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Morning Stock News

Der Optimismus ist wieder da

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Gold   1693,50
(-1,18%)

EURUSD   1,0828
( +0,07%)

DJIA  24115
(+3,29%)

OIL.WTI  25,095
(+20,71%)

DAX   10609
(+ 1,60%)

Am Mittwoch kehrt der Optimismus auf die internationalen Handelsplätze zurück, obwohl es praktisch keinen Grund für ein solches Wachstum gibt. Selbst eine kleine Pause in der negativen Nachrichtenlage wirkte sich positiv auf Anleger aus. Dies gilt umso mehr, als sich die Kosten der Energieressourcen zu erholen begannen.


Gold

Gold

In den U.S.A. beginnt die Berichtssaison. Diese Berichte werden beginnen, die Schäden der Coronavirus-Pandemie für Unternehmen aufzuzeigen. Noch sind die Märkte optimistisch, dass die Regierung sie nicht aufgeben wird. Das Weiße Haus und der Senat haben sich auf ein weiteres Hilfspaket für Unternehmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise geeinigt. Der DAX-Index schloss bei 10415, 1,6% über dem Vortag, während der S&P500-Index um mehr als 2,5% stieg.


Euro

Der Euro hat sich im achten Monat in Folge seitwärts bewegt, und an den letzten vier Handelstagen hat die Handelsspanne 100 Punkte nicht überschritten. Die Marktstimmung verbessert sich im Allgemeinen, aber von einer Rückkehr zu einem „normalen“ Zustand ist man noch weit entfernt. Im aktuellen Fall liegt die gute Dynamik der Aktien gegenüber dem US-Dollar, so dass der Euro wahrscheinlich in den kommenden Tagen versuchen wird, aus der Spanne herauszukommen und den Wert von 1,09 zu durchbrechen. Zum Ende des Mittwochs notierte EUR/USD bei 1,0815.


Öl

Millionen von Fässern Öl befinden sich jetzt in Tankschiffen auf hoher See und suchen mit großer Mühe weiterhin nach ihren Käufern. Es gibt eine sehr unklare Energiesituation auf der Welt, und es ist noch nicht abzusehen, wohin sie führen wird. Der Juni-Future für WTI-Öl fiel am Mittwoch auf 10 Dollar pro Barrel, konnte sich aber bis zum Ende des Tages wieder auf 14 Dollar pro Barrel erholen. In vielerlei Hinsicht wird der Preis von den Maßnahmen der Exportländer abhängen. Der Platz in den Bodenlagern ist fast vollständig belegt, und 1 von 10 Supertankern in der Welt ist bereits ein schwimmendes Öllager. Bis jetzt sind wir zufrieden, dass der Markt nicht völlig zusammengebrochen ist, und das ist sehr gut.


Gold

Gold holte am Mittwoch alle seine Verluste vom Dienstag wieder auf und überwand zuversichtlich die Marke von $1700 pro Feinunze. Anleger kaufen Gold viel besser als andere Edelmetalle wie Silber oder Palladium. Dies deutet darauf hin, dass dem Metall bei der Einsparung von Geld während der Coronavirus-Pandemie und der schwierigen wirtschaftlichen Lage ein ziemlich wichtiger Platz eingeräumt wird.


Was erwartet uns heute?

02.30 PMI-Index für den Dienstleistungssektor in Japan
08.00 UK Einzelhandelsumsatz
14.30 Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung USA


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Haben wir einen neuen Katalysator für die Krise?

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Gold   1693,50
(+0,36%)

EURUSD   1,0849
( -0,06%)

DJIA  24115
(+5,19%)

OIL.WTI  25,095
(+91,71%)

DAX   10609
(+ 3,20%)

Der Dienstag entpuppte sich für die meisten Märkte aufgrund eines gravierenden Rückgangs der Energiepreise als negativ. In einigen Fällen überschattete die Nachricht vom Ölfall die Nachricht von der Coronavirus-Pandemie. Viele Investoren sind zur Analyse einer völlig anderen Situation übergegangen.


GBP/USD

GBPUSD

Aufgrund eines starken Einbruchs der Ölmärkte am Dienstag stehen die Zahlen im roten Bereich. Die Verkäufe sind moderat, und es gibt keine ernsthafte Panik. Wir sollten noch nicht damit rechnen, dass sich die Situation verbessert, und der Verkauf von Vermögenswerten dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Auch die europäischen Märkte hielten am Dienstag aufgrund des Zusammenbruchs des Ölmarktes nicht durch und fielen während der gesamten Handelssitzung. Der DAX schloss bei 10249 Punkten und damit 3,99% unter dem Eröffnungswert. Der S&P500 fiel um 2,8%.


Pfund Sterling

Das Pfund bleibt aufgrund der Furcht vor schwachen Inflationsdaten sowie der Frustrationen über Brexit unter Druck. Ganz gleich, wie sehr sich Großbritannien bemüht, die Quarantäne und die Verbreitung des Coronavirus werden die Wirtschaft des Königreichs beeinträchtigen. Wenn die Inflationsdaten niedriger ausfallen als vorhergesagt, wird das Pfund wahrscheinlich weiter gegenüber dem US-Dollar fallen. Das GBP verliert am Dienstag mehr als 1% gegenüber dem US-Dollar und wird bei 1,2280 gehandelt.


Öl

Wie zu erwarten war, hält die Ölkrise an. Der Grund für den kurzfristigen Rückgang des Öls sind logistische Probleme. Aufgrund der Quarantäne gibt es große Probleme in den Verkehrsknotenpunkten und den Mangel an freien Tankschiffen, da der Auftragnehmer verpflichtet ist, dieses Öl nach dem Kauf eines Futures an Bord eines Schiffes zu nehmen und es in die Lager zu pumpen. In der gegenwärtigen Situation war es eine sehr schwierige Aufgabe, einen freien Tanker zu finden, ebenso wie die Lagerung. Vor dem Hintergrund eines starken Rückgangs des Mai-Kontrakts verlor der Juni-Future für WTI-Öl am Dienstag 35% seines Wertes. Die Lage ist kritisch, und der Rückgang wird sich wahrscheinlich fortsetzen, wenn die Länder keine entsprechenden Maßnahmen ergreifen.


