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Doppelhoch im DAX

Dax mit leichtem Plus – Feiertag in den USA

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04.07.2019 – Daily Report. Vor dem Hintergrund positiver Vorgaben aus den USA und dem asiatischen Raum startet der deutsche Leitindex mit einem kleinen Plus in den heutigen Handelstag. Aktuell notiert das Börsenbarometer mit 12.628 Punkten rund 0,2 Prozent im Plus. Die US-Börsen bleiben auf Grund des dortigen Unabhängigkeitstages heute geschlossen.

Verschnaufspause nach dem gestrigen Jahreshoch

Nachdem der Dax im Verlauf der gestrigen Handelssitzung mit Erreichen der Marke von 12.631 Punkten ein vorläufiges Jahreshoch markieren konnte, erwarten Anleger heute einen etwas ruhigeren Tag. Zum Handelsschluss ging der Leitindex mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 12.616 Punkten aus dem Tag.

Allzeithochs vor dem Feiertag

Für die amerikanischen Indizes bedeutet der gestrige Handelstag vor allem eines: Rekorde. Der Dow Jones, der breiter gefasste S&P500 sowie die Technologiebörse Nasdaq 100 beendeten den gestrigen Handelstag auf neuen Allzeithochs. Getragen werden die jüngsten Kursanstiege maßgeblich von der aktuellen Hoffnung auf neue Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed. Befeuert wird diese Hoffnung durch den amtierenden Präsidenten Trump der kaum eine Gelegenheit auslässt, um Druck auf den aktuellen FED-Chef Powell auszuüben. Auf Grund des heutigen Unabhängigkeitstages werden aus den USA keine neuen Impulse für den Handelstag erwartet.

Gemischtes Bild in Asien

Der japanische Nikkei-Index konnte im Handelsverlauf ein Plus von 0,3 Prozent erzielen und beendete den Handel mit 21.694 Punkten. Am Börsenplatz Shanghai gingen die Kurse leicht zurück.

Kleiner Rücksetzer beim Gold

Nachdem der „sichere Hafen“ des Edelmetalls am gestrigen Handelstag solide 1,3 Prozent auf einen Wert von 1436 US-Dollar je Feinunze zulegen konnte scheinen Anleger aktuell erstmal die Füße still zu halten. Zur Stunde verbilligt sich der Goldpreis auf 1.413 US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozent.

Die Bernstein Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Börse Markt Analyse

Hier kommt die Flut

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03.07.2019 – Daily Report. Unmengen an frischem, billigem Geld überall – das ist die Hoffnung der Anleger im weltweiten Handel. Ergo steigen die Aktienkurse. Der Markt applaudiert einer designierten neuen EZB-Chefin Christine Lagarde. Und in den USA hat US-Präsident Donald Trump eine Verfechterin des Goldstandards für das Board der Federal Reserve nominiert – sie tritt zudem für den Nullzins ein.

Frankfurt mit moderatem Plus

Die Europäische Zentralbank hat der Börse frischen Schwung verliehen, der DAX stieg bis zum Mittwochmittag um 0,8 Prozent. Die meisten Broker sagen eine ultralockere Geldpolitik voraus, falls die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, die Leitung der EZB übernimmt. Lagarde soll Mario Draghi am 1. Oktober an der Spitze der EZB nachfolgen; darauf hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Dienstag in Brüssel geeinigt. Als Reaktion darauf rutschte die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen auf einen neuen Tiefststand von minus 0,397 Prozent.

Verluste in Asien

Anleger in Asien hielten sich angesichts heimischer Dämpfer zurück. So rutschte der CSI-300 um 1,1 Prozent ab auf 3.894 Zähler. Der chinesische Caixin-PMI-Index für Dienstleistungen fiel unter die Prognosen. Der Nikkei 225 sank zur Wochenmitte um 0,5 Prozent auf 21.638 Punkte. Hier sorgten Berichte für Verunsicherung, wonach die Regierung in Tokio die Exportkontrollen nach Korea ausweiten wolle.

New York mit Gewinnen

An der Wall Street verbuchten die wichtigen Indizes am Vorabend moderate Gewinne. So legte der Dow Jones Industrial um 0,3 Prozent zu auf 26.787 Stellen. Der S&P 500 rückte ebenfalls um 0,3 Prozent auf 2973 Punkte vor. Und der Nasdaq 100 schloss 0,4 Prozent höher bei rund 7.800 Punkten. Der Dow blieb genau wie die Nasdaq-Indizes in Reichweite eines neuen Rekordhochs, womit sie der Vorgabe des S&P 500 nachziehen würden. Bleibt ein kurzer Blick zurück: Laut einer Auswertung der Bank of America hat der S&P 500 die beste Juni-Rendite seit 1955 vorgelegt.

Gold verstärkt im Rampenlicht

Der Goldpreis setzte moderat zurück auf 1.425 Dollar. Dazu eine Nachricht, die Goldbugs freuen dürfte: US-Präsident Donald Trump hat Judy Shelton für das Board der Federal Reserve nominiert. Shelton ist aktuell Executive Director der European Bank of Reconstruction & Development. Und vor allem gilt sie als Verfechterin des Goldstandards. Ob die Golddeckung der US-Währung jemals wieder eingeführt wird, steht in den Sternen. Doch könnten die Gold-Reserven unter ihrem Einfluss steigen. Und das Edelmetall würde damit einen Großteil der Liquidität aufsaugen und somit sterilisieren, die die Fed vielleicht, vielleicht verstärkt in den Markt pumpen könnte. Genau wie in China und Russland, wo neben dem gelben Metall auch der immense Immobilienboom frisch gedrucktes Geld aufgesaugt hat und damit eine Hyper-Inflation verhindert hat.

