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Morning Stock News

Wie lange wird die Panik anhalten?

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Gold   1670,57
(-0,23%)

EURUSD   1,14
( +1,04%)

DJIA   24539
(-5,05%)

OIL.WTI  29,86
(-28,29%)

DAX   11548,46
(+ 0,04%)

Die Woche endete mit nicht sehr beruhigenden Nachrichten. Das Coronavirus geht weiter durch die Welt und kommt nicht zur Ruhe. Alle Weltmärkte beenden die Woche in einem negativen Zustand. Die Daten über den US-Arbeitsmarkt brachten keinerlei Klarheit.


Chart des Tages – Oil Brent


Diese Woche wird für den Markt sehr schwierig sein. Es wird nur sehr wenige makroökonomische Statistiken und nicht genügend Informationen geben, um Entscheidungen zu treffen. Diese Unsicherheit wird das Kapital zur Risikoflucht drängen.


Euro

Der Euro machte einen dramatischen Sprung auf ein Achtmonatshoch. Die Probleme mit dem Coronavirus verschwinden nicht und setzen die EU-Wirtschaft immer noch unter Druck. Der starke Rückgang des Refinanzierungssatzes der US-Notenbank löste Panik an den Märkten aus und veranlasste die Anleger, sich auf weniger riskante Anlagen zurückzuziehen. Natürlich muss der Markt für ein solch starkes Wachstum ein wenig zurückgehen. Aufgrund des Mangels an ernsthaften Nachrichten während der Woche ist es durchaus möglich, einen leichten Rückgang des Euro zu erwarten, da der Markt nicht so viel und so lange wachsen kann. Am Freitag beendete der Euro die Woche bei 1,13 gegenüber dem US-Dollar


ÖL

Eines der traurigsten Ereignisse am Freitag war das OPEC-Treffen. Während des Treffens konnten sich die Länder aufgrund der Position Russlands nicht auf eine Reduzierung der Produktion einigen. Brent fällt an einem Tag um fast 9% und wird diese Bewegung wahrscheinlich fortsetzen. Der Preis für schwarzes Gold ist auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren und wird für 45,5 Dollar pro Barrel gehandelt.


GOLD

Gold fühlt sich großartig an und bereitet sich darauf vor, die Höchststände wieder zu durchbrechen. Das Geld fließt von risikoreichen Anlagen in sichere Häfen, und der Prozess wird sich fortsetzen, bis sich die Situation auf den Weltmärkten zu verbessern beginnt. Das Coronavirus trägt zu den Problemen bei und ist einer der Katalysatoren des Kapitalverkehrs. Gold wird am Freitag bei $1675 pro Unze gehandelt.


Was erwartet uns heute?

00.50 Japanisches BIP

08.00 Handelsbilanz in Deutschland für Januar


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trade Graph

Keine Gnade für die Börsen-Bullen

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06.03.2020 – Daily Report. Der Ausverkauf an den Aktienmärkten geht weiter. Die Wall Street taucht ab. Der DAX folgt. Und die US-Futures sind schon wieder tiefrot. Öl bleibt unter Verkaufsdruck. Dagegen sind Staatsanleihen und Gold gefragt.

DAX und US-Futures schwach – Gold steigt

Die Bären tobten auch am Freitag. Der DAX verbilligte sich zum Mittag um 4 Prozent auf 11.468 Zähler. Die US-Futures setzten um rund 3 Prozent zurück. Gefragt war Gold: Der Preis für das Edelmetall zog 0,8 Prozent an auf 1.687 Dollar. Dagegen gaben die Edelmetalle nach, die auch in der Industrie eingesetzt werden: Silber verlor 0,5 Prozent auf 17,41 Dollar je Feinunze. Platin verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 871 Dollar.

Ansturm auf Bonds

Derweil setzte sich die Flucht in die sicheren Häfen auch an anderer Stelle fort: Sowohl Treasuries als auch deutsche Staatsanleihen waren gefragt. So rutschte die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe auf minus 0,714 Prozent – das Rekordtief vom September 2019 ist nicht mehr weit. In den USA markierten die Bonds zum zehnten Mal in elf Tagen ein Rekordtief. Der Yield sackte auf 0,769.

Zuletzt meldeten sich immer mehr Profis zu Wort, die der Fed nach dem Zinsschritt Panik attestierten. So äußerte sich beispielsweise „Bond King” Jeffrey Gundlach, der Chef von DoubleLine Capital auf CNBC. Zwar sei der Zinsschritt gerechtfertigt, nur nicht die Art und Weise wie er lief. Dann bekannte er sich noch zu Gold – der Preis werde noch viel stärker anziehen.

Nervosität in Asien

Auch die Anleger im asiatischen Aktienmarkt zeigten Nerven. So rutschte der CSI-300 in China um 1,6 Prozent auf 4.139 Zähler. Immerhin hatte sich der Index tags zuvor mit dem vierten Gewinntag in Folge seinem Januar-Hoch von 4223 Zählern angenähert. Das Wochenfazit beim CSI: Rund 5 Prozent Plus. In Tokio verlor der Nikkei am Freitag 2,7 Prozent auf 20.750 Stellen. Die Wochenrendite liegt damit bei minus 1,9 Prozent.

New York im Tiefenrausch

Einen kräftigen Ausverkauf hatten die US-Bullen am Donnerstag hinnehmen müssen. Neben Covid-19 sorgte auch die US-Industrie für Verkaufsdruck: Sie verbuchte im Januar weniger Aufträge als erwartet.

