ein Blick auf den Shopping-Wahnsinn am Black Friday und am heutigen Cyber Montag – beide Tage gelten als wichtige Gradmesser für das Weihnachtsgeschäft. Wie das „Wall Street Journal“ gerade meldete, bereiten sich die Bären auf ein Fressfest vor. Die Short-Seller hätten die Wetten gegen die Brick-and-Mortar-Retailers erhöht, das sind die Händler, die vor allem in Geschäften und nicht online ihre Waren verkaufen. So hätten laut der Finanzdaten-Firma S3 Partners die Short-Positionen auf den SPDR S&P Retail in der vergangenen Woche 441 Prozent der verfügbaren Fondsanteile ausgemacht. Wir sind gespannt, ob die erwartete Baisse eintritt oder nicht.

Dissens in der OPEC

Auch im Energiemarkt wächst die Spannung – in dieser Woche berät die OPEC über Förderkürzungen. Das Kartell und seine Alliierten treffen sich am 5. und 6. Dezember in Wien. Die gerade eingetroffenen Signale sind eher bearish. So meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider, Saudi Arabien verliere allmählich die Geduld mit den Tricksern und sei vielleicht nicht länger bereit, seine Förderung zu senken, weil andere Länder ihre Quoten überziehen. Zudem plädierte Russland für mehr Geduld bei einer Entscheidung über die weitere Förderpolitik. Für Verhandlungen über dieses Thema sei es noch zu früh, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag laut der Nachrichtenagentur Tass. Immerhin laufe die aktuelle Vereinbarung über Ölfördermengen noch bis Ende März.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover
Spannend wird es um 15.00 Uhr für Euro und Staatsanleihen. Dann liefert die neue EZB-Chefin Christine Lagarde bei der Econ-Anhörung des Europäischen Parlaments eine Erklärung ab.
Zeitgleich läuft der EZB-Monatsbericht für November ein.
Um 15.45 Uhr läuft in den USA der ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie im November über die Ticker.
Und um 16.00 Uhr laufen die Bauausgaben im Oktober ein.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Hat die Christmas-Rallye schon begonnen?

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Gold   1460,22
(-0,24%)

EURUSD   1,1018
(+0,04%)

DJIA   28147,50
(+0,36%)

OIL.WTI  56,04
(+1,14%)

DAX   13229,46
(+ 0,01%)

Ende vergangener Woche gab es keine Neuigkeiten mehr über die Handelsgespräche. Das Gezänk zwischen den USA und China wird einfach nicht enden. Auch die Unruhen in Hongkong helfen nicht weiter. Insgesamt wirken sich diese Probleme negativ auf die Märkte aus und ziehen die Indizes nach unten.

Brent Tages-Chart

Brent day chart

Für Bitcoin war das Ende der Handelswoche viel besser als sein Anfang. BTC schaffte es, über 7000 Dollar zurückzukehren und um die 7500-Dollar-Marke sich zu festigen. Der Kryptomarkt ist viel kleiner als herkömmliche Märkte, was es einfacher macht, ihn zu manipulieren. Obwohl Bitcoin eine Aufwärtsbewegung zeigt, könnte dies sehr wohl eine Korrektur innerhalb des allgemeinen Abwärtstrends sein.

EUR/USD

Der Verbraucherpreisindex im Euroraum hat sich auf 1 % beschleunigt, was höher ist als erwartet. Trotz dieser Nachricht konnte das Paar nicht wachsen. Die Schwäche des Euro bleibt nach wie vor. Das Fehlen einer signifikanten Bewegung zeigt, dass der Markt ausgeglichen ist und dass sowohl die Bullen als auch die Bären mit dem aktuellen Preis von 1,10 Dollar zufrieden sind.

GOLD

Gold beendete den November in den roten Zahlen, nachdem es 3,24% verloren hatte. Es gibt einen Mangel an Verkäufern auf dem Markt, und es ist durchaus möglich, dass Gold das Jahr bei 1500 Dollar beenden wird. Die sich verschlechternden Beziehungen zwischen China und den USA zwingen Investoren, in Vermögenswerte wie Gold zu flüchten.

