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Massive Marktverkäufe – steht die globale Krise vor der Tür?

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Gold   1585,08
(+0,50%)

EURUSD   1,1206
( +0,27%)

DJIA   21338,50
(+1,43%)

OIL.WTI  31,86
(+2,87%)

DAX   9003,45
(+ 0,05%)

Der Donnerstag war ein weiterer Tag, an dem sich die Märkte im freien Fall befanden. Jetzt ist klar, dass sich alle in Panik befinden, und es gibt nichts, was man dagegen tun kann. Die USA versuchen, ihre Wirtschaft zu stützen, bisher jedoch aber ohne Erfolg.


Das Diagramm des S&P500-Index des Tages


Die US-Notenbank begann Geld in ihr Land zu pumpen, um ein Liquiditätsdefizit zu vermeiden. Am Donnerstag wurden 500 Milliarden Dollar in dreimonatigen Repo-Geschäften angeboten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 Milliarden Dollar für dreimonatige Repo-Geschäfte und weitere 500 Milliarden Dollar für einmonatige Geschäfte angeboten. Dies ist eine ernsthafte Summe, die für eine Weile versuchen sollte, den Niedergang und den vorzeitigen Bankrott von Unternehmen zu stoppen. Die wichtigsten Indizes der Welt fallen mit großer Geschwindigkeit. Der DAX-Index verliert 12,24%, ein Rekordwert seit 1989, der S&P500-Index liegt bei über 7%, der DOW Jones-Index bei über 7,5%.


Bitcoin

Der gesamte Krypto-Markt brach am Donnerstag in buchstäblich einer Stunde zusammen. Bitcoin verlor 20% seines Wertes und zog alle anderen Krypto-Währungen nach unten. Die Gesamtkapitalisierung fiel auf 172 Milliarden Dollar, etwa 88 Milliarden weniger als eine Woche zuvor. Es ist alles panisch und eine Flucht in andere Vermögenswerte. Bitcoin wird jetzt mit 6.000 Dollar gehandelt, zurück auf das Niveau von Ende 2018.


Euro

Am Donnerstag beschloss die EZB, den Zinssatz nicht zu senken und beließ ihn auf einem Rekordtief von 0%. Auf diese Erklärungen hin stürzte die europäische Währung nach unten und berührte sogar das Niveau von 1,1040, über das wir vor einer Woche sprachen. Für den Euro wird es eine schwierige Zeit sein, die EZB ergreift Maßnahmen, aber nicht so, wie die Investoren es sich wünschen.


GOLD

Der Goldpreis fiel am Donnerstag um 3%, nachdem die EZB ihre Absicht bekannt gegeben hatte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten. Wir können davon ausgehen, dass das Gold fällt, weil die Händler zusätzliche Liquidität am Aktienmarkt benötigten. Aufgrund von Rekordverkäufen muss wahrscheinlich jemand das Gold verkaufen, um etwas Liquidität hinzuzufügen und keine Margin-Forderungen für andere Instrumente zu erhalten. Dieser Rückgang ist eher vorübergehend, und Gold wird sich in naher Zukunft erholen.


Was erwartet uns heute?

05.30 Japan Konjunkturindex im Dienstleistungssektor
13.45 Verbraucherpreisindex für Deutschland für Februar
13.30 US-Importpreisindex


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Der Börse droht der größte Crash aller Zeiten

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12.03.2020 – Special Report. Corona und kein Ende: Die Aktienmärkte stürzen weiter ab, die Anleger warten verzweifelt auf eine entschlossene Reaktion der Politik. Denn durch Covid-19 taumelt die Welt vielleicht in eine totale Deflation. Die aktuelle Baisse könnte schlimmer werden als der Große Crash von 1929. Die Vehemenz und das Tempo signalisieren, dass wir es derzeit mit etwas ganz Besonderem zu tun haben.

Immer neue Hiobsbotschaften

Schlimmer geht’s immer: US-Präsident Donald Trump hat alle Flüge aus Europa in die USA für 30 Tage gecancelt. Konkrete Aussagen zu einem möglichen Hilfsprogramm machte er nicht. Die Futures tauchten weiter ab, nachdem die Wall Street zuvor sowieso schon in einen Tiefflug eingebogen war. Und gestern hat endlich Angela Merkel (CDU) zum Volk gesprochen. 60 bis 70 Prozent aller Menschen in Deutschland könnten sich mit Corona anstecken. Außer dem Appell zur Solidarität auch hier kein massiver Stimulus.

Wir hatten schon vor zwei Wochen von einem ähnlichen Tenor im „Atlantic“ berichtet. Dort äußerte Marc Lipsitch, Profossor für Epidemologie in Harvard, Corona „will ultimately not be containable” – der Virus könne also nicht eingedämmt werden. In den kommenden Jahren würden sich 40 bis 70 Prozent der Weltbevölkerung mit Covid-19 anstecken. Der US-Fernsehsender NBC berichtete unterdessen, Brian Monahan, verantwortlicher Arzt für den Kongress und den U.S. Supreme Court, habe hinter verschlossenen Türen Klartext gesprochen: Er gehe von 70 bis 150 Millionen Menschen in den USA aus, die sich mit Covid-19 infizieren. Lauter Hammerschläge also für die Börse.

Das Undenkbare denken

Sollten sich die Vermutungen zu den Infektionszahlen bewahrheiten und kein Impfstoff gefunden werden, sollten die Menschen nicht natürliche Resistenzen entwickeln und Corona zu einer kleinen, bösartigen Grippe schrumpfen, dann können wir von einem monatelangen, wenn nicht jahrelangen Schock für die Weltwirtschaft ausgehen. Somit ist es Zeit, das Undenkbare zu denken. Wir gestatten uns einige Gedankenspiele zu den Auswirkungen auf die Börse. Chartanalyse ersparen wir uns, in Zeiten der Panik ist sie sowieso wirkungslos. Klar ist nur, dass es auf dem Weg nach unten immer wieder kleinere Hoffnungsrallys geben wird. Und irgendwann werden auch all die vielen inzwischen gerissenen Kurslücken wieder geschlossen.

Best Case: Kurze aber heftige Rezession

Die meisten Analysten wagen es aktuell nur, sich eine kurze Rezession vorzustellen. Kein Wunder, viele kennen nur den gerade beendeten elf Jahre andauernden Bull Run im Dow und sehen jede Baisse als relativ schnell beendete Kurskorrektur.

JPMorgan hat jüngst sein Jahresend-Ziel für den S&P 500 von 3.400 auf rund 2.300 gekappt. Goldman Sachs unter Chief Equity Strategist David Kostin erwartet nun zur Jahresmitte ein Kursziel von 2.450 Zählern für den S&P 500. Immerhin könne der Index zum Jahresende potentiell wieder auf 3.200 anziehen. Chef-Ökonom Torsten Slok sagte MarketWatch, es sei noch zu früh, um wieder in Aktien einzusteigen, da die entschlossene Reaktion der Politik fehlte. Firmen oder Verbraucher bräuchten Geld, um es auszugeben.

