Category

Nachrichten

Trade

Die perfekte Welle

By | Nachrichten | No Comments

30.11.2020 –Special Report. Mega-Performance im November: Der Markt vertraut auf die Federal Reserve. Und auf Stimuli von den anderen großen Notenbanken der Welt. Mit dem bevor stehenden Einzug von Joe Biden ins Weiße Haus kommt zudem wohl Janet Yellen wieder in Amt und Würde. Auch die künftige Finanzministerin wird mit Geld nur so um sich werfen. Dazu gesellt sich neue Risikofreude wegen der Corona-Impfung. Das Kapital strömt an die Börse. Wir beleuchten die Lage aus Sicht der Bullen.

Der Markt will mehr von der Fed

Tatsächlich fiebert der Markt schon neuen Kapitalfluten entgegen. Gorilla Trades kommentierte mit Blick auf die Protokolle der Federal Reserve: „While the minutes revealed that several committee members were advocating a boost to the Central Bank’s quantitative easing (QE) program, both in size and maturity, investors likely wanted to see stronger commitment from the FOMC. That said, the recent deterioration in the job market data makes further easing very likely next month, so it’s no surprise that the dollar edged closer to its multi-year lows today.“ Kurz: Der Markt hoffe also mit Blick auf den Jobmarkt auf ein stärkeres Engagement der Fed. Und das Billiggeld versenkt den Greenback.

Notenbanken lassen die Druckerpresse notieren

Tatsächlich dürften die Dämme der Notenbanken bald brechen. Vor allem Morgan Stanley zeigte sich bullish: Die acht großen Zentralbanken der Welt dürften im kommenden Jahr rund 304 Milliarden Dollar an Securitys kaufen – und das in jedem einzelnen Monat des Jahres 2021. Damit würden die Notenbanken rund 0,7 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts in den Finanzmarkt pumpen. Die großen Vier dürften ihr Bilanz kräftig ausweiten.

central bank

Wenn das so kommt, wird das ganze Geld seinen Weg an den Finanzmarkt finden: Aktien, Bonds und Unternehmensanleihen werden profitieren. Und auch der Immobilienmarkt sowie voraussichtlich Gold und E-Devisen.

Öffnet die Schleusen

Und dann ist da noch Janet Yellen – ex-Chefin der Federal Reserve. Sie soll die neue Finanzministerin unter Joe Biden werden. Was Paul Krugman, Star-Kolumist der „New York Times“ schon zu einer wahren Lobeshymne bewegte: „she was a prominent figure in the rise of ‚new Keynesian‘ economics, which rested on one key insight: People aren’t stupid, but they aren’t perfectly rational and self-interested.“ Soll heißen: Die Regierung muss Mut machen. Natürlich soll Yellen viel frisches Geld verteilen. Krugman ist übrigens Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2008 und genau wie Yellen linker Keynesianer.

Auftritt des Giganten

Bleibt der Tesla-Faktor. Der Börsen-Gigant wird im Dezember in den S&P 500 aufgenommen – und schon alleine diese Aktie dürfte den Index nach oben hieven. Wobei sich der Indexbetreiber laut „Wall Street Journal“ noch nicht im Klaren darüber ist, wie der Mega-Cap mit seinem Marktwert von 555 Milliarden Dollar in den SPX integriert werden soll – auf einmal zum 21. Dezember oder in zwei Schritten? Wir werden sehen.

Hedge Fonds sind all in

Smart Money hat sich jedenfalls schon long positioniert. Das belegt ein Hinweis von Goldman Sachs: Die Investmentbank stellte jüngst mit Blick auf die großen Hedge Fonds fest, dass die Bären an der Börse quasi ausgestorben sind. Konkret: „short interest has continued to fall, reaching new record lows.“ Der Median für Short-Engagements auf Aktien im S&P 500 hat inzwischen nur noch 1,6 Prozent der Marktkapitalisierung erreicht – das niedrigste Level in den 16 Jahren, seitdem Goldman diese Daten erhebt. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 stand der Short-Wert bei rund 3,5 Prozent. Der Hedge Fund VIP Basket, der die populärsten Long-Positionen von Hedge Fonds misst, hat jedenfalls bis dato den S&P 500 um 20 Prozentpunkte überholt.

Smallcaps voraus

Abgesehen davon sehen einige Marktauguren auch Raum für einen breiten Aufschwung bei kleinen Aktien. Marketwatch.com beispielsweise glaubt, dass vor allem der Russell 2000 weiter zulegen wird. Dafür gebe es fünf gute Gründe: 1) Small Caps seien lean and mean – also schlank und gut geführt. 2) Viele Investoren glaubten nicht an sie. Soll heißen: Kleine Firmen fliegen noch unter dem Radar und haben deshalb Nachholbedarf. 3) Smidcaps – also kleine und mittlere Firmen – seien recht günstig bewertet. Mit Blick auf Yardeni Research hieß es: Der S&P 500 weise ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 auf, bei den S&P 600 Small Caps sei es nur 19,9. 4) Small Caps seien weitgehend unbemerkt im Ausland aktiv. Marketwatch geht von einem stärkeren internationalen Wachstum als in den USA aus. 5) Der Markt werde sich bald auf eine breitere Basis stellen.
Unser Fazit: Die Bullen überrennen gerade den Aktienmarkt und sie surfen auf der aktuellen und erwarteten perfekten Welle aus Geld. Doch ist dies ein Signal, sich der Stampede anzuschließen? Oder ist der Bull Run ein Kontra-Indikator? In einem separaten Artikel lassen wir die Bären zu Wort kommen. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Mobile trading chart

Die Gründe für das BTC-Debakel

By | Nachrichten | No Comments

27.11.2020 –Special Report. Oops, I did it again – genau wie 2017 rauscht Bitcoin zunächst davon, um dann abzustürzen. Damit hat sich möglicherweise ein extrem bearishes Doppeltop gebildet. Warten wir es ab. Doch was war hier los? Tatsächlich steckte China dahinter. Aber auch die US-Notenbank wetzt offenbar die Messer. Wir beleuchten die Hintergründe – und warnen erneut davor, dass die Herren des Geldes früher oder später E-Devisen eliminieren werden.

