Wall-Street-Rekorde schieben Frankfurt an

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04.11.2019 – Daily Report. Up, up and away: S&P 500 und Nasdaq 100 haben neue Rekorde erzielt. Der DAX knackt im frühen Handel die 13.000 Punkte. Kein Wunder, denn die positiven Signale in Sachen Zollstreit China-USA türmen sich inzwischen haushoch.

Deutsche Aktien mit Gewinnen

So geht das: Der DAX erzielte zum Wochenbeginn einmal mehr ein Jahreshoch. Und riss dabei gleich ein Aufwärtsgap. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent im Plus bei 13.100 Zählern.

Für Freude sorgte zum einen die Tatsache, dass US-Handelsminister Wilbur Ross im Gespräch mit Bloomberg andeutete, Washington könne auf Strafzölle für Importwagen verzichten. Denn es habe positive Gespräche mit Autobauern in der Europäischen Union, Japan und Korea gegeben. Neben starken Konjunkturdaten aus China und den USA befeuerten aber vor allem News in Sachen Zollstreit China-USA die Kauflaune der Börsianer in Frankfurt.

Fehlt nur noch die Unterschrift

„Wir machen gute Fortschritte“, sagte der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross am Sonntag. Es gebe tatsächlich „keinen vernünftigen Grund“, warum ‘Phase 1 des Handelsabkommens nicht in diesem Monat abgeschlossen werden könnte, sagte Ross im Gespräch mit Bloomberg TV. Außerdem könne es in Kürze Lizenzen geben für alle amerikanischen Firmen, die Komponenten an Huawei verkaufen wollten.
Zudem sagte zuvor Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, mehrere Kapitel – zu Agrarprodukten, Finanzdienstleistungen und Währungsfragen – seien „praktisch fertig“. An anderer Stelle gebe es große Fortschritte. Auch US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, Phase 1 könne in Iowa unterzeichnet werden.
Bleibt ein kleines Detail, das schnell in Vergessenheit gerät: Noch fehlt die Unterschrift. Sollte es hier eine herbe Enttäuschung geben, dann rasseln die Kurse mit hoher Wahrscheinlichkeit nach unten. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Markt nach dem Motto „buy the rumor, sell the fact“ agiert. Wenn Sie CFD oder online Aktien handeln, sollten Sie also stets regelmäßigen Marktupdates checken und eine Short-Position zumindest in Erwägung ziehen – egal ob Erfolg oder Misserfolg im Zollstreit.

Chance beim Renminbi

All das führt zu einem interessanten Aspekt im Devisenmarkt. Die „South China Morning Post“ berichtete, es gebe einen weiteren Fakt, der auf eine Einigung hindeute. China wolle den Yuan stabilisieren, um den Abschluss eines Trade-Deals zu unterstützen. Konkret habe die People’s Bank of China (PBOC) am Freitag mitgeteilt, dass sie an diesem Donnerstag in Hongkong Yuan-denominierte Assets im Gesamtwert von 30 Milliarden Yuan (rund 4,3 Milliarden Dollar) offerieren will. Dies sei eine Methode, um die Leihkosten nach oben zu treiben, was es Spekulanten schwieriger mache, auf eine fallende Währung zu setzen. Zudem saugt das Yuan aus dem Markt. Konkret sollen in der Auktion 3-Monats-Papiere im Wert von 20 Milliarden Yuan und Einjährige über 10 Milliarden Yuan angeboten werden.

China-Aktien wollen nach oben

Angesichts der News stiegen die Anleger in China ein. Der CSI-300 zog um 0,7 Prozent an auf 3.978 Stellen. Außerdem wuchs Chinas Industrie im Oktober so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. In Japan wurde derweil wegen des Tags der Kultur nicht gehandelt.

Rekorde in New York

Frohe Kunde gab es am Freitag auch aus den USA: Der US-Arbeitsmarkt verlor im Oktober mit 128.000 neu geschaffenen Jobs nicht so stark an Dynamik wie befürchtet. Die Arbeitslosenquote hält sich in der Nähe ihres 50-Jahrestiefs.

Ergo griffen die Anleger in New York zu. Der S&P 500 kletterte um 1,0 Prozent auf ein Allzeithoch von 3.066 Punkten. Der Hightech-Index Nasdaq 100 legte ebenfalls um rund 1 Prozent auf den Rekord von 8.161 Punkten zu. Der Dow Jones Industrial zog um 1,1 Prozent an auf 27.347 Zähler zu. Dem Dow fehlen damit nur noch wenige Zähler bis zu seinem Rekordhoch vom vorigen Juli bei 27.399.

Endlich öffentliche Impeachment-Anhörung

Bleibt ein Factlet aus der Politik: Ja, die Demokraten haben endlich die offiziellen Impeachment-Anhörungen über eine Abstimmung auf den Weg gebracht. Und endlich sollen diese auch in der Öffentlichkeit stattfinden und nicht mehr hinter verschlossenen Türen. Doch nein, die Dems sind sich nicht einig – zwei Demokraten stimmten dagegen. Nur ein ex-Republikaner und nun Unabhängiger stimmte dafür. Die Republikaner stimmten geschlossen dagegen. Das sieht nach einem klitzekleinen Riss in der Front der Demokraten aus.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt nur wenige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer : Market Mover

Zunächst steht um 15.45 Uhr der EZB-Monatsbericht im Oktober an.

Um 16.00 Uhr folgt der Auftragseingang für die US-Industrie im September.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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