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Bipolare Assets

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17.08.2020 –Special Report. Deflation oder Inflation? Rezession und Crash an der Börse oder neue Teuerung durch die Geldflut der Notenbanken? Niemand kann aktuell diese Frage aller Fragen beantworten. Zwei Assets schützen gegen beide Bedrohungen: Gold und Big-Tech-Aktien. Und letztere bieten auch eine Call-Option für eine Erholung der Wirtschaft.

Price Overshoot

Die Zentralbanken seien verantwortlich für einen „Price Overshoot“ bei Big Tech und bei Gold, urteilte jüngst Mohamed Aly El-Erian, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Pacific Investment Management Company in der „Financial Times“. PIMCO ist einer der größten Fondsmanager der Welt. Zum einen sei die Rally bei Gold sei ein unbeabsichtigtes Ergebnis in einer ständig länger werdenden Liste von außergewöhnlichen Eingriffen der Zentralbanken in den Markt gewesen.

Gold ist bipolar

Viele Anleger hätten Gold zuvor als kurzfristigen Momentum-Trade gesehen; nun aber nehme es eher den Status als Standalone-Investment ein. Denn Gold habe eine bipolare Funktion: Als Hedge gegen einen Deflation, sprich eine Depression und einen großen Crash an einem Aktienmarkt, der komplett von der Realwelt entkoppelt ist. Und auch als Absicherung gegen eine Inflation, die durch die Entwertung des Papiergeldes entsteht.“

Big Tech gegen Inflation und Deflation

Und es gibt laut El-Erian noch eine zweite Assetklasse, die diese Bipolarität aufweist: Die Big-Tech-Aktien. Die großen Titel an der Wall Street versprächen Wachstum sowie eine Verschiebung des physischen Handels in die virtuelle Welt während der Pandemie; außerdem eine Absicherung nach unten wegen der massiven Cash-Positionen, niedrigen Schulden und der positiven Cash-Flow-Generierung.

Ausnahmestellung der Tech-Konzerne

Tatsächlich hatte die Berichtssaison im zweiten Quartal die Vormachtstellung von Big Tech eindrucksvoll belegt: Der Gewinn je Aktie der FAAMG – Facebook, Amazon, Apple, Microsoft und Google – stieg um 2 Prozent. Die anderen 495 Aktien im S&P 500 mussten ein Minus von 38 Prozent hinnehmen, wie das Blog ZeroHedge auswertete. Und die Earnings per Share bei kleinen Unternehmen sahen noch schlimmer aus: Im Russell 2000 rutschte das EPS um 97 Prozent ab. Goldman Sachs kommentierte: „The FAAMG stocks benefit from secular trends expedited by the coronavirus, such as cloud spending and e-commerce, and continue to capture an increasing share of their respective market.“

Let inflation run

De facto ist kein Ende dieses Trends abzusehen – außer das Weiße Haus zerschlägt die zunehmend mächtigeren Konglomerate. Doch die Geldpolitik dürfte den bipolaren Trend weiter anheizen. So urteilte der US-Fernsehsender CNBC, die Federal Reserve werde künftig die Inflation laufen lassen. Konkret werde alles darauf hinaus laufen, dass die Fed mit Blick auf den Jobmarkt auch eine Teuerung über dem eigentlichen Ziel von 2 Prozent zulassen werde. Dies bedeute jahrelange Nullzinsen. So habe die Fed dieses Ziel mit dem Begriff “symmetrical inflation target” schon mehrfach indirekt angekündigt. Derzeit laufe eine interne Überprüfung der eigenen Strategie.

Goldman sieht S&P 500 bei 3.800

Unser Fazit: Unsicherheit gepaart mit Geldflut – das sind die Faktoren, welche die zwei Assetklassen Gold und Big Tech stützen. Besonders attraktiv sind Aktien, die zusätzlich von einer erwarteten Konjunkturerholung profitieren. Goldman Sachs jedenfalls sieht den S&P 500 am Ende von 2020 nun bei 3.600 und in zwölf Monaten bei 3.800 Zählern. Noch im März hatte die Investmentbank das Ziel für den SPX Ende dieses Jahres bei 3000 ausgerufen.

US500Weekly (3)

Chief Equity Strategist David Kostin urteilte, der Optimismus über eine Erholung der Wirtschaft kehre zurück, nach eigener Schätzung werde das US-Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 6,4 Prozent steigen. Die Konsensschätzungen liegen übrigens bei plus 3,9 Prozent. Goldman erwartet auch einen positiven Schub durch einen funktionierenden Impfstoff. Diese Hoffnung überlagere die kurzfristigen Risiken aus der US-Präsidentschaftswahl.

2008 revisited

Doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel. El-Erian warnte in der FT auch vor dem unvermeindlichen Ende der aktuellen Geldpolitik: „In the short term, this pushes prices higher, reinforcing the attitude change and lulling politicians and central bankers into believing that the market cycle has been conquered. But they are likely to prove as wrong as those who, before the 2008 financial crisis, erroneously believed they had vanquished the business cycle.“ Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Wann wird Öl 60 Dollar wert sein?

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Gold  1944,185
(+0,03%)

EURUSD   1,1856
(+0,12%)

DJIA  27895,50
(+0,15%)

OIL.WTI  42,74
(+0,73%)

DAX   12871,28
(+0,01%)

In jüngster Zeit glaubte niemand daran, dass der Ölpreis auf mindestens 40 Dollar pro Barrel steigen würde. Nachdem er auf negative Werte von -37 Dollar gefallen war, prognostizierte die Mehrheit der Analysten einen durchschnittlichen Preis für schwarzes Gold von 15 bis 20 Dollar bis Ende 2020. Bis zum Ende dieses Jahres bleiben jedoch nur noch 4,5 Monate. Und wir können versuchen, in die Zukunft zu schauen.