Im „Wall Street Journal“ schrieb Shelton einst sinngemäß, die Fed müsse die Praxis beenden, Unmengen an Geld bei den District-Feds zu parken und ihnen höhere Zinsen zu zahlen – dies stimuliere die Wirtschaft nicht. Shelton hat auch schon an anderer Stelle geäußert, dass sie, falls sie je ins Fed-Board berufen würde, daran arbeiten werde, die Zinsen innerhalb von ein, zwei Jahren auf Null zu fahren. Die Geldflut wäre ganz nach dem Geschmack von Trump, der die Fed schon mehrfach wegen seiner Ansicht nach zu hohen Zinsen gegängelt hatte.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist am Mittwochnachmittag prall gefüllt. Zunächst stehen um 14.15 Uhr an der Wall Street die ADP-Daten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag im Fokus.

Um 14.30 Uhr läuft die US-Handelsbilanz für Mai ein. Zeitgleich werden die Erstanträge Arbeitslosenhilfe in den USA gemeldet.
Um 15.45 Uhr stehen die Markit-Einkaufsmanagerindizes Dienstleistungen und der kombinierte Index an.
Danach folgen um 16.00 Uhr die Auftragseingänge der US-Hersteller.
Zeitgleich wird der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe durch das Institute of Supply Management gemeldet.
Um 16.30 Uhr erläutert die Energy Information Administration die Speichermenge für Rohöl.

Sie sehen also, für CFD-Trader gibt es eine Fülle von Investmentchancen – bereiten Sie sich vor bei Deutschlands besten CFD-Brokern mit Bafin-Lizenz!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Boerse Analyse

Die Skepsis kehrt zurück

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02.07.2019 – Daily Report. Erst einmal innehalten und die gestrigen Gewinne einstecken. Nach dem kräftigen Plus zum Wochenbeginn setzt der DAX bis Dienstagmittag ein Stück zurück. Denn zum einen scheint eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA noch in weiter Ferne. Zudem droht Washington nun der Europäischen Union mit Sonderzöllen.

Rücksetzer in Frankfurt

Ausruhen nach dem Gipfelsturm: Der DAX hat bis Dienstagmittag 0,1 Prozent auf 12.505 Zähler nachgegeben. Am Montag war der Indikator bis auf 12.619 Punkte gesprungen, damit hat der deutsche Leitindex den höchsten Stand seit August 2018 markiert. Obwohl er danach zurücksetzte, hat der DAX eine Kurslücke im Chart gerissen – die wird normalerweise irgendwann geschlossen.

Börsianer verwiesen als Erklärung auf News aus den USA: Die Administration von Präsident Donald Trump droht der Europäischen Union wegen verbotener Flugzeugsubventionen mit neuen Sonderzöllen auf EU-Waren im Wert von vier Milliarden US-Dollar. Zudem waren an der Börse Gewinnmitnahmen angesagt.

Abwarten in Asien

Auch die Anleger in Asien hielten sich mit neuen Engagements zurück. Der Nikkei 225 schloss am Dienstag mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent bei 21.754 Zählern. Der chinesische CSI-300 verabschiedete sich nahezu unverändert bei 3.937 Zählern.

Neuer Rekord im S&P 500

Die Vorgaben der Wall Street waren am Vorabend positiv gewesen. Kein Wunder, denn China und die USA hatten auf dem G20-Gipfel in Osaka einen Burgfrieden verkündet. Allerdings gaben die Indizes in New York einen Teil der Gewinne ab. Der Dow Jones schloss am Montag 0,4 Prozent höher auf 26.717 Zählern. Der Dow notiert derzeit noch knapp 1 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem vorigen Oktober. Der S&P 500 stieg um 0,8 Prozent auf 2.964 Zähler. Im Handelsverlauf markierte er mit knapp 2978 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Und der Nasdaq Composite legte um 1,1 Prozent zu auf 8.091 Stellen.

Erdöl im Bann der OPEC

Thema des Tages war die OPEC. Das Kartell wird mit seinen Verbündeten wohl eine Verlängerung der Förderkürzung offiziell verabschieden. Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist der Fakt vielleicht schon verkündet worden. Die OPEC+ einigte sich gestern in Wien auf eine Verlängerung der bestehenden Förderlimits um neun Monate, wie der venezolanische Ölminister Manuel Salvador Quevedo Fernandez mitteilte. Nun müssen zehn kooperierende Staaten auf diese Strategie einschwenken. Die führenden Staaten Saudi-Arabien und Russland hatten aber schon am Wochenende beim G20-Gipfel eine entsprechende Übereinkunft getroffen. Damit dürften die Ölpreise steigen, da außerdem die Nachfrage im Zuge einer Beilegung des chinesisch-amerikanischen Zollstreites steigen könnte.

Bitcoin-Kapriolen

Bei Bitcoin ging der Kursrutsch weiter, die Kunstwährung sackte bis auf 8.580 Dollar ab. Vorige Woche hatte es noch ein Jahreshoch von 13.880 Dollar gegeben. Ende 2017 hatte der Bitcoin sogar fast 20.000 Dollar gekostet.

