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Wall Street

Immer wieder Zollstreit-Wirbel

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13.05.2019 – Daily Report. Aufregender ist keine Achterbahn auf dem Oktoberfest: Noch am Freitag hatten die jüngsten Hoffnungen auf eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA für eine beeindruckende Kehrtwende an der Wall Street gesorgt. Am Montag jedoch rollte der weltweite Handel wieder ein wenig in Richtung Abgrund. Washington will offenbar mit harten Bandagen zuschlagen. China sieht keinen Raum für Kompromisse und drohte Vergeltung an.

Drohender Handelskrieg drückt DAX

Welch ein Höllenritt: Von Best Case to Worst Case an nur einem Wochenende. Nach der jüngsten Eskalation im Handelsstreit notierten die Futures für die US-Indizes am Montagmorgen im Minus. Der DAX bröckelte um knapp ein Prozent ab und rutschte unter die Marke von 12.000 Punkten. Die Anleger flohen in US-Staatsanleihen und den Yen, beide Assets gelten in Krisenzeiten als sichere Häfen. Außerhalb der Volksrepublik stieg der Dollar zeitweise auf ein Vier-Monats-Hoch gegen den Yuan. Auf dem Parkett machte sich die Einsicht breit, dass die neuen Strafzölle der USA gegen China vom Freitag wohl doch nicht nur ein Bluff sind – sondern vielleicht Vorboten eines Handelskrieges.
Im Minus notierten am Montag die deutschen Autobauer. Kein Wunder, denn etwaige chinesische Gegenzölle treffen auch BMW und Mercedes, die aus ihren Fabriken in den USA nach China exportieren. Einmal mehr sorgten ThyssenKrupp für Aufsehen: Die Aktie war am Freitag um fast 30 Prozent nach oben geschossen – zuletzt standen rund 7 Prozent Minus im Zuge von Gewinnmitnahmen auf der Handelsplattform.

Kein Kompromiss in Sicht

US-Präsident Donald Trump feuerte am Wochenende eine Twitter-Tirade ab: „Wir sind mit China genau dort, wo wir sein wollen.“ Die USA würden Zölle von China in zweistelliger Milliardenhöhe einnehmen. Die US-Administration hofft natürlich darauf, dass heimische Firmen in die Bresche springen und künftig viele Güter produzieren, die jetzt noch aus der Volksrepublik importiert werden.
Chinas Chef-Unterhändler, Vizepremier Liu He, schlug am Freitag ebenfalls neue Töne an, als er sagte, „jede Nation hat ihre Würde“ und betonte, China könne in Grundsatzfragen „absolut keine Zugeständnisse“ machen. Eine dicke rote Linie also. Zudem kündigte He Gegenmaßnahmen an. Flankiert wurden diese Aussagen am Sonntag über die staatlich gelenkten chinesischen Medien. So twitterte der Chefredakteur der „Global Times“, Hu Xijin, aus der Perspektive der chinesischen Politik gebe es kaum Spielraum für Kompromisse. Der Journalist gilt unter Experten als Insider der chinesischen Führung und Sprachrohr der Kommunisten.

Verluste in Asien

Entsprechend trennten sich in Asien die meisten Anleger von ihren Aktien. Der Nikkei verbuchte zum Schluss ein Minus von 0,7 Prozent auf 21.191 Punkte. Die Börse Shanghai büßte 1,2 Prozent auf 2902 Zähler ein.

Comeback an der Wall Street

Der Dow war am Freitag erst rund 400 Zähler abgerutscht, um dann wieder ein beachtliches Comeback von 500 Zählern vorzulegen. Zur Schlussglocke brachte der Leitindex ein Plus von 0,4 Prozent bei 25.942 Zählern ins Wochenende. Einmal mehr betonen wir die Bedeutung der gleitenden Durschnitte: Der Dow setzte im Handelsverlauf genau auf der 200-Tage-Linie auf. Sein Wochenminus reduzierte der Indikator zum Schluss auf 2,1 Prozent. Der S&P 500 schloss am Freitag nach einer kräftigen Erholung genau auf der 50-Tage-Linie, er verbuchte zum Schluss ebenfalls ein Plus von rund 0,4 Prozent auf 2881 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 rettete einen kleinen Gewinn von 0,1 Prozent auf 7587 Stellen.
Für Hoffnung hatten Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin im Gespräch mit dem Sender CNBC gesorgt, die Trump später via Twitter bestätigte. Demnach liefen die Diskussionen mit den Vertretern aus China konstruktiv. Wie Trump betonte, sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Nun ja, diese Lage ist also schon wieder überholt. Ablenkung ist nicht in Sicht, denn wirklich wichtige Konjunkturtermine stehen am Montag nicht an. Die Bernstein Bank wünscht dennoch erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Forex Market Nachrichten

Erholung an der Börse

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10.05.2019 – Daily Report. Am Frankfurter Aktienmarkt ist erst einmal Beruhigung eingekehrt – die Kurse ziehen an. Denn US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend die erhitzten Gemüter der Anleger in Sachen Zollstreit ein wenig abgekühlt. Und China und Amerika verhandeln trotz der gerade erhöhten Strafzölle weiter – zudem gibt es ein kleines Schlupfloch.

Erholung in Frankfurt

Der DAX machte am Freitagvormittag mit einem Gewinn von rund 1 Prozent einen Teil der heftigen Vortagesverluste wett. Balsam für die vernarbten Broker-Seelen waren die deutschen Exporte: Im März hatten die Ausfuhren überraschend um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zugelegt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Alle wichtigen Konjunkturdaten finden Sie wie immer hier: Market Mover. Bestimmendes Thema war aber natürlich der drohende Handelskrieg zwischen China und den USA.