INDIZES

Der Freitag hat gezeigt, dass die Märkte derzeit leicht zu erschrecken sind. Nach dem Feiertag reagierten die US-Märkte verspätet auf die Nachrichten vom Donnerstag. Der S&P500 verlor 0,4% und schloss bei 3140. Insgesamt verzeichneten die Märkte in den USA im November ein gutes Wachstum, so dass beim jüngsten Einbruch nur große Player Gewinn hätten erzielen können.

Was kommt als nächstes?

2.45 China: Index der Produktionstätigkeit
9.55 Deutschland: Index der verarbeitenden Gewerbe
10.30 UK: Index der verarbeitenden Gewerbetätigkeit
16.00 US: Index der Produktionstätigkeit

 


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Stock trading

Die Börsianer bleiben vorsichtig

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29.11.2019 – Daily Report. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich im Seitenaus. Zum einen gibt es wegen Thanksgiving keine Vorgabe von der Wall Street. Zum anderen sorgt sich der Aktienmarkt über Chinas Zorn wegen der US-Unterstützung für die Demonstranten in Hongkong.

Die Kurse in Frankfurt bröckeln

Der DAX ist auch am Freitagmorgen zunächst nicht vorangekommen: Der Indikator tauchte ab bis auf 13.168 Zähler, fing sich dann aber wieder. Zuletzt notierte der Leitindex noch 0,2 Prozent schwächer bei 13.226 Stellen. Auch EURUSD hielt sich lethargisch bei 1,1009.

Die Anleger erwarten nur wenige neue Impulse, da die US-Börse heute nur verkürzt handelt. Erst in den kommenden Tagen dürfte neuer Schwung auf dem Parkett herrschen, weil die Börsianer die Zahlen zum Mega-Shopping-Event Black Friday in den USA analysieren. Derweil hat der deutsche Einzelhandel im Oktober deutlich geringere Umsätze als erwartet verzeichnet. Alle Daten finden Sie hier: Market Mover

Immer nur seitwärts

Wenn Sie online Aktien handeln, dann gratulieren wir Ihnen ansonsten zu Ihren guten Nerven. Denn in diesem Monat hat sich an der deutschen Börse fast gar nichts bewegt: Seit Anfang November läuft der Leitindex in einem Korridor zwischen 13.000 und 13.400 Punkten seitwärts. Immerhin wurde in diesem Zeitraum auch das Jahreshoch bei 13.374 Punkten erreicht. Doch das Allzeithoch von 13.596 Punkten aus dem Januar 2018 ist aber noch ein gutes Stück entfernt. Wenn Sie CFD handeln, dann kümmert sie dies natürlich nicht, da Sie dank des Hebels noch immer gute Chancen auch bei kleineren Bewegungen haben.

Angst vor Chinas Zorn

Broker verwiesen als aktuellen Belastungsfaktor auf die befürchtete Gegenreaktion der Chinesen wegen der Unterzeichnung der Gesetze zur Unterstützung der Pro-Demokratie-Bewegung in Hongkong durch US-Präsident Donald Trump. Möglicherweise könnten nun die Handelsgespräche zwischen China und den USA entgleisen. Vielleicht ist solch eine Vorsicht im weltweiten Handel weise; vielleicht ist sie nur hysterisch. Denn letztlich ist erst einmal gar nichts passiert – wie das brilliante „Wall Street Journal“ (WSJ) gerade analysierte.

Laut WSJ richtet sich der Fokus der chinesischen Behörden nun auf die Frage, ob Amerika tatsächlich Sanktionen einleitet. Die würden aber wohl gut ein halbes Jahr dauern. Peking habe ferner mit Interesse den Passus im Statement von Trump vernommen, wonach er auf seine angestammte Führungsrolle in der Außenpolitik verwies. Ungeachtet all der geäußerten Empörung wolle China weiter einen Zoll-Deal, um den Druck auf die schwächelnde heimische Wirtschaft zu lindern. Was zufällig mit dem Interesse Trumps zusammenfalle, die Chancen für seine Wiederwahl zu erhöhen. Die WSJ-Autorin Lingling Wei merkte ferner an, der US-Präsident habe nicht von ungefähr den Abend vor Thanksgiving für die Unterzeichnung gewählt, weil sich dann die Amerikaner auf das große Fest vorbereiten und die Sache dann eher untergehe. Zudem hat laut WSJ die chinesische Führung positiv den Passus in Trumps Erklärung registriert, in dem er seinen Respekt für Chinas Präsident Xi Jinping aussprach.