Gold

Aufgrund des Schocks auf dem Energiemarkt am Dienstag fühlt sich Gold nicht sehr wohl und fällt aufgrund von Sorgen der Investoren. Obwohl Gold ein Schutzschild für Metalle ist, bevorzugen Anleger in kritischen Situationen dennoch den Dollar, der zu seiner Zeit auch ein Schutzschild für Währungen ist, die auf dem Markt immer liquide sind. Bis zum Ende der Handelssitzung in den USA gibt es einen guten Goldrückkauf, was auf ein gutes Interesse an dem Edelmetall hindeutet. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das Gold bei über $1700 pro Unze notiert und neue Höchststände erobern wird.


Was erwartet uns heute?

00.45 UK-Verbraucherpreisindex
11.00 Verbraucherpreisindex-Basiswert in Kanada
16.30 US-Rohölreserven


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Forex chart

Das steckt hinter dem historischen Öl-Crash

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21.04.2020 –Special Report. In diesen Tagen wird Geschichte geschrieben: Gestern wurde das Fass West Texas Intermediate zur Auslieferung im Mai zeitweise mit minus 40,32 Dollar gehandelt, bevor sich der Kontrakt nach mehreren panischen Stunden wieder auf knapp über 0 hangelte. Neben dem Überangebot gibt es eine Erklärung aus dem Finanzmarkt für das Phänomen. Wir erläutern die Hintergründe.

Erstmals Negativpreis für Ölkontrakt

Selbst abgebrühte Trader rieben sich gestern die Augen: Erstmals seit Auflage des Futures-Handels im Jahr 1983 ist der Preis des auslaufenden Terminkontrakts für US-Rohöl der Referenzsorte West Texas Intermediate zur Lieferung im Mai unter Null gestürzt. Gesettelt wurde der Mai-Kontrakt gestern für negative 37,63 US-Dollar. Am Freitag hatte der Schlusskurs noch bei plus 18,27 Dollar gelegen.

Massives Einreißen von Stopp-Losses

Tatsächlich ist die gestrige Lage in Umkehrung mit der historischen Short-Squeeze bei der Volkswagen-Aktie zu vergleichen – denn die Liquidität für den Ölkontrakt trocknete gestern komplett aus. Niemand kaufte, als alle zugleich verkauften. Gestern gegen Mittag US-Zeit wurden unzählige Stopp-Losses aktiviert, als der Kontrakt die 10 Dollar berührte. Sie sehen also: Setzen Sie Stopps nie bei runden Marken, sondern stets knapp davor.

Ahnungslose Spekulanten

Roger Diwan, für Energie zuständiger Vizepräsident bei IHSMarkit, erklärte die Lage. IHSMarkit ist ein börsennotierter Informationsdienst mit Sitz in London. Der Absturz habe mit dem heutigen Auslaufen des Mai-Kontraktes zu tun. Wer den Kontrakt zum Laufzeitende hält, muss das Öl im Mai am Pipeline-Knoten in Cushing in Oklahoma auch abnehmen. Da Spekulanten aber keine Lagerkapazität haben und da diese dort aktuell sowieso kaum zu kaufen sei, hätten Finanzakteure die Futures unter allen Umständen loswerden müssen. Möglicherweise hätten einige Akteure den Aspekt der physischen Abnahme nicht verstanden.
Diwan ergänzte, die Situation gestern deute nicht notwendigerweise auf die künftige Marktsituation hin, da der Futures-Kontrakt für Juni an der NYMEX gestern bei plus 21,13 Dollar schloss. Allerdings sei der Juni-Kontrakt damit keineswegs sicher – der Markt in Cushing sei in keinem guten Zustand und die Lager liefen allmählich voll.

Mom-and-Pop-Crash

Goldman Sachs schlug in die gleiche Kerbe und klärte seine Kunden auf, wer genau gestern panisch verkauft hatte. Wegen der Schwierigkeiten und der Kosten für die Lagerung von Öl – selbst in normalen Zeiten – hielten erfahrene Investoren niemals einen Kontrakt bis zum Auslaufen. Die Long-Positionen seien daher geschrumpft, da große ETF (Exchange Traded Funds – Indexfonds) ihr Geld schon gerollt hätten. In den vergangenen Wochen seien jedoch verstärkt Retail-Trader eingestiegen, urteilte Goldman weiter. Dies zeige der Anstieg des Retail-Engagements, etwa im USO ETF.
Wir ergänzen: Bis Freitag, 17. April hatte es noch über 100.000 offene Positionen im Mai-Kontrakt gegeben, das ist weit über dem Fünfjahres-Durchschnitt von 60.000. Das deutet darauf hin, dass gestern noch überdurchschnittlich viele Amateure die auslaufenden Kontrakte hielten. Unser Fazit: Mom-and-Pop-Daytrader schmissen sich die heiße Kartoffel zu, sprich: einen Kontrakt, bei dem sie nicht verstanden hatten, dass hier im schlimmsten Fall tonnenweise Öl ausgeliefert wird.

Neues Feuerwerk droht bei Mai- und Juni-Kontrakt

Goldman Sachs warnte auch schon vor neuen Katastrophen. Commodity Strategist Damien Courvalin wies zunächst auf „potential further distress ahead of the settlement window“ am heutigen Ende des Mai-Kontraktes hin.
Und damit dürfte der Schmerz für die Bullen nicht enden, nun rückt der Juni-Kontrakt in den Fokus, der am 19. Mai ausläuft. Für dessen Kollaps sprechen laut Goldman drei Gründe: Erstens dürfte der gewaltige Move gestern einige Long-Retail-Investoren aus dem Markt treiben. Zweitens dürfte es einen negativen Effekt geben, wenn viele Investoren Anfang Mai ihre Position vom Juni- in den Juli-Kontrakt rollen. Drittens bleibe die Frage des Überangebots und der Storage Capacity ungelöst.

Die Lager laufen über

In den vergangenen Wochen stiegen die US-Bestände an Erdöl um knapp 20 Prozent, sie liegen auf dem höchsten Stand seit etwa drei Jahren. Und dies mitten in einer heftigen Rezession. Gleichzeitig werden verstärkt Tanker als schwimmende Lager genutzt. Experten schätzen, dass sich die Menge in Tankern binnen zwei Wochen auf den Rekordwert von 160 Millionen Barrel verdoppelte.

