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Bazooka der EZB hilft Aktien kaum

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19.03.2020 –Daily Report. Die europäischen Währungshüter kündigen die Mega-Stütze an und feuern die Bazooka ab – sie wollen Anleihen im Wert von 750 Milliarden Dollar kaufen. Doch statt einem Bumm ist an der Börse nur ein Puff zu hören. Denn wem nutzt das? Notleidenden Banken und überschuldeten Staaten. Fraglich ist, ob in der Realwirtschaft viel von dem Geld ankommt. Der DAX legt nur leicht zu.

Börse Frankfurt im Sog der Deflation

Die Anleger in Frankfurt stiegen gegen Donnerstagmittag nur zögerlich ein: Der DAX kletterte 0,6 Prozent auf 8.495 Zähler. Ein mageres Plus also im Vergleich zu den heftigen Verlusten der Vortage. Die US-Futures sanken rund 0,2 Prozent.

Auf dem Parkett verbreitete sich die Einsicht, dass die Welt vor einer Mega-Deflation steht. Mit einer
Todesspirale aus fallenden Preisen und rückläufigen Investitionen. Zudem läuft aktuell ein massives De-Leveraging in der Finanzindustrie. Soll heißen: Alles muss raus – es geht ums Überleben. Zeichen dafür ist die Stärke des Dollar – er zog gegenüber den meisten Währungen an und notierte zuletzt bei 1,0856 zum Euro.

750 Milliarden Euro von der EZB

In Europa können sich all diejenigen Investoren freuen, die Staatsanleihen gekauft hatten – die Europäische Zentralbank wird sie ihnen abkaufen. So will sich die EZB mit einem Notfallprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro bis Ende 2020 gegen Corona stellen. Insgesamt steigt das Volumen aller Einkäufe zusammen mit anderen schon laufenden und geplanten Käufen von Staatsanleihen, Firmenanleihen und anderen Assets damit in diesem Jahr auf 1,1 Billionen Euro. Die Frage ist, wieviel von diesem Geld in den Taschen der Verbraucher ankommt. Selbst wenn die Geschäfts- und Staatsbanken verstärkt Kredite vergeben sollten – wer nimmt die auf, wenn die Nachfrage einbricht?

Fin de Regime – sie haben nichts verstanden

In diesem Sinne argumentierte auch gerade der stets bissige Analyst Michael Every von der Rabobank. Er konstatierte gestern mit Blick auf die diversen, kaum noch überschaubaren Fiskal- und Konjunkturprogramme: „Too much – and still not enough“. Und stellte fest, dass wir es mit einem fin-de-regime, als dem Ende des Regimes, zu tun haben. Wörtlich: „Things have already irrevocably changed and whipsaw market action reflects that this is the case“. In den USA sei die Virus Fiscal Package von 500 Milliarden Dollar auf 1,2 Billionen Dollar angeschwollen – somit auf 5,6 Prozent des US-Bruttoinlandsproduktes.

Doch in Bezug auf Kredite zeigte er sich kritisch – bei einer längeren Krise würden Darlehen kaum helfen: „However, when you have a collapse in demand and a supply shock, is your first response to want to borrow more to tide you over? Perhaps for a month or two. Yet if this is going to last 12-18 months, as some health experts are suggesting, then surely the temptation is just to shut down and restart a new business when we are virus-free? Or, take the loan, pocket it, and then close down?“ Also: Nimm das Geld, lass die Firma umkippen und renne. Übrigens äußerte sich der Rabobank-Experte positiv zu Themen wie Grundeinkommen und Helicopter Money.

Konjunktur-Indikator Kupfer

Beim Thema Deflation verwies CNBC gerade auf den Konjunktur-Indikator Kupfer. Das rote Metall wird beispielsweise im Bau, bei Haushaltsgeräten oder Autos für Kabel eingesetzt. Der Preis ist gerade auf den tiefsten Stand seit Januar 2016 abgestürzt. So stürzten die Dreimonats-Futures an der London Metal Exchange (LME) im Tief bis auf 4.371 Dollar pro Tonne ab. Mitte Januar hatte der Preis noch bei 6.340 Dollar gelegen. Das lässt für die nächsten drei Monate also nichts Gutes für die globale Konjunktur erwarten.

Korrektur in Asien hält an

Die Anleger in Asien hielten sich am Donnerstag zurück. So verlor der Nikkei rund 1 Prozent auf 16. 553 Punkte. Unterstützung leistete die Bank of Japan, sie bot den Banken weitere 4 Billionen Yen, also 34 Milliarden Euro an Liquidität an und weitet das Anleihekaufprogramm um 1,3 Billionen Yen aus. In China verlor der CSI-300 1,3 Prozent auf 3.589 Stellen.

Wieder heftige Verluste in New York

Derweil erlebten die Bullen gestern schon wieder ein Blutbad an den US-Börsen. Wegen der rasanten Verkäufe wurde der Börsenhandel kurzzeitig ausgesetzt. Der Dow Jones Industrial rauschte zeitweise um fast 11 Prozent unter 19.000 Punkte – und erreichte den niedrigsten Stand seit November 2016. Zur Schlussglocke stand der Dow noch 6,3 Prozent niedriger bei 19.898 Punkten. Der S&P 500 sank um 5,2 Prozent auf 2.398 Zähler. Und der Nasdaq Composite stürzte um 4,7 Prozent auf 6.989 Punkte ab. US-Präsident Donald Trump will unterdessen in der Corona-Krise im Notfall auf ein Gesetz aus Kriegszeiten zurückgreifen, auf den Defense Production Act.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender hält am Donnerstag einige interessante Events bereit, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Um 13.30 Uhr wird es spannend, dann stehen folgende Daten an:

Wöchentliche US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

US-Leistungsbilanz

Philadelphia-Fed-Index

Und um 15.00 Uhr folgt der US-Frühindikator für Februar.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Kapitulation des Ölmarktes?

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Gold   1473,82
(-0,76%)

EURUSD   1,0905
( -0,25%)

DJIA   19443,50
(-3,84%)

OIL.WTI  23,42
(-0,13%)

DAX   8454
(+ 0,04%)

Optimisten glauben, dass das Öl nicht weiter fallen kann. Und die Pessimisten (Leerverkäufer und Ölproduzenten) verkaufen es weiterhin in großen Mengen. Am Mittwoch fiel das WTI-Öl um weitere 20% und erreichte einen Tiefststand von 20 Dollar pro 1 Barrel.


Chart des Tages GBP/USD

Chart of the Day GBP/USD


ÖL

Theoretisch muss das schwarze Gold noch irgendwo anders fallen. Auf den Märkten gibt es riesige Überschüsse an physischem Öl, das niemand kauft. Die Besitzer sind gezwungen, es in Tankschiffen zu lagern, die Frachtkosten sind in nur einem Monat um das 5- bis 10-fache gestiegen.