Theaterdonner oder Gegenreaktion?

Interessanterweise habe auch der zornige Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, jüngst auf die Frage eines Journalisten, ob die Unterzeichnung nun die Handelsgespräche negativ beeinflusse, eben gerade das NICHT gesagt – sondern ausweichend verlangt, dass die USA die Gesetze nicht in Kraft setzen, weil dies die bilateralen Beziehungen und die Kooperation auf wichtigen Gebieten unterminieren könne.

Das Journal zitierte auch Wang Yong, Professor für internationale Angelegenheiten an der Universität Peking: Die Gesetze hätten zwar die Stimmung verschlechtert, dürften aber die Handelsgespräche nicht negativ beeinflussen. Wir vermuten, dass ein Professor an einer staatlichen Uni ein paar Hintergründe aus dem Politbüro kennt. Das WSJ konstatierte weiter, dass nun viel davon abhänge, ob sich die Demonstranten in Hongkong durch Washington ermutigt sehen, ihre Proteste zu eskalieren. Warten wir es also ab.

Asien setzt zurück

Wie auch immer: Die Anleger gingen erst einmal auf Nummer sicher. Die Red Chips im CSI-300 setzten um 0,9 Prozent zurück auf 3.829 Zähler. Der Hang Seng verlor 2 Prozent auf 26.346 Punkte. Händler vermuteten auch, dass Investoren zum Monatsende Gelder aus China und vor allem Hongkong abziehen. Der Nikkei-Index büßte 0,5 Prozent auf 23.294 Punkte ein. Anleger reagierten enttäuscht auf die Daten zur japanischen Industrieproduktion im Oktober – sie ist so rasant gesunken wie zuletzt Anfang 2018. Konkret rutschte der Ausstoß im Vergleich zum September um 4,2 Prozent, wie das Handelsministerium in Tokio mitteilte.

Das bringt der Tag

Wie erwähnt sind die Impulse aus Amerika zum Wochenschluss gering. An der Wall Street wird nur ein verkürzter Handel bis 19.00 Uhr stattfinden. Der Anleihenmarkt schließt um 20.00 Uhr.

Ansonsten läuft um 15.45 Uhr der Einkaufsmanagerindex Chicago für November ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Weekend!


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Morning Stock News

China sieht neue Probleme bei den Handelsgesprächen

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Gold   1458,68
(+0,19%)

EURUSD   1,1011
(+0,01%)

DJIA   28056,50
(-0,18%)

OIL.WTI  58,00
(-0,41%)

DAX   13256,48
(+ 0,01%)

Donald Trump entschied sich die Forderungen seiner chinesischen Partner zu ignorieren und unterzeichnete zwei Gesetze, die die Rechte der Demonstranten in Hongkong unterstützen. Solche Handlungen verwirren die Anleger; außerdem sind alle Prognosen für die Unterzeichnung des ersten Teils des Handelsabkommens nun nicht mehr aktuell.

Brent Tages-Chart

Die Ölpreise sinken weiter, angetrieben von der Befürchtung, dass die Gespräche zwischen den USA und China scheitern könnten. Auch die Hoffnung, dass die OPEC-Länder die Produktionskürzungen im Dezember ausweiten, schwindet. Einige der OPEC-Mitglieder erklärten, dass die Diskussion auf März verschoben werden sollte. Der Januar-Brent Future wurden am Donnerstag bei 63 $ pro Barrel gehandelt.

EUR/USD

Geringe Handelsvolumina aufgrund des Feiertags in den USA halten den Euro in einer engen Spanne. Das Paar hat sich nahe der Marke von 1,10 konsolidiert. Da die frischen deutschen Inflationsdaten nicht gut sind, gibt es keinen Grund für ein Wachstum des Währungspaares. Die pessimistische Stimmung ist vorherrschend.

GOLD

Gold blieb am Donnerstag unter Druck, und jetzt besteht die Chance, dass es das monatliche Tief von $1445 pro Unze testen wird. Die aktuellen Komplikationen in den Handelsgesprächen verhindern, dass Investoren die richtige Richtung finden. Die positive US-BIP-Statistik hatte unterdessen keinen Einfluss auf den Goldpreis.

INDIZES

Da die US-Märkte am Donnerstag geschlossen wurden, verging der Tag ohne größere Zwischenfälle. Die europäischen Märkte schlossen zur Vorbereitung auf den Schwarzen Freitag leicht im Minus. Der DAX verzeichnete einen leichten Rückgang von seinem Allzeithoch und schloss bei 13245.