Das bringt der Tag

Neue Impulse aus dem Konjunkturkalender sind am heutigen Dienstag nicht zu erwarten. Für CFD-Trader im Energiemarkt wird es um 22.30 Uhr spannend, dann laufen die wöchentlichen Rohöl-Bestandsdaten des American Petroleum Institute über die Ticker.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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Gipfelsturm an der Börse

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01.07.2019 – Daily Report. Kaufrausch am Frankfurter Aktienmarkt: Der DAX hat zum Wochenbeginn kräftig zugelegt – und mit einem Sprung nach oben ein neues Jahreshoch markiert. Kurstreiber war der G20-Gipfel. Und vor allem die positiven Signale im Zollstreit, die US-Präsident Donald Trump nach dem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping aussandte.

DAX markiert Jahreshoch

So wünschen sich die Bullen den Wochenstart: Fast alle Kurse im DAX standen auf der Handelsplattform in der Gewinnzone. Den Ausreißer spielte nur die Deutsche Lufthansa, die unter einer Herabstufung litt. Doch das änderte nichts an der generellen Kauflaune. Der DAX legte bis zum Mittag um rund 1,2 Prozent zu. Im Hoch erreichte der deutsche Leitindex gleich zum Handelsbeginn die Marke von 12.619 Zählern. Die bisherige Jahresbestmarke lag bei 12.438 Punkten. Der Burgfrieden zwischen China und den USA befeuerte vor allem Chip-Werte und die Autobauer.

Gießen wir angesichts der aufkeimenden Euphorie ein wenig Wasser in den Wein: Sollte der DAX mit seiner aktuellen Kursbewegung bis zum Handelsschluss ein Aufwärtsgap reißen, müssen Sie davon ausgehen, dass diese Lücke irgendwann geschlossen wird. Beispielsweise dann, wenn die Freude über eine vermeintliche Einigung zwischen Peking und Washington der Enttäuschung weicht, sobald es doch wieder neue Probleme gibt. Doch für CFD-Trader sind ja anders als im Online-Aktienhandel auch Short-Investments kein Problem.

Trump-Hausse nach G20-Gipfel

Grund für das kleine Kursfeuerwerk war der am Samstag in Osaka beendete G20-Gipfel. US-Präsident Donald Trump verbreitete nach seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping Optimismus: Das Meeting sei ausgezeichnet gewesen. Die Gespräche seien „sogar besser als erwartet“ verlaufen. Amerika werde mit China „dort weitermachen, wo wir aufgehört haben“. Trump sicherte zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle vorläufig auszusetzen, womit er auf eine Vorbedingung Chinas einging. Im Gegenzug kauft China verstärkt US-Agrarprodukte. Auch lockerte der US-Präsident die Blockade gegen den chinesischen Telekomriesen Huawei zunächst wieder, was die meisten Anleger überraschte. Die beiden Seiten hatten sich nicht mehr zu offiziellen Verhandlungen getroffen, seit Washington die Gespräche Anfang Mai abgebrochen hatte.

Als Reaktion auf die frohe Kunde zogen die Futures auf die Indizes an der Wall Street an. Angesichts der neuen Risikofreude trennten sich die Anleger von Gold. Bleibt anzunehmen, dass auch Staatsanleihen bald ein größeres Festmahl für Bären werden, falls es wirklich zu einer Einigung kommt. Beispielsweise hatte in Australien der 10jährige Bond vorige Woche ein Rekord-Tief in der Rendite von 1,26 Prozent markiert.

Börsianer in Asien greifen zu

Die Aktionäre an den asiatischen Börsen reagierten ebenfalls mit Käufen. Der japanische Nikkei notierte zum Handelsschluss in Tokio um 2,1 Prozent höher bei 21.730 Zählern. Und der chinesische CSI-300 zog sogar um 2,9 Prozent an auf 3.936 Stellen.

Erdöl wieder gefragt

Auch im Energiemarkt zogen die Ölpreise an, damit bereitete sich der Markt auf den erhofften konjunkturellen Stimulus aus einer etwaigen Einigung zwischen China und den USA vor. Zudem beraten heute die OPEC-Staaten und ihre Verbündeten über die Verlängerung der Förderbremse. Für zusätzliche Nervosität sorgte der israelische Militärschlag auf Ziele in Syrien – der Angriff galt vor allem der von Iran unterstützen Hisbollah.

Nachholbedarf in New York

Bleibt anzunehmen, dass auch die Wall Street am heutigen Montag zulegen dürfte. Ein neuer Rekord beim Dow liegt in greifbarer Nähe. Am Freitag hatten sich die Anleger noch zurückhaltend gezeigt. So notierte der Dow Jones zur Schlussglocke 0,3 Prozent höher bei 26.599 Punkten. Der S&P 500 war am Freitag um 0,6 Prozent auf 2.941 Stellen vorgerückt. Und der Nasdaq 100 arbeitete sich um 0,2 Prozent voran auf 7.671 Punkte.

Das bringt der Tag

Heute Nachmittag rücken diverse Konjunkturdaten in den Blick. Um 15.45 Uhr läuft zunächst in den USA der Markit-Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juni über den Bildschirm (2. Veröffentlichung).

Um 16.00 Uhr schließlich folgt der amerikanische ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juni.

Zeitgleich werden die US-Bauausgaben im Mai gemeldet.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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China vs America

Im Schatten des Gipfels

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28.06.2019 – Daily Report. An der Frankfurter Börse gibt es aktuell mit dem G-20-Gipfel nur ein bedeutendes Thema. Werden sich Peking und Washington im Zollstreit annähern? Die Aktionäre erhoffen sich davon einen Stimulus für die Weltwirtschaft.