Pfund

Gestern blickten wir auf ein bedeutendes Ereignis in einem monatlichen Zeitrahmen beim Währungspaar Australischer Dollar/US-Dollar. Heute, im gleichen Zeitraum (siehe Grafik oben), ein nicht weniger bedeutendes Ereignis. Das Pfund/Dollar brach die Tiefststände, die 2016 nach dem Referendum über Brexit gezeigt wurden. Und dann gibt es nicht nur einen Abgrund, sondern einen Abgrund ohne Boden, das Pfund war noch nie so billig.


Kanadischer Dollar

Aber es gibt noch ein weiteren, sehr interessanten Chart, und zwar der des Australischer Dollar/Kanadischer Dollar. Was sehen wir in einem monatlichen Zeitrahmen? Der Preis hat sich den Höchstständen der Panik im Jahr 2016 angenähert, und dahinter klafft eine neue, riesige Lücke. Am Donnerstag wird es auf diesem Niveau eine riesige Schlacht zwischen Bullen und Bären geben, und es wird wieder Blut vergossen werden.


Bitcoin

Zum dritten Tag in Folge machen wir unsere Abonnenten auf die erste Kryptowährung aufmerksam. Sie weigert sich beharrlich, gegenüber dem US-Dollar weiter zu fallen, während alle Vermögenswerte gegenüber dem Dollar fallen. Die Absurdität besteht darin, dass gerade diese Krise den Kryptowährungen einen mächtigen Schub in Bezug auf die menschliche Akzeptanz geben kann, die in den letzten zwei Jahren so sehr gefehlt hat.


Was erwartet uns heute?

00.50 Uhr Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank von Japan
01.30 Uhr Beschäftigungsquote in Australien für Februar
09.30 Uhr Schweizerische Nationalbank Zinssatz-Entscheidung
13.30 Uhr Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA


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DAX30 CFD GOLD OIL

Noch kein Blut auf den Straßen

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18.03.2020 –Special Report. Die meisten Broker vergleichen den Corona-Crash aktuell mit 1987 oder 2008. Massiver Einbruch, schnelle Erholung. Doch vielleicht ist diesmal wirklich alles anders – weil eben nicht „nur“ die Finanzbranche in die Knie geht. Sondern die gesamte Realwirtschaft auf dem Globus. Die Warnungen vor einer neuen, großen Depression häufen sich. Manche Experten glauben, dass wir trotz der gerade erlebten heftigen Baisse erst am Anfang stehen – und dass der Boden der Verzweiflung noch lange nicht erreicht ist.

Das Licht darf nicht ausgehen

Dieser Crash ist weit bedrohlicher als „nur“ eine Finanzkrise. Jüngst warnte Richard Baldwin, Professor of International Economics am Graduate Institute in Genf, auf seiner Publikation VoxEU.org: Die von Covid-19 ausgelöste Krise sei anders. Denn sie treffe die ökonomischen Giganten alle auf einmal – die G7 und China. Und in diesen Ländern zudem viele Wirtschaftszweige auf einmal. Wörtlich: „It is not a credit crisis, or a banking crisis, or a sudden-stop crisis, or an exchange crisis. Today’s crisis is a bit of all these“. Sein Rat: Die Regierungen müssten teure, aber schnelle Maßnahmen ergreifen, um den Geldkreislauf aufrecht zu erhalten. Darum gehe es: „keeping the lights on“.

Warnung von Crescat Capital

Wir sehen das ähnlich und wiederholen unsere Einschätzung aus dem Special Report vom 12. März – der Börse droht der größte Crash aller Zeiten. Es ist wohl noch nicht vorbei… Auch der Hedge Fonds Crescat Capital sieht das so, er ist uns schon mehrmals mit klugen Analysen positiv aufgefallen. Crescat unterstützt unsere Warnung vor einem neuen 1929 – und zwar drastisch.

The time to buy is when there’s blood in the streets

Das Investmenthaus meldete gestern für März bis dato ein Rendite-Plus von 31 Prozent und schrieb eine Warnung an seine Kunden, veröffentlicht wurde dies über das Blog „ValueWalk“. Crescat erinnerte an den legendären Banker Baron Nathan Mayer Rothschild. Der urteilte einst: “The time to buy is when there’s blood in the streets, even if it is your own.” Rothschild hatte für London in den napoleonischen Kriegen den Goldschmuggel organisiert, um die Truppen auf dem Kontinent mit Sold zu versorgen. Der Legende nach soll er durch eigene Boten ein Vermögen mit britischen Staatsanleihen gemacht haben, da er als erster vom Sieg in der Schlacht von Waterloo erfuhr. Übertragen auf heute urteilte Crescat: Selbst nach einem fast 30prozentigen Absturz im S&P 500 seien wir noch immer weit entfernt von den “blood in the street”-Bewertungen, die den Boden für Aktien markieren.

Absturz von einem historischen Top

Letztlich stecke der Markt erst am Beginn der globalen Rezession. Konkret heißt es: „As for US stocks, it’s only the first month after what we believe was a historic market top. The problem is that the pandemic just so happened to strike at the time of the most over-valued US stock market ever based on a composite of eight valuation indicators tracked by Crescat, even higher than 1929 and 2000. It also hit after a record long bull market and economic expansion. The stock market was already ripe for a major downturn based on an onslaught of deteriorating macro and fundamental data even before the global health emergency.“ Kurz: Der Absturz in einem überbewerteten Markt war überfällig, selbst vor der globalen Gesundheitskrise.

Erst der Anfang des Crashes

Und dann wird es richtig drastisch: Der jüngste Corona-Schock war wohl erst der Anfang für den US-Aktienmarkt. Denn es drohe eine globale Rezession, Unternehmensgewinne dürften einstürzen und die Arbeitslosigkeit anziehen. Wie immer müssten Wirtschaft und der Markt von ihren Sünden gereinigt werden, um Platz zu schaffen für neues Wachstum.

56 Prozent Minus zum Durchschnitt

Crescat fuhr fort, vom Februar-Top brauche es einen Absturz von 56 Prozent, um überhaupt nur zum langfristigen Mittel zu gelangen. Und einen Verlust von 74 Prozent, um eine Standardabweichung weiter abzutauchen. In den schlimmsten Bären-Märkten rutschten die Kurse laut Crescat aber sogar zwei Standartabweichungen gen Süden. So geschehen in der Great Depression, der Baisse von 1973/74 und der Double-Dip-Rezession von 1982.

1929 revisited – minus 89 Prozent

Und damit sind wir bei der Great Depression gelandet. Die aktuelle Baisse lasse sich in Geschwindigkeit und Heftigkeit mit 1929 vergleichen, fuhr Crescat fort. 1932 habe es einen Absturz um 89 Prozent vom Top gegeben. Natürlich werde es dazwischen immer „Bounces“ nach oben geben.

