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14.01.2021 –Special Report. Nasdaq, S&P 500 und Dow Jones schweben weit über ihren 50- und 200-Tage-Durchschnitten. Der Markt könnte heute Abend noch weiter in die Stratosphäre abheben: Dann wird Joe Biden wohl seine gigantische Geldrakete zünden. Doch „what goes up, must come down“. Der Aktienmarkt ist reif für eine Korrektur, vermutlich ausgelöst durch die Politik. Abgehoben wie die Börse ist nur das politische Establishment in Washington D.C. Die Demokraten und die Umfaller-Republikaner, die mit ihnen gestimmt hatten, haben dem Land mit dem seltsamen zweiten Impeachment gegen Noch-Präsident Donald Trump keinen Gefallen getan.

Rakete zum Mond

Heute Nacht sorgte eine Meldung von Bloomberg und CNN für Aufsehen: Demnach hat der künftige Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, den kommenden Präsidenten Joe Biden so hart bedrängt, dass Biden heute Abend seine Pläne für einen gigantischen neuen Corona-Stimulus konkret vorstellen wird. Das Paket dürfte in der Größenordnung von 2 Billionen Dollar liegen, eine Quelle im Kongress sprach von „shoot for the moon“. Damit dürften die Markterwartungen noch übertroffen werden. Goldman Sachs hatte jüngst nur 1 Billion erwartet. CFD-Trader sollten also die Newsticker verfolgen – um 19.15 Uhr Ostküsten-Zeit will Biden sein Programm erläutern.

Geldregen über Amerika und der Börse

Brian Deese, der für Biden das National Economic Council leiten soll, sagte gestern laut dem Finanzblog ZeroHedge auf einer Konferenz, dass das neue Hilfspaket einen Scheck über 2.000 Dollar beinhalten soll sowie andere Maßnahmen für die Arbeitslosenversicherung. ZeroHedge vermutete, dass ein Großteil des Geldes über private Händler bei Robinhood den Weg an die Börse finden wird. Ansonsten sei dies eine schlechte Nachricht für die Bond-Renditen – damit werde wohl endlich die galoppierende Inflation angeheizt, von der die Federal Reserve all die Jahre geträumt habe. Ein Traum für die Börsen-Bullen. Ein Alptraum aber für alle, deren Geld nicht für die Börse reicht und die miterleben werden, wie die Preise für Energie und Lebensmittel steigen. Wie auch immer: Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen zogen an. Soll heißen: Die Anleger trennten sich von US-Staatsanleihen.

Während dieses Verhalten erklärbar ist, schwächelte Gold seltsamerweise, während der Dollar trotz der Entkernung zuletzt tendenziell etwas zulegte. Vielleicht laufen hier wegen der Politik im Hintergrund einige Deals, die wir noch nicht erfasst haben.

Nacht der Schande für die Demokraten

Derweil könnten die kommende Inflation und die laufende Säuberung das Pulverfass Amerika zur Explosion bringen. Das zweite Impeachment war wieder eine Parade der Heuchelei. Wenn Trump mit seinen Worten den Sturm auf das Capitol Hill ausgelöst haben soll, dann waren Joe Biden und Kamala Harris mit ihrem langen Schweigen, den ermunternden Worten für die Aufrührer von Antifa und Black Lives Matter und mit dem Freikauf Dutzender Aufrührer erst recht verantwortlich für den blutigen Aufstand aus dem vorigen Sommer.
Auch die Meinungsfreiheit ist schwer lädiert. Michael Every von der Rabobank urteilte: „the political divide becomes more and more bitter, with fewer and fewer neutral spaces. Moreover, tech censorship –firms which a Democrat-led House committee found to be private monopolies just a few weeks ago– widens and deepens.“ Dabei wurden 70.000 Andersdenkende Extremisten zum Schweigen gebracht, während Linksfaschisten und Islamisten weiter hetzen dürfen. Einige friedliche Demonstranten vor dem Kapitol – und fast alle waren friedlich – verloren ihre Jobs. Der Totalitarismus zeigt seine hässliche Fratze.

Die Lunte im Land glimmt

Der Noch-Präsident hat inzwischen seine Anhänger zu Ruhe und Ordnung aufgerufen. Doch ob die überhaupt noch auf ihn hören, ist fraglich. Das FBI gerade davor gewarnt, dass Milizen nicht nur Washington D.C. angreifen werden, falls ein Impeachment gegen Trump durchgezogen wird, sondern auch 50 Capitols in den Bundesstaaten. Das dürfte erst recht der Fall sein, falls die Dems das von der Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz kippen wollen, oder falls Trump etwas zustößt.

Noch sind die Trader cool

Bislang hat die Börse gelassen auf die aktuelle politische Entwicklung reagiert. Eine echte Revolution wird jedoch Schockwellen durch den Markt jagen. Wir können diesen Fakt nur immer wieder betonen. Zudem kann es gut sein, dass Biden die Stimulus-Erwartungen enttäuscht oder dass Profis ihre Aktien in einem „Sell the News“ an die schwachen Hände verkaufen, um Gewinne mitzunehmen. Dann ist zumindest ein kleiner Sturzflug der Indizes angesagt. Bleiben Sie also wachsam. Die Bernstein-Bank wünscht trotz allem erfolgreiche Trades und Investments!


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