OIL.WTI

OIL.WTI

Die Ölpreise könnten in der ersten Hälfte des Jahres 2021 aufgrund einer Verknappung des Rohöls auf dem Markt auf 60 Dollar pro Barrel steigen. Dieser Prozess könnte im vierten Quartal des Jahres 2020 beginnen. Futures zeigen, dass längere Kontrakte (für das nächste Jahr) schneller bepreist werden als die aktuellen. Das bedeutet, dass die Hauptakteure auf einen deutlichen Anstieg des Wertes des schwarzen Goldes im Jahr 2021 warten.
Die Schlüsselfaktoren, die zum Wachstum der WTI-Notierungen beitragen:
• Anleger sind der Meinung, dass die Bedingungen der OPEC+-Transaktion von allen ihren Teilnehmern befolgt werden.
• Starker Rückgang der Schieferölproduktion in den USA und Kanada
• Es wird erwartet, dass die Ölnachfrage im nächsten Jahr aufgrund der Eindämmung der COVID-19-Pandemie steigen wird.

Noch ein wichtiger Punkt. Auf dem Markt geschieht in der Regel genau das, was niemand erwartet. Niemand erwartete negative Ölpreise. Genau so sieht heute niemand das schwarze Gold um die 60 Dollar.


Und wie geht es weiter?

Ein Wochenende ist eine Zeit, um vom Intraday-Handel abzulenken (der Markt ist geschlossen) und die Welt global zu betrachten. 2022-2023 werden Jahre der vollständigen Erholung der Weltwirtschaft sein. Theoretisch sollte die Nachfrage nach Öl weiter wachsen. Aber es gibt ein Problem und zwei Schwarze Schwäne für Ölarbeiter.
Das Problem besteht darin, dass nach Erreichen des Ölpreises von 60 USD das Einfrieren der Schieferbohrlöcher wieder beginnen wird. Und je länger der Ölpreis bei diesem Wert bleibt, desto mehr Schieferöl wird auf dem Markt erscheinen.
Und zwei Schwarze Schwäne:
1. Neue Technologien. Zum Beispiel die stark verbilligende Schieferölförderung sowie der weit verbreitete Übergang zu grüner Energie.
2. Die Lebensweise von Menschen und Unternehmen verändert sich. Während des Coronavirus wurde uns klar, dass es nicht notwendig war, zu einer Konferenz nach Bangkok oder Paris zu fliegen. Oder Spezialisten auf Geschäftsreisen zu ausländischen Unternehmen zu schicken. Alles kann erfolgreich online erledigt werden. Es gibt viele solcher Momente. Es ist gut möglich, dass die Nachfrage nach Flugbenzin nicht innerhalb eines Jahrzehnts wieder auf das frühere Niveau zurückkehrt.


Was erwartet uns heute?

01.50 Japanisches BIP für 2Q
14.00 Uhr New Yorker FBI Manufacturing Index für August


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Morning Stock News

Wann wird Euro/Dollar wieder bei 1,15 sein?

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Gold  1954,685
(+0,07%)

EURUSD   1,1816
(+0,02%)

DJIA  27869,50
(+0,20%)

OIL.WTI  42,67
(+0,83%)

DAX   12964,92
(+0,01%)

Der starke Aufwärtstrend des EUR/USD wurde vor 10 Tagen gestoppt. Jetzt gibt es eine Konsolidierung auf dem Markt. Vor kurzem haben wir eine interessante Annahme getroffen. Das Ende des Trends könnte durch den Rückgang der neuen COVID-19-Fälle in den USA und deren Zunahme in Europa beeinflusst worden sein. In dieser Woche sind jedoch neue Faktoren hinzugekommen.

EUR/USD

EURUSD

Am Mittwoch wurden die Daten des US-Verbraucherpreisindex für Juli veröffentlicht. Sie fielen viel höher aus als erwartet. Die Inflation hat sich bereits auf 1,6% pro Jahr beschleunigt. Gleichzeitig liegt ein ähnlicher Verbraucherpreisindex in Deutschland bei 0%.
Was sagt er aus? Früher oder später wird die Fed etwas gegen die Inflation unternehmen müssen, sie könnte 3% oder sogar 5% erreichen. Die Zinsen werden natürlich auf lange Sicht nicht steigen. Andererseits wird es möglich sein, überschüssige Barliquidität aus dem Markt zu entfernen. Wie immer wird dies zu einer Verknappung der Dollars und einer erhöhten Nachfrage nach ihnen führen.
Aber unter diesem Gesichtspunkt ist in Europa alles gut. Es gibt praktisch keine Inflation. Also kann die EU-Zentralbank die Wirtschaft weiterhin mit neuem Geld pumpen. Aber alles kann sich sehr schnell ändern.
Daher besteht ein großes Risiko, dass der Preis schnell wieder auf 1,15 zurückgeht.


WTI

Öl befindet sich seit 2 Monaten in einem engen Korridor. Dies ist nicht typisch für ein so volatiles Gut. Gegenwärtig gleicht die Nachfrage das Angebot aus.
Das schwarze Gold wird von 2 Faktoren beeinflusst:
• Gefahr einer zweiten Coronavirus-Welle mit Beginn des Herbstes in Europa und Asien. In diesem Fall warten wieder Massenquarantänemaßnahmen, Schließungen von Städten und ganzen Ländern auf uns.
• Es besteht die Hoffnung, dass bald die Welt den Impfstoff bekommt, die Menschen geimpft werden, was bedeutet, dass die Nachfrage nach Reisen wieder dramatisch ansteigen wird, geschlossene Produktionsanlagen angeschmissen werden usw.