12 Trillion Dollar Margin Call

Übrigens steht Crescat nicht allein. So warnte JPMorgan gerade, dass die Welt vor einen nie dagewesenen Dollar-Margin-Call stehe – und dass Shorts in Höhe von 12 Billionen Dollar oder 60 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts geschlossen werden müssten. Der Dollar rutsche auf ein Deleveraging zu, da drei Viertel des Cross-Currency-Funding in Greenback abgewickelt werden. Nicht vorzustellen, welche Assets alles verkauft werden müssen.

Rettet alles und jeden

Und der an dieser Stelle schon zitierte Repo-Zar der Credit Suisse, Zoltan Pozsar, riet der Federal Reserve, alles und jeden zu retten. So geschehen in den „Global Money Notes #28: Lombard Street and Pandemics.“ Übrigens ist die Fed mit ihren jüngsten Schritten – Zinssenkung, Milliarden-Spritze für den Repo-Markt – exakt den früheren Empfehlungen des Experten gefolgt.

Zwei Jahre Seuche möglich

Drastische Wortmeldungen also allenthalben. Doch an der Börse herrscht noch eine Menge Hoffnung vor, wie die Rebounds zeigen. Und auch im echten Leben ist noch wenig von „Blood on the Street“ zu spüren. Zwar haben inzwischen Hamsterkäufe eingesetzt. Doch sorglose Rentner sitzen in Gruppen in Cafés herum, arrogante kleine Studenten feiern Corona-Partys. Dabei hat gerade das Robert-Koch-Institut (RKI) eine herbe Warnung ausgesandt: Die Pandemie könne etwa zwei Jahre dauern. Und im Extremfall könnten die Beschränkungen für die Menschen auch so lange in Kraft bleiben. Das klingt, als gebe es kurzfristig kein Gegenmittel und keine Resistenz.

Drohende Massen-Insolvenzen und Notstand

Wir fragen uns: Wie viele Airlines, Hotels, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel, Werbeagenturen, Autobauer und Banken werden in einer solchen Dauerkrise umkippen? Und weiter: Erst wenn am Ende Supermärkte und Tankstellen schließen, wenn die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser versiegt, weil keiner mehr zur Arbeit erscheint – dann herrscht der wirkliche Notstand. Dann werden wir die Armee in den Straßen sehen – plus Armenküchen, Unruhen, Plünderungen. Und erst dann haben wir „Blood on the Street“.

Junior Miners schon jetzt Kaufgelegenheit

Doch lassen Sie uns diesen düsteren Ausblick über ein potenziell drohendes Armageddon mit einem Licht der Hoffnung beenden, überreicht von Crescat Capital. So gebe es eine Ecke im Aktienmarkt, die schon jetzt historisch niedrige Bewertungen und eine unglaubliche Kaufgelegenheit biete: „small cap gold and silver mining companies“. Am vorigen Freitag habe die Branche ein Minus von 84 Prozent seit dem Bull Market Peak im Dezember 2010 verbucht. Und damit habe sich ein Double-Bottom ausgebildet, da der Markt zuletzt im Januar 2016 ein Minus von 87 Prozent verzeichnet habe. Und am Freitag hätten die „precious metals juniors“ zudem einen Rekord-Tiefstand in der Bewertung im Vergleich zu Gold erreicht. Dies vor dem Hintergrund, dass in der Krise stets ein Run auf Gold einsetzt. Bleibt anzumerken, dass Crescat selbst in diese Aktien investiert hat.

Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades! Und uns allen bald ein Gegenmittel zu Corona – oder die Erkenntnis, dass der Mensch doch Resistenzen ausbildet und dass alles nicht so schlimm kommt, wie im Worst Case befürchtet.


Wichtige Hinweise:

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CFD GOLD

Neuer Rücksetzer an der Börse

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18.03.2020 –Daily Report. Corona scheint nicht zu stoppen. Billiggeld von den Notenbanken wird daran nichts ändern. Und konkrete wirtschaftliche Stimuli lassen auf sich warten. Der DAX taucht ab.

Frankfurt und US-Futures im Rückwärtsgang

Nach der kräftigen Erholung vom Vortag haben die Bären in Frankfurt schon wieder das Heft in die Hand genommen. Der DAX brach zum Mittag um 5,1 Prozent ein auf 8.487 Zähler. In Sachen Chartanlyse blicken Broker nun auf die Marke von 8.150 Zählern, wie Börse.ARD.de anmerkte. Denn auf diesem Niveau lagen die Höchststände der Börsenjahre 2000 sowie 2007 und 2008. Dies sei eine wichtige Unterstützung für den deutschen Leitindex.

Die Futures auf Dow Jones und S&P 500 rutschten zuletzt um gut 3 Prozent ab. In der Nacht waren die Kontrakte laut CNBC „Limit Down“ gehandelt, das heißt, die Verluste wurden auf 5 Prozent limitiert. Doch Exchange-Traded Funds, welche den Indexen folgen und nicht von einer solchen Regulierung betroffen sind, rutschten noch weiter ab: So verlor der SPDR S&P 500 ETF premarket zwischenzeitlich 5,3 Prozent und der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF gab 5,9 Prozent nach. Das sieht also nach einem neuen Ausverkauf an der Wall Street aus.

Zwei Jahre Seuche möglich

Auch in Deutschland machte sich Pessimismus breit. Der erwartete Konjunktureinbruch hierzulande könnte nach Ansicht des Ifo-Chefs Clemens Fuest in diesem Jahr noch heftiger werden als zur Finanzkrise 2009.

Zuvor sorgte auch das Robert-Koch-Institut (RKI) für enorme Skepsis: Es verzeichnet eine schnell steigende Zahl von Virus-Kranken und erhält zunehmend Alarmsignale von den Behörden. Nach Einschätzung von RKI-Chef Lothar Wieler könne die Pandemie etwa zwei Jahre dauern. Und im Extremfall könnten die Beschränkungen für die Menschen auch so lange in Kraft bleiben. Wir fragen uns: Wie viele Airlines, Hotels, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel, Werbeagenturen, Autobauer und Banken werden in einer solchen Dauerkrise umkippen?

Verluste am asiatischen Aktienmarkt

Während sich die Zahl der neuen Corona-Fälle in China auf niedrigem Level stabilisiert, ist die Zahl der

täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea weiter gestiegen. Dabei geht das Land weit rigoroser vor als Europa. Besonders radikal handelt übrigens Hongkong: Ab morgen muss jeder Einreisende zwei Wochen unter Quarantäne unter medizinischer Überwachung. Zur Kontrolle der Selbst-Quarantäne werden Armbänder mit einer App verteilt. Too little too late?