Galgenfrist im Zollstreit

Da klingelt die amerikanische Staatskasse: Seit heute früh, 6.00 Uhr deutscher Zeit, greifen die erhöhten US-Sonderzölle für chinesische Exporte in die USA. Die Sonderabgaben auf Einfuhren für Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar ziehen von bisher 10 auf 25 Prozent an. Unmittelbar nach der Erhöhung kündigte das Handelsministerium in Peking „notwendige Gegenmaßnahmen“ an. Chinas Chefunterhändler Liu He kritisierte den Schritt, zeigte sich aber versöhnlich. „Wir wollen einige der Differenzen ehrlich, zuversichtlich und rational lösen“, sagte der Vizepremier. „Ich denke, es gibt Hoffnung.“ Denn die beiden Volkswirtschaften USA und China seien Teil einer vollständigen industriellen Kette.
Zudem gibt es ein Schlupfloch: Die jetzt erhöhten Straftarife gelten nur für Waren, die sich noch nicht im Transit in Richtung Nordamerika befinden. Alle Güter, die also vor Mitternacht US-Ostküsten-Zeit die chinesischen Häfen verlassen hatten, bleiben niedriger taxiert. De facto haben damit beide Delegationen noch etwa zwei Wochen Zeit, bis jetzt auslaufende chinesische Frachter die Pazifik-Küste der USA erreichen. Die Anleger in Asien reagierten überwiegend erfreut: Während der Nikkei 0,3 Prozent auf 21.345 Zähler sank, stieg der chinesische CSI 300 um 3,6 Prozent auf 3.730 Punkte.

Beruhigung in New York

Am Vorabend hatte US-Präsident Trump außerdem verbale Beta-Blocker für die Anleger verteilt. Er habe einen „schönen Brief“ von Chinas Präsident Xi Jinping erhalten und wolle mit dem chinesischen Staatschef telefonieren. Entsprechend fuhren die Broker in New York erst einmal den Puls herunter. Der Dow Jones erholte sich im Handel von seinem Tagestief bei 25.517 Zählern und schloss bei 25.828 Zählern. Kleiner Hinweis für Freunde der Charttechnik: Der Dow machte knapp über der 200-Tage Linie kehrt. Der S&P 500 schloss 0,3 Prozent im Minus bei 2.871 Zählern. Der marktbreite Index durchstieß im Verlauf die 50-Tage-Linie nach unten, schloss aber nahezu punktgenau auf ihr. Der Hightech-Index Nasdaq 100 verlor 0,5 Prozent auf 7.583 Stellen. Auch an dieser Börse orientierten sich die Anleger am gleitenden 50-Tage-Durchschnitt: Der Indikator setzte im Tagesverlauf genau auf dem Indikator auf, bevor er wieder gen Norden drehte.

Wie schwach sind die USA?

Kommen wir noch einmal zurück zur Aussage von Vizepremier Liu He, China wolle den Streit „ehrlich“ lösen. Was inzwischen beim „Wall Street Journal“ über die ungeheuerliche chinesische Kehrtwende vom vorigen Freitag mit der Zurücknahme sämtlicher bisheriger Zugeständnisse berichtet wurde, lässt Zweifel an der Aufrichtigkeit der Chinesen aufkommen. Demnach haben der chinesische Präsident Xi Jinping und andere hochrangige Beamte die wiederholten Aufforderungen von Trump an Fed-Chef Jerome Powell, die Zinsen zu senken, als Zeichen der Schwäche interpretiert. Auch fühlten sich die Chinesen zu einem harten Kurs ermutigt, da Trump seine „Freundschaft“ mit Xi betonte und Liu sowie auch die chinesische Wirtschaftspolitik lobte. Die Haltung in Peking lässt Zweifel aufkommen, dass sich China künftig an Abmachungen hält und dass ein Handelskrieg vermieden wird. CFD-Trader sollten das im Hinterkopf behalten.

Das bringt der Tag

Bleibt noch der Blick auf den Kalender. Am heutigen Freitag stehen um 14.30 Uhr die Realeinkommen in den USA für April an sowie zeitgleich die Verbraucherpreise im April. Die Bernstein Bank wünscht Ihnen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Daily Stock News

Die China-Angst geht um

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09.05.2019 – Daily Report. Alles Anschnallen zur Bruchlandung: Heute und morgen laufen in Washington die wohl entscheidenden Verhandlungen im Zollstreit zwischen China und den USA. Eine Einigung erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Peking kündigte inzwischen Vergeltung an, falls Amerika wie angekündigt die Strafzölle anhebt. Die Börsen der Welt verharren in Schockstarre, der DAX rutscht ab. Der Angstindikator VDAX zieht kräftig an.

Erste Panik in Frankfurt

Angesichts der Großwetterlage rückte die deutsche Bilanzsaison in den Hintergrund. Gegen den Abwärtstrend im DAX stemmten sich HeidelbergCement. Der Baustoffkonzern aus der Kurpfalz schlug bei Gewinn und Umsatz die Prognosen. Bei der Deutschen Telekom blieb das US-Geschäft der Ergebnistreiber. Continental meldete im ersten Quartal einen herben Gewinneinbruch.

Doch was ist das alles schon im Vergleich zu einem drohenden Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt: Der VDAX erreichte den höchsten Wert seit Mitte Januar. Sein europäisches Pendant, der VStoxx, markierte ebenfalls ein Vier-Monats-Hoch.

Verkäufe in Asien

Unnötig zu erwähnen, dass auch die asiatischen Anleger die Sell-Taste drückten. Der japanische Nikkei rutschte um weitere 0,9 Prozent auf 21.402 Punkte. Der Hang Seng verlor 2,4 Prozent auf 28.311 Zähler.

Wirbel an der Wall Street

Schon am Vortag hatte der Zollstreit die Kurse durcheinander gewirbelt. Auf einer Veranstaltung in Panama Beach in Florida lief US-Präsident Donald Trump gestern auf Hochtouren. China habe den Deal gebrochen – „sie werden dafür bezahlen“. Er bekräftigte seine Absicht, morgen die Sonderzölle von 10 auf 25 Prozent anzuheben. Immerhin sagte er noch, „macht euch keine Sorgen – es wird alles klappen“, berichtet das Finanzblog „Zerohedge“. Zuvor hatte Trump über Twitter den Anlegern Hoffnung gemacht: Die Volksrepublik zeige wieder Bereitschaft zu einer Einigung, der chinesische Vizeregierungschef Liu He wolle eine Vereinbarung abschließen.
Angesichts des Wirbels schloss der Dow-Jones-Index gestern kaum verändert bei etwa 25.967 Punkten. Der S&P 500 verlor moderate 0,2 Prozent auf 2.879 Zähler. Der Nasdaq Composite setzte um 0,3 Prozent auf 7.943 Punkte zurück. Allerdings hatten die Indizes kurz vor Handelsende am Tageshoch notiert und waren dann wie Steine abgesackt.