Die Musik spielt in Japan

So monoton kann Börse sein: Mit Argusaugen haben die Anleger im weltweiten Handel die eintreffenden News aus Osaka überwacht. Werden die USA und China einen Burgfrieden schließen oder nicht? Unterdessen waren erste skeptische Stimmen zu vernehmen, dass selbst eine Annäherung der beiden größten Volkswirtschaften nicht nur Gutes für die Börse bedeuten würde. Denn dann würde wohl die Federal Reserve ihre angedeutete Lockerung der Geldpolitik aufgeben.

Wie auch immer: Zuletzt hielt sich der Optimismus in Frankfurt und der DAX kletterte bis zum Mittag rund ein halbes Prozent nach oben. Derweil sorgten zwei heimische Themen für ein wenig Ablenkung vom Gipfeltreffen. Zum einen legte die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton ein eher mäßiges Börsendebut vor. Zum anderen feierten die Anleger der Deutschen Bank den bestandenen US-Stresstest.

Abwarten in Asien

Die Börsianer im asiatischen Markt gingen angesichts des Gipfels erst einmal in Deckung. In Tokio schloss der Nikkei 0,3 Prozent niedriger bei 21.276 Punkten. Der chinesische CSI-300 gab 0,2 Prozent nach auf 3.826 Stellen.

Wenig Impulse aus den USA

Wenig entschlossen hatten sich am Donnerstagabend auch die Anleger in den USA gezeigt. Der Dow Jones schloss fast unverändert bei 26.526 Punkten. Hier zog ein Sturzflug des Index-Schwergewichts Boeing den Dow nach unten. Der S&P 500 legte dagegen um 0,4 Prozent zu auf 2.924 Zähler. Der Nasdaq Composite gewann dagegen 0,7 Prozent auf 7.967 Stellen.

Gold bleibt gefragt

Gewinner der aktuellen Großwetterlage war zuletzt Gold. Angesichts der möglichen Lockerung der Geldpolitik in den USA und in Europa und vor dem Hintergrund einer Eskalation im Persischen Golf hielten sich die Einkäufer im Markt. Die Feinunze notierte bei rund 1.414 Dollar und damit knapp unter dem Sechsjahreshoch von 1.439 Dollar, das Gold zum Wochenbeginn markiert hatte.

Spannung vor dem OPEC-Treffen

Bei Erdöl hielt sich die Anspannung vor dem Treffen der OPEC+, das zum Wochenbeginn ansteht. Zwar gehen die meisten Analysten auch für das zweite Halbjahr 2019 von neuen Produktionslimits aus. Allerdings stellt sich die Frage, ob das Kartell und seine Alliierten das Förderniveau weiter kürzen oder nur die aktuelle Begrenzung verlängern. Zudem hatte Moskau in den vergangenen Wochen mehrfach angedeutet, dass es keinen höheren Ölpreis wolle. Saudi-Arabien dagegen muss dringend sein Staatssäckel füllen. CFD-Trader sollten also unbedingt die regelmäßigen Markt-Updates in diesem Segment im Auge behalten.

Das bringt der Tag

Gleiches gilt für Anleger, die sich an der Wall Street und im Dollar engagieren.
Heute Nachmittag laufen um 14.30 Uhr aus den USA die persönlichen Einkommen und Ausgaben im Mai ein.
Um 15.45 Uhr folgt der Chicago Einkaufsmanagerindex. Und um 16.00 Uhr meldet die Uni Michigan das Verbrauchervertrauen für Juni.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein sonniges Wochenende ohne Hitzschlag!

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Daily News Stockmarket

DAX steigt dank Zollstreit-Hoffnung

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27.06.2019 – Daily Report. Neuer Optimismus an der Börse – News im Handelsstreit zwischen China und den USA schieben die Kurse an. Die Anleger stellen ihre Sorgen in punkto Iran zurück. Dabei hat US-Präsident Donald Trump einen Einblick darüber gewährt, wie ein Schlag gegen das Mullah-Regime aussehen könnte.

Börsianer setzen auf Einigung in Osaka

Einmal mehr haben die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt darauf gewettet, dass ein offener Wirtschaftskrieg zwischen dem Reich der Mitte und den Vereinigten Staaten doch noch vermieden wird. Der DAX hat bis zum Mittag rund 0,6 Prozent zugelegt. Star des Tages war die Bayer-Aktie: Der US-Hedge-Fonds Elliott bestätigte einen Einstieg beim Chemie-Konzern. Ersten Äußerungen zufolge könnte Bayer aufgespalten werden.

Der wichtigste Schubfaktor für den DAX aber war eine Meldung der „South China Morning Post“ und der US-Publikation „Politico“. Unter Berufung auf Insider hieß es, Trump habe zugesagt, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle auf alle Importe aus China erst einmal zu verschieben. Dieser Schritt sei die Bedingung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping für das geplante Treffen am Samstag in Osaka in Japan gewesen. Und weiter: Details sollen noch vor der Unterredung von beiden Staatschefs am Rande des G20-Gipfels bekanntgegeben werden. Schon gestern hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärt, man habe 90 Prozent des Weges mit China zurückgelegt.

Die Anleger in Asien greifen zu

Die News sorgten für steigende Kurse in Asien. Der japanische Nikkei 225 kletterte um 1,2 Prozent auf 21.338 Punkte nach oben. Der chinesische CSI-300 gewann 1,1 Prozent auf 3.835 Stellen. Die Wall Street konnte gestern noch nicht reagieren: Der Dow Jones Industrial schloss nahezu unverändert bei 26.537 Punkten, der marktbreite S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2.914 Zähler. Der Nasdaq 100 legte dagegen 0,5 Prozent zu auf 7.627 Punkte.