Medium Case: Verlängerte Agonie

Bleibt zu bezweifeln, dass bei einer Pandemie die Wirtschaft schnell wieder anspringt – das könnte ein bis zwei Jahre dauern. Dazu noch eine weitere interessante Wortmeldung aus dem weitverzweigten Goldman-Universum. Ein anderes Team, diesmal von Chief Global Equity Strategist Peter Oppenheimer, schaute sich alle Bären-Märkte seit 1835 an. Das Fazit: Eine heftige Baisse kappt die Kurse zwischen 29 und 57 Prozent.

Zunächst unterschied die Goldmann-Truppe zwischen „event-driven”, das ist eine Baisse, die durch äußere Einflüsse ausgelöst wird, etwa durch einen Krieg. Solche Abstürze kosten im Schnitt 29 Prozent der Rendite. Immerhin erholten sich solche von einem exogenen Schock gebeutelte Börsen innerhalb von 15 Monaten.

Absturz bis zu 57 Prozent möglich

Bei zyklischen Baissen lag das Minus im Schnitt immerhin noch bei 31 Prozent, hieß es in der Goldman-Studie weiter. Wir meinen: Dieser Fall trifft aktuell teilweise zu, denn die Goldmänner definierten dies als Ende eines wirtschaftlichen Zyklus, Rezession und Einbruch in den Profiten. Nur die steigenden Zinsen passen nicht.

Doch es geht noch schlimmer: Laut Goldmann sind strukturelle Bären-Märkte im Schnitt um 57 Prozent abgetaucht. Die Investmentbanker sehen solche Strukturkrisen unter anderem gekennzeichnet durch finanzielle Blasen, oft gefolgt von Preisschocks wie einer Deflation. Wir sehen hier durchaus Parallelen zur aktuellen Lage.

Goldmann Sachs selbst legte sich nicht fest, wo Covid-19 einzuordnen ist – denn Corona sei ein Sonderfall. Goldman-Analyst Oppenheimer kommentierte: „We’ve never before entered a bear market because of a viral outbreak.“ Und diesmal sei es nicht klar, ob die Gegenmaßnahmen der Geldpolitik greifen würden. Denn Zinsschnitte könnten in einer Welt aus Angst nicht greifen; die Konsumenten seien immerhin gezwungen zuhause zu bleiben.

Worst Case: 1929 revisited – Dow gesiebtelt

Wir legen noch einen drauf. Im schlimmsten Fall erleben wir wohl Folgendes: Das Virus breitet sich immer weiter aus, die Sterblichkeit zieht drastisch an. Die Menschen schließen sich wegen der neuen Pest zuhause ein. Die Regierungen reagieren gar nicht oder zu zaghaft. Die Folge wäre eine jahrelange

globale Rezession, die sich zu einem nie dagewesenen deflationären Schock auswächst. Etwa so: Banken-Krise 2008 plus Weltwirtschaftskrise plus nie gekannte Mega-Epidemie. Inklusive einem möglichen herben politischen Umbruch plus zwischenzeitlicher Erosion der öffentlichen Ordnung. Kurz: Ein kompletter Zusammenbruch in Politik und Wirtschaft.


Quelle: Finanzmakrtwelt.de

Am ehesten vergleichbar zu diesem Worst-Case-Szenario erscheint uns die große Depression 1929. Vom Hoch bei über 350 Zählern vor dem Schwarzen Freitag im Oktober 1929 hatte sich der Dow Jones bis Ende 1932 locker gesiebtelt. Erst mehr als 20 Jahre später erreichte der US-Leitindex wieder seine alten Höhen.

Übertragen auf den heutigen Dow und sein Hoch bei rund 30.000 Zählern wäre dies also ein Sinkflug bis auf gut 4.000 Zähler. Es könnte auch heftiger kommen: Denn anders als 1929 kommen als Belastungsfaktoren für die Volkswirtschaften heutzutage noch die Auswirkungen der Krankheit auf das Gesundheits- und Sozialsystem vieler Staaten hinzu. Wie auch immer: In diesem Fall dürfte die Börse über mehrere Jahre gen Süden drehen. Wenn der Bullenmarkt über eine Dekade andauerte – warum sollten die Bären nicht genauso lange herrschen? Nur gut, dass sie auch short gehen können, wenn Sie CFD handeln.

Ein New Deal muss her

Unser Fazit: Gegen einen potenziell gigantischen Systemschock wird nur ein gigantischer New Deal helfen – am besten koordiniert von den G20-Staaten. Massive Konjunkturprogramme plus staatliche Stütze, vielleicht kombiniert mit Helicopter Money.

In einem zornigen Beitrag fasste das gerade Michael Every von der Rabobank ähnlich zusammen. Zunächst äußerte er Kritik am Ausbleiben großer Stimuli in den USA. Dann nannte er zwei historische Beispiele, um die aktuelle Handlungsverweigerung der Politik anzuprangern. Zunächst den „Great Stink“ von 1858 in London. Erst in einem heißen Sommer, als der Gestank der zur Kloake verkommenen Themse unerträglich wurde, wurde die Administration aktiv – und London erhielt ein modernes Abwasser-System, das bis heute funktioniert. Zuvor hatte die Politik wegen der Wochenmärkte und der Beeinträchtigung der Geschäfte den Mega-Bau immer wieder verzögert. Immerhin handelten die Briten irgendwann. In der Sowjetunion der 70er Jahre dagegen verschleppte die kommunistische Gerontokratie überfällige Reformen – bis zum Kollaps.

Und dann verwies der Rabobank-Experte immerhin lobend auf das heutige Großbritannien. Er nannte Rishi Sunak, den jugendlichen und tatkräftigen britischen Chancellor. Der werde wohl Presseberichten zufolge in Kürze ein Stimulus-Paket über fünf Jahre in Höhe von 600 Milliarden Pfund vorstellen – das höchste Level an Staatsgeld seit 1955. Und schon sei das starre fiskalische Korsett Geschichte: „As such, out the window go the UK’s Fiscal Rules.“ Das wäre doch mal wieder eine echte Entlastung für die belagerten Bullen an der Börse. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Broker handel

Der DAX rauscht unter 10.000

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12.03.2020 –Daily Report. Kein Halt, nirgends. Die Wall Street legt einmal mehr einen ungebremsten Absturz hin. Die USA untersagen wegen Corona alle Flüge von Europa in die USA. Weiter gibt es keine konkrete Aussage zu Staatshilfen. Asien und die Börse in Frankfurt gehen in die Knie. Die Hoffnung der Anleger ruht nun auf der Europäischen Zentralbank.

