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China-Kracher schieben DAX zum Jahreshoch

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01.03.2019 – 12:00 Bitte anschnallen: Der DAX hat seine kurze Konsolidierungsphase beendet und zum Höhenflug angesetzt. Im frühen Freitagshandel markierte der deutsche Leitindex ein neues Jahreshoch. Als Grund machten Börsianer positive News in Sachen China aus. Natürlich stand einmal mehr der US-chinesische Zollstreit im Fokus. Doch das war nicht die einzige explosive Ladung, die für Schub sorgte.

DAX bei 11.650 Zählern
Der DAX kletterte am Freitagvormittag bis auf 11.650 Punkte. Broker verwiesen auf die aktuell hohe Liquidität von großen Fondsgesellschaften – ihnen fließt zum Monatsersten einiges an Geld zu, das meist umgehend reinvestiert wird.

Frohe Kunde vom Roten Drachen
Marktbeobachter markierten News von der Nachrichtenagentur Bloomberg als Top-Meldung des Morgens: Demnach ist ein Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Reich der Mitte quasi unterschriftsreif. Wir sind gespannt, ob die beiden größten Volkswirtschaften der Erde nun liefern.
Doch das war noch nicht alles – eine 180-Grad-Wende zu den negativen News vom Vortag trieb die Anleger zu Käufen. Nach den überraschend eingetrübten Stimmungsdaten großer chinesischer Staatskonzerne vom Donnerstag legte nun das Wirtschaftsmagazin „Caixin“ nach: Der von dem Blatt erhobene Index für mittelgroße private Firmen im verarbeitenden Gewerbe stieg überraschend deutlich auf knapp unter 50 Punkte. Werte unter 50 deuten auf eine Kontraktion an, Zahlen darüber eine Expansion der Aktivität.
Und auch der Indexbetreiber MSCI zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der China-Bullen: Das Gewicht chinesischer A-Aktien im MSCI Emerging Markets Index wird sich mehr als vervierfachen, es wird von derzeit 0,7 Prozent auf künftig 3,3 Prozent aufgestockt.

Anleger in Asien greifen zu
Kein Wunder also, dass in Asien Kauflaune herrschte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten des chinesischen Festlandes kletterte um 2,2 Prozent auf rund 3750 Punkte. In dieser Woche zog der Index damit um 6,5 Prozent an, seit Jahresbeginn summiert sich die Rally auf 25 Prozent. In Japan rückte der Nikkei 225 am Freitag um rund 1 Prozent auf 21.603 Stellen nach oben.

Wall Street wieder optimistisch
Zuletzt sorgte das alles natürlich auch für gute Laune bei US-Investoren: Die Futures auf Dow Jones und S&P 500 zogen am Freitagvormittag jeweils um 0,4 Prozent an. Der Kontrakt auf den Nasdaq 100 legte sogar um 0,6 Prozent zu.
Eine hübsche Kehrtwende zu den Verlusten am Abend zuvor: Am Donnerstag hatte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke ein Minus von 0,3 Prozent bei 25.916 Stellen verbucht. Im Monat Februar steht aber ein Gewinn von 3,7 Prozent. Der S&P 500 gab am Donnerstag ebenfalls 0,3 Prozent nach auf 2784 Punkte. Und auch der Nasdaq 100 verlor um 0,3 Prozent auf 7098 Stellen.

Das bringt der Freitag
Daten, die am Freitag wichtig werden können: Um 14.30 Uhr deutscher Zeit stehen die persönlichen US-Einkommen und der Konsum an, um 16 Uhr folgen die Bauausgaben sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex. Außerdem doziert Fed-Chef Powell auf dem „Citizens Budget Commission 87th Annual Awards Dinner“ in New York über jüngste ökonomische Entwicklungen und langfristige Herausforderungen. Vielleicht entwischt ihm ja ein wichtiger Halbsatz. Ansonsten bewegt natürlich der US-chinesische Zollstreit die Märkte.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

 

Kaufstreik an der Börse

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28.02.2019 – 12:00Nein, wir wollen nicht: Die deutschen Börsianer zeigen sich auch an der Weiberfastnacht zunächst lustlos. Der DAX pendelte zuletzt einmal mehr knapp unter der Marke von 11.500 Zählern im Minus. Als Argument für die Lethargie zogen Börsianer am Donnerstag den gescheiterten Gipfel zwischen den USA und Nordkorea heran. Was neben einer herben Konjunkturwarnung aus China vor allem an den Asienbörsen für Verkäufe sorgte. Auch die Wall Street hatte sich zuvor durchwachsen präsentiert – die Bullen warten auf Vollzug in Sachen US-Zollstreit mit dem Reich der Mitte.

Nur Zalando zündet die Kursrakete
Im frühen Handel verlor der deutsche Leitindex bis zu 0,6 Prozent auf 11.416 Punkte, arbeitete sich aber immerhin wieder ein wenig nach oben. Ein wenig Kreischen und Party-Laune verbreitete nur Zalando in der dritten Reihe. Die Aktie zog um 17 Prozent an, der Online-Modehändler schnitt im Schlussquartal 2018 überraschend gut ab. Die Berliner meldeten das stärkste Wachstum aktiver Kunden in einem Quartal seit fünf Jahren. Gute News also für den im vergangenen Jahr so schwindsüchtigen Aktienkurs.

Neben China ist nun Nordkorea wichtig
Für Enttäuschung sorgte ansonsten auch in Frankfurt der geplatzte Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un – Trump verließ das Treffen in Vietnam mit dem Kommentar, manchmal müsse man eben gehen. Ein Ergebnis gab es nicht, eine eigentlich geplante gemeinsame Erklärung auch nicht.
Und auch China stand natürlich wieder im Fokus der Anleger: US-Chefunterhändler Robert Lighthizer dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung. Er will sicherstellen, dass sich die Volksrepublik diesmal an getroffene Vereinbarungen hält. Der Handelsstreit könne nicht allein durch Import-Zusagen aus Peking für US-Waren gelöst werden. Zudem spekulierten amerikanische Medien über mögliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Lighthizer.

Schlechte Konjunkturzahlen aus Peking
Dabei wäre eine Einigung zwischen Washington und Peking so dringend nötig, wie der chinesische Einkaufsmanager-Index belegt: Der PMI fiel im Februar auf 49,2 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016. Im Dezember war dieser wichtige Frühindikator in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde erstmals seit zwei Jahren unter die kritische Schwelle von 50 Punkten gefallen, was auf eine Kontraktion der industriellen Aktivität schließen lässt.