Der Dow Jones rutschte um 3,6 Prozent auf 26.121 Zähler. Der S&P 500 verlor 3,4 Prozent auf 3.024 Stellen. Und der Nasdaq 100 knickte 3,1 Prozent ein auf 8.672 Punkte. Ist das jetzt schon eine finale

Kapitulation? Wohl kaum. Eine Panik zeichnet sich in der Endstufe durch Verluste von bis zu 10 Prozent aus.

Warnung vor der globalen Rezession

Zumal der Welt eine heftige Baisse in der Realwirtschaft droht, die wohl noch immer nicht komplett in den Aktienkursen eingepreist ist. Denn bis dato kann sich niemand konkret die Folgen eines solch nie dagewesenen Events vorstellen. So warnte gerade Nigel Green, der Chef der deVere Group vor einer globalen Rezession. Die Risiken eines scharfen Abschwungs stiegen signifikant. Immerhin ergänzte er: Die Wirtschaft werde sich irgendwann kräftig erholen, es sei sogar globales Wachstum möglich, sobald sich die Volkswirtschaften neu aufstellten und anpassten – vor allem, falls die Zentralbanken und Regierungen eingreifen würden. deVere ist einer der größten Investmentberater der Welt.

Bleibt anzumerken, dass US-Präsident Donald Trump heute wohl 8,3 Milliarden Dollar an Corona-Hilfen freigeben wird. Und dass England offenbar an einem Notfall-Plan arbeitet und ferner Australien über ein neues Quantitative Easing nachdenkt.

Erdöl unter Druck

Die von Corona ausgelöste Schockstarre in der Weltwirtschaft setzte einmal mehr dem Ölpreis zu. Brent verlor rund 2,5 Prozent auf 48,76 Dollar, ein Fass WTI verbilligte sich um 2,2 Prozent auf 44,87 Dollar. Und das, obwohl die OPEC nun noch drastischere Förderkürzung vorgeschlagen hat, als ohnehin schon avisiert waren. Die Minister des Ölkartells schlugen am Donnerstagabend nach dem Treffen in Wien überraschend eine zusätzliche Drosselung um täglich 1,5 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2020 vor. Leider hat dem Russland noch nicht zugestimmt. Das Ungewöhnliche daran: Das sieht ganz nach einem Ultimatum an Moskau aus. Normalerweise werden solche Schritte erst veröffentlicht, wenn alle zugestimmt haben, kommentierte Oilprice.com.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt zum Wochenschluss einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

In den USA läuft um 14.30 Uhr der Arbeitsmarktbericht für Februar ein.

Dito die Handelsbilanz im Januar.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Banken haben keine Zeit zum Nachdenken

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Gold   1679,84
(+0,47%)

EURUSD   1,1234
( +0,03%)

DJIA   25744,50
(-1,23%)

OIL.WTI  45,31
(-1,46%)

DAX   11784,25
(+ 0,01%)

Bevor sie eine Pause von den Coronavirus-Nachrichten einlegten, waren die Märkte am Donnerstag erneut in Panik. In den USA gab es die ersten Opfer in Kalifornien, zuvor gab es Tote nur in Washington. Nun bewerten die Märkte die wirtschaftlichen Risiken, die sie während der Epidemie eingehen müssen, so dass die Volatilität der wichtigsten Indizes zugenommen hat. Die US-Regierung stellt 8 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Epidemie bereit und hofft, sie in naher Zukunft zu überwinden.


USD/CHF Chart des Tages


Tatsächlich ist die Situation komplizierter als sie aussieht. Die führenden Länder versuchen herauszufinden, welche Art von Verlusten sie in verschiedenen Szenarien erleiden werden. Die EZB hat die Banken um einen möglichen Arbeitsplan für den Fall einer Epidemie gebeten. Die US-Analysten berechnen verschiedene Optionen und haben Geduld. So sehr wir uns auch wünschen, die Märkte stehen kurz vor dem „Sturm“. Am Donnerstag fielen S&P500 und DOW um 3%, der DAX verlor etwas mehr als 1,5%. Die aktuelle Situation gibt nicht einmal die Möglichkeit, die Bewegung irgendwie vorherzusagen, also müssen wir nur die Entwicklung der Situation beobachten.


SCHWEIZER FRANKEN

Der Schweizer Franken zeigt eine gute Dynamik. Am Donnerstag durchbrach es ein sehr wichtiges Niveau von 0,9530 und stürzte nach unten. Dies sind die niedrigsten Stände seit März 2018. Der Dollar wird gegenüber allen Währungen schwächer, nicht jedoch gegenüber dem Franken. Die Schweiz hat im Moment fast keine Probleme. Die Anleger haben sich beeilt, den Franken aufzukaufen, um auf harte Zeiten zu warten und ihr Vermögen zu schützen. Der Durchbruch der Marke von 0,9530 öffnet den Weg zu den Tiefstständen vom Januar 2018 bei 0,9270.


ÖL

Die Händler warten auf die Entscheidung der OPEC. Am Donnerstag wurde Brent-Öl bei 50 Dollar pro Barrel gehandelt. Eine weitere Nachricht für das Öl war die Vereinbarung zwischen dem Präsidenten Russlands und der Türkei über einen Waffenstillstand in Syrien. Je weniger Drohungen im Osten, desto billiger ist das Öl. Das OPEC-Treffen wird am Freitag fortgesetzt. Die Ölförderung muss reduziert werden, da die wirtschaftliche Stagnation, der Rückgang des Flugverkehrs und die Schließung einiger Produktionsstätten weltweit die Nachfrage nach Öl verringern. Wenn diese Entscheidung nicht getroffen wird, werden wir neue Tiefststände erleben.


