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20.05.2022 – Der Krieg in der Ukraine hat wie vorhergesagt zu einer Preisexplosion geführt. Doch es gibt noch andere Faktoren hinter der Verteuerung. Wir beleuchten die Faktenlage.

Der Weizenpreis hat gerade ein Allzeithoch erreicht – 442 Euro je Tonne in Europa. In den USA fiel der Anstieg wegen der hohen Eigenproduktion geringer aus – im Tageschart sehen Sie den Preis in Dollar, wobei wir Sie bitten, die jeder Logik spottende, altertümliche Einheit Bushel selbst zu recherchieren. Wie auch immer: Der jüngste kleine Rücksetzer dürfte keine wirkliche Trendwende gewesen sein.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Damit zu den Gründen für die Preisentwicklung. Langfristig vor allem die globale Überbevölkerung, die hierzulande in den Wahrheitsmedien selten bis nie thematisiert wird – politisch korrektes Tabu und so – schuld sind ja immer wir. Doch wenn in einigen sogenannten Kulturen Frauen keine Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung haben, dann sind eben sechs, acht oder zehn Kinder die Regel. Mit den üblichen Folgen: Waldrodung, Überfischung, Überweidung, Absenkung des Grundwasserspiegels, Versalzung von Ackerland, Hunger, Flucht ins goldene Europa. Wo eine gewisse deutsche Innenministerin, die mitunter für DKP-Blättchen schreibt und sich mit Antifas fotografieren lässt, schon darauf wartet, sie alle, alle in Empfang zu nehmen.

Ernte weltweit gefährdet

Dazu gesellen sich einige mittelfristig wirkende Wetterphänomene. Vor rund einer Woche veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium einen Bericht mit dem Titel „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (WASDE). Der Ausstoß falle in Australien, Marokko, Argentinien, China und der Europäischen Union (trockener Frühsommer) geringer aus. Bloomberg ergänzte, in den USA sei die Ernte wegen Trockenheit extrem schlecht, in Kanada hätten auch Kälte und Nässe die Aussaat verzögert. Indien leide unter einer Hitzewelle – übrigens ist das Land der zweitgrößte Exporteur. Der Subkontinent hat inzwischen einen Ausfuhrstopp verhängt. Nummer eins ist China; doch hier vernichteten Überflutungen große Teile der Ernte. Exporteur Nummer Drei ist Russland. Aber Moskau verweigert Ausfuhren in einige Länder, weil es in Teilen der Wirtschaft mit Sanktionen belegt ist.

Blockade der Ukraine

Aber der aktuelle Grund für die Teuerung ist die Blockade ukrainischer Schwarzmeer-Häfen durch die russische Marine. Laut WASDE wird die Ernte in der Ukraine in diesem Jahr um rund ein Drittel einbrechen. Zudem lagern laut einer Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums derzeit 25 Millionen Tonnen in der Ukraine – sie können aber kriegsbedingt nicht abtransportiert werden. Die kurzfristige Lage könnte sich ändern, falls die USA, wie angekündigt, moderne Anti-Schiffs-Raketen liefern. Davon ist auszugehen, denn die Amerikaner handeln entschlossen – während Deutschlands Kanzler von einer „Zeitenwende“ schwadroniert und hintenrum offenbar die Lieferung von Marder- und Gepard-Panzern hintertreibt. Wie Reuters unter Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus und dem Kongress berichtet, stehen Harpoon-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern sowie die Naval Strike Missile (NSM) mit 250 Kilometern zur Debatte.

Annexion und Atomschlag

Womit wir in diesem kranken Krieg noch eine besonders bedrohliche potenzielle Entwicklung melden müssen. Das stets gut informierte Institute for the Study of War (www.understandingwar.org) warnte  jüngst, der Krieg biege jetzt in seine entscheidende Phase ein. Noch versuche der Kreml, möglichst viel ukrainisches Territorium für eine Annexion zu besetzen. Falls das Regime aber realisiere, dass es angesichts des erbitterten Widerstandes der Ukrainer nicht recht vorangehe, könnten sich die Russen eingraben. Und dann eben diejenigen Gebiete annektieren, die sie schon besetzen, um später nochmal anzugreifen. Das wären dann russische Gebiete – und Moskau würde jede Kampfhandlung als Angriff auf Russland werten. Was wohl den Einsatz von Atomwaffen zur Folge hätte. Wollen wir hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Die Bernstein Bank behält die Lage für Sie im Blick!

 


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