Der CSI-300 in China verlor am Morgen 2 Prozent auf 3.636 Stellen. Und in Tokio gab der Nikkei rund 1,7 Prozent nach auf 16.727 Zähler. In Hongkong schlos der Hang Seng 4,2 Prozent schwächer bei 22.292 Zählern.

Gigantische Steuerentlastung und Helicopter Money

Selbst die durchaus ungewöhnlichen geplanten Maßnahmen der US-Regierung konnten die Angst am Mittwoch nicht stoppen. So will das Weiße Haus eine gigantische Steuerentlastung auf den Weg bringen – je nach Medium liegt diese bei 850 Milliarden Dolllar oder sogar über 1 Billion Dollar. CNBC berichtete unter Berufung auf Insider, US-Finanzminister Steven Mnuchin habe republikanische Senatoren gewarnt, die Arbeitslosigkeit könne bis auf 20 Prozent anziehen, falls das Paket nicht verabschiedet werde. Konkret sollen Firmen unter anderem Steuerzahlungen bis 10 Millionen verschieben können, Einzelpersonen sollen die Zahlung an das Internal Revenue Service in Höhe von 1 Million Dollar zurückhalten können. Im Gespräch ist auch ein Scheck an US-Bürger – Helicopter Money.

Rebound an der Wall Street

Die Aktien in New York jedenfalls waren gestern kräftig nach oben geschossen. Für Freude sorgte auch die Ankündigung der US-Notenbank, kurz laufende Unternehmensanleihen aufzukaufen, um Firmen in der aktuellen Pandemie mit Cash zu versorgen. So schloss der Dow Jones mit einem Plus von 5,2 Prozent bei 21.237 Punkten. Der S&P 500 legte am Dienstag um 6 Prozent zu auf 2.529 Stellen. Und der Nasdaq 100 gewann 6,5 Prozent auf 7.474 Stellen.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender birgt am Mittwoch einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So stehen in den USA um 13.30 Uhr die Baubeginne und -genehmigungen im Februar an.

Um 15.30 Uhr folgen die Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration.

Und um 19.00 Uhr soll laut n.tv.de von der Fed das Ergebnis der FOMC-Sitzung einlaufen. Nach der Zinssenkung vom Weekend interessieren jedoch mehr die Aussagen zu Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Morning Stock News

Was passiert mit der Inflation nach dem Ende der Epidemie?

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Gold   1513,15
(-1,33%)

EURUSD   1,1026
( +0,10%)

DJIA   20158,50
(-2,39%)

OIL.WTI  26,875
(-1,52%)

DAX   8869
(+ 0,05%)

Niemand hat bisher über diese Frage nachgedacht, aber es ist Zeit! Es vergeht kein Tag, an dem nicht neue Finanzspritzen in die Wirtschaft und die Märkte fließen. Am Dienstagnachmittag kündigten die USA an, dass sie für 1 Billion Dollar Commercial Papers vom Markt zurückkaufen und der Bevölkerung für 850 Milliarden Dollar helfen würden. All dies geschieht vor dem Hintergrund eines enormen Rückgangs der Produktion und der Preise für Vermögenswerte. Natürlich gibt es die Vorstellung, dass unmittelbar nach dem Ende der Pandemie die Preise für alles steigen werden. Und gerade jetzt werden die Preise für Lebensmittel zu steigen beginnen.


AUD/USD Chart des Tages

AUD-USD chart of the day


AKTIENMÄRKTE

Die in den USA getroffenen Entscheidungen haben dem Markt jedoch etwas Ruhe verschafft. Die Aktienindizes wachsen synchron. Die Hauptfrage ist, wie lange der Optimismus anhalten wird. Grundsätzlich wird die Situation immer schlechter.


AUSTRALISCHER DOLLAR

Vor dem Hintergrund der fallenden Aktienmärkte hat niemand auf das äußerst bedeutsame Ereignis geachtet. Oben sehen wir den AUD/USD-Monatschart. Vor dem Hintergrund der Krise vom Oktober 2008 fiel das Paar auf das Niveau von 0,60, konnte es aber nicht aufbrechen und stieg an, wobei es sich in wenigen Jahren fast verdoppelte. Am Dienstag taten die Bären, was sie vor 12 Jahren versäumt haben. Die 0,60 wurde durchbrochen. Die vorherigen langfristigen Tiefststände lagen bereits bei 0,477 im Jahr 2000.


BITCOIN

Wie wir gestern festgestellt haben, ist Bitcoin weiterhin sehr zuversichtlich. Um die Situation besser zu verstehen, vergleichen wir den Goldmarkt im Wert von 7 Billionen Dollar mit der Marktkapitalisierung von BTC, die derzeit weniger als 100 Milliarden Dollar beträgt. Theoretisch kann ein großer Fonds alle existierenden Bitcoin auf dem Planeten zurückkaufen. In der Realität wird dies natürlich nicht funktionieren, da der Preis schnell steigen wird. Deshalb ist BTC dank des inflationsfreien Modells für langfristige Investitionen viel attraktiver als das gelbe Metall.


Was erwartet uns heute?

11.00 Uhr EU-Verbraucherpreisindex für Februar
14.30 Uhr Kanadas grundlegender Verbraucherpreisindex für Februar
15.30 Uhr Wöchentliche Veränderung der US-Vorräte an Ölprodukten


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Stock Trading

Versuch der Stabilisierung

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17.03.2020 –Daily Report. Kurze vorbörsliche Erholung, neue Verluste, danach Gegenwehr. Der DAX ist nach einem hoffnungsvollen Beginn wieder ins Minus gerutscht, um dann wieder zuzulegen. Die Anleger analysieren die Folgen des totalen wirtschaftlichen Not-Aus. Asien sandte derweil Hoffnungssignale aus.

Berg- und Talfahrt in Frankfurt

So schnell verpufften am Dienstag die Gewinne: Der DAX zog zunächst um 4,6 Prozent an auf 9.145 Zähler. Dann tauchte er wieder deutlich ab auf 8.448. Zuletzt hielt sich der deutsche Leitindex noch 0,1 Prozent im Minus bei 8.735 Punkten. Die Broker hakten die wie erwartet heftig eingebrochenen ZEW-Konjunkturerwartungen schnell ab. Gestern war der Index zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit September 2013 eingebrochen, um sich zum Schluss wieder ein wenig zu erholen. Am Ende stand ein Minus von 5 Prozent auf der Anzeigentafel.

Am Dienstag gab auch der MDAX die anfänglichen Gewinne rasch wieder ab. Der Index der mittelgroßen Werte zog anfangs an bis auf 20.027 und verlor zuletzt wieder 0,7 Prozent auf 18.634 Punkte. Der Indikator war am Vortag erstmals seit fast vier Jahren unter die Marke von 20 000 Punkten gefallen.