Was kommt als nächstes?

8:00 UK: Landesweite Wohnungspreise für 2019
9:55 Deutschland: Veränderung der Zahl der Arbeitslosen
11:00 EU: Verbraucherpreisindex seit Anfang 2019
14:30 Kanadisches BIP

 


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Der Krypto-Krieg hat begonnen

Der Krypto-Krieg hat begonnen

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28.11.2019 – Special Report. Die digitalen Währungen stehen nach den jüngsten Razzien in China unter Druck. Gefahren drohen auch aus Europa und den USA. Denn Bitcoin, Ethereum und co. sind letztlich nichts anderes als eine Kampfansage von international vernetzten Teilnehmern an das Geldmonopol des Staates. Und daher inakzeptabel für die Politik. Der Fall China belegt dies besonders eindrucksvoll.

Bitcoin-Blutbad

Die vergangenen Wochen haben den Bitcoin-Bullen einiges abverlangt: Die weltweit populärste Digitalwährung rutschte am Montag ab bis auf 5.936 Euro. Im Juni hatte das Zwischenhoch bei 11.340 Euro gelegen. Zuletzt setzte eine leichte Erholung ein, Bitcoin wechselte für rund 6.800 Euro den Besitzer.

BTCUSD

Wie das Blog Coin Dance unter Berufung auf die Hash Rate konstatierte – das ist die Computer-Power, die das Bitcoin-Netzwerk am Laufen hält – hat die Community trotz der Attacke in China keineswegs kapituliert. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Cyberdevisen unter dem regulatorischen Radar fliegen. Doch China gilt als der wichtigste Markt weltweit – entsprechend hatten die jüngsten Vorgänge im Reich der Mitte Signalwirkung.

Das Imperium schlägt zurück

Das Blog CoinTelegraph meldete vorige Woche, dass in China agierende Krypto-Firmen zuletzt einem verstärkten Fahndungsdruck ausgesetzt waren. Am vergangenen Donnerstag sollen die Behörden die Büros von Binance und Bithumb gestürmt haben, was beide bestritten. Die Publikation „Sanyan Finance“ meldete, in Shenzen seien Razzien bei 39 Unternehmen gelaufen. Zudem hatte die People’s Bank of China am 21. November mitgeteilt, dass sie nun verstärkt gegen die Branche vorgehen werde. Außerdem warnten die Währungshüter Investoren vor einer Geldanlage in diesem Sektor. Miner und Händler sind also ins Visier geraten. Peking hatte jüngst Vermutungen über die Auflage einer eigenen, staatlich gestützten Krypto-Währungen angefeuert – weswegen wohl nun die nicht kontrollierbaren Konkurrenten ausgeschaltet werden sollen.

War nicht so gemeint

Dabei hatte es für die Krypto-Bullen gerade wegen China noch Ende Oktober so gut ausgesehen. So zog Bitcoin kurz über 10.000 Dollar oder 8.359 Euro an, als Chinas Präsident Xi Jinping laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV die Blockchain-Technologie in höchsten Tönen lobte. Die Volksrepublik solle eine führende Rolle in diesem Sektor einnehmen. War damit China wieder auf einen pro-Krypto-Kurs eingebogen? Wohl kaum: Wie der Branchen-Blog BTC-Echo konstatierte, ging es Xi eher um die Blockchain-Technologie als um Bitcoin. Das sehen wir auch so: Peking will einen kontrollierbaren E-Yuan, nicht aber all die anderen Krypto-Währungen.

Peking macht ernst

Erst im vorigen Sommer hatte China laut Recherche von CNBC den Kurs gegen Digitalwährungen verschärft. Schon 2017 hatte China den Verkauf von „initial coin offerings” verboten. Im August 2018 warnten die Behörden – darunter die chinesische Notenbank und der staatliche Finanzmarktregulierer – vor illegalen Kapitalsammlungen für Cryptocurrencies; der Business-Distrikt Chaoyang in Peking verbot die Kryptos ganz.
Gleichzeitig haben lokale chinesische Regierungen laut CNBC von 2016 bis Mitte 2018 rund 3,6 Milliarden Dollar in Kryptos investiert. Zugleich blieb der Handel mit Bitcoin in China weitgehend erlaubt. Dennoch hätten viele chinesische Firmen ihre Zentrale ins Ausland verlegt, aber weiter in der Volksrepublik gearbeitet. Und mit dem regen Interesse in den USA, Japan und Südkorea zog Bitcoin Ende 2017 an auf 19.000 Dollar, respektive 16.376 Euro.