Börse Frankfurt fällt wie ein Stein

Wir hoffen, dass Sie vor einiger Zeit ein wenig Geld in Puts und Shorts investiert haben, wie wir es Ihnen geraten hatten: Der DAX brach am Donnerstag in kürzester Zeit unter die Schwelle von 10.000 Zählern. Der deutsche Leitindex gab zuletzt 6,8 Prozent oder 708 Zähler nach auf 9.731 Stellen. Gold war auch keine schlechte Idee: Der Preis hielt sich stabil bei 1.643 Dollar je Unze. Der Tiefenrausch bei den deutschen Aktien ist kein Wunder, denn die Hiobsbotschaften prasselten wie Hagel auf die Bullen ein.

Sinkflug überall

Das Kieler IfW-Institut erwartet in diesem Jahr wegen Corona erstmals seit der Finanzkrise 2009 für die deutsche Wirtschaft wieder eine Schrumpfung. Das ist wenig überraschend, denn 56,2 Prozent der deutschen Unternehmen spüren derzeit negative Auswirkungen, wie das Ifo-Institut meldete. Doch aus einem anderen Grund waren die US-Futures in der Nacht um rund 5 Prozent abgetaucht. Erdöl verbilligte sich ebenfalls um rund 5 Prozent: WTI kostete noch 31,39 Dollar, Brent 34,02 Dollar je Fass.

Enttäuschung nach Ansprache von Trump

Der weltweite Handel hatte sich von US-Präsident Donald Trump konkrete Stimuli versprochen und bekam nichts. In seiner Rede aus dem Oval Office versprach er zwar finanzielle Hilfen für Arbeiter, die krank oder in Quarantäne seien oder sich um andere kümmerten. Doch nannte er wegen der Budget-Hoheit des Kongress keine Einzelheiten. Weiter sagte er, im Rahmen der Small Business Administration werde es auch niedrig verzinste Kredite für betroffene Firmen geben; weiter sollen Betroffene Steuerzahlungen um drei Monate verschieben können. Besonders schlimm für die international vernetzte Wirtschaft: Ab Freitag werden alle Flüge aus fast ganz Europa in die USA eingestellt.

Zuvor hatte schon Treasury Secretary Steven Mnuchin gesagt, ein robuster Stimulus-Plan werde eine Weile brauchen, bis ihn der Kongress verabschiedet habe. Politiker beider Parteien hatten sich schon skeptisch über Steuererleichterungen geäußert. Natürlich dürften die Demokraten die Angelegenheit als Waffe im Wahlkampf nutzen.

Corona breitet sich in Italien aus

Unterdessen hat die Regierung in Rom nach einem starken Anstieg der Todesfälle die Schließung von Bars und Restaurants sowie fast aller Geschäfte verhängt. Nur Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken bleiben weiter geöffnet. Dänemark schließt ab Montag für zwei Wochen alle öffentlichen Schulen und Kindertagesstätten. Auch nicht zwingend benötigte Mitarbeiter im öffentlichen Sektor dürfen nach Hause gehen. Angesichts der weiter offenen Grenzen in Europa ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis dieser Zustand auch in Deutschland Normalität wird.

Asienbörsen geben nach

Im Sog der Futures ging auch der asiatische Aktienmarkt in die Knie. Der Nikkei schloss 4,4 Prozent tiefer auf 18.560 Zählern. Der CSI-300 in China sank um 1,9 Prozent auf 3.951 Stellen. Peking steuerte gegen: Die Erholung der chinesischen Industrie von Corona nimmt dem Handelsministerium zufolge Fahrt auf. Dies sagte der Außenhandelsdirektor des Ministeriums, Li Xingqian, heute während einer Online-Pressekonferenz. China überlege, die Importe zu erhöhen. Doch wegen des wachsenden Drucks auf die Weltwirtschaft durch die globale Ausbreitung des Virus steige die Unsicherheit in China. Indien verhängte derweil eine Einreisesperre für alle Touristen. Die kleine, positive Nachricht aus Australien ging unter: Das Land will 11 Milliarden Dollar in die Wirtschaft pumpen.

Herber Absturz an der Wall Street

Die Weltgesundheitsorganisation hatte gestern die Verbreitung des neuen Corona-Virus als Pandemie eingestuft und damit die US-Börsen versenkt. Der Dow Jones Industrial rutschte im Tagesverlauf immer tiefer und schloss 5,9 Prozent schwächer bei 23.553 Zählern. Innerhalb von drei Jahren hat der Index somit das Plus eines Jahres aufgezehrt. Der Dow ist nun offiziell in einen Bärenmarkt eingebogen – und ein elfjähriger Bull Run ist beendet. Er war übrigens der längste überhaupt. Der S&P 500 gab 4,9 Prozent nach auf 2.741 Zähler. Und der Nasdaq 100 verlor 4,4 Prozent auf 8006,12 Zähler. Derweil kletterte der Panik-Indikator VIX auf über 60 Punkte – so hoch hatte der Index zuletzt Ende 2008 gestanden.

Das bringt der Tag

Der wichtigste Termin am Donnerstag wird die EZB-Ratssitzung mit dem Zinsentscheid um 13.45 Uhr. In der Pressekonferenz danach dürfte es vor allem um geldpolitische Schritte gegen Corona gehen.

Zudem wird um 13.30 Uhr die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gemeldet.

Dito die Verbraucherpreise für Februar.

Das wird also einmal mehr ein heißer Börsentag – wappnen Sie sich! Eine ideale Plattform für den Online-Handel finden Sie dort, wo in diesen Zeiten die stärksten Server stehen: Bei leistungsfähigen Brokern mit Bafin Lizenz.

Den Terminkalender finden Sie wie immer hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Die WHO hat eine Pandemie ausgerufen. Werden die Märkte nachgeben?

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Gold   1635,87
(-0,15%)

EURUSD   1,1295
( +0,32%)

DJIA   22562
(-5,16%)

OIL.WTI  31,605
(-5,68%)

DAX   10308,57
(+ 0,01%)

Am Mittwoch gab die WHO bekannt, dass es sich bei der Coronavirus-Epidemie um eine Pandemie handelt. Was es für die Welt und die Märkte im Besonderen bedeutet. Alle Kräfte werden sich nun auf die Bekämpfung der Infektion konzentrieren. Die Länder beginnen mit der Einführung der Quarantäne. Grenzen, Schulen, Universitäten und Museen werden geschlossen. Für die Wirtschaft ist dies eine sehr traurige Nachricht, denn niemand weiß, wohin es führen könnte. Der Tourismus geht zurück, der Handelsumsatz geht zurück, die Produktion geht zurück.