Verbale Intervention aus dem Weißen Haus

Auch die US-Futures legten eine Berg- und Talfahrt hin. Zunächst hatten sie nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump stark angezogen. Er hatte geschrieben: “The United States will be powerfully supporting those industries, like Airlines and others, that are particularly affected by the Chinese Virus. We will be stronger than ever before!” Der Markt vermutete umgehend eine staatliche Stütze für die von Corona gebeutelten Branchen. Doch zuletzt lagen die Futures noch etwa 1,4 Prozent im Plus.

Stabilisierung in Asien

An den Asienbörsen stabilisierte sich unterdessen die Lage. Der chinesische CSI-300 gab am Morgen 0,5 Prozent nach auf 3.710 Zähler. Und in Tokio gewann der Nikkei 0,1 Prozent auf 17.012 Zähler. Die philippinische Börse stellte übrigens als erste Börse weltweit den Handel vorübergehend ein. Mut machten die drastisch sinkenden Infektionszahlen und Todesfälle. China meldete nur noch 21 neue Infektionen – davon 20 importiert. Damit zahlt sich das entschlossene Vorgehen der Asiaten aus – massive Desinfektionen, rigorose und schnelle Grenzkontrollen und -schließungen, Straßenkontrollen mit Temperaturmessgeräten.

Die Krise könnte bei uns länger dauern

Von vielem davon weiter Fehlanzeige in Deutschland – selbst Polen kontrolliert an der Grenze durchweg mit Temperatur-Scannern. Dabei gibt es mit Alexander Kekulé, Chef des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, durchaus Warner. Er durfte immerhin bei „Anne Will“ am Sonntag sprechen, wurde aber von der Regierung aber als Alarmist abgetan und ignoriert. Er hat schon lange gewarnt, dass unsere Politik zu zögerlich vorgeht. Die Querverbindung zu Wirtschaft und Börse: Die Krise könnte in West-Europa wegen der laschen Reaktion unserer Herrschenden weit länger dauern als in Asien.

Und dennoch kaum Kritik an unserer Politik in den Medien. Klar: Die Öffentlich-Rechtlichen sind Staatsfunker, da will man den Chef nicht verärgern. Und da den Zeitungen die Leser weglaufen, werden auch sie in Kürze wohl Staatsgeld als Stütze erhalten – da heißt es machtkonform kuschen. Somit noch einmal der Appell: Informieren Sie sich alternativ bei kleinen Dissidenten-Medien. Und bei uns.

Conference Call von Goldman am Sonntag

Passend zum Thema eine interessante News aus dem Blog ZeroHedge: Demnach hielt Goldman Sachs am Sonntag eine große Telefonkonferenz ab. Etwa 1.500 Kunden sollen sich eingewählt haben. Die Investmentbank besprach unter anderem einige bekannte Fakten zu Corona, darunter die Tatsache, dass sich wohl halb Amerika anstecken werde. Der Peak sei über die nächsten acht Wochen zu erwarten mit einem Abflauen danach. Das weltweite Wachstum werde wohl nur noch 2 Prozent betragen und damit so schwach sein wie seit 30 Jahren nicht mehr. Der S&P 500 werde 2020 wohl noch 15 bis 20 Prozent verlieren, könne sich allerdings auch komplett bis zum Jahresende erholen.

Dann betonten die Goldmänner immerhin: Aus technischer Sicht habe der Markt im längsten Bullen-Markt der Geschichte nach einem Grund zum Abverkauf gesucht. Es gebe kein systemisches Risiko, da die Regierungen intervenierten und der Bankensektor gut kapitalisiert sei. Alles in allem sehe es aktuell mehr nach 9/11 als nach 2008 aus.

Ungeachtet der Inhalte fragen wir uns, wie wohl solch ein Emergency-Call vor dem Hintergrund der überraschenden Zinssenkung der Fed auf die Geschäftspartner gewirkt haben muss. Und ob dies nicht ein Brandbeschleuniger für den Flächenbrand vom Montag war. Und ob nicht Goldman zufällig zuvor short gegangen war.

Neue Panik in New York

Wie auch immer: Die Wall Street hat gestern das größte Minus seit 1987 verbucht. Am neuerlichen Black Monday rutschte der Dow Jones 12,9 Prozent ab auf 20.188 Zähler. Gleich zu Beginn wurde der Handel automatisch ausgesetzt. Der S&P 500 verlor 12 Prozent auf 2.386 Stellen. Und der Nasdaq Composite rutschte 12,9 Prozent auf 7.103 Punkte. Die Anleger interpretierten die Notfall-Zinssenkung der Fed als Zeichen der Verzweiflung. So ist das immer, wenn die Angst tobt: Positives wird negativ umgedeutet. Übrigens stellte der Angstindex VIX mit 82,69 Punkten das Hoch aus 2008 ein.

Das bringt der Tag

Am Dienstag stehen einige interessante Konjunkturtermine an, die jedoch im Corona-Tumult kaum Einfluss auf die Kurse haben dürften. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So wird um 13.30 Uhr der US- Einzelhandelsumsatz gemeldet.

Um 14.15 Uhr folgt die Industrieproduktion.

Und um 15.00 Uhr folgen die Lagerbestände.

Zeitgleich läuft der NAHB-Wohnungsmarktindex ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und gute Nerven!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Ein neuer blutiger Tag für Bitcoin

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Gold   1490,38
(-1,24%)

EURUSD   1,117
( +0,02%)

DJIA   21074
(+2,77%)

OIL.WTI  29,89
(+2,93%)

DAX   8547,50
(+ 0,05%)

Erst gestern haben wir uns an die Ereignisse des kalten Herbstes 2008 erinnert. Die Fed senkte den Zinssatz bei einer ungeplanten Sitzung um 0,75 %, alle waren optimistisch und der Markt verlor auf diese positiven Nachrichten hin erneut deutlich an Boden. Und was haben wir am Montag gesehen? Die Situation wiederholte sich zu 100%!


S&P500 Chart des Tages

SP500 chart


AKTIENMÄRKTE

Vor der Öffnung der Märkte senkte die Fed den Zinssatz sofort auf Null. Und versprach eine weitere Liquiditätsspritze. Und kündigte auch an, dass ihre Maßnahmen von allen führenden Zentralbanken der Welt unterstützt werden. Was ist das Ergebnis? Die Märkte zeigen wieder den stärksten Rückgang. Genau davor haben wir unsere Kunden gestern gewarnt.
Warum geschieht das? Tatsächlich hat die Fed bestätigt, dass die Situation kritisch ist. Und wenn nicht kritisch, warum dann die Zinsen auf Null senken und den Markt mit Liquidität versorgen? Wenn wir von diesem Geld absehen, wird klar, dass es nicht eine große Anzahl von Unternehmen retten wird, die einfach wegen des Mangels an Kunden schließen werden.


