Category

Nachrichten

Morning Stock News

Trump oder Biden?

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1899,125
(-0,54%)

EURUSD   1,1656
(-0,60%)

DJIA  27410,50
(+0,40%)

OIL.WTI  38,59
(+1,37%)

DAX   12132,80
(+0,01%)

Wir haben vorausgesagt, dass der Handel am Dienstag extrem schleppend verlaufen würde. Die Anleger warten auf die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen und werden sich von den Märkten fernhalten. Wir haben uns jedoch geirrt. Der US-Dollar fiel im Laufe des Tages gegenüber allen Vermögenswerten. Wir sprechen von Währungen, Aktien, Warentermingeschäften.

EURUSD

EURUSD

Es ist möglich, dass Investoren sich beiseite gestellt haben. Das bedeutet, dass die Liquidität gering war. Spekulanten traten ins Spiel und schafften es, den Markt stark zu bewegen. Die interessantesten Dinge erwarten uns jedenfalls am Mittwoch, nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse.
Übrigens hat Gold wieder einmal die Marke von 1.900 Dollar pro Feinunze überschritten. Generell ist nicht klar, warum das gelbe Metall so stark von seinen Höchstwerten gefallen ist. Immerhin ist die Unsicherheit sehr groß, was bedeutet, dass die Nachfrage nach Schutzgütern steigt, vor allem vor dem Hintergrund des Drucks leeren Geldes.


Was erwarten die Märkte?

Theoretisch sollte der Aktienmarkt wachsen, wenn Trump die Wahl gewinnt. Und wenn Biden gewinnt, dann sollte er fallen. Der Unterschied ist wie folgt. Die Republikaner sind für Steuersenkungen und eine maximale Marktwirtschaft. Natürlich fühlen sich die amerikanischen Unternehmen und der Aktienmarkt mit dieser Politik wohl.
Die Demokraten wollten traditionell die Steuern erhöhen, um die Hilfe für arme Menschen zu erhöhen. Sie wollen auch die Vorschriften verschärfen. Das gefällt natürlich weder den Unternehmen noch den Märkten.
Unabhängig davon, wer die Wahl gewinnt, kann es am Mittwoch sehr starke Bewegungen in jede Richtung geben.


Was erwartet uns heute?

10.00 Uhr EU-Geschäftsaktivitätsindex für den Dienstleistungssektor für Oktober
10.30 Uhr UK Geschäftsaktivitätsindex für den Dienstleistungssektor für Oktober
14.15 Uhr ADP US-Beschäftigungsbericht für Oktober
16.00 Uhr ISM-Geschäftsaktivitätsindex im US-Dienstleistungssektor für Oktober


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Trading bids

Ein guter Lauf für BTC

By | Nachrichten | No Comments

03.11.2020 –Special Report. Happy Birthday, Bitcoin: Die E-Devise hat gerade ihren 12. Geburtstag gefeiert. Und sich seitdem prächtig entwickelt, das Preishoch lag bei knapp 20.000 Dollar. Vor allem die vergangenen zwei Monate liefen wieder gut für BTC: Der Preis zog an von unter 8.000 auf rund 14.000 Dollar am Weekend. Das Cyber-Geld hat einige Argumente auf seiner Seite. Etwa die Politik. Aber auch die Entkernung des US-Dollar. Und besonders das Alter der Anleger – junge Menschen setzen verstärkt auf Cryptos.

Bitcoin als Reaktion auf Lehman Brothers

Blick zurück nach vorn: Am 31. Oktober 2008 veröffentlichte ein gewisser anonymer Autor mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto – oder vielleicht ist es eine Frau oder eine Gruppe, wir wissen es nicht – ein Thesenpapier mit dem Titel: Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. Darin entwickelte Nakamoto einen Plan, der es erlaubte, “online payments to be sent directly from one party to another without going through a financial institution.” Und diese Finanzinstitute hatten gerade einen herben Image-Schaden hinnehmen müssen: Kurz zuvor war das gesamte System durch den Kollaps von Lehman Brothers ins Wanken geraten. Auch jetzt steigt die Skepsis wieder.

Flucht in den sicheren Hafen

Angeschoben vom Getöse rund um die US-Wahl haben sich in den vergangenen Wochen viele Anleger mit Crypto-Currencies eingedeckt. Die Leute trauen den Banken nicht immer, gehen auf Nummer sicher und machen Cash – die Wall Street legte dagegen einen der schlechtesten Oktober vor einer Präsidentschaftswahl vor. Unruhen liegen in der Luft. In Krisenzeiten sind harte Assets gefragt: Gold, Silber, Bitcoin, Waffen.

Immer mehr Luftgeld

Dazu gesellt sich die anhaltende Entkernung des US-Dollars. Schon jetzt sprudeln unendliche Summen an Stimuli, um die US-Wirtschaft wieder anzukurbeln. Sollte Joe Biden Präsident werden, ist ein verlängerter Lockdown mit noch größerer staatlicher Verschuldung zu erwarten als schon jetzt.
Übrigens arbeitet die Federal Reserve bereits an der Einführung eines digitalen Dollar, mit dem die Geschäftsbanken als störende Elemente, welche die Staatsgelder in der eigenen Bilanz parken, umgangen werden. Die Bank of America urteilte, „the next frontier for central bank revolution is use of digital currencies as conduit for policies such as UBI (universal basic income), MMT (Modern Monetary Theory), student debt forgiveness, to induce sustained rise in inflation expectations.“ Soll heißen: Die Inflation muss rauf, Koste es was es wolle – bedingungsloses Grundeinkommen, Helikopter-Geld, die Abschreibung von Uni-Krediten. Der Rat der BoA: „own inflation assets.“ Inflationsschutz durch harte Assets also. Ergo flüchten die Anleger in alternative Währungen. Etwa Bitcoin.

bitcoin

Gold versus Bitcoin

Wobei die Älteren auf Gold setzen und die Jüngeren auf Bitcoin, wie JPMorgan gerade meldete. JPMorgan’s quantitativer Analyst Nick Panigirtzoglou verwies jüngst in seinem Bericht „Flows and Liquidity“ auf diese Zweiteilung: „the older cohorts prefer gold, while the younger cohorts prefer bitcoin as an “alternative” currency. Both gold and bitcoin ETFs have been experiencing strong inflows this year, as both cohorts see the case for an “alternative” currency.“ Zuvor hatte schon Charles Schwab darauf hingewiesen, dass der Grayscale Bitcoin Trusts die fünftgrößte Holding für künftige Pensionsauszahlungen unter den Millennials ist, das sind Kids, die um das Jahr 2000 oder in den Jahren davor geboren wurden.