GOLD

Beim Gold werden unsere Prognosen bestätigt, und wir sehen einen weiteren Sprung auf $1700 pro Unze. Das Gold sieht sehr stark aus. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir nächste Woche einen Versuch sehen werden, dieses Niveau zu erreichen.


Was erwartet uns heute?

01.30 Uhr Australiens Einzelhandelsumsätze im Januar
11.00 Uhr Volumen der Produktionsaufträge in Deutschland
14.30 Uhr USD Änderung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen außerhalb der Landwirtschaft für Februar


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

DAX30

DAX und US-Futures setzen zurück

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05.03.2020 – Daily Report. Nach den heftigen Gewinnen an der Wall Street sieht es am Donnerstag zunächst nach einem Tag für die DAX-Bullen aus. Doch dann bröckeln die Kurse. Viele Broker rätseln. Stark nachgefragte Repo-Tender der New York Fed lassen eine erneute Austrocknung des amerikanischen Kreditmarktes vermuten – vielleicht haben einige große Adressen nach dem Corona-Crash und der horrenden Volatilität Liquiditätsprobleme.

Kehrtwende in Frankfurt

Die US-Futures zogen den DAX nach unten: Nach einem starken Start bis über 12.200 notierte der deutsche Leitindex gegen Mittag 1,3 Prozent schwächer bei 11.976 Punkten. Der Kontrakt auf den Dow Jones setzte 2 Prozent zurück, die Futures auf den S&P 500 rutschten 2,2 Prozent ab.

Konkrete Gründe dafür waren in den Mainstream-Medien zuletzt nicht auszumachen – vielleicht handelt es sich um Gewinnmitnahmen. Wenig überraschend warnte die deutsche Industrie wegen Corona: Die Gefahr für eine Rezession sei erheblich gestiegen. „Das wirtschaftliche Wachstum droht fast zum Erliegen zu kommen“, heißt es im neuen Quartalsbericht des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Oder aber die Börse bringt ihr Geld in Sicherheit, weil Kalifornien den Notstand ausgerufen hat und die Infektionszahlen mit Covid-19 in Südkorea schier explodieren.

Geldspritzen gegen Corona

Dabei hatte der Handelstag so gut angefangen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will ärmeren Staaten und Schwellenländern bei der Abfederung der Corona-Folgen helfen. Dazu will der IWF insgesamt 50 Milliarden US-Dollar für Notkredite bereitstellen. Zudem hat das US-Repräsentantenhaus ein Budget von 8,3 Milliarden Dollar gegen Corona verabschiedet – der Senat muss noch zustimmen, was als sicher gilt. Und Kanada senkte den geldpolitischen Schlüsselsatz um einen halben Punkt auf 1,25 Prozent.

Gewinne in Asien

Die Reaktion in Asien: In der Volksrepublik China zog der CSI-300 um 2,2 Prozent an auf 4.207 Zähler. In Tokio legte der Nikkei um 1,1 Prozent zu auf 21.329 Stellen.

Amerikas Banken stürzen sich auf Geld der Fed

Doch warum setzten die US-Futures am Donnerstag zurück? Vielleicht liegt der Grund in einer neuen amerikanischen Bankenkrise. Denn nur kurz nach dem Zinsschritt der Fed stürzten sich die Banken auf die Overnight-Repo-Geschäfte der New York Fed. Zwei Mal hintereinander wurden die Geldmittel komplett zugeteilt. Das Blog ZeroHedge meldete gestern: „What is perhaps more notable is that the amount of securities submitted into today’s repo op was a whopping $111.478 billion, which was not only higher than yesterday’s $108.6 billion, but it was an all time high amount of overnight funding needs expressed by dealers.“ Die USA hatten also ein Allzeithoch in der Nachfrage nach Übernacht-

Krediten verzeichnet. Wir erläutern: Die Banken leihen sich untereinander nichts und müssen zur Fed laufen. Doch warum das alles? Hat die grassierende heftige Vola an der Wall Street eine Schieflage bei großen Investoren ausgelöst? Es sieht ganz danach aus.

Credit Suisse rät zur Monster-Geldwelle

Der Repo-Guru Zoltan Pozsar von der Credit Suisse jedenfalls riet der Federal Reserve derweil, „combine rate cuts with open liquidity lines that include a pledge to use the swap lines, an uncapped repo facility and QE if necessary.“ Kurz: Die Fed solle einen gigantischen Geld-Tsunami aus Zinssenkungen plus komplett geöffneten Geldhähnen in den Repo-Markt schicken und noch dazu ein neues Quantitative Easing. Wenn das nicht nach dem ganz großen Crash riecht… Viele Broker rechnen außerdem innerhalb von zwei Monaten mit Negativzinsen in den USA. Wenn Sie online Aktien oder CFD handeln, sollten Sie also die Kurse der amerikanischen Banken im Auge behalten – sie sind die Kanarienvögel für eine Baisse bei den US-Indizes.

Gewinne in New York

All dies hatte die Wall Street gestern noch kalt gelassen. Wobei offenbar auch eine Short-Squeeze die Kurse nach oben schickte. Der Dow Jones Industrial zog satte 4,5 Prozent an auf 27.090 Punkte. Das war eine schöne Erholung von unten bis fast an die 200-Tage-Linie bei zuletzt 27.248 Zähler heran. Die Linie wirkt laut Chartanalyse nun als Widerstand. Der marktbreite S&P 500 zischte 4,2 Prozent nach oben auf 3.130 Zähler. Und der Nasdaq Composite kletterte 3,9 Prozent auf 9.018 Punkte. Das Beige Book unterstützte die Bewegung, die Fed sieht die Wirtschaft in den USA trotz Corona auf Wachstumskurs. Noch.