Perfider Wortbruch der Kommunisten

Skepsis im Zollstreit ist absolut berechtigt. Reuters meldete gestern verstörende Details. Die englische Nachrichtenagentur berichtete von der am späten Freitag ins Weiße Haus gesandten redigierten chinesischen Fassung des Vertragsentwurfes und berief sich auf ein halbes Dutzend Quellen. Insgesamt habe Peking bei einem Dutzend Themen eine unerwartete Kehrtwende eingelegt. Die Editierungen aus dem Reich der Mitte zogen sich demnach systematisch durch das gesamte Vertragswerk von 150 Seiten und ignorierten monatelange Verhandlungen.
In sämtlichen sieben Kapiteln des Entwurfes habe Peking frühere Zusagen gestrichen. Insgesamt habe das kommunistische Regime bei einem Dutzend Fragen einen Rückzieher eingelegt. Darunter zu den Kernthemen Diebstahl intellektuellen Eigentums, Industriespionage, Wettbewerbsvorteile, Zugang zu finanziellen Dienstleistungen oder Währungsmanipulation. Laut den Quellen hat China die Trump-Administration aber unterschätzt, da es zwanzig Jahre lang von früheren US-Präsidenten bekommen habe, was es wolle.

Nach der Entwarnung ist vor dem Handelskrieg

Wenn die Infos stimmen, ist die rote Volksrepublik kein vertrauenswürdiger Partner. Selbst falls beide Seiten doch noch einen Deal unterzeichnen, bleibt die Frage, ob sich China daran hält. Aufmerksame Börsianer sollten für die Zukunft die Möglichkeit neuer Turbulenzen oder gar einen Handelskrieg in Betracht ziehen. Nach wie vor gilt: Behalten Sie die regelmäßigen Markt-Updates auf Ihrer Trading-Plattform stets im Auge.
Neben dem Mega-Thema Zollstreit steht ansonsten um 14.30 Uhr deutscher Zeit eine Rede von Jerome H. Powell an, Chef der Federal Reserve. Die wichtige Frage ist die: Wird die Fed bei einem möglichen Handelskrieg und einem Börsen-Crash vielleicht doch die Zinsen senken?
Zeitgleich sollen die US-Produzentenpreise, die amerikanische Handelsbilanz im März und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe über die Ticker laufen. Alle wichtigen Termine sehen Sie hier: Market Mover
Die Angst steigert sich offenbar weiter – und Panik ist stets das Signal für Käufe. Doch wo genau ist das Tief? Wer jetzt die Lage professionell analysiert, wird in naher Zukunft reich belohnt – über Deals bei einem guten Broker mit Bafin-Lizenz! Die Bernstein Bank wünscht starke Nerven und viel Erfolg!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Special Report Bernstein Bank

High Noon

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09.05.2019 – Special Report. Die Uhr tickt, die Nerven im weltweiten Handel liegen blank: Bis Freitag muss ein finaler Deal im Zollstreit gezimmert sein. Sonst will US-Präsident Donald Trump neue Sonderzölle auf chinesische Waren erheben. Die Börsen beben, alles fiebert der Deadline entgegen. Doch was wird wohl passieren? Wir beleuchten die möglichen Szenarien.

12 Uhr Mittag

Schöner hätte Hollywood den finalen Shootout in einem Western nicht inszenieren können: Bis Freitagmorgen, Punkt 12.01 Uhr US-Ostküsten-Zeit, also kurz nach Mitternacht muss laut dem Finanzportal „Marketwatch“ ein finaler Deal im Zollstreit zwischen China und den USA stehen. Sonst will Washington neue Strafzölle auf chinesische Importe erheben. Wie geht es wohl weiter? Einerseits gibt die Bernstein Bank aus Prinzip keine Anlage-Empfehlungen aus. Andererseits lassen wir unsere Kunden in turbulenten Zeiten natürlich nicht im Regen stehen. Wir haben daher für Sie im Finanzmarkt eine interessante Analyse zu den möglichen Szenarien und etwaig resultierenden Folgen gefunden.

Standard Chartered sieht vier Möglichkeiten

Die britische Standard Chartered Bank hat sich äußerst kompetent zu Wort gemeldet. Der Leiter des Devisenhandels für die G-10-Staaten, Steve Englander, hat für den Freitag vier Möglichkeiten plus die dazu gehörigen Konsequenzen in Sachen Zollstreit aufgelistet. Hier also die Essenz seiner Ausarbeitung.

1 – Das magische Kaninchen – 25 Prozent

Option 1): Beide Seiten ziehen in einem Zaubertrick ein Kaninchen aus dem Hut – Wahrscheinlichkeit: 25 Prozent. Die aktuellen Drohungen könnten nur Teil der Choreografie sein. Möglicherweise könnte China kurz vor Schluss des Ultimatums „trumping Trum“ spielen und den Trumpf auf den Tisch werfen, man könne immer den Deal aus der vorigen Woche einhalten. Auch die US-Administration könnte dies als Sieg für sich beanspruchen. Die Aktienmärkte würden laut Standard Chartered in diesem Fall wohl auf neue Höhen steigen. Im G-10-Devisenmarkt wären wohl AUDJPY oder AUDCHF die größten Gewinner. USD würde sich wohl gegen die meisten asiatischen Währungen verbilligen.

2 – Neue Verschiebung – 50 Prozent

Die wahrscheinlichste Option: 2) eine neue Verschiebung für die Einführung der Sonderzölle wegen der erzielten „Fortschritte“ – 50 Prozent. Dieser Schritt wäre wohl neutral bis leicht positiv für die Asset-Märkte, obwohl es so aussehe als ob die USA im Duell mit China geblinzelt hätten und sich mit weniger als gefordert zufrieden geben. Wie in Szenario 1 würde wohl der Dollar nachgeben.