Kampf gegen die Kapitalflucht

Dass solche Höhen noch einmal erreicht werden, ist fraglich. Denn wer sich ein wenig mit China oder anderen Autokratien auskennt, der weiß, was die Politik dort umtreibt: Peking will vor allem die Kapitalflucht eindämmen. Und die läuft bestens über Bitcoin. Viele Chinesen haben zurecht Angst vor einer Entwertung des Yuan – deswegen suchen sie nach Alternativen, die sie außer Landes schaffen können. Den Schmuggel von Bargeld oder Münzen kann der Zoll eindämmen. Internationale Bank-Transfer unterliegen der Kapitalmarkt-Kontrolle. Digitale Währungen dagegen entziehen sich komplett dem Zugriff des Staates – weil tausende Computer überall auf der Welt die Aufsicht schlicht umgehen.
Für die Politik eine Katastrophe – Peking hätte gerne die Milliarden, die aus dem Land fließen, zuhause investiert. Und auch gleich den Korruptionssumpf trockengelegt. Ähnlich ist es in Russland, wo Unsummen nach London oder in die Schweiz transferiert werden. Über digitale Geldbörsen werden zudem Einnahmen aus kriminellen Geschäften verrechnet, wie schon das FBI warnte. Die Kryptos stehen auch einer staatlich gelenkten Geldmengensteuerung im Wege – in China, Russland, Europa oder den USA das Mittel der Wahl zur Stimulierung der heimischen Wirtschaft.

Du sollst keine Geld-Götter neben mir haben

Den Ausweg aus der Krypto-Misere bietet für die Politik die Blockchain-Technologie. Das war es, was Xi Jinping meinte: Wenn über E-Yuan akribisch aufgelistet wird, wer welche Summe an Devisen transferiert hat, ist es aus mit dem Cash-Drain. Nicht von ungefähr hat gerade auch die Türkei Pläne für die digitale Lira bekanntgegeben – sie würde der Schwindsucht der Lira wohl ein Ende bereiten. Erste Tests sollen Ende 2020 laufen, Mitte 2025 soll die türkische E-Währung eingeführt sein.
Die Diskussionen in Deutschland über die Abschaffung des Bargeldes laufen übrigens in die gleiche Richtung. Wer Scheine in der Tasche hat, kann steuerfrei Schwarzarbeiter bezahlen; wer in Münzen investiert, kann sie vor dem Fiskus in der Schweiz verstecken. Das will kein Politiker. Und auch jenseits des Atlantiks haben die Pläne von Facebook für Libra oder Stablecoin für hochgezogene Augenbrauen gesorgt. Konkret warnte die Federal Reserve in ihrem Financial Stability Report am 15. November davor, dass ein unregulierter Stablecoin Risiken mit sich bringen werde.

Kursziel Null für alle Kryptos?

Unser Fazit: Wir dürfen uns auf einen globalen Backlash der Regulierer gegen Bitcoin und co. einstellen. Die Politik wird nicht für alle Zeit zulassen das es eine eigene Parallelwährung im Internet geben wird. Wie lange der Feldzug gegen die mittlerweile rund 100 Digitaldevisen dauert, weiß niemand. Zumal es schwierig ist, eine dezentral organisierte Armada aus global aufgestellten Servern zu versenken. Doch ein Land nach dem anderen dürfte den Markt austrocknen und eine eigene Digitalwährung einführen. Letztlich läuft das auf den Exitus aller alternativen Angebote hinaus.