Blutige Nase für BTC-Bullen

So kann’s gehen: Erst konnte Bitcoin vor Kraft kaum laufen – und setzte mit einer fulminanten Aufholjagd seit den Corona-Tiefs zum Gipfelsturm an. Am Mittwoch kostete ein Bitcoin noch gut 19.500 Dollar – und damit so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Und dann das herbe Minus. Doch warum?

BTCUSDH1

Der Fomo-Effekt

Schauen wir uns zunächst eine Erklärung aus den Massenmedien an – wir lassen den „Tagesspiegel“ aus dem „Reichshauptslum“ zu Wort kommen, wie der Satiriker Don Alphonso das Raumschiff Berlin nennt. Mit dem Rücksetzer wiederhole sich ein bekanntes Muster – denn es sei längst nicht das erste Mal, dass der Kurs rapide ansteige und dann einbreche. „Das heißt: Bei Kryptowährungen bildet sich regelmäßig eine Finanzblase, sie platzt, dann bildet sich eine neue Blase.“ Und dann zitiert das Blatt Brian Kelly, Gründer und CEO von BKCM LLC, eine auf E-Devisen spezialisierte Investmentfirma. „Viele Anleger würden von der Angst getrieben, sie könnten etwas verpassen. Sie nennen das den Fomo-Effekt, was die Abkürzung für die englische Bezeichnung („the fear of missing out“) ist.“ Alles Psychologie also – hm…

Family Offices und Paypal

Getrieben hätten den Kurs für Kryptowährungen dabei zuletzt vor allem zwei Entwicklungen: Zum einen stiegen zunehmend auch professionelle Investoren in den Markt ein. So kauften zuletzt aufgrund der niedrigen Zinsen auch Pensionsfonds und Family Offices, die das Geld vermögender Familien anlegen. Zum anderen schob laut „Tagesspiegel“ der US-Zahlungsdienstleister Paypal den Handel mit Kryptowährungen an, da in den USA Kunden seit Kurzem über ihr Paypal-Konto Bitcoin, Bitcoin Cash, Ether und Litecoin kaufen und verkaufen können. Das sehen wir genauso.

Höhere Margin-Kosten

Doch das erklärt nicht den kurzfristigen Ausverkauf. Die psychologische Blasen-Erklärung ist uns zu dürftig. Und siehe da: Wir haben ein wenig in den spezialisierten und daher kompetenten Finanzmedien gewühlt. CoinTelegraph.com ließ ebenfalls Kelly zu Wort kommen. Der verwies auf den jüngsten starken Anstieg in der Nachfrage im Cryptocurrency-Markt – die habe das Angebot komplett ausgetrocknet. Soll wohl heißen: Käufer hätten sich dann enttäuscht zurückgezogen. Weiter hätten sich die Kosten für die Leihe erhöht und am Ende hielten die Kleinanleger die heiße Kartoffel: “The last one is that we are starting to see retail come into this market and you’re starting to see the interest rates that it charges on margin going much higher.”

Kassemachen am Top

Offenbar haben große Adressen auch am Top Kasse gemacht. William Suberg von CoinTelegraph wies darauf hin, dass Investoren knapp unter 20.000 Dollar hohe Volumina an BTC auf den diversen Börsen abgestoßen hätten. “All Exchanges Inflow Mean increased a few hours ago. It indicates that whales, relatively speaking, deposited $BTC to exchanges,” assistierte Ki Young Ju von der Analyse-Firma CryptoQuant auf Twitter. Er glaubt übrigens daran, dass BTC in den nächsten Tagen die 20K knackt.

Heftige Abflüsse aus China über OKEX

Und dann verwies Ki Young Ju genau auf den Faktor, vor dem wir an dieser Stelle jüngst gewarnt hatten: China steckte hinter dem Absturz. Sie erinnern sich: Im Oktober hatte die People’s Bank of China (PBOC) die private Ausgabe von digitalen Währungen verboten. Und dabei die in Malta registrierte Börse OKEX mal kurzerhand geschlossen. Ki Young Ju wies darauf hin, dass OKEX nun wieder Abhebungen zuließ. Mit heftigen Folgen: “BTC flows from OKEx to all other exchanges hit 493 BTC at that time,” meldete er auf Twitter. Und weiter: “83% of total outflows went to non-exchange wallets like custody.“ BTC verschwanden also vom Markt in privaten Taschen. Das sieht also ganz danach aus, dass verängstigte Anleger im Reich der Mitte schnell Kasse machten, bevor die Kommunisten wieder den Handel einfrieren.