Chart des tages DAX

The USD index chart of the day
Die Märkte reagieren auf diese Situation zweideutig, weil sie einfach nicht wissen, wo sie am besten aufgehoben sind. Die US-Konjunkturmaßnahmen sollten die gegenwärtige Situation korrigieren und irgendwie die Bewegung des Börsenhandels für die nahe Zukunft bestimmen. Am Mittwoch, nach der Erklärung der WHO, begannen die Märkte wieder auf die Tiefstwerte zu sinken. Der S&P500 verliert seit der Eröffnung fast 5%, der DOW Jones verliert fast 6% und der DAX schloss 0,35% unter dem Eröffnungsstand.


Bitcoin

Die Kryptowährungen fühlen sich nach dem Zusammenbruch der globalen Finanzmärkte nicht sehr gut. Wie sich herausstellte, erwies sich Bitcoin nicht als „sicherer Hafen“, sondern wurde im Gegenteil als Risikoanlagen eingestuft. Seit Anfang der Woche hat Bitcoin etwa 12% verloren und wird seine Richtung nicht ändern. Am Mittwoch wird Bitcoin bei rund 7770 Dollar gehandelt.


Euro

In Europa warten alle auf das Meeting der EZB, das am Donnerstag stattfinden wird. Wahrscheinlich werden dort einige Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft angekündigt. Bislang fühlt sich der Euro gegenüber dem Dollar normal an. Der Euro wird niedriger gehandelt und verliert nicht mehr als ein halbes Prozent, aber wie wir wissen, wird die Volatilität immer vor ernsthaften Nachrichten und Äußerungen der Zentralbankchefs reduziert. Ebenfalls am Mittwoch haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der Chef der Europäischen Kommission einen Sonderfonds zur Bekämpfung des Coronavirus eingerichtet. Die Mittel werden zur Entwicklung eines Impfstoffs und zur Unterstützung medizinischer Einrichtungen verwendet.


Oil

Das Öl kann in keiner Weise von den Knien steigen und wird am Mittwoch zu 36 Dollar pro Barrel der Marke Brent gehandelt. Die OPEC hat noch keine konkreten Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise ergriffen, während die Arabischen Emirate beschlossen haben, die Produktion weiter zu erhöhen. Solche Aktionen lösen nur Panik auf dem Markt aus. Es beginnt ein Handelskrieg, so dass es in naher Zukunft kaum zu einer Erholung des Öls kommen dürfte. Wir werden die Pläne zur Rettung der Wirtschaft der USA und der Europäischen Union verfolgen.


Was erwartet uns heute?

11.00 Volumen der Industrieproduktion in Europa für Januar

13.45 Uhr EZB-Sitzung

14.30 Uhr Pressekonferenz der EZB


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Trading News

DAX versucht erneut den Anstieg

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11.03.2020 –Daily Report. Die Börsianer in Frankfurt greifen zwar wieder zu, doch nur moderat. Nach der gescheiterten Erholung vom Vortag ziehen die Kurse nur ein wenig an. Dabei war der Dow Jones am Vorabend um fast 1.200 nach oben geschossen. Doch die US-Futures bröckeln wieder.

Leichtes Plus an der Frankfurter Börse

Fast sieht es so aus als hätten sich gestern zu viele Long-Investoren die Finger verbrannt. Der DAX zog bis zum Mittag um moderate 1,6 Prozent auf 10.639 Zähler. Und dies nach Mega-Gewinnen an der Wall Street. Diese allerdings gelangen erst im späten Handel – und so waren am Dienstag die ersten mutigen Anleger an der deutschen Börse in eine Bullenfalle gelaufen.

Die US-Futures gaben am Mittwochmittag um gut 2 Prozent nach. Broker verwiesen auf den Mangel an Details bei dem von US-Präsident Donald Trump versprochenen Hilfspaket.

Verluste in Asien

Ergo hielten sich auch die Broker in Asien zurück. Der chinesische CSI-300 verlor am Morgen 1,3 Prozent auf 4.028 Stellen. In Tokio sank der Nikkei um 2,3 Prozent auf 19.416 Stellen.

Staatsgeld von der EU

Derweil diskutiert Europa einen Stimulus. Die Europäische Union will 25 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen, um die schlimmsten Folgen der Covid-19-Epidemie zu kontern. Das Geld soll aus den Strukturfonds kommen und rasch fließen.

Überaschende Zinssenkung in London

Auch England eigene Maßnahmen eingeleitet. Zunächst senkte die britische Notenbank in einer Sondersitzung den Leitzins wegen Corona um 0,50 Punkte auf 0,25 Prozent. Dies war die erste Zinssenkung seit August 2016. Das Pfund geriet nur kurz unter Druck: GBPUSD fiel von 1,2936 auf 1,2847 um dann wieder auf 1,2939 anzuziehen. Die Bank of England will außerdem in den kommenden zwölf Monaten ein Kreditprogramm für kleine Unternehmen auflegen.

Starke Erholung in New York

Am Abend zuvor waren die Kurse nach der Ankündigung auf ein US-Konjunkturprogramm in Höhe von 300 Milliarden Dollar durch das Weiße Haus kräftig geklettert. Die großen Indizes schlossen am Tageshoch. Der Dow Jones Industrial zischte um 4,9 Prozent nach oben auf 25.018 Stellen. Das waren sagenhafte 1.167 Punkte. Der S&P 500 kletterte ebenfalls 4,9 Prozent auf 2.882 Stellen. Das war die beste Tagesperformance seit dem 26. Dezember 2018. Und der Nasdaq Composite gewann 5 Prozent auf 8.344 Stelen.

Der Rebound war nicht wirklich ungewöhnlich: Die Bespoke Investment Group teilte laut MarketWatch mit, dass in den zehn Fällen seit 1952, in denen der S&P 500 an einem Montag um mindestens 5 Prozent abgerutscht war, der Dienstag eine Erholung von durchschnittlich 4,2 Prozent gebracht hatte.

Ölmarkt zwischen Hoffen und Bangen

Derweil warten die Anleger auf Bewegung im Ölkrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien. Die Preise von WTI und Brent schwankten heftig und gaben nach einer Erholung über Nacht wieder um gut 4 Prozent nach. Moskau hat wohl die Möglichkeit eines Einlenkens mit der OPEC noch nicht komplett abgehakt, hieß es im Markt. Reuters meldete unter Berufung auf Insider, heute gebe es ein Treffen zwischen Managern russischer Ölkonzerne und dem Ministerium.