Welcher dieser Faktoren überwiegt? Wir wissen es nicht. Vor allem ist zu bedenken, dass eine reduzierte Volatilität immer durch explosive Bewegungen unterbrochen wird, wie dies kürzlich bei Bitcoin der Fall war.


Was erwartet uns heute?

04.00 Einzelhandelsumsätze in China für Juli
11.00 EU BIP für das 2. Quartal
14.30 US-Einzelhandelsumsätze für Juli


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Morning Stock News

Gold – alles wie geplant!

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Gold  1932,76
(+0,86%)

EURUSD   1,1811
(+0,24%)

DJIA  27873,50
(+0,03%)

OIL.WTI  42,64
(+0,28%)

DAX   13080,15
(+0,01%)

Gelbmetall-Korrektur-Thriller geht weiter. Wir raten auch allen, unseren vorherigen Newsletter zu lesen. Am Mittwochabend durchbrach der Goldpreis das Minimum des Vortages und fiel um weitere 40 Dollar. Dann hörten die Spekulanten auf, und Anleger begannen riesige Käufe (nach Volumen) zu tätigen.

Gold

Gold

Die Tagesspanne lag bei 90 Dollar und damit nur geringfügig unter der des Vortages. Die wichtigste Frage hört sich jetzt so an. Wird der Preis von 1860 Dollar ein neuer langfristiger Tiefststand sein? Es ist gut möglich, dass er nicht durchbrochen wird und Gold neue historische Höchststände erreicht. Oder er wird sich auf 1800 Dollar pro Feinunze korrigieren.


S&P500

Diese Woche befindet sich der S&P 500-Index wieder im historischen Höchststand. Wie wir vorhergesagt haben, sind die Spekulanten eifrig bemüht, die Bärenstopps bei den Aktien aufzuheben. Genauso wie die Bärenstopps in Gold aufgehoben wurden.
Wir glauben, dass die Analysten dem wichtigen Punkt noch keine Aufmerksamkeit schenken. Und die Märkte setzen ihn bereits in die zukünftigen Preise um. In Russland wurde der Impfstoff gegen COVID-19 offiziell registriert. In einigen Wochen wird die industrielle Produktion der ersten Chargen beginnen. Virologen aus vielen Ländern der Welt weisen zu Recht auf Folgendes hin. Impfstoffe sollten nicht so schnell in Massen geimpft werden.
Die Virologen haben sicherlich Recht. Die Märkte denken jedoch anders. Wenn die Russen den Impfstoff bereits erhalten haben, bedeutet dies, dass die Amerikaner ihn einige Monate später erhalten werden (unter Berücksichtigung zusätzlicher Tests). Dementsprechend wird der Markt zu dem Zeitpunkt, an dem die Bevölkerung geimpft wird, bereits einen riesigen Positivschub erhalten. Bei dem übrigens ein großer Spekulationsgewinn fixiert werden kann. Wenn man die Ereignisse unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, besteht in der Tat ein gewisses Wachstumspotential.


Was erwartet uns heute?

03.30 Arbeitslosenquote in Australien für Juli
08.00 Verbraucherpreisindex in Deutschland für Juli
14.30 Erste Anträge auf wöchentliche Basisarbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten


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Morning Stock News

Tag des fallenden Goldes

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Gold  1879,72
(-1,64%)

EURUSD   1,1718
(-0,19%)

DJIA  27634,50
(+0,10%)

OIL.WTI  41,69
(+0,24%)

DAX   12829,53
(+0,01%)

Das, worauf die Bären so lange gewartet haben, ist endlich eingetroffen. Korrektur auf dem Goldmarkt. Das letzte Mal vor 5 Monaten gab es einen so deutlichen Rückgang. Seitdem ist das gelbe Metall nur noch gewachsen. Und vor 3 Tagen lag es 400 Dollar über den Höchstwerten vom März.

Gold

gold

Die Absurdität der Situation besteht darin, dass 95% der Bären nicht auf diese Korrektur gewartet haben und durch Stopps mit enormen Verlusten geschlossen wurden. Gemäss dem Marktgesetz ist dies der Zeitpunkt, an dem die Korrektur erfolgte. Wie wir bereits erwähnt haben, wurden die jüngsten Bewegungen auf dem Goldmarkt nicht durch neue Käufer initiiert. Es waren die Verkäufer von gelbem Metall, die ihre Shorts mit Stopps schlossen. Es ist ganz logisch, dass, als die Shorts fast alle ihre Positionen schlossen, niemand anderes da war, um Gold zu kaufen, und das Gold stark fiel.
Natürlich war es nur eine vorübergehende Pause auf dem Weg zu neuen Höchstständen. Eine große Anzahl von Handelsstrategien gibt Signale, genau nach solchen Korrekturen einzusteigen. Und dies ist das erste Signal der letzten 5 Monate.
Besonders ungeduldige Spekulanten werden bei der Eröffnung der Kerze am nächsten Tag in die Position einsteigen. Andere Spieler werden zunächst auf die Bestätigung warten, dass der Fall des Goldes gestoppt ist. Dies könnte eine grüne Tageslichtkerze sein. Der Einstieg bei der Eröffnung der nächsten Tageskerze und der Stopp unter der grünen Kerze. Und die Größe des Take-Profit ist in diesem Fall nicht begrenzt. Solche Konstruktionen auf dem Preis-Chart sind bei mittelfristig orientierten Anlegern so beliebt. Leider kommen sie nicht so oft vor, wie sie es gerne hätten.