3 – Teilweise Zollerhöhung – 10 Prozent

Wahrscheinlichkeit Nummer 3 wäre laut Standard Chartered die limitierte Anhebung einiger Strafzölle. So könnten etwa die Tarife für Waren, die jetzt schon mit 10 Prozent belegt sind, auf 15 Prozent steigen. Eintrittswahrscheinlichkeit: 10 Prozent. Diese Version wäre neutral bis leicht negativ für die Finanzmärkte. Denn die Einführung von Strafzöllen mitten in den Gesprächen wäre für die Gegenseite eine Aufforderung, den Verhandlungstisch zu verlassen. Investoren würden solch einen Schritt als Überschreiten einer wichtigen Grenze interpretieren und umgehend über Gegenmaßnahmen spekulieren. Eher neutral wären limitierte Zollanhebungen, die erst in ein paar Wochen greifen würden, falls es keinen Fortschritt in den Verhandlungen gebe.

4 – Die Verhandlungen platzen – 15 Prozent

Laut Standard Chartered der riskanteste Ausgang der Angelegenheit, wenn auch die Wahrscheinlichkeit für die komplette Erhöhung der Sonderzölle und den Abbruch der Verhandlungen nur bei 15 Prozent liege. Die Frage sei, wessen Volkswirtschaft und Finanzmärkte stärker seien und wer den eintretenden Schmerz besser aushalten könne. Der Autor vermutet aber, dass für beide Seiten ein schlechter Deal besser sei als ein „guter“ Handelskrieg. Dennoch: In diesem Szenario wäre wohl JPY der große Gewinner. Der Rest Asiens und stark risiko-korrelierte Währungen dürften einen Schlag hinnehmen, der alles Bisherige übertreffe. Der zweite große Trade wäre die Flucht in US-Bonds.

Fundamental spricht einiges dafür, dass sich die beiden Wirtschaftsgiganten doch noch irgendwie einigen. Natürlich mit einem Deal, der sich politisch als Erfolg verkaufen lässt. Denn sowohl Peking als auch Washington werden den Wohlstand der Mittelschicht und der heimischen Wirtschaft nicht gefährden. Aber der Teufel steckt im Detail. Beim Zusammenprall der Mega-Egos ist letztlich nichts auszuschließen. Behalten Sie also ihre Handelsplattform ständig im Blick – alles ist möglich und das Gegenteil von allem.

Wichtige Hinweise:

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Stock Trading

Die Kurse stabilisieren sich

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08.05.2019 – Daily Report. Verhaltener Mut an der Frankfurter Börse: Obwohl im Zollstreit zwischen China und den USA die Uhr tickt, zeigten sich wieder einige Käufer auf dem Parkett. Am Freitagmittag amerikanischer Ostküsten-Zeit soll die Deadline ablaufen. Wird bis dahin ein finaler Zoll-Deal gezimmert? Alles scheint möglich. Wenige Anleger im DAX nutzen derweil den jüngsten Ausverkauf zur Schnäppchenjagd.

Minimales Plus für den DAX

Endlich wieder ein paar grüne Kurse auf der Handelsplattform: Der DAX hat sich am Mittwochvormittag moderat nach oben gearbeitet, gegen Mittag verließ die Anleger aber wieder der Mut. Als Anti-Depressivum erwies sich die deutsche Industrieproduktion im März: Sie ist gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen, viele Analysten hatten mit einem Minus in gleicher Größe gerechnet. Zudem meldeten vier DAX-Konzerne Zahlen. Während bei Wirecard und Siemens die Zwischenberichte zu Kursgewinnen führten, hielten sich die Anleger bei der Commerzbank und der Münchener Rück eher bedeckt.

Neue Verluste in Asien

Zuvor waren die Anleger in Asien in Deckung gegangen. Der Nikkei verlor 1,5 Prozent auf 21.603 Zähler, der chinesische CSI 300 gab um 1,4 Prozent nach auf 3.667 Zähler. Schlechte Nachrichten kamen von der chinesischen Konjunktur. Die Ausfuhren aus dem Reich der Mitte rutschten laut der Zollbehörde in Peking im April überraschend stark um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ab. Während wenige Pessimisten von einem noch stärkeren Minus ausgegangen waren, hatte das Gros der Analysten mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet. Sollten die neuen US-Strafzölle ab Freitag greifen, dürfte das wohl weitere Prozentpunkte Exportwachstum kosten.

Minus in New York

Natürlich hatte das drohende Platzen des Deals auch an der Wall Street für Ängste gesorgt. So verlor der Dow Jones Industrial am Dienstag zur Schlussglocke 1,8 Prozent auf 25.965 Zähler. Der Sammelindex S&P 500 rutschte um 1,7 Prozent auf 2884 Stellen und der Hightech-Index Nasdaq 100 sank um rund 2 Prozent auf 7640 Zähler.

Spannung bei Erdöl

Unterdessen steigt auch die Spannung im Ölmarkt. Das Mullah-Regime in Teheran gab bekannt, dass es sich in Teilen aus dem internationalen Atomabkommen zurückziehen werde. Ab sofort werde das Land wieder Uran anreichern. Der iranische Präsident Hassan Rouhani stellte der Europäischen Union ein Ultimatum: Die EU müsse sich innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob sie Amerika folge oder den Ölhandel mit dem Iran wieder aufnehmen. Gleichzeitig warnte US-Außenminister Mike Pompeo vor einem „unmittelbar bevorstehenden“ Angriff des Iran. Er war gestern überraschend nach Bagdad gereist und forderte von der irakischen Regierung, „Amerikaner in ihrem Land angemessen zu schützen“. Droht hier also ein Angriff des Iran auf amerikanische Soldaten? Die Reaktion wäre für die Islamisten in Teheran verheerend – und auch für den weltweiten Öl-Trade im Nadelöhr der Straße von Hormuz. Wird also frisches iranisches Öl auf den Weltmarkt gelangen, weil die EU einknickt? Oder wird die Lage gar kriegerisch eskalieren, was den Ölpreis in neue Höhen katapultieren dürfte? Warten wir es ab.