Bullishe Gegenbewegung jederzeit möglich

Natürlich wird der Niedergang von Ausbrechern nach oben begleitet werden. Jedesmal, wenn eine große Bank umzukippen droht und die Anleger ihr Geld retten wollen, werden Bitcoin und co. anziehen. Immer dann wenn sich herausstellt, dass die digitale Regulierung wegen technischer Hürden nicht weiterkommt, werden die Kurse wieder steigen. Zumal die Sehnsucht der Anleger nach einem Geld, das nicht durch die Notenbanken manipuliert werden kann, im Zuge der Nullzinspolitik anhalten dürfte.
Zudem könnte noch eine Menge an altem Geld in die neue Digitalwelt fließen. Gerade hat der frühere Goldman-Banker Mike Novogratz zwei neue Krypto-Fonds aufgelegt, wie Bloomberg berichtet. Seine Galaxy Digital Holding konzentriert sich auf solvente Anleger mit 2 bis 25 Millionen an freiem Kapital. Galaxy will konkret diejenigen Investoren im Alter zwischen 50 und 80 Jahren ansprechen, die sich bislang von diesem Markt ferngehalten haben. Wobei fraglich ist, ob konservative Investoren in ein solch volatiles Asset investieren.
Wie auch immer die Sache ausgeht: Die Bernstein-Bank behält das spannende Thema für Sie im Auge und wünsche Ihnen erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

China Börsenachrichten

Peking stoppt den DAX

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28.11.2019 – Daily Report. Das kennen die deutschen Aktionäre schon: Die Wall Street zieht an und markiert neue Rekorde. Trotzdem kommt der DAX nicht in die Gänge. Der Grund liegt einmal mehr in der Gemengelage China-USA. Außerdem bleibt der amerikanische Markt an Thanksgiving geschlossen – vor der Handelspause steigt das Risiko, sich auf der falschen Seite zu positionieren.

Moderates Minus in Frankfurt

Die Anleger an der deutschen Börse agierten am Donnerstagvormittag zurückhaltend. Der DAX notierte zuletzt 0,4 Prozent schwächer bei 13.234 Punkten und zog sich somit weiter vom bisherigen Jahreshoch zurück, das der deutsche Leitindex in der Vorwoche bei 13.374 Zählern erreicht hatte. Gleiches gilt natürlich für das Allzeithoch aus dem Januar 2018 bei 13.596 Stellen.

Drohungen aus China

Der Grund für die Zurückhaltung lag in der Causa Hongkong. US-Präsident Donald Trump hat die nahezu einstimmig vom Kongress beschlossenen Gesetzesvorlagen unterzeichnet. Damit wird der Export von Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und Elektroschockern an die Hongkonger Polizei verboten. Die Regierung werde allerdings Teile der Gesetze differenziert behandeln, um die verfassungsgemäße Autorität des Präsidenten in Fragen der Außenpolitik nicht zu untergraben, schrieb Trump. Unklar blieb, um welche Passagen es konkret geht.

China reagierte empört: Das Außenministerium in Peking meldete, Vize-Außenminister Le Yucheng habe US-Botschafter Terry Brandstad einbestellt. Das Ministerium forderte ein sofortiges Ende dieser Politik und einer weiteren Beschädigung der bilateralen Beziehungen. Weiter tobte ein Außenamtssprecher in Peking, die Vereinigten Staaten unterstützten „gewalttätige Kriminelle, die unschuldige Menschen geschlagen und in Brand gesetzt“ haben. Er sprach von „bösen Absichten“ und einem „Komplott der Vereinigten Staaten“. „Wir raten den Vereinigten Staaten, nicht willkürlich zu handeln, ansonsten wird China entschieden Gegenmaßnahmen ergreifen.“

Asienbörsen skeptisch

Und damit kursierten natürlich umgehende Sorgen, dass es vielleicht doch nichts werden könnte mit einem Zoll-Deal zwischen China und den USA. Der Hang Seng verlor 0.2 Prozent auf 26.894 Stellen. Der chinesische CSI-300 rutschte um 0,3 Prozent auf 3.862 Zähler und der Nikkei setzte um 0,1 Prozent zurück auf 23.409 Zähler.

Rekorde in New York

Am Abend zuvor hatten die amerikanischen Anleger noch auf eine Einigung im Zollstreit gesetzt, Rekorde waren die logische Folge. Der Dow Jones kletterte um 0,2 Prozent auf 28.164 Punkte, zeitweise war er bis auf rund 28.175 Punkte geklettert. Der S&P 500 schloss mit plus 0,4 Prozent bei 3.154 Zählern und markierte damit einen Schlussrekord. Auch der Nasdaq 100 markierte einen neues Schlusshoch, er verbuchte ein Plus von 0,7 Prozent auf 8.445 Stellen. Vor Thanksgiving und dem verkürzten Handel am Freitag waren die Handelsumsätze allerdings flau.
Für gute Laune sorgte auch die zweite Schätzung zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal – das BIP fiel stärker aus als zuvor berechnet. Alle Daten finden Sie hier: Market Mover