Push von PayPal

Außerdem ging der JPMorgan-Experte auf die Entscheidung von PayPal ein, Bitcoin bei der Zahlungsabwicklung zu akzeptieren. Sein Verdikt: Dies „is another big step toward corporate support for bitcoin, which in our opinion would facilitate and enhance over time Millennials’ usage of bitcoin as an “alternative” currency.“ PayPal-Kunden können Crypto-Währung auch direkt im Shop einkaufen. Akzeptiert werden auch Ethereum (ETH), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC). PayPal ist einer der größten Zahlungsabwickler weltweit mit rund 346 Millionen aktiven Accounts.

JPM: Verdoppelung und Verdreifachung möglich

JPMorgan konstatierte: Bitcoin könne wegen der kommenden Kohorten von jungen Anlegern im Investment-Universum zunehmend in Konkurrenz zu Gold treten. Die derzeitige Marktkapitalisierung von BTC liege bei rund 240 Milliarden US-Dollar. Damit müsse der Markt für Bitcoin um das Zehnfache anziehen, um mit Gold – in Münzen, Barren oder ETF – gleichzuziehen, denn die Größe des Goldmarktes liege bei 2,6 Billionen. Selbst eine moderate Verdrängung von Gold durch Bitcoin sei bullish – es bedeute „doubling or tripling of the bitcoin price from here.“

Millenials sind mit BTC vertraut

Unser Fazit: Das hört sich alles prima an – tatsächlich spricht einiges für Cryptos. Junge Menschen setzen verstärkt auf elektronischen Zahlungsverkehr via App – sie sind „Digital Natives“ und kennen sich mit Smartphone, Internet und co. bestens aus. Die zunehmende Digitalisierung des Geschäftslebens und der Vormarsch der auch „Generation Y“ oder „Generation Me“ genannten Käufer spielt BTC also in die Hände. Denn wer beim Kauf von Sneakers auf das E-Wallet vertraut, hat auch keine Berührungsängste mehr beim BTC-Investment.

Dennoch könnte die Volatilität von Bitcoin dagegen sprechen, dass risikoscheue Anleger in die Assetklasse gehen – auch junge Leute sind mitunter risikoavers. Die Fragen aller Fragen ist zudem die, ob die Zentralbanken der Welt dem Aufstieg einer unkontrollierten Parallelwährung tatenlos zusehen werden. Das ist die größte Gefahr für die E-Devisen. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Blick – und wünscht gute Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock Trading

US-Wahl: VIX im Krisen-Modus

By | Nachrichten | No Comments

02.11.2020 –Special Report. Selten war eine Präsidentschaftswahl so wichtig wie aktuell. Linksschwenk und US-Sozialismus oder eine Fortsetzung der „America-First“-Politik. Globalisierung und offene Grenzen versus Patriotismus und Schutz der amerikanischen Wirtschaft. In dieser epochalen Auseinandersetzung sind Wahlfälschung und Unruhen möglich. Vermutlich ist das Ergebnis lange unklar – was neue Corona-Stimuli blockieren könnte. Was wiederum für ein Investment in den Angstindikator VIX spricht. Der läuft gerade auf gefährliches Gelände zu.

Ziehen Sie sich warm an

Es könnte bald wochenlang ungemütlich werden an der Börse und in der Realwelt. Falls es Wahlanfechtungen gibt – uns die scheinen so sicher wie das Amen in der Kirche – hängt das Weiße Haus in der Luft. Auch bei den neu zu besetzenden Sitzen in Senat und Repräsentantenhaus könnte es alles andere als glatt laufen. Richtig spannend wird die Sache, wenn sich Wahlmänner dem Wahlergebnis in einem Staat verweigern und anders stimmen, weil sie Wahlbetrug wittern. Genau deswegen wurde dieses Kolleg übrigens eingerichtet. Oder wenn der Sieger letztlich vor dem Repräsentantenhaus gekürt werden muss. Oder wenn der Supreme Court über die Neuauszählung in Bundesstaaten entscheiden muss. Klar ist, dass bis zum 20. Januar ein Ergebnis her muss. Hier für das richtige Timing Ihrer Trades der Wahlkalender.

wahl

Viele an der Börse vermuten, dass eine Entscheidung über neue Stimuli lange ausbleiben könnte und dass es keinen klaren Kurs in der Corona-Bekämpfung gibt. Kurz: Anhaltende Agonie in der Wirtschaft. Und Ausverkauf am Aktienmarkt. Jedenfalls passt die aktuelle Skepsis an der Wall Street nicht zu den Umfragen, die Joe Biden landesweit rund 7 Prozentpunkte vorne sehen – eigentlich eine klare Sache, welche die Nerven beruhigen sollte. Doch aktuell sieht eher Donald Trump wie der sichere Sieger aus: Er lockte am Weekend zehntausende begeisterte Anleger bei Wind und Wetter zu Wahlpartys an – etwa in den wichtigen Swing States Pennsylvania, Georgia und North Carolina. Biden dagegen sprach nur vor kleinen Gruppen von vielleicht 200 Leuten, die umgehend von Trump-Gegendemonstranten provoziert wurden.

Chaos und Wahlbetrug

Leider könnte es in mehreren Bundesstaaten tatsächlich Wahlbetrug durch die Demokraten geben. Während die meisten hiesigen Medien dies als Verschwörungstheorie von Trump abtun und sich weigern, zu recherchieren, zog das Magazin „Eigentümlich frei“ interessante Fakten ans Licht: So sei die Wahlfälschung in demokratischen Hochburgen wie Baltimore und Chicago quasi an der Tagesordnung. US-Präsident Barack Obama im Jahr 2013 einen Untersuchungsbericht zu diesem nationalen Thema in der Schublade verschwinden lassen. Der Think Tank Judicial Watch habe in diesem August festgestellt, dass in 353 Regierungsbezirken mehr Wähler registriert sind, als Einwohner bei der letzten Volkszählung festgestellt wurden. „Immerhin 1,8 Millionen solcher überschüssiger Phantomwähler gibt es. Viele davon sind in andere Bundesstaaten umgezogen und können prinzipiell doppelt wählen – an ihrem neuen und an ihrem ehemaligen Wohnort.“
Seltsamerweise würden stets nur die Republikaner vom Wahlbetrug benachteiligt, nicht aber die Demokraten, fuhr „Eigentümlich frei“ fort: „In Ohio beispielsweise wurden 50.000 Briefwahlunterlagen verschickt, bei denen vergessen worden war, Trump auf dem Stimmzettel als Kandidaten einzutragen. (…) „Project Veritas“, ein Team von Investigativ-Journalisten, filmte einen Wahlkampfhelfer der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar in Minneapolis mit verdeckter Kamera, der erläutert, wie er Somalis 50 Dollar zahlt, wenn sie auf ihrem Stimmzettel Omar ankreuzen.“ Passend dazu eine Meldung von Fox News: Ein Sprecher der Wahlkommission des Broward County in Florida bestätigte gerade, dass jemand versucht habe, Dutzende Verstorbene für die Briefwahl zu registrieren.