Wir halten fest: Sollte es im Zollstreit zu einer Einigung kommen, dann dürften die Kurse an den Weltbörsen kräftig nach oben springen. Und falls die Hoffnungen wieder enttäuscht werden, geht es wohl bergab. Dann dürften DAX, Wall Street und co. vielleicht bald so turbulent agieren wie Bitcoin, wo zuletzt herbe Verluste zu verbuchen waren. Stellen Sie also sicher, dass sie über einen direkten Marktzugang und eine ideale Plattform für den Online-Handel schnell und professionell reagieren können.

Wie konkret ist ein Schlag gegen den Iran?

Ein weiteres Aufreger-Thema ist Iran. Die Pläne im Weißen Haus für einen Schlag sind offenbar schon durchaus konkret. Jedenfalls sagte Trump im Gespräch mit dem Fox Business Network, bei einer militärischen Aktion gehe es nicht um „boots on the ground“, Bodentruppen sollten also nicht eingesetzt werden. Und ein etwaiger Konflikt werde nicht sehr lange dauern.

Das Szenario wäre damit wohl das gleiche wie im April 2018, als die USA als Vergeltung für den Einsatz von Chemie-Waffen über 100 Tomahawk-Raketen von Kriegsschiffen auf Syrien abfeuerten. „One and done“ dürfte die Devise eines Feuerwerks am Persischen Golf lauten.

Trotz alledem setzte der Ölpreis leicht zurück. Der hatte gerade erstmals seit Ende Mai wieder die Marke von 66 Dollar je Barrel überwunden. Bis zum Treffen der OPEC und ihrer Alliierten Anfang kommender Woche dürfte die Nervosität im Energiemarkt anhalten – behalten Sie also unbedingt Ihre regelmäßigen Markt-Updates im Blick. Auf Wunsch von Moskau wurde das OPEC-Treffen übrigens bis nach dem G-20-Gipfel verschoben.

Das bringt der Tag

Zunächst läuft um 14.30 Uhr das amerikanische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal über die Bildschirme. Zeitgleich werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet. Um 22.00 Uhr schließlich steht der zweite Teil des US-Bankenstresstests an.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Chart Boerse

Der DAX trotzt der Hitze

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26.06.2019 – Daily Report. Die Optimisten greifen wieder zu. Obwohl ein Strauß an ungelösten Problemen über dem deutschen Aktienmarkt schwebt, will der DAX nach oben. Trotz Iran-Krise und dem Zollstreit zwischen China und den USA. Und natürlich ungeachtet der alles lähmenden Hitzewelle über Frankfurt.

Kauflaune am Main

Schlecht ist gut an der Frankfurter Börse: Die Broker haben negative Konjunktursignale aus Deutschland umgehend umgedeutet in neue Argumente für eine lockere Geldpolitik. So zog der DAX bis zum Mittag um 0,6 Prozent nach oben.

Zuvor hatte das Marktforschungsunternehmen GfK gemeldet, dass die Kauflaune der Bundesbürger im Juni zum zweiten Mal in Folge abgenommen hat. Für Juli prognostizieren die Experten für das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten nach 10,1 Punkten im Juni. Alle Konjunkturdaten finden Sie hier: Market Mover

Zurückhaltung in Asien

Am Morgen hatten sich die Anleger in Asien zurückhaltend gezeigt. Vor dem G20-Gipfel in Osaka wollten nur wenige Börsianer neue Positionen eingehen. Der Nikkei 225 verlor auch am Mittwoch an Boden und ging mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 21.087 Zählern aus dem Tag. Der Hang Seng stieg dagegen um 0,1 Prozent auf 28.222 Punkte. Kaum ein Broker glaubt aktuell daran, dass es eine Einigung zwischen China und den USA geben wird. Zudem bremsten die scharfen Töne aus Washington in Richtung Iran die Bullen.

Neue Spannung im Ölmarkt

US-Präsident Donald Trump testete am Dienstag die Nerven der CFD-Trader im Ölmarkt. Per Twitter kündigte Trump an, jeder Angriff des Iran auf Amerikaner werde „mit großer und überwältigender Kraft“ beantwortet. In einigen Gebieten könne das auch die „Auslöschung“ bedeuten. Also: Bitte behalten Sie unbedingt die Realtime-Kurse bei Brent und WTI auf Ihrer Handelsplattform im Blick. Im Persischen Golf kann die Lage subito eskalieren. Zumal auch das Treffen der OPEC mit seinen Alliierten News in Sachen Erdöl bringen könnte.

Verluste in New York

Das Thema Iran hatte schon am Abend zuvor die Kauflaune in New York gebremst. Der Dow Jones Industrial schloss am Dienstag mit 0,7 Prozent im Minus bei 26.548 Zählern. Der S&P 500 bröckelte um ein Prozent auf 2.917 Stellen und der Nasdaq 100 verlor sogar 1,7 Prozent auf 7.592 Punkte.

Gemischte Signale von der Fed

Dabei hatte sich Fed-Chef Jerome Powell vor dem Council on Foreign Relations in New York offen für Zinssenkungen gezeigt. Allerdings betonte er ungewöhnlich deutlich die Unabhängigkeit der Notenbank – ein klarer Seitenhieb gegen die Drängeleien von Trump für eine Zinssenkung. Außerdem dämpfte der Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, die Zinsfantasien. Er nannte in einem Interview mit „Bloomberg“, die Hoffnung auf eine Zinssenkung in Höhe von 50 Basispunkten im Juli „übertrieben“.