Gerüchte über US-Regulierung

Dazu gesellten sich ähnliche Gerüchte aus Amerika, wie Brian Armstrong, CEO von Coinbase, meldete. Demnach planen die USA eine Regulierung für sogenannte „self-hosted cryptocurrency wallets“, das sind Software-Programme, die quasi als kleine Banken dienen. Armstrong kommentierte: “If this crypto regulation comes out, it would be a terrible legacy and have long standing negative impacts for the U.S. In the early days of the internet there were people who called for it to be regulated like the phone companies. Thank goodness they didn’t.”

Thanksgiving trocknet die Nachfrage aus

Bleibt abschließend anzumerken, dass der Handel in den USA vor Thanksgiving schon weitgehend ruhte und dass daher diese Nachfrage ausfiel – viele Amerikaner machen sich traditionell vorab auf den Weg zu ihren Familien.
Unser Fazit: Die Vola bei den Cryptos dürfte uns erhalten bleiben – Sie müssen achtsam sein. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Notenbanken der Welt eine unkontrollierbare Nebenwährung nicht akzeptieren werden. Behalten Sie also News dieser Art im Auge. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Bitcoin. Was ist passiert?

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1809,50
(-0,08%)

EURUSD   1,1927
(+0,45%)

DJIA  29836,50
(-0,04%)

OIL.WTI  44,86
(+3,20%)

DAX   13276,81
(+0,23%)

Die rote Kerze in der Grafik unten spricht für sich selbst. Es ist ein schrecklicher Tag für Bullen, wenn sie ihr Hebeleffekt einsetzen. Und wenn sie das täten, könnten sie ihr Konto auf Null setzen. Die Hauptfrage, um die sich unsere Leser jetzt Gedanken machen, lautet: „Was ist das? Eine einfache Korrektur oder eine Trendwende“?

BTC

BTC

Am Dienstag und Mittwoch stieg der Preis der ersten Krypto-Währung auf 19.000 Dollar. Es wirkte ein wenig mehr, ein wenig mehr und es wird das absolute Maximum von 20.000 $ durchbrechen. Im Hinblick auf dieses Ereignis wurden auf dem Markt eine große Anzahl von Kaufpositionen mit Hebelwirkung eröffnet.
Was passiert, wenn alle auf das gleiche Ereignis warten? Das ist richtig. Dieses Ereignis wird höchstwahrscheinlich nicht eintreten. Es fand auch am Donnerstag statt. Der böse Markt konnte nicht einfach jeden Geld verdienen lassen. Außerdem war es sehr einfach, den Bullen Geld wegzunehmen. Genau das wurde getan.
Als es unter 18.000 Dollar fiel, haben viele gemittelt, dann passierte es wieder unter 17.500 Dollar, dann passierte es wieder unter 17.000 Dollar. Weiter nach unten war die Bewegung bereits bei der Schließung der Stopps und Margin Calls. Als es niemanden mehr gab, der die Bitcoin verkaufen konnte, sprang der Preis im Moment um mehr als 1.000 $ nach oben.
Das Wichtigste war zu verstehen, wer die riesige Menge an Bitcoins kaufte, die verkauft wurde. Höchstwahrscheinlich waren es institutionelle Anleger, die die Situation als Geschenk des Himmels betrachteten. Wenn der Markt mehrere Wochen hintereinander schnell wächst, ist es sehr schwierig, ein großes Volumen von BTCs zu kaufen. Aber es ist eine großartige Sache, dies bei einem starken Rückgang zu tun. Und der Einstiegspreis ist viel besser als in den letzten 10 Tagen, als der Markt einfach explodierte mit Käufen, die von verschiedenen Fonds, öffentlichen Unternehmen für ihre Kunden getätigt wurden.
Wenn wir in der obigen Analyse Recht haben (und wir wissen es noch nicht), wird das Niveau von 20.000 Dollar schnell genug genommen werden.


Was erwartet uns heute?

11.00 Uhr EU-Verbrauchervertrauen im November
11.00 Uhr EU-Geschäftsklimaindikator für November


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Das Schwarze Gold ist deutlich gestiegen

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1809,42
(-0,09%)

EURUSD   1,1929
(+0,47%)

DJIA  29874,50
(+0,09%)

OIL.WTI  45,91
(+5,61%)

DAX   13295,90
(+0,37%)

Erst vor ein paar Tagen haben wir unsere Leser darauf aufmerksam gemacht, dass das Öl für eine scharfe Bewegung bereit ist. Und diese Bewegung ist bereits eingetreten. Außerdem nähert sich das Brent-Öl rasch den 50 Dollar pro Barrel. Sein Durchbruch kann den Aufwärtstrend weiter beschleunigen.

WTI

WTI

Der Preis kann nicht ewig in der Spanne bleiben, die sechs Monate lang anhielt. Schließlich wurde der Korridor nach oben durchbrochen. Das schwarze Gold verteuert sich inmitten eines wachsenden Optimismus, dass der jüngste Durchbruch mit dem Impfstoff Covid-19 bereits im nächsten Jahr zu einer raschen Erholung der weltweiten Energienachfrage führen wird.


Worin liegt dann das Problem?