Juristische und echte Schlachten

Und das „Wall Street Journal“ meldete gerade, es gebe ein Risiko bei Mail-In-Ballots in den Battleground-Staaten – Wahllokale hätten Millionen von Stimmzetteln noch nicht erhalten, es bestehe die Gefahr, dass diese nicht rechtzeitig gezählt würden. Wir meinen: Trump hatte also Recht mit seiner Warnung, Briefwahl könne zu Chaos führen. Ergo fuhr das WSJ fort, Rechtsanwälte machten sich schon bereit für juristische Schlachten in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin.
Nicht nur vor Gericht dürfte es ungemütlich werden. Eine Umfrage von USA Today/Suffolk University ergab, dass drei Viertel der Wähler besorgt sind über Gewalt am Wahlabend und danach. Und nur ein Viertel zeigte sich “very confident”, dass es einen friedlichen Machtübergang gebe, falls Joe Biden Donald Trump schlagen werde. Bleibt anzumerken, dass die Unruhen wahrscheinlich eher ausbrechen, falls Trump gewinnt und die Antifa revoltiert. Bleibt ferner anzumerken, dass die Gewalt im Sommer in den US-Städten zu 100 Prozent von den Linksfaschisten und von Black Live Matters ausging und dass die Ausschreitungen zu 95 Prozent in demokratisch regierten Städten tobten, wo die Bürgermeister die Polizei abzogen. Und wo sich letztlich die Bürger bewaffneten und sich mit Waffen wehrten, wie in Kenosha, Wisconsin. Jedenfalls verbarrikadieren aktuell schon überall in den USA Geschäfte ihre Schaufenster mit Sperrholz. Letztlich kann es sein, dass die Sache blutig ausgefochten wird.

VIX

VIX lauft auf die gefährliche Zone zu

All dies führte das brilliante Finanzblog ZeroHedge dazu, auf eine unsichtbare, aber wichtige Linie im VIX bei rund 44 Punkten hinzuweisen. Der Indikator kam der Linie zuletzt recht nah, vorige Woche schloss er bei 41,5. Bei knapp 44 verlaufe die 3-Sigma-Linie des Angstindikators, nur 203 mal in seiner Geschichte oder in 2,6 Prozent der Fälle habe der Index darüber geschlossen. Der durchschnittliche Schluss des VIX in den vergangenen 30 Jahren habe bei 19,44 gelegen, die Standardabweichung sei 8,12; drei Standardabweichungen seien also 43,8.
Unsere Übersetzung: Der VIX hat sich gerade an ein Extremniveau heran bewegt, das zu den aktuellen extremen Zeiten passt. Wir hatten an dieser Stelle mehrfach auf die Bedeutung des VIX als möglichen Trade für die Wahl hingewiesen. ZeroHedge fuhr fort: Historisch gesehen habe der Volatility Index in 94 Prozent der Fälle innerhalb von zwei Zeiträumen über 44 geschlossen: In der Finanzkrise 2008/09 und eben jetzt in 2020. Unser Fazit: All dies belegt, dass wir in außergewöhnlichen Zeiten leben. Wir nähern uns offenbar einer Krise, die zu 2008 passt. Dann hätten die Börsen-Indizes noch einige Luft nach unten.

Achten Sie auf Florida und North Carolina

Es ist zwar gut möglich, dass die US-Wahl einen klaren Sieger und auch eindeutige Verhältnisse im Kongress mit sich bringt. Allerdings halten wir die Wahrscheinlichkeit dafür eher für gering. Morgan Stanley senkte übrigens gerade seine Prognose dafür, dass das Wahlergebnis innerhalb einer Woche nach der Wahl klar ist von 70 auf 55 Prozent. Und erhöhte die Wahrscheinlichkeit für Klarheit am Wahlabend von 20 auf 35 Prozent. Garniert mit dem Tipp, auf North Carolina und Florida zu achten – wenn Trump hier verliere, sei die Sache durch. Gewinne er hier aber, werde die Schlacht in anderen Swing States toben, wo es dann eben doch länger dauern könnte.
Halten Sie sich also bereit – vielleicht sollten Sie einen Teil Ihres Geldes für Protective Puts auf die Wall-Street-Indizes oder Käufe des VIX bereithalten. Unnötig zu erwähnen, dass der VIX abtaucht und die Bullen die Börse überrennen werden, wenn es wider Erwarten doch schnell einen klaren Sieger geben wird. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Kritische Korrelation gebrochen

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1882,93
(+0,22%)

EURUSD   1,1634
(-0,08%)

DJIA  26496,50
(-0,01%)

OIL.WTI  34,495
(-3,43%)

DAX   11634,37
(+0,01%)

Erst vor wenigen Wochen haben wir über einen neuen Blick auf Bitcoin geschrieben. Am Ende der Woche und am Wochenende fand ein weiteres wichtiges BTC-Ereignis statt, das im Detail erwähnenswert ist.

BTC

BTC

Im Laufe des Jahres 2020 korrelierte die erste Kryptowährung mit dem S&P 500-Index. Bis Mitte Februar wuchs der Index und damit auch der Bitcoin. Dann kam es zu einem kräftigen Ausverkauf am Aktienmarkt im Zusammenhang mit der ersten Welle des Coronavirus, und auch der BTC brach kräftig ein. Dann begann die Wirtschaft Geld zu pumpen, die Aktien stiegen wieder an und Bitcoin wuchs mit ihnen.
Diese Woche endete erneut mit einem massiven Ausverkauf von Aktien. Normalerweise begann Bitcoin im Anschluss an den Aktienmarkt zu fallen. Aber dieses Mal ging etwas schief. Nach dem Sturz am Mittwochabend gab es am Donnerstagabend ein starkes Wachstum. Dann, am Donnerstag und Freitag, versuchte Bitcoin wieder zu fallen und folgte den Aktien, aber er kaufte sich zurück und wuchs wieder. Und am Samstag schlug der Preis alle Register und stieg auf 14100 $ für 1 BTC.


Was bedeutet das alles?

Wir prognostizieren, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt vollständig gebrochen ist. Außerdem korreliert BTC jetzt nicht einmal mehr mit Gold, das in letzter Zeit ebenfalls rückläufig war. Dies bedeutet, dass Bitcoin nicht einmal mehr von der Menge des neu gedruckten Geldes abhängig ist. Wir haben letzte Woche festgestellt, dass der größte Rückgang an den Aktienmärkten am Mittwoch auf die Verschiebung der Verabschiedung des neuen Hilfspakets für die US-Wirtschaft in Höhe von 2 Billionen US-Dollar zurückzuführen ist.
Spekulanten versuchen also, Bitmünzen zu verkaufen, wobei sie sich an die bestehende Korrelation erinnern. Und das „schlaue Geld“ kauft gerne die erste Kryptowährung um jeden Preis zurück. Dies zeigt, dass die Nachfrage wirklich beginnt, das Angebot zu übersteigen.