Gestern hatte aber Russlands Energieminister Alexander Novak dem TV-Sender Rossia24 gesagt, die Tür zwischen der OPEC und Russland sei noch nicht zugeschlagen. Allerdings ergänzte er, sein Land könne die Förderung kurzfristig um 200.000 bis 300.000 Barrel nach oben fahren. Das ist jedoch nur Kleinkaliber im Vergleich zu den Geschossen im saudischen Arsenal: Saudi Aramco hatte gestern in einer offiziellen Börsenmitteilung erklärt, ab April die Förderung auf 12,3 Millionen Barrel pro Tag hochzufahren. Zuletzt hatte der Staatskonzern im Schnitt 9,7 Millionen Fass aus dem Wüstenboden gepumpt.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Mittwoch einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So werden um 13.30 Uhr die US-Verbraucherpreise für Februar gemeldet.

Dito die Stundenlöhne/Realeinkommen.

Um 15.30 Uhr läuft der wöchentliche Ölbericht ein.

Und um 19.00 Uhr Zahlen zum US-Staatshaushalt.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Eine leicht positive Nachricht

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Gold   1662,05
(+0,54%)

EURUSD   1,1356
( +0,43%)

DJIA   24256
(-1,47%)

OIL.WTI  34,77
(+1,43%)

DAX   10882,18
(+ 0,01%)

Am Dienstag haben sich die Märkte etwas beruhigt und wir haben einen leichten Anstieg erlebt. Das ist schon ermutigend, denn niemand wusste, welche Reaktion nach einem so schweren Zusammenbruch folgen würde. Es gab Gerüchte über Maßnahmen zur Stimulierung der US-Wirtschaft, die verhindern sollten, dass die Märkte noch tiefer fallen.


Der USD-Index-Chart des Tages


Die USA haben sich verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ausgedacht. Von der Senkung des Satzes um bis zu 0,75% bis hin zur Senkung verschiedener Steuern. Japan aktivierte ein zweites Konjunkturpaket in Höhe von 4 Milliarden Dollar, das hauptsächlich darauf abzielte, die Verluste durch die Infektion mit dem Coronavirus zu mindern und kleine Privatunternehmen zu fördern. Am Dienstag stieg der S&P500 um 0,6%, der DOW um 0,8% und der DAX schloss mit einem Minus von 1,4%.


US-DOLLAR

Am Dienstag sehen wir aufgrund positiver Nachrichten der US-Regierung und des vorläufigen Konjunkturpakets eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber allen Währungen. Wir sagten voraus, dass früher oder später eine Korrektur am Markt eintreten wird. Der US-Dollar wächst gegenüber allen wichtigen Währungen um etwa 1,5%. Wir werden die Entwicklung der Situation beobachten. Erhebliche Konjunkturmaßnahmen sind nicht zugunsten eines starken Dollars. Daher kann diese Korrektur nur vorübergehend sein. Wenn die Partnerländer keine geeigneten Maßnahmen ergreifen, werden ihre lokalen Währungen unweigerlich gegenüber dem Dollar stärker werden.


ÖL

Das Öl versuchte, seine Verluste zurückzugewinnen und wuchs am Dienstag um fast 8%. Natürlich reicht der Preis von 37 Dollar pro Barrel für die Exportländer nicht aus, aber wir sehen wahrscheinlich den Beginn eines Preiskriegs. Russland ist mit der Schieferölproduktion in den USA nicht zufrieden, aber der kurzfristige Effekt wird es in keiner Weise beeinflussen, da die meisten Unternehmen das Risiko eines Preisrückgangs bereits abgesichert haben. Die Zeit der niedrigen Ölpreise liegt vor uns, und die Wirtschaft, die auf diese Wende eher vorbereitet war, wird diesen Krieg gewinnen.


GOLD

Gold wurde billiger und wird mit $1652 pro Unze gehandelt. Tatsächlich war dies eine erwartete Bewegung, da die Märkte begannen, in alle Richtungen zu korrigieren. Das Niveau von $1700 pro Unze ist nach wie vor in Kraft, und wahrscheinlich wird Gold nach der Korrektur das Niveau erneut überprüfen.


Was erwartet uns heute?

10.30 Uhr Britisches BIP für Februar
13.30 Uhr US-Verbraucherpreisindex-Basis für Februar
15.30 Uhr US-Rohölreserven


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Broker Trading

Rebound nach dem Black Monday

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10.03.2020 –Daily Report. Das war überfällig: Die Anleger an der Frankfurter Börse greifen im frühen Handel am Dienstag wieder zu. Zuvor war der DAX so stark gecrasht wie zuletzt am 11. September 2001. Die Anleger hoffen nun auf Staatsgeld in den USA.

Moderater Turnaround in Frankfurt

Die Schnäppchenjäger sind da: Einige Mutige steigen wieder in die ausgebombten Aktien ein. Der DAX kletterte am Dienstagvormittag um 3,4 Prozent auf 10.991 Stellen. Auch die US-Futures zogen zuletzt um gut 4 Prozent an.

Trump kündigt Staatshilfe an

Unterstützt wurde die neue Kauflaune vom Dienstag durch die US-Politik: Präsident Donald Trump hat ein größeres Hilfspaket angekündigt, Details will er im Tagesverlauf nennen. Zuvor hatte er über mögliche Lohnsteuer-Erleichterungen sowie über Kredite für Kleinunternehmen informiert. Außerdem könnte es Hilfen für all jene geben, die nach Stundenlohn bezahlt werden – denn sie sind nach einem krankheitsbedingten Arbeitsausfall besonders schwer getroffen. Zudem stehen Hilfen für die gebeutelte US-Ölindustrie im Raum.

Derweil meldete CNBC, dass sich Trump um 15.00 Uhr Ostküsten-Zeit mit führenden Managern und Leitern der sieben größten US-Banken treffen will. Gestern hatte die Federal Reserve die Banken gedrängt, Kunden, die bei Ratenzahlungen in Verzug sind, entgegenzukommen. Wir sind gespannt. Wenn Sie CFD und online Aktien handeln, dann sollten Sie Ihre Handelsplattform offen und die News im Blick haben. Übrigens kündigte die New York Fed an, mehr Geld für Repo-Geschäfte bereitzustellen. Nebenbei: Auch Italien versprach Staatshilfen in Höhe von 10 Milliarden Euro.

Leichte Erholung in Asien

All dies sorgte für verhaltenen Mut in Asien. In China zog der CSI-300 am Dienstag um 2,1 Prozent an auf 4.083 Stellen. Und der Nikkei gewann 0,9 Prozent auf 19.867 Punkte.

Größter Crash seit 9/11

Der deutsche Leitindex hatte gestern seinen größten Tagesverlust seit fast 20 Jahren verbucht. Letztlich tauchte der DAX am Schwarzen Montag um 7,9 Prozent ab auf 10.625 Punkte. Ein absolutes Minus von sagenhaften 916 Zählern. Im Tagestief war der DAX bis auf 10.556 Punkte gerutscht. Dies war der höchste Verlust seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001. Letztlich hatte ein Doppelschlag aus Corona und dem Preiskrieg zwischen der OPEC und Russland die Bullen auf die Bretter geschickt.