GOLD

Bei der Markteröffnung zog der Goldpreis stark an und erreichte eine Marke von $ 1575 pro Feinunze. Ungeübte Händler erinnerten sich daran, dass das gelbe Metall immer bei einer quantitativen Lockerung wächst. Der Preis drehte sich jedoch schnell um und zeigte den dritten Tag in Folge einen Rückgang mit einer riesigen Spanne (und der Goldpreis ist seit 5 Tagen in Folge gefallen).
Was ist zu berücksichtigen? Ja, Gold steigt immer bei der quantitativen Lockerung und als Folge davon wird es wahrscheinlich steigen und neue historische Höchststände aufweisen. Aber es ist nicht bekannt, wann dies geschehen wird. Vielleicht innerhalb einer Woche (geringe Chance), oder vielleicht bis zum Jahresende (sehr große Chance).
Nun wird der Goldpreis nicht von den Erwartungen zukünftiger Gewinne, sondern von den Ängsten der Anleger getrieben. Jeder braucht Geld, um seine Verluste zu decken. Gold, das nicht so stark gesunken ist, ist ein ideales Verkaufsobjekt, das die Möglichkeit bietet, nur einen kleinen Verlust zu sichern.


BITCOIN

Vor dem Hintergrund des rückläufigen Kryptomarktes der vergangenen Woche konnte man davon ausgehen, dass der Montag ein neuer blutiger Tag für Bitcoin sein wird. Dies ist das Szenario, in dem alles begann. Die BTC fiel auf 4.400 Dollar, stieg dann aber plötzlich an und wurde bei etwa 5.0000 bis 5.100 Dollar gehandelt.
Dies ist ein sehr wichtiges Signal, das von allen Anlegern sorgfältig bedacht werden sollte. Vielleicht versteht das „smart money“ das Folgende. Mit einer riesigen Menge an „leerem Geld“, das in den Markt eingespeist wird, beträgt die Kapitalisierung von Bitcoin nur 90 Milliarden Dollar. Und die BTC, die sich von Dollar und EURO unterscheidet, ist nicht der Inflation unterworfen. Das bedeutet, dass der Preis von 5.000 Dollar oder weniger jetzt das Niveau erreicht hat, bei dem die Käufe von großen Investoren und Fonds begonnen haben.


Was erwartet uns heute?

01.30 Uhr Protokoll der Sitzung der australischen Zentralbank
10.30 Uhr Arbeitslosenquote in Großbritannien für Januar
11.00 Uhr Geschäftsklimaindex ZEW Deutschland für März
14.15 Uhr U.S. Industrieproduktion für Februar


Wichtige Hinweise:

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CFD Forex handel

Fed senkt – Europa schließt – DAX crasht

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16.03.2020 –Daily Report. Im weltweiten Handel tobt der nackte Horror. Nach der Schließung der Grenzen in Deutschland und dem weitgehenden Ausnahmezustand in Europa bricht der DAX zum Wochenbeginn ein bis auf gut 8.400 Punkte. Auch die Notfall-Zinssenkung der Federal Reserve auf nahe Null wurde als Zeichen der Panik gewertet. Was helfen auch billige Kredite, wenn zuhauf Firmen umkippen? Die Menschen brauchen Cash zum Überleben.

Börse Frankfurt stürzt ins Bodenlose

Welch ein Absturz am deutschen Aktienmarkt: Der DAX taumelte weit unter die 9.000 Punkte und notierte zuletzt 7 Prozent im Minus bei 8.510 Zählern. Über Nacht hatten die crashenden US-Futures für pure Angst bei den Bullen gesorgt. Die Kontrakte auf die US-Indizes wurden zeitweise „Limit Down“ gehandelt, das heißt das Minus wurde auf maximal 5 Prozent gekappt. Gold hielt sich einigermaßen stabil und gab 1,6 Prozent nach auf 1.521 Dollar.

Das große Fed-Desaster

Der Zinsschritt der US-Notenbank wurde von vielen Brokern als Signal der Verzweiflung gewertet. So hat die Fed den Leitzins überraschend um einen ganzen Prozentpunkt auf fast null Prozent gesenkt. Immerhin kündigte die Fed ein Maßnahmenpaket in Koordination mit anderen Notenbanken an. Weiter wollen die Währungshüter Treasuries und mit Immobilien unterlegte Schuldtitel im Wert von 700 Milliarden Dollar kaufen. Wie schlimm steht es also um die US-Banken?

Keine US-Aktienrückkäufe mehr

Da passt eine Meldung des Financial Service Forum ins Bild, das ist eine Lobby-Organisation der wichtigsten US-Banken. Demnach wollen alle großen Kreditinstitute in den USA, darunter JPMorgan und Goldman Sachs bis Ende des zweiten Quartals auf Aktienrückkäufe verzichten. Genau also dann, wenn die Börse die Stütze am nötigsten hätte, trocknet die Liquidität weiter aus. Immerhin teilten die Banken mit, sie wollten lieber notleidende Firmen unterstützen.

Corona killt Hedge Fonds

Derweil meldete das Blog „Dealbreaker.com“ das erste Opfer von Covid-19 in der Hedge-Fonds-Industrie: Solus Alternative Asset Management, bekannt aus Investments in Toys “R” Us, wird seinen Flaggschiff-Fonds schließen, die Auszahlungen einschränken und ansonsten daran arbeiten, seine Assets zu verkaufen. Als Begründung nannte Solus eine massive Welle von Abbuchungen – und die Corona-Krise mache es schwierig, Cash dafür aufzutreiben.

Asienbörsen im Tiefflug

Am Montag rutschte der CSI-300 in China um 4,3 Prozent auf 3.728 Zähler ab. Wie erwartet fielen die Produktionsdaten aus der Industrie und Zahlen aus dem Einzelhandel enorm schlecht aus. Der Nikkei-

225 in Tokio schloss mit einem Minus von rund 2,5 Prozent bei 17.002 Zählern. Die japanische Notenbank kündigte Ankäufe von Indexfonds und anderer Anlagen an. Die kurz- und langfristigen Zinsziele behielt die Notenbank bei.

DAX-Gewinn verpufft

Der DAX hatte schon am Freitag eine reich gedeckte Tafel für alle Trader geliefert, die den richtigen Riecher hatten. Fast bis an die 10.000 ging es rauf, dann wieder runter. Letztlich schoss der DAX am Freitag um magere 0,8 Prozent höher bei 9.232 Punkten. In der vorigen Woche lag die DAX-Rendite damit bei sagenhaften minus 20 Prozent. Der DAX lieferte zudem den Beleg dafür, dass die Leute keine Kredite brauchen, sondern echte Stütze. Ein Marshall-Plan muss her. So verpuffte die von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) versprochene „Bazooka“, also unbegrenzte Kredite für kleine und mittlere Firmen.