Das bringt der Tag

Am Donnerstag stehen durchaus wichtige Termine an, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So wird um 14.30 die US-Produktivität gemeldet.

Zeitgleich laufen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein.

Und um 16.00 Uhr folgt der Auftragseingang für die Industrie im Januar.

Außerdem läuft das OPEC-Treffen in Wien.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die amerikanischen Vorwahlen sind wichtiger als das Coronavirus?

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Gold   1639,05
(+0,13%)

EURUSD   1,1138
( +0,05%)

DJIA   26834,50
(-0,45%)

OIL.WTI  47,45
(+0,61%)

DAX   12273,90
(+ 0,01%)

Die USA veranstalteten einen „Superdienstag“, an dem die Wahl für zukünftige Kandidaten der demokratischen Partei getroffen wurde. Der Anführer war Joe Biden, ehemaliger Vizepräsident, der mehr als einmal versuchte, am Präsidentschaftswahlkampf teilzunehmen. Der zweite war Bernie Sanders, einer der „langatmigsten“ Politiker im US-Kongress. Er war auch einer der Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2016.


Der S&P500 Chart des Tages


Die Märkte warteten auf eine Entscheidung, und bereits am Mittwoch nahmen die amerikanischen Vorwahlen ihre Arbeit auf. Im Allgemeinen sahen wir nach einem so gravierenden Rückgang in der vergangenen Woche ein positives Ergebnis. Die Indizes stiegen und begannen sich zu erholen. Der DAX wächst um etwas mehr als 1%, der S&P500 und der Dow Jones sind fast nah dran und legen um 3% zu. Die Anleger hatten die Möglichkeit, sich zu erholen und ihre Gedanken zu sammeln. Die Vorwahlen in den USA veränderten den Nachrichtenhintergrund zum Coronavirus und vertrieben die Panik.


EURO

Wie wir schätzten, ging der überkaufte Euro beim Handel am Mittwoch leicht zurück. Es ist ein Markt, er kann sich also nicht ständig nach oben oder unten bewegen. Es sollte einige Momente der Korrektur geben. Überraschenderweise hat sich der Euro wieder einmal von den 200 SMA zurückgedrängt. Ein starkes Niveau lässt sich erkennen. Alle Anleger warten auf Erklärungen der EZB. Höchstwahrscheinlich wird die Europäische Zentralbank einige geldpolitische Lockerungsmaßnahmen ergreifen müssen, was den Euro wahrscheinlich unter Druck setzen wird. Es ist durchaus möglich, dass die Euro-Korrektur sich fortsetzt und der Kurs versucht, den 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt wieder zu durchbrechen.


Japanischer Yen

Es ist schon lange her, dass wir über den japanischen Yen gesprochen haben. Die Währung, die immer als „Zufluchtsort“ galt, steht kurz davor, ihre Autorität zu verlieren. Japans Wirtschaft zeigt sehr enttäuschende Zahlen, die Zentralbank verspricht doppelt so viel wie sie macht. Vor dem Hintergrund des sich ausbreitenden Coronavirus schwächte sich der japanische Yen sehr schnell ab. Jetzt hat er gegenüber dem schwächer werdenden Dollar rasch an Stärke gewonnen. Bedeutet dies, dass der Yen als stabile Sparwährung immer noch seine Stärke hat? In naher Zukunft werden wir die Antwort sehen, denn die Investitionsrate in der japanischen Wirtschaft ist rückläufig. Es ist durchaus möglich, dass der Yen nach der Freisetzung aller Risiken für die japanische Wirtschaft aufgrund der aktuellen Situation deutlich schwächer wird, da lokale Investoren nach neuen Offshore-Investitionen suchen müssen, um Gewinne zu erzielen.


Was erwartet uns heute?

01.30 Uhr Handelsbilanz in Australien für Januar
11.00 Uhr OPEC-Treffen
18.00 Uhr Erklärung des Gouverneurs der Bank of England


Wichtige Hinweise:

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day-trading

Die Hoffnung stirbt zuletzt

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04.03.2020 – Daily Report. Keine koordinierte Aktion der Notenbanken und der Treasury Secretarys. Stattdessen melden die Finanzminister der G7 und die Währungshüter nur das übliche Funktionärssprech. Immerhin hat die Federal Reserve gehandelt und die Zinsen gesenkt. Doch der Wall Street reicht das nicht. Dem DAX schon.

Börse Frankfurt zieht wieder an

Vielleicht kommt die konzertierte Aktion ja doch noch. Der DAX legte am Mittwochmittag um 1,1 Prozent auf 12.117 Zähler zu. Vielleicht wissen ja auch einige schlaue US-Broker schon mehr: Der Kontrakt auf den Dow Jones zog zuletzt um 2,2 Prozent an, die Futures auf den S&P 500 kletterten um 2 Prozent. Hoffnung kursierte auch, weil offenbar ein Arthritis-Mittel des Schweizer Pharmakonzerns Roche Hoffnung für schwer erkrankte Corona-Virus-Patienten verspricht.

Enttäuschte Hoffnung nach G7-Call

Gestern Nachmittag hatte sich der US-Markt enttäuscht gezeigt von Telefonkonferenz der G7. Offenbar versuche die Staatengruppe, ihr sowieso nur spärliches Pulver so lange wie möglich trocken zu halten. Oder die führenden Wirtschaftsmächte seien machtlos gegen Corona, hieß es auf dem Parkett. Ja, Australien hatte zuvor den Zins gesenkt – aber nicht so stark wie erhofft. Und Japan hatte am Markt ETF im Gegenwert von fast 5 Milliarden Dollar gekauft. Doch was ist mit Europa? Wo sind die koordinierten Konjunkturprogramme? Was mit dem internationalen Währungsfonds?