Bleibt eine kritische Anmerkung dazu: Wieso eigentlich haben die Anleger den Absturz der Ölpreise nicht gefeiert? Letztlich ist das für die westliche Wirtschaft das gigantischste Konjunkturprogramm überhaupt. Wir sind sicher, dass sich diese Erkenntnis in Kürze auf dem Parkett verbreiten wird.

Schlachtfest in Moskau

Ganz anders sieht es für Ölexporteure aus. Nach der ersten Salve der Saudis gegen Russland im Preiskrieg ging die Börse in Moskau in die Knie, das hatten wir in unserem gestrigen Special Report zum neuen Ölkrieg schon vermutet. Der russische RTS-Index brach am Dienstagmorgen um bis zu 12,7 Prozent auf 1.055 Zähler ein. Vor allem die Öl- und Gasaktien wurden aufs Schafott geführt. Der Ausverkauf war somit also weit stärker als in Frankfurt oder an der Wall Street – weil eben die russische Föderation komplett von den Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft abhängig ist. Die russische Börse war gestern wegen des Weltfrauentags geschlossen geblieben.

Mega-Ausverkauf in New York

Der gestrige Tag an der Wall Street gestern dürfte in die Geschichtsbücher eingehen: Der Dow Jones Industrial verlor mehr als 2000 Punkte oder 7,8 Prozent auf 23.851 Zähler. Der schlimmste Ausverkauf für den Dow seit der Finanzkrise 2008. Der S&P 500 sackte gestern 7,6 Prozent ab auf 2.747 Stellen. Auch hier gingen die Ölaktien in die Knie. Und der Nasdaq 100 rutschte um 6,8 Prozent auf 7.948 Zähler. Nach der frühen Verkaufspanik wurde der Aktienhandel zunächst für 15 Minuten unterbrochen – zum ersten Mal seit 1997.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Dienstag kaum interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Morning Stock News

Ergebnisse des schwarzen Montags

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Gold   1658,05
(-0,80%)

EURUSD   1,1357
( -0,71%)

DJIA   24692,50
(+2,74%)

OIL.WTI  33,47
(+5,55%)

DAX   10358,40
(+ 0,01%)

Hier kommt ein weiterer schwarzer Montag. Alle Weltindizes verloren an einem Handelstag 3 bis 10 Prozent. Dieser Tag wird als Beginn der nächsten Krise verzeichnet, die nur durch den Boom der sozialen Netzwerke, die Aufblähung der Informationen über die Grippe sowie den Zusammenbruch der Aktienmärkte und des Ölmarktes entstanden ist.


EUR/USD-Chart des Tages


Was wird als nächstes passieren? Die Märkte sind sehr stark eingebrochen, und es bedarf zumindest einer Art von Antrieb, um diesen freien Fall zu stoppen. Einer dieser Treiber könnten einige positive Informationen vom Ölmarkt sein. Bisher haben wir noch keinen Durchbruch bei der Entscheidung zur Begrenzung der Produktion gesehen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in naher Zukunft nichts ändern wird. Die Märkte werden auf jeden Fall irgendwo die Talsohle erreichen, und dies wird ein weiterer Ansatzpunkt für Wachstum sein.


Euro

Aufgrund der weichen Geldpolitik rutscht der US-Dollar gegenüber allen Währungen. Die Bullen auf dem Euro zeigten ihre Stärke und holten die Währung aus dem Abwärtskanal. Natürlich sollte ein solch starkes Wachstum von einer zumindest minimalen Korrektur begleitet werden, aber in der gegenwärtigen Situation ist nicht klar, wann es beginnen wird. Der Euro strebt einen Kurs von 1,16 an, und wenn die Märkte weiter fiebern, ist es wahrscheinlich, dass wir diesen Bereich bald testen werden.


ÖL

Bei der Eröffnung des Handels am Montag sahen wir einen der dramatischsten Öleinbrüche seit dem Golfkrieg. Das Brent-Öl verlor fast 30% seines Wertes und konnte am Ende des Tages etwas mehr als 8% zurückgewinnen. Die Sorte Brent wird jetzt bei 35 Dollar pro Barrel gehandelt. Gegenwärtig sind die Kosten für Öl als eine der wichtigsten Energieressourcen in den Kosten für fast jedes Produkt, das in der Welt produziert wird, enthalten. Eine deutliche Preissenkung wird buchstäblich alle Bereiche der Weltwirtschaft betreffen. Zunächst werden die Schieferölentwickler in den USA darunter leiden, obwohl dies erst sechs Monate später beginnt, weil in den meisten Fällen die Kreditgelder, die ihnen für die Entwicklung der Felder gewährt werden, für solche Situationen abgesichert sind.


GOLD

Vor dem Hintergrund eines freien Falls der Weltmärkte erreichte der Goldpreis die Marke von $1700 pro Unze und erholte sich leicht. Wie wir bereits vorhergesagt haben, ist dieses Niveau nicht die Grenze für Gold, da die Panik auf den Märkten gerade erst begonnen hat, sich zu verstärken. Die Nachfrage nach dem Metall könnte in nur wenigen Tagen steigen und den Preis auf historische Höchststände treiben. Am Montag wird Gold bei $1675 pro Unze gehandelt.


Was erwartet uns heute?

02.30 Verbraucherpreisindex in China
11.00 Jährliches BIP der EU
21.30 Uhr Wöchentliche Rohölreserven in den USA


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OIL Crash

Saudis eröffnen den Ölkrieg gegen Russland

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09.03.2020 – Special Report. Flash-Crash bei Erdöl: Saudi-Arabien hat die erste Salve im Preiskrieg gegen Russland abgefeuert. Vorige Woche hatte sich Moskau gegen eine Förderbremse gestellt und das OPEC-Meeting in Wien scheitern lassen. Am Wochenende nun senkten die Saudis die Preise. Zudem wollen sie die Förderung hochfahren. Analysten sehen ein Abtauchen im Ölpreis bis auf 20 Dollar.

Blutbad bei den Ölpreisen

Sind das interessante Zeiten für Trader: Am Montag brach der Preis für Rohöl aus der Nordsee um 31,5 Prozent ein bis auf 31,02 Dollar je Barrel. Ein Fass US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich zwischenzeitlich um 27,5 Prozent auf 30 Dollar je Fass. Nur am 17. Januar 1991 war der Verlust mit 33 Prozent höher, als der Erste Golfkrieg ausbrach. Die Ölpreise waren somit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen. Das Tief ist kaum auszuloten. Zwar ist nach dem heftigen Einbruch eine Gegenbewegung fällig. Doch Riad und Moskau scheinen wild entschlossen, den Konflikt auszufechten.