Dabei hatte es zuletzt nach einer Entspannung ausgesehen: Wie von US-Präsident Donald Trump angekündigt, hatten sich Russland und Saudi-Arabien auf Förderkürzungen geeinigt. De facto ist Moskau damit eingeknickt. Was viele Marktteilnehmer überrascht hatte. Trump sorgte zudem gestern Abend kurzzeitig für Unterstützung, als er noch einmal bekräftigte, 75 Millionen Fass Rohöl für die Strategic Oil Reserve zu kaufen.

Öl in USA für 40 Dollar Cash zu haben

Dennoch: Der US-Markt ertrinkt in Öl. Die Produzenten zahlen aktuell Prämien dafür, dass ihnen jemand die Fässer abnimmt. Ganz unten eine Angebotsliste des Handelshauses Plains Marketing: Alle Preise für regionale Ölsorten sind negativ. Wenn Sie aktuell gerade Bedarf haben, erhalten Sie beispielsweise 54 Dollar Cash auf die Hand bei Abnahme eines Fasses South Texas Sour oder rund 39 Dollar bei Einkauf von einem Barrel Oklahoma Condensate Light.

Es wird noch einmal spannend

Unser Fazit: Heute um 14.30 Uhr US-Ostküstenzeit wird es im Mai-Kontrakt möglicherweise noch einmal explosiv, da normalerweise nur rund 2.000 Kontrakte ausgeliefert werden. Wir fragen uns, ob alle Investoren ihren ungewollten Mai-Kontrakt zur physischen Auslieferung losgeworden sind. Auch für den Juni-Kontrakt und für die folgenden Monate ist nur sicher, dass nichts sicher ist. Auf den Markt rollt ein regelrechter Öl-Tsunami zu. Damit könnten auch andere, spätere Öl-Futures bald Schwindsucht erleiden. Die Bernstein-Bank bleibt für Sie am Ball!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Der Energiemarkt bricht zusammen. Kein Öl mehr benötigt?

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Gold   1693,50
(-1,00%)

EURUSD   1,0836
( -0,38%)

DJIA  24115
(-0,65%)

OIL.WTI  25,095
(-5,55%)

DAX   10609
(+ 2,87%)

Der Montag entpuppte sich als Schock für die Weltmärkte, da die Preise für WTI-Öl im Mai auf Null gesunken waren. Der scharfe Rückgang erklärt, dass es in der Wirtschaft nicht so gut läuft und die Rezession nur an Dynamik gewinnen kann. Die Coronavirus-Inzidenzkurve scheint in wichtigen Regionen das Plateau-Stadium erreicht zu haben, was wiederum einen gewissen Optimismus bei den Anlegern weckt.


WTI

WTI

Viele Analysten glauben, dass wir das Ergebnis von Quarantäne, Produktionsstillstand und wirtschaftlicher Erholung erst in einigen Monaten spüren werden. Das ist in der Welt noch nie vorgekommen, so dass niemand weiß, welche Folgen die derzeitige Situation haben wird. Am Montag werden die Märkte aufgrund der großen Unsicherheit auf dem Ölmarkt in gemischter Bewegung gehandelt. Der DAX ist um 0,3% gestiegen, der S&P500 um 2% gefallen. Die wichtigsten Daten in dieser Woche werden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA sowie die Bestellungen von langlebigen Gütern sein. Die positiven Daten werden den Anlegern einen Impuls geben, von den derzeitigen Niveaus aus zu kaufen.


Euro

Die EU verfolgt, wie die Schuldenmärkte der Europäischen Union, die Angst vor einer Staatsschuldenkrise. Italien ist derzeit eines der volatilsten Länder, das von der EZB bereits eng unterstützt wird. Im Mittelpunkt steht das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU, das am Donnerstag stattfinden wird. Dort werden erneut Methoden zur Rettung der europäischen Wirtschaft diskutiert werden. Je nachdem, ob sich die Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder einigen und ihre Kräfte bündeln können, hängt das künftige Schicksal des Euro ab. Die Weigerung Italiens, eine Stabilisierungspolitik zu verfolgen, könnte sich am Freitag auf die Kreditwürdigkeit des Landes auswirken, was sich wiederum negativ auf den Preis der europäischen Währung auswirken wird. Während das Währungspaar EUR/USD in einer engen Handelsspanne nahe dem Niveau von 1,0860 gehandelt wird, dürfte es dort bis zur Bekanntgabe der Gipfelergebnisse bleiben.


Öl

Der Mai-Future für WTI-Öl wurde zu 0 Dollar pro Barrel gehandelt. Die Märkte haben deutlich gemacht, dass niemand mehr Öl braucht. Die Lager sind überfüllt, die Produktion geht langsam zurück, und die US-Regierung plant für die nahe Zukunft eine Reihe von Maßnahmen, die bereits in der Administration diskutiert werden. Die Zukunft des Öls ist immer noch sehr schlecht, und es ist wahrscheinlich, dass der Juni-Kontrakt, der an den Börsen bereits als der wichtigste gilt, in naher Zukunft ebenfalls nach unten rutschen wird.


Gold

Am Montag versuchte der Goldpreis weiter über 1700 Dollar zu steigen. Der Ölmarkt unterstützt das Edelmetall, so dass wir erwarten, dass Gold in naher Zukunft versuchen wird, die Marke von $1750 pro Unze zu erreichen. Gelähmte Wirtschaftsprozesse auf der ganzen Welt werden nicht in kürzester Zeit wieder aufgenommen werden können, selbst wenn ein Heilmittel gegen das Coronavirus gefunden wird, so dass die Nachfrage nach Gold in naher Zukunft ebenso hoch sein wird.


Was erwartet uns heute?

00.45 Änderungen in der Anzahl der ersten Arbeitslosenanträge in Großbritannien für März
11.00 ZEW-Index der ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland
16.00 Hausverkäufe in den USA


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Morning Stock News

Die Investoren erwarten eine positive Wirtschaftsentwicklung. Wird sich der Trend umkehren können?

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Gold   1693,50
(-1,00%)

EURUSD   1,0869
( -0,07%)

DJIA  24115
(-0,65%)

OIL.WTI  25,095
(-5,55%)

DAX   10609
(+ 2,87%)

In der vergangenen Woche war die am meisten erwartete Statistik über die chinesische Wirtschaft. China war das erste Land, das mit dem Coronavirus infiziert wurde, das erste, das die Krankheit blockierte und das erste, das die Quarantäne verließ. Natürlich blicken die meisten Investoren auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und sagen voraus, wie schwierig es für andere Länder sein wird, sich von der Krise zu erholen.