Bitcoin

Die erste Krypto-Währung stürzte hinter Gold nach unten. Es fiel über 4%. Gibt es ein Potenzial für einen größeren Rückgang? Ja, das gibt es. Theoretisch kann die BTC problemlos die 11.000-Dollar-Marke testen. Die Bewegung unter 10.000 $ ist jedoch bereits ein sehr großer Zweifel.
Warum? Schauen Sie sich eines unserer Mailings von letzter Woche an. Wir haben Ihnen erzählt, welche neuen fundamentalen Faktoren auf dem Markt erschienen sind. Der wichtigste davon ist die Ankunft großer institutioneller Anleger, die Bitcoin über Unternehmen kaufen, die offiziell von den Aufsichtsbehörden zugelassen sind. Und diese Anleger, die von BTC gekauft werden, werden nicht um jeden Preis verkaufen. Und wenn der Preis fällt, werden sie noch mehr kaufen.


Was erwartet uns heute?

04.00 Entscheidung der neuseeländischen Zentralbank zum Zinssatz
08.00 UK BIP für das 2. Quartal
11.00 EU-Industrieproduktion für Juni
14.30 US-Verbraucherpreisindex Juli


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Trading stick

Ritterschläge für die Kryptos

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10.08.2020 –Special Report. Die Cyber-Devisen haben zuletzt eine extrem bullishe Performance vorgelegt. Dabei haftet Bitcoin, Ether und co. der Makel der Verbrecher-Währung an – die E-Devisen lassen sich unkontrolliert überall im Web speichern. Nun zeichnet sich die Absolution ab: Wortmeldungen aus der Finanzwelt deuten auf eine neue Akzeptanz hin. Offenbar werden die einst verfemten Devisen nun satisfaktionsfähig.

Erstaunliche Kehrtwende bei Goldman Sachs

Ausgerechnet einer der bisher größten Gegner der Kryptos hat gerade einen massiven Dreh um 180 Grad vorgelegt und Interesse an der Assetklasse signalisiert. Die Goldmänner überlegten die Einführung einer eigenen Krypto-Währung, sagte Mathew McDermott, der neue globale Leiter der ebenfalls neuen Abteilung Digital Asset bei Goldman, am vorigen Donnerstag dem Fernsehsender CNBC.
Noch im Mai hatte Goldman Sachs Bitcoin den Status als Anlageklasse abgesprochen. Laut „Forbes“ hielt die Investmentbank im Frühjahr eine Präsentation mit dem Titel „U.S. Economic Outlook and Implications of Current Policies for Inflation, Gold and Bitcoin“. Darin wurden fünf Gründe gelistet, warum Bitcoin eben gar keine eigene Assetklasse seien.

Stablecoin in Arbeit

Nun titelte „ValueWalk“, Goldman arbeite an einer Stablecoin. Umgehend meldeten sich jubelnde E-Bullen auf dem Blog zu Wort. Konstantin Richter, Gründer von Blockdaemon urteilte: „Customer demand will drive revenue and open up new channels so it would only be detrimental to their business if they didn’t explore this opportunity.“ Wir ergänzen: Angesichts von Nullzinsen und der stellaren Performance der Kryptos haben sich viele Anleger vom zuletzt schwächelnden Dollar abgewandt – und sind jetzt in E-Devisen investiert.
Dave Hodgson, Chief Investment Officer, bei NEM Ventures urteilte, „I expect that this move will be reassuring to Goldman Sachs investors, who otherwise may find it difficult to gain exposure to this innovative asset class. (…) This is an encouraging step for the space as a whole, but altogether unsurprising given recent investments made by competitors JPMorgan and Fidelity.“

Radikale Wende bei JPMorgan

Tatsächlich hatte im Mai mit JPMorgan die größte amerikanische Bank ebenfalls eine radikale Kehrtwende vollzogen. Im September 2017 hatte JPM-Chef Jamie Dimon Bitcoin noch einen „Fraud“ genannt, nachdem BTC von 20.000 auf 4.000 Dollar abgestürzt war. Doch laut „Forbes“ gestattet die Bank nun die Abwicklung mit Kunden von zwei Crypto-Börsen – und Dimon habe sich sogar heimlich mit dem Chef der größten Börse Coinbase getroffen. Der einstmals größte Feind ist also nun ein Verbündeter. Voriges Jahr hatte die Bank übrigens ihre eigene E-Währung gestartet – doch die JPM Coin ist an den Dollar gebunden und damit nichts anderes als ein elektronisches Derivat.

Die Profis sind längst investiert

Und im Juni hatte Fidelity Investments für Aufsehen gesorgt. Der Fondsmanager teilte mit, 36 Prozent der von ihm befragten 776 Investoren in den USA und in Europa seien in Cryptos oder Derivaten investiert. Rund ein Viertel halte BTC, etwa 11 Prozent Ether.

US-Banken dürfen nun Kryptos abwickeln

Der Trend könnte sich noch steigern, denn das Blog CoinTelegraph hatte am 22. Juli frohe Kunde für die Bullen: Demnach hat die amerikanische Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) allen offiziell registrierten Banken und Sparkassen die Erlaubnis erteilt, Cryptocurrencies zu halten und abzuwickeln. Wörtlich hieß es: „The OCC recognizes that, as the financial markets become increasingly technological, there will likely be increasing need for banks and other service providers to leverage new technology and innovative ways to provide traditional services on behalf of customers.” Soll heißen: Die starke Nachfrage der Kunden hat diesen Schritt unumgänglich gemacht – E-Devisen werden also offenbar gesellschaftsfähig und massentauglich.