Asien-Börsen in der Schmollecke
So viel Enttäuschung steckt natürlich selbst der stärkste Broker nicht ohne mentale Blessuren weg – und daher setzten die Kurse an den asiatischen Aktienmärkten erst einmal zurück. In China gab der CSI-300-Index mit den 300 Blue Chips des chinesischen Festlandes um 0,3 Prozent auf 3669 Zähler nach. In Tokio verlor der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 21.385 Punkte. Die kräftigsten Verluste verzeichnete jedoch der südkoreanische Kospi mit minus 1,8 Prozent auf 2195 Punkte.

Kein Rückenwind aus New York
Tags zuvor hatte schon die Wall Street keine echten Kaufargumente geliefert. Der Dow-Jones-Index schloss am Mittwoch um 0,3 Prozent niedriger bei 25.985 Punkten; immerhin hatte er im Handelsverlauf etwas Boden gut gemacht. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2.792 Zähler. Nur der Nasdaq Composite stieg um 0,1 Prozent auf 7.554 Stellen.
Bleibt an einem Tag ohne wirklich wichtige geplante Events die Hoffnung auf gute Konjunkturdaten aus den USA: Das für den heutigen Donnerstag für 13.30 Uhr angekündigte Bruttoinlandsprodukt – derzeit sind die Kalender wegen des US-Shutdowns alle ein wenig durcheinander gewirbelt – wird interessant für die Wall Street und den Dollar. Wir wünschen viel Erfolg bei Ihren Trades!

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Der DAX zögert wieder

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27.02.2019 – 12:00Abwarten ist Trump, pardon: Trumpf, an der Frankfurter Börse: Der DAX hat sich im frühen Mittwochshandel mit leichten Verlusten unterhalb der Marke von 11.500 Zählern präsentiert. Ohne neue, positive Nachrichten im Zollstreit zwischen China und den USA fehlten zuletzt die Impulse. Zumal es Enttäuschung bei den Quartalszahlen gab. Trader blicken derweil auf den Ölmarkt und das britische Pfund.

Beiersdorf enttäuscht – Bayer erfreut
Am Dienstag hatte der DAX nach leichten Anfangsschwierigkeiten bei 11.540 Punkten auf einem neuen Jahreshoch geschlossen – und das war schon der sechste Gewinntag in Folge. Am Mittwoch jedoch enttäuschte Beiersdorf – die Aktie gab im frühen Handel fast 10 Prozent nach: Der Konsumgüterkonzern rechnet in diesem Jahr mit einem leicht geringeren Gewinnwachstum als 2018. Auch beim Umsatzanstieg rechnet der Nivea-Hersteller mit einem geringeren Tempo.
Bayer dagegen stützte den Leitindex mit einem Gewinn von über 3 Prozent: Das Ebitda stieg dank der Übernahme von Monsanto im vierten Quartal um knapp 16 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich fiel jedoch ein Verlust von gut 3,9 Milliarden (Vorjahreszeitraum: plus 148 Millionen) Euro an. Im Schlussquartal kletterte der Umsatz um fast 29 Prozent auf rund 11,1 Milliarden Euro.

Keine klare Richtung in New York
Die Börse in New York gab den deutschen Börsianern am Mittwoch keinen Schub. Der Dow Jones verabschiedete sich zur Schlussglocke mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent bei 26. 058 Punkten. Auch der S&P 500 gab rund 0,1Prozent nach auf 2794 Stellen. Nur der Nasdaq 100 arbeitete sich um 0,1 Prozent auf 7123 Zähler vor.
Vom Parkett war zu hören, dass Washington und Peking nach all den Vorschusslorbeeren im Handelsstreit nun endlich liefern müssten. Da aber US-Präsident Donald Trump derzeit in Vietnam den Schulterschluss mit Nordkorea sucht, sind wohl in naher Zukunft wenige News im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit zu erwarten. Zudem waren am Dienstag US-Konjunkturdaten nur halbgar ausgefallen. Der US-Häusermarkt schwächelt weiter, wie der unerwartet heftige Rückgang der Baubeginne im Dezember zeigte. Die Stimmung der Verbraucher aber hellte sich im Februar überraschend deutlich auf.

Das Pfund zieht an
Im Blick der Trader stand auch das britische Pfund, das wegen einer möglichen Brexit-Verschiebung zuletzt Boden gut gemacht hatte. Premierministerin Theresa May ebnete den Weg für eine Verschiebung des EU-Austritts, falls der Vertrag dazu keine Mehrheit findet. Damit würd ein Chaos zum 29. März zwar ausbleiben, aber die Hängepartie würde anhalten.

Fed im Wartestand
Für den Dollar kamen von Fed-Chef Jerome Powell zunächst keine Impulse. Bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats zeigte er sich zögerlich. Der Grund seien schwächere Konjunkturdaten und gestiegene Unsicherheiten. Das heißt also: Vorerst stehen keine Zinserhöhungen an, möglich sind sie jedoch. Angesichts der sich abkühlenden Weltkonjunktur erscheint das den meisten Analysten aktuell aber eher unwahrscheinlich.
Und was tut sich sonst noch am Mittwoch? Zunächst soll Fed-Chef Powell noch einmal vor dem Kongress sprechen. Um 16.00 Uhr deutscher Zeit stehen die Business and Consumer Surveys der EU an, die Einfluss haben dürften auf Aktien aus dem EuroStoxx 50 und den Euro.

Hickhack um den Brexit
Derweil geht das Tauziehen um den Brexit weiter, was das britische Pfund in den Fokus rückt. Die Labour-Partei forderte nun ein zweites Brexit-Votum. Klar: Abstimmen, bis das Ergebnis passt. Außerdem erwägt Premierministerin Theresa May einem Medienbericht zufolge eine Verschiebung des Brexit-Termins, um einen ungeordneten Austritt zu verhindern.

OPEC ganz locker
Trader im Rohöl-Markt blicken ab 16.30 Uhr deutscher Zeit auf die Änderung der US-Speichermenge bei Rohöl. Die OPEC reagierte unterdessen auf eine Twitter-Forderung von Donald Trump, die Förderbremse nicht zu sehr anzuziehen. Der saudische Energieminister Khalid al-Falih sagte im Gespräch mit CNBC, die OPEC bleibe vorsichtig. Die 25 Staaten verfolgten einen behutsamen Ansatz und seien vor allem an der Stabilität des Marktes interessiert. Im Dezember vorigen Jahres hatten sich die Kartell-Staaten und assoziierte Länder auf eine Drosselung der Förderung geeinigt.