Das bringt der Tag

Auch an diesem Mittwoch stehen eher wenige wichtige Termine auf dem Kalender. Um 13.30 Uhr wird es für Devisen- und Anleihetrader interessant, dann veröffentlicht die Europäische Zentralbank ihren Bericht zur Geldpolitik. EZB-Chef Mario Draghi wird wie gewohnt verklausuliert die Linie der Währungshüter erläutern.
Um 16.30 Uhr deutscher Zeit folgt der wöchentliche Ölbericht der amerikanischen Energy Information Agency.
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cfd handel

Zollstreit-Thriller ohne Ende

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07.05.2019 – Daily Report. Nach der Talfahrt zum Wochenbeginn ist der DAX auch am Dienstagvormittag ein Stück abwärts gependelt. Schlechte Nachricht für die Bullen: Die deutschen Aktien schweben ein wenig haltlos über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Zudem zeigten sich auch die US-Futures in Rot. Wenn Sie CFDs handeln, müssen Sie also regelmäßig Markt-Updates im Auge behalten – Sie müssen ständig mit Hiobsbotschaften rechnen.

Zollstreit bringt heftige Volatilität

So dicht liegen Gedeih und Verderb an der Börse beieinander: Was zunächst für Heulen und Zähneklappern gesorgt hatte, wurde ganz schnell umgedeutet. So geschehen am Montag: Nach einem heftigen frühen Absturz an der Wall Street holten die Aktien in New York bis zum Schluss einige Verluste wieder auf. Analysten hatten die von US-Präsident Donald Trump angedrohten neuen Strafzölle als Peitsche für die Chinesen in den Verhandlungen gedeutet. Zudem bahnte sich die Vermutung den Weg, dass Trump sein Drohmanöver auch deshalb angesetzt hat, weil die US-Indizes an den Allzeit-Hochs angekommen waren. Weiter berichtete CNBC, dass die rund 100 Mann starke chinesische Delegation nun doch am Donnerstag nach Washington reisen wird. Einen Tag später als geplant, aber immerhin. Alles also halb so wild? Die Börsen jedenfalls bewerten die Gespräche als noch nicht geplatzt.
Und dann setzte wieder die Angst ein, die US-Futures rutschten am Dienstagvormittag wieder gen Süden. Laut dem Finanzportal Marketwatch hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin betont, dass die von Trump angekündigten neuen Sonderzölle am Freitag ohne Aufschub um 12.01 Uhr Eastern Time , also ab Mitternacht, greifen. Wie soll bitte in so kurzer Zeit noch eine Einigung erreicht werden? Vor Journalisten gab die US-Administration zudem Details zu ihrem härteren Kurs preis: China habe versucht, sich aus einigen schon verhandelten Formulierungen herauszuwinden. Letztlich also wäre das Wortbruch – ob dieser Riss zu kitten ist?

Neue Zwischenberichte

Harte Zeiten also für den DAX, der sich am Dienstag zunächst robust hielt, dann aber um rund 0,5 Prozent abtauchte. Für etwas Ablenkung sorgten vier DAX-Konzerne in der Berichtssaison. Der Gewinn des Immobilienkonzerns Vonovia stieg im ersten Quartal stark an. Der Chip-Hersteller Infineon schlug sich zwischen Januar und Ende März etwas besser als erwartet. BMW rutschte wegen einer Milliardenrückstellung für eine drohende Kartellstrafe der Europäischen Union in die roten Zahlen. Und bei Henkel fiel das bereinigte operative Ergebnis von Henkel etwas stärker als prognostiziert aus.

Von unten lockt die 50-Tage-Linie

Doch leider gibt es für die Bullen keine Entwarnung: Der DAX hängt noch recht weit über der 50-Tage-Linie, die bei rund 11.794 Zählern verläuft und für Chartanalysten als wichtige Unterstützung gilt. Womit sie in Baisse-Zeiten den DAX geradezu magisch anzieht. Und wo wir gerade so nett über die Charttechnik plaudern: Der Dow Jones hat bei seiner kleinen Talfahrt vom Montag ziemlich genau auf dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt Halt gemacht und sich dann wieder erholt. Der Dow ging letztlich nur mit einem kleinen Minus von 0,3 Prozent bei 26.438 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 verlor zum Handelsende noch 0,5 Prozent auf 2932 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,7 Prozent auf 7794 Stellen. Beide Indizes hängen noch recht weit über dem 50-Tage-Durschnitt.

Nervenflattern in Asien

Bleibt der Blick gen Osten, wo Baldrian für geplagte Börsianer hoch im Kurs stand. Für Zuversicht sorgte zunächst die Nachricht, dass auch Chinas Vizepremier und leitender Unterhändler Liu Hen an den Zollverhandlungen am Donnerstag und Freitag in Washington teilnehmen wird. Das Ganze wird also wohl keine Show-Veranstaltung. In Tokio verabschiedete sich der Nikkei am Dienstag mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 21.924 Zählern. Allerdings war dies der erste Handelstag im Zuge der Goldenen Woche zum Thronwechsel. Der Shanghai Composite erholte sich sogar um 0,7 Prozent auf 2.926 Prozent. Die chinesische Börse hatte am Montag die stärksten Verluste seit mehr als drei Jahren hinnehmen müssen.

Das bringt der Tag

Damit kommen wir zum Ausblick. Neben dem Zollstreit stehen kaum große Events an. Terminiert sind etwa die US-Konsumentenkredite für März, sie sollen um 21.00 Uhr deutscher Zeit einlaufen. Wir wünschen eine gesunde Portion Coolness und erfolgreiche Trades!

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Trading

Börsenbeben made by The Donald

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06.05.2019 – Daily Report. Kalte Dusche für alle Optimisten in Sachen Zollstreit: US-Präsident Donald Trump verliert offenbar die Geduld mit Peking. Also zeigte er den kommunistischen Machthabern die Folterwerkzeuge: Wenn sich die Chinesen in den Verhandlungen nicht bewegen, sollen am Freitag die Strafzölle erhöht werden. Die deutsche Börse und der weltweite Handel reagieren geschockt.

Minus in Frankfurt – Crash in Asien

Kleiner Ausverkauf zum Wochenbeginn: Der DAX ist im frühen Montagshandel um gut zwei Prozent abgerutscht. Am Freitag hatte der Leitindex noch bei 12.436 Punkten das höchste Niveau seit Ende September erreicht. Jetzt standen alle Werte bis auf E.ON auf der Handelsplattform in Rot. Auch der Ölpreis rutschte ab. Richtig zur Sache ging es in China: In einem Blutbad für die Bullen sackte der chinesische CSI 300 um 5,5 Prozent ab auf 3.685 Stellen. Die Börse in Shanghai verlor 5,6 Prozent auf 2.906 Zähler und der Hang Seng gab 2,9 Prozent nach auf 29.210 Punkte.