Das große Dollar-Debasement

Dies ist in Zeiten der Dollar-Entwertung wenig überraschend – im Zuge der massenhaften Corona-Stimuli flüchten die Anleger in Alternativen zum Papiergeld. Gold, Silber und eben Kryptos. Das Ergebnis ist eine bislang ansehnliche Wertentwicklung. So urteilte Fondsmanager Raoul Pal von Real Vision auf CoinTelegraph, BTC sei die einzige Assetklasse weltweit, die das Wachstum der Bilanzen in den Zentralbanken der G4 ausgeglichen habe. Als da wären die Bank of England, die Bank of Japan, die Federal Reserve, und die European Central Bank. Für Pal, immerhin ehemaliger Manager bei Goldman Sachs, dürfte Bitcoin wegen der Entwertung der weltweiten Devisen in den kommenden fünf Jahren um das 50- bis 100fache steigen.

Wir raten allerdings, staatliche Gegenmaßnahmen im Blick zu behalten – Währungshütern und Politikern gefällt eine unkontrollierte Konkurrenz nicht. Ein Verbot von Kryptos ist jederzeit und überall möglich. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Auge – die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


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dollar

Erste Warnung vor der Dollar-Squeeze

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10.08.2020 –Special Report. Der Sherriff ist wieder in der Stadt: EUR/USD scheint bei rund 1,17 in eine Widerstandszone hinein zu laufen. Ein Rebound erscheint überfällig. Das liegt zum einen an den starken Zahlen zum US-Arbeitsmarkt und an der neuen Stütze in der Corona-Krise. Aber auch am wieder aufkeimenden China-Konflikt. Vielleicht steht auch bald eine gigantische Short-Squeeze an. Jedenfalls hat Morgan Stanley seine Short-Position auf den Dollar vorsorglich geschlossen. Wir beleuchten die Hintergründe.

Rückenwind für die US-Wirtschaft

Eine neue Dollar-Stärke könnte vor allem aus einer Erholung im US-Binnenmarkt erwachsen. Die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt deuten darauf hin: Die US-Wirtschaft hat im Juli 1,8 Millionen neue Jobs geschaffen, die Arbeitslosenrate rutschte auf 10,2 Prozent. Die Zahlen waren besser als erwartet.
Zugleich sorgte auch US-Präsident Donald Trump für neuen Rückenwind in der US-Wirtschaft: In einer Exekutiv-Order überging er die halsstarrigen Demokraten im Kongress und wies zusätzliche Arbeitslosenstütze in Höhe von 400 Dollar an. Zugleich verlängerte er die Lockerungen bei der Rückzahlung von Uni-Krediten und die Schutzvorschriften zum Rauswurf von säumigen Mietern. Die Dems stecken nun in einer Zwickmühle – wenn sie gegen den Schritt von Trump klagen, werden sie als die Partei dastehen, die Arbeitslosen Stütze verweigert.

Die Politik und der Finanzmarkt

Schon jetzt haben die Demokraten an Zustimmung verloren, weil sie wochenlang blockten und für ihren eigenen 3-Billionen-Dollar-Vorschlag, den Heroes-Akt, unter anderem Stimuli für illegale Migranten und seltsamerweise Mittel für den Ausbau der fehler- und betrugsanfälligen Briefwahl forderten. Nicht von ungefähr schließt sich die Lücke in den Meinungsumfragen. Aktuell liegt Biden bei Rasmussen nur noch 3 Prozentpunkte vor Trump. Was die Börse freut und den Dollar stützt – denn Joe Biden steht für neue Steuern, offene Grenzen, Gesundheitsversorgung für alle Illegalen, den Stopp der Abschiebungen von Kriminellen. Wir empfehlen allen, die das politische Geschehen verfolgen wollen, die Umfrage-Sammlung von RealClearPolitics. Und hier vor allem die Zahlen von Rasmussen – das Institut lag 2016 als einziges richtig mit einer Unschärfe von 1 Prozentpunkt.

Kräftemessen mit China

Möglich ist eine kommende Dollar-Stärke gegen Euro, Pfund und Franken auch wegen China – und zwar deshalb, weil der Greenback in Krisenzeiten stets als sicherer Hafen gilt. Denn Trump schießt den nächsten Giftpfeil in Richtung China ab: Nach Strafzöllen in Milliardenhöhe verbot der Präsident wegen Sicherheitsbedenken per Dekret Geschäfte mit zwei der größten in den USA tätigen IT-Konzerne der Volksrepublik: ByteDance, dem Eigner der Video-App TikTok, und dem WeChat-Betreiber Tencent. Das Weiße Haus befürchtet, dass Daten von Usern direkt an die Kommunistische Partei gehen. Tencent ist Asiens zweitwertvollsten Konzern nach Alibaba mit einer Marktbewertung von umgerechnet 686 Milliarden Dollar.

Wir erinnern außerdem daran, dass China bislang seine Verpflichtungen aus dem Zoll-Deal nicht erfüllt hat und nur zögerlich bei amerikanischen Farmern einkauft. Die Frage ist, ob Trump vor den US-Wahlen deswegen gegen Peking vorgehen will, das offensichtlich den Ausgang der Präsidentschaftswahl abwartet.

Erste Squeeze-Warnung

Schon kurz vor diesen Entwicklungen hatte sich laut Reuters am Freitag Morgan Stanley mit einer interessanten Mitteilung zu Wort gemeldet: Der Greenback sei so überverkauft wie seit 40 Jahren nicht mehr. Damit steige die Chance für ein in Kürze bevor stehendes Reversal. Deswegen habe MS seinen Dollar-Short und Long-Positionen auf den Euro und auf den Austral-Dollar geschlossen. Laut der Investmentbank hatte ihr Combined Market Timing Indicator zum ersten Mal seit Januar 2018 ein Sell-Signal getriggert. Weiter stehe wohl eine Short Squeeze für den Dollar an, der Short-Dollar-Trade sei regelrecht überfüllt.