Oil.WTI chart

Moskau zufrieden mit niedrigen Preisen

Russland stellt sich gegen die OPEC: Moskau kann angeblich gut mit niedrigeren Preisen leben. Die russische Föderation will Marktanteile halten und vor allem die US-Firmen vernichten. Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte laut „Moscow Times“ schon am vorigen Sonntag, dass die aktuellen Ölpreise akzeptabel seien und genügten, um die russische Wirtschaft zu tragen. Die Saudis setzten bislang auf hohe Preise um die eigene marode Wirtschaft und den Börsenwert von Saudi-Aramco zu stützen. Das ist nun vorbei.

Kriegserklärung aus dem Kreml

Vorige Woche hatte Moskau den Vorschlag der OPEC abgelehnt, die Förderung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu senken. Das Kartell war dabei einer Meinung gewesen – nur die Russen scherten aus. Am Freitag sagte der russische Ölminister Alexander Nowak beim Treffen der OPEC+ in Wien zu Journalisten, Russland werde sich vom 01. April an keinerlei Quoten und Förderbremsen mehr halten. Erstmals seit sechs Jahren war damit ein OPEC-Meeting ohne Vereinbarung zu Ende gegangen. Bloomberg kommentierte, der Entwurf zum Abschlussdokument lese sich wie ein Scheidungspapier. Der saudische Ölminister Prinz Abdulaziz bin Salman sagte nach dem gescheiterten Meeting zu den Delegierten, „heute wird ein Tag zum Bedauern sein“.

Riad setzt auf verbrannte Erde

Und am Wochenende schoss Saudi-Arabien zurück. Aramco senkte zum einen die Forward-Preise für alle Regionen über alle Produkte zur Auslieferung im April um 6 bis 8 Dollar je Barrel.

Außerdem steht das Königreich laut CNBC offenbar vor einer Anhebung der Produktion um 2 Millionen Fass je Tag; der Sender griff dabei eine Meldung von Bloomberg auf. Auch das „Wall Street Journal“ meldete eine bevorstehende Erhöhung der Förderung.

Reuters meldete, die Saudis würden die Förderung auf über 10 Millionen Barrel pro Tag anheben. Derzeit pumpt das Land 9,7 Millionen pro Tag; die maximale Kapazität liegt aber bei 12,5 Millionen Fass. Saudi-Arabien hat mit Abstand die niedrigsten Förderkosten und machte daher selbst bei niedrigsten Preisen noch Gewinn.

Ölflut voraus

Entsprechend geschockt war der Markt. „Complete pandemonium at the open,” schrieb Stephen Innes, Chef-Stratege beim australischen Devisen- und CFD-Trader AxiCorp, am späten Sonntag. Und weiter: “The shock-and-awe Saudi strategy will propel oil markets into a period of radical uncertainty. Russia balking was one thing, but Saudi ramping up production is a bird of another feather.”

Die OPEC-Mitglieder bereiteten sich nun auf einen Preiskrieg vor, bald würden sie Pläne zur Erhöhung der Förderung veröffentlichen, schrieb Edward Bell, Commody-Analyst bei der staatlichen Emirates NBD, früher bekannt als National Bank of Dubai. Konkret äußerte Bell: „Should OPEC+ members choose to raise output from Q2 onward, a wave of oil will be unleashed onto markets,” Und weiter: „We expect to see Saudi Arabia, the UAE and other large producers in OPEC increase production over the rest of 2020 as they return to a market-share strategy rather than price targeting.

20 Dollar in 2020

Die Folge aus alledem wäre natürlich ein weiterer herber Preissturz. „$20 oil in 2020 is coming,” twitterte am gestigen Sonntag Ali Khedery, ein früherer Berater für Exxon im Mittleren Osten und nun Chef der US-Unternehmensberatung Dragoman Ventures. Goldman Sachs äußerte am Sonntag, der Preis könne bis in die 20er-Regionen einbrechen. Denn zusammen mit Covid-19 sei die Lage im Ölmarkt nun noch schlimmer als im November 2014, als eine ähnliche Schlacht die Preise bis Anfang 2016 auf 30 Dollar je Fass abtauchen ließ.

US-Ölindustrie muss aufs Schafott

Die Kurse der großen Energiekonzerne dürften nun abtauchen. Und vor allem die amerikanischen und kanadischen Teersand- und Ölschiefer-Förderer stehen vor harten Zeiten. Laut Moody’s ist die Öl- und

Gas-Industrie in den USA hoch verschuldet: In den kommenden vier Jahren werden bei kleinen Firmen 86 Milliarden Dollar an Krediten fällig. Fast alles auf dem Junk-Level oder knapp darüber. So schrieb Jeffrey Halley, Marktstratege beim New Yorker Broker Oanda am Sonntag: „U.S. shale and Canadian tar sands are in for a nightmarish year, I fear.” Und weiter: „Production becoming a battle of who has the deepest pockets.”

Wie es aussieht, ist die Billigstrategie der Russen auch eine Retourkutsche für Versuche in Washington, die Gaspipeline Nord Stream 2 zu sabotieren. Vor rund drei Wochen hatte Washington zudem Sanktionen gegen den staatlichen Ölmulti Rosneft verhängt, weil der Öl aus Venezuela transportiert hatte. Rosneft wird von der grauen Eminenz in Russland geleitet: Igor Setchin, das ist ein enger Freund von Putin.

RTS, Rubel, TASI unter Druck

Wer verliert noch? Vor allem Börsen von Ländern, die nun ein riesiges Loch in der Haushaltskasse haben, weil der Ölpreis immer weiter fällt. Allen voran die saudische Börse mit ihrem Tadawul All Share Index (TASI).

Auch Russland dürfte früher oder später die sinkenden Ölpreise spüren – Öl und Gas machen fast den kompletten Staatshaushalt aus. Allerdings sitzt Moskau auf hohen Devisen- und Goldreserven und ist nicht verschuldet. Der Kreml hat also einen langen Atem. Dennoch: Der RTS-Index wird sich schwer aus Turbulenzen befreien können. Der Rubel reagierte schon mit einem Schwächeanfall auf die jüngste Entwicklung und rutschte zum Dollar mit 73,50 auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.