Trump verliert die Geduld mit China

Am Sonntag hatte sich der US-Präsident sichtlich verärgert über China gezeigt, das im Zollstreit neu verhandeln wolle. „No!“ hatte Trump getwittert und angekündigt, dass am Freitag die Zölle für chinesische Einfuhren für Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent erhöht würden. Weitere Güter im Wert von 325 Milliarden Dollar blieben erst einmal untaxiert, doch in Kürze würden auch hier Zölle auf 25 Prozent eingeführt, twitterte Trump weiter. Der US-Präsident betonte, die bislang von China gezahlten Einfuhrzölle hätten einen positiven Effekt für die US-Staatskasse gehabt.
An diesem Mittwoch sollte eigentlich der chinesische Verhandlungsführer, Vizepremier Liu He, zu neuen Gesprächen in Washington eintreffen. Das erscheint fraglich. „China sollte nicht mit einer Pistole am Kopf verhandeln“, zitierte das „Wall Street Journal“ einen Insider.

Ruhe ist die erste Trader-Pflicht

Wie nicht anders zu erwarten, ist ein Großteil der Medien erstmal hysterisch in den Weltuntergangsmodus eingebogen – scheinbar steht der globale Handel vor dem Kollaps, Präsident Trump wird wie so oft als irgendwie inkompetent skizziert. Professionelle CFD-Trader jedenfalls sollten die Situation gelassen analysieren. Fakt ist: Die Volatilität hat heftig angezogen. Doch sie hatte in den vergangenen Wochen sowieso unnatürlich niedrige Level erreicht, wie sich am VIX und am VDAX zeigte.
Vielleicht war die jüngste Drohung nur eine Volte, um China zu disziplinieren. Vielleicht kommen tatsächlich neue Strafzölle. Na und? US-Konzerne und chinesische Firmen, die sich auf den Heimatmarkt konzentrieren, werden profitieren; exportorientierte Unternehmen in den USA und China werden leiden. Doch die nun herbei geredete Krise für den Welthandel muss nicht kommen.
Der US-Präsident setzt ansonsten konsequent sein Wahlversprechen um schützt die heimische Industrie vor unfairem Dumping-Wettbewerb. In etwa so, wie Wladimir Putin das seit Jahren in Russland tut, wo angesichts horrend hoher Einfuhrzölle für Fahrzeuge die internationalen Autokonzerne en masse ins Land geströmt sind, Fabriken gebaut haben und tausende Russen zu qualifizierten Facharbeitern ausgebildet wurden. Wie, Sie wissen nicht, dass das wunderbare Sankt Petersburg inzwischen zum Detroit des Nordens geworden ist? Da hatten unsere Medien wohl gerade keine Kapazitäten frei für eine kritische Berichterstattung in Sachen Protektionismus.

Drohender Sturm an der Wall Street

Fakt ist: Die Börse wird sich unter Turbulenzen wieder einpendeln, die Verlierer der neuen Lage bestrafen und die Gewinner belohnen. Unnötig zu erwähnen, dass der Zollstreit am Montag auch die Wall Street bewegen wird. Zumal andere wichtige Konjunkturdaten nicht auf dem Terminplan stehen. Alle großen Indizes dürften nun die 50- und die 200-Tage-Linie testen, über denen sie seit Wochen schweben.
Die US-Indizes hatten übrigens am Freitag einen hübschen Lauf hingelegt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ging mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 26.505 Punkten ins Wochenende. Der S&P 500 gewann rund 1 Prozent auf 2946 Zähler und der Nasdaq 100 rückte um 1,6 Prozent vor auf 7846 Stellen vor.
Die Devise am Montag lautet also: Cool bleiben, wenn die schwachen Hände aus dem Markt geschüttelt werden und mit CFDs schnell reagieren. Wir wünschen Ihnen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Stock News Bernstein Bank

Der DAX trotzt der Wall Street

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03.05.2019 – Daily Report. Der Aktienmarkt in Frankfurt entwickelt ein Eigenleben: Obwohl die Wall Street am Donnerstag zurückgesetzt hatte, hält sich der deutsche Leitindex am Freitag nahe seines Jahreshochs. Die Anleger analysieren einmal mehr einlaufende Zwischenberichte. Interessantes ereignet sich derweil im Energiemarkt.

DAX nahe Jahreshoch

Kleine Überraschung am Freitagvormittag: Während der weltweite Handel eher den Bären in die Hände spielte, zeigt sich der deutsche Aktienmarkt recht widerstandsfähig. Der DAX erreichte 12.395 Zähler. Der Index hatte am Donnerstag ein neues Jahres-Verlaufshoch bei 12.403 Zählern markiert. Allerdings war am Freitag nicht wirklich viel Energie im Handel zu spüren. In Japan und China blieb die Börse weiter geschlossen, Impulse fehlten somit von hier.
Für Applaus sorgte der sportliche Lauf von Adidas – die Aktie kletterte am Freitag auf ein Rekordhoch von 246,50 Euro. Der Sportartikel-Konzern hat im ersten Quartal seinen Umsatz um vier Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis zog sogar um 17 Prozent auf 875 Millionen Euro an und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Gleiches gilt für den Reingewinn, der um 16 Prozent auf 631 Millionen Euro anzog. Dagegen brach bei der BASF das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal um 24 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein. Und das obwohl sich der Umsatz um drei Prozent auf 16,2 Milliarden Euro erhöhte.

Verluste in New York

Die Wall Street hatte am Donnerstag zurückgesetzt: So gab der Dow Jones Index um 0,5 Prozent nach auf 26.308 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 2.917 Zähler und der Hightech-Index Nasdaq 100 sank 0,4 Prozent auf 7.724 Stellen. Für Aufsehen hatten die Ölaktien gesorgt: Ein kleiner Kursrutsch beim Ölpreis hatte ExxonMobil oder Chevron belastet.