Zinssenkung überzeugt nicht

Auch wurde der Zinsschritt der Federal Reserve mitunter als Zeichen der Panik interpretiert. Wegen Corona hatte die US-Notenbank den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, es sei erkennbar, dass das Virus schon Auswirkungen auf das Wachstum vieler Länder und die globalen Finanzmärkte habe.

Tatsächlich war dies laut „ZeroHedge“ der erste 50-Punkte-Schnitt zwischen zwei regulären Zinssitzungen seit dem 8. Oktober 2008 – damals hatte ein gewisser Jerome Kerviel mit ein paar implodierten Milliarden-Deals die Societe Generale in Schieflage gebracht. Einigen – etwa US-Präsident Donald Trump – gingen die 50 Basispunkte nicht weit genug.

Umgehend meldete sich wieder Goldman Sachs zu Wort. Chef-Ökonom Jan Hatzius erwartet weitere 50 Basispunkte; oder auch 25 Punkte zu den regulären Sitzungen am 18. März und 29. April. Andere wie Analyst Michael Every von der Rabobank zweifelten generell den Sinn von Zinssenkungen an. Every fragte: „what level of interest rates is required to incentivize you to risk the death of yourself and your

family?“ Niedrigere Zinsen würden überhaupt nicht helfen, wenn sich die Menschen wochenlang zuhause wie in einem Bunker zurückzögen und die Angebotskette zerreiße.

Enttäuschung in New York

Die Fed konnte es also keinem recht machen. Der Dow Jones sprang nach der Verkündung um rund 700 Punkte nach oben, gab die Gewinne jedoch bald wieder ab. Der Dow verbuchte zur Schlussglocke ein Minus von 2,9 Prozent auf 25.917 Punkte. Welch heftige Vola – goldene Zeiten also, wenn Sie CFD handeln… Der S&P 500 verlor zum Schluss 2,8 Prozent auf 3.003 Stellen. Und der Nasdaq 100 gab 3,2 Prozent ab auf 8.594 Zähler. Die Anleger liefen wieder sichere Häfen an: Die Rendite der zehnjährigen Treasuries sank erstmals unter 1 Prozent.

Gemischte Tendenz in Asien

In Asien ging es am Mittwoch ruhiger zu. Der CSI-300 in China legte um 0,6 Prozent zu auf 4.115 Zähler. Wenig überraschend folgte Hongkong der Fed und senkte den Leitzins von 2,0 auf 1,5 Prozent. Der Hang Seng verlor dennoch 0,2 Prozent auf 26.222 Zähler. Der Nikkei-Index quetschte ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 21.100 Punkte heraus.

Todessehnsucht der Democrats

Doch warum stiegen zuletzt die US-Futures? Vielleicht ist die US-Politik ein Faktor. Nachdem zuletzt alles nach einem kommunistischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders ausgesehen hatte, herzten die Demokraten nun den mutmaßlich höchst korrupten Joe Biden. Der gewann am „Super Tuesday“ nach dem letzten Stand der Auszählung in acht Bundesstaaten. Ein formidables Comeback. Sanders war nur in drei Staaten erfolgreich, darunter aber im wählerreichen Spät-68er-Reservat Kalifornien. Die Wall Street freut es, denn mit solchen Kandidaten steigen die Chancen von Donald Trump. Oder applaudieren die Broker weil es eine Alternative zu Bernie gibt, egal welche?

Übrigens dürfte Kiew in Kürze offizielle Ermittlungen gegen Joe Biden aufnehmen, meldete LibertyNation.com. Dies, weil Biden die Ukraine gezwungen hatte, Generalstaatsanwalt Viktor Shokin zu feuern, oder ansonsten auf Kredite in Höhe von 1 Milliarde Dollar zu verzichten. Shokin hat eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, wonach er gegen die Gasfirma Burisma ermittelt hatte, in der Sohn Hunter Biden ohne besondere Fähigkeiten bis zu 50.000 Dollar pro Monat verdiente. Aber warten wir ab, ob es so kommt. Überhaupt könnten das Krisenmanagement in Sachen Covid-19, der Corona-Crash und eine etwaige US-Rezession die Karten in der Präsidentschaftswahl komplett neu mischen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Mittwoch einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So wird zunächst um 14.15 Uhr in den USA der ADP-Index für Beschäftigung im Februar vorgelegt.

Um 16.00 Uhr folgt der ISM-Index Dienstleistungen für Februar.

Zeitgleich gibt die kanadische Notenbank ihren Zinsentscheid bekannt.

Und der wöchentliche Ölbericht läuft ein.

Um 20.00 Uhr wird das Beige Book der Fed veröffentlicht.

Und nach 22.00 Uhr meldet die Deutsche Börse die Zusammensetzung der Indizes.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Ergreifen die Zentralbanken jetzt Maßnahmen?

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Gold   1642,47
(+0,06%)

EURUSD   1,1146
( -0,21%)

DJIA   26251,50
(+1,49%)

OIL.WTI  47,79
(+1,49%)

DAX   11827,595
(+ 0,05%)

Am Dienstag begannen die Zentralbanken mit Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft. Die erste Bank war die australische Bank, die den Refinanzierungssatz um 25 Basispunkte auf 0,5% senkte. Danach folgte die US-Notenbank, die ebenfalls den Zinssatz um 25 Basispunkte auf 1 % senkte. Die Leiter der G7-Finanzinstitute versprachen, die Maßnahmen zu koordinieren und die Entwicklung von Problemen in der Weltwirtschaft zu verhindern.