Bitcoin will nach oben

Unterdessen zog die Krypto-Währung Bitcoin weiter an. Der Preis näherte sich der Marke von 13.000 Dollar. Der Grund dafür sind die Pläne von Facebook für eine eigene virtuelle Währung.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist zur Wochenmitte eher überschaubar. Um 14.30 Uhr wird der Auftragseingang für langlebige Güter im Mai gemeldet. Und um 16.00 Uhr folgt der wöchentliche Ölbericht des Energieministeriums.

Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

online stock

Warten auf den G20 Gipfel

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25.06.2019 – Daily Report. Der deutsche Leitindex ist am heutigen Dienstag mit roten Vorzeichen in den Handel gestartet. Börsianer scheinen vor dem anstehenden G20-Gipfel eine Wartestellung einzunehmen.

Aktienmärkte weltweit in Deckung

Nach einem schwachen Wochenauftakt scheint sich die aktuelle Flaute auf dem Parkett weiter fortzusetzen. Am Montag scheiterte der Dax an der Marke von 12.300 Punkten und beendete seinen Handel bei 12.274 Punkten. Dies entsprach einem Tagesverlust von rund 0,5 Prozent.
Die Vorgaben von den US-Börsen konnten dem Handel in Deutschland bisher keinen Aufwind verleihen. Die US-Börsen gingen gestern nahezu unverändert aus der Handelssitzung. Der Dow-Jones schloss unverändert mit 26.727 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent und beendete den Handel mit 2945 Zählern.
Ein ähnliches Bild liefern die asiatischen Börsenplätze. Der japanische Nikkei gibt 0,25 Prozent auf 21.233 Punkte ab.

Rede von Fed-Chef Powell

Der Chef der amerikanischen Notenbank wird heute in New York eine Rede halten. Wie immer bei solchen Events, wird jeder noch so kleine Nebensatz mit Argusaugen betrachtet werden. US Präsident Trump machte Powell erst jüngst via Twitter für die seiner Meinung nach zu straffe Geldpolitik der US-Notenbank verantwortlich.

Sicherheitsberatungen in Jerusalem

Die Sicherheitsberater von Israel, Russland und der USA finden zu einem Gespräch über die regionale Sicherheitspolitik in Jerusalem zusammen. Die mutmaßlichen Hauptpunkte auf der Agenda dürften vor allen Dingen der Konflikt um die Staaten Syrien und des Iran sein.

Termine des Tages

Wichtige Konjunkturdaten aus den USA könnten heute zumindest für Impulse sorgen. CFD-Trader sollten die nachfolgenden Termine im Auge behalten.
Um 16:00 Uhr wird das Conference Board Verbrauchervertrauen für den aktuellen Monat Juni in den USA veröffentlicht werden. Analysten erwarten einen Wert von 131,1 Punkten nach zuletzt 134,1 Punkten. Ebenfalls um 16:00 Uhr stehen die Verkäufe zu neuen Häusern in den USA für den Monat Mai an. Die Prognose liegt bei einem Anstieg auf 680.000 verkauften Häusern in diesem Zeitraum.
Mit Spannung erwartet, tritt dann um 19:00 Uhr der US-Fed Vorsitzende Jerome Powell vor die Mikrofone.

Die Bernstein Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Deutsche Aktien zeigen sich robust

Bleierne Börse

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24.06.2019 – Daily Report. Lethargie am Frankfurter Aktienmarkt. Nur keine Aktivität in der Hitzewelle. Und auf keinen Fall unüberlegte Engagements vor dem kommenden G-20-Gipfel in Japan. Dort könnte es ja einen Durchbruch im Zollstreit geben. Oder aber den Ausbruch eines offenen Handelskrieges. Zumal auch die Iran-Krise weiter schwelt. Auch der ifo-Index bietet keine Kaufanreize.

Der DAX bröckelt

Rund ein halbes Prozent ging es für den DAX bis zum Montagmittag nach unten. Passend zu den internationalen Belastungsfaktoren hat sich auch der Ifo-Index in das jüngste Bären-Szenario an der Frankfurter Börse eingereiht. Der Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 97,4 Punkte gesunken. „Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter abgekühlt“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Zudem hat Daimler zum dritten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose gesenkt. Die Aktie präsentierte sich als größter Verlierer im Leitindex. Schlechte Vorzeichen also für den heutigen Autogipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Abwarten in Asien

Auch die Anleger in Asien wollten sich nicht voreilig mit Aktien eindecken. Denn Ende der Woche wollen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des Gipfels in Osaka treffen. Der Hang Seng hangelte sich 0,1 Prozent nach oben auf 28,513 Zähler. Der Nikkei schloss am Montag ebenfalls 0,1 Prozent im Plus bei 21.286 Stellen.
Washington ließ unterdessen noch einmal die Peitsche knallen: Nach Huawei haben die USA fünf weitere Unternehmen und Organisationen aus China auf die Schwarze Liste gesetzt. Damit werden die Fünf als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft.