US-Ölförderung mit neuem Rekord

Der Grund für die Entwicklung: Die Ölproduktion in den USA hat ein neues Rekordniveau erreicht. In der Woche zum 26. April hatten die USA nach den Daten der Energy Information Agency einen Rekord von 12,3 Millionen Barrel pro Tag erreicht. Kein Wunder, dass die Lagerbestände in den Vereinigten Staaten den höchsten Stand seit September 2017 erreichten. Auch Russland setzte den Ölpreis unter Druck: Offiziellen Daten zufolge sank die Produktion von März auf April zwar von 11,3 auf 11,23 Millionen Fass pro Tag; allerdings lag das im Zuge der OPEC-Förderreduktion zugesagte Ziel bei 11,19 Millionen.

Iran bleibt im Visier

Unterdessen zieht Washington gegen den Iran offenbar die Schrauben weiter an: Wie das „Wall Street Journal“ meldet, wollen die USA das Mullah-Regime über eine aggressivere Anwendung von Sanktionen komplett vom Strom dringend benötigter Dollar-Devisen abschneiden. Als konkretes Ziel nannte das Blatt die iranischen Exporte von Petrochemie nach Singapur und den Verkauf von Konsumgütern nach Afghanistan.
Am gestrigen Donnerstag hatten die USA die letzten Ausnahmegenehmigungen in den Sanktionen gegen Länder, die Handel mit dem Iran treiben, fallen gelassen. Damit droht der komplette Ausfall der iranischen Ölproduktion im Weltmarkt, dessen Angebot durch den Kollaps des sozialistisch zugrunde gerichteten Venezuela sowieso schon gesunken ist. Saudi-Arabien will allerdings zusammen mit anderen Alliierten den Ausfall auffangen. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung bei Erdöl.

Warten auf US-Daten

Am Nachmittag sollten CFD-Trader die regelmäßigen Marktupdates auf ihrer Handelsplattform im Auge behalten – ab 14.30 Uhr könnte die Volatilität rapide ansteigen. Denn dann wird der Arbeitsmarktbericht April vorgelegt. Börsen-Bullen hoffen auf eine weitere Zunahme der Beschäftigung. Ein zu starkes Plus in den Einkommen könnte allerdings die Federal Reserve mit Zinserhöhungen auf den Plan rufen, da dies die Inflationsgefahr anheizt.
Um 15.45 Uhr deutscher Zeit folgt der Markit-Einkaufsmanager-Index für Dienstleistungen.
Und um 16.00 Uhr wird der Einkaufsmanager-Index des ISM für das nicht verarbeitende Gewerbe gemeldet. Das Institute for Supply Management befragt anders als Markit nicht nur private Unternehmen.
Alle Prognosen und terminierten Konjunkturdaten sehen Sie übrigens hier: Market Mover
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Trade

Die Börse wartet auf frische Impulse

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02.05.2019 – Daily Report. Die Bilanzsaison läuft munter weiter und trotzdem hat dem deutschen Handel in Frankfurt zuletzt der Schwung gefehlt. Einige Broker verwiesen auf die Aussagen der Federal Reserve vom Vorabend. Doch dabei hat die US-Notenbank nur wie erwartet gehandelt und einmal mehr für ein Abwarten plädiert. Aus Asien fehlte wegen Feiertagen der Rückenwind. Vielleicht bringen neue Konjunkturdaten am Nachmittag Bewegung.

Frische Zahlen in Frankfurt

Mit leichten Pendelbewegungen lief der DAX am Donnerstagvormittag seitwärts. Große Kaufanreize fehlten zunächst: Der deutsche Einkaufsmanagerindex in der Industrie lag mit 44,4 knapp unter der Prognose von 44,5. Auf der Handelsplattform der Börsianer trafen außerdem einige Quartalszahlen ein.
An der Index-Spitze hielt sich die Aktie von Volkswagen. Das Betriebsergebnis sank im ersten Quartal nicht so stark wie bei einigen Konkurrenten, zudem trafen die Zahlen die Prognosen. Der Umsatz stieg überraschend stark um drei Prozent auf 60 Milliarden Euro. Fresenius und FMC entwickelten sich unauffällig. Beim Betriebsergebnis haben beide Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen, die Prognosen bestätigten sie. Am DAX-Ende notierten Münchener Rück, die Aktie wird ex Dividende gehandelt.

Zinsentscheid in London

Freunde des Devisenhandels sollten am frühen Nachmittag die regelmäßigen Marktupdates beim britischen Pfund im Blick behalten. Um 13.00 Uhr deutscher Zeit steht der Zinsentscheid der Bank of England an. Kaum ein Analyst rechnet damit, dass die Währungshüter in London vor einer endgültigen Brexit-Entscheidung Hand an den Leitzins von 0,75 Prozent legten. Alle terminierten Events sehen Sie hier, wenn Sie nach unten scrollen:Market Mover

Feiertage in Asien

Die wichtigsten Börsen in Asien blieben am Donnerstag geschlossen. In Japan freuen sich die Anleger über eine Pause angesichts der Krönung des neuen Kaisers. Und in der Volksrepublik China wird heute und morgen der Tag der Arbeit ausgiebig gefeiert. Gehandelt wurde immerhin in Hongkong: Der Hang Seng schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 29.944 Zählern.

Rücksetzer in New York

An der Wall Street war gestern ein Rücksetzer angesagt. Die Realtime-Kurse rutschten umgehend, als Jerome Powell die Hoffnung einiger Börsianer auf eine Zinssenkung enttäuschte. Der Chef der US-Notenbank betonte einmal mehr die aktuell herrschende Geduld der Fed bezüglich der Anpassung der Zinsen. US-Präsident Donald Trump hatte erst am Dienstag die Senkung der Zinsen gefordert.
Der Dow-Jones-Index verlor zur Schlussglocke am Mittwoch 0,6 Prozent auf 26.430 Punkte. Im April hatte der amerikanische Leitindex übrigens um 2,6 Prozent zugelegt; seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs nach vier Monaten im Plus nun schon rund 13 Prozent. Der breit gefasste S&P 500 verlor am Mittwoch 0,8 Prozent auf 2.923 Zähler. Im frühen Handel hatte der Index bei rund 2.954 Punkten ein neues Rekordhoch erzielt. Der Nasdaq 100 verlor 0,4 Prozent auf 7752 Stellen.
Einlaufende Konjunkturdaten fielen gemischt aus. So überraschte die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im April mit dem stärksten Zuwachs seit Juli 2018. Die Stimmung in der amerikanischen Industrie war dagegen überraschend auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016 gerutscht. Der Gesamtindex hält sich allerdings weiter über der Schwelle von 50 Punkten, was eine wachsende Industrieproduktion signalisiert.