Wohin kann das führen?

In der ersten Welle der Pandemie verkauften Anleger alle Vermögenswerte, erhielten Geld und wussten nicht, was sie damit tun sollten. Jetzt kann die umgekehrte Situation eintreten. In der zweiten Welle der Pandemie werden Anleger ebenfalls alle Vermögenswerte verkaufen und das Geld in Bitcoin investieren. Wir werden vor dem Jahreswechsel wissen, ob diese Version das Recht hat, zu bestehen.


Was erwartet uns heute?

10.00 EU-Index für das verarbeitende Gewerbe für Oktober
10.30 UK Manufacturing Index für Oktober
16.00 US ISM Manufacturing Index für Oktober


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Handel

So traden Sie den Sieg von Trump

By | Nachrichten | No Comments

30.10.2020 –Special Report. Vielleicht wird 2020 genauso enden wie 2016: Trotz aller Propaganda in den Mainstream-Medien sind die Chancen auf eine Wiederwahl von Donald Trump in den vergangenen Tagen rapide gestiegen. Wir analysieren die Hintergründe und beleuchten, was das für Ihr Investment bedeutet.

Seltsame Umfragen

Aktuell liegt Joe Biden bei RealClearpolitics.com im Schnitt landesweit rund 7 Prozent vorne – das sind rund 5 Punkte mehr als Hillary Clinton vor vier Jahren. In den Battleground States ist der Vorsprung geringer, hier führt er aber noch mit rund 3 Prozent – was 1,6 Prozent über dem Lead von Hillary vor vier Jahren liegt. Doch wenn wir uns beispielhaft eine Umfrage näher anschauen, dann kommen Zweifel: Bei Economist/YouGov wurden 1.500 registerte US-Wähler befragt. Davon waren allerdings 580 Demokraten, 430 Republikaner und der Rest Independents. Das heißt, es meldeten sich 34 Prozent mehr Dems als Reps zu Wort. So ist es wenig verwunderlich, dass der Vorsprung von Biden hier satte 11 Punkte beträgt. Dieses „Oversampling“, also die Übergewichtung von Demokraten in Umfragene zieht sich durch viele Erhebungen der Corporate Media. Sagt hier jemand „Lügenpresse“?

Gegen den Strom

Anders sieht die Sache bei Rasmussen aus, das ist das einzige Institut, das vor vier Jahren richtig lag. Hier eroberte jüngst Trump einen landesweiten Vorsprung von 1 Prozent, jetzt liegt er wieder einen Punkt hinten. Rasmussen rechnet stärker die Shy Republicans ein, das ist der Anteil der Konservativen, die sich weigern, sich im Gespräch zu öffnen, da einem der Interviewer vielleicht, vielleicht die Linksradikalen von der Antifa auf den Hals hetzt – da müsste man ja noch Munition verschwenden. Weiter sagt mit der Trafalgar Group ein Institut einen Sieg von Trump in den wichtigen Swing-States voraus – auch dieses Institut lag vor vier Jahren richtig. Die Trafalgar-Umfragen sind mit sieben bis acht Fragen weit kürzer als andere, weshalb am Feierabend mehr Arbeiter antworten. Die oben angesprochene Erhebung des „Economist“ beispielsweise hat 108 Fragen.
Auch die Realität lässt am angeblichen Vorsprung von Biden zweifeln. Hier sehen Sie links ein Foto von einem Twitter-User einer Wahlveranstaltung von Joe Biden in Warm Springs, Georgia – angeblich haben die Dems hier echte Chancen. Daneben ein Foto einer Veranstaltung von Donald Trump in Martinsburg, Pennsylvania:

usausa1

Bidens Eigentore

Tatsächlich hat sich Biden bei der zweiten Fernsehdebatte vielleicht selbst versenkt. Er kündigte das Ende der Ölindustrie an und hat sich auch mit seinem unglaubwürdigen Hin und Her zum Thema „Aus für Fracking“ geschadet. Beides würde jeden Amerikaner treffen, da der Preis für Heizöl und Benzin enorm nach oben schießen würde. Texas, Oklahoma, Pennsylvania, West Virginia, Ohio und New Mexico sind zudem Ölstaaten, in Michigan wird viel Material für die Branche gefertigt. Hier stehen hunderttausende Jobs im Feuer.
Auch wies der australische „Daily Telegraph“ auf einen interessanten Fakt hin: In Pennsylvania, Wisconsin, Michigan und Minnesota gibt es etwa 100.000 Farmen, die Mais für Ethanol produzieren – und dieser Preis hängt am Erdöl. Bidens Krieg gegen das US-Öl würde ganze Landstriche in die Armut stürzen. Unter Trump dagegen zog der Ethanol-Preis an.

China hat den Biden-Clan gekauft

Eine Wende brauchte auch ein Bericht der „New York Post“, der hierzulande und bei den linken US- Medien angestrengt ignoriert und von Twitter und Facebook sogar zensiert wird. Doch das „Wall Street Journal“, Fox News, Breitbart, ZeroHedge und co. feuern in der Sache aus allen Rohren. Demnach hat Joe Biden sehr wohl von schmierigen Machenschaften seines Sohnes Hunter gewusst. Ein inzwischen pleite gegangenes Unternehmen namens CEFC China Energy hat offenbar den Clan gekauft.
Und auch an anderer Stelle machte die Biden-Familie beste Geschäfte mit China. Was sie in der deutschen Wikipedia leider nicht lesen. Aber in der amerikanischen, wenn Sie mal nach dem Begriff BHR Partners suchen: Das Joint Venture, das chinesische Firmen im Westen an die Börse brachte, wurde 2013 auf chinesischer Seite vom Bohai Industrial Investment Fund und Harvest Fund Management gegründet; auf amerikanischer Seite standen die Thornton Group und Rosemont Seneca – letztere gehörte unter anderem Hunter Biden und auch Christopher Heinz aus der Ketchup-Dynastie, Schwiegersohn des demokratischen Ex-Außenministers John Kerry. Soll heißen: Während China mit Dumping-Produkten der US-Industrie schwer zusetzte, scheffelte die demokratische Polit-Oligarchie gutes Geld.
Außerdem diente Hunter Biden laute der britischen „Daily Mail“ zwischen 2012 und 2014 als Mittelsmann für Kenes Rakishev, einen Geschäftsmann mit besten Kontakten zum kleptokratischen Regime von Kasachstan.