Gegenbewegung möglich

Aber Achtung: Nach solch einem heftigen Einbruch ist es nur eine Frage der Zeit, bis am Terminmarkt massiv Spekulanten einsteigen und den Ölpreis wieder nach oben ziehen. Vor allem, falls die Saudis und die Russen Signale der Versöhnung aussenden oder sich gar an einen Tisch setzen. Zumal irgendwann die Weltwirtschaft nach Corona wieder anspringen dürfte und die Konjunktur vor einem gewaltigen Nachholbedarf steht. Und merke: In der Politik hilft keine Chartanalyse – sie sollten also die Handelsplattform offen und die regelmäßigen Marktupdates im Blick behalten. Die Bernstein-Bank wünscht viel Erfolg bei Ihren Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading CFD FOREX

Blutbad bei DAX und Erdöl

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09.03.2020 –Daily Report. Historische Zeiten an der Börse: Der DAX taucht zur Eröffnung über 1.000 Punkte ab. Der deutsche Leitindex nimmt damit Kurs auf den größten Tagesverlust seit dem 11. September 2001. Und nicht nur das: Die Ölsorte Brent verliert wegen eines drohenden Preiskrieges zeitweise sagenhafte 30 Prozent.

Bären im Blutrausch

Die Kurse kannten am Montag kein Halten mehr: Wegen der drastischen Ausbreitung des Virus – vor allem in Italien – rutschte der DAX zur Eröffnung um 7,8 Prozent auf 10.637 Punkte. Dann ging es weiter bergab bis zum Tief bei 10.572 Zählern – das war ein Minus von 8,4 Prozent. Zur Erinnerung: Nach den Anschlägen auf das World Trade Center war der DAX um 8,5 Prozent gefallen. Zuletzt erholte sich der Index minimal und lag noch immer satte 5,6 Prozent im Minus bei 10.896 Stellen.

Seit dem Hoch am 17. Februar bei 13.795 Punkten ist der deutsche Leitindex damit zeitweise um rund 23 Prozent abgesackt. Damit stecken wir offiziell in einer Baisse, diese gilt ab 20 Prozent. Die Aktien von Deutsche Bank und Daimler verloren am Montag zweistellig. Die Deutsche Bank-Aktie verlor am Morgen um gut 15 Prozent und markierte bei 5,61 Euro ein neues Rekordtief.

Die Panik dürfte heute auch an der Wall Street toben: Die Futures auf die US-Indizes knickten um rund 5 Prozent ein. Der Handel mit den Kontrakten auf den S&P 500 wurde am Sonntag laut MarketWatch kurz angehalten, da die Kurse um mehr als 5 Prozent abgerutscht waren.

Erdöl im Ausverkauf

Als ob Corona nicht schon genug wäre, versetzte der Ölmarkt den Börsen einen Tiefschlag. Trader befürchten einen Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland – und damit einen gewaltigen Angebotsüberschuss. Die Verhandlungen über einen Förderbremse waren vorige Woche gescheitert, was einige hoffnungsfrohe Long-Investoren vernichtete. Am Montagmorgen brach der Preis für Rohöl aus der Nordsee um 31,5 Prozent ein bis auf 31,02 Dollar je Barrel. Das war der größte prozentuale Einbruch seit Januar 1991, als der Erste Golfkrieg ausbrach. Zuletzt erholte sich Brent und kostete laut Oilprice.com 36,37 Dollar (minus 19,6 Prozent).

Ein Fass US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich zunächst 27,5 Prozent auf 30 Dollar je Fass. Die Ölpreise waren somit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen. Zuletzt wechselte WTI mit minus 21 Prozent für 32,65 Dollar den Besitzer.

Euro und Bunds gefragt

Einmal mehr bettelten die Anleger darum, ihr Geld zur Europäischen Zentralbank tragen zu dürfen und dafür noch eine kleine Gebühr zu bezahlen: Die Rendite zehnjähriger deutscher Anleihen rutschte am Morgen um 0,13 Prozentpunkte auf minus 0,846 Prozent – ein neues Rekordtief. Dies aus Angst, dass die eigene Bank umkippen könnte.

Interessanterweise zog der Euro gegen den Dollar bis auf 1,1492 an. EURUSD war damit so teuer wie seit über einem Jahr nicht mehr. Diese Bewegung deutet darauf hin, dass europäische Adressen aktuell verstärkt US-Assets verkaufen und die erlösten Dollars in Euro umtauschen – vielleicht, weil sie zuhause dringend Geld brauchen

Yen long – Asien-Aktien short

Das gleiche Spiel ließ sich in Japan beobachten. Der Yen zog wegen der Repatriierung von Assets an, ein Dollar kaufte nur noch 102,52 Yen. Das belastete die exportorientierte japanische Börse: Der Nikkei rutsche um rund 5 Prozent ab auf 19.699 Zähler. In China verlor der CSI-300 um 3,4 Prozent auf 3.997 Stellen.

Verluste auch bei den Kryptos

Noch interessanter: Auch die Anleger im Krypto-Markt sind offenbar klamm oder ängstlich – dabei galten die virtuellen Devisen immer als eine Art Internet-Gold. Und somit als abgekoppelt von der Realwirtschaft. Zumal im Cyber-Space keine Bank umkippen kann. Die Website CoinMarketCap berichtete, innerhalb eines Tages sei über das Weekend der gesamte Krypto-Markt um 21 Milliarden Dollar geschrumpft. Konkret habe die Marktkapitalisierung aller Kryptos am Samstagabend 251,5 Milliarden Dollar betragen. 24 Stunden später seien es nur noch 230,8 Milliarden Dollar gewesen. Bitcoin stabilisierte sich zuletzt auf 7.850 Euro.

New York am Freitag moderat im Minus

Am Freitag hatte der Dow Jones noch ein verhaltenes Minus verbucht. Der Leitindex stand zur Schlussglocke bei einem Verlust von rund 1 Prozent bei 25.864 Punkten. Unglaublich, aber wahr: Im Wochenverlauf lag die Rendite sogar bei plus 1,8 Prozent. Der S&P 500 verlor am Freitag 1,7 Prozent auf 2.972 Stellen. Und der Nasdaq 100 sank 1,6 Prozent auf 8.530 Punkte. Die starken US-Jobdaten wurden kaum beachtet.

Ein wenig gegen den Strom schwamm Goldman Sachs: Vor der aktuellen Panik schrieb Analyst David Kostin am Freitag, derzeit gebe es bei den Kunden nur ein Thema: Corona. Kostin ging jedoch davon aus, dass Covid-19 nur für kurze Zeit toben werde. Der S&P 500 werde daher zum Jahresende bis auf 3.400 Zähler anziehen. Im Fall einer Rezession allerdings könne der marktbreite Index jedoch bis auf 2.450 abrutschen. Nun ja, bis auf die Ölbranche dürfte sich die gesamte Realwirtschaft über den Flash-Crash bei Öl freuen und als Stimulus gerne mitnehmen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Montag keine wichtigen Events – auf die würde sowieso niemand achten. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades in diesen Turbulenzen!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.