Große Short-Positionen

Vorigen Montag hatte sich schon Goldman Sachs ähnlich geäußert: In der Woche zum 28. Juli hatten non-commercial traders 5,2 Milliarden Dollar netto verkauft, was auf 2,2 Milliarden Dollar in der Woche davor folgte. Damit standen die Netto-Short-Positionen nur dieser Anleger bei 24,5 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hatten Asset Manager 6,3 Milliarden Dollar gegen Euro, Yen und Pfund verkauft.

Dennoch blieben die Goldmänner zuletzt bearish – doch Goldman Sachs ist bekannt für seine taktischen Analysen, die sich schnell drehen und mitunter auch von den eigenen Handlungen konterkariert werden. Wie auch immer: Goldman Sachs warnte, der Dollar sei 15 Prozent überbewertet, die Chance für eine Outperformance im US-Aktienmarkt gegen den Rest der Welt sinke. Zudem dürften die US-Realzinsen weiter in negatives Terrain rutschen.

Holt Europa auf?

Tatsächlich hatte der Euro gegen den Dollar zugelegt, als sich Europa in der Corona-Krise zu einem massiven Konjunkturprogramm in Höhe von 1,8 Billionen Euro aufraffte und erstmals in der Geschichte in großem Stil gemeinsame Verbindlichkeiten ankündigte – Eurobonds mit Corona-Tarnanstrich sozusagen. Das trieb die Erwartungen in Wachstum und Unternehmensgewinne an. Die Frage ist also, ob der Nachholbedarf an Investments in Europa schon gedeckt ist oder nicht.
Unser Fazit aus dieser Gemengelage: Im großen Für und Wider müssen Sie einerseits die US-Politik und vor allem den Zollstreit mit China im Auge behalten; andererseits die europäische Wirtschaftspolitik. Und natürlich hängt viel, wenn nicht alles von der Corona-Krise ab. Die Frage für den Devisenmarkt ist, ob die Volkswirtschaft in Europa oder in Amerika stärker und überzeugender wieder anspringt – und ob wir eine neue Welle erleben, oder nicht. Wie auch immer: Wortmeldungen wie die von Morgan Stanley sind interessante Indikatoren für das Geschehen am Devisenmarkt. Short Squeeze im Dollar oder nicht – die kommenden Tage werden es zeigen. Wenn auch andere Bären satt sind, geht der Greenback nach oben. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Eine neue Hypothese entsteht

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Gold  2028,70
(-0,28%)

EURUSD   1,1794
(+0,07%)

DJIA  27444
(+0,37%)

OIL.WTI  41,81
(+0,72%)

DAX   12706,26
(+0,01%)

Analysten sind der Meinung, dass der Wechselkurs von der Geldpolitik der Banken abhängt. Wenn ein Land beginnt, aktiv Geld zu drucken, sinkt der Kurs der nationalen Währung. Wenn die Geldpolitik gestrafft wird, steigt der nationale Währungskurs. Betrachtet man die Ereignisse der letzten Woche, so taucht eine andere Hypothese auf.

EUR/USD

EURUSD

Vor einer Woche begann die Zahl der neu entdeckten COVID-19-Fälle endlich zu sinken. In Europa hingegen nimmt sie dramatisch zu. Sehen wir uns nun die obige Grafik an. Und was sehen wir darauf?
Der stärkste Aufwärtstrend des Paares EUR/USD ist plötzlich zum Stillstand gekommen. Der Trend entspricht genau der Veränderung der Coronavirus-Situation auf verschiedenen Kontinenten.
Man kann sich vorstellen, dass in einem Land der Welt die Geldpolitik gestrafft wird, während sie in einem anderen Land im Gegenteil schwächer wird. Und beide Prozesse laufen gleichzeitig ab. Dies geschieht jedoch nicht!
Wenn wir Recht haben, wird dieser Trend im Laufe des Monats August an Dynamik gewinnen. Und der Dollar wird, anstatt in den Abgrund zu stürzen, wieder zu wachsen beginnen, insbesondere gegenüber riskanten Anlagen und Währungen. Ein zusätzlicher Wachstumsfaktor ist, dass der August traditionell ein schlechter Monat für die Schwellenländer ist. Historisch gesehen haben viele Krisenprozesse in diesem Monat des Jahres begonnen. Das bedeutet, dass große Anleger keine große Lust haben, Vermögenswerte zu kaufen, die recht teuer sind. Vor allem während der Ferienzeit, wenn die Geschäftsaktivitäten nachlassen.
Wie kommt es, dass ein unsichtbarer Virus die führenden Volkswirtschaften und Zentralbanken der Welt in die Knie gezwungen hat? Das ist eine neue Realität, die man in Büchern lesen könnte, die man sich aber nie im wirklichen Leben vorstellen kann.


Gold

Alles oben Geschriebene hat jedoch nichts mit Gold zu tun. Währungen aus verschiedenen Ländern können relativ zueinander abwerten. Alle zusammen werten sie jedoch im Verhältnis zu Gold ab.
Je schlechter die Situation bei COVID-19, desto mehr Geld wird gedruckt. Und bis zur kalten Jahreszeit bleiben in der westlichen Hemisphäre nur noch wenige Monate. Wir warten also auf eine zweite Welle von Coronaviren, neue Restriktionen und Geschäftsschließungen. Und neue Zahlungen an Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Dementsprechend wird die Nachfrage nach Gold weiterwachsen.
Was wird Gold vom Wachstum abhalten? Nur ein Zusammenwirken der folgenden Faktoren:
• Coronavirus-Impfstoff und mindestens 70% der Weltbevölkerung damit geimpft
• Beginn der wirtschaftlichen Erholung
• Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken


Was erwartet uns heute?