GOLD

Gold

Die Zahlen für China fielen besser aus als die Vorhersagen, aber die Regierung hat immer noch etwas, woran sie arbeiten muss. Die Investoren werden nun sehen, wie schnell China seine Produktionskapazitäten wiederaufbauen kann. Die am Donnerstag begonnenen Mikrorallyes an den Aktienmärkten setzten sich am Freitag fort. Die Weltmärkte wuchsen aktiv in Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung und steigender Chancen, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden. Am Freitag stieg der DAX-Index um 3% auf 10615, der S&P500-Index um 2,6% auf 2874,66.


Euro

Am Ende der Woche bewegte sich der Euro weiterhin in einer sehr engen Handelsspanne. Jetzt warten die Investoren darauf, wie schwierig es für Europa sein wird, die Coronavirus-Pandemie zu überwinden. Nach vorläufigen Daten ist die Zahl der Fälle in einigen Ländern rückläufig. Die Länder beginnen damit, die Quarantänemaßnahmen teilweise aufzuheben und die Produktion aufzunehmen. Bislang gibt es keine starken Signale für das Wachstum von EUR/USD, und es ist wahrscheinlich, dass der Kurs weiter in einer engen Spanne bleiben wird. Der Quarantäneeffekt wird erst in ein oder zwei Monaten eintreten, so dass alles vor uns liegt.


Öl

Der Ölmarkt stagniert nach wie vor. Länderabkommen zur Reduzierung der Ölförderung stützen den Markt praktisch nicht, und die Vorräte der Länder beginnen sich zu füllen. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, weitere Preissenkungen zu verhindern, um den Energiemarkt nicht zum völligen Niedergang zu führen. In der letzten Woche fiel der Preis für WTI-Öl auf ein Rekordtief und wurde mit 18 Dollar pro Barrel gehandelt.


Gold

Es war ganz logisch, bis zum Ende der Woche von einer Korrektur beim Gold auszugehen. Da das Metall seit mehreren Wochen in Folge aktiv wächst, nahmen die Anleger einen Teil des Gewinns mit, da sich der Preis nun an der Obergrenze, nahe dem historischen Höchststand, befindet. Langfristig bleibt die optimistische Stimmung gegenüber Gold erhalten. Wir erwarten einen Goldpreis von über $1700 pro Unze, wobei wir die weitere Entwicklung der Situation beobachten werden.


Was erwartet uns heute?

03.30 NBK-Basis-Kreditzinssatz
08.00 Deutscher Erzeugerpreisindex
11.00 Handelsbilanz in der Europäischen Union


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Trade Graph

China startet erste digitale Währung

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17.04.2020 –Special Report. Die Volksrepublik China hat ein Netzwerk für eine eigene Cyber-Währung eingeführt. Und gleich darauf die erste digitale Währung auf dem Globus etabliert – den CBDC. Damit stellt sich die Frage, ob dies weltweit den Einsatz von Cyber-Währungen ankurbelt und ihnen den lang ersehnten offiziellen Ritterschlag erteilt. Oder ob China damit irgendwann Bitcoin, Ethereum und co. den Hahn abdreht.

Weltpremiere: Netzwerk für elektronisches Zentralbankgeld

Am Mittwoch, den 15. April 2020 war es so weit: Die Volksrepublik China hat das Blockchain Service Network (BSN) gestartet. Das Netzwerk soll zunächst nur in China arbeiten, später aber auch den internationalen Zugang ermöglichen. Damit will es Peking unter staatlicher Leitung Firmen und Software-Entwicklern erleichtern, blockchain-basierte Anwendungen zu entwickeln. Der Schritt unterstützt Zahlungsoptionen über den Messenger WeChat, Cloud-Zahlungen aber auch Enterprise-Online-Banking sowie Offline-Überweisungen. Coindesk.com erläuterte, das Netz solle am 25. April global geschaltet werden. Das „BTC-Echo“ kommentierte, Peking baue damit seine Position aus – schließlich sei China das Land mit den meisten Blockchain-Patenten weltweit. „IEEE.Spectrum“ ergänzte, bis Ende 2020 sollen Nodes, also Knotenpunkte, in 200 chinesischen Städten entstehen.

Startschuss für den Digitalen Yuan / CBDC

Der Startschuss für die erste Cyber-Währung erfolgte am gestrigen 16. April: Das „BTC Echo“ berichtete unter Berufung auf „Chinastarmarket“, China habe die CBDC (central bank digital currency) zunächst in geringem Umfang über Alipay implementiert. Das digitale Zentralbankengeld soll erst im Bezirk Xiangcheng in der Stadt Suzhou westlich von Shanghai in der Gehaltsauszahlung bei Regierungsbeamten zum Einsatz kommen. Ab Mai will die Regierung die Auszahlungen dann weiter ausbreiten. Im Rahmen dieses Pilotprojektes arbeiteten die Bank of China, die China Construction Bank, die Industrial and Commerical Bank of China sowie die Agricultural Bank of China zusammen. Coinkurier.de schrieb unter Berufung auf die Exchange Binance, es gebe bereits offizielle Apps zum Testen der Kryptowährung die auch als „Digitaler Yuan” oder als „DC/EP” (Digital Currency/Electronic Payment) bekannt ist.

Du sollst keine andere Währung neben meiner haben

Die Anleger sahen die Entwicklung offenbar positiv für das digitale Devisen-Universum – Bitcoin beispielsweise zogen seit Mittwochnacht um rund 10 Prozent an. Wenn das mal kein Trugschluss ist. Zwar werden Crypto-Currencies wie Bitcoin in China weiter genutzt, obwohl sie offiziell verboten sind, erläuterte „IEEE.Spectrum“. Wir meinen: Nicht mehr lang. Denn die Chinesen werden es nicht zulassen, dass die unter staatlicher Obhut geführten Crypto-Miner fremdgehen, soll heißen, dass es ihnen erlaubt wird, neben dem chinesischen Zentralbankengeld andere digitale Währungen zu produzieren.
Dass die Kommunistische Partei notfalls über Leichen geht, belegt gerade die Corona-Krise – Peking hat den Ausbruch lange verschwiegen und laut Berichten der „Washington Post“, der „Epoch Times“ sowie von Fox News offenbar tatsächlich das Virus aus dem Labor des Wuhan Institute of Virology entkommen lassen. Zudem hat sich China die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Karren gespannt – dessen Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus lobte stets das chinesische Vorgehen, unterdrückte Warnungen aus Taiwan vom Dezember 2019, kritisierte die frühen Grenzschließungen in den USA, Israel und Polen. Kein Wunder: Er ist Kommunist und hat als Kader der Tigray People’s Liberation Front Karriere gemacht. Was wir auf der deutschen Wikipedia nicht lesen, sehr wohl aber auf der amerikanischen.
Der Brückenschlag zum Markt für Cryptos: Die Welt muss sich auf das gnadenlose Ausmerzen konkurrierender E-Devisen einrichten – für die chinesische KP geht es um viel Geld und um imperiale Interessen.