Sterling und die Politik

Damit noch ein kurzer Schlenker in den Devisenmarkt – wenn Sie CFD in EURGBP oder USDGBP handeln, sollten Sie die Meinungsumfragen im Blick behalten. Eine neue Auswertung hat einmal mehr eine Katastrophe für Labour bei der Wahl im Dezember ergeben. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov errechnete eine Mehrheit für die Torys im Parlament von 359 Sitzen – das wären 42 mehr als bei der Parlamentswahl 2017. Labour würde 51 Sitze verlieren und nur noch 211 Sitze gewinnen. Das wäre die zweitschlimmste Wahlniederlage nach dem Krieg – und das sieht doch sehr nach klaren Verhältnissen aus. Und nach einer wirtschaftsfreundlichen Politik. Ergo hat sich Sterling zuletzt robust präsentiert. YouGov befragte sage und schreibe 100.000 Menschen, das Institut hatte schon 2017 ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse vorausgesagt.

Das bringt der Tag

An Thanksgiving bleibt die Wall Street geschlossen. Wichtige Termine sind auch andernorts Mangelware.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Black Friday

Wie wirkt sich Black Friday auf die Aktienmärkte aus

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Jeder auf der Welt kennt den „Black Friday“, den Tag, an dem Geschäfte große Preisnachlässe gewähren und Käufer morgens Schlange stehen, um Waren mit einem guten Rabatt zu kaufen.

Jetzt ist „Black Friday“ eine internationale Aktion und ein ernstzunehmender Treiber für den globalen Einzelhandel. Da Amerika eine Konsumgesellschaft ist, hat dieser Tag einen sehr starken Einfluss auf die Konsumausgaben im Inland, was sich auch positiv auf den Gesamtzustand der US-Wirtschaft auswirkt.

Laut der National Retail Federation kauften 2018 165 Millionen Menschen in der Zeit von Thanksgiving bis Cyber Monday in Geschäften oder online ein. Rund 25% der Menschen kauften online ein, 21% kauften in Geschäften und 54% kauften sowohl online als auch in Geschäften ein und gaben durchschnittlich 313,29 $ über den Zeitraum von fünf Tagen aus.

Wie wirkt sich der Black Friday auf die Aktienmärkte und die Wirtschaft insgesamt aus? Die Einzelhandelsumsätze der Unternehmen werden am Wochenende veröffentlicht. Für viele Anleger sind die Verkaufsergebnisse dieser Tage ein wichtiges Signal für die Entscheidungsfindung und Bewertung der Unternehmen. Vielleicht wird der Kauf von Aktien großer Handelsunternehmen mit starken Fundamentaldaten eine interessante Investition vor den Neujahrsferien sein. Die Aktienmärkte reagieren in der Regel mit Wachstum aufgrund positiver Investoren.

In den letzten Jahren hat der „Black Friday“ in fast allen Ländern der Welt an Popularität gewonnen. Aufgrund der Entwicklung des Online-Handels beginnt der Verkauf Mitte November. Die Marktführer unter den Waren sind Elektronik, Haushaltsgeräte, Kleidung und Schuhe.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich zunächst darauf, dass der Umsatz am Black Friday die Prognosen der Analysten übersteigen oder unterschreiten wird. Dies ermöglicht es, die reale Stimmung der amerikanischen Verbraucher zu verstehen und somit eine Vorhersage darüber abzugeben, wie sich der Einzelhandelsumsatz in den kommenden Monaten verhalten wird.

Wenn das Umsatzniveau die Prognosen übertrifft, können wir daher noch vor Jahresende mit einem Wachstum des amerikanischen Aktienmarktes rechnen.


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Trading numbers

Endlich zieht auch der DAX an

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27.11.2019 – Daily Report. Die Wall Street hält sich in Rekordhöhe. Und diesmal ziehen die Börsianer in Frankfurt nach in Richtung Jahreshoch. Denn im Zollstreit zwischen China und den USA soll nun ganz bestimmt in Kürze ein Abkommen bevorstehen. Auch bei der türkischen Lira wiederholt sich ein altbekanntes Muster. Was die Bullen extremst beunruhigen sollte – und Futter für die Bären sein könnte.