Chart des Tages – Gold


Die Situation bei der EZB ist etwas komplizierter. Die begrenzte Schwelle für die Senkung des Refinanzierungssatzes lässt eine starke Wende in diese Richtung nicht zu. Der Chef der französischen Zentralbank sagte, dass die Politik der EZB bereits anpassungsfähig gewesen sei und zur Stabilisierung der Wirtschaft der Eurozone beigetragen habe. Die EZB ist bereit, falls erforderlich, Maßnahmen zur Liquiditätsunterstützung einzelner Banken und Unternehmen zu ergreifen.

Diese Aktionen und Erklärungen haben sicherlich keine momentane Wirkung, sondern werden erst mittelfristig Wirkung zeigen. Deshalb zeigen die Weltindizes am Dienstag eine gemischte Dynamik. Der DAX-Index schloss mit einem Plus von 1%. Der S&P500-Index ist um etwa 2% gesunken, der DOW-Index ist wieder rückläufig und verliert ebenfalls etwas mehr als 2%.


EURO

Vor dem Hintergrund niedrigerer Zinssätze in den USA verliert der Dollar seine Position. Der Euro wächst, verlangsamt sich aber deutlich. Wenn man es technisch betrachtet, befindet sich der Euro für eine gewisse Zeit in der überkauften Zone, und es ist wahrscheinlich, dass wir uns auf 1,1040 nach unten korrigieren können. In naher Zukunft werden wir die EZB beobachten, die möglicherweise einige Anpassungen der Geldpolitik vornehmen wird, die den aktuellen Wechselkurs ernsthaft beeinflussen könnten.


GOLD

Am Dienstag erholte sich der Goldpreis vollständig und peilte sehr deutlich die Marke von $1700 pro Unze an. Die Lockerung der Geldpolitik ist die beste Nachricht für die Goldbesitzer. Mit einem niedrigeren Zinssatz sinken die Kosten für den Goldbesitz, was die Nachfrage nach dem Edelmetall erhöht. Wenn der Trend beim Gold anhält, werden wir wahrscheinlich eine weitere gute Dynamik erleben, die auf das Niveau von 1670 $ und weitere 1700 $ pro Unze ansteigen wird.


Was erwartet uns heute?

01.30 Australisches Bruttoinlandsprodukt
10.30 UK PMI Composite Index für Februar
14.15 Februar Nicht-landwirtschaftliche Löhne und Gehälter in den USA
16.00 Kanadische Zinsentscheidung


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading bids

Die Treasury Rally läuft

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03.03.2020 – Daily Report. Dead Cat Bounce oder Gegenbewegung? Die Notenbanken werden es entscheiden. Und zwar heute ab 13 Uhr. Nach dem Coronageddon der vorigen Woche setzen die Börsianer in Frankfurt jetzt genau wie die Kollegen in den USA auf ein Eingreifen von Fed und Co. Der Dow legt den stärksten Tag aller Zeiten hin. Der DAX zieht kräftig an.

Kurse in Frankfurt steigen

Herrliche Zeiten für Trader: Nach dem heftigen Ausverkauf schnellen die Kurse nun wieder scheinbar ungebremst nach oben. Der DAX verbuchte am Dienstagvormittag ein Plus von 2,8 Prozent auf 12.190 Stellen. Nach wie vor dominierte die Hoffnung auf eine konzertierte Aktion der Notenbanken das Geschehen. Wehe, wenn diese Hoffnung enttäuscht wird… Heute Nachmittag wissen wir mehr – es steht der wichtigste Termin des Jahres an.

Do or Die ab 13 Uhr

Wenn Sie CFD oder online Aktien handeln, dann wird es heute ab 13 Uhr richtig spannend. Dann brauchen Sie einen Broker mit leistungsfähigen Servern und Bafin Lizen – denn dann werden die Notenbanken der führenden sieben Industrieländer (G7) über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten. Zugeschaltet sind ab 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit in einer Telefonkonferenz auch die Finanzminister der jeweiligen Länder. Laut CNBC werden der amerikanische Treasury Secretary Steven Mnuchin und Fed-Chair Jerome Powell die Sitzung leiten.

Inaktivität wäre nach den jüngsten Interventionssignalen das Signal für einen neuen Ausverkauf. Übrigens dämpfte die Saxo Bank auch die mittelfristige Hoffnung: Ein kurzfristiger Bounce werde nicht den durch Covid-19 ausgelösten Schmerz für den Corporate Sektor lindern. Wir ergänzen: Balsam für die Wunden der Börsen- Bullen wird er schon sein.

Immer neue Wortmeldungen in Sachen Stimulus

Schon gestern Abend verbreitete die Europäische Zentralbank Hoffnung: EZB-Chefin Christine Lagarde erklärte, die Notenbank stehe bereit, angemessene und gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Corona erzeuge Gefahren für die Wirtschaftsaussichten und das Funktionieren der Finanzmärkte.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire legte am Dienstag auf Twitter nach und forderte eine „starke und koordinierte” Reaktion der Euro-Zone und der G7-Staaten im Kampf gegen die Folgen des Corona-Virus.

Und US-Präsident Donald Trump verlangte vor der Telefonkonferenz der G7-Zentralbanken von seinen eigenen Währungshütern einmal mehr eine kräftige Zinssenkung. „Unsere Federal Reserve

lässt uns höhere Zinsen zahlen als viele andere, obwohl wir eigentlich weniger zahlen sollten“, twitterte er.