China will die Führungsrolle

Ein Grund für das chinesische Blockchain-Vorpreschen ist das Streben nach einer globalen Führungsrolle bei Cyber-Devisen. Eine Motivation für das neue Krypto-Netzwerk dürfte die sein, dass China dadurch schnell lernen will. Mit den niedrigen Kosten von voraussichtlich umgerechnet 300 Dollar pro Jahr im Minimum dürfte das Netzwerk BSN enorm viel Wissen ansaugen, da es viele fleißige Studenten anlocken wird. Dies, um ein Monopol etwa von Facebook zu verhindern. Und um langfristig weltweit zur Nummer 1 bei den Kryptos zu werden. „China has the ambition to be the technology leader in the world. And I think they might have enough technology chops to pull this off, at least within the blockchain industry,” urteilte Edith Yeung Managing Partner bei der auf Blockchain fokussierten Venture-Capital-Firma Proof of Capital, im Gespräch mit Coindesk.

Angriff auf den Dollar

Ein weiterer Grund ist die Macht, die hinter einer globalen Leitwährung steht. Wenn der Digitale Yuan wächst und gedeiht, dürfte China irgendwann versuchen, seinen internationalen Handel auf Yuan umzustellen – das wird Peking kleineren Nachbarländer schlicht diktieren oder wie im Fall WHO über unterwanderte internationale Organisationen für sich nutzen. Sollten die Chinesen so viele Blockchain-Patente besitzen, dass sie ein Monopol auf Cryptos hätten, werden die anderen Digitalwährungen verdorren. Die Vorteile: Ein starker Yuan würde die chinesische Mittelschicht wegen der höheren Kaufkraft stützen. Damit würde sich auch der Dollar als globale Handelswährung schwächen lassen. Und dies bedeutet schlicht Machtverlust für die USA – die dann ein Problem mit auf Pump finanzierten hohen Rüstungsausgaben und dem Schutz von Taiwan hätten.

Kampf gegen die Korruption

Der wichtigste Grund für die Einführung des digitalen Yuan ist jedoch die horrende Korruption im Reich der Mitte. Natürlich sind genaue Zahlen schwierig zu bekommen. Doch das „Time Magazin“ berichtete im Juni 2011 von einem aufsehenerregenden Bericht der People’s Bank of China. Die Notenbank wiederum berief sich auf die Chinese Academy of Social Sciences: Demnach waren seit 1990 rund 18.000 Kader der Kommunistischen Partei, von staatlichen Behörden, aus der Justiz oder dem höheren Management aus dem Land geflohen. Und sie nahmen etwa 120 Milliarden Dollar gleich mit.

Im Oktober 2014 sorgte ein Fall in China für Aufsehen: In der Wohnung von Wei Pengyuan wurden laut BBC rund 200 Millionen Yuan – damals umgerechnet 33 Millionen Dollar – gefunden. Der Mann war der stellvertretende Leiter der Kohle-Abteilung in der Nationalen Energiebehörde. Alleine in den ersten neun Monaten 2014 wurden laut dem Bericht 13.000 Offizielle wegen Korruption in China verurteilt. Ein weiterer hübscher Fall ist der von Zhang Qi, einst kommunistischer Parteichef in Haikou in der Provinz Hainan. Laut „Daily Mail“ wurde er im September 2019 wegen Korruption verhaftet. Bei ihm zuhause fand sich rund eine halbe Tonne Gold; und auf der Bank noch einmal umgerechnet rund 35 Millionen Dollar an Cash.

Die totale Kontrolle

Tja, dumm gelaufen: Hätten diese Bonzen ihr Geld nicht zuhause oder auf einer staatlich überwachten Bank verstecken müssen, wären sie wohl nicht geschnappt worden. Und genau hier kommen die Cryptos ins Spiel. Yeung von Proof of Capital zog im Gespräch mit Coindesk dieses Fazit: „If the government has access to everything via handpicked nodes, everything is developed and maintained by the government, no more cash. (…) It’s hard to have any fraud if all telco, banks, transportation, Alipay or WeChat is part of the government network.”

Long oder short?

Unser Fazit: Konkurrierende Kryptos dürften über kurz oder lang aus China verschwinden. Was einen großen Teil der Nachfrage kappt. Wenn andere Länder dem chinesischen Beispiel folgen, dann dürfte es auch global düster für die Cyber-Währungen aussehen. Die Türkei hegt Pläne für eine digitale Lira, in den USA wird Libra von Facebook kritisch beäugt, auch in Deutschland verstummen die Diskussionen über die Abschaffung des Bargelds nicht.

Allerdings kann es eine Weile dauern, bis all diese Pläne umgesetzt sind. Die Frage ist, ob China überhaupt in der Lage ist, ein komplett kontrolliertes Netz aufzubauen. Ein weiterer Long-Faktor wäre die Tatsache, dass die Notenbanken der Welt gerade im Zuge der Corona-Krise wieder munter die heimischen Währungen mit einer Flut von frisch gedrucktem Geld entkernen. Viele Anleger sehnen sich aber nach einer nicht durch die (Währungs-)Politik inflationierbaren Währung – nach elektronischem Gold sozusagen. Kommt noch das Thema Halving bei Bitcoin hinzu.