Das Problem ist, dass all dies eine riesige Bullenfalle sein könnte. Heutzutage basieren die Ölkäufe der Spekulanten auf Emotionen. Wie Sie wissen, irren sich Spekulanten in den meisten Fällen. Und der Markt bestraft sie immer und immer wieder. Die sehr harte Strafe wird nicht nur darin bestehen, den Ölpreis wieder in die vorherige Bandbreite zu bringen, sondern auch darin, seine Untergrenze zu durchbrechen, mit einem weiteren Rückgang auf 30 Dollar pro Barrel.
Was sind die Voraussetzungen dafür? Eigentlich sehr viele, hier nur einige wenige:
– Anhaltendes Wachstum der Vorräte an Ölprodukten in den USA
– Die Weltwirtschaft verlangsamt sich derzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie, die die Nachfrage nach Öl dramatisch reduziert.
– Absolute Unsicherheit im Zusammenhang mit dem nächsten OPEC-Treffen
– Risiken für den Ölpreis angesichts einer möglichen Aufhebung der Sanktionen durch den Iran
– Und natürlich ein Anstieg der Öllieferungen über die vereinbarten Quoten hinaus durch die OPEC+-Länder, inmitten wachsender Probleme mit ihren Budgets.
Wenn zu Beginn des Jahres 2021 2-3 Punkte aus der obigen Liste zusammenfallen, wird der Ölpreis deutlich sinken. Und wenn 4-5 zusammenfallen, wird dies der „perfekte Sturm“ für für Gold sein.


Was erwartet uns heute?

08.00 Verbrauchervertrauensindex der Gfk in Deutschland für Dezember
13.30 Bericht des Geldpolitischen Treffens der EZB


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Daytrading

BTC vor dem Gipfelsturm

By | Nachrichten | No Comments

25.11.2020 –Special Report. Bitcoin kratzt an der alten Rekordmarke von knapp 20.000 Dollar. Viele Marktbeobachter erwarten einen Durchmarsch der E-Devise – und tatsächlich gibt es gute Gründe dafür. Wenn da nicht ein wichtiges Warnsignal aus China wäre, das im Medien-Mainstream bislang untergegangen ist. Wir beleuchten die Hintergründe.

Up, up and away

Die Spannung steigt. „Börse Online“ urteilte: „Vor dem Allzeithoch ist nun charttechnisch kaum mehr Widerstand. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass das Allzeithoch noch vor Jahresende erreicht wird. Die Altcoins sind zunächst deutlich zurückgeblieben. Hier könnte es zu Nachholeffekten kommen, vor allem bei den neben Bitcoin In Kürze von PayPal zum Handel angebotenen Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash.“

Massen an Papiergeld

Gründe für den Kauf der E-Devisen gibt es auch angesichts der aktuellen Geldpolitik genug. Das World Resources Institute wies auf die Billionen hin, die weltweit für Stimuli in Reaktion auf Corona gedruckt würden – in den USA, Europa, Japan und anderen großen Volkswirtschaften. Das Quantitative Easing habe ungeahnte Größenordnungen erreicht. „Forbes“ assistierte: „For the first time U.S. debt is now about equal to GDP (Gross Domestic Product), like the sound barrier we once thought if we hit it we might explode.” Tatsächlich hat sich die Bilanz der Federal Reserve auf den Rekordwert von rund 7,2 Billionen Dollar aufgebläht. Das verheißt nichts Gutes für die Währungen der Welt – viele Anleger befürchten eine Entkernung.

BTC schlägt Gold

Vor diesem Hintergrund setzen viele Investoren auf E-Devisen – und zeigen dem üblichen Wertspeicher Gold die kalte Schulter. Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank konstatierte eine Rotation aus Gold hinein in BTC: „there also seems to be an increasing demand to use Bitcoin where Gold used to be used to hedge Dollar risk, inflation and other things.“ Tatsächlich meldete JPMorgan mit fast 800 Millionen Dollar einen Rekordwert an open interest bei Bitcoin-Futures.

morgan

Parallell dazu registrierte die Bank of America gerade mit 5 Milliarden Dollar den größten wöchentlichen Abfluss aus Gold-Fonds überhaupt.

Experte sieht BTC bei 318.000 Dollar

Bitcoin wird also gesellschaftsfähig. Entsprechend euphorisch sind die Preiserwartungen: “Today bitcoin has gotten to a place where institutional investors, banks, and family offices are legitimately pondering involvement as a defense against currency devaluation,” urteilte jüngst nicht ganz uneigennützig Alex Mashinsky, CEO des auf BTC spezialisierten Finanzdienstleisters Celsius Network. Und weiter: “This isn’t a gold rush anymore, it’s a good investment.” BTC werde zum Jahresende auf 30.000 Dollar klettern.
Den Vogel schoss Tom Fitzpatrick ab, Managing Director bei der Citibank. Er prophezeite in einer Information an institutionelle Kunden, dass BTC im kommenden Jahr mehr als 318.000 Dollar kosten werde. Angesichts der unsicheren volkswirtschaftlichen Lage gebe es Ähnlichkeiten mit dem Goldmarkt in den 1970ern.

Warnsignal aus China

Bleibt zu guter Letzt als Gegenstimme ein wenig beachteter, aber trotzdem wichtiger Fakt: China verschärft den Kampf gegen Bitcoin. Im Oktober hat die People’s Bank of China (PBOC) die private Ausgabe von digitalen Währungen verboten. Die in Malta registrierte Börse OKEX musste daraufhin für einen Monat Abhebungen von Cryptos blockieren, weil die Firma den chinesischen Behörden Informationen liefern musste. Der Hintergrund: Die chinesische Notenbank bereitet den Start ihrer eigenen digitalen Devise vor.
Ergo berichtete Reuters jüngst, dass Asset Manager auf eine Expansion außerhalb der Volksrepublik setzen und Kunden in Hongkong und Singapur suchen. So hat Babel Finance, ein auf Cryptos spezialisierter Finanzdienstleister, eine Lizenz für das Asset Management in der ehemaligen britischen Kronkolonie beantragt. Die Firma will rund 1 Billion Dollar an Kapital einsammeln. Gordon Chen, ehemaliger Bitcoin-Trader in Peking, hat jüngst die Firma GMR in Singapur gegründet, da in China der Handel mit digitalen Währungen zunehmend reguliert werde.
Wie wir an dieser Stelle schon häufiger schrieben: China ist nur der Vorreiter, die Regierungen der Welt werden keine unkontrollierbare Nebenwährung dulden. Sie werden mit staatlich gelenkten E-Währungen die Konkurrenten eliminieren, um Korruption, Schwarzgeld und Steuerhinterziehung auszuschalten – und um die Macht über die Geldpolitik zu behalten. Zwar wird es technisch schwierig, das lückenlos durchzusetzen, doch früher oder später wird die Blockade kommen. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge – und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Gold & Bitcoin