Luftkrieg in Kaschmir
Ansonsten verschärfte sich die Lage in Kaschmir: Pakistan meldete am Mittwoch den Abschuss zweier indischer Kampfjets. Tags zuvor hatten indische Flieger erstmals seit 1971 pakistanisches Territorium angegriffen, um ein Trainingscamp von Terroristen zu attackieren. Auch sollen pakistanische Jets Luftschläge in indisch-Kaschmir ausgeführt haben. Die Lage bleibt unübersichtlich – und könnte schnell eskalieren.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

 

Bremsspuren an der Börse

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26.02.2019 – 12:00 Immer schön langsam: Nach einem schwachen Handelsende an der Wall Street und Gewinnmitnahmen in Asien verbucht der DAX im frühen Dienstagshandel ein Minus. Interessant erscheint der Tag vor allem für Devisen-Trader: Der Brexit könnte das Pfund bewegen, Fed-Chef Jerome H. Powell dürfte den Dollar in den Fokus rücken. Und auch am Ölmarkt hat sich Erstaunliches ereignet.

GfK stützt DAX – BASF meldet Zahlen
Erst mal Abwarten in Frankfurt: Der DAX hat am Dienstagvormittag in negativem Terrain gependelt und sich knapp unterhalb der Marke von 11.500 Zählern eingerichtet. Leichte Stütze erhielt der DAX von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): Das Institut prognostizierte anhaltend hohe Konsumlaune und veröffentlichte daher für März einen zum Vormonat unveränderten Konsumklimawert von 10,8 Punkten. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF federte schwache Zahlen mit einer erhöhten Dividende ab. Die Ausschüttung soll um 10 Cent auf 3,20 Euro je Aktie steigen. Der Gewinn nach Steuern und Minderheiten sank 2018 im Jahresvergleich um fast 23 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro.

New York bremst
Die Wall Street hatte den Montag zwar leicht im Plus geschlossen – einmal mehr hatte die Hoffnung auf eine Lösung im chinesisch-amerikanischen Zollstreit zunächst für Rückenwind gesorgt. Doch im späten Handel bröckelten die Kurse. So rettete der Dow Jones zur Schlussglocke nur noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent bei 26.091 Punkten. Das Tageshoch hatte rund 150 Punkte darüber gelegen. Der S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 2.796 Zähler zu und der Nasdaq-Composite-Index gewann 0,4 Prozent auf 7.554 Stellen.

Gewinnmitnahmen in Asien
In Tokio büßte der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 21.449 Punkte ein. In China gab der CSI-300-Index um 1,2 Prozent auf rund 3685 Punkte nach. Tags zuvor hatte der Index mit den 300 wichtigsten Werten des chinesischen Festlands noch rund 6 Prozent gewonnen. Das war nicht nur das größte Tagesplus seit 2015. Der Index eroberte nun auch wieder das Niveau vom Juni vergangenen Jahres. Einen Dämpfer verpasste die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde – sie warnte vor einer Spekulationsblase. Was heißen könnte, dass sie in den Börsenhandel eingreift.

Was will die Fed?
Am Dienstag bleibt ansonsten die (Geld-) Politik für Trader wichtig. US-Notenbankchef Jerome Powell soll vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses sprechen. Börsianer erwarten, dass Powell die Zinsen in einem Wirtschaftsboom allmählich nach oben setzen könnte. Der Bericht im Kongress setzt sich auch am Mittwoch fort.

Hickhack um den Brexit
Derweil geht das Tauziehen um den Brexit weiter, was das britische Pfund in den Fokus rückt. Die Labour-Partei forderte nun ein zweites Brexit-Votum. Klar: Abstimmen, bis das Ergebnis passt. Außerdem erwägt Premierministerin Theresa May einem Medienbericht zufolge eine Verschiebung des Brexit-Termins, um einen ungeordneten Austritt zu verhindern.

Trump versenkt den Ölpreis
US-Präsident Donald Trump legte unterdessen sein eigenes Konjunkturprogramm via Twitter auf. Der POTUS – President of the United States – versenkte mal kurz den Ölpreis, was den Verbrauchern mehr Geld in der Haushaltskasse lässt. Trump kritisierte das OPEC-Kartell, er twitterte, dass die Ölpreise zu stark stiegen und dass die OPEC sich „entspannen“ solle. Einfach mal locker machen gilt natürlich nicht für Trader in diesem spannenden Markt.

Schwelender Konflikt auf dem Dach der Welt
Und was sollten Sie sonst im Auge behalten? Beispielsweise einen potenziell extrem gefährlichen Konflikt, den hierzulande die Massenmedien kaum auf dem Bildschirm haben – die Spannungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan. Gerade hat Indien einen Luftangriff auf das Nachbarland geflogen. Eine neue Stufe der Vergeltung, offenbar für einen Selbstmordanschlag in Indisch-Kaschmir, der 40 Soldaten das Leben kostete. Für das Attentat vom 14. Februar hatte die in Pakistan basierte Militanten-Gruppe Jaish-e-Mohammad die Verantwortung übernommen. Seit Jahren köchelt der Streit um die überwiegend moslemische Region, die größtenteils vom hinduistischen Indien besetzt ist. Sollte der Kaschmir-Konflikt atomar eskalieren, droht ein globales Börsenbeben. Bleiben Sie wachsam!

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China-Bullen nicht zu halten

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25.02.2019 – 12:00 Jetzt geht’s los: US-Präsident Donald Trump hat also doch den Waffenstillstand im Handelsstreit mit China verlängert. Trump kündigte am Sonntag auf Twitter an, die am 1. März greifende Erhöhung der US-Strafzölle auf chinesische Importe zu verschieben. Damit erfüllten sich die jüngsten Hoffnungen der Anleger, die nun natürlich mehr wollen. Chinesische Aktien setzten daraufhin zum Freudensprung an, auch der DAX will am Montagmorgen nach oben – er markierte ein neues Jahreshoch.

DAX erobert neues Jahreshoch
So schön ist der Wochenbeginn für die Börsen-Bullen: Der DAX kletterte in den ersten Handelsminuten über die markante Barriere von 11.500 Punkten und gewann 0,6 Prozent auf 11.529 Stellen. Danach hangelte er sich an dieser Marke voran. Die Bilanz der vergangenen zwei Wochen kann sich somit sehen lassen, sie liegt bei einem Plus von knapp 6 Prozent.