Die Bernstein Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades und viele gute Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Finanzmärkte sind relativ ruhig

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Gold   1707,28
(-0,67%)

EURUSD   1,0868
( +0,07%)

DJIA  24263,50
(+3,67%)

OIL.WTI  26,375
(+33,68%)

DAX   10313,71
(+ 0,01%)

Am Donnerstag sehen wir eine moderate Korrektur an den Finanzmärkten. Die Berichterstattung und die Hoffnung, dass die Pandemie bald besiegt sein wird, sind für Investoren eine Ermutigung, auch wenn sie sehr zerbrechlich ist. Nach Ansicht von Experten werden die Märkte keinen zweiten „Boden“ mehr haben, und sie werden sich bald zu erholen beginnen. Die Prognose ist nicht sehr eindeutig, denn niemand weiß, ob und wie stark die zweite Infektionswelle auftreten wird.


USD/CAD

Die europäischen Länder beginnen, Quarantänemaßnahmen langsam abzuschwächen, was sich positiv auf das Wirtschaftsklima auswirkt. Die Hauptnachricht am Donnerstag waren Daten zu den ersten Arbeitslosenanträgen in den USA. Es stellte sich heraus, dass es 5,245 Mio. waren, also weniger als in der vergangenen Woche. Ein Rückgang ist ein gutes Zeichen, das auf die Erholung einiger Wirtschaftssektoren hindeutet, aber dennoch ist die Arbeitslosigkeit in den USA fast auf dem historischen Rekordniveau. Der DAX schloss bei 10301, das sind 0,2% mehr als am Vortag. Der S&P500-Index wurde mit einem leichten Anstieg bei 2790 gehandelt. Am Freitag werden makroökonomische Daten über China veröffentlicht, die zeigen werden, wie einer der größten Produzenten der Welt gelitten hat. Diese Daten werden Aufschluss darüber geben, wie tief die Wirtschaft gefallen ist und wie schnell sie sich erholen wird.


Euro

Selbst die positive Nachricht, dass die europäischen Länder beginnen, die Quarantäne zu lockern, gibt keine Impulse für das Wachstum des EUR/USD-Paares. Die Erkrankungsrate ist nach wie vor hoch, und einige Experten erwarten die zweite Welle. Deshalb ziehen es die Anleger in dieser Phase vor, ihr Geld zu behalten und auf den besten Moment zu warten. Am Donnerstag handelte der EUR auf dem Niveau von 1,0840.


Kanadischer Dollar

Kanada wird erhebliche Ressourcen zur Stimulierung der Wirtschaft mobilisieren müssen, um eine Baukrise zu vermeiden und einen Einbruch der Energiepreise zu bewältigen. Bislang steigt der USD/CAD auf 1,45, wo es einen weiteren Resistenztest geben wird. Kanada hat die eine Hoffnung, dass die US-Notenbank ihre Wirtschaft aus der Krise führen wird. In diesem Fall wird der US-Dollar sinken.


Bitcoin

Bitcoin hat immer noch seine eigene Besonderheit – Volatilität. Nach einem Rückgang auf 6500 $ zeigte Bitcoin einen deutlichen Sprung auf 7100 $. Die Stärkung der ersten Kryptowährung geht mit einem erhöhten Handelsvolumen einher. Die Investoren kommen zurück, wahrscheinlich wird der Bitcoin bald versuchen, über $7000 zu steigen und die Unterstützung bei $7400 zu brechen.


Was erwartet uns heute?

04.00 Chinesisches BIP
04.00 Volumen der Industrieproduktion in China
11.00 Verbraucherpreisindex in Europa


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Morning Stock News

Die Märkte wissen nicht, was sie tun sollen. Die Regierungen auch nicht?

By | Nachrichten | No Comments

Gold   1716,48
(+0%)

EURUSD   1,0882
( -0,23%)

DJIA  23348
(-0,16%)

OIL.WTI  19,845
(-1,46%)

DAX   10266,54
(+ 0,01%)

Der Mittwoch stellte sich für alle Marktteilnehmer als sehr unklar heraus. Einerseits ist jeder bereits daran gewöhnt, während der Quarantäne, der Ausgangsbeschränkungen, der geschlossenen Betriebe, zu leben, obwohl die globalen Probleme noch vor uns liegen, wenn die derzeitige Quarantäne sich direkt auf das Einkommen und die Wirtschaftsleistung aller Länder der Welt auswirken wird. Viele Entwicklungsländer nähern sich einer Default-Linie, die in kleinen Entwicklungsländern eine Kette von Ausfällen in Gang setzen könnte.


EUR/USD

EURUSD

Das Risiko und der Appetit der Investoren sind am Mittwoch verflogen. Der S&P500-Index verliert 2% und wird bei 2780 gehandelt. Der DAX verliert fast 4% und wird bei 10280 gehandelt. Obwohl es jetzt Zeit für die Unternehmensberichterstattung in den USA ist, wenn die Märkte dazu neigen, aufgrund von Berichten zu wachsen, werden wir wahrscheinlich das gegenteilige Bild sehen, da die Daten keineswegs beruhigend sind. In naher Zukunft werden die Investoren Entscheidungen treffen, nachdem sie die reale Situation der Unternehmen bewertet haben. Ein Wachstum ist unwahrscheinlich, es sei denn, die Regierung meldet irgendwelche drastischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.


Euro

Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich um den Wert von 1,09 und versucht nicht, neue Niveaus zu erreichen. In Europa herrscht Uneinigkeit, die Staats- und Regierungschefs der Länder haben unterschiedliche Vorstellungen von der aktuellen Situation und versichern sich in Erklärungen. Meinungsverschiedenheiten über die jüngsten Vereinbarungen der Eurogruppe werden immer häufiger. Aus technischer Sicht tendiert der Euro eher zum Niveau von 1,0800, das bei 1,0650 eröffnet wird.


Öl

Es sieht so aus, als gäbe es ein großes Versagen auf dem Ölmarkt. Die Verhandlungen der OPEC+ erwiesen sich als so vage und unspezifisch in Bezug auf Volumen und Fristen, dass den Investoren einfach die Geduld ausging. Dies gilt umso mehr, als Donald Trump beschlossen hat, die Ölförderung in den USA nicht zu reduzieren, es sei denn, die Märkte wollen es. Die treibende Kraft für die Ölbewegung waren die Daten über die Ölreserven. Die Statistiken des US-Energieministeriums erreichten die Märkte schließlich mit dem tatsächlichen Wert von 19,24 Millionen Barrel, als ein Rückgang um 11,939 Millionen Barrel prognostiziert wurde. WTI-Öl ging zurück und wurde am Mittwoch auf einem Tiefstand von 20 Dollar pro Barrel gehandelt. Das sind schlechte Nachrichten für das Öl, und der Rückgang wird sich wahrscheinlich fortsetzen.