Joe Biden ist unwählbar

Offenbar sind weitere Minuspunkte ins Bewusstsein der Amerikaner eingedrungen. Etwa die Ankündigung von Sleepy Joe in der zweiten Debatte, innerhalb der ersten 100 Tage 11 Millionen Migranten den Weg für die US-Staatsbürgerschaft zu öffnen. Das heißt: Mehr Konkurrenz auf dem Niedriglohnsektor, potenziell mehr Gewalt, mehr Social Security und Kosten für die Krankenkasse, welche die Mittelschicht bezahlen darf. Weiter log er, dass unter Obamacare niemand seine Krankenversicherung verloren habe.
Dazu gesellt sich die von den Demokraten gedeckte Gewalt von Linksradikalen überall in Amerika – weswegen sich häufig erstmals überhaupt Brotherhoods der Polizei offen für die Republikaner ausgesprochen haben. Bleibt die Frage der Demenz: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich gerade ein Interview zum „I will vote concert“, in dem Biden offenbar Trump mit George Bush verwechselte – und seine Frau Jill musste ihm den Namen von Trump zuflüstern. Es war nicht der einzige Aussetzer des greisen Joe. Kein Wunder, dass auf Google die Suche danach boomt, wie Amerikaner ihre schon abgegebene Stimme wieder revidieren können. Dieser Mann soll eine Atommacht führen?

Eine kleine Wette

Tja, die Stimmung kippt. Gerade wagte sich das von uns sehr geschätzte Blog „Value Walk“ mit einer interessanten Prognose nach vorne: Trump werde die Wahl mit 312 zu 226 Stimmen aus dem Wahlkolleg gewinnen. Der Rat des Blogs: Sie können auf PredictIt Kontrakte für Biden oder Trump kaufen. Vielleicht haben Sie ja ein wenig Spielgeld für eine kleine Wette übrig. Gerade hat sich auch JPMorgan gedreht – nun nannte die Bank einen Sieg von Trump das „Most Favorable Outcome“, das den S&P 500 auf 3.900 anschieben würde.

Bulle und Bär

Das wären aus unserer Sicht die bullishen Folgen bei einem Trump-Sieg: Da The Donald die Steuern unten lassen und die von Corona gebeutelte Wirtschaft öffnen dürfte, könnte der breite Gesamtmarkt profitieren: vor allem Retail, Textil, Gastronomie, Immobilien. Zumal Stimuli auch in Zukunft zu erwarten sind. Weiter dürften US-Ölaktien zulegen, dito Mais. Und auch der Dollar wegen der Stärkung der heimischen Wirtschaft durch die America-First -Politik. Bearish wäre ein Trump-Sieg für grüne Aktien wie Solar und Windenergie. Big Tech dürfte sich wegen der unglaublichen Einmischung in der Wahl zugunsten der Demokraten auf eine Zerschlagung einstellen. Auch China-Aktien dürften zittern, weil Trump bei einer Wiederwahl den Handelskrieg wieder anfeuern dürfte.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Die Wahl kann sich an einem einzigen Tag entscheiden, etwa wenn einer der Kandidaten vom Podium fällt oder Unsinn in die Kameras spricht. Zudem könnte es wegen der massenhaften Briefwahl zu Chaos oder gar Wahlbetrug kommen. Was für wochenlange Unsicherheit und Volatilität an der Börse führen dürfte. Weiter wäre das schlimmste Szenario für die Bank of America ein „Bearish Gridlock“ – also eine Blockade zwischen Kongress und Weißem Haus, wenn entweder Trump einem demokratischen Parlament gegenübersteht oder Biden einem republikanischen Hill. Wir wünschen erfolgreiche Trades – und halten Sie auf dem Laufenden.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Eine einfache mittelfristige Idee

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1869,955
(+0,18%)

EURUSD   1,1682
(+0,11%)

DJIA  26115,50
(-0,83%)

OIL.WTI  35,52
(-1,55%)

DAX   11590,07
(+0,01%)

Sowohl in Europa als auch in den USA hat bereits jeder die zweite Welle des Coronavirus akzeptiert. Es ist wahrscheinlich, dass wir erst im nächsten Sommer Entlastung sehen werden. Mit der Wärme auf der Nordhalbkugel wird die Ausbreitung des Virus abnehmen. Außerdem warten alle auf den Impfstoff in der ersten Hälfte des Jahres 2021. Aber es sind noch sechs Monate bis dahin. Was sollten die Händler tun?

AUD/CAD

AUDCAD

Oben ist der Wochenplan für dieses Paar aufgeführt. Was sehen wir darauf? Der australische Dollar ist im Februar-März gegenüber dem kanadischen Dollar stark gefallen, in Hysterie über die erste Welle des Coronavirus. Warum geschah dies? Coronavirus oder einfach irgendeine Krise, es gibt keinen großen Unterschied. Händler müssen bedenken, dass bei jedem Problem in der Weltwirtschaft der australische Dollar immer schneller fällt als der kanadische Dollar.
Australien ist eine eher ressourcenbasierte Wirtschaft, und es ist auch stark an China gebunden. Aus diesem Grund leidet es immer in vollem Umfang. Kanada ist ein stärkeres Land, und es ist kein Zufall, dass es in der G7 ist.
Während des Sommers stieg der australische Dollar sowohl gegenüber dem kanadischen Dollar und dem US-Dollar als auch gegenüber dem EURO deutlich an, was auf die positiven Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Pumpen der Wirtschaft mit Geld und der rückläufigen Inzidenz des Coronavirus zurückzuführen ist. Jetzt ist es an der Zeit für eine Korrektur in der zweiten Welle der Pandemie. Wenn Sie lieber kleine Risiken eingehen möchten, verkaufen Sie den Australischen am besten paarweise zusammen mit dem Kanadischen Dollar. Es handelt sich um 2 Rohstoffwährungen, aber wie wir oben gezeigt haben, ist der kanadische Dollar in Krisenzeiten widerstandsfähiger.
Das grundlegende Bild ist klar. Und das technische Bild auf dem Wochen-Chart oben besagt, dass sich die Spitze gebildet und nach unten gedreht hat.


Welche Risiken sind mit dem Verkauf des Paares AUD/CAD verbunden?

Das Hauptrisiko ist ein starker Abfall des Öls auf ein Niveau von 15-25 Dollar pro 1 Barrel. Und, was ebenso wichtig ist, das Öl muss dort mehrere Monate lang bleiben. Dies wird sowohl die kanadische Wirtschaft als auch den kanadischen Dollar hart treffen.
Wenn dies jedoch geschieht, ist es wahrscheinlich, dass das Coronavirus der Schuldige sein wird, was bedeutet, dass es in den Weltwirtschaften viel schlimmer sein wird als jetzt. In diesem Fall wird auch der australische Dollar stark fallen.


Was erwartet uns heute?