Börsen-Party in China
In China knallten die Korken: Der Bluechip-Index CSI300 und der Index der Börse in Shanghai kletterten um mehr als 5 Prozent. Der japanische Nikkei beendete den Handel etwas zurückhaltender mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 21.528 Zählern. Natürlich waren japanische Aktien mit starkem China-Geschäft gefragt.

Hole-in-One in Florida
Trump kündigte einen Aufschub bei den Strafzöllen um 90 Tage an. Der US-Präsident stellte auch erneut einen Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Aussicht und konkretisierte, dass ein Abkommen im Golfclub Mar-a-Lago in Florida geschlossen werden soll, falls beide Seiten weitere Fortschritte erzielen würden. Einen Zeitpunkt nannte er nicht, aber laut dem US-Fernsehsender CNBC ist Ende März avisiert. Keine schlechte Idee, so eine Runde Golf – endlich mal ungestört unterhalten in freier Natur. Und nebenbei mal kurz die Weltbörsen anschieben.

Yuan, Soja und Kupfer im Fokus
Weitere positive News: Das Reich der Mitte will zusätzlich zehn Millionen Tonnen Sojabohnen aus den USA kaufen, wie US-Handelsminister Wilbur Ross twitterte. Die US-Landwirte freuen sich, Agrar-Trader nehmen den Kontrakt in den Blick. Neben Soja dürfte eine Zoll-Einigung auch bei Kupfer für weitere Bewegung sorgen, da die Produktion von Elektrogeräten aller Art bei einer Wiederbelebung des bilateralen Handels anziehen dürfte – und das rote Gold wird in Kabeln verarbeitet. China ist der weltgrößte Abnehmer des Industriemetalls. Kein Wunder, dass der Preis für Kupfer seit nunmehr rund sieben Monaten nach oben läuft.
Das alles sieht also ganz so aus, als würden die USA den Waffenstillstand verlängern und am 01. März nicht die die Strafzölle für chinesische Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent erhöhen. Offenbar hätten die Gespräche ausreichend Fortschritte gemacht, um die Verzögerung zu rechtfertigen, hieß es vom Parkett. Vielen Börsianern erscheint es angesichts der verstärkt eintröpfelnden positiven Nachrichten immer wahrscheinlicher, dass die USA ihre Strafzölle überhaupt nicht erhöhen werden.
Und somit steigt die Fallhöhe bei einer Enttäuschung, zumal die Unterstützung der chinesischen Staatskonzerne und der Technologie-Diebstahl wichtige, zuletzt noch wichtige offene Punkte blieben. Eventuell könnte es auch zu einem „sell the fact“ kommen, denn die jüngste Erholung der Wall Street seit Weihnachten ist zu einem großen Teil von der Hoffnung auf eine Einigung mit China getragen worden. Nur eines ist aktuell klar: Jeder Halbsatz aus den Verhandlungen wird den Aktienmarkt kräftig bewegen.

Applaus an der Wall Street
Kein Wunder, dass auch die US-Futures am Montag in grünem Terrain notierten. Schon Ende voriger Woche hatte die Wall Street die jüngsten Entwicklungen im China-Streit gefeiert. Der Dow-Jones-Index hatte am Freitag erstmals seit November den hartnäckigen Widerstand bei 26.000 Punkten überwunden. Der Leitindex schloss 0,7 Prozent höher bei rund 26.032 Zählern. Der Nasdaq 100 rückte sogar um 0,9 Prozent auf 7091 Stellen vor und der S&P 500 verabschiedete sich mit einem Gewinn von 0,6 Prozent bei 2793 Punkten. Gefragt waren am Freitag insbesondere Technologiewerte, wie Apple und Microsoft.

Spielverderber Covestro
Die Börsianer hoffen somit auf frischen Schub für die Weltbörsen und eine Frischzellenkur für die globale Wirtschaft durch eine Beilegung des Zollstreites. Nur einige wenige Sorgen hielten sich in Frankfurt in Bezug auf die deutsche Autoindustrie wegen etwaiger Sonderzöllen in den USA.
Nicht wirklich positiv präsentierte sich zudem der Kunststoffhersteller Covestro. Der DAX-Konzern meldete am Montag für das vierte Quartal einen Ergebnisrückgang von 67 Prozent auf 293 Millionen Euro. Auch der Umsatz schrumpfte. Die Gründe: Ein stärkerer Wettbewerb und gestiegene Kosten für Logistik. Für das Gesamtjahr 2019 stellte der Konzern weitere Belastungen in Aussicht.
In Europa schaut die Wirtschaft ansonsten ab Montag nach Barcelona, wo auf dem Mobile World Congress die Trends der Technologiebranche vorgestellt werden.

Nervenflattern beim Pfund
Im Devisenmarkt steigt die Nervosität beim britischen Pfund. Die Europäische Union denkt laut einem Bericht im „Guardian“ darüber nach, den EU-Austritt Großbritanniens um zwei Jahre zu verschieben. Eine solche Hängepartie könnte für Trader im „Cable“ natürlich eine Herausforderung sein. Eigentlich ist der Brexit auf diesen 29. März terminiert und Premierministerin Theresa May bekräftigte zuletzt mehrfach, diese Deadline halten zu wollen. Doch im britischen Parlament wird es in dieser Woche noch keine Abstimmung über das zwischen May und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen geben. Bei der Abstimmung über die nächsten Brexit-Schritte am Mittwoch im Londoner Parlament bleibt es jedoch. Zuvor wird May am Dienstag im Unterhaus eine Erklärung abgeben. Devisen-Trader könnten also kräftige Nerven brauchen.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

 

Forex Trading

Zollstreit offenbar auf der Zielgerade

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25.02.2019 – Weekly: Neue Woche, gleiches Spiel: Vor allem China bewegt die Kurse. Werden sich die USA und das Reich der Mitte im Zollstreit einigen, oder nicht? Die positiven Signale häufen sich, die kommenden Tage werden angesichts des eigentlich auslaufenden Waffenstillstandes für Wall Street und DAX besonders spannend. Ein zweites Mega-Thema steht im Devisenmarkt an, da sich Fed-Chef Jerome H. Powell vor dem Kongress zu Wort meldet.