Gold

Gold ist stabil und befindet sich auf dem Höhepunkt der letzten Jahre. Viele Investoren blicken auf die USA und auf die wirtschaftliche Erholung. Die Ankündigung des US-Präsidenten, die Unterstützung für die WHO in einem für die Welt so ernsten Moment einzustellen, ist sehr durchwachsen und stellt Amerika der Welt gegenüber bloß. Bislang gibt es in den USA keine ernsthaften Signale für eine wirtschaftliche Erholung. Daher wird Gold in naher Zukunft versuchen, auf das Niveau von $1800 pro Unze zu steigen.


Was erwartet uns heute?

03.30 Veränderungen in Australiens Beschäftigungsquote
10.00 IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland
14.30 Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten


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Morning Stock News

Die chinesische Wirtschaft beginnt zu erwachen. Wird es eine zweite Welle der Epidemie geben?

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Gold   1726,14
(-0,05%)

EURUSD   1,0974
( -0,07%)

DJIA  23786,50
(-0,38%)

OIL.WTI  20,535
(-0,65%)

DAX   10722,88
(+ 0,01%)

Am Dienstag sehen wir, dass die Märkte es leid sind, negativ zu sein und nach positiven Daten greifen, um zu wachsen. Das Gesamtbild der Pandemie ist etwas freundlicher und die Länder blicken optimistisch in die Zukunft. Import- und Exportdaten zeigen, dass China sich von einer strengen Quarantäne zu erholen beginnt und die Produktion aufnimmt. Die chinesischen Geschäftsaktivitäten normalisieren sich wieder, und das ist ein sehr gutes Zeichen.


AUD/USD

Aufgrund guter Nachrichten über den Kampf gegen die Pandemie und Daten aus China wachsen die amerikanischen Märkte am Dienstag um mehr als 2%. Investoren sind des Verkaufens überdrüssig, und der Wunsch zu kaufen siegt. Wenn sich die Tendenz zur Bekämpfung des Coronavirus verbessert und die Länder positive Krankheitsstatistiken vorlegen können, werden die Investoren eher bereit sein, Risiken einzugehen und weiter zu kaufen.


Euro

Die europäische Währung hat nicht die geringste Kraft nach oben zu gehen, obwohl wir am Dienstag Wachstum sehen, aber es ist sehr gering. Nach dem Beschluss von Konjunkturmaßnahmen reagierten die Investoren überhaupt nicht. Am Dienstag wächst der Euro aufgrund der Schwäche des US-Dollars. Investoren glauben, dass der Dollar in der gegenwärtigen Situation überbewertet ist. Der Saldo der US-Notenbank stieg sprunghaft auf den Rekordwert von 6,13 Billionen Dollar, und das dürfte sicherlich Druck auf den Zinssatz ausüben. Wenn sich die US-Statistiken über die Krankheit verbessern, wird dies die US-Währung stark beeinflussen, was kein gutes Zeichen für den Euro ist. Der derzeitige Anstieg auf 1,10 ist wahrscheinlich eine Korrektur vor dem Rückgang, der sehr bald einsetzen könnte.


Australischer Dollar

China zeigte eine gute Handelsbilanzdynamik, und es gibt alle Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft erholt. Australien ist sehr stark von China abhängig, da es genügend verschiedene Rohstoffe liefert. Vor dem Hintergrund positiver Daten erwarten Investoren eine Verbesserung der australischen Wirtschaft. Der australische Dollar wächst in der zweiten Handelswoche weiter und wird am Dienstag bei 0,6420 gehandelt. Mittelfristig wird AUD/USD auf SMA 200 steigen, was 0,6700 entspricht, aber nur, wenn China und die übrige Wirtschaft in naher Zukunft stabil sind.


Gold

Im Moment ist bereits klar, dass Goldverkäufe nicht in Betracht gezogen werden sollten. Es wurde viel darüber debattiert, ob das Metall die Marke von $1700 pro Unze überschreiten könnte, aber nach dem Ausbruch der Epidemie in China war bereits klar, dass das Gold sehr bald dort sein würde. Als Nächstes werden wir uns das Volumen der Liquidität ansehen, das in naher Zukunft auf dem Markt erscheinen wird, und es ist durchaus möglich, dass ein Teil davon zum Kauf des Edelmetalls verwendet wird. Vielleicht wird Gold also in diesem Jahr versuchen, historische Höchststände zu erobern. Der Weg dafür ist offen, und es ist nicht mehr viel übrig.


Was erwartet uns heute?

09.00 Verbraucherpreisindex in Spanien für März
14.30 Basisindex der US-Einzelhandelsumsätze
16.30 Uhr US-Rohölreserven


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Die Berichtssaison des Grauens beginnt

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14.04.2020 –Special Report. Die Wall Street hat zu Ostern eine nette Bärenmarkt-Rally vorgelegt. Beherzte Stimuli der US-Regierung und frisches Geld von der Fed hatten die Kurse gestützt. Viel wird nun von der Berichtssaison abhängen, die heute mit JPMorgan Chase beginnt: Die Frage ist, ob die wahrscheinlich horrenden Zahlen und der wohl getrübte Ausblick die wieder optimistischere Börsen-Bewertung tragen. Doch leider wird die Sache diesmal besonders schwierig: Unsicherheit dürfte eine neue Rückstellungsregel in der Bilanzierung der Banken bringen.

Bear-Market-Rally

Welch ein Rebound: Zu Ostern markierte der Dow Jones mit knapp 24.000 Zählern ziemlich genau eine 50-Prozent-Erholung seit dem Absturz aus dem Olymp bei rund 29.600 Punkten bis in den Hades bei rund 18.600 Stellen. Der gestrige Rücksetzer an Ostermontag war auch der Frage geschuldet, ob die Unternehmenszahlen diese Aufholjagd rechtfertigen. Ab heute erhalten wir die Antwort. Das Blog ZeroHedge warnte, die Aktien im S&P 500 seien zuletzt stärker überbewertet gewesen, als im Februar-Hoch. Das NTM im Schaubild steht für „next twelve months“.