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1804,225
(-0,37%)

EURUSD   1,1903
(+0,25%)

DJIA  30000,50
(+0,51%)

OIL.WTI  45,12
(+3,80%)

DAX   13324,61
(+0,59%)

Vor etwa 3 Wochen haben wir unsere Leser auf einen Korrelationsverstoß aufmerksam gemacht. Der Preis von Bitcoin wurde vom S&P 500 Index und Gold abgekoppelt. Die Situation hat sich in dieser Zeit jedoch noch mehr verändert.

Bitcoin

Bitcoin

Jetzt gibt es nicht mehr nur eine Spaltung von Gold und Bitcoin, sondern ihre entgegengesetzte Korrelation. Das heißt, das Wachstum einer Anlage (Bitcoin) geht mit dem Fall einer anderen (Gold) einher. Wir haben diesen Trend den ganzen November über beobachtet. Der Dienstag war der Höhepunkt dieses Prozesses.
Im Moment steigt der Preis der ersten Krypto-Währung um 1000 $, von 18300 $ auf 19300 $. Vor dem gleichen Hintergrund fällt der Goldpreis um 40 $ und durchbricht die Marke von 1800 $ pro Feinunze. Übrigens haben wir unsere Abonnenten vor einigen Tagen auch auf die Gefahr eines Durchbruchs durch die starke horizontale Unterstützung für Gold aufmerksam gemacht.


Was bedeutet das?

Aus Ereignissen von nur einem Monat können keine endgültigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Gold und Bitcoin tauschten Ende 2020 den Platz als Asset, das Geld vor Inflation schützt. Und dies könnte eine der stärksten Veränderungen im 21. Jahrhundert sein.
Ja, wir verstehen, dass es sich pathetisch anhört. Aber die Ereignisse sind den Ereignissen vor etwa 100 Jahren sehr ähnlich, und es war derselbe titanische Wandel zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Über welche Ressourcen sprechen wir? Von Kohle und Öl. Hätte zu Beginn des 20. Jahrhunderts jemand die Idee geäußert, dass bald niemand mehr Kohle brauchen würde, hätte man darüber gelacht. Absolut alles funktionierte mit Kohle. Zu diesem Zeitpunkt brauchte fast niemand Öl. Irgendwann aber änderte sich plötzlich alles. Wer braucht heute zum Beispiel Kohle und warum braucht man sie? Sie wird als Brennstoff für Heizkraftwerke und für die Stahlproduktion verwendet. Den Rest des Marktanteils übernahm Öl.
Dasselbe mag auch mit Gold und Bitcoin geschehen sein. Wenn dies der Fall ist, werden wir in den kommenden Jahren einen gewaltigen Kapitalfluss erleben. Immerhin beträgt die Kapitalisierung von Gold heute etwa 7 Billionen Dollar und die BTC 350 Millionen oder 20 Mal weniger.


Was erwartet uns heute?

14.30 Erstanspruch auf Arbeitslosengeld in den USA
14.30 BIP-Daten für Q3 in den USA
14.30 Bestellungen von Gebrauchsgütern für Oktober in den USA
20.00 Protokoll der Sitzung der US-Notenbank


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Was erwartet man von dem OPEC+ Treffen?

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1876,035
(+0,30%)

EURUSD   1,1876
(+0,19%)

DJIA  29313,50
(+0,37%)

OIL.WTI  42,67
(+0,67%)

DAX   13129,74
(+0,01%)

Der Ölmarkt befindet sich seit nunmehr sechs Monaten in einer ungewöhnlich engen Handelsspanne. Unterdessen nähert sich ein Ereignis, das das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage und damit den Wert des schwarzen Goldes dramatisch verändern könnte. Wir sprechen über das bevorstehende Treffen der OPEC+-Mitgliedsländer. Es soll vom 30. November bis zum 1. Dezember stattfinden.