Vorschusslorbeeren von der Wall Street
Die Anleger in New York verteilten für den eventuell kurz bevor stehenden China-Deal schon einmal Vorschusslorbeeren: Der Dow Jones-Index überwand erstmals seit November den hartnäckigen Widerstand bei 26.000 Punkten. Der Leitindex schloss 0,7 Prozent höher bei rund 26.032 Zählern. Auf Wochensicht verbuchte der Index ein Plus von 0,6 Prozent – das ist der neunte Wochengewinn in den vergangenen neun Wochen. Der Nasdaq 100 rückte sogar um 0,9 Prozent auf 7091 Stellen vor, was ebenfalls das neunte Wochenplus in Folge bedeutet. Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich am Freitag mit einem Gewinn von 0,6 Prozent bei 2793 Punkten – hier stand die achte weiße Wochenkerze in neun Wochen an.

DAX hangelt sich nach oben
Auch der DAX hatte am Freitag ein Plus erzielt. Zwar erscheint der Freitagsgewinn von 0,3 Prozent auf 11.457 Punkte zunächst nicht sehr beeindruckend. Doch damit schloss der deutsche Leitindex nur knapp unter dem Dreimonatshoch. Zeitweise schaffte es der Leitindex auch über die Marke von 11.500 Punkten, was einen Ausbruch aus der jüngsten Seitwärtsrange vermuten lässt. Erste Anleger blicken schon wieder auf eine nachhaltige Eroberung der Dezember-Hochs bei 11.550 bis 11.600 Punkten.

Optimismus im Zollstreit
Die Anleger schöpften Hoffnung aus dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He. Trump sagte vor Journalisten im Oval Office, es gebe einen Deal mit China in der Frage der Währungsmanipulation, Details nannte er aber keine. Washington wirft Peking eine Unterbewertung des Yuan vor, um den Export anzukurbeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Abkommen geben werde, sei nun höher als die, dass es keines geben werde, ergänzte Trump am Freitagabend nach den Gesprächen. Auch Liu He sprach von „deutlichen Fortschritten“: China sei bereit, für eine Einigung große Anstrengungen zu unternehmen. Trump ergänzte, dass er Chinas Staatschef Xi Jinping wahrscheinlich im März in Florida treffen werde.
Und es kommt noch besser: Wie der US-Sender CNBC am Freitag berichtete, sagte Peking in den Verhandlungen zu, Güter im Wert von bis zu 1,2 Billionen Dollar aus den Vereinigten Staaten zu kaufen. Das ist doch mal ein nettes Konjunkturprogramm. Und natürlich Schub für die Wall Street, aber auch für die Aktien in Shanghai.

Yuan, Soja und Kupfer im Fokus
Weitere positive News: Das Reich der Mitte will zusätzlich zehn Millionen Tonnen Sojabohnen aus den USA kaufen, wie US-Handelsminister Wilbur Ross twitterte. Die US-Landwirte freuen sich, Agrar-Trader nehmen den Kontrakt in den Blick. Neben Soja dürfte eine Zoll-Einigung auch bei Kupfer für weitere Bewegung sorgen, da die Produktion von Elektrogeräten aller Art bei einer Wiederbelebung des bilateralen Handels anziehen dürfte – und das rote Gold wird in Kabeln verarbeitet. China ist der weltgrößte Abnehmer des Industriemetalls. Kein Wunder, dass der Preis für Kupfer seit nunmehr rund sieben Monaten nach oben läuft.
Das alles sieht also ganz so aus, als würden die USA den Waffenstillstand verlängern und am 01. März nicht die die Strafzölle für chinesische Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent erhöhen. Offenbar hätten die Gespräche ausreichend Fortschritte gemacht, um die Verzögerung zu rechtfertigen, hieß es vom Parkett. Vielen Börsianern erscheint es angesichts der verstärkt eintröpfelnden positiven Nachrichten immer wahrscheinlicher, dass die USA ihre Strafzölle überhaupt nicht erhöhen werden.
Und somit steigt die Fallhöhe bei einer Enttäuschung, zumal die Unterstützung der chinesischen Staatskonzerne und der Technologie-Diebstahl wichtige, zuletzt noch wichtige offene Punkte blieben. Eventuell könnte es auch zu einem „sell the fact“ kommen, denn die jüngste Erholung der Wall Street seit Weihnachten ist zu einem großen Teil von der Hoffnung auf eine Einigung mit China getragen worden. Nur eines ist aktuell klar: Jeder Halbsatz aus den Verhandlungen wird den Aktienmarkt kräftig bewegen.

National Activity Index, BASF und Bayer
Ansonsten behalten Analysten auf und abseits der großen Medienbühne folgende Events im Blick: Am Montagabend steht um 19.30 Uhr deutscher Zeit zunächst der National Activity Index an, der sowohl die US-Aktienindizes als auch die Dollarpaare bewegen dürfte. Der Index wird von der Chicago Fed ermittelt und liefert monatlich eine Bewertung der allgemeinen Wirtschaftsaktivitäten und des Inflationsdrucks der Vereinigten Staaten.

Für Aktien aus dem Einzelhandel und Lebensmittelkonzerne werden am Montag zudem die Großhandels-Umsätze interessant, sie werden 15.00 Uhr amerikanischer Ostküsten-Zeit gemeldet.

Am Dienstag werden sich die Augen der deutschen Anleger auf die Bilanz des DAX-Schwergewichtes Bayer richten. Auch die BASF soll dann ihre Zahlen vorlegen. Am gleichen Tag wiederum blicken Trader, die in DAX und deutsche Aktien investieren, auf den GfK- Verbrauchervertrauensindex, der um 13.00 Uhr gemeldet werden soll.

Fed-Chef Powell vor dem Kongress
Besonders interessant wird es ab Dienstag, 16.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit: US-Notenbankchef Jerome Powell wird vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses sprechen. Der Herr des Dollars wird seine Geldpolitik erklären und damit potenziell den Greenback, aber auch US-Anleihen und die Wall Street bewegen können. Börsianer erwarten, dass Powell die geldpolitische Strategie seiner Vorgängerin Janet Yellen fortsetzen wird und die Zinsen in einem Wirtschaftsboom allmählich nach oben setzt. Der Bericht im Kongress setzt sich auch am Mittwoch fort.
Ebenfalls am Mittwoch stehen um 16.00 Uhr deutscher Zeit die Business and Consumer Surveys der EU an, die Einfluss haben dürften auf Aktien aus dem EuroStoxx 50 und den Euro.

Trader im Rohöl-Markt blicken am gleichen Tag ab 16.30 Uhr deutscher Zeit auf die Änderung der US-Speichermenge bei Rohöl. Kleine Fußnote: Als erstes Land überhaupt knackten die USA laut einer Meldung des Energieministeriums gerade die Produktionsmarke von 12 Millionen Barrel pro Tag. Die US-Förderung hat sich somit seit 2013 mehr als verdoppelt, die USA haben sich dank Fracking und Querbohrung also unabhängig gemacht von etwaigen Erpressungen des OPEC-Kartells. Und nebenbei ganze Regionen in einen Wirtschaftsboom geführt.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA am Donnerstag um 13.30 Uhr Ortszeit wird interessant für die Wall Street und den Dollar.