Australien senkt den Leitzins

Die australische Zentralbank hat unterdessen am Dienstag den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Die Reserve Bank of Australia (RBA) kappte den Satz von 0,75 auf 0,5 Prozent. RBA-Chef Philip Lowe sagte, das Corona-Virus sei eine “deutliche” Belastung für die australische Wirtschaft.

Börsianer in Asien warten ab

Trotz alledem herrschte an den Börsen in Asien keine echte Kauflaune. Der CSI-300 in China legte 0,5 Prozent zu auf 4.091 Zähler. Der Nikkei in Tokio verlor 1,2 Prozent auf 21.083 Stellen.

Rekordtag für den Dow

Ganz anders hatte am Abend die Wall Street reagiert: Der Dow Jones erlebte laut „ZeroHedge“ den stärksten Tag aller Zeiten und schoss 5,1 Prozent oder fast 1.294 Punkte nach oben auf 26.703 Zähler. Der S&P 500 zog um 4,6 Prozent auf 3.090 Stellen an. Und der Nasdaq 100 gewann 4,9 Prozent auf 8.878 Zähler. Den Startschuss für die Mega-Rallye setzte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit der Meldung des oben erwähnten heutigen Emergency-Calls der G7-Staaten.

Eine weitere Erklärung für die Hausse lieferte gestern Morgan Stanley: Hedge Fonds sind am Freitag eingestiegen. Konkret meldete die Prime Brokerage der Investmentbank: „the buying of US equities among Equity L/S funds on Friday was the biggest we’ve seen in the past decade.“ Wobei L/S für Long/Short steht. Das hätten wir gerne früher gewusst…

Das bringt der Tag

Neben dem G7-Termin um 13.00 Uhr deutscher Zeit ist der Terminkalender eher leer. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Um 22.30 Uhr steht der API-Ölbericht an.

Und im Super Tuesday treffen die Democrats eine wichtige Vorentscheidung zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

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Morning Stock News

Wird eine Lösung für die Märkte gefunden?

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Gold   1597,88
(+0,53%)

EURUSD   1,1147
( +0,08%)

DJIA   26313,50
(-0,50%)

OIL.WTI  47,45
(-0,11%)

DAX   12055,78
(+ 0,01%)

Am Montag zeigten die Märkte eine gute Erholung. Die Anleger setzen große Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik und eine Erhöhung der Liquidität inmitten der Auswirkungen des COVID-19-Virus auf die Weltwirtschaft. Die Chefs der Fed, der Bank of Japan und der Bank of England sagten, dass sie ihr Bestes tun werden, um die Finanzmärkte zu stabilisieren.


EUR/USD Chart des Tages


Nach den rekordverdächtigen Rückgängen an den Börsen in der vergangenen Woche war das Wochenende sehr günstig, um die Händler „abzukühlen“ und ihnen Zeit für Entscheidungen zu geben. Positive Äußerungen des Fed-Chefs zur Unterstützung der US-Wirtschaft während der Epidemie sowie entschiedene Maßnahmen der Bank of Japan zur Liquiditätsunterstützung ermutigten die Händler zum Kauf. Der S&P500-Index ist um 2,1% auf 3031 gestiegen, der DOW-Index um 2,5% auf 26200. Der DAX-Index ist nicht gestiegen und blieb auf dem Niveau von 11850.


EURO

Der Euro stieg am Montag auf ein Fünf-Wochen-Hoch gegenüber dem US-Dollar. Nachdem der Chef der US-Notenbank bereits auf der März-Sitzung eine wahrscheinliche Lockerung der Politik erwägt, wetten Händler darauf, dass andere Weltbanken den USA folgen und ihre Finanzpolitik aufweichen werden, während die EZB ihre Zinssenkungen im Vergleich zu den USA sehr begrenzt hält. Der deutsche PMI zeigte eine leichte Verlangsamung des Rückgangs, was sich ebenfalls positiv auf den Zinssatz auswirkte. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Wachstum wahrscheinlich erschöpft und wir werden eine leichte Korrektur erleben.


ÖL

Das Brent-Öl stieg am Montag um fast 5%, als klare Antwort auf die Behauptungen, dass die Weltbanken ihre Wirtschaft während der Coronavirus-Epidemie unterstützen werden. Die positiven Erwartungen für die Entscheidung zur Reduzierung der Produktion auf dem OPEC-Treffen geben den Händlern zusätzlichen Optimismus. Alle Aufmerksamkeit wird sich nun auf das OPEC-Treffen sowie auf den wachsenden Konflikt in Syrien konzentrieren. Der Rohölpreis scheint sich die ganze Woche über weiter zu erholen und an dem OPEC-Treffen ist eine erhöhte Volatilität durchaus möglich.


Was erwartet uns heute?

04.30 Uhr Australischer Zinsentscheid
10.30 Uhr UK Construction Business Index für Februar
11.00 Uhr Verbraucherpreisindex der Europäischen Union für Februar
16.00 Uhr Arbeitslosenquote in der Europäischen Union


Wichtige Hinweise:

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CFD broker

Broker hoffen auf die Notenbanken

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02.03.2020 – Daily Report. Die belagerten Bullen im weltweiten Handel setzen auf eine konzertierte Aktion der wichtigen Zentralbanken. In der konjunkturellen Abwehrschlacht gegen das Corona-Virus soll eine neue Geldwelle helfen. Tatsächlich macht Japan den Anfang – und die Fed signalisiert ebenfalls ein Eingreifen. Doch dann spricht die EZB. Der DAX gibt seine frühen Gewinne wieder ab.