OIL.WTI

OIL.WTI

Die Teilnehmer werden über das Niveau der Fördermengenreduzierung nach Dezember 2020 diskutieren. Bis heute haben das Kartell und seine Beitrittsländer die Produktion um 7,7 Millionen Barrel pro Tag reduziert. Mit der aktuellen Vereinbarung wird diese jedoch ab Januar 2021 auf 5,7 Millionen Barrel pro Tag reduziert. Dies ist bereits im Futurespreis für das erste Quartal 2021 enthalten.
Vorverhandlungen des Technischen Ausschusses, der am Montag zusammentrat, führten jedoch zu einer Empfehlung, die Produktionssteigerung um 1-2 Quartale zu verschieben. Der Grund dafür ist eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen und ein starker Anstieg der libyschen Ölproduktion. Dies könnte natürlich kurzfristig die Notierungen des schwarzen Goldes stützen. Aber es gibt noch keine offiziellen Erklärungen, und alles zirkuliert inmitten von Gerüchten.
Und noch etwas! Es gibt auch viel wichtigere Gerüchte. Die VAE erwägen den Ausstieg aus dem OPEC+-Geschäft. Der Grund dafür sind Meinungsverschiedenheiten mit Saudi-Arabien und Russland (den Ländern, die ihre Ölförderung auf das Maximum reduziert haben) über die Quotenverteilung. Quellen zufolge äußerte der Energieminister der VAE in einer geschlossenen Sitzung der OPEC+ am Dienstag folgende Meinung. Es wird verlangt, dass alle an der Transaktion beteiligten Parteien ihre früheren Verpflichtungen zur vollständigen Reduzierung der Ölförderung erfüllen. Erst dann sollte das aktuelle Abkommen geändert oder verlängert werden. Es ist kein Geheimnis, dass mindestens die Hälfte der OPEC+-Länder sich der Überschreitung der vereinbarten Ölfördermengen schuldig gemacht hat.
All dies wird überlagert durch neue Daten aus Cushing, wo die Öllager bereits zu 83% gefüllt sind, was nur 3 Millionen Barrel unter den Spitzenwerten im Frühjahr liegt.
All dies zeigt, dass die Volatilität, die in den letzten Monaten deutlich abgenommen hat, jederzeit explodieren könnte, was die enormen Preisausschläge zeigt, die wir in diesem Frühjahr erlebt haben.


Was erwartet uns heute?

09.30 Konjunkturindex für das deutsche Verarbeitende Gewerbe für November
10.00 EU-Geschäftsindex des produktiven Sektors für November
10.30 UK Service Business Activity Index für November
15.45 US Manufacturing PMI für November


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Der Markt sinkt weiter

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1868,90
(+0,16%)

EURUSD   1,1884
(+0,13%)

DJIA  29248,50
(-0,55%)

OIL.WTI  41,82
(-0,14%)

DAX   13144,69
(+0,01%)

Die meisten Aktienmärkte gaben am Donnerstag nach und setzten damit den Trend der vorangegangenen Sitzungen fort. Anleger sind besorgt über den anhaltenden Anstieg der Inzidenz von COVID-19 und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA.

S&P 500

S&P 500

Die Furcht vor einem größeren Schlag gegen die Wirtschaft wird immer glaubwürdiger: New York City schließt zum ersten Mal seit dem Frühjahr städtische Schulen, was große Risiken für die Wirtschaft der Stadt mit sich bringt und eine große Zahl von Lehrern und Mitarbeitern zwingt, ihre Arbeit einzustellen.
Die Zahl der Amerikaner, die in der vergangenen Woche erste Anträge auf staatliche Arbeitslosenunterstützung stellten, stieg auf 742.000, da die Befürchtungen zunahmen, dass der Anstieg der Zahl der COVID-19-Krankheiten die Erholung der amerikanischen Arbeitnehmer weiter verlangsamen wird. Ökonomen erwarteten einen Rückgang der Anträge auf 707.000.


Euro

Die einheitliche europäische Währung brachte eine Überraschung. Zum ersten Mal seit 7 Jahren übertraf sie den US-Dollar in den globalen Abwicklungen (Handel). Der Anteil des Euro an den internationalen Zahlungen betrug im Oktober 37,82%. Der Anteil des US-Dollars sank auf 37,64%.
Den dritten und vierten Platz belegten das englische Pfund Sterling und der japanische Yen, den fünften Platz nahm der kanadische Dollar ein, der den chinesischen Yuan schlug, berichtete SWIFT.
Dies ist natürlich ein starkes positives Signal für den EURO. Es sollte jedoch nicht überbewertet werden. Tatsache ist, dass der US-Dollar nach wie vor die wichtigste Finanzierungswährung der Welt ist. Und es sind amerikanische Anleihen, die in US-Dollar denominiert sind, die die weltweit größten Finanzströme erhalten.


Gold

Wie wir in einem der letzten Newsletter bemerkt haben, weigert sich Gold zu wachsen. Außerdem geht es sogar langsam zurück. Wir empfehlen Ihnen, sich das Tages-Chart genauer anzusehen. Es gibt eine starke Unterstützungszone um die $1.850 pro Feinunze. Der Preis hat es bereits mehrfach getestet und ist nach oben geprallt. Wenn das Niveau durchbrochen wird, handelt es sich einfach um einen Tiefststand, ohne die auf dem Tages-Chart sichtbaren Unterstützungsniveaus.


Was erwartet uns heute?

02.30 Entscheidung der People’s Bank of China zum Zinssatz
08.00 UK-Einzelhandelsumsätze für Oktober
14.30 Einzelhandelsumsätze in Kanada für September


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trade

Die Goldenen Zwanziger

By | Nachrichten | No Comments

18.11.2020 –Special Report. Welch eine Freude an den Börsen: Endlich zeichnen sich Impfstoffe für Corona ab. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität schiebt die Kurse an. Die Medien bejubeln zudem den Wahlsieg des „richtigen“ Kandidaten und unterschlagen Indizien für den US-Wahlbetrug. Dazu pumpen die Zentralbanken Geld ohne Ende in die Wirtschaft. Die aktuelle Euphorie erinnert stark an die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Das könnte auch diesmal böse enden. Wir beleuchten die Folgen für Ihre Investments.