Und am Freitag tritt der oberste Währungshüter erneut in Aktion – mit möglichen Auswirkungen auf alles und jeden. Soll heißen: Dollar, Wall Street, US-Anleihen, Weltbörsen. Fed-Chef Powell doziert auf dem „Citizens Budget Commission 87th Annual Awards Dinner“ in New York über jüngste ökonomische Entwicklungen und langfristige Herausforderungen. Sie können davon ausgehen, dass auch Journalisten anwesend sind.

Wir stehen also erneut vor einer interessanten Börsenwoche, in der klar scheint, dass außer Volatilität wenig garantiert ist.

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Lethargisch zum Jahreshoch

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22.02.2019 – 12:00 Uhr: Die Börsianer verlängern das Weekend nach vorne: Am Freitagvormittag pendelte der DAX leicht oberhalb der Marke von 11.400 Zählern, er erreichte immerhin ein neues Jahreshoch. Aktivität war jedoch zuletzt weitgehend verpönt. Heimische Impulse und News aus Übersee waren eher Mangelware. Dazu gesellten sich Rücksetzer an der Wall Street sowie Funkstille in den Zollverhandlungen zwischen China und den USA.

Ifo und Wirecard im Fokus
Kaum Bewegung in Frankfurt: Der DAX schleppte sich am Freitagvormittag lustlos um die 11.400 Zähler herum, ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde das Ende der jüngsten Seitwärtsrange signalisieren. Schon am Donnerstag war das Handelsvolumen recht niedrig gewesen. In der Spitze kletterte der deutsche Leitindex um bis zu 0,4 Prozent auf 11.467 Punkte – das ist immerhin der höchste Stand des noch jungen Börsenjahres.
Der Ifo-Geschäftsklima-Index enttäuschte. Brexit-Sorgen und die Angst vor Strafzöllen für deutsche Autos in den USA sorgen für Pessimismus. Der Index sank im Februar auf 98,5 Punkte, das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2014. Auch für die kommenden sechs Monate erwarten deutsche Manager wenig: Der Teilindex zu den Geschäftserwartungen rutschte auf 93,8 Punkte.
Wirecard schob sich mit einem Interview in den Fokus: Nach den jüngsten Kursschwankungen erwartet Konzernchef Markus Braun im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ eine Kurserholung, sobald die Vorwürfe rund um angeblich fehlerhafte Buchung von Umsätzen abschließend aufgeklärt sind.

Kaum Impulse aus Übersee
Wenig Bewegung hatte zuvor auch an der japanischen Börse geherrscht: Der Nikkei-Index gab 0,2 Prozent auf 21.425 Punkte nach. Und auch die Wall Street hatte am Donnerstag wenig Argumente für Käufe geliefert: Der Dow-Jones-Index verbuchte zur Schlussglocke ein Minus von 0,4 Prozent bei rund 25.851 Punkten. Der S&P 500 gab ebenfalls rund 0,4 Prozent auf fast 2.775 Zähler nach. Auch der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf knapp 7.460 Stellen.
Die eingelaufenen Konjunkturdaten waren eher Futter für die Bären. Zwar zeigt der US-Arbeitsmarkt ungebrochene Stärke. Doch das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar erheblich stärker eingetrübt als Analysten prognostiziert hatten. Auch die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember enttäuschten. Und schließlich hatten sich auch Einkäufer in der Industrie im Februar vorsichtiger gezeigt als prognostiziert.
In New York ist übrigens der Nasdaq Composite aktuell sehr interessant: Während Dow und S&P 500 schon ein Stück oberhalb der 200-Tage-Linie notieren, hält sich der Hightech-Indikator gerade so auf ihr. Somit wirken die Unternehmen aus dem Silicon Valley & Co. wie ein Anker, der den Gesamtmarkt bremst – kein Wunder, denn Wachstumsfirmen sind besonders abhängig von niedrigen Zinsen und der günstigen Produktion von Komponenten, womit wir wieder beim Thema China wären.

Schattenboxen im Zollstreit
In den Zollverhandlungen reiben sich Experten gerade verwundert die Augen: Laut Meldungen des US-Fernsehsenders CNBC fordert Washington das, was Peking angeblich sowieso will – einen festen Yuan. Zwar besteht die theoretische Möglichkeit, dass Peking den Renminbi irgendwann stark abwertet, um die Ausfuhren anzukurbeln. Tatsächlich hatte sich US-Präsident Donald Trump im vorigen Juli darüber beschwert, dass der Yuan wie ein Stein abstürze. Und ja, 2018 war ein schwieriges Jahr für die chinesische Volkswirtschaft, sodass die Versuchung groß war für eine Abwertung.
Doch Analysten sagten CNBC, dass das Reich der Mitte in Zukunft unbedingt eine feste Währung will. Kein Wunder, denn die „Chuppys“ – Chinese Urban Professionals – würden den kommunistischen Kadern einen nachhaltigen Einbruch der Kaufkraft nicht verzeihen. Gerade die chinesische Mittelschicht genießt den einst von Deng Xiao Ping eingeleiteten, scheinbar unendlichen Wirtschaftsaufschwung, wie Sie unschwer an den seit geraumer Zeit wenn auch mit kleinen Dellen boomenden Importen von Schweizer Luxusuhren, schottischem Whisky und Bordeaux erkennen.
Warten wir ab, ob hier News den Markt aufwirbeln, das kann ganz schnell gehen. Die Gespräche zwischen den USA und China wurden unterdessen in Washington auf hoher Ebene fortgesetzt. Ansonsten tritt EZB-Chef Mario Draghi öffentlich auf. Der oberste Währungshüter dürfte zwar bei seiner Rede in der Universität Bologna, wo ihm der Ehrendoktor verliehen wird, keine offiziellen Statements im Namen der EZB abgeben. Doch vielleicht, vielleicht entwischt ihm zwischen den Zeilen ein kleiner Hinweis auf die künftige europäische Geldpolitik.