03:30 Chinesischer Verbraucherpreisindex für Juli
07:45 Arbeitslosenquote in der Schweiz für Juli


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Morning Stock News

Wann wird der Bitcoin 20.000 Dollar kosten?

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Gold  2057,81
(-0,22%)

EURUSD   1,1836
(-0,33%)

DJIA  27154,50
(-0,47%)

OIL.WTI  41,72
(-0,52%)

DAX   12658,60
(+0,01%)

Vor zehn Tagen befand sich die erste Krypto-Währung im Winterschlaf. Der enge Korridor, etwa 10%, wurde 2 Monate lang gehalten. Die Handelsvolumen an den Terminbörsen gingen ständig zurück. Und plötzlich gab es wieder Gerüchte von allen Seiten, dass der BTC-Preis bald 15-20 Tausend Dollar erreichen wird.

Bitcoin

Bitcoin

Und das ist nur die unmittelbare Zukunft. Und wenn es um die nächsten 2-5 Jahre geht, werden die Zahlen in 50-100-300 und sogar 500 Tausend Dollar für einen Bitcoin genannt. Wo kommt dieser ganze Hype her?
Bitcoin erreichte vor 2,5 Jahren einen Höchststand von 20.000 Dollar. Das ist genug Zeit für alle spekulativen Spieler, die Krypto-Währung zu verkaufen. Jemand mit Gewinn, jemand mit Verlust. Heute sind ganz andere Käufer auf den Markt gekommen.
Zum Beispiel die Investmentfirma Grayscale. Das Unternehmen hat die behördliche Erlaubnis, Krypto-Währungen zu kaufen und für seine Kunden zu lagern. In der Zwischenzeit hat es BTCs im Wert von über 4 Milliarden Dollar gekauft und behält sie auf kalten Wallets. Der Investitionsfluss nimmt von Quartal zu Quartal zu. Und in den letzten 11 Tagen (die Daten wurden vor einer Woche vorgelegt) betrug der Neugeldzufluss zu BTC 782 Millionen Dollar.
Es scheint, dass es nicht so viel ist, in Wirklichkeit ist es ein riesiger Geldbetrag. Tatsache ist, dass Grayscale-Anleger BTC nicht verkaufen. Sie kaufen sie und behalten sie. Der Anlagehorizont kann Jahrzehnte betragen. In diesem Fall kann man nicht wirklich alle ausgegebenen 18 Millionen BTCs auf dem Markt kaufen.

Nach einer Studie von Analysten sind etwa 3,5 Millionen BTC für immer verloren. Und etwa 10 Millionen BTC sind im vergangenen Jahr nicht aus ihren Wallets verschwunden. Das heißt, es gibt nur etwa 5 Millionen BTCs auf dem freien Markt, die gekauft werden können. Nach dem heutigen Wechselkurs sind es etwa 58 Milliarden Dollar.
Es stellt sich heraus, dass nur Grayscale innerhalb von 11 Tagen 1,5% der freien BTC vom Markt genommen hat. Dieses Geld wird nicht sehr bald zum Verkauf kommen. Und nun die Frage. Wie viele solcher Firmen und Banken, die nicht für ihre Aktivitäten werben? Irgendwann könnte ein physisches Defizit an BTC auf dem Markt entstehen, genau wie das Defizit an physischem Gold. Dann werden die Folgen unvorhersehbar sein.
Wir können wirklich sehr starke Bewegungen von Bitcoin beobachten. Und natürlich wird diese ganze Geschichte direkt durch die enorme Abwertung des US-Dollars gegenüber allen realen und sogar virtuellen Vermögenswerten unterstützt.


Was erwartet uns heute?

04:00 Handelsbilanz in China für Juli
08:00 Industrieproduktion in Deutschland für Juni
14:30 Zahl der neuen Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten für Juli
14:30 U.S. Arbeitslosenquote für Juli
14:30 Änderung der Beschäftigung in Kanada für Juli


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Turkish lira

Endspiel für die türkische Lira

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06.08.2020 –Special Report. Déjà Vu am Devisenmarkt: Die türkische Lira taucht in nie gesehene Tiefen ab. Dabei hatte Ankara zuvor interveniert – und einige Shorts mit einer fulminanten Anhebung des Übernacht-Zinssatzes niedergemäht. Doch offenbar stecken nicht Spekulanten hinter dem Preisverfall. Sondern Investoren, die dem Land den Rücken kehren. Wir beleuchten die Hintergründe.

Die Kernschmelze hält an

Die türkische Lira schwächelt schon wieder: Zuletzt hielt sich USDTRY am Allzeittief von 7,2671, auch EURTRY notierte bei rekordverdächtigen 8,6190. Zuvor hatte sich die Lage bei USDTRY etwa seit Anfang Juni beruhigt, die Lira lief bei rund 6,85 Lira je Dollar seitwärts. Die türkische Zentralbank hatte in den vergangenen Monaten de facto den Anleihemarkt verstaatlicht.
Doch am Montag vor einer Woche geriet die Lage das erste Mal außer Kontrolle: Die Lira rutschte innerhalb weniger Minuten ab bis auf 6,9835. Brendan McKenna, Analyst bei Wells Fargo, vermutete im Gespräch mit Bloomberg, dass einige türkische Banken noch bestehende Lücken in den Kapitalkontrollen ausnutzten. Wie auch immer: Die Lira kehrte zunächst zu ihrem Peg bei 6,85 zurück.