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Grausige Unternehmenszahlen erwartet

Viel wird jetzt von der anlaufenden Berichtssaison abhängen. Dass die Zahlen und Ausblicke schlecht ausfallen, gilt als ausgemacht. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. So vermuten die Analysten der DZ Bank, dass die Gewinne der 30 im DAX notierten Konzerne in diesem Jahr um 50 Prozent und mehr einbrechen könnten – und es könnte vereinzelt um bis zu 80 Prozent nach unten gehen. Das wäre weit mehr als in früheren Rezessionen, „als die Gewinne im Durchschnitt um 35 Prozent fielen.“ Damit seien jederzeit niedrigere Kurse als heute möglich.
Doch wie schlecht genau wird das Jahr werden? Und wie schlimm das kommende Jahr? Ist die künftige Bewertung der Börse angesichts der zu erwartenden horrenden Zahlen gerechtfertigt? Eine erste Antwort erhalten wir heute vor Handelsbeginn an der Wall Street mit JP Morgan Chase. Kurz darauf folgen Schwergewichte wie Wells Fargo, Johnson&Johnson, Goldman Sachs, Bank of America und die Citigroup.

Rätselraten mit neuer Bilanzierung

Zum Corona-Übel gesellt sich ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Börse: Die Banken müssen laut Reuters gemäß den seit 01. Januar geltenden neuen Bilanzierungsregeln vorsorglich Rückstellungen für die Zukunft bilden. Ausgerechnet im ersten Corona-Quartal wird diese Regel nun angewendet. Achten Sie also bei regelmäßigen Marktupdates auf den Begriff CECL, das steht für Current Expected Credit Losses – einige Broker werden auch von „Cecil“ sprechen.
Leider ist mit dieser willkürlichen Regel völlig unklar, ob ein Kreditinstitut auf lauter faulen Krediten sitzt, oder ob es nur besonders vorsichtig ist. Die Frage aller Fragen lautet: Wie viele Kredite werden bei welcher Bank wegen Corona platzen? Gerard Cassidy, Analyst bei RBC, urteilte, Investoren wollten eine Rückversicherung dafür, dass „this downturn for the banks will only be an earnings issue and not a balance sheet issue similar to the 2008-2009 financial crisis.“ Vorige Woche senkte Goldman schon einmal vorsorglich die Gewinnschätzungen für alle Banken in 2020 um 40 Prozent. Das könnte somit im Markt die Messlatte für Schock oder Erleichterung werden.
Und somit wird das Rätselraten beginnen, wie tief sich die Rezession in den Hypothekenmarkt, in die Geschäfte der Unternehmen und in den Immobilienmarkt gegraben hat – mit potenziellen Folgen für die Börse.

Goldman ist jetzt bullish

Dennoch legte Goldman Sachs eine interessante bullishe Kehrtwende hin. Analyst David Kostin schrieb gerade, die Kombination von nie gesehener Unterstützung aus der Politik und die abflachende Virus-Kurve hätten das Abwärtsrisiko für die US-Wirtschaft und den Finanzmarkt dramatisch reduziert. Das frühere kurzfristige Ziel von 2.000 Zählern im S&P 500 sei nicht länger wahrscheinlich, das Ziel zum Jahresende bleibe 3.000 Punkte. Für Goldman werden die Zahlen aus dem ersten Quartal kaum einen Einfluss auf die Börse haben – die meisten Kunden hätten 2020 sowieso schon abgehakt. Der Fokus liege auf dem Ausblick für 2021. Ein Risiko gebe es jedoch: Eine zweite Infektionswelle in den USA, sobald die Wirtschaft wieder hochgefahren werde.

Don‘t fight the Fed

Einen stabilisierenden Faktor gibt es natürlich: Die Fed steht bereit. Vorige Woche schob sie den Markt mit der Ankündigung weiterer Notfallhilfen im Volumen von 2,3 Billionen Dollar an. Das neue Maßnahmenpaket soll lokale Regierungen sowie kleine und mittelgroße Unternehmen stützen. Über die Geschäftsbanken sollen unter anderem vierjährige Kredite für Firmen mit bis zu 10.000 Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden. Zudem will die Fed Anleihen von Bundesstaaten und bevölkerungsreichen Counties und Städten kaufen, um ihnen mit frischem Cash unter die Arme zu greifen. Auf dem Parkett in New York gilt es als ausgemachte Sache, dass die Fed einen weiteren Börsen-Crash nicht zulassen wird.
Passend dazu eine Einschätzung von Eric Peters, Chief Investment Officer von One River Asset Management: Ohne die in atemberaubendem Tempo durchgezogenen Hilfsprogramme der Fed und des US-Finanzamtes wären die Aktienkurse wohl 50 bis 80 Prozent niedriger. Doch dann schränkte er warnend ein, nun drohe eine Arbeitslosigkeit von 15 bis 25 Prozent, Defizite und Schulden wie zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges – und laut Ärzten vielleicht 100.000 bis 240.000 Tote in den USA.

„Do or Die“ in Sachen Medizin

Überhaupt ist die Frage aller Fragen für die Börse eine medizinische: Wird es bald einen Impfstoff geben? Oder werden die Menschen Resistenzen entwickeln? Das wären die bullishen Szenarien mit denen wir die Corona-Krise bald abhaken könnten. Oder sind einmal Erkrankte so sehr vom Wüten des Corona-Virus geschwächt, dass ihre Gesundheit stark geschädigt ist? Noch schlimmer: Ist nach einer Ausheilung von Covid-19 eine erneute Erkrankung möglich, wie dies aktuell in Südkorea bei 91 offiziell genesenen Patienten der Fall zu sein scheint? Das wären die bearishen Fälle, die den Markt noch einmal kräftig auf die Bretter schicken könnten.
Bleibt eine Anmerkung als Fazit von unserer Seite: Falls die Medizin das Virus besiegt, dürften nicht nur Aktien in dieser gigantischen Inflationierung des Finanzmarktes an Wert gewinnen. Nicht nur die USA, sondern auch Europa und China haben ja Konjunktur- und Kreditprogramme aufgelegt. Profitieren dürfte vor allem Gold, das zuletzt bei über 1.700 Dollar je Unze Anlauf nahm auf das Allzeithoch bei rund 1.900 Dollar je Feinunze. Die Bernstein Bank wünscht uns allen eine schnelle Rückkehr zur Normalität – und Ihnen erfolgreiche Trades und Investments!


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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.