Goldman sieht die Roaring Twenties

Die Analogie zur goldenen Epoche vor 100 Jahren ist nicht von uns. David Kostin von Goldman Sachs verwendete jüngst den Begriff „roaring ’20s“. Dazu ein kurzer historischer Hintergrund: Amerika hatte im Ersten Weltkrieg die Zivilgüter für die westlichen Alliierten in Europa geliefert. England, Frankreich und co. hatten ja auf Kriegswirtschaft umgestellt. Ergo wurden viele Amerikaner wegen der verstärkten Nachfrage aus Europa reich. Und auch Banken und Konzerne hatten viel Geld parat, um in Deutschland zu investieren, das sich gerade durch die Hyper-Inflation von 1923 nach innen entschuldet hatte, indem es mit wertlosem Papiergeld die Reichskriegsanleihen zurückgezahlt hatte. Als Europa wieder zur Zivilwirtschaft zurückkehrte, tobte die Überproduktion in den USA und Investoren zogen ihre Gelder vom alten Kontinent ab. Das Ergebnis war die Große Depression von 1929.

Wie auch immer: Goldman Sachs hob angesichts der Impfstoff-Euphorie gerade sein Ziel für den S&P 500 am Jahresende 2020 von 3.600 auf 3.700 an. Für Ende 2021 liegt die SPX-Prognose bei 4.300. Und für Ende 2022 bei 4.600. Der Grund: Laut Kostin wird eine Impfung gegen Covid-19 zu einer allmählichen Normalisierung der Gesellschaft im Lauf des Jahres 2021 führen. Soll heißen: Die Gewinne der Firmen normalisieren sich.

Auch JPMorgan bullish

Auch JPMorgan hat ein optimales Ergebnis für den Aktienmarkt konstatiert – ein Idealzustand aus „Vaccine Rotation, Subsiding Risks“. Ergo werde der S&P 500 noch vor Jahresende die 3.600 erreichen und 4.000 Anfang kommenden Jahres knacken. Und noch besser: Der Index habe „a good potential for the market to move even higher (~4,500) by the end of next year.“

Doping für den SPX

Bleibt anzumerken, dass der S&P 500 schon bald durch eine einzige Aktie kräftig nach oben geschoben werden könnte: Tesla wird nun doch mit Wirkung zum 21. Dezember in den breiten Marktindex aufgenommen. Allerdings überlegt der Indexanbieter, die Aktie wegen der schieren Größe in zwei Tranchen aufzunehmen.

Geteilte Regierung in Washington

Zudem verwies Goldman Sachs auf eine wahrscheinlich geteilte US-Regierung hin, in der ein Senat unter republikanischer Führung Steuererhöhungen für Privatleute und Firmen blocken könnte. Womit wir elegant zu den Störfaktoren der Hausse eingebogen sind: Möglicherweise werden die Demokraten im Januar zwei Senatssitze in Georgia holen, was zu einem Patt im Senat führen würde, bei dem der Vizepräsident entscheidet. Dann ist der Weg frei für Steuererhöhungen und staatliche Mega-Ausgaben für den Green New Deal.
Wahrscheinlich wird die Software von Dominion Voting Systems auch in Georgia wieder ihre wundersame Wirkung entfalten, genau wie bei der Präsidentschaftswahl. Das System ist offenbar in der Lage, ganz flugs und unbemerkt Stimmen von einer Seite zur anderen zu schieben, wie das Team Trump behauptet. Und wie „Fox News“ berichtete, gehört Dominion zu 60 Prozent einem gewissen Richard Blum. Der ist zufällig der Ehemann der mächtigen kalifornischen demokratischen Senatorin Dianne Feinstein. Es gibt schon unglaubliche Zufälle…

Korrektur voraus

Lance Roberts von RealInvestmentAdvice.com gab noch einen anderen bearishen Hinweis auf die Auszahlung von Investmentfonds und auf die verzögerte Wirkung eines Impfstoffs: „Given the more overbought condition, we expect a one to two-week correction at the beginning of December as mutual funds make their annual distributions. (…) The market has gotten back to more extreme overbought, extended and bullish levels. (…) Considering a vaccine won’t be widely available to mid-to late-next year, the economic weakness will continue to weigh on profitability for now. As such, we are taking profits in some of our more egregiously extended positions and will use a post-Thanksgiving correction to add back to holdings at a cheaper level.” Soll heißen: Der Markt ist komplett überkauft, Fonds machen zum Jahresende Kasse und die Impfung wird noch eine Weile nicht bereitstehen. Ergo leidet die Wirtschaft und der Markt dürfte noch einmal abtauchen.

„Sell The Vaccine“

In die gleiche Richtung ging eine Wortmeldung der Bank of America – die nutzt die Hausse zum Ausstieg. Jüngst wies Chief Investment Strategist Michael Hartnett, darauf hin, dass der wöchentliche Zufluss in die Aktien auf einem Allzeithoch von 44,5 Milliarden Dollar pro Woche liege. Ferner signalisiere die „Global Beadth Rule“ der Bank ein „Sell“-Signal – denn 91 Prozent der Landesindizes im MSCI hätten über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt notiert. Für Hartnett ist dies ein frühes Warnsignal, dass „that topping process has begun“.
Unser Fazit aus alledem: Die Bullen haben mit dem Impfstoff einen echten Gamechanger. Der wird allerdings nicht sofort zur Verfügung stehen. Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Einerseits-Andererseits ein wenig Hilfestellung geben. Jedenfalls ist es nie gut, dem Markt blind zu folgen. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock trading

Die Warnung des Weißen Wals

By | Nachrichten | No Comments

19.11.2020 –Special Report. Nach den positiven Corona-Meldungen von Pfizer, Biontech und Moderna ist die Freude am Markt kaum noch zu bremsen. Umso interessanter ist der bearishe Zwischenruf von Masa Son, dem Konzernchef von Softbank. Auf dem DealBook Online Summit der „New York Times“ warnte er vor einem unmittelbar bevor stehenden „Desaster“. Dabei hatte Softbank jüngst als gigantischer Weißer Wal selbst Hightech-Aktien in sich hinein gefressen.