 

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Noch halten die Chart-Barrieren

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21.02.2019 – 12:00 Uhr: Die Bullen nehmen Anlauf – und stoßen sich erst einmal die Hörner an wichtigen Chartmarken ab. Zunächst hat der DAX am Donnerstagvormittag einen Ausbruchsversuch aus seiner Seitwärtsrange unternommen. Auch der Dow Jones schaffte es am Mittwochabend nicht über eine wichtige Barriere hinaus. Zudem war die Performance an den Asienbörsen durchwachsen. Thema des Tages ist einmal mehr die Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA. Hier tickerten positive Meldungen über die Bildschirme.

DAX nimmt 11.400 Zähler ins Visier
Auf dem Frankfurter Parkett machte sich zuletzt die Hoffnung breit, dass der deutsche Leitindex nun seinen kurzfristigen Seitwärtstrend nachhaltig verlässt. Die Börsianer haben dabei die Marke von 11.400 Zählern im Blick. Nach einem frühen Hoch bei 11.470 Zählern setzte der DAX allerdings zurück.
Wenig Aufsehen brachten die Zahlen der Deutschen Telekom – der Konzern profitiert weiter vom Aufschwung der US-Tochter. Die Telekom meldete für 2018 ein Plus in dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2018 im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro. Der Gewinn sank allerdings um über ein Drittel auf 2,2 Milliarden Euro, vor einem Jahr hatte ein milliardenschwerer Sonderertrag aus der US-Steuerreform die Kasse klingeln lassen. Henkel erfreute die Anleger mit der Ankündigung der höchsten Dividende in der Unternehmensgeschichte. Der Konsumgüterkonzern will eine Dividende je Vorzugsaktie von 1,85 Euro ausschütten. Aber: Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz minimal, das operative Ergebnis stieg nur noch leicht.

Dow scheitert an 26.000 Zählern
Die Wall Street hatte sich am Mittwoch vorsichtig gezeigt: Der Der Dow-Jones-Index ging mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 25.954 Punkten aus dem Tag. Kein Wunder, dass der Dow an der Barriere von 26.000 Punkten scheiterte: Anfang Dezember vorigen Jahres hatte der US-Leitindex den Sprung über diese Hürde nicht geschafft – es folgte ein Kursrutsch um mehr als 4000 Punkte. Und Börsianer vergessen eben nichts. Der marktbreite S&P 500 tastete sich am Mittwoch ebenfalls um 0,2 Prozent auf knapp 2.785 Zähler voran. Und der Nasdaq Composite schloss mit einem kaum merklichen Gewinn von 0,03 Prozent bei 7.489 Stellen.
In Japan tastete sich der Nikkei-Index am Donnerstag um 0,2 Prozent auf 21.464 Punkte vor – dies war der vierte Tag in Folge mit Gewinnen für den japanischen Leitindex. Doch die Börsen in Shanghai und Shenzen gaben jeweils knapp ein halbes Prozent nach.

Fed hält offenbar still
Immerhin warf die Federal Reserve den Optimisten keine Stöcke zwischen die Hufe: Laut den Protokollen der jüngsten Zinssitzung ist sich die Fed über den weiteren Kurs zwar unsicher; doch im verklausulierten Fed-Sprech zeichnet sich ab, dass die Notenbank die Zinsen vorerst nicht erhöhen will. Niedrige Zinsen sind Wasser auf die Mühlen der Börse.

Neue Hoffnung im Zollstreit
Kraftfutter für die Börsenbullen lieferten die neuesten Nachrichten aus China: Medienberichten zufolge kommt in die seit Monaten laufenden Gespräche zur Beilegung des Zollstreits Bewegung. Insidern zufolge arbeiten Washington und Peking an Absichtserklärungen zu den wichtigsten Forderungen der USA an die Volksrepublik, etwa Patentrechte oder Agrar-Produkte. Die Unterhändler stellten zudem eine Liste mit Maßnahmen auf, nach der Peking seinen Handelsüberschuss mit den USA reduziert.

Konjunkturdaten aus den USA
Und das bringt der Donnerstag: Am Nachmittag könnte ab 14.30 Uhr ein Strauß an Konjunkturdaten die Wall Street und die Frankfurter Börse, aber auch Devisen und Anleihen bewegen. So werden die Auftragseingänge für langlebige Güter gemeldet, die Indizes der Philadelphia Fed und vor allem die Erstaufträge für Arbeitslosenhilfe in den USA. Zudem folgt um 15.45 Uhr der Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe. Wie immer dürften besonders enttäuschende oder erfreuliche Zahlen für hohe Volatilität sorgen.

Erdöl im Fokus
Und um 17.00 Uhr wird die EIA (Energy Information Administration) die Veränderung in der Speichermenge bei US-Rohöl melden, konkret: den Stand bei der Leitsorte West Texas Intermediate. Somit könnten sich interessante Chancen bei WTI, Benzin-Futures aber auch bei US-Aktien im Energiesektor eröffnen.
Hinter den Kulissen läuft noch ein anderes Drama bei Erdöl: So formiert sich im US-Kongress gerade die Front für die sogenannte NOPEC-Gesetzgebung. Damit sollen die Mitglieder des OPEC-Kartells bis hin zur Enteignung von US-Assets bestraft werden, falls sie den Ölpreis nach oben manipulieren. On the Hill wurde das Vorhaben immer wieder verschoben, um die Beziehungen mit Saudi-Arabien nicht zu belasten. Doch seit dem Khashoggi-Mord hat Riad erheblichen Kredit verspielt. Zudem hat Trump mehrfach auf Twitter mit Blick auf seine Wähler die OPEC wegen der hohen Benzinpreise angegriffen.
Sie sehen – der Tag bietet einmal mehr eine Unmenge an Möglichkeiten.

 

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A Bank in Frankfurt

Der DAX trotzt China

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20.02.2019 – 12:00 Uhr: Jetzt geht’s ans Eingemachte: Im Zollstreit zwischen China und den USA hat Peking die Folterwerkzeuge ausgepackt. Immerhin hatte US-Präsident Donald Trump zuvor versöhnliche Signale ausgesandt – und die Verhandlungen laufen weiter. Somit notierte der DAX im frühen Handel im Plus. Auch Fresenius und FMC sorgten für gute Laune bei den Bullen. Dabei hatte die Wall Street zuvor keine Impulse ausgesandt.

Stagnation an der Wall Street
An der New Yorker Börse hatte sich am Dienstag die Skepsis gehalten. Im Handelsverlauf hatte der Dow Jones zwar den höchsten Stand seit Anfang Dezember markiert. Doch dann bröckelten die Kurse und der Dow verbuchte zur Schlussglocke nur noch einen Gewinn von 0,03 Prozent auf 25.891 Punkte. Am Montag war in den USA wegen des Presidents‘ Day nicht gehandelt worden. S&P 500 fuhr am Dienstag zum Schluss immerhin einen Gewinn von 0,2 auf 2780 Zähler ein. Und der Hightech-Index Nasdaq 100 rückte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 7067 Stellen vor.