Deshalb Nord-Italien

Wenn Sie sich aktuell fragen, warum ausgerechnet Nord-Italien so schwer von Corona getroffen wurde, dann rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass dort tausende chinesische Sweatshops mit rund um die Uhr schuftenden Billigarbeiten die traditionelle Fertigung in der italienischen Mode- und Lederindustrie verdrängt haben. Gerade verwies das Blog AltNewsMedia darauf, dass in den vergangenen Jahren rund 100.000 Arbeiter aus Wuhan und Wenzhou nach Nord-Italien gezogen sind. Hier steht illegaler Menschenhandel durch die chinesischen Triaden im Raum. Direktflüge zwischen Wuhan und Mailand gibt es übrigens wieder ab April. Wie viele Menschen hätten bei einer breiten Beleuchtung solcher Hintergründe in den deutschen Medien eine Reise nach Florenz oder Venedig vermieden oder sich richtig am Markt positioniert?

Wenn Sie also richtig traden wollen, dann konsumieren Sie möglichst wenig Mainstream. Lesen Sie bei uns die Gegenstimme – wir tun mit unserer kleinen Redaktion alles, um interessante, bislang wenig beachtete Dissidenten-News auszugraben.

Späte Rally in New York

Auch US-Broker hatten am Freitag auf ungefilterte News von Donald Trump gewartet – und der lieferte. Mit der Ausrufung des Nationalen Notstandes demonstrierte er zum einen Entschlossenheit – und zum anderen umging er damit das von den zickenden Demokraten beherrschte Unterhaus. Die Dems verweigern sich beispielsweise einer massiven Steuersenkung. Nun werden von Trump sofort Bundesmittel in Höhe von 50 Milliarden Dollar frei. Dazu kommen die Aussetzung von Zinsen für Uni-Kredite, Schnelltests, mobile Test-Stationen, dazu schon zuvor drastische Einreiseverbote. Plus noch Kredite für kleine Unternehmen.

So zog der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 9,4 Prozent an auf 23.186 Punkte. Auf Wochensicht lag die Dow-Rendite bei gut 10 Prozent im Minus. Der S&P 500 erholte sich um 9,4 Prozent auf 2.711 Stellen. Und der Nasdaq 100 legte um 10,1 Prozent zu. Auch Konjunkturdaten hatten die späte Rally an der Wall Street nicht gebremst: Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan ist im März deutlich von 101,0 auf 95,9 Punkte zurückgegangen.

Feier am Ölmarkt schon wieder abgeblasen

Weiter meldete Trump die Aufstockung der Strategic Petroleum Reserve in den USA, das stützt die heimisch Öl-Industrie. Die Reserven belaufen sich aktuell auf 635 Millionen Barrel, damit bleiben nur rund 90 Millionen Barrel für den Einkauf übrig. Amerika hat in riesigen Salzdomen Erdöl für schlechte Zeiten gebunkert. Nach dem Plus vom Freitag brach am Montag jedoch WTI um 5 Prozent ein auf 30,17 Dollar, Brent verbilligte sich um 6,8 Prozent auf 33,02 Dollar.

Das bringt der Tag

Die einzig wichtigen Konjunkturdaten stehen am Montag mit dem Empire-State-Index um 13.30 Uhr an. Den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

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Morning Stock News

Ist es der Fed gelungen, die Panik zu beenden?

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Gold   1544,66
(+0,99%)

EURUSD   1,1123
( +0,22%)

DJIA   21945
(-3,85%)

OIL.WTI  31
(-5,98%)

DAX   9621,20
(+ 0,01%)

Am Freitag zeigten alle risikoreichen und nicht risikoreichen Aktiva einen kräftigen Aufschwung. Dennoch war die Woche die schlimmste für die Märkte in den letzten zehn Jahren. Das letzte Mal wurde diese Art von Volatilität in der Krise von 2008 beobachtet. Genau daran werden wir sich heute für Investoren erinnern, die später auf den Markt kamen und nicht wissen können, was damals los war.


Chart des Tages S&P500

Chart of the day S&P500


Indizes

In einer Welle der Panik hat die Fed 2008 Dinge getan, die sie noch nie zuvor getan hatte. Bei der außerordentlichen Sitzung wurde beispielsweise der Zinssatz auf einmal um 0,75 Basispunkte gesenkt. Der Markt war sofort optimistisch, und an diesem Tag hob er regelrecht ab. Schauen Sie sich die obige Grafik an. Erinnert es Sie an etwas? Ein Panikverkauf, dann füllt die Fed den Markt mit Geld, und die grüne Kerze am Freitag ist fast gleich der vorherigen roten.

Aber was geschah dann, im kalten Herbst 2008? Es stellte sich heraus, dass der Markt gerade erst anfing zu fallen. Die Tiefststände wurden nach 4 Monaten erreicht, und eine große Zahl von Spekulanten, die mit dem Hebel arbeiteten und „auf dem Tiefpunkt“ kauften, scheiterten. Niemand kennt die Zukunft. Was in den nächsten 3-4 Monaten geschehen wird, ist ein Rätsel. Die Hauptsache ist, unter Berücksichtigung der stark gestiegenen Volatilität, dass man beim Einsatz von Hebeln äußerst aufmerksam sein muss.


Pfund

Wir haben der britischen Währung schon lange keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Nach Brexit hat sich die Situation beruhigt. In den letzten 5 Handelstagen ist das Paar Pfund/Dollar jedoch auf einmal stark gefallen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein weiteres Spekulationsspiel. Bei ansonsten gleichen Voraussetzungen ist es einfacher, Quarantänemaßnahmen auf einer separaten Insel zu beachten als im vereinten Europa. In der Zwischenzeit hält das britische Pfund einen positiven Swap mit dem EURO. Dementsprechend erscheint ihr Rückgang, insbesondere vor dem Hintergrund des EURO, übertrieben.


GOLD

Trotz der am Freitag herrschenden Positivität in Verbindung mit neuer Liquidität fiel Gold wieder deutlich. Investoren und Spekulanten sind in völliger Verwirrung. Die kritische Grenze ist der Preis von 1500$ pro Feinunze. Es ist möglich, dass wir in dieser Woche einen Zusammenbruch erleben, der falsch ist und den Tiefststand von 2020 bilden wird.


Was erwartet uns heute?