08.00 Einzelhandelsumsätze in Deutschland für September
11.00 BIP in der EU für das 3. Quartal
11.00 EU-Verbraucherpreisindex für Oktober
14.45 Chicago PMI-Index für Oktober


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Was braucht es, damit Aktien fallen?

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1883,29
(+0,29%)

EURUSD   1,1755
(+0,06%)

DJIA  26698
(+0,60%)

OIL.WTI  37,475
(-0,07%)

DAX   11528,82
(+0,01%)

Am Mittwoch, den 28. Oktober endeten die Aktienmärkte weltweit mit einem schweren Einbruch. Was war der Auslöser? Könnte es sein, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeschlagen hat, im November Bars und Restaurants zu schließen, um den Aufwärtstrend der Infektionen umzukehren? Oder dass Frankreich die Einführung einer zweiten nationalen Quarantäne plant? Oder vielleicht die Daten, dass die Seuchenrate in den USA auf dem höchsten Stand seit August ist? Natürlich nicht!

S&P 500

S&P 500

Der wahre Grund für den Rückgang ist ganz und gar derselbe, da die Märkte seit dem Frühjahr wachsen – das neue Geld, das die US-Notenbank unkontrolliert druckt. Alle warteten auf ein neues Maßnahmenpaket von 2 Billionen Dollar zur Stützung der US-Wirtschaft. Die Republikaner sollten in der Lage sein, den Gesetzentwurf noch vor den Präsidentschaftswahlen voranzutreiben, um Donald Trump zu helfen.
Doch die Hoffnungen scheiterten, nachdem Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im Senat, ankündigte, dass das Oberhaus des Kongresses seine Arbeit erst am 9. November wieder aufnehmen würde. Und es wird möglicherweise kein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft mehr geben. Schließlich hat Donald Trump wiederholt erklärt, dass er seinen Verlust bei den Präsidentschaftswahlen nicht zugeben werde.
Was alle Experten seit mehreren Monaten sagen, geschieht jetzt. Es gibt einfach niemanden, der Aktien zu diesen Preisen kaufen kann, ohne dass neues, leeres Geld auf die Märkte kommt. Die Anleger haben beschlossen, innezuhalten und auf Nachrichten aus den USA zu warten, wer der nächste Präsident sein wird. In naher Zukunft ist mit einer weiteren Korrektur an den Aktienmärkten zu rechnen.


Öl

Auch die Ölpreise sind am Mittwoch eingebrochen. Man fragt sich, warum dies nicht schon früher geschehen ist. Leeres Zentralbankgeld wird die reale Nachfrage, die durch die zweite Coronavirus-Welle wieder zu schrumpfen beginnt, in keiner Weise beleben.
Es scheint, dass die Händler den negativen Ölpreis, den wir erst kürzlich gesehen haben, bereits vergessen haben. Das bedeutet, dass eine starke Abwärtsbewegung, selbst auf Niveaus von 20-25 USD pro 1 Barrel, eine neue riesige Welle von Margin Calls auslösen wird.


Was erwartet uns heute?

04.00 Entscheidung der Bank von Japan zum Zinssatz
13.30 Jährliche US-BIP-Daten für Q3
13.45 EZB-Zinsentscheidung
14.30 EZB-Pressekonferenz zur Geldpolitik


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Eine neue Sicht auf Bitcoin

By | Nachrichten | No Comments

Gold  1908,995
(+0,23%)

EURUSD   1,1782
(+0,02%)

DJIA  27235,50
(+0,18%)

OIL.WTI  38,80
(+0,31%)

DAX   11943,13
(+0,01%)

Im Laufe des Jahres haben wir uns bereits mehrmals ausführlich zu Bitcoin geäußert. Wir haben erläutert, was genau die Grundlage für das kurz- und langfristige Wachstum von Bitcoin ist. Insbesondere mit Beginn des vierten Quartals kam ein weiterer wichtiger Faktor hinzu, der bisher wenig Beachtung fand.

BTC

BTC


Die Fonds bewegen sich auf langfristige Käufe zu

Im Jahr 2020 kauften Dutzende von Investitions- und Risikofonds Bitcoin zum ersten Mal. Bislang hat dies nicht zu großen Veränderungen auf dem Markt geführt. Diese Käufe haben jedoch in jedem Fall zu einem Anstieg des Preises der ersten Kryptowährung geführt.
Die Hauptursache dafür ist folgende. Bis zum Jahr 2020 werden die Fonds, die in Bitcoin investiert haben, eine Rendite für dieses Instrument von 50%-200%, je nach Eintrittspunkt, aufweisen. Ihre Investoren werden mit den Managern sehr zufrieden sein.
Stellen wir uns nun vor, was Investoren in tausenden anderen, konservativeren Fonds tun werden. Sie beobachten das Wachstum von Bitcoin, das im zweiten Jahr in Folge bei etwa 70%-80% liegt. Und am Ende dieses Jahres werden viele Anleger ihren Managern eine Frage stellen. Und warum investieren Sie nicht in BTC? Immerhin gibt es Fonds, die dies tun, und diese Fonds erzielen für ihre Anleger enorme Renditen.
Wenn der Manager sagt: „Wir werden im Jahr 2021 nicht in BTC investieren“, werden einige Investoren einfach nur mit den Schultern zucken. Sie werden dann das Geld aus diesem Fonds nehmen und es einem anderen Fonds geben, der in Bitcoin investiert.


Was sollte ein Manager tun?

Einerseits verbietet ihnen niemand, im Jahr 2021 „viel Bitcoin“ zu kaufen. Aber es besteht immer das Risiko, dass dieses spezielle Jahr schlecht für die erste Kryptowährung sein wird. In diesem Fall werden die Anleger wieder extrem verärgert über die Verwaltung des Fonds sein.
Deshalb gibt es eine Lösung, die es Ihnen erlaubt, einerseits in BTC zu investieren. Auf der anderen Seite ist es möglich, extrem niedrige Risiken zu tragen. Dies nennt man die „1%-Regel“. Wenn das Vermögen des Fonds 5 Milliarden Dollar beträgt, dann wird BTC für 50 Millionen Dollar (1%) gekauft. Selbst wenn Bitcoin im nächsten Jahr um die Hälfte zurückgeht, wird das Gesamtvermögen des Fonds nur um 0,5% sinken. Aber wenn Bitcoin wieder wächst, wird das Management beim Jahresbericht an die Investoren sicher feststellen, dass „unser Fonds extrem fortschrittlich ist, er investiert in Bitcoin und erzielt höhere Erträge aus diesem Instrument“.
Vielleicht wird 2021 das letzte Jahr sein, in dem einige Fonds BTC aus Prinzip nicht kaufen werden. Im Jahr 2022 werden sie einfach den größten Teil des Geldes aus solchen Fonds abziehen. Was ist 1% für Fonds? Es handelt sich um einen Betrag von etwa 1 Billion USD, was dem Vierfachen der derzeitigen Kapitalisierung der ersten Kryptowährung entspricht.