USDTRYDaily

Panik im Devisenmarkt

Und in der Nacht zum Dienstag dieser Woche ging es richtig zur Sache: Als die Lira wieder nach unten driftete, hob die türkische Zentralbank genau wie im Frühjahr 2019 die Leihkosten für die Lira drastisch an. So zog der Satz für Lira overnight swap transactions in London von 6,8 Prozent am 29. Juli auf sagenhafte 1.024 Basispunkte am 04. August an. Bloomberg meldete unter Berufung auf zwei anonyme Trader, damit habe Ankara auf Verkäufe von Banken reagiert. Und de facto die Liquidität in der Lira ausgetrocknet. Wie der aktuelle Kursverfall zeigt, war die Aktion letztlich umsonst.

Die Chartanalyse setzt sich durch

Told you so: Schon vor Monaten hatten wir darauf hingewiesen, dass sich bei EURTYR und USDTYR eine gigantische Tasse-mit-Henkel-Formation ausbildet. Die wird laut den Basics der Chartanalyse normalerweise mit einer Seitwärtstendenz beendet und dann einem finalen Selloff abgeschlossen. Genau das könnte jetzt der Fall sein – the sky ist he limit.

Imperiale Politik in Ankara

Denn vermutlich sind nicht kurzfristige Short-Positionen der Grund für den Lira-Verfall. Sondern eine massive Kapitalflucht verschreckter Anleger. Die „Financial Times“ konstatierte jüngst, ausländische Investoren seien aus dem Land geflohen, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten große Volumina an Devisen aus heimischen Währungsanleihen abgezogen.
Vor wenigen Tagen hatten wir Sie vor der neo-imperialistischen Politik von Präsident Recep Tayip Erdogan und den Folgen für den Finanzmarkt gewarnt. Damit meinten wir nicht die Wiedereröffnung der Hagia Sofia in Istanbul als Moschee, welche das „Zeitalter der Unterbrechung“ beende – nächstes Ziel Jerusalem. Sondern die einseitige Ausdehnung der Seegrenzen im Mittelmeer. Der Türkei steht nach Lesart von Erdogan unter Wasser ein riesiges Gebiet zu, das den türkischen Festlandsockel fortsetzt. Leider umfasst diese „Mavi Vatan“, also die Blaue Heimat, auch einige griechische Inseln. Erdogan wollte jüngst in der vom Völkerrecht gedeckten griechischen Exclusive Economic Zone (EEZ) vor der Küste von Kreta nach Gas bohren. Und wurde in letzter Sekunde von der Europäischen Union und der NATO gestoppt. Auch die USA haben sich hinter Athen gestellt.

Wieviel Kriege will die Türkei?

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sollte die Türkei die Ansprüche durchsetzen, droht Krieg mit Griechenland. Die hellenische Marine macht derweil mobil, Medien wie Greekcitytimes.com riefen ihre Leser auf, keine Fotos von auslaufenden griechischen Kriegsschiffen in den Social Media zu posten. Zudem drohen Sanktionen Europas und Amerikas gegen die Türkei.
Auch ein Waffengang mit Zypern und Israel ist möglich – denn die zwei Staaten wollen zusammen mit Athen eine Gaspipeline an der südlichen kretischen Küste vorbei nach Italien bauen und würden damit das von der Türkei neu beanspruchte Gebiet kreuzen. Als ob das nicht genug wäre, engagiert sich die Türkei im libyschen Bürgerkrieg und ruft damit Ägypten auf den Plan. Weiter stehen türkische Truppen in Syrien.

Volle Kraft voraus in Richtung Staatsbankrott

Drei militärische Krisenherde auf einmal – das ist teuer für die Staatskasse; die Druckerpresse rotiert. Zumal der Devisenbringer Tourismus im Zuge der Corona-Krise weggebrochen ist. Das Ende vom Lied: Irgendwann werden der Türkei die Dollar-Reserven ausgehen, mit der die Lira gestützt wird. Zwar kann Ankara den einen oder anderen Shortie mit Strafaktionen wie der jüngsten plötzlichen Anhebung der Swap-Rate auslöschen. Doch angesichts der horrenden Außenpolitik ist anzunehmen, dass das Land unattraktiv für ausländische Investoren bleibt. Es sieht viel nach einem „Final Countdown“ aus.

Mögliche Hilfe von China

Und das könnte die Gemengelage für Trader und Investoren bedeuten: Möglicherweise beschafft sich die Türkei Kredit, beispielsweise in China. Peking dürfte sich im Gegenzug für eine große Dollar-Überweisung über den Zugang zu Mittelmeer-Häfen freuen. Dann dürfte die Lira anziehen. Wenn allerdings die mittelfristigen Belastungsfaktoren nicht beseitigt werden, sieht es düster aus für die Währung. Es ist schwer vorstellbar, dass der Griff nach Energiereserven in den Gewässern anderer Staaten erfolgreich sein wird.
Falls sich die Lage jedoch entspannt und die Türkei über Verhandlungen Zugang zu Öl und Gas erhält; oder falls die Türkei vernünftigerweise lieber die Energieförderung in unstrittig türkischen Gebieten im Schwarzen Meer aufnimmt, sprudeln neue Petrodollars und die Lira zieht an. Falls nicht, bedeuten drei Kriege auf einmal das Aus für die Devise. Und nebenbei noch bearishen Druck für die griechische und türkische Börse. Wir behalten die Angelegenheit für Sie im Blick – und wünschen erfolgreiche Trades und Investments!


Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.