Unterstützung für den Dollar

 

04.08.2022  – Die Federal Reserve hat durchblicken lassen, dass der Zyklus der Zinserhöhungen noch lange nicht beendet ist. Die Chancen auf eine Erholung des Euro gegen den Dollar sind gering. Außer der Markt hat jetzt alle News eingepreist.

Ist jetzt der Boden eingezogen? EURUSD – hier im Wochenchart – notiert weiter nahe der Parität, hat sich aber in den vergangenen Tagen etwas erholt. Immerhin lockt von oben die 50er-Linie.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Für den Dollar bullishe Nachrichten gab es zuletzt genug von der Federal Reserve: Gleich vier Präsidenten von regionalen Fed-Banken haben betont, es gebe noch keine Anzeichen für ein Nachlassen der Inflation. Somit geht die Straffung weiter.

Inflationsziel 2 Prozent

So sagte die Chefin der Fed von San Francisco, Mary Daly, die Währungshüter seien „nach wie vor entschlossen und völlig einig“ bezüglich des Ziels, die Inflation in die Nähe des Inflationsziels von 2 Prozent zu drücken. Wir meinen: Da müssen noch für eine ganze Weile höhere Zinsen Geld aus dem Markt saugen.

Der Präsident der Chicago-Fed, Charles Evans, sagte, es sei vernünftig anzunehmen, dass ein Zins von 3,5 Prozent bis Jahresende erreicht wird. Zu den einzelnen Zinsschritten kommentierte er: “I think that there’s enough time to play out that 50 is a reasonable assessment, but 75 could also be okay”, sagte er. Also: 75 Basispunkte Erhöhung sind drin. Und selbst mehr: „if we don’t see improvement before too long, we might have to rethink the path a little bit higher.“

Fed sieht keine Rezession

Die Leiterin der Cleveland Fed, Loretta Mester, urteilte, es gebe „no signs of a recession“. Und außerdem: „we have to get inflation under control.“ Sie sagte ferner, sie „hasn’t seen anything suggesting inflation is leveling off.“ Weiter ergänzte sie im Gespräch mit der „Washington Post“, sie wolle „sehr überzeugende Beweise“ dafür sehen, dass sich der monatliche Preisanstieg abschwäche. Erst dann könne sie sagen, dass der Straffungszyklus der US-Notenbank sein Ziel der Inflationsbekämpfung erreicht habe.

Zudem bekräftigte der Präsident der St. Louis Fed, James Bullard, dass die Zentralbank ihren Leitzins bis zum Jahresende wahrscheinlich auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent anheben sollte. Zugleich beruhigte er vor den Money Marketeers of New York University die Nerven der Börsianer, als er von einer hohen Wahrscheinlichkeit eines Soft Landing sprach.

Support für den Greenback

Unser Fazit: Solange die Fed weiter keine Rezession sieht, werden die Zinsen mittelfristig steigen. Somit hat die Notenbank also trotz gegenteiliger Beteuerungen eine Guidance ausgegeben. Und wer weiß: Falls die Börsen zu stark haussieren und die Inflation galoppiert, könnte die Fed mit dem Zinsziel nachlegen. Wann wird der Markt den Wendepunkt und ein Ende des Tightening einpreisen? Wer weiß. Jedenfalls läuft die Federal Reserve der Europäischen Zentralbank voraus. Und daher hat der Dollar von dieser Seite Rückenwind. Gleiches gilt für hohe Energiepreise – Öl und Gas werden auf dem Weltmarkt in Dollar bezahlt. Ob long oder short – die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und Investments!


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