03.00 Niveau der Industrieproduktion in China für Februar

13.30 Uhr New Yorker Federal Reserve Manufacturing Index für März

21,00 Gesamtvolumen der Wertpapierkäufe durch ausländische Investoren in den USA für Januar


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock market graph

Historischer Absturz – Käufer steigen ein

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13.03.2020 –Daily Report. Am Tag danach zeigen sich wieder die ersten mutigen Bullen auf dem Frankfurter Parkett. Gegen Mittag zieht der DAX an. Ein wenig Linderung für die niedergemähten Long-Investoren nach dem stärksten Crash an der deutschen Börse seit gut 30 Jahren. Das Zauberwort, auf das alle warten, ist „Stimulus“.

Anleger wagen den Rebound

Die deutschen Anleger versuchen erneut die Bodenbildung: Der DAX zog am Freitagmittag um 3,4 Prozent an auf 9.471 Zähler. Angeschoben wurde die Erholung von den US-Futures, die um knapp 5 Prozent zulegten.

Der deutsche Leitindex war am gestrigen Donnerstag 12,2 Prozent auf 9.161 Punkte in die Tiefe gerauscht. Erstmals seit 2016 hatte der Indikator damit unter 10.000 Zählern geschlossen. Seit Beginn des Corona-Crashes am 24. Februar hat der deutsche Leitindex inzwischen gut 30 Prozent an Wert verloren.

Stärkstes Tagesminus seit 1989

Am gestrigen Donnerstag hatte der DAX den zweitgrößte prozentualen Tagesverlust in seiner Geschichte verbucht. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ klärte auf: 1988 war die Hochzeit für „Leveraged Buy-Outs“ in den USA – also für Firmenkäufe auf Pump. Häufig wurden Junkbonds eingesetzt, um Unternehmen einzukaufen. Am Freitag, den 13. Oktober 1989 platzte die Blase an der Wall Street, als bekannt wurde, dass die Übernahme von United Airlines gescheitert war. Am Montag darauf zischte der DAX um 12,8 Prozent nach unten.

Hoffnung auf US-Stimulus

Die Hoffnung ruht jetzt auf der Politik: House Speaker Nancy Pelosi von den Demokraten hatte gestern Abend gesagt, dass das Unterhaus und die Trump-Administration einer Vereinbarung über finanzielle Hilfen nahe seien. Eine Abstimmung dazu könne schon am heutigen Freitag anstehen. “We have — are near — to an agreement,” sagte Pelosi. Alle Trader sollten also auf die News achten: Falls das Hilfspaket überzeugend ausfällt, dürften die Bullen das Parkett stürmen.

Angriff auf die Shorties

Die Börsen versuchten derweil das Feuer der Panik mit Short-Verkäufen zu ersticken. So verhängte die London Stock Exchange am Freitag ein Short-Selling-Verbot für italienische und spanische Aktien. Die Borsa Italiana zog nach, die spanische Börse ebenfalls. Auch Südkorea kündigte ein Verbot von Leerverkäufen an, das ab dem kommenden Montag für sechs Monate gilt. Die Deutsche Börse erklärte am Freitag, sie werde keine solche Regelung verhängen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden.

Asien stemmt sich gegen den Ausverkauf

Derweil pumpt die japanische Zentralbank mit weiteren Anleihekäufen zusätzliche Liquidität in den Markt. In einer außerplanmäßigen Aktion hat die Bank of Japan angeboten, Anleihen von bis zu 200 Milliarden Yen, also rund 1,7 Milliarden Euro einzusammeln. Dies vor dem Hintergrund des Ausverkaufs in Tokio: Der Nikkei schloss 6,1 Prozent schwächer bei 17.431 Zählern – damit notierte er erstmals seit November 2016 unter 18 000 Zählern.

Der CSI-300 in China gab derweil um 1,4 Prozent nach auf 3.895 Stellen. In Südkorea, das besonders stark von Covid-19 getroffen ist, verlor der Kospi-Index 3,4 Prozent auf 1.771 Stellen. Im asiatischen Handel hatten am Freitag mehrere Börsen den Handel gestoppt, wie CNBC berichtete: Indien, Japan, Südkorea, Indonesien, Thailand und die Philippinen.

US-Aktien mit historischem Crash

Zuvor hatte die Panik an der Wall Street getobt. Der Dow Jones Industrial war am Vorabend 9,99 Prozent auf 21.201,62 Zähler eingebrochen. Laut MarketWatch war dies der schlimmste Absturz seit dem „Black Monday“ vom 19. Oktober 1987, als der Dow sagenhafte 22,6 Prozent nach unten gerauscht war. Damals setzte ein Giftcocktail aus Inflation, steigendem Defizit und einer Zinsanhebung dem Markt zu.

Der Dow rutschte damit gestern auf das niedrigste Niveau seit Mitte 2017. Kurz nach der Startglocke musste der Handel wie schon zu Wochenbeginn vorübergehend unterbrochen werden. Der S&P 500 verlor am Donnerstag 9,5 Prozent auf 2.481 Punkte und der Hightech-Index Nasdaq 100 sank um 9,3 Prozent auf 7.264 Zähler.

Die Fed feuert 1,5 Billionen Dollar in den Markt

Die Federal Reserve wird unterdessen den Banken und Fonds mit einer gigantischen Geldspritze unter die Arme gegriffen. Um den Kollaps von großen Investoren zu verhindern, schießt sie die Bazooka ab: Die für den Markt an Overnight-Repos zuständige New Yorker Fed will in mehreren Auktionen insgesamt 1,5 Billionen Dollar an Liquidität zur Verfügung stellen. Außerdem will sie eine breite Palette von Staatstiteln aufkaufen. Nichts wäre in Zeiten der Corona-Panik verheerender als eine zusätzliche Finanzkrise mit umkippenden Geldinstituten. Doch auch hier gilt: Was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens hatte die gestrige Ankündigung die Börse nicht gestützt – der Markt hofft auf den direkten Ankauf von Aktien durch die Fed.

Quelle: Wikipedia

Noch ist der Panik-Rekord nicht erreicht

Ob die Krise eingedämmt wird, hängt vor allem davon ab, ob die großen Industriestaaten der Welt nun entschlossen überzeugende Stimuli auflegen. Denn die Abschnürung des öffentlichen Lebens hat mit den eben erst angelaufenen Schließungen von Schulen, Kindergärten, Geschäften, der Absage von Fußball-Spielen und Flügen gerade erst begonnen. Falls solche Geldpakete nicht geschnürt werden, kann die Panik schlimmer als zuvor zurückkehren. Der Angstindikator VIX ist zwar gestern bis auf 75,42 nach oben gezischt. Doch 1987 hatte er angezogen auf rund 150 Zähler, wie Sie oben sehen.

Das bringt der Tag

In diesem Sinne heißt es: Halten Sie unbedingt Ihren direkten Marktzugang offen und die regelmäßigen Markt-Updates im Blick.

Heute bringt der Terminkalender kaum interessante Konjunktur-Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

So steht um 15.00 Uhrt der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für März an.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Weekend!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.