Apple überzeugt die Anleger

Apple sorgte für Furore: Der Gewinn des Konzerns in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fiel zwar im Jahresvergleich um rund 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Doch zum Ende des Quartals habe sich die Lage verbessert. Außerdem prognostizierte der iPhone-Hersteller für das laufende Quartal einen höheren Umsatz als von Analysten erwartet. Zudem betonte der Hightech-Konzern, dass sich sein Absatz in China stabilisiert. Ferner plant Apple zusätzliche 75 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ein und die Dividende soll um fünf Prozent erhöht werden.

Das bringt der Tag

Am heutigen Donnerstag dürften vor allem Konjunkturdaten die Kurse bewegen. So sollen um 14.30 Uhr deutscher Zeit die Zahlen zur Produktivität in den USA im ersten Quartal einlaufen, gleichzeitig die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Um 16.00 Uhr steht der Auftragseingang für die US-Industrie im März an.
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Stock Chart

Aktien kreisen in luftiger Höhe

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30.04.2019 – Daily Report. Wieder einmal schwebt der DAX zum Handelsbeginn knapp unterhalb des Kursgipfels. Dabei hatte die Wall Street tags zuvor Schlussrekorde bei Nasdaq Composite und S&P 500 geliefert. Viele Broker hielten sich jedoch vor wichtigen US-Konjunkturdaten zurück. Und schließlich stehen noch rund 160 Unternehmen im S&P aus, die in dieser Woche Bilanzen melden. Letztlich herrscht auch wegen des morgigen Berichts der Federal Reserve Vorsicht.

Bilanzsaison auf Hochtouren

Das Muster kennen wir schon: Der Vormittag in Frankfurt ist geprägt von einem kleinen Rücksetzer. So notierte der DAX zuletzt minimal im Minus, aber über 12.300 Zählern. Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex erst zum Start bei 12.366 Zählern den höchsten Stand seit Ende September markiert, bevor er abbröckelte. Immerhin hielt sich der DAX am Dienstag also in der Nähe des Jahreshochs.
Die Anleger mussten eine Menge Geschäftsergebnisse verarbeiten. Die Aktie der Lufthansa trudelte nach dem Zwischenbericht in die unteren DAX-Regionen: Die Fluggesellschaft bekam im ersten Quartal Überkapazitäten und den massiven Preisdruck zu spüren, der Verlust weitete sich aus. An der DAX-Spitze fand sich Beiersdorf, hier fiel der Umsatz besser aus als erwartet. Leicht im Plus hielten sich Deutsche Börse, das Ergebnis im ersten Quartal stieg überraschend deutlich.

Skepsis wegen Chinas Industrie

Aus China waren am Morgen gemischte Daten eingetroffen. Zum einen rutschte der staatliche Einkaufsmanagerindex für die Industrie unter die Prognosen. Auch bei den Dienstleistern wurden die Vorhersagen leicht unterboten. Doch der Industrie-Index des Magazins „Caixin“ war besser als erwartet. Allerdings rutschte der private Indikator von 50,8 Punkten im Vormonat auf jetzt 50,2. Damit ist die Industrietätigkeit zwar noch expansiv, wenn auch schwächer als zuvor. Alle Daten sehen Sie hier:Market Mover
Die Anleger in China werteten die Daten wohl als Argument für ein verstärktes Eingreifen des Staates, der CSI 300 gewann 0,3 Prozent auf 3.913 Zähler. Die Börse in Tokio bleibt heute einmal mehr wegen eines Feiertags geschlossen.

Bernstein Bank Chart

Rekorde an der Wall Street

Eher unauffällig waren am Montagabend an der Wall Street neue Rekorde gefallen. Die Finanzprofis von Marketwatch urteilten: Der S&P 500 zog zum Schluss um 0,1 Prozent an auf 2.943 Zähler, intraday hatte er den Rekord vom 21. September eingestellt, was für Charttechniker als positives Signal gelte. Der Nasdaq Composite zog um 0,2 Prozent an auf 8.162 Stellen. Laut Marketwatch haben damit sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite zweimal hintereinander Rekordstände erzielt, dies sei das erste Mal seit der viertägigen Strecke, die am 29. August 2018 endete. Wir erinnern uns: Die Rally verlor damals recht kurz danach an Kraft, bis Weihnachten war es heftig bergab gegangen. Der Rest der Bilanzsaison wird es zeigen, wie es diesmal läuft.
Der Dow Jones Industrial Average hatte am Montag übrigens nahezu unverändert bei 26.554 Stellen geschlossen. Auch in den USA gab es gemischte Daten: Zwar hatten die US-Konsumenten ihre Ausgaben im März gesteigert. Die Teuerung entwickelte sich moderat. Allerdings sorgten die Einnahmen der Haushalte für Nachdenken.
Einen Dämpfer für die Bullen hatte die Google-Mutter Alphabet nach Börsenschluss parat. Das Wachstum flacht sich ab, zudem gab es im ersten Quartal einen empfindlichen Gewinneinbruch.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender am Dienstag ist prall gefüllt mit Konjunkturdaten: Um 14.00 Uhr stehen die deutschen Verbraucherpreise für April an.
Aus den USA soll um 14.30 Uhr deutscher Zeit der Index für die Beschäftigungskosten im ersten Quartal einlaufen.
Um 15.00 Uhr soll der Case-Shiller-Index folgen, er gibt Einblick in die Preisentwicklung am US-amerikanischen Immobilienmarkt.
Schließlich stehen um 16.00 Uhr die schwebenden Hausverkäufe im März an und vor allem das Verbrauchervertrauen für den April.
In der Bilanzsaison blicken die Anleger um 13.30 Uhr auf General Motors und um 14.00 Uhr auf McDonald’s. Um 22.30 Uhr setzen die Apple-Zahlen einen wichtigen Schlussakkord.
Zeitgleich sollen die Rohöllagerbestandsdaten des privaten American Petroleum Institute (API) über die Bildschirme laufen.
Einmal mehr ist der Tag für CFD-Trader also reich gefüllt – die Bernstein Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 68% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.