Wall Street tritt auf der Stelle

Bestimmendes Thema auf dem Parkett war ansonsten der offenbar in letzter Minute abgeblasene Angriff der USA gegen den Iran. Laut der „New York Times“ hatte US-Präsident Donald Trump als Vergeltung für den Abschuss einer US-Drohne Militärschläge die Attacke aus der Luft und von der See gegen das Mullah-Regime zunächst genehmigt, dann aber doch noch gecancelt. Wir fragen uns, ob aufgeschoben auch aufgehoben ist.

Neue Sanktionen gegen Iran

Bleibt die Nachricht, dass die USA neue Sanktionen gegen den Iran planen. Was angesichts des trägen Marktes immerhin ein wenig Bewegung bei den Realtime-Kursen im Energiemarkt bringen dürfte. An diesem Montag würden „bedeutende zusätzliche Sanktionen“ verkündet, hatte Trump am Samstag auf Twitter geschrieben. Zugleich bot er Teheran an, die Strafmaßnahmen wieder außer Kraft zu setzen. Die Bedingung dafür sei, dass sich die Führung in Teheran dauerhaft dazu verpflichten müsse, keine Atombombe zu bauen. Und weiter: Auch die militärische Option sei „immer auf dem Tisch, bis wir das gelöst bekommen“. Unnötig zu erwähnen, dass Sie angesichts einer möglichen Eskalation regelmäßig Ihre Markt-Updates im Auge behalten müssen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist zum Wochenstart nur dünn gefüllt. Um 14.30 Uhr steht der Chicago Fed National Activity Index für den Mai an.
Und um 15.45 Uhr könnte es für Anleihen-Trader interessant werden. Dann gibt die Europäische Zentralbank die wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS bekannt.

Die Bernstein-Bank wünscht viel Erfolg bei Ihren Trades!

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Finanzkrise

Finanzkrise 2.0 – das Desaster wartet

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21.06.2019 – Special Report. Bitte anschnallen für den Höllenritt: Den Börsen der Welt droht eine neue Finanzkrise. Wenn die Pessimisten Recht behalten, dann wiederholt sich irgendwann das Geschehen von 2008. Diesmal könnten Collateralized Loan Obligations (CLO) Banken, Fonds und Versicherer in den Abgrund reißen. Und damit Wall Street, Nikkei, DAX und co. gleich mit. Halten Sie sich bereit – wir beleuchten die Hintergründe.

Crash-Prophet warnt vor der nächsten Blase

Vor einigen Tagen riss uns ein Artikel mit einer griffigen und recht apokalyptischen Überschrift aus der sommerlichen Apathie: „Der Sturm zieht auf – Die Blase der Collateralized Loan Obligations und die Parallelen zur Finanzkrise 2008“. Verfasst von Professor Max Otte, seines Zeichens Crash Prophet und Finanzexperte. Er verwies auf Brian Moynihan, Konzernchef der Bank of America, der sich kritisch zum Thema CLO geäußert hatte. Otte selbst merkte an, er habe schon auf dem Fondskongress 2018 in Mannheim vor dieser Blase gewarnt.
Darum geht es, lassen wir Otte selbst sprechen: „Collateralized Loan Obligations sind Verbriefungen von Krediten an Privatpersonen, vornehmlich jedoch von Krediten an Unternehmen, die entweder hoch verschuldet sind und/oder eine mindere Bonität aufweisen. Gleichwohl werden aktuell rund zwei Drittel dieser Ramschpapiere von den bekannten einschlägigen Rating-Agenturen mit „AAA“ bewertet.“
Die Querverbindung zu 2008: Ein CLO „ist vergleichbar mit einer Collateralized Mortgage Obligation (CMO), mit der Ausnahme, dass die zugrunde liegende Schuld ein Firmenkredit ist anstelle einer Hypothek. Mit einem CLO erhält der Anleger planmäßige Schuldzahlungen aus den zugrunde liegenden Krediten und übernimmt das meiste Risiko für den Fall, dass ein Kreditnehmer ausfällt. Im Gegenzug für die Übernahme des Ausfallrisikos wird dem Anleger eine überdurchschnittliche Rendite versprochen.“

Baisse-Gefahr durch steigenden Zins

Eine Gefahr bestehe über die Kopplung zum Zinssatz: Der Kreditzins ist unter anderem an den US-Libor gebunden. Wenn der steigt, könnten Firmen ihren Schuldendienst nicht mehr bedienen. Dann drohe eine Verkaufswelle an CLO. Otte schreibt: „Steigt die Zinslast für die Schuldner in den CLOs noch weiter, könnten bald die ersten dieser „Wertpapiere“ ins Feuer geraten. Dann würde – auch das kennen wir schon – eine Verkaufswelle losgetreten werden, die den Markt einbrechen und austrocknen ließe. Einen Vorgeschmack darauf hatten wir schon für einige Tage im Dezember 2018. Papiere wurden damals nicht mehr gehandelt, weil es keine Käufer gab. Die Lücken in den Büchern der Investoren werden in solchen Phasen gefüllt durch den Verkauf anderer Assets, beispielsweise Aktien.“
Eine Sicherung gibt es laut Otte nicht mehr. Nach der Finanzkrise hatten die US-Aufsichtsbehörden einen Risikoeinbehalt von 5 Prozent für die Emittenten eingeführt. Das wurde im Februar 2019 durch einen Gerichtsbeschluss gekippt. Damit sinken laut Otte die Eintrittshürden für neue Marktteilnehmer.