Angst vor dem Domino-Effekt

Der Software-Chef spielte die Kassandra: In den kommenden Monaten könnten die Weltmärkte wegen einer zweiten, verstärkten Corona-Welle einknicken. Laut Son könnte dies selbst trotz erfolgreicher Impfstoffe „some major company“ in die Knie zwingen und einen Domino-Effekt auslösen, der um die ganze Welt läuft. Es müsse nur eine einzige Bank sein – genau wie bei der Lehman-Krise. Er selbst sei jedenfalls auf das „Worst-Case-Szenario“ vorbereitet, erläuterte Son. Das Blog ZeroHedge wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Nasdaq-Futures seit fast vier Monaten auf der Stelle treten. Dabei sind die Hightech-Aktien stets der Vorreiter in der Euphorie.

nasdaq

Fressrausch bei Big Tech

Vielleicht war Son besonders pessimistisch, weil seine Firma im Sommer als „Weißer Wal“ Hightech-Aktien gejagt hatte und sich dabei ziemlich den Magen verdorben hatte. So hat das Investment-Vehikel Northstar bis Ende September US-Hightech-Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar gekauft. Darunter 6,3 Milliarden an Amazon, 2,2 Milliarden an Facebook, 1,8 Milliarden von Zoom und 1,4 Milliarden von Alphabet. Seitdem sitzt das Konglomerat auf einem Minus von 3,7 Milliarden Dollar.
Und mit dieser Konzentration auf die Tech-Aktien haben wir mit der aktuellen (geld-)politischen und medizinischen Lage eine potenziell explosive Mischung parat. Das Porftolio der Softbank lässt auch Querverbindungen auf den Gesamtmarkt zu.

Wette auf Biden

Aus politischer Sicht war das Investment der Softbank eine Wette auf den Sieg von Joe Biden. Denn die Hightech-Firmen im Silicon Valley haben die Demokraten massiv unterstützt. Wie „Breitbart News“ unter Berufung auf die Medien-Firma Advertising Analytics berichtete, hat eine Lobby-Gruppe namens „Future Forward“ im Endspurt der Wahl sagenhafte 100 Millionen Dollar für Fernsehspots der Demokraten gespendet. Rund 22 Millionen steuerte demnach Facebook-Co-Founder Dustin Moskovitz bei. Der frühere Google-CEO Eric Schmidt spendete 2,5 Millionen Dollar, wie auch die „New York Times“ berichtete. Crypto-Trader Sam Bankman-Fried gab 5 Millionen Dollar, der frühere Twitter-CEO Evan Williams 2,5 Millionen Dollar, Netflix-Chef Reed Hastings 1 Million. Falls Donald Trump doch noch gerichtlich die Wahl kippt, droht Big Tech von dieser Seite Ungemach. Denn die Republikaner werden Rache nehmen.

actual

Impfung killt Corona-Sonderumsätze

Gefährlich wird die Sache für Big Tech auch wegen des Impfstoffs. Fast alle der Firmen, bei denen Softbank sich eingekauft hat, sind Profiteure des Lockdowns – verstärkter Online-Handel, soziale Kontakte fast nur noch über Social Media, kein Kino oder Konzer mehr, sondern Filme zuhause, Web-Konferenzen statt Live-Meetings, stärkere Digitalisierung in den Firmen und so weiter. Wenn eine Impfung die Lage normalisiert, sprudeln die Gewinne bei den Krisengewinnern nicht mehr so stark wie bisher.

Die Rückkehr der Zinsangst

Und letztlich droht die Gefahr von der Zinsseite für die Hightechs. Falls die Federal Reserve zu der Auffassung gelangt, dass sich die Realwirtschaft stabilisiert, könnte sie das Quantitative Easing zurückfahren oder gar die Zinsen erhöhen. Und Wachstumsaktien reagieren stets besonders sensibel auf Zinserhöhungen.
Unser Fazit: Der Markt könnte sich bald der Kehrseite der Medaille in Sachen Corona-Durchbruch widmen. Und dann könnte die Stimmung schnell drehen. Zumal die American Association of Individual Investors gerade feststellte, dass die Bull Ratio – also das Verhältnis von Bulle zu Bär an der Wall Street – gerade auf unglaubliche 69 Prozent gestiegen ist. Wenn zwei Drittel der Akteure bullish sind – wer soll dann noch kaufen?
Aus charttechnischer Sicht bleibt die Sicht auf den Nasdaq Composite: Der hat jüngst ein Gap zwischen rund 11.200 und 11.400 gerissen, das geschlossen werden will. Und wenn das alles geschieht, droht auch dem S&P 500 im Falle eines Falles Ungemach: Nur fünf FAAMG-Aktien (Facebook, Apple, Amazon, Microsoft, Google – Mutter Alphabet) machen rund ein Fünftel der gesamten Marktkapitalisierung des S&P aus. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge – und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.