Was erwartet uns heute?

01.30 Uhr Verbraucherpreisindex in Australien für Q3
15.00 Uhr Zinssatzentscheidung der Bank of Canada
16.15 Uhr Pressekonferenz der Bank of Canada


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

OIL Crash

Potenzielle Dynamik bei Erdöl

By | Nachrichten | No Comments

26.10.2020 –Special Report. Einmal mehr widmen wir uns dem Energiemarkt – hier baut sich an der Newsfront gerade eine interessante Nachrichtenlage auf. Zum einen will der mögliche neue US-Präsident Joe Biden nicht nur das Fracking einstellen. Sondern gleich die gesamte US-Ölindustrie vernichten. Auch andere Faktoren sind bemerkenswert. Trader und Investoren sollten sich bereitmachen.

Noch bremst Corona

Mächtig was los bei Erdöl. Zwar setzte der Ölpreis zuletzt wegen der anziehenden weltweiten Corona-Fälle zurück. Auch zerrt das politische Gerangel um einen neuen Stimulus in den USA an den Nerven der Trader. Doch ein Strauß von News könnte den Preis bald anschieben.

Are you listening Texas, Oklahoma, Pennsylvania, Ohio?

So hat gerade Joe Biden bei der zweiten Präsidentschaftsdebatte das Ende der US-Ölwirtschaft im Falle seines Wahlsieges verkündet. Sein Ziel: „transition away“ von Erdöl. Der erstaunte Zuschauer zog vorigen Donnerstag die Augenbrauen hoch – es war zwar nicht verwunderlich, dass Sleepy Joe die Ankündigung am Ende des Abends trotzig hinausposaunte. Wahrscheinlich war der Medikamenten-Spiegel in Bidens Blut schon gehörig gesunken – es war gut für ihn, dass die Diskussion nicht noch 30 Minuten länger dauerte, er verhedderte sich zusehends. Doch in dieser Deutlichkeit ist solch eine Aussage für einen aalglatten Politiker, der 47 Jahre im Intrigantenstadl von Washington D.C. verbracht hat, ungewöhnlich. Biden blieb sogar auf Nachfrage von Donald Trump dabei, dass er die Ölindustrie killen will. Der nahm den Ball geschickt auf und rief den Zuschauern zu: „Are you listening Texas, Oklahoma, Pennsylvania, Ohio?“

Rückenwind von Biden für den Ölpreis

Bleibt zunächst die Frage, ob sich damit der demokratische Herausforderer nicht selbst aus dem Rennen geschossen hat: Texas, West Virginia und Oklahoma sind sowieso stramm republikanisch; doch möglicherweise hat Biden damit Donald Trump die heiß umkämpften Battleground-States Pennsylvania und Ohio auf dem Tablett serviert; und vielleicht auch New Mexico gedreht, das eigentlich demokratisch tickt, aber als neues amerikanisches Öl-Eldorado allergisch auf die jüngste Ankündigung reagieren dürfte. Genau wie auf frühere Aussagen Bidens zum Ende des Fracking und der Einführung eines Green New Deal. In diesen Staaten stehen hunderttausende gut bezahlte Jobs in der Öl- und Gasindustrie auf dem Spiel und in allen Branchen, die an den Petrodollars hängen – Immobilien, Kinos, Restaurants, Textilien, Einzelhandel.

Jedenfalls hat die Aussage von Biden zig-tausende Amerikaner in vielen Auto- und Bootskorsos in den Ölstaaten elektrisiert, von den Sie weder in den USA noch hierzulande viel hören. Betreutes Denken eben – der dumme Wähler muss nicht alles wissen von den „Trump Trains“, sonst setzt er sein Kreuzchen noch an der falschen Stelle. Wie auch immer: Die Umfragen haben ja immer recht und in ihnen liegt Biden landesweit recht komfortabel mit rund 8 Prozentpunkten vorne. Gehen wir also davon aus, dass Biden gewinnt. Sein Abschied von US-Öl würde daher einen gigantischen Produzenten weitgehend vom Markt nehmen – den größten der Welt, um genau zu sein.

Goldman sieht Biden-Sieg bullish

Nicht umsonst hat am Sonntag Goldman Sachs einen Sieg von Biden als bullish für den Ölpreis bezeichnet. Sein Amtsantritt würde für einen schwächeren Dollar sorgen – Stichwort neue Stimuli – und die Kosten für die Shale-Förderung nach oben treiben. Die Goldmänner nahmen Biden beim Wort – er werde neue Öl- und Gaslizenzen auf Staatsland verbieten und seinen Plan für erneuerbare Energien vorantreiben. Vermutlich werde er die Regulierung verschärfen, Steuern erhöhen, Restriktionen für die Methan- und für die Ölförderung einführen. Dies könne die Kosten für die US-Förderung um 5 Dollar je Barrel anheben. Vorigen Monat hatte Goldman zudem ein Defizit im Ölmarkt von rund 3 Millionen Fass pro Tag und einen Brent-Preis von 49 Dollar je Barrel vorhergesagt. Im Dezember hatte die Investmentbank für Brent ein Preisziel von 65 Dollar je Fass Brent im dritten Quartal 2021 ausgerufen.

Die Weltbank hat gerade die Lage verhaltener eingeschätzt. Das war allerdings vor der Aussage von Biden. Demnach werde die Pandemie die Nachfrage weiter drosseln, hieß es im halbjährlichen Commodity Markets Outlook. Für das kommende Jahr stehe damit nur ein Preis von durchschnittlich 44 Dollar je Barrel an. Erst 2022 könne der Markt das Level vor Corona erreichen.

Überraschendes Signal aus Moskau

Bleibt jedoch anzumerken, dass die OPEC+ zum Jahresende mit einer kleinen Förder-Überraschung aufwarten könnte. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, sein Land könne seine gedrosselte Förderquote von 7,7 Millionen Fass pro Tag auch im nächsten Jahr beibehalten. Wir erinnern uns, dass es im Frühjahr Moskau war, das den Markt mit einem Überangebot überschwemmen wollte, um die verhasste US-Shale-Industrie zu zerstören. Den Job würde ja jetzt Joe Biden übernehmen. Wie schon jüngst berichtet, brauchen einige Ölförderer dringend höhere Preise, um die leeren Staatskassen wieder zu sanieren.

Unruhen in Nigeria

Und zu guter Letzt noch ein Blick nach Afrika: Im OPEC-Land Nigeria bleibt die Lage angespannt. Noch ist die Ölförderung nicht von den Unruhen bedroht. Doch die Polizei erschoss jüngst ein Dutzend Demonstranten. Militante Gruppen im Niger-Delta wie die Reformed Niger Delta Avengers (RNDA) könnten die Proteste jederzeit eskalieren.