Fresenius in Frankfurt im Fokus
Der DAX notierte derweil im frühen Mittwochshandel mit einem Plus von bis zu 0,7 Prozent bei 11.390 Zählern. Für eine Outperformance sorgten Fresenius und FMC: So steigerte der Gesundheitskonzern Fresenius trotz Schwierigkeiten im Klinikgeschäft und bei seiner Dialysetochter FMC im vergangenen Jahr Umsatz und Konzernergebnis etwas stärker als gedacht. FMC sorgt zudem mit einem Aktienrückkaufprogramm für Kauflaune.

China warnt die USA vor dem globalen Crash
Doch den Takt an der Börse gibt weiter der chinesisch-amerikanische Zollstreit vor. Jedes Räuspern wird die Börsen hin oder her werfen. Hier wird es langsam spannend: Die chinesische Führung hat gerade über ein Organ der Kommunistischen Partei eine klare Warnung an die USA ausgesandt. Das KP-Blatt „Global Times“ meldete unter Berufung auf ungenannte Analysten, jegliche neue US-Zölle auf chinesische Waren könnten die Börsen der Welt in die Knie zwingen. Im Detail heißt es in dem Bericht: „Sollten die USA höhere Zölle erheben und China danach mit schärferen Gegenmaßnahmen reagieren, dann wäre dies ein katastrophaler Schlag für den globalen Aktienmarkt.“

Auch den Kommunisten ist natürlich nicht entgangen, dass Trump mehrfach die Performance der Wall Street als einen Indikator für seinen Erfolg genannt hat. Kein Wunder, da beispielsweise gigantische Akteure wie Calpers – der kalifornische Pensionsfonds für Staatsbedienstete – am Finanzmarkt investieren; bei einem Crash würde die Rente vieler Wähler gekappt. Adieu, Wiederwahl. Der S&P 500 hat in diesem Jahr schon rund 11 Prozent gewonnen, der Shanghai Composite liegt mehr als 10 Prozent im Plus.
Unterhändler beider Wirtschaftsmächte hatten sich am Dienstag erneut getroffen. Trump äußerte sich zuversichtlich und deutete an, dass es zu einer Verlängerung der bis Anfang März gesetzten Frist für eine Einigung kommen könnte.

Was auch in Japan positiv aufgenommen wurde: In Tokio legte der Nikkei-Index 0,6 Prozent zu auf 21.431 Punkte. Die japanischen Ausfuhren nach China sind im vergangenen Monat gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 17 Prozent eingebrochen. Auch das also ein Argument, dass sich China und die USA besser einigen. Sollte Peking weiter geschwächt werden, dürften die Einkäufe in Nippon weiter zurückgehen.

Die Fed meldet sich zu Wort
Und so geht es am Mittwoch weiter: Im Devisenmarkt kann es bei EUR/USD interessant werden, denn am Abend nehmen die Analysten das Protokoll zur Zinssitzung der US-Notenbank Fed von Ende Januar unter die Lupe. Sie erhoffen sich Hinweise auf die Frage, ob die Fed irgendwann in naher Zukunft an der Zinsschraube dreht oder nicht.

Wal-Mart toppt die Prognosen
Auch bei Aktien aus dem US-Einzelhandel wird der Mittwoch wohl Bewegung bringen. Der Einzelhandel-Riese Wal-Mart toppte die Erwartungen für Q4 und meldete einen Gewinn je Aktie von 1,41 US-Dollar, die Prognosen hatten bei 1,33 US-Dollar gelegen. Für die Bullen wird dieser Sektor also am Mittwoch von Interesse sein. Zudem hob Wal-Markt die Dividende auf 2,12 Dollar je Aktie an – die Ausschüttung steigt damit im 46. Jahr in Folge.

Unterdessen hat sich der Finanzkalender in den USA deutlich gelichtet. In den USA steht noch der Home Builders’ Index für Februar an. Inzwischen haben fast alle 500 Firmen des S&P 500 berichtet; im groben schnitt meldeten rund 400 Firmen bis vorigen Freitag laut der Börsensite „Zacks“ für das vierte Quartal im Jahresvergleich ein Plus bei den Gewinnen um 13 Prozent und einen Zuwachs im Umsatz von 7,5 Prozent.
Sie sehen also, der Tisch an der Börse ist reich gedeckt. Klar ist nur, dass die Volatilität sich halten wird. Und es gibt vor allem drei Themen: China, China und China.

 

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Dax startet unverändert in die neue Handelswoche – US Kongresswahlen im Fokus

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05.11.2018 – 12:00 Uhr: Nach der imposanten Kursrally der vergangenen Woche und vor dem Hintergrund schwacher Vorgaben von den asiatischen Börsenplätzen startet der Deutsche Leitindex nahezu unverändert bei 11.522 Punkten in die neue Handelswoche.

Die weiterhin dominierenden Themen auf dem globalen Börsenparkett dürften auch in der anstehenden Woche der anhaltende Handelsstreit zwischen den Großmächten der USA und Chinas beziehungsweise die möglichen Lösungsansätze zu diesem Thema sein. Marktteilnehmer erwarten auf die in der Vergangenheit getätigten großen Ankündigungen nun langsam auch Taten.
Vor diesem Hintergrund gaben die asiatischen Börsenplätze zum Handelsauftakt am Montag im Laufe der Sitzung Boden ab. Der japanische Nikkei Index musste einen Abschlag von rund 1,4 Prozent hinnehmen. Der breiter aufgestellte Topix Index verlor rund 1 Prozent an Wert.

Ein weiteres Thema, das Anleger und Analysten diese Woche beschäftigen dürfte sind die anstehenden US Kongresswahlen, die am morgigen Dienstag abgehalten werden. Je nach Ausgang der Kongresswahlen dürfte es auf dem Kapitalmarkt Bewegung geben. Wohlgemerkt in beide Richtungen!

Im weiterhin andauernden Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat die amerikanische Seite heute eine Reihe neuer Sanktionen in Kraft treten lassen. Von den neuen Sanktionen sind auch deutsche Unternehmen sowie weitere Länder mit Exportambitionen im Iran betroffen.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich parallel zum Dax ebenfalls wenig verändert und notiert zur Stunde mit 1,1382 US-Dollar.

 

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.