Der DAX legt zu

Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,6 Prozent im Plus bei 13.311 Punkten. Der MDAX markierte derweil bei 26.632 ein neues Verlaufshoch. Zuletzt hielt sich der Index der mittelgroßen Werte noch 0,2 Prozent im Plus bei 27.603 Stellen. Angesichts der Fülle an US-Konjunkturdaten, die vor Thanksgiving anstehen, war die Entwicklung erstaunlich. Doch die Broker wollten sich nicht im Seitenaus finden, falls plötzlich die Kursrakete zünden sollte.

Immer wieder Zoll-Optimismus

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einmal mehr die Laune der Börsianer im weltweiten Handel gehoben. Er merkte an, die Vereinigten Staaten steckten „in den letzten Geburtswehen eines sehr wichtigen Abkommens.“ Und weiter: Die Gespräche liefen „sehr gut“. Zuvor hatte schon die Regierung in Peking erklärt, mit den Vereinigten Staaten einen Konsens in relevanten Problemen erzielt zu haben. Tatsächlich wird es Zeit für die Chinesen, denn in der zweiten Dezemberwoche läuft die Economic Work Conference – auf dieser geschlossenen Veranstaltung stellt die Führung die Weichen für die Volkswirtschaft in den kommenden zwölf Monaten.

Gemischtes Bild in Asien

Dennoch setzte der chinesische CSI-300 um 0,4 Prozent zurück auf 3.876 Zähler. Der Grund dafür ist ein heftiger Gewinneinbruch im Oktober in der chinesischen Industrie: Demnach rutschten die Profite im Jahresvergleich um 9,9 Prozent, nachdem sie schon im September um 5,3 Prozent gesunken waren, wie das National Bureau of Statistics mitteilte. In Hongkong hielt sich der Hang Seng mit 0,2 Prozent im Plus bei 26.954 Zählern. Der Nikkei in Tokio gewann 0,3 Prozent auf 23.438 Zähler. Tags zuvor hatte der Index im Verlauf ein neues Jahreshoch bei 23.608 Stellen markiert.

New York will weiter nach oben

Am Abend zuvor hatte die Hoffnung auf eine Lösung im Zollkonflikt den Dow Jones klar über die Marke von 28.000 Zählern gehoben – im Verlauf hatte der Index einmal mehr ein neues Rekordhoch bei 28.146 erreicht. Zur Schlussglocke notierte der Leitindex 0,2 Prozent im Plus bei 28.122 Punkten, das war das 14. Rekordhoch in kurzer Zeit. Auch der S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 3.141 Zähler und der Nasdaq 100 rückte um 0,2 Prozent auf 8.386 Stellen vor.

Rette sich wer kann

Und damit kommen wir zu einem interessanten Event in der Türkischen Lira. Einmal mehr hat sich Präsident Recep Tayyip Erdogan zur Devise geäußert. Er forderte am Dienstag von den Türken, sich von ihren Dollars zu trennen und in einem Akt des Patriotismus gegen die heimische Lira zu tauschen – die werde nicht mehr an Wert verlieren, versicherte er im Parlament. Bei manchen Assets hilft keine Chartanalyse mehr. Sondern ein Blick zurück – abgesehen von der Tatsache, dass USDTRY gerade eine bullishe Flagge ausbildet. Das grandiose Blog ZeroHedge hat netterweise aufgelistet, was bei früheren solcher Aufforderungen geschehen ist.

Das bringt der Tag

Wenn Sie CFD in Dollar, US-Börsen, DAX oder US-Treasuries handeln, dann wird heute ein interessanter Tag. Der Terminkalender ist prall gefüllt, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst läuft um 14.30 Uhr das amerikanische BIP in Q3 ein, 2.Veröffentlichung.

Zeitgleich freuen sich Broker über den privaten Konsum in Q3, ebenfalls 2. Veröffentlichung.

Zugleich werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Nach einer kleinen Pause folgen um 16.00 Uhr die privaten Einkommen und Ausgaben im Oktober.

Dito die schwebenden Hausverkäufe im gleichen Monat.

Um 16.30 Uhr bewegt vielleicht der wöchentlicher Ölbericht WTI.

Und zu guter Letzt dürften Sie ab 20.00 Uhr das Beige Book analysieren.


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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.