Unser Fazit: Noch ist Corona der große Stopper im Ölmarkt. Doch falls tatsächlich ein wirksamer Impfstoff die Pandemie beendet und die Weltwirtschaft wieder anspringt, spricht vieles für höhere Ölpreise. Dazu gesellt sich möglicherweise eine neue, grüne Politik in den USA. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Blick – und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Resistenz am Aktienmarkt

Die 8 ist gefallen

By | Nachrichten | No Comments

27.10.2020 –Special Report. Allzeittief bei der türkischen Lira: Der Kurs der schwindsüchtigen Devise ist am Montag unter die vielbeachtete Marke von 8 Lira zum Dollar gerutscht. Insgesamt hat die Währung gegenüber dem Greenback in den vergangenen drei Monaten um 15 Prozent nachgegeben. Auch zum Euro markierte die Lira mit 9,53 Lira gerade ein Allzeittief. Ein Ende des Tiefenrausches ist nicht abzusehen. Denn Ankara rasselt im Mittelmeer weiter mit dem Säbel und Corona hat den türkischen Tourismus gekillt.

Imperialer Größenwahn

Die Türkei hat einseitig ihr maritimes Territorium ausgeweitet und bohrt nach Erdgas in griechischen Gewässern. Möglicherweise steht bald ein Krieg bevor mit Hellas, aber auch mit Zypern und Israel. Denn die Verbündeten wollen eine Gaspipeline nach Italien bauen, die genau durch das nun von Ankara beanspruchte Gebiet läuft. Wegen der Einmischung im lybischen Bürgerkrieg droht auch ein Waffengang mit Ägypten. Zudem zündelt die Türkei in Berg-Karabach an der Seite von Aserbaidschan. Die Türkei hat sich mit Frankreich überworfen. Amerikanische Sanktionen drohen wegen des Einsatzes des russischen Raketen-Abwehrsystems S-400.

Schwund der Devisenreserven

Alles ziemlich heftige Belastungen für die leere Staatskasse. Investoren fliehen aus dem Land, Anleger wenden sich ab. In diesem Jahr haben ausländische Investoren türkische Aktien und Anleihen im Wert von 13,3 Milliarden Dollar verkauft, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg – das sei die größte Summe seit etwa 2005 gewesen. Ergo hat Ankara seine Währungsreserven verbrannt, um den Kurs der Lira zu stützen. Ohne Erfolg. Alleine in diesem Jahr ist der Wert der Lira um mehr als 25 Prozent gefallen. Nur der brasilianische Real war noch schwächer. Seit dem Frühjahr 2008 hat die Lira gegenüber dem Dollar die Hälfte ihres Wertes verloren, seit der Finanzkrise 85 Prozent.

Hin und Her in der Geldpolitik

Zudem fehlt es der türkischen Notenbank an Kontinuität. die Anleger wissen nicht mehr, wie sie den erratischen Kurs des autoritär geführten Staates traden sollen. Vorige Woche hatte die türkische Zentralbank den Markt geschockt, indem sie wider Erwarten nicht die Zinsen signifikant anhob. Der Konsens unter 27 Analysten war im Schnitt, dass die CBRT den Zinssatz um 175 Basispunkte auf 12 Prozent setzt – und dass die Lira danach stark zulegt. Doch vorigen Donnerstag ließ die Notenbank den Kurs unter Hinweis auf eine sich aufhellende Inflationserwartung unverändert.

Lauter Überraschungen

Noch am 24. September hatte die Notenbank Forex-Trader mit einer Anhebung des Zinssatzes um 200 Basispunkte überrascht. Die Zentralbank hob die Leitzinsen völlig unerwartet von 8,25 auf nun 10,25 Prozent an – dies war die erste Zinsanhebung seit rund zwei Jahren. Bemerkenswerterweise geschah dies offenbar gegen den Willen von Staatspräsident Recep Erdogan – der will, dass billige Kredite das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Noch überraschender war die Begründung der Währungshüter: „Die Inflation ist einem Pfad gefolgt, der höher als erwartet war.“ Die Schritte zur Straffung der Geldpolitik müssten verstärkt werden, um die Inflationserwartungen einzudämmen. Innerhalb von einem Monat hat sich also die Lage gedreht – wer’s glaubt, wird seelig.

Kurz vor dem Ramschniveau

Kein Wunder, dass sich die Investoren angesichts der seltsamen Geldpolitik verärgert abwenden. Die Rating-Agentur Moody’s reagierte vorigen Monat mit einer Herabstufung der Bonität. Staatsanleihen erhielten die Kreditwürdigkeit des Levels B2, so tief wie noch nie in der Landesgeschichte. Vorher lagen sie auf dem Level B1. Von 21 Stufen, die Moody’s bei der Bewertung von Staaten kennt, rutscht die Türkei damit auf die 15. Stufe ab. Das Land steht jetzt auf einem Level mit Ländern wie Sri Lanka und Tunesien und sogar etwas schlechter als Ruanda, Bahrain und Albanien. Damit steht die Türkei jetzt nur noch zwei Stufen über dem „Ramschniveau“, das ab dem Rating Caa1 greift.
Das Urteil von Moody’s fiel verheerend aus: „Politischer Druck, eine begrenzte Unabhängigkeit der Zentralbank, langsame Reaktionen der Verantwortlichen und ein Mangel an Vorhersagbarkeit ihrer Reaktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit ungeordneter Wechselkurse und wirtschaftlicher Anpassungen.“

Vielleicht hilft das Ausland

Unser Fazit: Wir hatten diese Entwicklung vorausgesehen. Es ist nicht absehbar, wie sich dieser Trend umkehren soll. Kriege, Corona, eine seltsame Geldpolitik. Viel spricht dafür, dass bald eine Währungsreform ansteht, falls der Kursverfall weitergeht. Die Türken reagieren darauf vorausschauend – das „Wall Street Journal“ berichtete jüngst von einem wahren Ansturm auf Gold. Der Kaufrausch sei ungewöhnlich, weil die Menschen normalerweise am Allzeithoch Kasse machen. Das Blatt registrierte auch einen Run auf Safes für den Einbau in den eigenen vier Wänden. Die Einwohner erwarten also offenbar einen Bankencrash. Tatsächlich warnte jüngst die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, dass die Banken die staatlich forcierte Ausweitung der Kreditvergabe zur Ankurbelung der Wirtschaft womöglich mit hohen Forderungsausfällen bezahlen müssten.
Die Lira-Talfahrt könnte allerdings durch eine kleine Geldspritze aus Russland oder China gestoppt werden. Falls Moskau oder Peking Lira kaufen oder Dollar-Kredite bereitstellen. Trader und Investoren sollten also die News auf solch eine Entwicklung screenen. Die Bernstein-Bank wünscht viel Erfolg!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.