Schnelles Geld auf der Jagd nach Rendite

Wir begannen zu recherchieren, was sich angesichts der dünnen Berichtslage als schwierig erwies. Darlehensnehmer sind kleine und mittlere Firmen, häufig Startups. Laut einem Bericht von Bloomberg aus dem Dezember 2018 sind dies etwa die Firma Harbor Freight Tools, ein Unternehmen, das Werkzeug zum Discount-Preis verkauft. Harbor Freight Tools bringt es immerhin auf einen Umsatz von 5 Milliarden Dollar. Andere CLO-Kreditnehmer sind AppLovin, eine Firma, die Werbung online vermarktet. Oder Anastasia Beverly Hills, einen Anbieter von Schönheitsprodukten.
Tenor der Bloomberg-Story: Die Geldgeber drängeln sich geradezu bei der Vergabe von Krediten über CLO. Der erste Gewinner in diesem Spiel: Beispielsweise Eric Smidt, der Chef von Harbor Freight Tools. Er besitzt laut Bloomberg eine Superjacht sowie ein schmuckes Anwesen in Beverly Hills, das mit Kunstwerken gefüllt ist. Auch für die Anbieter sind CLO ein attraktives Geschäft: Laut Bloomberg beliefen sich die diversen Darlehen-Fees der strukturierten Kredite für Konsortialbanken, CLO-Vertriebe und Rating-Agenturen im vorigen Jahr auf rund 10 Milliarden Dollar.

Ein gigantischer und intransparenter Markt

Käufer solcher CLO sind Anleger, die im Nullzins-Umfeld eine scheinbar sichere Anlage mit relativ hoher Rendite suchen. Als strukturierter Kredit mit einer regelmäßigen Zinszahlung ist ein CLO zudem für alle Geldgeber interessant, die auf verlässliche Ausschüttungen setzen wie Pensionsfonds oder Versicherungen. Das Magazin „Forbes“ zitiert in einem Artikel aus dem Juni 2019 die Bank von England, demnach beläuft sich der Wert des CLO-Marktes weltweit auf rund 750 Milliarden Dollar. Ein Drittel davon lagere in den Bilanzen von Banken in den USA, Europa und Japan. Allerdings stammen diese Daten von Ende 2017. Wer genau aktuell die Besitzer dieser Dreiviertel Billion Dollar sind, ist unklar. So konnte „Forbes“, nur einen kleinen Teil der Besitzer ausfindig machen.
Demnach halten beispielsweise US-Banken rund 87 Milliarden Dollar an CLO, 81 Prozent davon lägen bei Wells Fargo, Citibank und JP Morgan. Im März 2018 hätten ferner vier japanische Banken CLOs im Wert von 108 Milliarden Dollar besessen; der Löwenanteil liege mit 68 Milliarden Dollar auf dem Konto der Norinchukin Bank, andere Käufer seien die Japan Post Bank, Mizuho und Sumitomo. „Forbes“ schreibt weiter: Der California Public Employees Retirement System (Calpers) sei mit 6,7 Milliarden Dollar der größte Halter unter den Nichtbanken. Danach folge das New York State and Local Retirement System mit gut 3 Milliarden US-Dollar. Außerdem hätten US-Versicherer zum Jahresende 2017 rund 51 Milliarden Dollar an CLO eingekauft. Rund 9 Prozent des CLO-Wertes würden von diversen Fonds weltweit gehalten.

Ansteckungsgefahr bei einer Pleitewelle

Das Problem: Wenn eine Rezession zuschlägt, könnten viele Kreditnehmer auf einmal umkippen. Und die angeblichen Sicherheiten wären dann wertlos. Was die Einkäufer der CLO treffen würde. Und was die Finanzindustrie gerne überspielt. Laut der vollmundigen Eigenwerbung von Guggenheim Investment besteht das Gros der in den CLO verpackten Collaterals aus erstrangigen Bankkrediten; diese werden also zuerst bedient, falls die Firma umkippt. Allerdings gebe es auch einen kleinen Teil von Krediten im zweiten Rang und auch unbesicherte Darlehen.

Der nächste „Big Short“?

Unser Fazit: Das Ganze erinnert tatsächlich frappierend an die Finanzkrise des Jahres 2008. Vor gut einem Jahrzehnt ging die Gefahr von angeblich hochwertigen synthetischen Anleihen aus, die mit Ramsch-Hypotheken unterlegt waren. Käufer dieser Hochrisiko-Anlagen waren damals vor allem Pensionsfonds und ahnungslose Geschäfts- und Investmentbanken, etwa die WestLB, Bear Stearns oder Lehman Brothers. Sie standen am Ende der Kette und verbrannten sich mit der zugeworfenen heißen Kartoffel die Finger. Nur wenige schlaue Investoren durchschauten damals das üble Spiel und wetteten gegen die naiven Käufer. All das ist nachzulesen in dem Buch „The Big Short“ von Michael Lewis.
Nun also CLO. Die Risiken jetzt liegen zum einen in einem steigenden Zinssatz, der Unternehmenskredite verteuert. Und zum anderen in einer Rezession, bei der Kredite platzen und Gläubiger im Zuge eines massenhaften Default reihenweise umkippen könnten. Was eine Kettenreaktion im CLO-Markt zur Folge haben dürfte. Ein Crash im weltweiten Handel erscheint wegen der globalen Streuung von CLO und der Unsicherheit darüber, wer genau die Obligationen eingekauft hat, durchaus möglich. Investoren sollten hier also wachsam sein. Und auch CFD-Trader sollten das Thema im Blick behalten – zum Glück können sie sich bei Deutschlands besten CFD-Brokern mit Bafin-Lizenz über Short-Engagenements gegen die Risiken absichern.

Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.