Der DAX versucht die Gegenbewegung

Das war wohl nichts: Erst zog der DAX an bis auf 12.119 Punkte. Zwei Gründe dafür: Italien stellt in der kommenden Woche Hilfen für die Wirtschaft von bis zu 3,6 Milliarden Euro bereit. Deutschland prüft die Schnürung eines Konjunkturpaketes, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der „Welt am Sonntag“. Zeit für eine technische Erholung wäre es in normalen Zeiten: Der Relative-Strength-Index für den DAX hatte am Freitag mit nur noch 19,9 Punkten tief im überverkauften Terrain gesteckt.

Dämpfer von der EZB

Nach der anfänglichen Erholung drehte der DAX aber gen Süden. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex wieder 0,3 Prozent schwächer bei 11.857 Zählern. Denn Frankreichs Notenbank-Chef verpasste den Hoffnungen auf eine konzertierte globale Aktion der Notenbanken einen Dämpfer. Die Europäische Zentralbank steht nach Aussage von Francois Villeroy de Galhau zwar bereit, notfalls wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus die Konjunktur zu unterstützen. Zusätzliche Schritte seien aber derzeit noch nicht erforderlich, sagte das Ratsmitglied der EZB dem französischen Radiosender BFM Business.

Japan macht den Anfang

Zuvor hatte Japan die Hoffnung auf ein weltweites Eingreifen der Notenbanken beflügelt. Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, erklärte am Montag, die Zentralbank werde die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten und genug Liquidität für Stabilität im Finanzmarkt bereitstellen. Mit seiner Eilmeldung stützte Kuroda die Börse. Der Nikkei-Index verbuchte am Montag zum Schluss ein Plus von 1 Prozent auf 21.344 Zähler. Zuvor war er auf ein Sechs-Monats-Tief von 20.873 Zähler gefallen. In den kommenden Wochen will die Bank of Japan Milliarden von Assets einkaufen, hieß es schon am Freitag.

De CSI-300 zog am Montag zum Schluss um 3,3 Prozent an auf 4.070 Zähler. In China sind die Aktivitäten in den Fabriken auf den schlechtesten Stand seit Beginn der Aufzeichnung eingebrochen. Kein Wunder: Corona lähmt weite Teile der Wirtschaft. Was im Reich der Mitte ebenfalls die Hoffnungen auf frisches Geld beflügelte.

Mögliche konzertierte Aktion der Notenbanken

Am Freitag hatte die Fed die Steilvorlage für Spekulationen über eine globale konzertierte Aktion geliefert: US-Notenbankchef Jerome Powell erläuterte gewohnt kryptisch, die Fed werde gegebenenfalls eingreifen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern. Angesichts der „Risiken“ durch das Virus werde die Notenbank „ihre Instrumente nutzen und angemessen handeln, um unsere Wirtschaft zu unterstützen“.

Analysten hoffen auf bis zu 100 Basispunkte

Goldman Sachs goss am gestrigen Sonntag reichlich Öl ins Feuer der Hoffnung: Die Goldmänner erwarten einen baldigen Zinsschritt durch die Federal Reserve um 50 Basispunkte, vielleicht sogar vor dem nächsten regulären Treffen am 16. März. Dieser Schritt werde von einem weiteren 50-Punkte-Schnitt im zweiten Quartal begleitet. Und außerdem sei dies Teil einer konzertierten Aktion der wichtigsten Notenbanken der Welt. Damit war das Gerücht also in der Welt.

Die Lobbygruppe Bank Policy Institute stieß ins gleiche Horn – sie erwartet laut MarketWatch einen Zinsschritt von 50 bis 75 Basispunkten. Der Zinsschritt werde wohl am Mittwochmorgen bekanntgegeben. Autor der Wortmeldung ist übrigens Bill Nelson – und der hat einst als Ökonom für die Fed gearbeitet, er dürfte daher noch gut vernetzt sein.

Kleiner Rebound in New York

Natürlich hatte das Corona-Virus Sars-CoV-2 auch am Freitag das Geschehen an der Wall Street dominiert. Immerhin drehten die Indizes wegen der Wortmeldung der Fed nach oben, sodass die Verluste eingedämmt wurden. Der Dow Jones Industrial rutschte am Freitag deutlich unter 25.000 Punkte; er schloss mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 25.409 Punkten.

Für den Dow stand damit ein Wochenverlust von 12,4 Prozent an. Noch höher war das Minus nur während der Finanzmarktkrise im Oktober 2008. Im Februar verbuchte der US-Leitindex ein Minus von 10 Prozent – die schlechteste Rendite seit elf Jahren.

Der S&P 500 verlor am Freitag zeitweise 3 Prozent, bevor er wieder anzog. Das Minus zum Schluss fiel mit 0,8 Prozent bei 2.954 Punkten somit moderat aus. Der Nasdaq 100 schaffte am Tagesende sogar ein Plus von 0,3 Prozent auf 8.461 Zähler. Interessanterweise prallte der Nasdaq 100 am Freitag nach einem tiefroten Start punktgenau auf der 200-Tage-Linie bei 8.139 Zählern nach oben ab. Hier greift also selbst in Zeiten der Panik die Chartanalyse noch.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am Montag einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So steht um 15.45 Uhr der EZB-Monatsbericht für den Februar an.

Um 16.00 Uhr folgt außerdem in den USA der ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie für Februar.

Und zeitgleich werden die US-Bauausgaben im Januar gemeldet.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und eine profitable Woche!


Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.